Bausatz, insbesondere für Busse
Die Erfindung betrifft einen Bausatz, insbesondere für Busse, mit aus abgelängten Rohrabschnitten gleichen Durchmessers bestehenden Stangen, zum Beispiel Griffstangen, Handlaufstangen, Haltestangen oder Verbindungsstangen, an deren Ende Verbindungselemente, insbesondere Eckelemente, befestigbar sind.
Aus der deutschen Patentschrift DE 44 22 211 Cl ist ein Bausatz, insbesondere für Busse, mit aus abgelängten Rohrabschnitten bestehenden Haltestangen, Handlaufstangen und Handlaufstützen, und mit Verbindungselementen zum Befestigen der Haltestangen an karosseriefesten Bereichen, wie Boden, Schweißflansch oder dergleichen und mit Verbindungselementen zum Befestigen der Stangen aneinander, bekannt. Bei dem bekannten Bausatz weist jedes Verbindungselement zumindest einen dem Öffnungsquerschnitt der Stangen angepassten dübelartigen Zapfen auf, der in ein Stangenende einsetzbar und verankerbar ist und hierfür mit einer sich axial erstreckenden konischen Öffnung ausgebildet ist, in die mittels einer Schraube ein konisches Spannelement einziehbar ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Bausatz, insbesondere für Busse, mit aus abgelängten Rohrabschnitten gleichen Durchmessers bestehenden Stangen, zum Beispiel Griffstangen, Handlaufstangen, Haltestangen oder Verbindungsstangen, an deren
Ende Verbindungselemente, insbesondere Eckelemente, befestigbar sind, zu schaffen, der einfach und kostengünstig herstellbar sowie einfach zu montieren ist.
Die Aufgabe ist bei einem Bausatz, insbesondere für Busse, mit aus abgelängten Rohrabschnitten gleichen Durchmessers bestehenden Stangen, zum Beispiel Griffstangen, Handlaufstangen, Haltestangen oder Verbindungsstangen, an deren Ende Verbindungselemente, insbesondere Eckelemente, befestigbar sind, mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst . Dabei sind die Stangen mit Hilfe von Schrauben, die in Löcher eingeschraubt werden, die an den Enden der Stangen vorgesehen sind, an den Verbindungselementen befestigbar. Es werden vorzugsweise Schrauben verwendet, die das zugehörige Muttergewinde beim Einschrauben des Durchgangslochs selbst schneiden. Die erfindungsgemäße Lösung hat den Vorteil, dass der aus dem Stand der Technik bekannte Klemmmechanismus entfallen kann.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Bausatzes ist dadurch gekennzeichnet, dass in den Verbindungselementen zwei Durchgangslöcher vorgesehen sind, deren Längsachsen senkrecht zueinander angeordnet sind. Die Durchgangslöcher ermöglichen das Durchführen der Schrauben, die vorzugsweise einen Schraubenkopf aufweisen, dessen Außendurchmesser größer als der Innendurchmesser der Durchgangslöcher ist . Dadurch wird eine Anlagefläche für den Schraubenkopf gebildet .
Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Bausatzes ist dadurch gekennzeichnet, dass die Stangen, im Querschnitt betrachtet, insbesondere an den Enden der Stangen, ein Innenrohr umfassen, von dem im Wesentlichen radial verlaufende Verbindungsstege ausgehen, die das Innenrohr mit einem Außenrohr verbinden. Das Innenrohr dient zur Aufnahme und Befestigung der Schrauben. Vorzugsweise ist das Innenrohr durchge-
hend ausgebildet, um die Herstellung der Stangen, zum Beispiel durch Strangpressen, zu vereinfachen.
Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Bausatzes ist dadurch gekennzeichnet, dass in dem Außenrohr, im Querschnitt betrachtet, mindestens eine Ausnehmung vorgesehen ist, die zur Aufnahme eines insbesondere farbigen Keders dient und die sich über die gesamte Länge des Außenrohrs erstreckt. Der Keder dient dazu, die Stange von der Umgebung abzuheben. Vorzugsweise ist der Keder formschlüssig in der Ausnehmung aufgenomme .
Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Bausatzes ist dadurch gekennzeichnet, dass an dem Verbindungselement zwei Anlageflächen für jeweils ein Ende einer Stange ausgebildet sind, aus denen Formschlusselemente herausragen, deren Gestalt an die Zwischenräume angepasst ist, die zwischen dem Innenrohr und dem Außenrohr einer Stange von den Verbindungs- stegen begrenzt werden. Die Formschlusselemente dienen dazu, die Stangenenden gegenüber den Anschlagflächen zu zentrieren. Alternativ oder zusätzlich dienen die Formschlusselemente dazu, ein Verdrehen der Stangen relativ zu den Verbindungsele- , menten zu verhindern.
Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Bausatzes ist dadurch gekennzeichnet, dass die Anlageflächen außen von einem umlaufenden Wulst begrenzt werden, der, bezogen auf eine an der Anlagefläche anliegende Stange, in axialer Richtung vorspringt. Der umlaufende Wulst dient dazu, die Schnittstelle zwischen den Stangenenden und den Verbindungselementen zu überdecken .
Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Bausatzes ist dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungselemente
einstückig aus Kunststoff gebildet sind. Vorzugsweise werden die Verbindungselemente im Spritzgießverfahren hergestellt.
Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Bausatzes ist dadurch gekennzeichnet, dass in den Durchgangslöchern jeweils eine Metallhülse angeordnet ist. Bei der Metallhülse handelt es sich um ein Einlegeteil, durch das die Festigkeit und Stabilität des Verbindungselements erhöht wird.
Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Bausatzes ist dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Durchgangslöcher durch ein Verstärkungsteil aus Metall miteinander verbunden sind. Dadurch wird die Festigkeit und Stabilität des Verbindungselements erhöht.
Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Bausatzes ist dadurch gekennzeichnet, dass die Stangen als Strangpressprofil aus Aluminium oder Stahl gebildet sind. Dadurch wird eine hohe Stabilität der Stangen gewährleistet. Außerdem sind die Stangen als Strangpressprofil kostengünstig herstellbar.
Die Aufgabe wird des Weiteren durch einen Bausatz mit den Merkmalen des Patentanspruchs 11 gelöst. In dieser alternativen Ausführungsform durchgreifen die Schrauben die Stangen der Länge nach und sind an einer Anschraubfläche an der den Verbindungselementen entgegengesetzten Ende der Stangen angeschraubt. Die Stangen weisen dabei eine durchgehende, gewindelose Bohrung auf.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnung ein Ausführungsbeispiel im Einzelnen beschrieben ist. Dabei können die in den Ansprüchen und in der Beschreibung erwähnten Merkmale jeweils einzeln
für sich oder in beliebiger Kombination er indungswesentlich sein.
Die beiliegende Figur zeigt einen erfindungsgemäßen Bausatz in einer teilweise geschnittenen Explosionsdarstellung.
In der Figur ist eine Griffstange 1 perspektivisch dargestellt. Die Griffstange 1 umfasst ein Außenrohr 4, das konzentrisch zu einem Innenrohr 5 angeordnet ist. Das Innenrohr 5 und das Außenrohr 4 sind durch Verbindungsstege 7, 8 miteinander verbunden, die in radialer Richtung von dem Innenrohr zum Außenrohr verlaufen. Zwischen dem Innenrohr 5 und dem Außenrohr 4 ist ein Ringraum ausgebildet, der durch die VerbindungsStege 7, 8 in Zwischenräume unterteilt wird. Außerdem ist in dem Außenrohr 4 eine längliche Ausnehmung ausgespart, in der ein Keder 10 aufgenommen ist.
Die Griffstange 1 ist mit ihren Enden an Eckstücken 15 und 16 befestigbar. Die Befestigung der GriffStange 1 erfolgt durch Schrauben 20, 21, die an den beiden Enden der Griffstange 1 in das Innenrohr 5 einschraubbar sind. In der aufgeschnittenen Darstellung des Eckstücks 15 sieht man, dass die Schraube 20 einen Schraubenkopf 22 aufweist, von dem ein Schraubenbolzen 23 mit Außengewinde ausgeht. Der Schraubenbolzen 23 ist durch ein Durchgangsloch 25 hindurch gesteckt, das in dem Eckstück 15 ausgespart ist.
In das das Durchgangsloch 25 umgebende Kunststoffmaterial des Eckstücks 15 ist ein als Stahleinleger ausgebildetes Verstärkungselement 27 eingelegt, das sich bis zu einem Durchgangsloch 30 erstreckt, in dem eine Hülse 31 aufgenommen ist. In der Hülse 31 ist ein Schraubenbolzen 32 einer Schraube 33 aufgenommen, die einen Schraubenkopf 34 aufweist. An dem Eckstück 15 sind zwei Anlageflächen 35, 36 ausgebildet, die
senkrecht zueinander angeordnet sind. Von der Anlagefläche 35 erheben sich Formschlusselemente 37, deren Querschnitt komplementär zu den Zwischenräumen in der Griffstange 1 ausgebildet ist. Radial außen ist an den Anlageflächen 35 und 36 jeweils ein umlaufender Wulst 38, 39 ausgebildet.
Im Bereich der Schraubenköpfe 22 und 34 ist in dem Eckstück 15 eine Montageöffnung 41 vorgesehen, durch welche die Schraubenköpfe mit Hilfe eines geeigneten Werkzeugs zugänglich sind. Die Montageöffnung 41 ist durch eine einklipsbare Abdeckung 43 verschließbar. Aus dem Eckstück 16 ragt eine Schraube 46 heraus, die dazu dient, das Eckstück 16 an einer Haltestange 48 zu befestigen. Analog dient die Schraube 33 dazu, das Eckstück 15 an einer Haltestange 49 zu befestigen.
Durch den erfindungsgemäßen Baukasten wird ein modulares Griffsystem geschaffen, mit dem eine Vielzahl von unterschiedlichen Griffen realisiert werden kann. Der Griff kann sowohl in der Höhe als auch in der Länge flexibel gestaltet werden. Zwischen zwei gleiche Eckstücke 15 und 16 wird eine variabel ablängbare Griffstange 1 mittels zweier Schrauben 20 und 21 fixiert. Dann wird durch die Eckstücke 15, 16 jeweils eine Befestigungsschraube 33, 46 in die Haltestangen 48, 49 geschraubt, um den Griff zu fixieren. Für die Haltestangen 48 und 49 kann das gleiche Profil verwendet werden wie für die Griffstange 1.
Der erfindungsgemäße Griff wird vorzugsweise in Verkehrsmitteln zur Beförderung von Passagieren eingesetzt und ist in der Regel im Bereich von Einstiegen und Gängen angebracht . Ein Verbau an Sitzen oder Gegenständen direkt vor stehenden oder sitzenden Fahrgästen ist dabei ebenfalls möglich.
Mittels einer verkürzten Ausbildung der Eckstücke 15, 16 an der der Haltestange (46, 48) zugewandten Unterseite, die durch eine Reduzierung des Kunststoffes bis maximal zu dem Verstärkungselement (27) erfolgen kann, ist es bei Platzproblemen möglich, einen entsprechend niedrigeren Griff darzustellen.
In einer alternativen Ausführungsform können die Haltestangen 46 und 48 aufgebohrt werden, so dass jeweils eine länger ausgebildete Schraube von dem Verbindungselementen aus die Haltestange der Länge nach vollständig durchgreift und am entgegengesetzten Ende der Haltestange an einer Anschraubfläche angeschraubt ist. Die hierfür notwendige Durchgangsbohrung in den Haltestangen kann dabei mit oder ohne Gewinde für die due Stange durchgreifende Schraube ausgebildet sein.