Beschreibung
Installations erteilergehäuse
Die Erfindung betrifft ein Installationsverteilergehäuse, beispielsweise als Einspeisekasten, Abgangskasten oder Verteilerkasten für die elektrische Energieverteilung über ein Stromschienensystem.
Die Erfindung geht aus von einem Einspeisekasten an einer NH- Stromschiene wie er beschrieben ist in DE 299 17 169 ül . Es handelt sich dabei um ein Gehäuse in Form eines prismatisch ausgebildeten, mit Boden, Deckel, Rückwand und Seitenwänden allseitig verschließbaren, einen Anschlussraum bildenden Kas- tens zur Aufnahme eines Stromschienensystems, welches Anschlusselemente umfasst, die der elektrischen Kontaktierung mindestens einer Einspeiseleitung dienen, wobei das Stromschienensystem im hinteren Bereich des Anschlussraums den Kasten in gerader Linie (eine Grundrichtung bildend) durch- läuft und der vordere Bereich des Anschlussraums mit mindestens einer Seitenwand abgeschlossen ist, die mindestens eine Durchführung für mindestens eine Einspeiseleitung enthält.
Ein solcher Kasten hat rechtwinklig zueinander angeordnete Seitenwände. Mit Ausnahme der Rückwand hat der Kasten drei freizugängliche Seitenwände (Frontwand und zwei Seitenwände) . Die Wände sind mit verschließbaren Durchbrechungen versehen. Die Durchbrechungen können mit Abdeckblenden oder mit Kabeldurchführungen verschlossen werden. Es besteht somit die Mög- lichkeit, von jeder frei zugänglichen Seitenwand aus, also von drei Richtungen her, Kabel in den Kasten einzuführen.
Ein parallel zur Grundrichtung des Schienensystems eingeführtes Kabel im Anschlussraum muss um 90° auf das Schienensystem und die dortigen Anschlusselemente hin umgebogen werden. Insbesondere bei Energieverteilern mit hoher Betriebslast werden Kabel besonders dicken Querschnitts eingesetzt. Solche Kabel benötigen einen relativ großen Biegeradius.
Dabei besteht das Problem, dass ein Kabel mit dickem Querschnitt bei der Montage mit relativ großem Kraftaufwand gebo- gen werden muss und dass der Kasten wegen des großen Biegeradius ein relativ großes Bauvolumen aufweisen muss.
Es ist die Aufgabe der Erfindung, ein Installationsverteilergehäuse anzugeben, bei dem die genannten Nachteile überwunden sind.
Die Aufgabe der Erfindung wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst, während in den Unteransprüchen vorteilhafte Weiterbildungen angegeben sind.
Der Kern der Erfindung besteht darin, dass mindestens eine eine Leitungsdurchführung tragende Seitenwand mit einem Winkel von ca. 45° gegen die Durchlaufrichtung des Stromschienensystems gedreht ist.
Der Vorteil der Erfindung besteht darin, dass das Gehäuse mit geringer Bautiefe ausgeliefert werden kann. Bei der Montage eines seitlich ankommenden Kabels verläuft ein mit Winkel von 45° gebogenes Kabelteil im Innern des Gehäuses und ein mit Winkel von 45° gebogenes Kabelteil außerhalb des Gehäuses.
Bei einem von vorn einzuführenden Kabel müssen zwei gegenläufige Halbbögen hergestellt werden.
Als weiterführende Ausgestaltungen der Erfindung werden genannt :
Zwei Seitenwände können vorhanden sein, die mit einem Winkel von ca. 45° gegen die Durchlaufrichtung des Stromschienensystems gedreht sind.
Die Leitungsdurchführungen können in einer Einführungsplatte angeordnet sein, welche in einer Durchbrechung einer Seiten- wand einsetzbar ist.
Mindestens eine Leitungsdurchführung kann aus elastischem Material, vorzugsweise aus Gummi, ausgebildet oder als metallische Kabelverschraubung ausgebildet sein.
Die Grundform des Kastens kann fünfeckig ausgebildet sein,
Die Erfindung ist in einem Ausführungsbeispiel in den Figuren dargestellt. Diese zeigen im Einzelnen: Fig. 1 und 2 das erfindungsgemäße Installationsverteilergehäuse und Fig. 3 und 4 ein bekanntes Installationsverteilergehäuse.
Gemäß der Figuren 1 und 2 ist das Installationsverteilerge- häuse 10 ein allseitig mit einem Boden 11.6, einem Deckel und Seitenwänden 11.1; 11.3; 11.5 geschlossenes, prismatisches Gehäuse aus Flachmaterial, welches vorzugsweise aus Blech besteht. Zwei 11.3, 11.3 der Seitenwände sind mit einem Winkel von 45° gegen eine als Grundrichtung GR bezeichnete Durch- laufrichtung eines geradlinig angeordnetes Stromschienensystems 20 gedreht, dass im hinteren Bereich des Gehäuses verläuft. Das Stromschienensystem besteht aus mehreren beabstan- deten Stromschienen 22, die außerhalb des Einspeisekastens in
einem Schienenkasten 24 geführt sind. Im Innern des Gehäuses (Anschlussräum AR) sind die Stromschienen 22 frei zugänglich und mit Anschlusselementen 26 versehen, die der elektrischen Kontaktierung mit Einspeiseleitungen 30 dienen. Als Einspei- seleitungen werden vorzugsweise Kabel verwendet. Daher sind die Anschlusselemente vorzugsweise als Anschlussfahnen ausgebildet, die mit an den Kabelenden befestigten Kabelschuhen verschraubt werden können.
Gemäß der Figur 1 verläuft von einem seitlich ankommenden Kabel und von einem von vorn ankommenden Kabel jeweils ein mit Winkel von 45° gebogenes Kabelteil im Innern des Gehäuses und ein mit Winkel von 45° gebogenes Kabelteil außerhalb des Gehäuses . Bei dem von vorn eingeführten Kabel sind dabei zwei gegenläufige Halbbögen hergestellt.
Das Stromschienensystem, das im hinteren Bereich des Gehäuses angeordnet ist, durchsetzt zwei, parallel zueinander angeordnete Seitenwände 11.2 und 11.2.
Das in den Fig. 3 und 4 gezeigte Gehäuse 10' wird durch einen Boden 11.6', einen Deckel und vier rechtwinklig zueinander angeordneten Seitenwänden 11.1'; 11.2'; 11.5' gebildet. Von den Seitenwänden dieses Gehäuses sind drei 11.1' sowie 11.2' und 11.2' frei zugänglich; diese sind mit verschließbaren Durchbrechungen 12' versehen.
Die Durchbrechungen können mit Abdeckblenden 14' oder mit Kabeldurchführungen 32' verschlossen werden. Die Durchführung des Stromschienensystems kann auch in besonders ausgebildeten Durchbrechungen 12 ' für Platten 12.1' des Schienenkastens erfolgen.
Die eingeführten Kabel sind mit Bezugszeichen 30' angedeutet. Im Gehäuse der Figur 3 muss das von rechts kommende Kabel mit einem Kabelbogen KB' von 90° gebogen werden. Von vorn kommende Kabel benötigen geringere ümbiegungen. Zum Einführen der Kabel werden Kabeltüllen 34' verwendet, die zu mehreren in einer Einführungsplatte 16' angeordnet sein können. Die Blende 16' sitzt ebenso wie eine Abdeckblende 14' in einer Durchbrechung 12' der Seitenwand.
In allen Figuren ist nur eine der frei zugänglichen Seitenwände mit einer Kabeldurchführung (Leitungsdurchführung) gezeichnet. Es versteht sich, dass alle frei zugänglichen Seitenwände mit Kabeldurchführungen versehen sein können. Fig. 1 zeigt eine symmetrische Anordnung, wobei auch unsymmetrische Anordnungen mit nicht flächengleichen Seitenwänden zum erfindungsgemäßen Gedanken gehören und so vorgesehen sein können.
Liste der Bezugszeichen; auch als Ergänzung zur Beschreibung
10 10 ' Installationsverteilergehäuse
11 1; 11.1' Seitenwand (Frontwand) 11 2; 11.2' Seitenwand 11 3 Seitenwand (45°) 11 5; 11.5' Seitenwand (Rückwand) 11 6; 11.6' Boden 12 12' Durchbrechung (Einschnitt) 12 1; 12.1' Platte des Schienenkastens 14 14' Abdeckblende für Durchbrechung 16 16' Einführungsplatte
20 20' Stromschienensyste 22 22 ' Stromschiene 24 24' Schienenkasten
26, 26' Anschlusselement
30 30' Einspeiseleitung (Kabel) 32, 32' Leitungsdurchführung
3 34' Kabeltülle
AR, AR' Ans chluss räum GR, GR' Grundrichtung KB; KB' Kabelbogen