Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von (Zigaretten-)Packungen
Beschreibung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von (Zigaretten-) Packungen, an denen während insbesondere kontinuierlichen Transports wenigstens ein Zu¬ schnitt, insbesondere eine (streifenförmige) Banderole mit wenigstens einem umfaltbaren Schenkel angebracht wird, wobei der Zuschnitt bzw. die Banderole an wenigstens zwei quer zueinander gerichteten Packungsfiächen befestigt wird. Weiterhin betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Die Anbringung von (Steuer-) Banderolen an Zigarettenpackungen ist ein besonderes Thema der Verpackungstechnik. Die Banderole wird mittels Leim an der Packung befestigt, und zwar mindestens an zwei rechtwinklig zueinander angeordneten Packungsflächen. Mindestens ein Schenkel der Banderole muss demnach umgefaltet werden.
Bei einem bekannten Verfahren (WO 99/03736) werden Banderolen einem Ban- derolenförderer übergeben, nämlich einem Saugband. Im Förderbereich desselben wird eine freie Seite der Banderolen mit Leim versehen. Danach gelangen die Banderolen in eine Position vor einer seitlich offenen Tasche eines Faltrevoivers. Die Packungen werden aus der Tasche des Faltrevoivers aus und in eine schachtartige Halterung eines Trockenrevolvers eingeschoben. Dabei legt sich der beleimte Zuschnitt U-förmig um eine Stirnfläche der Packung, Bei diesem Stand der Technik ergibt sich eine Unsicherheit hinsichtlich der korrekten Positionierung des beleimten Zuschnitts in einer Ebene neben dem Faltrevolver bzw. neben einer Tasche desselben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Anbringung von insbesondere streifenförmfgeπ Banderolen an (Zigaretten-) Packungen hinsichtlich der Leis¬ tungsfähigkeit und Zuverlässigkeit zu verbessern.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist das erfindungsgemäße Verfahren durch folgende Merkmale gekennzeichnet:
a) der Zuschnitt bzw. die Banderole wird zunächst mit einem Teilbereich an einer seitwärts gerichteten, freiliegenden Packungsfläche angebracht, insbesondere an einer Stirnfläche, derart, dass mindestens ein Schenkel über die Packungsfläche hinwegragt, b) die Packung wird sodann während des (Weiter-) Transports quer zur Transportrichtung verschoben durch eine Führung hindurch bzw. an Anschlägen oder Haltestegen vorbei, derart, dass infolge der quer gerichteten Relativbewegung der Packungen der überstehende Schenkel durch die Führung bzw. die Anschläge oder Haltestege umgefaltet wird.
Erfindungsgemäß werden die Banderolen durch einen Banderolenförderer einem Banderolen-Magazin entnommen, während des Transports beleimt und mit der freien, beleimten Fläche an eine dem Banderolenförderer zugekehrte Packungsfläche, insbesondere Stirnfläche, angelegt, derart, dass vorzugsweise zwei Schenkel der Banderole seitwärts über die Packungsfläche hinwegragen. Die Packung wird dabei erfindungsgemäß durch einen endlosen Packungsförderer, ins- besondere Gurtförderer, transportiert. Die mit der Banderole zu versehene Pa¬ ckungsfläche, insbesondere Stirnfläche, ist seitwärts gerichtet und liegt frei.
Nach Aufnahme der Banderole wird die Packung an einen zweiten Packuπgsför- derer, nämlich Anschlussförderer übergeben. Dabei wird die Packung in eine Auf- nähme mit Stegen bzw. Anschlägen des Anschlussförderers eingeführt. Bei dieser Übergabe werden die Schenke) der Banderole umgefaltet.
Eine andere Besonderheit der Erfindung betrifft die Handhabung von Packungen, insbesondere Zigarettenpackungen, die auf einem gemeinsamen Förderer aufein- anderfolgend zugefüihrt und auf ei parallele Abförderer verteilt werden sollen.
Erfindungsgemäß werden die Packungen in ein Umlenkorgan mit einem Unlenk-
örderer eingeführt, welches die Packungen abwechselnd längs einer kürzeren und einer längeren bogenförmigen Bewegungsbahn transportiert. Die Packungen gelangen so in dem Bereich der Mündungen des einen oder anderen Abförderers.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden nachfolgend anhand von Ausfüh- rungsbeispieien der Vorrichtung näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine Zigarettenpackung mit Banderole in perspektivischer Darstellung, Fig. 2 Verpackungsvorrichtung mit anschließender Fördereinrichtung für Ziga- rettenpackungen in vereinfachter Draufsicht,
Fig. 3 eine Einzelheit III der Fig. 2 in vergrößertem Maßstab, Fig. 4 eine im Maßstab nochmals vergrößerte Einzelheit IV der Fig. 3, ebenfalls in Draufsicht, Fig. 5 ein Detail als Ausschnitt V in Fig, 4 mit vergrößertem Maßstab, Fig. 6 eine Einzelheit, nämlich eine Ansicht gemäß Pfeil VI in Fig, 4 bei vergrößertem Maßstab, Fig. 7 die Vorrichtung gemäß Fig. 3 in einer Ansicht des Pfeils VI! in Fig. 3, Fig. 8 eine Einzelheit einer Vorrichtung zum Verteilen von Packungen, nämlich ein Querschnitt in der Schnittebene Xlll-Xlll der Fig. 3, Fig. 9 eine Darstellung analog Fig. 3 einer anderen Ausführungsform.
In den Zeichnungen wird als Anwendungsbeispiel die Anbringung einer langgestreckten, streifenförmigen Banderole 10 an einer Zigarettenpackung 11 des Typs Klappschachtel bzw. Hinge Lid gezeigt. Die Zigarettenpackung 11 besteht in übli- cherweise aus einem Schachtelteil 12 und einem Deckel 13. Diese sind im Bereich einer Packungsrückseite mittels quer gerichtetem Liniengelenk schwenkbar miteinander verbunden. In Fig, 1 ist eine Deckel-Frontseite 14, eine Schachtel- Frontseite 15, eine Deckel-Stirnseite 16 sowie Deckel-Seitenfläche 17 und Schachtel-Seitenfläche 18 sichtbar. Die Banderole 10 erstreckt sich mit einem Mittelteil 19 über die volle Länge der Deckel-Stirnseite 16 und mit zwei Schenkeln 20 im Bereich der beiden Deckel-Seitenflächen 17 und Schachtel-Seitenflächen
18, Die Banderole 10 ist demnach U-förmig um die Stirnseite und um angrenzende Packungsseiten gefaltet.
Die Packungen 11 werden im Bereich einer Banderoienstation 21 durch einen ersten Packungsförderer 22 und danach durch einen zweiten Packungsförderer, nämlich einen Anschlussförderer 23 transportiert. Beide Förderer bestehen aus Endlosgurten. An der freien Seite derselben sind mit Abstand voneinander angeordnete Aufnahmen für je eine Packung 11 angebracht. Bei dem Packungsförde¬ rer 22 bestehen die Aufnahmen bzw. Taschen aus jeweils zwei quer gerichteten Stegen 24, 25. Deren Abstand voneinander entspricht etwa der Breite einer Packung 11 , sodass diese passend zwischen zwei Stegen 24, 25 Aufnahme findet. In Förderrichtung sind die Aufnahmen bzw. die Packungen 11 mit Abstand voneinander angeordnet. Die Relativstellung der Packungen 11 ist so gewählt, dass die Frontseite 15 oder die Rückseite der Packung 11 auf dem Fördertrum des Pa- ckungsförderers 22 aufliegt. Eine die Banderole 10 aufnehmende Packungsseite, hier die Deckel-Stirnseite 16, ist seitwärts gerichtet und liegt in einem Bereich außerhalb des Gurts des Packungsförderers 22 frei zur Zuführung der Banderole 10.
Die bis auf Banderole 10 und Außenumhüllung aus Folie fertiggestellten Zigare.- tenpackungen 11 werden der Banderolenstation 21 von einem Packer 26 kommend zugeführt. An einer Ausgangsseite des Packers 26 werden die Zigarettenpackungen 11 von einem Zwischenförderer 27 übernommen und in Dichtlage, also unmittelbar nebeneinanderliegend, transportiert. Die Packungen 11 sind mit einer Schmalseite dem Zwischenförderer 27 zugekehrt, also mit Seitenflächen 17, 18. Ein Übertragungsorgan, nämlich ein Wenderad 28, übernimmt die Packungen 11 vom Zwischenförderer 27 und übergibt sie an den Packungsförderer 22 unter Drehung um 90° und Schaffung eines Abstandes. Das Weπderad 28 besteht aus zwei nebeneinander liegenden Radscheiben mit übereinstimmender Kontur. An dem annähernd kreisförmigen Umfang des Wenderads 28 sind Mitnehmer 29 angeord- net, die bei der Drehbewegung des Wenderads 28 eine Packung 11 erfassen, längs eines Viertelkreises transportieren und auf dem Packungsförderer 22 able-
gen. Die Packungen 11 werden jeweils an einer Schmalseite erfasst, also an nach oben gerichteten Seitenflächen 17, 18. Benachbart zum Mitnehmer 29 ist am Umfangsbereich des Wenderads 28 eine Vertiefung gebildet mit ebener, im Rechten Winkel zum Mitnehmer 29 angeordneter Anlagefläche 30 für die Packung 11. Vier Mitnehmer 29 sind längs des Umfangs des Wenderads 28 angeordnet. Das Wenderad 28 ist zur Übergabe der Packungen 11 auf- und abbewegbar, und zwar durch Anordnung an einem Schwenkarm 31 - Durch gesteuerte Auf- und Ab- bewegung des Wenderads 28 wird erreicht, dass die Mitnehmer 29 mit reduzierter Geschwindigkeit auf die ruhenden Packungen 11 treffen.
In der Banderolenstation 21 wird ein angemessener Vorrat an Banderolen 10 bereitgehalten. Diese sind in Behältern, nämlich Kassetten 32 angeordnet. Diese sind durch Querbewegung einer Entπahmeposition zuführbar, nämlich benachbart zu einem Banderolenförderer 33. In der Entnahmestation schließt ein Zwischen- Schacht 34 an die jeweils zu entleerende Kassette 32 an. Alternativ können die Banderolen 10 auch unmittelbar der Kassette 32 entnommen werden.
Die jeweils vorn bzw. frei liegende Banderole 10 wird durch Mitnehmer des Banderolenförderers 33 erfasst. Es handelt sich dabei um schwenkbar an einer rotieren- den Tragscheibe angebrachte Segmente 35, Diese weisen eine ballige bzw. kreisförmige Anlagefläche 36 für eine Banderole 10 auf. Die Anlagefläche 36 entspricht hinsichtlich Länge und Breite vorzugsweise annähernd der Abmessung einer Banderole 10. Durch eine Abwälzbewegung wird die Banderole 10 aufgenommen und mittels Saugluft, nämlich über Saugbohrungen 37, an der Anlageflä- ehe 36 gehalten. Bei dem gezeigten Ausführungsbejspiel besteht die Anlagefiäche 36 aus mehreren, nämlich drei im Abstand voneinander geordneten Halterippen 38. An diesen liegt die Banderole 10 an. Zwischen den Halterippen 38 entstehen nutartige Vertiefungen 39. In diese tritt ein Organ ein zur Unterstützung der Übergabe der Banderole 10 von dem Segment 35 an die Packung 11. Es handelt sich dabei um Zungen 40, die in einer Ebene neben der Bewegungsbahn der Packungen 11 durch den Packungsförderer 22 (ortsfest) positioniert sind (Fig. 4) und in-
folge der Relativbewegung die Banderole 10 von dem Umfang des Segments 35 abheben (Fig, 6).
Der Banderolenförderer 33 transportiert die Banderolen 10 von den Kassetten 32 bzw. dem Zwischenschacht 34 längs einer kreisbogenförmigen Bewegungsbahn bis zur Übergabe an eine durch den Packungsförderer 22 transportierte Packung 11. Auf dem Transportweg, nämlich nach einer viertelkreisförmigen Transportstrecke, werden die Banderolen 10 während des Transports an der freiliegenden Außenseite mit Leim versehen, insbesondere mit Hot-Melt-Leim. Dieser wird durch ein feststehendes Leimaggregat 41 mit Leimdüse 42 berührungslos aufgrund der Relativbewegung auf die Banderole 10 übertragen.
Bei der anschließenden Übergabe der Banderole 10 an die Packung 11 , nämlich an die Deckel-Stirnseite 16, führt das Segment 35 eine gesteuerte Schwenkbewegung aus, derart, dass die Banderole 10 in einer Abwälzbewegung von einem Rand zum anderen an die Packungsfläche angedrückt wird. Die Relativstellungen sind dabei so vorgegeben, dass die langgestreckte Banderole 10 unter Bildung von zwei seitlich überstehenden Schenkeln 20 an der Deckel-Stirnseite 16 anliegt.
Mit dieser (Zwischen-) Stellung der Banderole 10 wird die Packung 11 ein kurzes Stück durch den Packungsförderer 22 transportiert und sodann durch Querverschieben bei fortgesetzter Traπsportbewegung an den Anschiussförderer 23 übergeben. Bei der Querbewegung werden die Schenkel 20 der Banderole 10 umgefaltet und an die Seitenflächen der Packung 11 angelegt.
Der Anschlussförderer 23 ist ebenfalls ein endloser Gurtförderer, an dessen freier Seite Stege 43, 44 zur Bildung von Aufnahmen bzw. Taschen für je eine Packung 11 angeordnet sind. Diese Taschen sind in gleichen Abständen voneinander positioniert wie auf dem Packungεförderer 22. Der Gurt des Anschlussförderers 23 ist so bemessen, dass die Packungen 11 in voller Abmessung bzw. Länge auf dem Anschlussförderer 23 aufliegen. Zwei in Querrichtung mit Abstand voneinander
angeordnete Stege 43, 44 bilden zusammen mit gegenüberliegenden gleichartigen Stegen 43, 44 die Tasche auf dem Anschlussförderer 23. Dem Packungsförderer 22 zugekehrte, längere Stege 43 bilden eine mündstückartige Öffnung mit gerundeter Einlaufkaπte 45 für die Packung 11. Durch Einschieben der Packung 11 in die Position zwischen den Stegen 43 wird die Banderole 10 U-förmig gefaltet (Fig. 5).
Die Übergabe der Packungen 11 von einem Förderer zum anderen erfolgt durch einen mitlaufenden Querschieber. An einem schräg gerichteten Schiebergurt 46 sind Vorsprünge als Mitnehmer 47 angebracht. Die Abstände derselben voneinander sind so gewählt, dass je ein Mitnehmer 47 einer Packung 11 auf dem Packungsförderer 22 zugeordnet ist. Der oberhalb der Bewegungsbahn der Packungen 11 angeordnete Schiebergurt 46 erfasst eine Packung 11 jeweils an einer zur Banderole 10 gegenüberliegenden Seite, nämlich an einer Bodenfläche der Pa- ckung 11. Durch gemeinsame fortgesetzte Bewegung und durch die Schrägstellung des Schiebergurts 46 werden die Packungen 11 nacheinander aus den Taschen des Packungsförderers 22 aus - und in die Taschen des Anschlussförderers 23 eingeschoben. Die Taschen der beiden Förderer 22, 23 sind zu diesem Zweck exakt aufeinander ausgerichtet. In der Endstellung der Packungen 11 auf dem Anschlussförderer 23 befinden sich die gefalteten Schenkel 20 im Bereich der (beiden) Stege 44, sodass diese die Faltposition der Banderole 10 stabilisieren.
Die mit der Banderole 10 versehenen Packungen 11 können nun einer Weitbearbeitung zugeführt werden, insbesondere einer Verpackungsmaschine für die An- bringung einer äußeren Umhüllung aus Folie. Hierzu werden die Packungen 11 bei dem vorliegenden Ausführungsbeispie! durch eine besondere Fördervorrichtung transportiert, die eine selbsttätige, zuverlässige Verteilung von auf einem einzelnen Förderer ankommenden Packungen auf zwei (parallele) Abförderer 48, 49 bewirkt. Die auf einem Einzelförderer, nämlich Anschiussförderer 23, ankommen» den Packungen 11 werden hinsichtlich der Förderrichtung umgelenkt nämlich entlang einer kreisbogenförmigen Bewegungsbahn transportiert. Hierzu werden
die Packungen 11 seitlich geführt, und zwar durch Seitenführungen 50, 51. Diese erstrecken sich von dem Zu- bzw. Anschlussförderer 23 entlang der kreisbogenförmigen Bewegungεbahn bis zu den beiden Abfördere n 48, 49 und dienen bei diesen jeweils als Außenführung.
An der Eintrittsseite zur Umlenkbahn werden die Packungen 11 durch einen Einführungsförderer 52 erfasst, der oberhalb des Anschlussförderers 23 positioniert und als endloser Gurtförderer ausgebildet ist. Der Einführungsförderer 52 weist einzelne Stege als Mitnehmer 53 auf zum Erfassen jeweils einer ankommenden Packung 11. Die Packungen 11 gelangen in den Bereich eines Umienkförderers 54, Dieser transportiert bzw. führt die Packungen 11 entlang der Umlenkstrecke. Die Packungen 11 sind dabei mit Stirnfläche und Bodenfläche den Seitenführungen 50, 51 zugekehrt. Der Umlenkförderer 54 transportiert die Packungen 11 alternativ entlang einer größeren oder kleineren Umlenkstrecke. Bei einer kürzeren Förderstrecke werden die Packungen 11 an den ersten Abförderer 48 und bei längerer Umlenkförderung an den zweiten Abförderer 49 übergeben. Die Abförderer 48, 49 weisen bei diesem Ausführungsbeispiel einen oberhalb der Packungen 11 angeordneten Endlosförderer, nämlich Gurtförderer 55, 56, auf jeweils mit stegartigen Mitnehmern 57, 58 zum Erfassen je einer Packung 11 und zur Förderung entlang der Abförderbahn 48 oder 49.
Der Umlenkförderer 54 besteht aus einer in horizontaler Ebene drehend bewegten Förderscheibe 59, an deren Oberseite längs des Umfangs Mitnehmer zum Erfassen je einer Packung 11 angeordnet sind, im vorliegenden Falle Saugorgane 60. Es handelt sich dabei um vorzugsweise elastische Organe, die an eine Unterdruckquelle angeschlossen sind und gesteuert, nämlich längs eines Teilbereichs der Umdrehung, an einer Oberseite mit Saugluft beaufschlagt sind. Die Saugorgane 60 liegen an einer nach unten weisenden großflächigen Packungsseite (Frontseite/Rückseite) an und erfassen bzw. fuhren die Packung 11 während der Bewegung im Bereich der Umlenkbahn.
Die Förderorgane in diesem Bereich sind so aufeinander abgestimmt und gesteuert, dass abwechselnd Packungen 11 dem einen und anderen Abförderer 48, 49 zugeführt werden. Die Saugluft der Saugorgane 60 wird abgeschaltet, sobald eine Packung 11 in dem Bereich des einen oder anderen Abförderers 48, 49 gefördert ist. In Fig. 3 wird die Saugluft abgeschaltet, wenn der Gurtförderer 55 eine Packung 11 im Bereich des Umlenkförderers 54 erfasst hat. Die Packung 11 wird sodann in geradliniger Richtung weitertransportiert und dabei von der Förderscheibe 59 wegbewegt. Die jeweils andere Packung 11 wird über eine weitere Strecke durch den Umlenkförderer 54 transportiert bis in die Nachbarschaft des Abförderers 49.
Die Übergabe der Packung 1 an diesen wird durch einen Hilfsförderer 61 unterstützt. Dieser besteht ebenfalls aus einer in horizontaler Ebene drehenden Mitnehmerscheibe 62, an deren Oberseite Mitnehmer, nämlich (ebenfalls) Sauger 63 für eine Packung 11 angeordnet sind. Die achsparallel, nebeneinander angeordneten Kreisförderer, nämlich die Förderscheibe 59 und die Mitnehmerscheibe 62, sind so aufeinander abgestimmt, dass nur jede zweite Packung 11 von einem Mitnehmer bzw. Sauger 63 des Hilfsförderers 61 erfasst und entlang einer fortge¬ setzten Umlenkbahn transportiert werden bis zum Eintrittsbereich in den Abförde- rer 49. Die Sauger 63 sind in entsprechenden Umfangsabständen angeordnet. Die Seitenführung 51 folgt der geschwungenen, S-förmigen Bewegungsbahn der für den Abförderer 49 bestimmten Packungen 11. Im Bereich des Umlenkförderers 54, also der Förderscheibe 59, der angrenzenden Mitnehmerscheibe 62 und im Bereich der Abförderer 48, 49 liegen die Packungen 11 mindestens mit einem Teilbereich auf feststehenden Unterführungen 67. Diese liegt im Bereich όer Förderscheibe 59 in einer der oberen Ebene der Saugorgane 60 entsprechenden Förderebene. Die zusammenwirkenden und hinsichtlich der Bewegung aufeinander abgestimmten Förderscheiben 59 und Mitnehmerscheibe 62 weisen eine un¬ terschiedliche Anzahl von Mitnehmern für Packungen auf, nämlich zum Einen acht Saugorgane 60 und zum Anderen vier Sauger 63.
Die beiden Abförderer 48, 49 bzw. deren Förderbahnen sind durch ein Zwischenelement voneinander getrennt, nämlich durch im Abstand voneinander angeordnete Innenführungen 64, 65. Diese schaffen zusammen mit den Seitenführungen 50, 51 eine begrenzte Bahn für den Weitertransport der Packungen 11 durch die Abförderer 48, 49. Vorzugsweise führen diese, wie in Fig. 2 gezeigt, zur (zweibah- πigen) Verpackungsmaschine zum Anbringen der Außenumhüllung, nämlich einer Cello 66.
Eine Besonderheit ist in Fig. 9 gezeigt. Die Banderolen 10 werden nach Entnahme aus dem Magazin bzw. einer Kassette 32 von dem Banderolenförderer 33 nicht unmittelbar den Packungen 11 zugeführt, sondern an einen Zwischenförderer übergeben. Dieser ist als Auflegewalze 68 ausgebildet mit mehreren längs des Umfangs verteilten Halteflächen 69. Diese weisen zum Fixieren einer Banderole 10 Saugbohrungen 70 auf, die an eine Unterdruckquelle angeschlossen sind. Die Banderolen werden jeweils durch ein Segment 35 des Banderolenförderers 33 im Bereich einer Haltefiäche 69 an den Zwischenförderer bzw. an die Auflegewalze 68 übergeben, und zwar in einer Abwälzbewegung der Segmente 35,
Im Bereich der Anlegewalze 68 werden die Banderolen 10 behandelt. Zum einen ist ein ortsfestes Perforationsorgan 71 ortsfest benachbart zur Auflegewalze 68 angeordnet. Das Perforationsorgan 71 ist mit (zwei) Perforationsmessern versehen, die eine schräg gerichtete Perforationslinie an der Banderole 10 anbringen, und zwar im Bereich einer Schließkante zwischen Deckel 13 und Schachtelteil 12.
Nachfolgend durchläuft die Banderole an der Auflegewaize 68 eine Leimstation, nämlich ein Leimaggregat 41 , mit dem Leim auf die nach außen gerichtete Fläche der Banderole 10 aufgebracht wird. Unmittelbar danach wird die Banderole aufgrund entsprechender Relativstellung an die der Auflegewaize 68 zugekehrte Packungsfläche, nämlich Deckel-Stirnseite 16, übertragen. *****
Bezugszeichenliste
10 Banderole 44 Steg
11 Zigarettenpackung 45 Einlaufkante
12 Schachtelteil 46 Schiebergurt
13 Deckel 47 Mitnehmer
14 Deckel-Frontseite 48 Abförderer
15 Schachtel-Frontseite 49 Abförderer
16 Deckel-Stirnseite 50 Seitenführung
17 Deckel-Seitenfläche 51 Seitenführung
18 Schachtel-Seitenfläche 52 Einführuπgsförderer
19 Mittelteil 53 Mitnehmer
20 Schenkel 54 Umlenkförderer
21 Banderolenstation 55 Gurtförderer
22 Packungsförderer 56 Gurtförderer
23 Anschlussförderer 57 Mitnehmer
24 Steg 58 Mitnehmer
25 Steg 59 Förderscheibe
26 Packer 60 Saugorgan 7 Zwischenförderer 61 Hilfsförderer
28 Wenderad 62 Mitnehmerscheibe 9 Mitnehmer 63 Sauger
30 Anlagefläche 64 Innenführuπg
31 Schwenkarm 65 Iπnenführung 2 Kassette 66 Cello 3 Banderolenförderer 67 Unterführung 4 Zwischenschacht 68 Auflegewaize 5 Segment 69 Haltefläche 6 Anlagefläche 70 Saugbohrung 7 Saugbohrung 71 Perforationsorgan 8 Halterippe 9 Vertiefung 0 Zunge 1 Leimaggregat 2 Leimdüse 3 Steg