Anlenk- Vorrichtung zur Anlenkung eines Reibungsdämpfers einer Waschmaschine
Die Erfindung betrifft eine Anlenk- Vorrichtung zur Anlenkung eines Reibungsdämpfers an einem Waschaggregat oder an einem Maschinengestell einer Waschmaschine mit Schleudergang.
Aus der EP 1 361 306 AI ist eine Anlenk- Vorrichtung zur Anlenkung eines Reibungsdämpfers an dem Maschinengestell einer Waschmaschine bekannt. Dieser weist zwar einen vorstehenden Zapfen mit einem Rast- Element auf. Es ist jedoch eine Befestigungsmutter erforderlich, um die Arretierung des Reibungsdämpfers auf dem Zapfen zu gewährleisten. Darüber hinaus erfolgt keine seitliche Abstützung der Dämpfungshülsen, die in den Augen angeordnet sind, die sich an den Enden des Reibungsdämpfers befinden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anlenk- Vorrichtung zur Anlenkung eines Reibungsdämpfers einer Waschmaschine zu schaffen, die eine möglichst einfache Montage gewährleistet und gleichzeitig die auftretenden Kräfte möglichst wirkungsvoll aufnimmt.
Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Der Kern der Erfindung besteht darin, auf den Zapfen, der in einem Auge des Reibungsdämpfers aufgenommen ist, einen Stützkörper aufzurasten, sodass eine bessere axiale Fixierung des Auges entlang des Zapfens gewährleistet ist.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Zusätzliche Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung zweier Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnung. Es zeigen
Fig. 1 eine Trommelwaschmaschine in schematischer Darstellung in Norderansicht mit Reibungsdämpfern und zugehörigen Anlenk- Vorrichtungen gemäß einem ersten Aus:führungsbeispiel,
Fig. 2 einen Schnitt gemäß der Schnittlinie II-II in Fig. 1,
Fig. 3 einen Schnitt gemäß der Schnittlinie III-III in Fig. 1,
Fig. 4 eine perspektivische Ansicht des Waschaggregats gemäß Fig. 1,
Fig. 5 eine perspektivische Ansicht der Anlenk- Vorrichtung gemäß Fig. 1,
Fig. 6 eine perspektivische Ansicht des zur Anlenk- Vorrichtung gehörenden Stützkörpers gemäß Fig. 1,
Fig. 7 eine Fig. 2 entsprechende Darstellung einer Anlenk-Norrichtung gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel,
Fig. 8 eine Fig. 3 entsprechende Darstellung einer Anlenk- Vorrichtung gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel,
Fig. 9 eine Fig. 4 entsprechende Darstellung einer Anlenk- Vorrichtung gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel, und
Fig. 10 eine Fig. 6 entsprechende Darstellung einer Anlenk- Vorrichtung gemäß einem zweiten Ausfuhrungsbeispiel.
Im Folgenden wird unter Bezugnahme auf die Fig. 1 bis 6 eine Anlenk- Vorrichtung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel beschrieben. Eine Trommelwaschmaschine 1 weist ein schwingungsfähiges Waschaggregat 2 mit einem entsprechenden Gehäuse 3 auf, in dem eine im einzelnen nicht dargestellte Waschtrommel drehantreibbar gelagert ist. Das schwingungsfähige Waschaggregat 2 ist an einem, auf einem durch einen Grundrahmen gebildeten Maschinengestell 4 abgestützten Waschmaschinen-Gehäuse 5 mittels Schrauben-Zugfedern 6 aufgehängt. Die Zugfedern 6 sind einerseits an Ösen 7 angebracht, die im oberen Bereich des Waschaggregats 2 befestigt sind. Andererseits sind sie an Ösen 8 aufgehängt, die an Seitenwänden
9 des Gehäuses 5 ausgebildet sind. Anstelle einer derartigen Aufhängung des Waschaggregats 2 an Zugfedern 6 kann auch eine bekannte Abstützung des Waschaggregats 2 über sogenannte Federbeine auf dem Maschinengestell 4 vorgesehen sein, wie sie aus der EP O 108 217 B1 (entsprechend US- PS 4,991,412) bekannt sind. Entscheidend ist, dass das Waschaggregat 2 frei schwingungsfähig aufgehängt beziehungsweise abgestützt ist.
Zwischen dem Waschaggregat 2 und dem Maschinengestell 4 sind weiterhin Reibungsdämpfer 10 angeordnet, die beispielsweise aus der EP 0 336 176 Bl (entspricht US 4,934,493) bekannt sind. Jeder Reibungsdämpfer 10 weist ein Gehäuse 11 auf. Das Gehäuse 11 besteht im wesentlichen aus einem zylindrischen Rohr 12, das an einem Ende mittels eines Bodens 13 verschlossen ist. An der Außenseite des Bodens 13 ist eine als Auge 14 bezeichnete Gelenkbüchse angebracht, mittels derer der Reibungsdämpfer
10 über eine Anlenk-Vorrichtung 15 an dem Gehäuse 3 des Waschaggre-
gats 2 so angebracht ist, dass der Reibungsdämpfer 10 um eine Schwenkachse 16 relativ zum Waschaggregat 2 schwenkbar gelagert ist, die parallel zur Trommel-Dreh- Achse 17 verläuft.
Der jeweilige Reibungsdämpfer 10 weist weiterhin einen Stößel 18 auf, der an seinem äußeren Ende ebenfalls eine als Auge 19 ausgebildete Gelenkbüchse trägt. Der Stößel 18 und das Gehäuse 11 weisen eine gemeinsame Mittel-Längs-Achse 20 auf, die senkrecht zur Schwenkachse 16 verläuft. Der Stößel 18 ist in dem Gehäuse 11 durch am innenseitigen Ende 21 des Gehäuses 11 befestigte Reibbeläge 22 gedämpft verschiebbar. Das Auge 19 des Stößels 18 ist über eine Anlenk- Vorrichtung 23 an dem Maschinengestell 4 so angebracht, dass der Reibungsdämpfer 10 um eine Schwenkachse 24 relativ zum Maschinengestell 4 verschwenkbar ist, die parallel zur Trommel-Dreh- Achse 17 verläuft.
Im Folgenden wird die Anlenk- Vorrichtung 23 näher beschrieben. Diese weist eine Träger-Platte 25 auf, an die sich im Bereich eines Endes der Platte 25 eine einteilig mit der Träger-Platte 25 ausgebildete Trägerwand 26 anschließt, die im wesentlichen senkrecht von der Träger-Platte 25 absteht. Auf der Innenseite 27 der Trägerwand 26 ist ein einteilig mit der Trägerwand 26 ausgebildeter zylindrischer Zapfen 28 mit einer Zapfen- Längs- Achse 29 vorgesehen, die mit der Schwenkachse 24 zusammenfällt. Die Achse 29 verläuft im wesentlichen parallel zur Träger-Platte 25. Das freie Ende 30 des Zapfens 28 fluchtet im wesentlichen mit dem zugehörigen freien Ende 31 der Träger-Platte 25. Dies ist nicht zwingend erforderlich. Der Zapfen 28 ist hohl ausgebildet und weist eine kreuzförmige Stützstruktur 32 auf, die vier Längskanäle 33 definiert. Im Bereich zweier einander gegenüberliegender Kanäle 33 sind im Bereich des Endes 30 zwei radial nach außen vorspringende Rastnasen 34, die an entsprechenden fle-
xiblen Raststegen 35 befestigt sind, vorgesehen. Die Rastnasen 34 weisen der Trägerwand 26 zugewandte Anlagefiächen 36 sowie dem freien Ende des Zapfens 28 zugewandte Schrägflächen 37 auf. Die Rastnase 34 ist durch eine in Richtung auf die Achse 29 wirkende Kraft nach innen elastisch verschwenkbar. Das in Fig. 5 dargestellte Teil ist als Spritzgussteil aus Kunststoff hergestellt und einteilig ausgebildet.
Auf den Zapfen 28 ist ein in Fig. 6 dargestellter Stützkörper 38 aufrastbar. Dieser weist eine Ausnehmung 39 auf, deren Durchmesser geringfügig größer als der Außendurchmesser des Zapfens 28. Der Stützkörper 38 weist auf der der Trägerwand 26 zugewandten Seite eine plane Anlagefläche 40 auf. Die radiale Breite des Stützkörpers 38 ist im wesentlichen so gewählt, dass der Ring 38 so weit in radialer Richtung über den Zapfen 28 hervorsteht, wie der obere Teil der Trägerwand 26 gegenüber dem Zapfen 28, nämlich um eine Breite B. Im Bereich des in Fig. 6 unteren Endes des Stützkörpers 38 ist ein radial vorspringender Stützsteg 41 vorgesehen, der in einen Sockel 42 übergeht. Der Sockel 42 weist nach außen vorspringende keilförmige Schrägen 43 auf. In der Träger-Platte 25 ist eine dem Sockel 42 entsprechende negative Ausnehmung 44 mit entsprechenden schrägen Rücksprüngen 45 vorgesehen, die mit den Schrägen 43 unter Bildung einer Nut-Feder- Verbindung zusammenwirken. Auf der Unterseite der Träger- Platte 25 ist ein Zapfen 46 vorgesehen, an dem ein querverlaufender und in beide Richtungen gegenüber dem Zapfen 46 vorstehender Riegel 47 vorgesehen ist. Der Abstand zwischen der Unterseite der Träger-Platte 25 und der Oberseite des Riegels 47 ist geringfügig größer als die Dicke der Bodenplatte des Maschinengestells 4. In dem Maschinengestell 4 ist eine der Kontur des Riegels 47 und des Zapfens 46 entsprechende Langloch- Ausnehmung 48 vorgesehen, durch die der Zapfen 46 steckbar und durch
Drehung um 90° in der Ebene nach Art eines Bajonett-Dreh- Verschlusses arretierbar ist. Der Bajonett-Drehverschluss ist selbsthemmend.
Im Folgenden wird die Montage und Funktionsweise der Anlenk- Vorrichtung 23 beschrieben. Zunächst wird der Riegel 47 durch die zugehörige Ausnehmung 48 im Maschinengestell 4 geschoben und um 90° in der Ebene verdreht, so dass die Anlenk- Vorrichtung 23 die in Fig. 2 dargestellte Position einnimmt. Anschließend wird das Auge 19, in dem eine elastische Dämpfungs-Hülse 50 mit einem nach außen vorstehenden Kragen 52 angeordnet ist, auf den Zapfen 28 geschoben. Hierbei werden die Rastnasen 34 jeweils nach innen gedrückt und springen nach dem vollständigen Aufschieben des Auges 19 wieder nach außen vor. Anschließend wird der in Fig. 6 dargestellte Stützkörper 38 über die Rastnase auf den Zapfen 28 aufgeschoben, wobei gleichzeitig der Sockel 42 in die zugehörige Ausnehmung 44 eingeführt wird und zwischen der Träger-Platte 25 und dem Stützsteg 41 eine Nut-Feder- Verbindung entsteht. Hierdurch wird das freie Ende des Zapfens 28 gegenüber der Träger-Platte 25 auf Zug und auf Druck abgestützt, so dass die Gefahr eines Abbrechens des Zapfens 28 aufgrund der Hebelkräfte ausgeschlossen wird. Durch die Anlagefläche 40 des Stützkörpers 38, an der der Kragen 51 anliegt, wird verhindert, dass sich die Dämpfungshülse 50 nach innen oder nach außen verschiebt. Der Kragen 51 liegt auf der anderen Seite an dem Rand 52 des Auges 19 flächig an. Die Anlenk- Vorrichtung 23 ist universell einsetzbar und erfordert lediglich seitens des Herstellers der Waschmaschine 1 eine entsprechende Ausnehmung 48 im Maschinengestell 4. Die Befestigung des Reibungsdämpfers 11 kann ohne Werkzeuge erfolgen. Die auf die Anlenk- Vorrichtung vom Stößel 18 ausgeübten Kräfte werden in optimaler Weise auf das Maschinengestell 4 übertragen.
Die Anlenk- Vorrichtung 15 weist im wesentlichen denselben Aufbau auf, wie die Anlenk- Vorrichtung 23. Die Träger-Platte 25 wird durch das Gehäuse 3 des Waschaggregats 2 gebildet, von dem eine sockelartige Trägerwand 53 nach außen vorspringt. An dieser ist der Zapfen 54 vorgesehen, der denselben Aufbau aufweist, wie der Zapfen 28. Der zugehörige Stützkörper 55 besitzt die identische Form wie der Stützkörper 38. Zur Aufnahme des Stützsteges 41 ist ein Sockel 56 unterhalb des freien Endes des Zapfens 54 mit einer Ausnehmung 57 vorgesehen, die in der Form der Ausnehmung 44 entspricht. Bei der Montage wird das Auge 14 auf den Zapfen 54 geschoben und anschließend der Stützkörper 55 auf den Zapfen 54 gerastet, wobei der Stützkörper 55 über eine entsprechende Nut-Feder- Verbindung mit dem Sockel 56 verbunden wird. Der Unterschied zur Anlenk- Vorrichtung 23 besteht also darin, dass die Trägerwand 53 sowie der Sockel 56 an das Gehäuse 3 angespritzt sind. Ansonsten sind der Aufbau und die Wirkungsweise identisch. Aufgrund der einteiligen Bauweise von Zapfen 28, Trägerplatte 25, Zapfen 46 und Riegel 47 ist das Geräuschverhalten sehr günstig. Die Verbindung zwischen dem Maschinengestell 4 und der Trägerplatte 25 ist sehr stabil. Insgesamt ist die Befestigung kostengünstig und einfach zu montieren und demontieren. Der Reibungsdämpfer 10 kann einfach in die Waschmaschine 1 eingebaut werden. Bei der Montage wird es häufig so sein, dass der Reibungsdämpfer 10 vom Hersteller des Reibungsdämpfers 10 bereits mit der Anlenkvorrichtung 23 verbunden ist. Der Hersteller der Waschmaschine braucht somit nur noch den Dämpfer 10 samt der Anlenkvorrichtung 23 in die entsprechende Ausnehmung 48 einzudrehen.
Im Folgenden wird unter Bezugnahme auf die Fig. 7 bis 10 ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben. Konstruktiv identische Teile erhalten dieselben Bezugszeichen wie bei dem ersten Ausführungs-
beispiel, auf dessen Beschreibung hiermit verwiesen wird. Konstruktiv unterschiedliche, jedoch funktionell gleichartige Teile erhalten dieselben Bezugszeichen mit einem nachgestellten a. Der zentrale Unterschied gegenüber dem ersten Ausführungsbeispiel besteht darin, dass der in Fig. 10 dargestellte Stützkörper 38a nur ringförmig ausgebildet ist und keinen Stützsteg 41 besitzt. Entsprechend braucht in der Träger-Platte 25 keine Ausnehmung 44 vorgesehen zu sein. Die Funktion der Stützkörper 38a und 55a ist weiterhin derart, dass sie die Augen 19 bzw. 14 fixieren und den Kragen 51 abstützen. Lediglich die Abstützung des freien Endes der Zapfen 28 bzw. 54 gegenüber der Träger-Platte 25 erfolgt nicht. Wenn das Material der Anlenk- Vorrichtung geeignet gewählt ist und die durch Schwingungen des Waschaggregats 2 aufgebrachten Kräfte nicht zu groß sind, so ist dieses ausreichend.
Die in den beiden vorangehenden Ausführungsbeispielen beschriebenen Anlenkvorrichtungen können auch miteinander kombiniert werden. So kann die Anlenk- Vorrichtung 23 in einer entsprechenden Ausnehmung der Außenwand des Waschaggregats 2 befestigt werden. Genauso kann die Anlenk- Vorrichtung 15 einteilig an der Bodenplatte des Maschinengestells 4 ausgebildet sein. Dasselbe gilt für die Verwendung der Stützkörper 38, 38a, 55, 55a. Diese können beliebig mit den vorher beschriebenen Anlenk- Vorrichtungen kombiniert werden.