Auftragsfuß, Gerät und Nachfülleinheit zum Übertragen eines Filmes auf ein Substrat
Die Erfindung betrifft einen Auftragsfuß für ein Gerät zum Übertragen eines Filmes, insbesondere eines Korrekturfilmes, von einem Trägerband auf ein Substrat, vorzugsweise auf Papier oder dergleichen, bei dem das Trägerband über den auf das Substrat aufsetzbaren Auftragsfuß bewegbar ist.
Des weiteren betrifft die Erfindung ein Gerät zum Übertragen eines Filmes, insbesondere eines Korrekturfilmes, von einem Trägerband auf ein Substrat und eine Nachfülleinheit für ein solches Gerät.
Ein solch gattungsgemäßer Auftragsfuß und ein gattungsgemäßes Gerät nebst Nachfülleinheit sind aus der EP-B 0 313 719 bekannt. Das bekannte Gerät ist insbesondere auch für die Übertragung eines Korrektur-Abdeckfilms geeignet, um durch diesen z. B. die Schriftzeichen einer Schreibmaschine oder eines Druckers auf einem Papier zu Korrekturzwecken zu überdecken.
Bei dieser Art von Geräten läuft ein mit einem Korrekturfilm beschichtetes Trägerband über einen Auftragsfuß, wobei das Trägerband von einer Spenderspule abgezogen und von einer Aufwickelspule aufgewickelt wird. Zwischen Spenderspule, Auftragselement und Aufwickelspule ist vorzugsweise ein Getriebe mit einer Rutschkupplung angeordnet, das dafür sorgt, dass das Trägerband ständig eng am Auftragsfuß anliegt.
Bei Benutzung des Gerätes wird der Auftragsfuß mit dem enganliegenden und mit der Korrekturschicht beschichteten Trägerband auf das Substrat gedrückt und über das Substrat gezogen, wobei die Korrekturschicht auf das Substrat übertragen wird und dort festklebt. Beim Abheben des Auftragsfußes vom Substrat reißt die Korrekturschicht so ab, dass das auf dem Trägerband
verbleibende Korrekturschichtende sich an einem definierten Anfang, d.h. möglichst unmittelbar an einer Auftragskante des Auftragsfußes befindet. Dadurch ist gewährleistet, dass auch bei einer nächsten Benutzung der Korrekturfilm gezielt und punktgenau auf das Substrat übertragen werden kann. Es kann aber gelegentlich vorkommen, dass beim Abheben des Auftragsfußes vom Substrat die Korrekturschicht sich nicht unmittelbar im Bereich der Auftragskante des Auftragsfußes trennt, sondern weiter hinten. Somit befindet sich dann die Korrekturschicht bei einem erneuten Ansetzen des Auftragsfußes auf das Substrat nicht unmittelbar an der Auftragskante des Auftragsfußes. Dies hat den Nachteil, dass bei erneutem Ansetzen des Auftragsfußes auf das Substrat ein nichtdefiniertes Stück un beschichtetes Trägerband abgezogen werden muss, bevor die Korrekturschicht die Vorderkante bzw. Auftragskante erreicht. Es ist dann bei dieser weiteren Benutzung des Gerätes nicht gewährleistet, dass die Korrekturschicht, wie gewünscht, punktgenau auf das Substrat aufgebracht wird. Soll beispielsweise auf dem Substrat eine geschriebene Zeile überdeckt werden, könnte es dadurch z.B. vorkommen, dass die Buchstaben des ersten Wortes nicht sauber abgedeckt werden.
Des weiteren kann es auch vorkommen, dass sich die Korrekturschicht, die auf dem Trägerband verbleiben soll von der Korrekturschicht, die auf das Substrat aufgebracht worden ist, zwar im Bereich der Auftragskante des Auftragsfußes genau trennt, jedoch durch das Abheben des Auftragsfußes vom Substrat sich die am Gerät verbleibende Korrekturschicht dennoch auch ein Stück weit von ihrem Trägerband löst. Dieses Stück abgelöster Korrekturschicht hängt dann quasi lose von dem Trägerband herunter, so dass auch dann bei einer nächsten Benutzung des Gerätes nicht gewährleistet ist, dass eine Korrekturüberdeckung mit einem sauber definierten Beginn durchgeführt werden kann. Auch ist dann die Gefahr vorhanden, dass die beim nächsten Mal auf das Substrat aufgebrachte Korrekturschicht nicht glatt ist, sondern beispielsweise Falten schlägt. Dieses abschnittsweise Lösen einer im Prinzip am Gerät verbleibenden Korrekturschicht von seinem Trägerband nennt man „Ablappen".
Bei Geräten, die anstelle eines Korrekturfilmes eine Klebstoffschicht auf ein Substrat aufbringen sollen, besteht die Gefahr des Ablappens oder des fehlerhaften Abrisses der zu übertragenden Schicht nicht, da eine solche Schicht unzusammenhängend ist. Dagegen kann dieses Problem bei einer Übertragung einer zusammenhängenden Schicht jeweils auftreten, auch dann, wenn beispielsweise diese zusammenhängende Schicht oder dieser zusammenhängende Film nicht als eigentliche Korrekturschicht oder als Korrekturfilm angesprochen werden kann, da vielleicht lediglich ein Abdecken, aber kein Überschreiben wirklich gewollt ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine unsaubere Trennung oder Undefinierte Trennung des zu übertragenden Filmes vom Trägerband zu vermeiden oder zumindest zu minimieren.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Auftragsfuß eine sich im wesentlichen quer zur Bewegungsrichtung des Trägerbandes erstreckende Auftragskante umfasst und dass entgegen der Bewegungsrichtung des Trägerbandes in einem Abstand zu der Auftragskante eine Abrisshilfe für den zu übertragenden Film bereitgestellt ist.
Sollte sich also der zu übertragende Film nicht schon dadurch sauber im Bereich der Auftragskante von dem Trägerband lösen, dass der Auftragsfuß von dem Substrat wieder abgehoben wird, nachdem ja der auf das Substrat übertragene Filmabschnitt mit einem gewissen Druck durch die Auftragskante auf dem Substrat verklebt worden ist, so ist also erfindungsgemäß mit Vorteil vorgesehen, dass ein zwangsweises Abreißen oder Abtrennen des nicht übertragenen und nicht zu übertragenen Filmes in der Nähe der Auftragskante dennoch erfolgt, indem erfindungsgemäß eine entsprechende Abrisshilfe bereitgestellt ist. Auch wenn der auf dem Substrat aufgebrachte Film im Bereich der Auftragskante abreißt, begrenzt die Abrisshilfe den möglichen Ablappungsbereich, ohne dann einen zusätzlichen Abriss zu bewirken. Dies bedeutet, dass der genannte Abstand zwischen der Auftragskante und der Abrisshilfe letztlich so klein wie
möglich gewählt werden sollte, ohne dadurch die Funktion und Handhabbarkeit des Gerätes bzw. des Auftragsfußes zu beeinträchtigen. Ebenso darf natürlich nicht der ungestörte Lauf des Trägerbandes über die Auftragskante gestört werden.
Um einen möglichst definierten Abriss zu gewährleisten, weist nach einer Weiterbildung der Erfindung die Abrisshilfe im wesentlichen eine (definierte) Abrisskante auf. Diese Abrisskante erstreckt sich vorzugsweise parallel zur Auftragskante. Der Abstand zwischen der Auftragskante und der Abrisskante sollte nach Möglichkeit nur wenige Millimeter betragen, vorzugsweise in einem Bereich von etwa 1 - 10 mm liegen. Dabei soll an dieser Stelle schon bemerkt werden, dass die Auftragskante nicht notwendigerweise sehr scharfkantig sein muss, um Beschädigungen des Substrates zu vermeiden, sondern auch die Auftragskante sollte nur in Richtung der Bewegung des Trägerbandes hinreichend genau definiert sein, um eine möglichst genau lokalisierte Aufsetzbarkeit dieser Auftragskante auf das Substrat zu gewährleisten, was aber nicht ausschließt, dass die Auftragskante gerundet ist oder in sonstiger Weise eine gewisse Eigenausdehnung aufweist. Insbesondere muss die Auftragskante nicht die Endkante einer Zunge sein, sondern es könnte sich auch um eine vorragende Rippe eines ausgedehnten Fußes, z.B. eines zylinderförmigen Fußes, oder auch nur um die letztlich hinreichend genau definierte Kontaktlinie eines ausgedehnten Fußes z.B. eines zylindrischen Fußes handeln.
Eine nächste Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Abrisshilfe als ein das den Film tragende Trägerband übergreifender Bügel ausgebildet ist. Dieser Bügel begrenzt durch seinen Übergriff insbesondere den möglichen Abiappbereich des auf dem Trägerband zurückzuhaltenden Filmes und sorgt spätestens im Bereich seiner eigenen Position zu einem Abriss dieses Filmes, wenn der bereits übertragene Endabschnitt dieses Filmes am Substrat haftet und das Gerät vom Substrat abgehoben wird, wodurch auf den Film eine Zugkraft ausgeübt wird, die auch in Richtung des Bügels wirkt, oder er wirkt zumindest als Zurückhaltebügel, wenn der Film bereits gerissen ist.
Eine andere Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Abrisshilfe eine Unterbrechung zur Durchfädelung des Trägerbandes aufweist. Durch diese Maßnahme muss das Trägerband nicht mit einem seiner Enden unter dem Bügel hindurchgefädelt werden, sondern die Enden des Trägerbandes können bereits, beispielsweise auf Spulen, fixiert sein und das Trägerband kann durch eine leichte Torsion durch die Unterbrechung des Bügels bei einer Montage hindurchgefädelt werden.
Dabei ist die Unterbrechung vorzugsweise etwa mittig in der Abrisshilfe angeordnet und sie ist vorzugsweise als eine im wesentlichen etwa in Bewegungsrichtung des Trägerbandes verlaufender Spalt ausgebildet. Es wäre natürlich beispielsweise auch bewusst ein Schrägverlauf denkbar, um eine eigenständige Durchfädelung des Trägerbandes durch den Spalt zu vermeiden.
Nächste Weiterbildungen der Erfindung sehen vor, dass der Auftragsfuß eine dem Substrat zuwendbare Führungs- und/oder Anlagefläche aufweist und das von der Führungs- und/oder Anlagefläche zum Substrat zu richtende Führungswangen vorzugsweise abragen, die Bestandteil der Abrisshilfe sind oder an denen die Abrisshilfe angeordnet ist. Durch diese Ausbildung wird das Trägerband insbesondere in der Nachbarschaft der Auftragskante in einer Art Wanne geführt. Nach einer Weiterbildung kann daher beispielsweise an den Führungswangen als Bestandteil der Abrisshilfe ein Abrisssteg angeordnet sein, der die freien Kanten der Wanne miteinander verbindet. Dabei kann an beiden Wangen ein gemeinsamer Steg vorhanden sein, es kann aber auch vorgesehen sein, um den Durchfädelungszwischenraum bereitzustellen, an der jeweiligen Führungswange jeweils nur einen Abrissstegstummel anzuordnen, wobei die einander paarweise gegenüberstehenden Abrissstegstummel mit ihren freien Enden aufeinander zu weisen.
Die Abrissstegstummel sind vorzugsweise im wesentlichen kantig ausgebildet, um einen Abriss zu begünstigen, wobei sie nach einer Weiterbildung der
Erfindung jedoch an ihrem jeweiligen freien Ende jeweils an einem Eckbereich eine durch eine Abfasung entschärfte oder gebrochene Ecke aufweisen. Diese entschärfte Ecke erlaubt an dieser Stelle ein Durchfädeln des Trägerbandes ohne Beschädigungen. Zudem können diese Abfasungen auch als Schrägführungsflächen dienen, um das Einfädeln bzw. Durchfädeln zu erleichtern. Die Abfasung ist vorzugsweise an der jeweils dem Substrat zuwendbaren und entgegen der Bewegungsrichtung des Trägerbandes gewandten Außenhinterkante des jeweiligen Abrissstegstummels angeordnet.
Eine nächste Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Führungswangen sich in ihrem Verlauf von ihrem der Auftragskante zugewandten Ende hin zu ihrem der Auftragskante abgewandten Ende verbreitern und entsprechend weiter von der Führungs- und/oder Anlagefläche aufragen. Dabei können die Führungswangen vorzugsweise im wesentlichen dreiecksförmig (flossenförmig) ausgebildet sein. Die Führungswangen sind dadurch dort besonders ausgeprägt, wo sie das Trägerband in den Bereich des Auftragsfußes oder aus diesem herausführen müssen bzw. in oder aus dem ferneren Nachbarschaftsbereich der Auftragskante, während sie im Bereich der Auftragskante selbst möglich wenig ausgeprägt sind, um das exakte Aufsetzen der Auftragskante auf das Substrat nicht zu behindern.
Der Auftragsfuß ist vorzugsweise als auswechselbares Teil ausgebildet und weist dazu bevorzugt einen Lagerkopf auf, der formschlüssig fixierbar in eine entsprechende Aufnahme eines Gerätes zum Übertragen eines Filmes einsetzbar ist.
Nach einer nächsten Weiterbildung der Erfindung zeichnet sich der Auftragsfuß dadurch auch, dass der die Auftragskante umfassende Bereich an einem weitgehend zungenförmigen Zwischenstück angeordnet ist. Der Auftragsfuß ist somit materialsparend ausbildbar. Hinzu kommt, dass nach einer weiteren Weiterbildung das zungenförmige Zwischenstück mit Vorteil blattfederartig elastisch deformierbar ist, so dass der Auftragsfuß mit Druckausübung auf das
Substrat aufgesetzt und benutzt werden kann, jedoch durch die Elastizität eine gewisse Druckbegrenzung oder Abmilderung stattfinden kann. Zusätzlich kann die Elastizität bzw. Deformierbarkeit natürlich an einem Anschlag ihre Begrenzung finden. Dieser Anschlag könnte spätestens eine Gehäusekante oder dergleichen sein. Die Nachgiebigkeit des Auftragsfußes führt also zu einer Art Pendelbewegbarkeit der Auftragskante. Eine Nachgiebigkeit oder Elastizität bzw. Deformierbarkeit könnte natürlich auch durch anderweitige Federelemente als eine Blattfeder bereitgestellt werden.
Das zungenförmige Zwischenstück kann zusätzlich in wenigstens einem Abschnitt zu seiner Verjüngung tailliert sein.
Eine nächste Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass insbesondere an beiden Seiten der Auftragskante, also auf der Seite, auf der das Trägerband ankommt und auf der Seite, auf der das Trägerband von der Auftragskante sich wegbewegt, jeweils Führungswangen und Führungsflächen vorgesehen sein können.
An der dem Substrat abzuwendenden Seite des Auftragsfußes, in dem Bereich, in dem sich das Trägerband von der Auftragskante wegbewegt, kann nach einer Weiterbildung der Erfindung ein Abstandshalter vorgesehen sein, über den das Trägerband in Bewegungsrichtung des Trägerbandes von der Auftragskante gesehen läuft. Hierdurch kann z.B. einerseits ein günstiger Winkel zwischen dem zur Auftragskante hinlaufenden und dem von der Auftragskante weglaufenden Trum des Trägerbandes gebildet werden. Es kann aber das Trägerband hierdurch auch noch eine zusätzliche Spannung erhalten, damit es eng an der Auftragskante anliegt. Dies kann insbesondere dann geschehen, wenn der Abstandshalter einen Bogenverlauf hat, wie bevorzugt vorgesehen. Dabei hat der Abstandshalter vorzugsweise an dem freien Ende seines Bogens eine verdickte und/oder gerundete Führungskante oder einen Führungswulst für das insbesondere beschädigungsfreie Führen des Trägerbandes. Auch die Auftragskante kann, wie schon eingangs erwähnt, ihrerseits gerundet sein.
Wie ebenfalls bereits weiter oben geschildert, könnte die Auftragskante auch eine rippenartige Erhebung sein. Andererseits kann aber auch die Auftragskante oder der ihr unmittelbar benachbarte Bereich zusätzlich wenigstens eine auf das Substrat aufsetzbare Erhebung zur Erzeugung eines erhöhten Pressdruckes aufweisen. Dies können beispielsweise Noppen oder z.B. auch in Bewegungsrichtung des Trägerbandes verlaufende Rippen sein. Diese Erhebungen sollten allerdings nicht so markant ausgebildet sein, dass sie Spuren auf dem zu übertragenden Film hinterlassen.
Der Auftragsfuß ist vorzugsweise ganz oder teilweise aus Kunststoff gefertigt, vorzugsweise als integrales Kunststoffspritzgussteil.
Für ein Gerät zum Übertragen eines Filmes, insbesondere eines Korrekturfilmes, von einem Trägerband auf ein Substrat, vorzugsweise auf Papier oder dergleichen, bei dem das Trägerband über den auf das Substrat aufsetzbaren Auftragsfuß bewegbar ist, wird auch unabhängiger, selbständiger Schutz beansprucht, soweit es sich auszeichnet durch einen erfindungsgemäßen Auftragsfuß.
Dabei umfasst das Gerät vorzugsweise eine Aufwickelspule und eine Abwickelspule für das Trägerband, wobei das Trägerband von der Abwickelspule in seine Bewegungsrichtung über die Auftragskante zur Aufwickelspule bewegbar ist. Die Aufwickelspule und die Abwickelspule sind vorzugsweise mittels einer Kupplung miteinander gekoppelt, die ein die Spannung des Trägerbandes über die Auftragskante erhaltendes Kupplungsglied umfasst, wobei dieses Kupplungsglied vorzugsweise ein Rutschkupplungsglied ist. Bevorzugt ragt wenigstens der die Auftragskante aufweisende Teil des Auftragsfußes frei zugänglich aus einem Gehäuse des Gerätes heraus. Dieses Gehäuses kann vorzugsweise im wesentlichen aus zwei voneinander zu trennenden oder auf zu klappenden Halbschalen ausgebildet sein. Auch das Gerät als solches kann
vorzugsweise ganz oder teilweise aus Kunststoff, bevorzugt aus Spritzgussteilen, gefertigt sein.
Eine nächste Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass das Gerät eine Nachfülleinheit umfasst, die auswechselbar ist und die ihrerseits wenigstens den Auftragsfuß, die Aufwickelspule, die Abwickelspule und die Kupplung umfasst. Dabei kann das entsprechende Trägerband mit dem zu übertragenden Film schon vormontiert und über die Auftragskante geführt sein.
Auch für eine derartige Nachfülleinheit mit einem erfindungsgemäßen Auftragsfuß wird selbständiger Schutz beansprucht. Ein Ausführungsbeispiel, aus dem sich auch weitere erfinderische Merkmale ergeben können, auf das die Erfindung aber in ihrem Umfang nicht beschränkt ist, ist in der Zeichnung dargestellt. Es zeigen:
Figur 1 eine Seitenansicht eines an sich bekannten, gattungsgemäßen Gerätes,
Figur 2 eine perspektivische Unteransicht eines erfindungsgemäßen Auftragsfußes,
Figur 3 die Vorderansicht des Auftragsfußes gemäß Figur 2,
Figur 4 eine Seitenansicht des Auftragsfußes gemäß der Figuren 2 und 3 und
Figur 5 eine weitere Seitenansicht des Auftragsfußes gemäß der Figuren 2 und 3.
Die Figur 1 zeigt eine Seitenansicht eines Gerätes zum Übertrages eines Filmes, insbesondere eines Korrekturfilmes, von einem Trägerband auf ein Substrat.
Dieses Gerät umfasst ein Gehäuse 2, dass im wesentlichen aus zwei Halbschalen bestehen kann und sich dadurch öffnen lässt. Die Halbschalen können dabei beispielsweise aus transparentem Kunststoff gefertigt sein. In das Gehäuse 2 ist ein Gestell 2a eingelegt bzw. eingesetzt, dass auch als auswechselbare Nachfüllkassette vorgesehen sein kann. Von diesem Gestell 2a ragt ein erfindungsgemäßer Auftragsfuß 1 vor, der auch bei in das Gehäuse 2 eingesetzten Gestell 2a aus dem Gehäuse 2 herausragt.
Derartige, sogenannte Rollergeräte sind prinzipiell bekannt, zum Beispiel aus der WO 02/083535. Bei der Verwendung eines derartigen Gerätes als Korrekturroller zum Auftragen eines Korrekturmittelfilmes auf ein Substrat, können jedoch die eingangs geschilderten Probleme auftreten. Der Auftragsfuß 1 ist im Hinblick darauf erfindungsgemäß verbessert, was aber aus der Seitenansicht der Figur 1 nicht erkennbar ist. Die Figur 1 soll daher insbesondere zur Orientierung als prinzipielle Darstellung bei der Erläuterung der Erfindung dienen.
In das Gestell 2a sind eine Abwickelspule 5 und eine Aufwickelspule 4 für ein Trägerband 3 eingesetzt, die antriebsmäßig miteinander gekoppelt sind. Das Trägerband ist auf seinem Weg von der Abwickelspule 5 zur Aufwickelspule 4 an der Außenseite des Auftragsfußes 1 herumgeführt. An seinem zum Auftragsfuß 1 hinführenden Trum, trägt das Trägerband 3 noch das als Film auf ein Substrat aufzubringende Mittel, während das von dem Auftragsfuß 1 zur Aufwickelspule 4 zurückführende Trum des Trägerbandes 3 dieses Mittel nicht mehr trägt, da dieses schon an ein Substrat abgegeben worden ist.
Figur 2 zeigt eine perspektivische Unteransicht des erfindungsgemäßen Auftragsfußes 1. Gleiche Bauelemente sind mit den gleichen Bezugszahlen bezeichnet wie in Figur 1.
In der Figur 2 ist insbesondere die erfindungsgemäße Ausbildung des Auftragsfußes 1 zu erkennen, wie auch der Verlauf des Trägerbandes 3 um diesen Auftragsfuß 1 herum.
Das Trägerband 3 wird insbesondere straff über eine Auftragskante 6 des Auftragsfußes 1 geführt. Diese Straffheit wird durch die antriebsmäßige Kopplung der Abwickelspule 5 und der Aufwickelspule 4 erzielt, insbesondere durch ein hier nicht näher zu erläuterndes Übersetzungsverhältnis eines Getriebes, das insbesondere auch eine Rutschkupplung umfassen kann.
Insgesamt kann der erfindungsgemäße Auftragsfuß bevorzugt als Spritzgussteil aus Kunststoff gefertigt sein. Er umfasst dabei ein Zwischenstück 7, das den die Auftragskante 6 tragenden Teil des Auftragsfußes 1 mit einem formschlüssig in eine entsprechende Aufnahme des Gestells 2a einsetzbaren Lagerkopf 9 verbindet. Durch die Materialwahl, insbesondere durch die Kunststoffwahl, kann das Zwischenstück 7 elastisch federnd wie eine Blattfeder ausgebildet sein, was durch eine taillierte Verjüngung 8 noch begünstigt werden kann. Bei der Anwendung des Gerätes gemäß Figur 1 wird dieses nämlich zum Auftragen des Mittels vom Trägerband 3 auf ein, zum Beispiel eben auf einer Tischplatte aufliegendes Blatt Papier, mit dem Auftragsfuß 1 schräg nach unten auf dieses Blatt Papier aufgesetzt und mit einem gewissen Druck an das Papier angedrückt und dann soweit über das Papier unter Beibehaltung dieses Andrückens gezogen, entsprechend der Länge eines auf das Papier aufzubringenden Filmabschnittes. Danach wird das Gerät wieder angehoben, so dass der auf das Papier aufgebrachte Filmabschnitt möglichst genau entlang der Auftragskante 6 abreißt, weil er am Papier verklebt, während das am Trägerband 3 verbleibende Mittel dort weiter anhaftet und somit mit dem Anheben des Gerätes auch abgehoben wird. Für das Andrücken des Auftragsfußes auf das Papier bzw. auf ein Substrat ist die federnde Nachgiebigkeit des Zwischenstückes 7 günstig, insbesondere um beispielsweise eine Beschädigung des Auftragsfußes 1 zu vermeiden oder ein Verkanten der Auftragskante 6 zu vermeiden. Außerdem wird durch die Elastizität dieses Zwischenstückes 7 der Anpressdruck gemäßigt bzw. gewissermaßen kontrolliert oder kontrollierbarer.
Im Idealfalle trägt also das in der Figur 2 zur Auftragskante 6 hinführende, untere Trum des Trägerbandes 3 noch das auf ein Substrat aufbringbare Mittel, und zwar im Idealfall mit einer scharfen Abrisskante unmittelbar parallel zur Auftragskante 6. Das von dieser Auftragskante 6 wegführende obere Trum des Trägerbandes 3 soll dagegen mittelfrei sein.
Das Trägerband 3 wird um die Auftragskante 6 herumgeführt, wobei ein oberer Abstandshalter 10, obere, seitliche Führungswangen 11 und untere seitliche Führungswangen 12 im wesentlichen beteiligt sind.
In einem Abstand zur Auftragskante 6 und im wesentlichen parallel zu dieser Auftragskante 6 sind an den unteren Führungswangen 12 Abrissstegstummel 13 angeordnet, die aufeinander zu ragen. Diese Abrissstegstummel 13 bilden unterseitig eine Art Brücke über das untere, zur Auftragskante 6 führende Trum des Trägerbandes 3. Die Abrissstegstummel könnten im Prinzip auch als durchgehender Abrisssteg ausgebildet und miteinander verbunden sein. Dann müsste aber das Trägerband 3 bei seiner Montage wie durch eine Öse unter dieser Brücke hindurchgefädelt werden. Bei der Ausbildung von Abrissstegstummeln, wie in der Figur 2 dargestellt, ist es stattdessen möglich, dass Trägerband 3 zwischen den Enden der Abrissstegstummel 13 hindurchzufädeln. Dieses Hindurchfädeln wird durch Abfasungen 14 im Bereich der Enden der Abrissstegstummel 13 begünstigt.
Die Abrissstegstummel 13 bilden zusammen nötigenfalls eine Abrisskante für einen auf ein Substrat aufzubringenden Film. Wie bereits weiter oben erläutert, sollte dann, wenn ein Filmabschnitt auf ein Substrat aufgebracht wird und danach das Gerät wieder angehoben wird, der auf das Substrat aufgebrachte Filmabschnitt sich sauber entlang der Auftragskante 6 von dem noch am Trägerband 3 haftenden Film trennen. Durch das Abheben des Gerätes vom Substrat kann es allerdings noch ein Stück weit zu einem Ablösen des Films vom Trägerband 3 an dem unteren Trum des Trägerbandes kommen. Dieser Bereich des sogenannten Ablappens wird dann erfindungsgemäß auf den Abstand
zwischen der Auftragskante 6 und den Abrissstegstummel 13 begrenzt, weil spätestens an diesen Abrissstegstummeln der abgelappte Teil des Filmes abreißen würde und auf das Substrat niederfallen würde. Es ergibt sich dann zumindest auf Höhe der Abrissstegstummel 13 eine saubere Abrisskante, so dass an dem unteren Trum des Trägerbandes 3 nur ein relativ kurzer und begrenzter filmfreier bzw. mittelfreier Abschnitt zwischen der Auftragskante 6 und den Abrissstegstummeln 13 verbleibt. Bei dem nächsten Gebrauch des Gerätes und dem nächsten Ansetzen der Auftragskante 6 auf ein Substrat, würde dann beim Entlangziehen der Auftragskante auf dem Substrat über diesen relativ geringen Abschnitt zunächst kein Mittel auf das Substrat übertragen werden, sondern der auf das Substrat aufzubringende Filmabschnitt erst beginnen, wenn durch den Weiterlauf des Trägerbandes 3 die zunächst sich auf Höhe der Abrissstegstummel 13 befindende Abrisskante des Filmes bis zur Auftragskante 6 hin weiter bewegt hat und dort in Kontakt mit dem Substrat gerät. Dieser Abstand zwischen Auftragskante 6 und den Abrissstegstummeln 13, der auf diese Weise weitergespult werden müsste, sollte bevorzugt nur wenige Millimeter betragen, beispielsweise in der Größenordnung von einem Zentimeter sein. Die Abrissstegstummel 13 dürfen natürlich auch nicht zu dicht an der Auftragskante 6 platziert werden, damit sie das exakte Aufsetzen der Auftragskante 6 auf das Substrat nicht stören, indem sie selbst schon auf das Substrat aufstoßen.
Figur 3 zeigt eine Frontansicht des erfindungsgemäßen Auftragsfußes gemäß Figur 2. Gleiche Bezugszahlen sind wieder, wie auch in den nachfolgenden Figuren, mit den selben Bezugszahlen bezeichnet wie in den Figuren 1 und 2.
Aus der Figur 3 ist noch einmal die relativ gespannte Anlage des Trägerbandes 3 an der Auftragskante 6 zu erkennen. Außerdem sind die Anordnungen der Führungswangen 11 und 12, letztere mit den Abrissstegstummeln 13, zu erkennen.
Des weiteren ist ersichtlich, dass der Lagerkopf 9 relativ ausgedehnt ausgebildet ist und aus dieser Perspektive noch an einer Seite seitlich über die Führungswangen 11 und 12 vorragt.
Die beiden Figuren 4 und 5 zeigen die beiden Seitenansichten des Auftragesfußes 1 gemäß den Figuren 2 und 3.
In diesen Seitenansichten ist auch noch einmal insbesondere der Verlauf des Trägerbandes 3 über die Auftragskante 6 zu erkennen. Genau erkennbar ist auch der Verlauf des Abstandhalters 10, der gebogen verläuft und in einem Führungswulst 15 endet, auf dem das von der Auftragskante 6 zur Aufwickelspule verlaufende Trum des Trägerbandes 3 geführt wird.
Die Biegung des Abstandhalters 10 umschließt bzw. bildet gleichzeitig eine Aufnahmehülse 16 für einen Zentrierstift, der an mindestens einer der Gehäuseschalen des Gehäuses 2 angeordnet sein kann und beim Einlegen des Gestells 2a in das Gehäuse 2 für eine exakte Orientierung und Positionierung des Auftragsfußes 1 im Bereich des Gehäuses bzw. aus diesem herausragend, sorgt.