KOSMETISCHE ZUBEREITUNG ENTHALTEND EIN UNLÖSLICHES FÄRBMITTEL, DAS FLUORESZENZEFFEKTE
ERGIBT
Die Erfindung betrifft eine Zubereitung, insbesondere Kosmetikzubereitung für den Bereich der dekorativen Kosmetik zum Färben und Verschönen der Haut, der Lippen, der Augenlider, der Haare, der Wimpern und der Augenbrauen.
Zubereitungen, insbesondere Kosmetikzubereitungen gibt es in verschiedenen Formen. So ist für den Bereich der dekorativen Kosmetik die Form von losen oder gepressten Pudern oder von gegossenen Pudern in Stiftform oder in Form von extrudierten Minen, die aus einer extrudierbaren Masse herstellbar sind und durch Wasserentzug getrocknet wurden, gut geeignet. Als Beispiele für erfindungsgemäß in betracht zu ziehende Produkte können unter anderem genannt werden: Make-up, insbesondere das sogenannte Party-Effekt-Make-up, Theaterschminke, Konturenstifte, z.B. Lipliner und Eyeliner, Lippenfärbemittel, wie Lippenpuder, Wangenrouge, Lidschatten, Mascara, Haarmascara, Wimpernfärbemittel, semipermanente Tattoos und dgl., erfindungsgemäß werden darüberhinaus insbesondere solche Kosmetika zur Verfügung gestellt, die unter UV-Licht - sogenanntem Schwarzlicht - besondere
Fluoreszenzeffekte ergeben. Zubereitungen zum Färben und Verschönen von Haut und Haaren können auch aus wasserfreien Lipidmassen hergestellt werden, die mindestens ein bei Raumtemperatur flüssiges Öl, mindestens ein Wachs und mindestens eine puderförmige Phase enthalten, wobei die puderförmige Phase aus mindestens einem in der genannten Zubereitung unlöslichen Pigment besteht.
Zubereitungen zum Färben und Verschönen von Haut und Haaren können auch aus geschmeidigen Pasten auf Basis geeigneter Fette, Wachse und Öle oder auch in Form von W/O- oder O/W-Emulsionen hergestellt werden. Zur Einfärbung der oben genannten verschiedenen- Zubereitungen dienen im allgemeinen Färbemittel, welche weder in polaren noch in unpolaren Lösungsmitteln löslich sind und deshalb am Ort des Auftrags verbleiben und auch nicht ausbluten. Rezepturbeispiele finden sich in genügender Zahl in den kosmetischen Standardwerken, wie z.B. bei K. Rothemann, „Das Große Rezeptbuch der Haut- und Körperpflegemittel", 1. Aufl. 1949, G.A. Nowak, „Die kosmetischen Präparate", 3. Aufl., 1984 oder H. Janistyn, „Handbuch der Kosmetika und Riechstoffe", 3. Band, 2. Aufl., 1973 oder bei Balsam, Sagarin et al., „Cosmetics, Science and Technology", 2. Aufl., 1974 und anderen. Pigmentierte Zubereitungen der genannten Art sind also dem einschlägig befassten Fachmann in vielerlei Variationen wohlbekannt.
Zur Einfärbung dieser Zubereitungen dienen dem Fachmann im allgemeinen die durch die jeweiligen regionalen oder nationalen Gesetzgebungen zugelassenen Färbemittel, welche sich in den Versuchen als geeignet erwiesen haben.
Die vorgenannten Zubereitungen sind bei Verwendung von Mischungen der vorgenannten Färbemittel in einer Unzahl von Einfärbungen - beginnend von Weiß über das gesamte Spektrum des Regenbogens bis hin zu Schwarz erhältlich. Sehr enttäuschend wirken diese dekorativen Zubereitungen aber, wenn sich die Trägerin, z.B. im Rahmen eines Disco-Besuches oder einer Party, in Räume begibt, die überwiegend oder ausschließlich mit langwelligem UV-Licht - sog. „Schwarzlicht" beleuchtet werden. Weiße Kleidung leuchtet hier hellblau, ebenso schimmert das in Kosmetika eingesetzte Titandioxid etwas durch. Der Farbeindruck der dekorativen Kosmetik in solchen Räumlichkeiten bleibt üblicherweise sehr unscheinbar. Wurden zur Herstellung von Kosmetika Färbemittel aus der Gruppe der verlackten Fluoresceine, insbesondere der halogenierten Fluoresceine - genannt seien hier die Di-, Tri- oder
Tetrabromfluoresceine - so ergeben sich sehr oft leuchtende Fluoreszenzfarben im Bereich der Rottöne. Die Verwendung von Verlackungen dieser löslichen Farbstoffe birgt jedoch deutliche Risken in sich: Die gesunde Haut hat einen pH im Bereich von 5 - 6; als ideal wird hier 5,5 genannt - den gleichen pH-Bereich weist auch Schweiß auf. Tränenflüssigkeit dagegen hat einen leicht basischen pH im Bereich von 7,4. Durch die Feuchtigkeit der Haut ist es nun möglich, daß aus Färbemitteln auf Basis verlackter Fluoresceine wegen der möglichen unterschiedlichen pH-Werte im Produkt und auf der Haut die Farbstoffe ausbluten, weil sie aus dem Lack wieder herausgelöst werden. Dies ist besonders fatal, weil Fluoresceine sehr Substantiv sind und sehr langanhaltend - bis zu mehreren Tagen - auf die Haut aufziehen. Im UV-Licht werden die Spuren davon zudem noch intensiver sichtbar gemacht. Farblacke auf Basis von Fluoresceinen und halogenierten Fluoresceinen ergeben somit ein sehr interessantes Effekt-Make-up zur Verwendung unter „Schwarzlicht" - wegen einer möglichen Gefahr des Ausblutens können diese Zubereitungen allerdings sehr unschöne Nebenwirkungen zeitigen, die zudem noch von Haut und Haaren schwer entfernbar sind. Diese möglichen Nebenwirkungen werden - spätestens nach der ersten schlechten Erfahrung mit einem solchen Produkt - zu einem Verkaufshemmnis. Ähnliche Beobachtungen ergaben sich auch bei Verlackungen von löslichen Chinolin- und Anthrachinonfarbstoffen. Titandioxid allein oder optische Aufheller, wie z.B. Dinatrium-Distyryldiphenyl-disulfonat oder ähnliche, ergeben im wesentlichen nur hellblaue Fluoreszenzfarben und damit nur wenig Variationsmöglichkeiten im Bereich der gelben bis roten Fluoreszenzfarben - ein insgesamt unbefriedigender Zustand.
Es ist beispielsweise aus EP 0 948 314 bekannt, zum Färben von Kosmetika ein polymeres Färbemittel zu verwenden, bei dem ein Dicarbonsäurerest, ein Diolrest und ein färbendes Monomer polymerisiert werden. Da der färbende Anteil als Monomer mit in das Polymer einpolymerisiert wird, ist die Auswahl an Farbstoffen beschränkt.
Weiterhin ist es aus US-A 4 279 662 bekannt, als Färbemittel polymere Farbstoffmoleküle einzusetzen. Dabei soll das Farbstoffmolekül ein so hohes Molekulargewicht haben, dass es nicht vom Darm absorbiert werden kann, um toxikologische Probleme zu minimieren.
Ein anderer Ansatz wird in der Erfindung verfolgt, die in EP-A 0 445 342 beschrieben wird. Hier werden lösliche Farbstoffe in feste Träger absorbiert, darin eingekapselt, davon umhüllt oder eingefangen. Dies ist jedoch nur möglich, wenn der Träger transparent ist.
Die im Stand der Technik bekannten Färbemittel befriedigen jedoch noch nicht, insbesondere ist die Auswahl an Farbstoffen und Trägern beschränkt.
Somit ergab sich die Aufgabe, eine Zubereitung, insbesondere eine Kosmetikzubereitung, welche sich für kosmetische Anwendungen, insbesondere im Bereich der dekorativen Kosmetik, zum Färben und Verschönen von Haut und Haaren eignet, bereitzustellen. Insbesondere sollen Zubereitungen, wie Make-up, z.B. das sogenannte Party-Effekt-Make-up, Theaterschminke, Konturenstifte, wie z.B. Lipliner und Eyeliner, Lippenfärbemittel, Lippenpuder, Wangenrouge, Lidschatten, Mascara, Haarmascara, Wimpernfärbemittel, semipermanente Tattoos und dgl. durch in der Zubereitung unlösliche Färbemittel so eingefärbt werden, dass sie ungewöhnliche und interessante Effekte liefern, z.B. unter UV-Licht, sogenanntem Schwarzlicht, intensive und interessante Farben und Fluoreszenz an den aufgetragenen Stellen, z.B. Haut, Lippen, Augenlidern, Haaren, Wimpern und Augenbrauen, zeigen, ohne dass sich unter in-vivo Bedingungen, z.B. durch die Feuchtigkeit der Haut oder durch Schweiß oder auch Tränenflüssigkeit lösliche Farbstoffe aus den Zubereitungen herauslösen können und negative optische Eindrücke, die sich unter Schwarzlicht noch verstärken, vermieden werden. Eine weitere Aufgabe besteht darin, Zubereitungen bereitzustellen, die unter normalen Lichtbedingungen, insbesondere im Tageslicht, unter Verwendung der Färbemittel, ggf. zusätzlich zu den vorgenannten Färbemitteln, intensivere Farbeindrücke dadurch vermitteln, dass durch UV-Licht zur Fluoreszenz anregbare Färbemittel durch den Tageslicht enthaltenen UV-Anteil zur Abgabe von Fluoreszenzlicht angeregt werden. Darüber hinaus war es eine Aufgabe der Erfindung, Färbemittel bereitzustellen, die sowohl für lipidhaltige Zubereitungen, als auch gelartige und emulsionsartige Zubereitungen, aber auch pulverförmige Zubereitungen und solche in wasserfreier Form geeignet sind.
Die genannten Aufgaben werden gelöst mit einer Zubereitung, insbesondere einer Kosmetikzubereitung für den Bereich der dekorativen Kosmetik zum Färben und Verschönen der Haut, der Lippen, der Augenlider, der Haare, der Wimpern und der Augenbrauen, die dadurch gekenzeichnet ist, dass sie wenigstens ein Färbemittel enthält, welches in polaren und unpolaren Lösungsmittel unlöslich ist und unter UV- Licht Fluoreszenzeffekte ergibt.
Erfindungsgemäß wird somit eine Zubereitung zur Verfügung gestellt, mit der Kosmetika gefärbt werden können, ohne auf spezielle Farbstoffe beschränkt zu sein. Insbesondere wird es erfindungsgemäß möglich, spezielle Effekte zu erzielen mit Farbstoffen, die bisher in Kosmetika nicht eingesetzt werden konnten.
Dies wird dadurch möglich, dass man als Färbemittel für die vorgenannten Zubereitungen unlösliche oder unlöslich gemachte Färbemittel verwendet, die im Wege der Salzbildung, durch Bildung eines Neutralsalzes - oder im Wege einer echten kovalenten Bindung - aus einer Matrix aus einem Polymermaterial mit wenigstens einer funktioneilen Gruppe in der Seitenkette und einem löslichen Farbstoff mit wenigstens einer funktionellen Gruppe erhalten wurden. Erfindungsgemäß werden somit Reaktionsprodukte von Polymeren mit mindestens einer funktioneilen Gruppe und einem Farbstoff mit mindestens einer mit der funktionellen Gruppe des Polymers reaktionsfähigen Gruppe als Färbemittel eingesetzt. Damit wird es möglich, ansonsten für Kosmetika nicht einsetzbare Farbstoffe, für kosmetische Produkte mit Spezialeffekten bereitzustellen.
Zur Lösung der gestellten Aufgabe können entweder Färbemittel verwendet werden, die beispielsweise durch die Umsetzung von in der Zubereitung ebenfalls unlöslichen Polyestern, die wenigstens eine primäre, sekundäre oder tertiäre Aminogruppe in der Seitenkette enthalten, mit anionischen Farbstoffen oder von Polyestern, die wenigstens einen Säurerest in der Seitenkette enthalten, mit kationischen Farbstoffen hergestellt werden. Denkbar ist auch Polyacrylate oder Polymethacrylate oder Polyurethane, welche wenigstens eine der vorgenannten Aminogruppen oder wenigstens eine Säuregruppe in der Seitenkette aufweisen, mit Farbstoffen mit entgegengesetzt geladenen funktionellen Gruppen umzusetzen. Für den Einsatz wesentlich ist, dass die auszuwählenden Färbemittel unter in-vivo Bedingungen hydrolysestabil sind, was durch einen einfachen Test - nämlich durch Lagerung des Färbemittels in einer auf pH 5,5 gepufferten 1 %igen wässrigen Lösung einer organischen Hydroxysäure, wie Milchsäure oder Zitronensäure über 24 Stunden bei 37 °C - leicht ermittelbar ist. Im Handel erhältlich sind beispielsweise Färbemittel, welche aus einer Polyester-Matrix, erhalten durch die Reaktion von Ethylenglykol, Cyclohexandimethanol, Terephthalsäure, Isophthalsäure und Norbornandiamin sowie Farbstoffen bestehen, die sich von Fluoresceinen, Chinolinfarbstoffen, Triphenylmethanfarbstoffen und Anthrachinon-farbstoffen herleiten. Eine geeignete Polyester-Matrix ist dem einschlägig befassten Fachmann auch als „Polyester-3" bekannt.
Genannt seien hier Farbstoffe wie C.l.-No. 45.380 (Tetrabromfluorescein), C.l.-No. 45.370:1 (Gemisch von Dibrom-, Tribrom- und Tetrabromfluorescein), C.l.-No. 47.000 (Chinophthalon, nicht zur Verwendung auf Schleimhäuten), C.l.-No. 47.005 (Chinophthalon-disulfonsäure), C.l.-No. 42.090 (Triphenylmethanfarbstoff), C.l.-No. 60.730 (Anthrachinonfarbstoff, nicht zur Verwendung auf Schleimhäuten), C.l.-No. 61.570 (Anthrachinonfarbstoff).
Als Beispiele für Pigmente können Titandioxid, Zinkoxid, Eisenoxide, Chromoxid, Chromoxidhydrat, Ultramarin, Manganviolett, Ferric Blue (Berliner Blau), Glimmer, mit Titandioxid beschichtete Glimmer, farbige, mit Metalloxiden beschichtete Glimmer, Bismuthoxychlorid, mit Metalloxiden beschichtetes Bismuthoxychlorid, plättchenförmige Metailpulver von Aluminium, Messing, Bronze, Kupfer, Silber oder Gold, Carmin und seine verschiedenen Salze mit Metallen, sowie Verlackungen organischer Färbemittel mit Aluminium, Barium, Calcium, Strontium oder Zirkonium genannt werden. Diese Aufzählung ist nur eispielhaft und nicht abschließend. Die Einsatzmengen richten sich nach den erwünschten Wirkungen und sind begrenzt durch die in den jeweiligen nationalen Gesetzgebungen geregelten Höchstmengen. Die Mengenanteile an Färbemittel liegen dabei üblicherweise in einem Bereich von 0.1 bis 50 Gew.-%, vorzugsweise in einem Bereich von 5 bis 35 Gew.-% und besonders bevorzugt in einem Bereich von 10 bis 25 Gew.-%. Diese Mengenangaben für die Färbemittel erfolgt mit der Maßgabe, daß sich die Summe aller Inhaltsstoffe der vorgenannten Zubereitung, insbesondere kosmetischen Zubereitung auf 100 Gew.-% ergänzt.
Die durchschnittliche Teilchengröße der vorgenannten Färbemittel variiert je nach Anwendungsbereich und liegt im allgemeinen in einem Größenbereich von 0.1 bis 10 μm, insbesondere 0,5 bis 10 μm, bei den plättchenförmigen Färbemitteln, wie den Glimmern, den Bismuthoxychloriden und den Metallpulvern kann die durchschnittliche Teilchengröße auch in einem Bereich von 5 bis 150 μm liegen. Neben den Färbemitteln können auch sog. „nichtfärbende Pigmente" und andere Füllstoffe, wie z.B. Siliciumdioxid, Talkum, Kaolin, Metallsalze von Fettsäuren, wie AI-, Mg-, Ca-, Zn- oder Sr-Stearat, -Palmitat oder -Myristat, Bornitrid, Stärke, organisch modifizierte Stärke, Nylonpulver, Polytetrafluorethylenpulver oder Gemischen daraus bestehen.
Um negative Auswirkungen einer längeren Lagerung, auch während des Gebrauches beim Endverbraucher - Ranzidität bei Verwendung von Ölbindern oder Emulsionsbindern oder mikrobiellen Verderb wegen Kontamination der Oberfläche - zu vermeiden, können den Zubereitungen zusätzlich übliche und von der jeweiligen
Kosmetikgesetzgebung zugelassene Antioxidantien und Konservierungsmittel zugesetzt werden.
Die erfindungsgemäße Zubereitung enthält außer den erfindungsgemäßen Färbemitteln die üblicherweise für derartige Zubereitungen verwendeten Inhaltsstoffe.
Die erfindungsgemäß bereitgestellten Färbemittel können für die unterschiedllichsten Zubereitungen eingesetzt werden, die in an sich bekannter Weise hergestellt werden können. So werden z.B. puderartige Zubereitungen hergestellt, indem man ihre fein pulverisierten Bestandteile homogen vermischt und sie ggf. nochmals mahlt und sie lose in geeignete Verkaufsgebinde abfüllt oder sie mittels eines Ölbinders oder eines Emulsionsbinders in eine zum Kompaktieren geeignete Form bringt und die erhaltene Mischung unter Druck in kleine Blechteile, sog. Godets, einpresst. Bekannt ist auch, die Grundmasse mit Gips zu versetzen, sie mit Wasser anzuteigen und sie dann zu Minen zu extrudieren oder in geeignete Verkaufsgebinde einzugießen und aushärten zu lassen. Statt Gips kann auch eine wässrige Lösung eines Cellulosederivates wie z.B. Carboxymethylcellulose oder Ethylcellulose verwendet werden, wobei das erhaltene Produkt dann einem Trocknungsprozess zu unterziehen ist. Letztlich ist auch bekannt, die Pudermasse mit einem flüchtigen Siliconöl, z.B. einem Cyclomethicone, anzuteigen und in geeignete Formteile einzugießen, die befüllten Formteile dann bei erhöhter Temperatur zu trocknen und das abdunstende Lösungsmittel dann aus einem gekühlten Wasserbad als Kühlfalle zurückzugewinnen. Die vorgenannten Verfahren sind dem einschlägig befassten Fachmann aus der Literatur hinreichend bekannt.
Wenn es sich um eine lipidhaltige Zubereitung handelt, so enthält sie für die Herstellung von Kosmetika zugelassene und in der Kosmetik übliche flüchtige und/oder nicht flüchtige bei Raumtemperatur flüssige Öle, pflanzlicher, mineralischer oder synthetischer Herkunft - genannt seien hier siliziumorganische Verbindungen, wie z.B. Dimethicone, Phenyltrimethicone, Diphenyldimethicone oder flüchtige Öle, wie z.B. flüchtige kurzkettige Dimethicone wie das Hexamethyldisiloxane, Cyclomethicone wie Hexamethyltricyclosiloxane, Octamethyltetracyclosiloxane, Decamethylpentacyclo- siloxane, Dodedamethylhexa-cyclosiloxane, gegebenenfalls auch in Abmischung flüchtige Paraffine wie z.B. C-11/C-12 Isoparaffine oder Gemische der genannten Öle und dergleichen mehr. Ferner genannt seien Mineralöl und Paraffinöl, sowie pflanzliche Öle wie Sesamöl, Ricinusöl,. Sonnenblumenöl, Erdnußöl, Rapsöl, Mango Seed Oil (Magnifera Indica), Meadowfoam Seed Oil (Limnantes Alba), Macadamia Nut Oil (Macadamia Ternifolia Nut Oil), Octyldodecanol, Isopropylmyristat, Isopropylpalmitat,
Butylstearat, Isopropyl-isostearat, Isostearyl-isostearat, Caprylic/Capric Triglyceride, Propylene Glycol Dicaprylate/Dicaprate und andere mehr.
Ferner seien pflanzliche, tierische oder synthetische Wachse genannt, wie z.B. Bienenwachs, Japanwachs (Rhus Succedanea), Camaubawachs, Candelillawachs, Zuckerrohrwachs, Jojobaöl (Buxus Chinensis) oder hydriertes Jojobaöl, Siliconwachse. Paraffinwachse, Montanwachse, mikrokristalline Wachse oder aus der Fischer-Tropsch- Synthese gewonnene Wachse oder auch Vaselin oder Gemische der genannten Wachse eingesetzt werden.
Die Zubereitung kann ferner noch Triglyceride, insbesondere bei Raumtemperatur feste Triglyceride enthalten, die durch Hydrierung pflanzlicher Öle gewonnen wurden, wie z.B. hydrierte Pflanzenöle wie z.B. Hydrogenated Cottonseed Oil, Hydrogenated Vegetable Oil, Hydrogenated Rapeseed Oil, Hydrogenated Castor Oil, Hydrogenated Coco Glycerides oder Mango Seed Oil (Magnifera Indica), Meadowfoam Seed Oil (Limnantes Alba), Shea Butter (Butyrospermum Parkii), Macadamia Nut Oil (Macadamia Temifolia Nut Oil) oder deren Gemische. Zur Kennzeichnung der genannten Rohstoffe werden neben üblichen Handelsmanen die den einschlägig befaßten Fachleuten geläufigen Bezeichnungen gemäß der „International Nomenclature of Cosmetic Ingredients" (die sog. „INCI-Namen") verwendet. Die erforderliche Einsatzmenge ergibt sich dabei aus den Anregungen die der vorgenannten Fachliteratur entnommen werden können und aus dem gewünschten Anwendungszweck hergeleitet werden. Um negative Auswirkungen einer längeren Lagerung, auch während des Gebrauches beim Endverbraucher - Ranzdität oder mikrobiellen Verderb - zu vermeiden, können den Zubereitungen zusätzlich übliche und von der jeweiligen Kosmetikgesetzgebung zugelassene Antioxidantien und Konservierungsmittel zugesetzt werden.
Die erfindungsgemäßen Zubereitungen können auch in Form von wasserbasierten Suspensionen vorliegen mit Feststoff ohne jede Zusatz von Lipiden oder in Form von Suspensionen, die zusätzlich feinst dispergierte Lipidkörper enthalten oder auch in Form eingefärbter Emulsionen. Emulsionen können dabei unter Verwendung von für die Herstellung von Kosmetika bekannten und zugelassenen Ölen, Fetten und Wachsen gefertigt werden, wie z.B. Dimethicone, Phenyltrimethicone, Diphenyldimethicone, Siliconwachse oder flüchtige Cyclomethicone und dergleichen. Ferner seien tierische oder pflanzliche Wachse genannt, wie z.B. Bienenwachs, Japanwachs (Rhus Succedanea), Camaubawachs, Candelillawachs, Zuckerrohrwachs, Jojobaöl (Buxus
Chinensis) oder hydriertes Jojobaöl, hydrierte Pflanzenöle wie z.B. Hydrogenated Cottonseed Oil, Hydrogenated Vegetable Oil, Hydrogenated Rapeseed Oil, Hydrogenated Castor Oil, Hydrogenated Coco Glycerides oder Mango Seed Oil (Magnifera Indica), Meadowfoam Seed Oil (Limnantes Alba), Shea Butter (Butyrospermum Parkii), Macadamia Nut Oil (Macadamia Ternifolia Nut Oil) oder deren Gemische. Zusätzlich können noch von Erdöl abgeleitete Rohstoffe wie flüchtige Isoparaffine, Mineralöl, Vaselin, Paraffinwachse, Montanwachse, mikrokristalline Wachse oder aus der Fischer-Tropsch-Synthese gewonnene Wachse eingesetzt werden.
Werden keine wasserbasierten Suspensionen sondern Emulsionen hergestellt, so kann die Zubereitung neben Wasser noch Feuchthaltemittel, wie z.B. Glycerin, Diglycerin, Triglycerin, Propylenglykol, Butylenglykole, Hexylenglykole, Milchsäure oder deren Salze, Pyrrolidoncarbonsäure oder deren Salze oder Gemische aus den genannten Substanzen sowie pflegende Zusätze von Heilpflanzenextrakten, die in ausreichender Zahl im Handel erhältlich sind, enthalten. Zur Verbesserung der Haltbarkeit und zur Verhinderung der Migration wasserhaltiger Zubereitungen ist es üblich, filmbildende Substanzen in Form von Lösungen oder von Dispersionen zuzusetzen. Bekannt ist hierbei die Verwendung von Schellack oder von Dispersionen von Polymeren oder Copolymeren von Polyurethan, Polyacrylat, Polymethacrylat, Polyestern, Polyamiden und dergleichen mehr. Zur Herstellung von W/O- oder O/W-Emulsionen verwendet der Fachmann im allgemeinen im Handel erhältliche anionaktive oder nichtionogene Emulgatoren oder Mischungen daraus oder mit Basen, wie z.B. Triethanolamin, teilneutralisierte oder neutralisierte Fettsäuren, wie z.B. Myristinsäure, Stearinsäure Isostearinsäure oder sog. Dimer- und Trimersäuren, die durch additive Umsetzung aus Ölsäure erhalten wurden. Die erforderlichen Mengen sind durch einfache Laborversuche zu ermitteln. Grundsätzlich können auch emulgatorfreie Systeme, wie z.B. sog. „Pickering-Emulsionen" hergestellt werden.
Gegebenenfalls können die Zubereitungen auch pflanzliche, tierische oder synthetische Verdickungsmittel enthalten, wie z.B. Gummi Traganth, Xanthan Gum, Carragheen, Johannisbrotkernmehl, Agar-Agar, Alginate, Pektin, Gelatine, Stärkederivate und modifizierte Stärken, Cellulosederivate wie Carboxymethylcellulose, Methylhydroxyethyl- cellulose, Methylhydroxypropylcellulose, Carboxymethylhydroxyethylcelluiose und dergleichen oder synthetische Verdickungsmittel wie Acrylat-Polymere und Acrylat- Copolymere, die dem Fachmann unter dem INCI-Namen Carbomer bekannt sind, sowie Mischungen der genannten Substanzen.
Zubereitungen zum Färben und Verschönen von Haut und Haaren können auch aus wasserfreien Lipidmassen hergestellt werden, die mindestens ein bei Raumtemperatur flüssiges Öl, mindestens ein Wachs und mindestens eine puderförmige Phase enthalten, wobei die puderförmige Phase aus mindestens einem in der genannten Zubereitung unlöslichen Pigmenten, zur Erzielung von besonderen Fluoreszenzeffekten einem unlöslichen Fluoreszenzpigment, besteht. Die Herstellung dieser Zubereitungen geschieht üblicherweise, indem man Wachs und Öl auf eine Temperatur oberhalb des Schmelzpunktes des Wachses bringt, die puderförmige Phase zugibt und das Ganze gut mischt und anschließend mittels einer Kolloidmühle, Korundscheibenmühle oder eines Dreiwalzenstuhls zur Zerstörung von Agglomeraten und zur Homogenisierung ausreichend bearbeitet. Anschließend wird die Zubereitung extrudiert und zu Minen abgelängt, die nach den aus der Bleistiftherstellung bekannten Verfahren zu Stiften mit einer spitzbaren Umhüllung verarbeitet werden können. Alternativ können die Minen auch in geeignete Drehmechaniken eingesteckt werden. Weitere geeignete Methoden zur Weiterverarbeitung bestehen darin, die Zubereitung über ihren Schmelzpunkt zu erhitzen und sie in flüssiger Form direkt in Hülsen aus einem spitzbaren Material wie z.B. Holz oder Kunststoff einzugießen. Bekannt ist auch, die erhitzte und flüssige Zubereitung in Formen zu Gießen, die Gießlinge nach dem Erkalten zu entnehmen und sie anschließend in der vorher geschilderten Weise zu holzgefassten Stiften zu verarbeiten. Die so erhaltenen Gießlinge können auch in geeignete Drehmechaniken eingesteckt werden. Letztlich ist auch bekannt, die erhitzte und flüssige Zubereitung in das Halteteil einer Drehmechanik einzugießen und dieses Teil dann mit den restlichen Teilen zu einer Drehmechanik komplettieren. Das Gießen kann auch direkt in eine entsprechend gestaltete Drehmechanik erfolgen.
Eine weitere Ausführungsform von Zubereitungen für die dekorative Kosmetik sind wasserfreie Pasten auf Basis geeigneter Fette, Wachse und Öle oder auch in Form von W/O- oder O/W-Emulsionen. Desweiteren sind für kosmetische Anwendungen auch Zubereitungen in Form einer Flüssigkeit, eines Gels oder einer emulagorfreien „Pickering-Emulsion" bekannt. Für flüssige Formulierungen werden häufig lösliche Farbstoffe verwendet.
Erfindungsgemäße Zubereitungen, die in Form weicher Pasten vorliegen, haben bevorzugt eine dynamische Viskosität im Bereich von 50 bis 3000 mPa.s, wobei die dynamische Viskosität mit einem Rotationsviskosimeter Typ Bohlin CVOR 200 bei Scherraten von 10"4/s bis 103/s unter Verwendung einer Platte Kegel bzw. Platte/Platte Messeinrichtung gemessen wird. Die Messungen erfolgen dabei mit ansteigender und
wieder abfallender Scherung. Die erfindungsgemäßen Zubereitungen in Form von Pasten haben in der Regel einen Viskositätsverlauf in Form einer Hysteresekurve, was auf thixotrope Eigenschaften der Zubereitungen hindeutet.
Die erfindungsgemäße Zubereitung soll nun anhand der nachfolgenden Beispiele im Detail erläutert werden, welche sie jedoch nicht abschließend beschreiben. Dabei erfolgen alle Mengenangaben in Gewichtsprozent (Gew.-%), bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung. Als Rohstoffnamen werden die international üblichen „INCI-Namen" oder dem einschlägig befassten Fachmann allgemein bekannte Freinamen verwendet. Die Form der Zubereitungenist jeweils angegeben.
Beispiel 1 - Effekt-Make-up (loser Puder)
Kaolin 22,500
Calciumcarbonat 12,000
Talkum 20,000 veretherte Stärke (ANM-Reis) 14,000
Titandioxid 7,000 braunes Eisenoxid 3,500
Sr-Laurat 7,700
Mg-Myristsat 5,000
Polyester-3, Red-28 3,500
Polyester-3, Yellow lO 1 ,000
Aluminiumoxid 3,500
Methylparaben 0,150
Propylparaben 0,050
Parfümöl 0,100
In einem Pflugscharmischer mit Homogenisator mischt man unter Kühlen die „weißen" Puderbestandteile und gibt dann die Konservierungsmittel und das Parfümöl zu. Anschließend werden das Eisenoxid und die Fluoreszenzfarben zugesetzt und der Ansatz intensiv gemischt. Der Ansatz wird anschließend über eine Zahnkranzmühle gemahlen oder durch ein Rüttelsieb gegeben und dann in Verkaufsgebinde abgefüllt. Der lose Puder wird vorzugsweise mittels einer Quaste auf die Haut aufgetragen. Man
erhält einen hellen, rötlich-braunen, sehr griffigen Puder mit guter Haftung auf der Haut, der im langwelligen UV-Licht orange bis magentafarbene Fluoreszenz zeigt. Durch Variation der Mengen an rotem Eisenoxid und Titandioxid kann eine hellere oder dunklere Tönung des Puders erreicht werden.
Beispiel 2 - Effekt-Lippenpuder (loser Puder)
Kaolin 33,000
Talkum 18,000 veretherte Stärke (ANM-Reis) 16,300
Titandioxid 2,500
D & C Red 7 (C.l.-No. 15.850:1) 3,300 rotes Eisenoxid (C.l.-No. 77.491) 3,500 gelbes Eisenoxid (C.I.- -No. 77.492) 1 ,500
Sr-Laurat 7,700
Mg-Myristsat 5,000
Polyester-3, Red-28 4,500
Polyester-3, Yellow lO I 0,500
Methylparaben 0,150
Propylparaben 0,050
Parfümöl 0,100
Alpha-Bisabolol 0,100
Na-Cyclamat 0,050
Aluminiumoxid 3,500 kolloidale Kieselsäure 0,250
Die Herstellung der Pudermischung erfolgt analog zum Beispiel 1. Man erhält einen matten, kräftig-roten Lippenpuder mit gutem Griff und guter Haftung, der allein oder über einem Lippenstift auf die Lippen aufgetragen werden kann. Er zeigt im langwelligen UV-Licht eine deutliche magentafarbene Fluoreszenz.
Beispiel 3 - Effekt-Make-up (gegossen)
Mischung aus Beispiel 1 94,000
Binder 6,000
Binder:
Carboxymethylcellulose 2,500
Gummi Arabicum 2,000
Carragheen 2,500
Ethanol (kosmet. vergällt) 6,000
Dowicil 200 1 ,000
Wasser 86,000
In einem geeigneten Gefäß wird Gummi Arabicum mit dem Ethanol übergössen. Das Wasser wird auf 80 °C erhitzt und auf das Gummi Arabicum gegossen, danach lässt man quellen. Anschließend werden Dowicil 200, die Carboxymethylcellulose und das Carragheen unter Rühren zugesetzt. Man lässt quellen rührt den Ansatz kiumpenfrei und gibt nun den Binder zur Pudermischung und verarbeitet alles zu einer dicken Paste. Ggf. kann noch ein wenig Wasser zugesetzt werden. Die Mischung wird in geeignete, nicht rostende Blechteile gegossen, bei Bedarf glattgerüttelt und bei 50-60 °C bis zur Gewichtskonstanz getrocknet.
Beispiel 4 - Lidschatten (gepresst)
Pudermischung:
Kaolin 18,000
Talkum 7,000 veretherte Stärke (ANM-Reis) 14,500
Glimmer (TiO2-beschichtet) 35,600
Sr-Laurat 5,500
Mg-Myristat 3,500
Ultramarin 5,000
Chromoxidhydratgrün 4,500
Polyester-3, Yellow lO 4,000
Polyester-3, Blue 1 2,000
Dinatrium-distyryldiphenyl-disulfonat 0,200
Methylparaben 0,150
Propylparaben 0,050
Ölbinder:
Isopropylmyristat 20,000
Isoproyllanolat 25,000 acetyliertes Lanolin 15,000
Paraffinöl, dickflüssig 39,400
Methylparaben 0,150
Propylparaben 0,050
Tocopherylacetat 0,400
Pudermischung 82,000
Ölbinder 18,000
Der Ölbinder wird hergestellt, indem man die Ölphase leicht erwärmt und die Konservierungsmittel darin löst. Er ist sogleich verwendbar und auch lagerfähig.
In einem Pflugscharmischer mit Homogenisator werden die Puderbestandteile bis auf den Glimmer vorgelegt und unter Kühlen intensiv gemischt. Etwa 60 Gew.-% des Olbinders werden nun zugedüst oder portionsweise zugegeben. Anschließend wird der Glimmer zugegeben und danach in Portionen der restliche Ölbinder. Der Ansatz wird mittels eines Rüttelsiebs gesiebt und dann mittels einer geeigneten Presse in kleine Metallteile (Godets) kompaktiert. Man erhält einen perlglänzenden, blaugrünen Kompaktpuder mit guter Haftung, der unter langwelligem UV-Licht eine helle, gelbliche Fluoreszenz zeigt.
Beispiel 5 - Lidschatten (extrudierte Mine)
Talkum 18,500
Glimmer (TiO2-beschichtet) 35,000
Bimspuder 18,000
Mg-Myristat 4,500
Sr-Laurat 5,500
Bentonit 1,000
Guar Gum 2,000
PVP hochviskos 1 ,000
Titandioxid 3,000
Ultramarin 3,500
Polyester-3, Blue 1 7,500
Dinatrium-distyryldiphenyl-disulfonat 0,200
Methylparaben 0,150
Dowicil 200 0,150
Guar Gum und PVP werden in etwa 10-15 Teilen Wasser unter Erwärmen gelöst. In einem Mischwerk, z.B. einem geeigneten Kneter, werden die Puderbestandteile - zunächst ohne Zugabe des Glimmers - gut gemischt, dann wird der Glimmer zugesetzt. Danach wird die wässrige Lösung der Bindemittel zugesetzt und der Ansatz geknetet, bis eine homogene, sehr pastöse Masse entstanden ist. Diese wird mittels eines Extruders zu Minen von bspw. 8 mm oder 10 mm Durchmesser geformt, welche abgelängt und vorzugsweise bei etwas erhöhter Temperatur getrocknet werden. Die Minen können in Umhüllungen aus einem spitzbaren Material - z.B. Kunststoff- Umhüllungen oder in aus der Bleistiftfertigung bekannter Weise in Holz - eingebracht werden. Die Minen können dabei auch vor der Weiterverarbeitung in bekannter Weise in einen Schlauch aus einem thermoplastischen, schrumpfbaren Material eingehüllt werden. Sie können aber auch in eine Drehmechanik eingesetzt werden. Das obige Beispiel ergibt eine Mine, die einen hellblauen, perlglänzenden Strich ergibt, der im langwelligen UV-Licht hellblau leuchtet. Durch einfache Variation der Pigmentmischung unter Verwendung der vorgenannten Leuchtpigmente sind selbstverständlich noch andere Minenfarben mit anderer Fluoreszenz im langwelligen UV-Licht herstellbar.
Beispiel 6 - Lipliner (extrudierte Mine)
Talkum 21 ,000
Kaolin 12,000
Bimspuder 18,000
Mg-Myristat 5,800
Glimmer 15,000
Sr-Laurat 3,800
Mg-Stearat 4,000
Bentonit 1 ,000
Carboxymethylcellulose 2,500
Guar Gum 2,000 gelbes Eisenoxid (C.l.-No. 77.492) 3,000
D&C Red No. 9 (C.l.-No. 15.585:1) 5,500
Polyester-3, Red 22 6,000
Dowicil 200 0,150
Na-Cyclamat 0,050
Methylparaben 0,150
Propylparaben 0,050
Die Herstellung erfolgt analog zu Beispiel 5. Die fertige Masse wird zu Minen in einer Stärke von etwa 4 mm extrudiert, die dann in der beschriebenen Weise weiterverarbeitet werden. Man erhält eine Mine mit kräftig-rotem Strich, welche im langwelligen UV-Licht eine kräftige gelbstichig-magentafarbene Fluoreszenz zeigt.
Beispiel 7 - Eyeliner (extrudierte Mine)
Talkum 21 ,000
Kaolin 12,000
Bimspuder 18,500
Mg-Myristat 5,800
Glimmer 15,000
Sr-Laurat 3,800
Calciumsulfat-Hemihydrat 3,500
Bentonit 1 ,200
1.2-Propylenglykol 1 ,500
Carboxymethylcellulose 2,500
Ultramarin 4,000 schwarzes Eisenoxid 1 ,200
Polyester-3, Blue 1 9,500
Dinatrium-distyryldiphenyl-disulfonat 0,150
Dowicil 200 0,150
Methylparaben 0,150
Propylparaben 0,050
Die Herstellung erfolgt analog zu den vorstehenden Beispielen 5 und 6. Die Masse wird zu Minen mit einem Durchmesser von etwa 4 mm extrudiert. Zu beachten ist hierbei jedoch, dass nach Zugabe sehr rasch weitergearbeitet werden muss, da die Zubereitung wegen der Verwendung von Calciumsulfat-Hemihydrat rasch und irreversibel aushärtet. Zweckmäßigerweise stellt man die Zubereitung in kleinen Portionen her, um sie innerhalb weniger Minuten extrudieren zu können. Die Minen werden bei etwas erhöhter Temperatur getrocknet und in der vorher beschriebenen Weise weiterverarbeitet. Man erhält eine Mine mit kräftig dunkelblauem Strich, welche unter langwelligem UV-Licht blau fluoresziert. Auch bei dieser Zubereitung sind durch einfache Variation der Pigmentmischung weitere Farbschattierungen leicht herstellbar.
Beispiel 8 - Effekt-Mascara (Cake-Mascara)
Stearinsäure 30,000
Isostearinsäure 6,000
Camaubawachs 11 ,700
Bienenwachs 13,000
Vaselin, weiß 8,000
Triethanolamin 13,800
Methylparaben 0,150
Propylparaben 0,050
Tocopherylacetat 0,200
Parfümöl 0,100
Talkum 5,000
Polyester-3, Red 28 12,000
Beispiel 9 - Effekt-Mascara, wasserfrei
Bienenwachs 15,000
Camaubawachs 3,500
Cetylstearylalkohol 3,000
Hydrogenated Castor Oil 3,000
Nylon Powder 5,000
Polyester-3, Red 28 20,000
Methylparaben 0,150
Propylparaben 0,050
Tocopherol Acetate 0,200
C11-12 Isoparaffin 50,100
Die Wachse werden in einem Vakuum-Rührkessel bei etwa 70 °C aufgeschmolzen, dann werden das Nylon-Pulver und das Pigment zugegeben und unter Rühren homogen eingearbeitet. Dann werden die Konservierungsmittel und das Antioxidans zugesetzt. Der Kessel wird nun etwas entlüftet und etwa die Hälfte der Menge an Isoparaffin eingesaugt. Wenn die Mischung eine homogene Struktur zeigt, wird der Rest des Isoparaffins eingesaugt und die Mischung homogenisiert. Man läßt unter
mäßigem Rühren mit dem Ankerrührer abkühlen bis auf etwa 35 °C, entlüftet durch Anlegen von Vakuum (Wasserstrahlpumpe), kühlt ab bis auf Raumtemperatur und trägt die Masse aus in Vorrats-behälter. Man erhält eine intensiv margentafarbene Mascaramasse, die unter langwelligem UV-Licht eine intensive rotviolette Fluoreszenz zeigt. Sie besitzt eine Viskosität von etwa 18-20 Pas. Die Masse eignet sich vorzüglich, um über einer „konventionellen" Mascara auf die Wimpernspitzen aufgetragen zu werden.
Beispiel 10 - Effekt-Mascara (Emulsion)
Bienenwachs 8,000
Camaubawachs 3,000
Cetylstearylalkohol 2,500
Mikrokristallines Wachs (Fp. 74 °C) 2,500
Isostearinsäure 6,500
Stearinsäure 3,200
Talkum 6,000
Ultramarin 12,000
Eisenoxidschwarz 3,000
Polyester-3, Red 28 5,000
Methylparaben 0,150
Propylparaben 0,050
Germaben-Il 0,100
Propylenglykol 2,500
Tocopherol Acetate 0,100
Triethanolamin 4,400
Parfümöl 0,150
Wasser, demin. 40,850
In einem Vakuum-Rührkessel wird das Wasser auf etwa 70 °C erhitzt und das Triethanolamin zugesetzt. Die Fettphase wird separat aufgeschmolzen. Man evakuiert den Kessel ein wenig, saugt die Fettphase ein und homogenisiert kurz, danach läßt man abkühlen bis auf 55-60 °C. Konservierungsmittel und Antioxidans werden im
Propylenglykol gelöst. Man streut jetzt die Pigmente und das Talkum ein und rührt die Puderphase unter.
Beispiel 11 - Effekt-Haarmascara (Emulsion)
In der unter Beispiel 10 wiedergegebenen Rezeptur können die eingesetzten Pigmente durch andere Leuchtpigmente in Variationen ersetzt werden:
Beispiel 11.1
Statt der unter Beispiel 10 angegebenen Pigmente werden eingesetzt:
Polyester-3, Orange 5 20,000
Man erhält eine orangefarbene Effekt-Haarmascara, die unter langwelligem UV- Licht eine sehr deutliche gelb-orange Fluoreszenz zeigt.
Beispiel 11.2
Statt der unter Beispiel 10 angegebenen Pigmente werden eingesetzt:
Polyester-3, Yellow 11 12,000
Polyester-3, Blue 1 8,000
Man erhält eine grüne Haar-Effektmascara, die unter langwelligem UV-Licht eine deutliche gelb-grüne Fluoreszenz zeigt.
Beispiel 11.3
Statt der unter Beispiel 10 angegebenen Pigmente werden eingesetzt:
Polyester-3, Blue 1 10,000
Ultramarin 4,000
Titandioxid 5,000
Dinatrium-distyryldiphenyl-disulfonat 1 ,000
Man erhält eine mittelblaue Haar-Effektmascara, die unter langwelligem UV-Licht eine sehr deutliche hellblaue Fluoreszenz zeigt.
Beispiel 12 - Creme-Lidschatten
Acetyliertes Lanolin 6,000
Meadowfoam Seed Oil 3,000
Macadamia Nut Oil 2,000
Paraffinöl, dünnflüssig 23,000
Cyclomethicone D-5 9,250
Mikrokristallines Wachs, Fp. 74 °C . 13,500
Tocopherylacetat 0, 100
Methylparaben 0,150
Propylparaben 0,050
Glimmer, beschichtet mit Titandioxid 28,000
Chromoxidhydratgrün 2,000
Ultramarin 2,700
Polyester-3, Blue 1 5,000
Polyester-3, Yellow 10 4,500
Polyester-3, Red 22 0,750
Die Fettbestandteile - außer Cyclomethicone D-5 - werden in einem geeigneten Vakuum-Rührkessel aufgeschmolzen, dann werden die Pigmente - außer dem beschichteten Glimmer - zugesetzt und die flüssige Masse homogenisiert. Danach werden die Konservierungsmittel und das Antioxidans zugesetzt und es wird kurz
nachgerührt. Anschließend fügt man den beschichteten Glimmer und Cyclomethicone D-5 zu, homogenisiert nochmals kurz und rührt den Ansatz langsam kalt. Man erhält eine helle, blaugrüne perlglänzende Paste, die unter langwelligem UV-Licht eine orangefarbene Fluoreszenz zeigt. Die Viskosität liegt bei 18 Pas.
Beispiel 13 - Theaterschminke
Bienenwachs, weiß 17,700
Mikrokristallines Wachs, Fp. 74 °C 7,500
Paraffinöl, dünnflüssig 47,000
Mango Seed Oil 3,600
Hydrogenated Cottonseed Oil 3,000
Rotes Eisenoxid 6,000
Polyester-3, Red 28 15,000
Methylparaben 0,150
Propylparaben 0,050
Die Herstellung erfolgt analog Beispiel 12. Man erhält eine rote Paste mit einer Viskosität von 25 Pas, die unter langwelligem UV-Licht eine rotviolette Fluoreszenz zeigt.
Die vorgenannten Produkte auf Emulsionsbasis lassen sich durch Waschen der Haare mit einem Shampoo wieder gut entfernen. Von den Wimpern sind die Mascara- Zubereitungen mittels eines Make-up Entferners wieder gut entfernbar. Die Theaterschminke kann mittels einer Abschminke auf Basis von dünnflüssigem Paraffinöl, Vaselin und einem Anteil an einem nichtionogenen Emulgator, z.B. Cetylstearyl-ethoxylat wieder gut entfernt und durch Waschen mit einer milden Feinseife oder Waschlotion rückstandsfrei abgewaschen werden.
Beispiel 14 - Effekt-Lipliner
Aqua 60,550
Propylene Glycol 8,500
Triethanolamine 1 ,400
Isostearic Acid 0,550
Oleyl Alcohol 0,750
Magnesium Aluminum Silicate 0,480
Xanthan Gum 0,270
Acrylates / C10-30 Alkyl Acrylate Crosspolymer 0,450 Polyester-3, Red 28 26,500
Cellulose 0,250
Methylparaben 0,150
Propylparaben 0,050
Tocopherol Acetate 0,100
In einem Vakuum-Rührkessel wird das auf 75 °C erwärmte Wasser vorgelegt, darin werden der Xanthan Gum und das Acrylat-Polymer gelöst. Danach wird das Magnesium Aluminum Silicate zugesetzt und die Mischung mittels einer Zahnscheibe intensiv durchmischt (der Kessel ist dabei zu schließen). In einem separaten Gefäß wird Propylenglykol vorgelegt und auf etwa 55 °C erwärmt. Hierin werden Methylparaben Propylparaben und Tocopherolacetat aufgelöst. Danach werden darin Oleylalkohol, Isostearinsäure und Oleylalkohol gelöst. Diese Mischung wird dann unter Rühren der Wassermenge im Kessel zugesetzt, danach wird der Ansatz nochmals mit der Zahnscheibe kräftig durchmischt. Bei etwa 35 °C wird der Mischung das Färbemittel zugegeben und mittels Zahnscheibe gut eingearbeitet. Anschließend wird diese Mischung durch Anlegen von Vakuum entlüftet, abgekühlt und in Vorratsbehälter abgefüllt. Man erhält einen intensiv magentafarbenen Lipliner mit einer dynamischen Viskosität von 500 bis 700 mPas, der unter langwelligem UV-Licht eine intensive rotviolette Fluoreszenz zeigt.
Beispiel 15 - Effekt-Tattoo
Aqua 59,150
Sodium Lauroyl Sarcosinate 2,750
Acrylates/Octylacrylamide Copolymer 2,950
Diglycerin 2,000
Candelilla Gera 0,750
Cera Alba 0,550
Stearic Acid 0,800
Cetearyl Alcohol 0,550
Phenyl Trimethicone 0,550
Microcrystalline Wax 0,450
Carrageenan 0,220
Hectorite 0,130
Cellulose 0,150
Carbon Black (micronized) 2,200
Ferric Blue (micronized) 1 ,000
Polyester-3, Orange 5 10,000
Polyester-3, Red 22 15,000
Phenoxyethanol 0,400
Methylparaben 0,150
Propylparaben 0,050
Tocopherol Acetate 0,100
Fragrance 0,100
In einem Vakuum-Rührkessel wird das auf 75 °C erwärmte Wasser vorgelegt, und das Acrylat-Copolymer zugegeben und mittels Zahnscheibe eingearbeitet. Danach werden Carrageenan, Cellulose und Hectorite zugesetzt und mittels Zahnscheibe (bei geschlossenem Kessel) eingearbeitet. In einem separaten Gefäß werden die Fettkomponenten bei etwa 75 °C aufgeschmolzen und mit dem Sodium Lauroyl Sarcosinate vermischt. Die Mischung wird dann der Wasserphase zugesetzt und mittels Zahnscheibe (bei geschlossenem Kessel) zu einer Emulsion verarbeitet. In einem separaten Gefäß werden
Diglycerin und Phenoxyethanol vorgelegt und Methylparaben, Propylparaben und Tocopherol Acetate unter leichtem Erwärmen darin gelöst. Die Mischung im Kessel wird auf etwa 45 °C abgekühlt, dann wird die Konservierungsmischung zugegeben. Anschließend werden die Pigmente eingestreut und mittels Zahnscheibe (bei geschlossenem Kessel) unter intensivem Rühren eingearbeitet. Anschließend wird der Riechstoff zugesetzt, die Mischung auf Raumtemperatur abgekühlt und in Vorratsbehälter ausgetragen. Man erhält eine dunkle, fast schwarze Zubereitung mit einer dynamischen Viskosität von etwa 1.000 bis 1.200 mPas, die im langwelligen UV- Licht eine gelbrote Fluoreszenz zeigt. Sie eignet sich besonders gut, Malen von wasserbeständigen aber wieder abwaschbaren Mustern auf die Haut.
Beispiel 16 - Effekt-Lippen-Rouge
Aqua 55,200
PPG-17/IPDI/DMPA Copolymer 22,500
Shellac 5,350
Triethanolamine 1 ,450
Butylene Glycol 1 ,200
Acrylates / C-10-30 Alkyl Acrylate Copolymer 1 ,500
Polyester-3, Orange 5 5,500
Polyester-3, Red 22 3,500
Polyester-3, Red 28 3,000
Tocopherol Acetate 0,100
Phenoxyethanol 0,300
Methyl paraben 0,150
Propylparaben 0,050
Saccharin 0,050
Fragrance 0,150
In einem Vakuum-Rührkessel wird etwa die halbe Wassermenge, erwärmt auf 75 °C, vorgelegt und der Emulgator zugegeben.. In einem separaten Gefäß mit Zahnkranzrührer wird die andere Hälfte des Wassers vorgelegt, das Triethanolamin vorgelegt und der Schellack darin gelöst. Der pH-Wert wird dabei auf 7,4 eingestellt. Die beiden Wasserphasen werden vereinigt und auf 75 °C gebracht. Nunmehr wird das Acrylat-Copolymer zugegeben, dann werden die Färbemittel zugegeben und die
Mischung mittels Zahnscheibe unter leichtem Vakuum etwa 10 min homogenisiert. In einem separaten Gefäß wird das Phenoxyethanol vorgelegt und die Parabene, Tocopherolacetat, Saccharin und das Riechstoffgemisch darin gelöst. Die Mischung im Kessel wird auf etwa 40 °C abgekühlt, danach wird die zuletzt hergestellte Mischung zugesetzt, und das Ganze wird nochmals kurz mittels Zahnscheibe durchmischt. Danach wird durch Anlegen von Vakuum entlüftet, bei Raumtemperatur wird die Mischung in geeignete Lagergefäße abgefüllt. Man erhält eine rote Lippenfarbe, die im langwelligen UV-Licht eine starke gelbstichig-magentafarbene Fluoreszenz zeigt. Die Mischung hat eine dynamische Viskosität von 300-400 mPas.
Entsprechend dem vorstehenden Beispiel lassen sich unter Verwendung von weiteren Leuchtfarben wie z.B. Polyester-3, Blue 1 oder Polyester-3, Yellow 10, oder Polyester- 3, Yellow 11 oder Mischungen daraus, ggf. auch unter Verwendung geeigneter optischer Aufheller, wie z.B. Dinatrium-distyryldiphenyl-disulfonat effektvolle Körperbemalungen herstellen, die wenig Neigung zur Migration auf der Haut zeigen und die unter langwelligem UV-Licht sehr reizvolle Fluoreszenzen zeigen. Diese Mischungen eignen sich auch zum Auftrag auf das Haar. Die Applikation kann mittels geeigneter Bürsten oder geeigneter Schaumstoff-Applikatoren erfolgen, welche handelsüblich sind.
Beispiel 17 - Effekt-Lippenstift, matt, extrudiert
Tristearin 34,000
Carnauba 3,350
Beeswax 5,000
Caprylic/Capric Triglyceride 7,500
Behenyl Alcohol 8,000
Nylon Powder 4,500
Polyester-3, Red 28 20,000
Polyester-3, Yellow 10 8,500
Iran Oxides, Yellow C.l.-No. 77.492 3,500
Isopropyl Myristate 3,000
Stearalkonium Hectorite 2,000
Methylparaben 0,150
Propylparaben 0,050
Tocopherol Acetate 0,200
Fragrance 0,250
Die Wachse und Öle werden in einem geeigneten Vakuum-Kessel auf 80 °C erhitzt, dann wird das Stearalkonium Hectorite zugesetzt und die Mischung mit einem Zahnkranz gut durchmischt. Danach werden die Pigmente und das Nylonpulver zugegeben und die Mischung intensiv homogenisiert. Man setzt nun die Konservierungsmittel, das Antioxidans und das Riechstoff-Gemisch zu, homogenisiert nochmals kurz und entlüftet den Ansatz.
Man gibt die Mischung auf einen Dreiwalzenstuhl und passiert zweimal. Die Mischung wird nun gepresst und zu einem Strang mit etwa 8-10 mm Durchmesser extrudiert und abgelängt. Die erhaltenen Minen werden in bekannter Weise in Holzbrettchen eingeleimt und zu spitzbaren Stiften verarbeitet. Man erhält einen intensiv roten Lippenstift mit leuchtend roter Fluoreszenz im langwelligen UV-Licht.
Beispiel 18 - Effekt-Eyeliner, extrudiert
Stearic Acid 18,000
Castor Oil 9,500
Hydrogenated Castor Oil 5,500
Hydrogenated Vegetable Oil 8,000
Caprylic/Capric Triglyceride 6,000
Cetyl Palmitate 4,500
Rhus Succedanea 6,000
Behenylalcohol 2,500
Microcrystalline Wax (Fp. 74 °C) 2,500
Tale 4,500
Polyester-3, Blue 1 25,000
Black Iran Oxide 2,350
Disodium Distyryldiphenyl Disulfonate 0,350
Ultramarin 5,000
Methylparaben 0,150
Propylparaben 0,050
Tocopherol Acetate 0,100
Die Verarbeitung erfolgt analog zu Beispiel 17, die Zubereitung wird jedoch zu Minen mit etwa 4 mm Durchmesser extrudiert, die dann in bekannter Weise zu holzgefassten
Stiften weiterverarbeitet. Man erhält eine Mine mit blauer Farbe, die einen unter langwelligem
UV-Licht hellblau fluoreszierenden Abstrich ergibt.
Beispiel 19 - Effekt-Lipliner, gegossen
Isopropyl Myristate 19,000
Castor Oil 7,500
Hydrogenated Castor Oil 5,500
Hydrogenated Vegetable Oil 8,000
Carnauba 3,500
Microcrystalline Wax (Fp. 74 °C) 9,000
Acetylated Lanolin . 2,500
Isopropyl Lanolate 3,700
Nylon Powder 3,500
Polyester-3, Red 28 22,000
Polyester-3, Yellow 10 12,000
Red Iron Oxide 3,500
Methylparaben 0,150
Propylparaben 0,050
Tocopherol Acetate 0,100
Die Lipidbestandteile werden in einem geeigneten Vakuumkessel mit Rührwerk und Zahnkranzmischer auf 80 °C erhitzt und geschmolzen, dann werden die Puderbestandteile zugegeben, und die Mischung wird homogenisiert. Zum Schluß werden die Konservierungsmittel und das Antioxidans zugegeben. Die Zubereitung kann nun direkt in Hülsen aus einem spitzbaren Material eingegossen und so zu Effekt- Liplinern mit einer Mine mit etwa 4 mm Durchmessern verarbeitet werden. Alternativ kann die Zubereitung auch, wie oben bereits beschrieben, direkt in das Halteteil einer geeigneten Drehmechanik eingegossen werden. Man erhält einen Stift mit einer intensiv roten Mine, dessen Abstrich im langwelligen UV-Licht eine leuchtend rote Fluoreszenz zeigt.
Beispiel 20 - Effekt-Lidschattenstift, gegossen
Polybuten 3,000
Mineral Oil 2,500
Microcrystalline Wax, Fp. 74 °C 4,500
Camauba 3,000
Beeswax 3,500
Hydrogentated Cottonssed Oil 4,000
Titanated Mica 25,000
Chromium Hydroxide Green 4,500
Polyester-3, Blue 1 10,000
Polyester-3, Yellow 10 4,500 Disodium Distyryldiphenyl Disulfonate 0,200
Tocopherol Acetate 0, 100
Methylparaben 0,150
Propylparaben 0,050
Cyclomethicone 25,000
C-11/C-12 lsoparaffines 10,000
Die Lipidbestandteile mit Ausnahme der flüchtigen Öle werden in einem geeigneten Rührkessel mir Rührwerk und Zahnkranzmischer auf 80 °C erhitzt und geschmolzen, dann werden die Puderbestandteile zugegeben, und die Mischung wird homogenisiert, anschließend werden die Konservierungsmittel und das Antioxidans zugegeben. Der Ansatz wird dann durch Anlegen von Vakuum entlüftet, anschließend werden die flüchtigen Öle zugegeben und der Ansatz wird nochmals gut durchmischt.. Die Zubereitung wird nun mittels einer geeigneten Anlage in Hülsen aus einem spitzbaren Material mit einem Innendurchmesser von etwa 8-10 mm eingegossen und zu Lidschattenstiften weiterverarbeitet. Alternativ kann die Zubereitung natürlich auch in flache Pfännchen eingegossen werden, die in luftdicht schließende Kassetten eingesetzt werden müssen. Man erhält einen blaugrünen Effekt-Lidschatten, der unter langwelligem UV-Licht eine helle, blaugrüne Fluoreszenz zeigt.
Beispiel 21 - Effekt-Body-Painting, gegossen (Stift zur Körperbemalung)
Castor Oil 5,000
Hydrogenated Castor Oil 6,000
Beeswax 4,200
Carnauba 4,000
Microcrystalline Wax, Fp. 85 °C 8,500
Acetylated Lanolin 4,500
Isopropyl Lanolate 3,000
Rhus Succedanea 2,500
Hydrogenated Rapeseed Oil 7,500
Titanated Mica 21 ,500
Yellow iron Oxide 4,200
Red Iron Oxide 2,800
Polyester-3, Red 22 13,500
Polyester-3, Yellow 10 12,500
Tocopherol Acetate 0,100
Methylparaben 0,150
Propylparaben 0,050
Die Herstellung erfolgt in bereits bekannter Weise, indem man die Lipidbestandteile bei etwa 80 °C in einem geeigneten Vakuum-Rührkessel mit Rührwerk und Zahnkranzmischer aufschmilzt und dann die Puderbestandteile mit Ausnahme des beschichteten Glimmers zusetzt und homogenisiert. Danach werden die Konservierungsmittel, das Antioxidans und der beschichtete Glimmer zugegeben, der Ansatz allein mit dem Rührwerk gründlich durchmischt und durch Anlegen von Vakuum entlüftet. Die Zubereitung wird jedoch nicht in Hülsen aus einem spitzbaren Material eingegossen, was grundsätzlich auch möglich ist sondern in Drehmechaniken mit einer Drehspindel, wie sie von Deodorant-Stiften grundsätzlich bekannt sind. Man erhält eine leuchtend orange Mine, die im langwelligen UV-Licht intensiv rotorange fluoresziert.
Beispiel 22 - Effekt-Haarfärbestift, gegossen
Tristearin 18,000
Hydroxystearic Acid 5,800
Carnauba 3,350
Beeswax 3,500
Caprylic/Capric Triglyceride 7,500
Hydrogenated Castor Oil 6,000
Castor Oil 5,500
Dipropylene Glycol 1 ,500
Behenyl Alcohol 6,000
Microcrystalline Wax Fp. 84 °C 3,500
Ceteareth-20 2,500
Nylon Powder 4,500
Titanium Dioxide 8,500
Ultramarin 3,500
Polyester-3, Blue 1 19,500
Disodium Distyryldiphenyl Disulfonate 0,200
Methylparaben 0,150
Propylparaben 0,050
Tocopherol Acetate 0,200
Menthyl Lactate 0,250
Die Herstellung erfolgt in der vorstehend beschriebenen Weise, im wesentlichen analog dem Beispiel 21. Die Zubereitung wird jedoch nicht in Hülsen aus einem spitzbaren Material eingegossen, was grundsätzlich auch möglich ist sondern in Drehmechaniken mit einer Drehspindel, wie sie von Deodorant-Stiften grundsätzlich bekannt sind. Man erhält eine mittelblaue Mine, die im langwelligen UV-Licht intensiv hellblau fluoresziert.
Durch Variation der Färbemittel in den vorstehend dargestellten und nur beispielhaften Rezepturen selbstverständlich durch einfaches Probieren auch andere Minenfarben zu erzielen.