Kommissionierfahrzeug für ein Lagersystem sowie Lagersystem umfassend mindestens ein Regal und mindestens ein Kommissionierfahrzeug
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kommissionierfahrzeug mit einem Fahrgestell und einem Aufbau, welcher eine Mehrzahl von Aufnahmebehältnissen für Gegenstände aufweist. Sie betrifft des weiteren ein Lagersystem für Gegenstände, umfassend mindestens ein derartiges Kommissionierfahrzeug und mindestens ein Regal mit einer Vielzahl von Aufnahmen, die der Lagerung von Gegenständen dienen und von einer Zugriffsfront aus zugänglich sind, längs derer sich ein Gang erstreckt, entlang dem das Kommissionierfahrzeug bewegbar ist.
Kommissionierfahrzeuge und Lagersysteme der vorstehend angegebenen Art sind in einer Vielzahl unterschiedlicher Ausführungen auf verschiedenen Anwendungsgebieten im Einsatz. Ein bevorzugtes Anwendungsgebiet ist dabei das produzierende Gewerbe, wie beispielsweise die Automobilfertigung. In diesem Anwendungsf ll werden in dem Regal die einzelnen Bauteile und/oder vormontierten Baugruppen für die herzustellenden Produkte (Fahrzeuge) bevorratet, und zwar jeweils pro Aufnahme nur eine spezifische Art von Bauteilen bzw. Baugruppen. Das längs der Zugriffsfront des Regals bewegbare Kommissionierfahrzeug wird mit der für das jeweils herzustellende Produkt spezifischen Zusammenstellung von Bauteilen bzw. Baugruppen, die den entsprechend selektierten Aufnahmen des Regals an der Zugriffsfront entnommen werden, beladen. Anschließend werden die auf dem Kommissionierfahrzeug abgelegten Bauteile und Baugruppen zu der Montagestation für das herzustellende Produkt befördert.
Da häufig sowohl innerhalb des Lagers als auch zwischen dem Lager und den Montagestationen erhebliche Wege zurückgelegt werden müssen, ist es unter Wirtschaftlichkeitsgesichtspunk-
ten wünschenswert, auf jeweils einem Kommissionierfahrzeug die produkt spezifisch zusammengestellten Bauteile und Baugruppen mehrerer herzustellender Produkte sammeln und befördern zu können. Hierzu dienen gattungsgemäße Kommissionier- fahrzeuge mit mehreren Aufnahmebehältnissen. Allerdings besteht bei diesen die Gefahr einer Fehlbeschickung, indem ein dem Regal zutreffend entnommenes Teil in einem falschen Auf- nahmebehältnis abgelegt wird. Eine solche Fehlkommissionie- rung löst erhebliche Kosten für die spätere Korrektur aus, wobei der Aufwand besonders hoch ist, wenn ein falsches Bauteil zunächst verbaut wird und später gegen ein zutreffendes ausgetauscht werden muß. Auch unter Gesichtspunkten des Imageverlustes sind auf Fehlkommissionierungen zurückzuführende Fertigungsfehler zu vermeiden.
Im Lichte der vorstehend dargelegten Problematik liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Kommissionierfahrzeug- der eingangs angegebenen Art und ein dieses umfassendes Lagersystem bereitzustellen, bei dem die Gefahr einer Fehlkommissionierung reduziert ist .
Gelöst wird diese Aufgabenstellung gemäß der vorliegenden Erfindung, indem die Aufnahmebehältnisse eines gattungsgemäßen Kommissionierfahrzeugs dergestalt lageveränderbar geführt gelagert sind, daß nacheinander einzelne Aufnahmebehältnisse von einer vorgegebenen Bedienungsposition aus, welche insbesondere an einer eine Bedienhandhabe aufweisenden Stirnseite des Aufbaus des Kommissionierfahrzeugs angeordnet sein kann, zugänglich sind. Insbesondere kann dabei vorgesehen sein, daß jeweils nur eines der Aufnahmebehältnisse von der Bedienungsposition aus zugänglich ist. Mit einem solchen Kommissionierfahrzeug ist es möglich, auf einer einzigen Tour Gegenstände für verschiedene zu fertigende Produkte aufzunehmen, ohne daß die Gefahr einer falschen Zuordnung der entsprechenden Gegenstände zu dem betreffenden jeweils zu fertigenden Produkt besteht. Auf diese Weise lassen sich gleichzeitig - gegenüber
bekannten Kommissionierfahrzeugen mit nur einem Aufnahmebehältnis - erhebliche Wege und - gegenüber bekannten Kommis- sionierfahrzeugen mit mehreren Aufnahmebehältnissen - Kosten für die spätere Korrektur von Fehlkommissionierungen einsparen.
Beim Passieren der Regale kann jeweils jenes der Aufnahmebe- hältnisse, in dem der dem Regal als nächstes zu entnehmende Gegenstand abzulegen ist, automatisch in diejenige Stellung gebracht werden, in der es von der vorgegebenen Bedienposition aus (z.B. über eine entsprechende Öffnung) zugänglich ist. In diesem Falle ist zur Lageveränderung der Aufnahmebehält- nisse ein motorischer Antrieb vorgesehen; und das Lagersystem, von dem das entsprechende Kommissionierfahrzeug einen Teil bildet, ist ferner zweckmäßigerweise mit einer Einrichtung zur Erfassung der jeweiligen Position des Kommissionier- fahrzeugs ausgestattet, wobei der Antrieb für die Veränderung der Stellung der Aufnahmebehältnisse unter Verwendung der von der Positionserfassungseinrichtung bereitgestellten Positionsdaten gesteuert wird.
Indessen sind auch technisch einfacher ausgeführte Kommissionierfahrzeuge ohne eine solche automatische Auswahl der Aufnahmebehältnisse bzw. automatische Veränderung der Stellung der Aufnahmebehältnisse, ggfs. sogar mit einer manuellen Verstellung der Stellung der Aufnahmebehältnisse, sinnvoll einsetzbar.
Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemäßen Kommissionierfahrzeugs sind die einzelnen Aufnahmebehältnisse gondelartig an einem Rad oder aber zwei einander gegenüberstehenden Rädern mit einer sich horizontal quer zur Bewegungsrichtung des Fahrzeugs erstreckenden Drehachse aufgehängt. Gemäß einer möglichen Alternative hierzu sind die Aufnahmebehältnisse paternosterartig an zwei jeweils synchron längs einer vorgegebenen Bahn geführten flexiblen Endlos-
strängen (wie z.B. Gliederketten) aufgehängt. Solche Kommissionierfahrzeuge erweisen sich als besonders günstig zum Einsatz in solchen Lagereinrichtungen, die sich durch besonders schmale Gänge auszeichnen und bei denen aus diesem Grunde die vorgegebene Bedienposition an einer Stirnseite des Kommissionierfahrzeugs angeordnet ist . Diese Weiterbildungen eignen sich in hervorragender Weise für eine automatische, über einen motorischen Antrieb bewirkte Veränderung der Stellung der Aufnahmebehältnisse .
Eine andere bevorzugte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Kommissionierfahrzeugs zeichnet sich dadurch aus, daß die Aufnahmebehältnisse schubladenartig in Horizontalführungen des Aufbaus verschiebbar geführt sind. Dabei können insbesondere mehrere Aufnahmebehälnisse gekoppelt in Verschieberichtung hintereinander angeordnet und Abdeckeinrichtungen vorgesehen sein, mittels derer Aufnahmebehältnisse abgedeckt werden, die über eine Beladestellung, in der sie zugänglich sind, hinaus verschoben werden, um ein weiteres Aufnahmebehältnis in seine Beladestellung zu bringen. Diese Weiterbildung eignet sich in hervorragender Weise für eine manuelle Veränderung der Stellung der Aufnahmebehältnisse.
Unabhängig von der Bauweise im übrigen sind die Aufnahmebehältnisse des erfindungsgemäßen Kommissionierfahrzeugs besonders bevorzugt abnehmbar aufgehängt bzw. aufgesetzt. Sie können, nachdem sie als Teil des Kommissionierfahrzeuges beladen worden sind, dem Aufbau des Kommissionierfahrzeuges entnommen werden und an der Fertigungsstation verbleiben, während das Kommissionierfahrzeug, mit neuen Aufnahmebehält- nissen bestückt, erneut eingesetzt wird. Dies spart Zeit und erspart das mit der Gefahr einer Beschädigung der Gegenstände verbundene mehrfache Umladen. Die Aufnahmebehältnisse sind bevorzugt mit einem üblichen, ihre Identifizierung ermöglichenden Codierträger (z.B. Transponder, Barcodelabel oder dergl . ) bestückt. Dies gestattet die kontinuierliche Überwa-
chung der Aufnahmebehältnisse in dem Kommissionierfahrzeug, um das jeweils zu beladende Aufnahmebehältnis zu identifizieren, und über ihre Beladung in dem Kommissionierfahrzeug hinaus. Alternativ oder additiv weisen bevorzugt (auch) die fahrzeugseitigen Aufnahmen für die abnehmbar aufgehängten Aufnahmebehältnisse jeweils einen derartigen Codierträger auf. Im Falle additiver Codierträger wird hierdurch die zuverlässige Kontrolle der zutreffenden Zuordnung eines bestimmten Aufnahmebehältnisses zu einer bestimmten fahrzeugseitigen Aufnahme ermöglicht.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung ist an dem Kommissionierfahrzeug ein Lesegerät angeordnet, welches an eine Datenverarbeitungseinheit des Lagersystems, von dem das Kommissionierfahrzeug einen Teil bildet, angeschlossen ist. Mittels dieses Lesegerätes lassen sich insbesondere Identifiziercodes (z.B. Transponder) , die an den Gegenständen, mit denen das Kommissionierfahrzeug zu beladen ist, angebracht sind, auslesen. Dies gestattet eine sofortige Überprüfung, ob es sich bei den Gegenständen, mit denen das Kommissionierfahrzeug beladen wird, um die richtigen handelt.
Im Hinblick auf eine weitere Verringerung der Gefahr einer Fehlkommissionierung verfügt das Lagersystem, von dem ein erfindungsgemäßes Kommissionierfahrzeug einen Teil bildet, bevorzugt über eine elektronische Datenverarbeitungseinheit, welche einen Datenspeicher für Auswahldaten, die eine Auswahl von Aufnahmen des Regals definieren, aufweist und eine zur optischen Kennzeichnung der Aufnahmen eines Regals geeignete Leuchtmarkiereinrichtung in Abhängigkeit von den Auswahldaten steuert. Auf diese Weise wird die Gefahr, daß dem Regal falsche Gegenstände entnommen werden, maßgeblich reduziert.
Die Leuchtmarkiereinrichtung zur optischen Markierung der einzelnen Aufnahmen des Regals kann dabei gemäß einem als solches bekannten Stand der Technik dergestalt ausgeführt
sein, daß an den einzelnen Aufnahmen des Regals im Bereich der Zugriffsfront geeignete, über eine Verkabelung an die Datenverarbeitungseinheit des Lagersystems angeschlossene Leuchten vorgesehen sind, mittels derer jener Person, die das Kommissionierfahrzeug belädt, angezeigt wird, welchen Aufnahmen des Regals sie für das gerade zu fertigende Produkt Bauteile bzw. Baugruppen zu entnehmen hat. In diesem Falle können gemäß einer Weiterbildung die Leuchten in Abhängigkeit von der jeweiligen Position des Kommissionierfahrzeuges relativ zum Regal geschaltet werden, indem die Steuerung der Leuchtmarkiereinrichtung Positionsdaten verarbeitet, die von einer die Stellung des Kommissionierfahrzeug relativ zum Regal ermittelnden Positionserfassungseinrichtung bereitgestellt werden.
Besonders bevorzugt ist allerdings die zur optischen Kennzeichnung der Aufnahmen eines Regals vorgesehene Leuchtmarkiereinrichtung nicht an dem Regal , sondern vielmehr an dem erfindungsgemäßen Kommissionierfahrzeug angeordnet. Bei dieser Weiterbildung ist die Flexibilität höher und der Installationsaufwand geringer als bei Lagersystemen mit einer ortsfest am Regal installierten Leuchtmarkiereinrichtung. Das entsprechende Lagersystem für Gegenstände, umfassend mindestens ein Kommissionierfahrzeug, mindestens ein Regal mit einer Vielzahl von Aufnahmen, die der Lagerung von Gegenständen dienen und von einer Zugriffsfront aus zugänglich sind, längs derer sich ein Gang erstreckt, entlang dem das Kommissionierfahrzeug bewegbar ist, weist dabei besonders bevorzugt die nachstehenden Merkmale auf : - Entlang des Ganges erstreckt sich eine Führungseinrich- tung, mittels derer das Kommissionier ahrzeug längs einer definierten, parallel zur Zugriffsfront des Regals verlaufenden Bahn geführt ist; — das Lagersystem weist eine Positionserfassungseinrichtung zur Bestimmung von Positionsdaten, welche die Stel-
lung des Kommissionierfahrzeugs relativ zu dem Regal definieren, auf; - die elektronische Datenverarbeitungsei heit umfaßt einen Datenspeicher für Anordnungsdaten, welche die räumliche Anordnung der einzelnen Aufnahmen des Regals definieren; - die Leuchtmarkiereinrichtung ist an dem Kommissionierfahrzeug angeordnet und umfaßt mindestens eine einen Lichtstrahl aussendende Leuchtmarkiereinheit, die von der Datenverarbeitungseinheit in Abhängigkeit von den Positionsdaten und den gemäß den Auswahl daten selektierten Anordnungsdaten gesteuert ist.
Dieses Lagersystem zeichnet sich somit insbesondere dadurch aus, daß das bzw. jedes Kommissionierfahrzeug mindestens eine Leuchtmarkiereinrichtung aufweist, mittels derer die selektierten Aufnahmen des Regals, aus denen Gegenstände zu entnehmen sind, markiert werden. Hierzu berücksichtigt die Datenverarbeitungseinrichtung, mittels derer die Leuchtmarkiereinrichtung gesteuert wird, neben den die spezifische Auswahl von Aufnahmen betreffenden Auswahldaten einerseits die Positionsdaten, welche die Stellung des Kommissionierfahrzeugs bezogen auf das Regal definieren, sowie andererseits Anordnungsdaten (d.h. Koordinaten bezogen auf einen vorgegebenen Bezugspunkt) , durch welche die räumliche Lage der einzelnen Aufnahmen des Regals definiert wird. Charakteristisch ist somit für dieses Lagersystem, daß es über keine fest an dem Regal installierte Leuchtmarkiereinrichtung verfügt. Dies wirkt sich entscheidend auf die Herstellungskosten aus; denn verglichen mit dem Stand der Technik entfällt bei diesem Lagersystem jeglicher Aufwand, die mit der Installation einer Vielzahl von Leuchten an dem Regal einschließlich der Verkabelung der Leuchtmarkiereinrichtung verbunden ist . Ein weiterer maßgeblicher Vorteil dieses Lagersystems besteht in einer gesteigerten Flexibilität, was die Aufteilung des Regals angeht; denn infolge des Wegfalls der den einzelnen Aufnahmen zugeordneten Leuchten und der entsprechenden Verka-
belung lassen sich in dem Regal die Aufnahmen frei und ohne Beschränkung definieren.
Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung umfaßt die Leuchtmarkiereinrichtung dabei eine Lichtstrahl-Richteinrichtung, mittels derer die - auf das Fahrgestell des Kommissionierfahrzeugs bezogene - Richtung des von der Leuchtmarkiereinheit ausgesendeten Lichtstrahls nach der Höhe und/oder nach der Seite veränderbar ist. Durch die Veränderung der Richtung des Lichtstrahls nach der Seite können von einer einzigen Positionen des Kommissionierfahrzeugs aus nacheinander mehrere nebeneinander angeordnete Aufnahmen des Regals optisch markiert werden; dies erspart es der das Kommissionierfahrzeug beladenden Person, dieses allzu häufig um nur kleine Distanzen entlang der Bahn bewegen und neu positionieren zu müssen. Und durch die Veränderung der Richtung des Lichtstrahls nach der Höhe kann die Anzahl der an dem Kommissionierfahrzeug vorzusehenden Leuchtmarkiereinheiten gering gehalten werden. Vor diesem Hintergrund ist die Lichtstrahl- Richteinrichtung bevorzugt zur Veränderung der Richtung des von der Leuchtmarkiereinheit ausgesendeten Lichtstrahls der Höhe nach wie auch der Seite nach ausgeführt. Dies ist indessen nicht zwingend. In besonderen Anwendungsfällen kann es durchaus sinnvoll sein, die Lichtstrahl-Richteinrichtung auf eine Veränderung der Richtung des von der Leuchtmarkiereinheit ausgesendeten Lichtstrahls nur der Höhe nach oder aber nur der Seite nach zu beschränken oder aber auf eine Lichtstrahl-Richteinrichtung ganz zu verzichten.
Umfaßt die Leuchtmarkiereinrichtung gemäß den vorstehenden Ausführungen eine Lichtstrahl-Richteinrichtung, so kann diese insbesondere zur Veränderung der räumlichen Lage der Leucht- markiereinheit ausgeführt sein. Um den von der Leuchtmarkiereinheit ausgestrahlten Lichtstrahl auf die jeweils ausgewählte Aufnahme zu richten, wird bei dieser Weiterbildung der Erfindung die Leuchtmarkiereinheit als Ganzes be-
wegt, insbesondere verschwenkt und/oder längs einer Fühnrung verfahren. Eine solche Ausführung der Leuchtmarkiereinrichtung ist indessen keineswegs zwingend; vielmehr kann die Lichtstrahl-Richteinrichtung beispielsweise auch eine Arjlenk- einheit zur veränderbaren Ablenkung des von der - selbst nicht bewegbaren - Leuchtmarkiereinheit ausgesendeten Lichtstrahls umfassen.
Insbesondere dann, wenn die Leuchtmarkiereinrichtung keine Lichtstrahl -Richteinrichtung in dem vorstehend beschriebenen Sinne umfaßt, wird die Leuchtmarkiereinrichtung regelmäßig mehrere im wesentlichen übereinander angeordnete Leuchtmarkiereinheiten aufweisen, wobei die einzelnen Leuchtmarkiereinheiten unterschiedlichen Niveaus des Regals zugeordnet sind.
Gemäß einer anderen bevorzugten Weiterbildung des Lagersystems ist vorgesehen, daß das Kommissionierfahrzeug zwei Leuchtmarkiereinrichtungen aufweist, deren Leuchtmarkieirein- heiten Lichtstrahlen zu verschiedenen Seiten der Bahn des Kommissionierfahrzeugs aussenden. Dies ist besonders ökonomisch, wenn jeweils zwei Regale einander in der Weise gegenüberstehen, daß ihre Zugriffsfronten im wesentlichen parallel zueinander verlaufend zu demselben Gang weisen; denn auf; diese Weise kann das Kommissionierfahrzeug während eines einmaligen Passierens des entsprechenden Ganges mit Gegenständen aus den beiden angrenzenden Regalen beladen werden.
Zur Ermittlung der Positionsdaten kann sich jeweils entlang der Bahn für das Kommissionierfahrzeug ein Positionsdatengeber erstrecken, wobei das Kommissionierfahrzeug mit einem mit dem Positionsdatengeber zusammenwirkenden Positionsdatenaufnehmer ausgestattet ist. Ein geringerer Aufwand ist indessen erforderlich, wenn am Eingang eines jeden Ganges einen Marker angeordnet ist, der beim Passieren des Kommissionierfahrzeugs einen fahrzeugseitigen Wegstreckenzähler auf Null stellt ,
wobei die aktuelle Stellung des Kommissionierfahrzeugs zum Regal in dem jeweiligen Gang unter Auswertung der von dem Wegstreckenzähler bereitgestellten Daten ermittelt wird. Abermals andere bevorzugte Ausführungsformen der Positionser- fassungseinrichtung umfassen einen (eindimensional messenden) optischen Entfernungsmesser oder einen (zweidimensional messenden) optischen Distanzscanner, dessen Meßstrahl bzw. Meßbereich sich parallel zu der Zugriffsfront des Regals erstreckt und der die Entfernung zu einer in seinen Meßbereich hineinragenden Positionsmarke ermittelt, wobei entweder der Entfernungsmesser bzw. Distanzscanner ortsfest (z.B. am Regal) und die Positionsmarke am Kommissionierfahrzeug angeordnet sein kann, oder aber umgekehrt. Ein besonderer Vorzug dieser einen optischen Distanzscanner einsetzenden Weiterbildungen besteht darin, daß der Distanzscanner neben der Ermittlung der Positionsdaten zugleich im Sinne der EP 994761 Bl zur Überwachung der Zugriffsfront des Regals eingesetzt werden kann. Unter Einsatzbedingungen, die durch eine verhältnismäßig große Regalfläche und eine eher geringe Anzahl von Kommissionierfahrzeugen geprägt sind, ist dabei der Nutzen eines solchen kombinierten Lagersystems mit integrierter Überwachung besonders ausgeprägt, wenn der optische Distanzscanner an dem Kommissionierfahrzeug angeordnet ist. Denn in diesem Falle kommt das erfindungsgemäße Lagersystem mit einer deutlich reduzierten Anzahl von Distanzscannern aus, verglichen mit einer ortsfesten Montage der Distanzscanner an den Regalen.
Gemäß einer abermals anderen bevorzugten Weiterbildung weist das erfindungsgemäße Lagersystem eine an die elektronische Datenverarbeitungseinrichtung angeschlossene Positionierhilfe-Anzeigeeinrichtung auf, auf der Positionierhilfedaten angezeigt werden. Die Positionierhilfedaten werden dabei in Abhängigkeit von den Positionsdaten, die von der Positionser- fassungseinrichtung ermittelt werden, sowie von Positions- Solldaten, welche die für die Markierung der jeweils selek-
tierten Aufnahmen des Regals geeigneten Stellungen des Kommissionierfahrzeugs definieren und in einem entsprechenden Positions-Solldatenspeicher der Datenverarbeitungseinrichtung abgespeichert sind, durch Vergleich der betreffenden Daten ermittelt. Anhand der Positionierhilfedaten kann das Kommissionierfahrzeug mit geringem Aufwand in die jeweils optimale Position gebracht werden. Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn die Positionierhilfe-Anzeigeeinrichtung ein an dem Kommissionierfahrzeug angeordnetes Display umfaßt.
Gemäß einer wiederum anderen bevorzugten Weiterbildung zeichnet sich das erfindungsgemäße Lagersystem dadurch aus, daß eine an die elektronische Datenverarbeitungseinheit angeschlossene Identifiziereinheit mit einem ersten, der Bahn zugeordneten Indentifiziermittel und einem dem Kommissionierfahrzeug zugeordneten, mit dem ersten Identifiziermittel zusammenwirkenden zweiten Identifiziermittel vorgesehen ist. Dies gestattet eine Überwachung, ob das jeweilige Kommissionierfahrzeug in den richtigen Gang, in welchem Gegenstände abzuholen sind, einfährt; ist dies nicht der Fall, kann ein akustischer und/oder optischer Alarm ausgelöst werden. Das der Bahn zugeordnete Identifiziermittel kann dabei eine Einheit mit dem weiter oben beschriebenen, bevorzugt am Eingang eines jeden Ganges angeordneten Marker bilden.
Eine bei verschiedenen Ausgestaltungen der vorliegenden Erfindung erforderliche Daten-Kommunikation der auf dem Kommissionierfahrzeug aufgebauten Komponenten mit der stationären Datenverarbeitungseinheit des Lagersystems kann unter Verwendung üblicher drahtloser Übertragungsstandards erfolgen. Eine - auch in einer Umgebung mit einem hohen Störungspotential - besonders zuverlässige Daten-Kommunikation erfolgt indessen über zwei sich längs der Bahn des Kommissionierfahrzeuges erstreckende Schleifschienen und zugeordnete, an dem Kommissionierfahrzeug angeordnete Abnehmer. Im Hinblick auf die Zuverlässigkeit der Daten-Kommunikation bei geringen Kosten
besonders günstig ist dabei die Verwendung einer vierpoligen Standard-SchleifSchieneneinheit, wobei jeweils zwei Schleif- schienen parallelgeschaltet sind.
Die vorstehend erläuterte, an dem Kommissionierfahrzeug angeordnete Leuchtmarkiereinrichtung läßt sich erkennbar mit großem Nutzen auch im Zusammenhang mit Lagersystemen einsetzen, deren Kommissionierfahrzeuge dem Stand der Technik entsprechen. Auch Kommissionierfahrzeuge ohne lageveränderbar gelagerte Aufnahmebehältnisse können mit Vorteil in dem vorstehend beschriebenen Sinn eine fahrzeugseitige Leuchtmarkiereinrichtung aufweisen. Der Anmelder behält sich aus diesem Grunde vor, unabhängig von der Ausführung der Kommissionierfahrzeuge im übrigen isolierten Schutz für die Ausrüstung von Kommissionierfahrzeugen mit einer fahrzeugsei- tigen Leuchtmarkiereinrichtung und solche Kommissionierfahrzeuge umfassende Lagersysteme zu beanspruchen, insbesondere auf dem Wege einer Teilanmeldung.
Lediglich zur Klarstellung wird darauf hingewiesen, daß die vorliegende Erfindung keinesfalls auf solche Lagersysteme beschränkt ist, bei denen den Regalen an der jeweiligen Zugriffsfront Gegenstände entnommen werden. Vielmehr bezieht sich die vorliegende Erfindung in gleicher Weise auf solche Lagersysteme, bei denen die Regale von der jeweiligen Zugriffsfront aus beschickt werden. Ebenfalls lediglich zur Klarstellung wird darauf hingewiesen, daß die spezifische Anordnung der Datenverarbeitungseinheit für die vorliegende Erfindung unerheblich ist. Zwar wird die Datenverarbeitungs- einheit häufig Bestandteil einer zentralen Datenverarbeitungsanlage sein, welche die gesamte Materiallogistik steuert, wobei die auf den Kommissionierfahrzeugen angebrachten Komponenten auf übliche Weise mit der zentralen, ortsfesten Datenverarbeitungseinheit kommunizieren; indessen können in gleicher Weise die einzelnen Kommissionierfahrzeuge je-
weils mit der erforderlichen Datenverarbeitungskapazität ausgestattet sein. Auch gemischte Systeme sind insoweit denkbar.
Im folgenden wird die vorliegende Erfindung anhand in der
Zeichnung veranschaulichter bevorzugter Ausführungsbeispiele näher erläutert . Dabei zeigt
Fig. 1 in Draufsicht eine erste Ausführungsform eines Lagersystems nach der vorliegenden Erfindung,
Fig. 2 das Lagersystem nach Fig. 1 in Ansicht von hinten,
Fig. 3 ein Kommissionierfahrzeug der bei dem Lagersystem nach den Figuren 1 und 2 eingesetzten Art - ohne Leuchtmarkiereinrichtung und ohne Display - in perspektivischer Ansicht in einem Transportmodus,
Fig. 4 das Kommissionierfahrzeug nach Fig. 3 in einem ersten Belademodus,
Fig. 5 das Kommissionierfahrzeug nach den Fig. 3 und 4 in einem zweiten Belademodus,
Fig. 6 das Kommissionierfahrzeug nach Fig. 3 bis 5 in einem Entlademodus,
Fig. 7 in Draufsicht eine zweite Ausführungsform eines Lagersystems nach der vorliegenden Erfindung,
Fig. 8 das Lagersystem nach Fig. 7 in Ansicht von hinten,
Fig. 9 in einer Seitenansicht das bei dem Lagersystem nach den Figuren 7 und 8 eingesetzte Kommissionierfahrzeug und
Fig. 10 in einer perspektivischen Ansicht ein weiteres Kommissionierfahrzeug nach der vorliegenden Erfindung.
Die in den Figuren 1 und 2 veranschaulichte Lagereinrichtung umfaßt zwei Regale 1 mit einer Vielzahl von übereinander und nebeneinander angeordneten Aufnahmen 2 für zu lagernde Gegenstände. Zwischen den beiden Regalen 1 verläuft ein Gang 3. Die beiden Regale 1 sind dabei so aufgestellt, daß sie mit ihrer jeweiligen Zugriffsfront 4 zu dem Gang 3 weisen. Längs des Ganges 3 ist ein Kommissionierfahrzeug 5, welches ein Fahrgestell 6 und einen Aufbau 7 mit mehreren Aufnahmebehält-
nissen 8 für Gegenstände aufweist, bewegbar. In diesem Umfang entspricht das Lagersystem nach den Figuren 1 und 2 dem hinlänglich bekannten Stand der Technik, so daß es insoweit weiterer Erläuterungen nicht bedarf.
Entlang des Ganges 3 erstreckt sich eine Führungseinrichtung 9 in Form einer jeweils unten an der Zugriffsfront 4 der Regale 1 angeordneten Führungsschiene 10. In jene Führungsschiene 10 greifen Klauen 11 ein, welche an dem Kommissionierfahrzeug 5 angeordnet sind. Mittels der Führungseinrichtung 9 wird das Kommissionierfahrzeug 5 entlang des Ganges 3 längs einer definierten, sich parallel zu den Zufriffsfronten der Regale 1 erstreckenden Bahn B geführt.
An dem Kommissionierfahrzeug 5 sind im Bereich der rückwärtigen Seitenkanten zwei Leuchtmarkiereinrichtungen 12 angeordnet . Jede Leuchtmarkiereinrichtung 12 umfaßt sechs übereinander an einem Träger 13 montierte, jeweils dem Niveau der Aufnahmen 2 der Regale 1 entsprechend angeordnete Leuchtmarkiereinheiten 14. Die Leuchtmarkiereinheiten 14 sind - in als solches bekannter Weise - zur Aussendung von Lichtstrahlen 15 geeignet, wobei die Lichtstrahlen jeweils auf die Zugriffsöffnung einer Aufnahme 2 gerichtet sind, um diese für die das Kommissionierfahrzeug beladende Person 16 zu markieren. Die beiden Leuchtmarkiereinheiten 12 sind dabei zur Aussendung von Lichtstrahlen 15 zu verschiedenen Seiten der Bahn des Kommissionierfahrzeugs 5 vorgesehen.
Die Leuchtmarkiereinheiten 14 werden von einer - nicht dargestellten - Datenverarbeitungseinheit gesteuert, und zwar unter Berücksichtigung von drei Datengruppen, nämlich Auswahldaten, die eine spezifische Auswahl von Aufnahmen 2 der Regale 1 definieren, Anordnungsdaten, welche die räumliche Anordnung (z.B. Koordinaten) der einzelnen Aufnahmen 2 der Regale 1 definieren, und Positionsdaten, welche die jeweilige Stellung des Kommissionierfahrzeugs 5 relativ zu den
Regalen 1 definieren. Unter Auswertung dieser Daten, von denen die Auswahldaten und die Anordnungsdaten in entsprechenden Speichern der Datenverarbeitungseinheit abgespeichert sind, markieren die Leuchtmarkiereinheiten 14 durch einen Lichtstrahl 15 diejenigen Aufnahmen 2, aus denen die Bedienperson 16 Gegenstände zu entnehmen und in einem, ggfs. einem bestimmten, der Aufnahmebehältnisse 8 des Kommissionierfahrzeugs 5 abzulegen hat.
Zur Ermittlung der aktuellen Positionsdaten des Kommissionierfahrzeugs 5 ist am Eingang eines jeden Ganges 3 ein Positionsdatengeber 17 in Form eines Markers 18 angeordnet, der beim Passieren des Kommissionierfahrzeugs 5 berührungslos von einem fahrzeugseitigen Positionsdatenaufnehmer 19 erfaßt wird. Erfaßt in diesem Sinne der Positionsdatenaufnehmer 19 den Marker 18, wird ein fahrzeugseitiger Wegstreckenzähler auf Null gestellt. Die die Stellung des Kommissionierfahrzeugs 5 zum Regal 1 definierenden Positionsdaten werden aus der in dem betreffenden Gang 3 gegenüber dem Marker zurückgelegten, von dem fahrzeugseitigen Wegstreckenzähler erfaßten Strecke ermittelt.
Mit dem Marker 18 bildet ein erstes Identifiziermittel eine bauliche Einheit. In entsprechender Weise bildet ein zweites Identifiziermittel eine bauliche Einheit mit dem Positionsdatenaufnehmer 19. Die beiden Identifiziermittel bilden zusammen eine Identifiziereinheit, die an die
Datenverarbeitungseinheit angeschlossen ist und mittels derer sich das Einfahren eines bestimmten Kommissionierfahrzeugs 5 in einen bestimmten Gang 3 überwachen läßt .
An die elektronische Datenverarbeitungseinrichtung ist eine Positionierhilfe-Anzeigeeinrichtung, welche ein an dem Kommissionierfahrzeug 5 angeordnetes Display 20 umfaßt, angeschlossen. Auf dem Display 20 werden Positionierhilfedaten angezeigt, die die Bedienperson 16 bei der optimalen Positio-
nierung des Kommissionierfahrzeugs 5 unterstützen. Die Positionierhilfedaten werden dabei durch Vergleich der weiter oben erläuterten Positionsdaten mit Positions-Solldaten, welche die für die Markierung der jeweils ausgewählten Aufnahmen 2 des Regals 1 geeigneten Stellungen des Kommissionierfahr- zeugs definieren und in einem entsprechenden Positions- Solldatenspeicher der Datenverarbeitungseinrichtung abgespeichert sind, ermittelt.
Die Regale 1 sind mit einer Zugriffsüberwachung gemäß der EP 994761 Bl ausgestattet. Hierzu ist jeweils oben an der Zugriffsfront 4 der Regale 1 ein an die Datenverarbeitungseinheit angeschlossener optischer Distanzscanner 21 angeordnet. Mit diesem können, alternativ zu der vorstehend beschriebenen Positionserfassung mittels des Markers 18, des Positionsdatenaufnehmers 19 und des Wegstreckenzählers, auch die Positionsdaten erfaßt werden, und zwar durch Auswertung der Stellung der an dem Kommissionierfahrzeug 5 angebrachten, in den Meßbereich des Distanzscanners 21 hineinragenden Positionsmarke 22.
Gemäß den Figuren 3 bis 6 umfaßt das - ohne Leuchtmarkiereinrichtung und ohne Display dargestellte - Kommissionierfahrzeug 5 insgesamt sechs in drei Ebenen übereinander angeordnete Aufnahmebehältnisse 8 in Form von Kunststoffboxen. Die Aufnahmebehältnisse sind jeweils paarweise in dem Aufbau 7 des Kommissionierwagens schubladenartig in Horizontalführungen 41 verschiebbar geführt. Hierzu sind an jedem der beiden seitlichen Rahmen 42 des Kommissionierfahrzeugs drei Führungsschienen 43 angebracht, wobei in jeweils zwei einander gegenüberliegenden Führungsschienen ein Schubrahmen 44 verschiebbar geführt ist, auf den die beiden zugeordneten Aufnahmebehältnisse abnehmbar aufgesetzt sind. An einer der beiden Stirnseiten des Kommissionierfahrzeugs 5 ist eine zwei Griffe 45 umfassende Bedienhandhabe 40 angeordnet, durch welche die Bedienposition definiert wird.
In dem in Fig. 3 gezeigten Transportmodus ist keines der sechs Aufnahmebehältnisse 8 zugänglich. Vielmehr sind die beiden oberen Aufnahmebehältnisse durch ein Abdeckblech 46 abgedeckt; und die beiden mittleren und die beiden unteren Aufnahmebehältnisse 8 sind jeweils durch die beiden unmittelbar darüberliegenden Aufnahmebehältnisse abgedeckt.
Fig. 4 zeigt das Kommissionierfahrzeug nach Fig. 3 in einem ersten Belademodus, in welchem das der Bedienhandhabe 40 nächstliegende, in Bezug auf die Hauptfahrtrichtung F hintere Aufnahmebehältnis 8a in der mittleren Ebene zugänglich ist. Hierzu ist der zugeordnete mittlere Schubrahmen 44a teilweise, nämlich etwa um die Tiefe der Aufnahmebehältnisse 8, aus der Transportstellung in Richtung auf die Bedienhandhabe in eine erste Beladestellung herausgezogen. Die fünf weiteren Aufnahmebehältnisse sind weiterhin nicht zugänglich.
Um das der Bedienhandhabe 40 abgewandte, in Bezug auf die Hauptfahrtrichtung F vordere Aufnahmebehältnis 8b in der mittleren Ebene zu dessen Beladung zugänglich zu machen, wird der mittlere Schubrahmen 44a nochmals um eine Teilung weiter in Richtung auf die Bedienhandhabe herausgezogen. Dabei wird eine an dem Schubrahmen 44a angeordnete rolloartige Abdeckeinrichtung 47 aktiviert, indem das freie Ende 48 der zunächst auf einem Kern 49 aufgewickelten Abdeckung 50 über Anschläge 51 an den beiden seitlichen Rahmen 42 fixiert und auf diese Weise beim weiteren Herausziehen des Schubrahmens abgewickelt wird und das hintere Aufnahmebehältnis 8a abdeckt . Beim Hineinschieben des Schubrahmens in den Aufbau des Kommissionierfahrzeugs wickelt sich die Abdeckung 50 wieder auf. Entsprechendes gilt für die rolloartigen Abdeckeinrichtungen 47 an den beiden weiteren Schubrahmen 44.
Durch geeignete Sperreinrichtungen ist sichergestellt, daß stets nur einer der Schubrahmen aus der Transportstellung herausgezogen werden kann
Jedes Aufnahmebehältnis ist mit einem Codierträger 37 in Form eines Transponders ausgestattet. Über die Erfassung des jeweiligen Transponders mittels des an dem Aufbau des Kommissionierfahrzeugs angeordneten Lesegeräts 52 wird zum einen die laufende Überwachung, ob sich das richtige Aufnahmebehältnis 8 in seiner Beladestellung befindet, ermöglicht; des weiteren läßt sich jedes Aufnahmebehältnis auch nach dem Entnehmen aus dem Kommissionierfahrzeug 5 weiterverfolgen, d.h. insbesondere kann auch die korrekte Zuordnung des betreffenden Aufnahmebehältnisses zu einer bestimmten Montagestation überwacht werden. Das fahrzeugseitige Lesegerät 52 kann dabei auch dazu ausgelegt sein, Codierträger auszulesen, die an den einzelnen, in das jeweilige Aufnahmebeh ltnis 8 abzulegenden Gegenständen angebracht sind.
Zum Entnehmen der Boxen aus dem Kommissionierfahrzeug 5 lassen sich die Schubrahmen 44, wie dies in Fig. 6 veranschaulicht ist, in Fahrtrichtung F nach vorne aus dem Aufbau 7 des Kommissionierfahrzeugs herausziehen .
Was die in den Figuren 7 und 8 veranschaulichte zweite Aus- führungsform eines Lagersystems nach der Erfindung und das hierbei eingesetzte Kommissionierfahrzeug 5' gemäß Fig. 9 angeht, so ergeben sich deren grundlegende Gestaltungsmerkma- le unmittelbar aus den vorstehenden Erläuterungen der Figuren 1 und 2. Insoweit wird zur Vermeidung von Wiederholungen auf die vorstehenden Ausführungen verwiesen und nachstehend lediglich auf die Abweichungen eingegangen.
So ist das Kommissionierfahrzeug 5 ' hier an zwei Führungseinrichtungen 9' geführt, die jeweils eine oben an der Zugriffsfront 4 der Regale 1 angeordnete Führungsschiene 10 '
umfassen. In die Führungsschienen 10' greifen Klauen 11' ein, die an einer Traverse 23 angebracht sind, welche sich oben quer über das Kommissionierfahrzeug 5' erstreckt.
An der Traverse 23 sind im wesentlichen endseitig zwei optische Distanzscanner 24 montiert, deren Meßbereich 25 sich jeweils dicht vor einer Zugriffsfront 4 eines Regals 1 parallel zu dieser erstreckt. Mittels eines der Distanzscanner 24 wird die Position des Kommissionierfahrzeugs 5 ' relativ zu den Regalen 1 bestimmt, zu welchem Zweck in dem Meßbereich 25 des betreffenden Distanzscanners in dem Boden des Ganges eine Positionsmarke 26 eingelassen ist. Im übrigen dienen die beiden Distanzscanner 24 der Zugriffsüberwachung zu den Aufnahmen 2 des Regals 1 insbesondere im Sinne einer Überprüfung, ob ein Zugriff zu den selektierten, jeweils von den Leucht- markiereinrichtungen 12 ' markierten Aufnahmen erfolgt .
Das bei der Ausführungsform nach den Figuren 7 bis 9 zum Einsatz kommende Kommissionierfahrzeug 5' umfaßt, wie das Kommissionierfahrzeug 5 nach den Figuren 1 bis 6, ein Fahrgestell 6' und einen Aufbau 7'. An der rückwärtigen Stirnseite 27, an der auch die beiden Leuchtmarkiereinrichtungen 12 ' angeordnet sind, ist eine Bedienhandhabe 40 für die Bedienperson vorgesehen.
Das Kommissionierfahrzeug 5' weist acht Aufnahmebehältnisse 28 für Gegenstände auf. Diese gondeiförmigen Aufnahmebehält - nisse sind in zwei einander gegenüberliegenden kreisförmigen Führungen 29, deren Mittelpunkte 30 eine quer zur Fahrtrichtung verlaufende Achse 31 definieren, paternosterartig geführt. Sie sind endseitig an zwei Gliederketten 32 aufgehängt, die zueinander synchronisiert entlang der kreisförmigen Umlaufbahn 33 in den Führungen 29 umlaufen. Auf die Gliederketten 32 wirkt ein - nicht dargestellter - Antriebsmotor, der, von der elekronischen Datenverarbeitungseinheit gesteuert, jeweils ein ausgewähltes Aufnahmebehältnis vor die
Be- und Entladungsöffnung 34 bringt, welche in der an der Stirnseite 27 vorgesehenen Abdeckung 35 angeordnet ist.
Die Aufnahmebehältnisse 28 sind an den Gliederketten 32 abnehmbar aufgehängt. Zu seiner Identifizierung weist jedes Aufnahmebehältnis 28 einen als solchen bekannten Codierträger 37 auf.
An dem Kommissionierfahrzeug 5' ist ein Lesegerät 38 in Form eines Transponder-Lesers 39 angeordnet.
Für das Kommissionierfahrzeug 5" gemäß Fig. 10 gilt im wesentlichen vergleichbares wie für das Kommissionierfahrzeug 5' nach Fig. 9. Allerdings sind hier nicht acht, sondern vielmehr fünf Aufnahmebehältnisse 28" vorgesehen, die bei gleichen Gesamtabmessungen des Kommissionierfahrzeugs 5" entsprechend größer ausgeführt sein können. Ein weiterer Unterschied besteht darin, daß hier die Aufnahmebehältnisse - abnehmbar - an zwei seitlichen Rädern 53 aufgehängt sind, welche eine sternförmige Kontur aufweisen und um eine horizontale, sich quer zur Fahrtrichtung F erstreckende Achse 54 drehbar gelagert sind. Auf eines der beiden Räder 53 wirkt der den Versteilantrieb 55 für die Aufnahmebehältnisse 28" bildende Antriebsmotor 56.
Das Kommissionierfahrzeug 5" gemäß Fig. 10 weist eine - der besseren Darstellbarkeit wegen nicht gezeigte - Verkleidung auf, die sich über die Seiten, die rückwärtige Stirnseite 57, die Oberseite 58 und die frontseitige Stirnseite 59 des Kommissionierfahrzeugs erstreckt und nur im Bereich der Bedienhandhabe 40 eine Zugangsöffnung zu dem jeweils dort befindlichen Aufnahmebehältnis 28" offenläßt. Im Bereich der frontseitigen Stirnseite läßt sich die Verkleidung jalousieartig öffnen, um dort Aufnahmebehältnisse aus dem Kommissionierfahrzeug 5" entnehmen zu können. Mit seiner entsprechend geöffneten Front kann das Kommissionierfahrzeug insbesondere
dergestalt an ein Förderband herangefahren werden, daß die Aufnahmebehältnisse bei einer vorne abwärts gerichteten Drehung der Räder 53 automatisch auf einem Zuführtisch des Förderbandes abgesetzt werden.