Beschreibung
Verfahren zum Konfigurieren eines Mobilterminals, konfigurierbares Mobilterminal bzw. Mobilfunknetz dafür
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Konfigurieren eines Mobilterminals mit den Oberbegriffliehen Merkmalen des Patentanspruchs 1, auf ein konfigurierbares Mobilterminal mit den Oberbegriffliehen Merkmalen des Patentanspruchs 12 bzw. auf ein Mobilfunknetz mit den Oberbegriffliehen Merkmalen des Patentanspruchs 19.
Allgemein bekannt ist die Einsetzbarkeit eines Mobilterminals in Art üblicher Mobilfunkgeräte für beispielsweise das GSM (Global System for Mobile Communications) oder UMTS
(Universal Mobile Telecommunication System) , wobei in diesen Systemen verschiedene Frequenzbänder für den Aufbau einer Kommunikationsverbindung bereit gestellt werden. Entsprechend sind Mobilterminals derart konfiguriert, dass diese je nach Bedarf zwischen den verfügbaren Frequenzen wechseln können.
Die entsprechende Konfiguration der Mobilterminals wird dabei herstellerseitig in der Steuereinrichtung, in der Speichereinrichtung und/oder in der Funkschnittstelle des Mobilterminals vor dessen Auslieferung an einen Benutzer vorgenommen. Eine solche Vorkonfiguration, welche verschiedene spezielle Netzkonfigurationen verschiedener Netze berücksichtigt, ist jedoch aufwendig hinsichtlich der Hartware- und/oder Softwareausstattung, welche herstellerseitig vorgenommen werden muss. Insbesondere ist eine spätere Änderung der Konfiguration nicht oder nur beschränkt möglich.
Durch den Betreiber des Heimatnetzes, in welchem das Mobilterminal oder eine in diesem eingesetzte Identifizierungskarte registriert ist, können beschränkt Anpassungen von einzelnen Konfigurierungsmerkmalen vorgenommen werden. Konfigurierbar ist beispielsweise ein
Klingelton, welcher über eine Netzstation des momentan verwendeten Netzes in das Mobilterminal hochgeladen werden kann, um im zukünftigen Betrieb unabhängig von dem gerade verwendeten Netz anstelle des Klingeltons der Basiskonfiguration verwendet zu werden. Bei derartigen Konfigurierungen handelt es sich somit um Neu- bzw. Rekonfigurierungen von Parametern oder Funktionen, welche für den Aufbau einer Kommunikationsverbindung zu einem momentan verwendeten Netz nicht relevant sind.
Im Rahmen der europäischen SCOUT-Aktivität (IST SCOUT: Information Society Technologies, Smart user-Centric cOmmUnication Environment) wurden Möglichkeiten zur Teilung der Verantwortung über die Konfiguration eines Mobilterminals untersucht.
Betrachtet wird dabei eine zentralisierte
Rekonfigurationssteuerung eines Mobilterminals. Eine einzelne, zentrale Einheit ist verantwortlich, eine Rekonfiguration zu entscheiden und durchzuführen. Dies bedeutet, dass die Einheit entscheidet, welche Software bzw. Konfiguration auf eine rekonfigurierbare Einrichtung herunterzuladen und auf dieser zu installieren ist und wann die Rekonfiguration durchzuführen ist . Die Rekonfigurationssteuerung kann dabei bei einer netzbasierten Einrichtung oder direkt bei dem Endbenutzer liegen. Die Steuerung der Rekonfiguration kann dabei insbesondere bei dem Serviceprovider des Teilnehmers bzw. Benutzer der rekonfigurierbaren Einrichtung, d. h. des Mobilterminals liegen. Die Steuerung kann auch beim Hersteller des
Mobilterminals oder bei einem unabhängigen Rekonfigurations- Serviceprovider liegen, welcher durch den Endbenutzer ausgewählt wird.
Bekannt ist außerdem eine dezentralisierte
Rekonfigurationssteuerung. Dabei soll die Steuerung der Rekonfiguration auf administrative Domains bzw. Bereiche
verteilt werden, insbesondere aufgesplittet werden auf ein besuchtes Netz und den Serviceprovider des Teilnehmers bzw. Benutzers- Zwei Ansätze werden dabei betrachtet. Gemäß einem Ansatz mit einer verteilten Rekonfiguration mit einer Rekonfigurations-Entscheidungsautontat als zentraler
Autorität sollen mögliche Konflikte der Interessen zwischen einbezogenen administrativen Domains gelost werden. Gemäß einem anderen Ansatz soll die verteilte Rekonfiguration durch eine direkte Interaktion zwischen einbezogenen Domains ohne das Zwischensetzen einer zentralen Entscheidungsstelle durchgeführt werden.
In SCOUT werden jedoch nicht mehrere kommumkationsnetz- spezifischen Konfigurationen erörtert, sondern lediglich verschiedene Verfahren, Änderungen an einer einzelnen
Konfiguration eines Mobiltermmals dezentral zu organisieren, wobei stets durch eine einzelne Instanz, einem sogenannten Proxy Reconfiguration Manager, die Konfigurationsentscheidung und die Konfigurationsdurchfuhrung gesteuert wird.
Gemäß dem Ansatz aus SCOUT wird auch die Möglichkeit in Betracht gezogen, eine Rekonfiguration durch ein besuchtes Netz vornehmen zu lassen. Nachteilhaft daran ist, dass durch eine solche Rekonfiguration die in dem Mobilterminal hinterlegte Konfiguration verändert wird. Beim Besuch eines anderen Netzes, gegebenenfalls sogar des Heimatnetzes ohne eine Rekonfigurationsmoglichkeit wurde das Mobilterminal in diesem weiteren Netz oder Heimatnetz nicht mehr funktionieren oder hinsieht] ich ausgewählter Dienste und Funktionen nicht mehr funktionieren.
WO 03/043367 Al (Sonera) beschreibt Roaming in einer MMS- Umgebung (MMS: Multimedia Messaging Service/ Multimedia- Nachπchtendnenst) . Tn Frwαderung auf eine Verbindungsaufbauanfrage liefert das Netz bzw. eine
Netzstation dem Terminal Netzdienste. Um dem roamenden, d. h. sich in einem fremden Netz einschreibenden Teilnehmer zu
ermöglichen, die Dienste des besuchten Netzes zu nutzen, sendet die Netzstation dem Terminal eine vorbereitende Nachricht einschließlich ausreichender Information zum Benutzen der MMS-Dienste, wobei das Terminal die Information verwendet, um die MMS-Dienste nutzen zu können. Beschrieben wird dabei ein Verfahren, bei dem ein besuchtes Netz ein Terminal umkonfiguriert, um im aktuell besuchten Netz MMS- Dienste nutzen zu können, z.B. umkonfiguriert hinsichtlich einer Adresse des MMSC (Multimedia Message Service Center/ Multimedia-Nachrichtendienst-Zentrum) oder eines GPRS APN
(General Packet Radio Service Access Point Name / Allgemeiner Paket-Funkdienst Zugangspunktname) . Nach Rückkehr in das Heimatnetz werden die Terminals, insbesondere Mobiltelefone, die vorher in einem anderen Netz eingebucht waren und dort umkonfiguriert wurden, erst wieder in den gewünschten Zustand zurück-konfiguriert. Das beschriebene Verfahren erfordert, dass in allen Mobilfunknetzen vorgesehen ist, sich einbuchende Mobiltelefone passend zu konfigurieren. Dabei muss berücksichtigt werden, dass das Mobiltelefon vorher in einem anderen Mobilfunknetz eingebucht gewesen sein kann und deshalb i.A. beliebige Konfigurationseinstellungen wieder passend eingestellt werden müssen, insbesondere wenn man nicht nur die Konfiguration von MMS-Diensten betrachtet. Es besteht die Gefahr, dass ein Mobilnetz spezifische Konfigurationsänderungen vornimmt, von denen ein anderes nicht alle wieder zurücksetzt, so dass dadurch es zu fehlerhaften, nicht ordnungsgemäß funktionierenden Konfigurationen kommen kann.
Das Einbuchen in ein fremdes Mobilfunknetz bewirkt eine Konfigurationsänderung des Mobilterminals . Soweit diese Änderung nicht explizit rückgängig gemacht wird, bleibt sie dauerhaft gültig. Dies ist im Allgemeinen nicht erwünscht, insbesondere nicht, wenn die Rekonfiguration nicht nur das Setzen von Konfigurationsparametern für die Nutzung von MMS- Diensten umfasst, sondern auch weitergehende Konfigurationsoptionen wie die Installation, die
Aktualisierung, oder auch das Löschen/Deaktivieren von Anwendungen oder Plug-ins. Es könnte beispielsweise alleine das Einbuchen in einem möglicherweise nicht ganz vertrauenswürdigem Netz, wie einem offen zugänglichen WLAN Hotspot, (WLAN: Wireless Local Area Network / funkgestütztes Lokalnetz) dazu führen, dass vom Benutzer unerwünschte Anwendungen, z.B. zum Anzeigen von Werbung, dauerhaft installiert werden.
Wenn das Bereitstellen von Informationen zum Rekonfigurieren, wie am meisten verbreitet, durch das Senden einer speziell formatierten Kurznachricht (SMS: Short Message Service) erfolgt, können erhebliche Verzögerungen bei der Zustellung der SMS dazu führen, dass erst nach einer gewissen Zeit alle Parameter richtig gesetzt sind und die Kommunikationsdienste entsprechend genutzt werden können.
Allgemein bekannt sind auch Profile, z.B. für WLAN 802.11 Adapter: Dabei sind mehrere Profile vorhanden, von denen entweder der Benutzer ein Profil manuell auswählt oder vom System bzw. vom Mobilterminal das bevorzugte, verfügbare Profil automatisch ausgewählt wird. Die Profile sind jedoch vorab eingerichtet, sie können nicht vom gerade verwendeten Netz modifiziert werden.
Bei einem sogenannten OMA Device Management (OMA: Open Mobile Alliance) , das für künftige Mobiltelefone relevant werden dürfte, wird nur eine Konfiguration je Terminal bzw. Mobiltelefon betrachtet. Die wahrscheinliche Anwendung liegt darin, dass der Service Provider die Konfiguration eines Mobiltelefons vornehmen kann.
EP 1233636 (Microsoft) beschreibt eine
Konfigurationssicherheit bei Funkschnittstellen. Beschrieben werden ein System und ein Verfahren zum Zuweisen von
Sicherheitszeugnissen für bestimmte Komponenten innerhalb einer mobilen Einrichtung und zum Sicherstellen, dass nur
Konfigurationsnachrichten mit einem ausreichenden Zugriffsprivileg zu jenen Komponenten für einen Zugriff zugelassen werden. Beschrieben wird in den Sicherheitszeugnissen, welche Einstellungen durch eine bestimmte Konfigurationsnachricht modifiziert oder angefragt werden dürfen. Dies ermöglicht, dass mehrere
Rekonfigurations-Manager die Konfiguration eines Mobilgerätes modifizieren können, aber jeder nur den für ihn zugelassenen Bereich. Es handelt sich dabei um eine gewöhnliche Zugriffskontrolle zum Regeln, wer was darf.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Verfahren zum Konfigurieren eines Mobilterminals, ein konfigurierbares Mobilterminal bzw. ein Mobilfunknetz dafür für einen universelleren Einsatz zu verbessern.
Diese Aufgabe wird durch das Verfahren zum Konfigurieren eines Mobilterminals mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 bzw. durch das konfigurierbare Mobiltermmal mit den Merkmalen des Patentanspruchs 12 bzw. durch ein
Kommunikationsnetz mit den Merkmalen des Patentanspruchs 19 gelöst.
Bevorzugt wird demgemäß ein Verfahren zum Konfigurieren eines Mobilterminals, bei dem in dem Mobilterminal eine
Basiskonfiguration für einen Einsatz des Mobilterminals MT in verschieden eingerichteten Kommunikationsnetzen eingerichtet wird, wobei die Basiskonfiguration für den Einsatz des Mobi 1terminale in einem bestimmten Kommunikationsnetz der Kommunikationsnetze mittels einer Änderung geändert wird, wozu Daten für eine für das bestimmte Netz spezifische Konfiguration in das Mobilterminal geladen werden und wobei die Änderung während des Einsatzes des Mobilterminals in dem bestimmten Kommunikationsnetz im Mobi]terminal verfügbar bleibt.
Bevorzugt wird demgemäß ein Mobilterminal, insbesondere Mobilterminal zum Durchführen eines solchen Verfahrens, wobei das Mobilterminal für den Einsatz in verschieden ausgestalteten Kommunikationsnetzen konfigurierbar ist, mit einer Speichereinrichtung zum Speichern zumindest einer
Basiskonfiguration, die für den Einsatz des Mobilterminals in verschieden eingerichteten Kommunikationsnetzen eingerichtet ist, und zum Speichern zusätzlicher Daten, einer Steuereinrichtung zum Steuern von Funktionen des Mobilterminals und einer Schnittstelleneinrichtung zum
Kommunizieren des Mobilterminals mit einer Netzstation eines der Kommunikationsnetze, wobei die Steuereinrichtung und die Speichereinrichtung ausgelegt sind, die Basiskonfiguration für den Einsatz des Mobilterminals in einem bestimmten Kommunikationsnetz der Kommunikationsnetze mittels einer Änderung zu ändern, dazu Daten für eine für das bestimmte Kommunikationsnetz spezifische Konfiguration über die Schnittstelleneinrichtung in das Mobilterminal zu laden und die Änderung während des Einsatzes des Mobilterminals in dem bestimmten Kommunikationsnetz zu verwenden und im Mobilterminal verfügbar zu halten.
Bevorzugt wird demgemäß ein Kommunikationsnetz zum Einrichten und Betreiben einer Kommunikationsverbindung zu zumindest einem Mobilterminal und mit einer Netzeinrichtung zum Bereitstellen von Daten, die über die
Kommunikationsverbindung zu dem Mobilterminal übertragen werden, wobei das Kommunikationsnetz als die Daten Konfigurationsdaten für eine Änderung einer Basiskonfiguration des Mobilterminals, insbesondere eines solchen Mobilterminals und/oder insbesondere nach einem solchen Verfahren, für das nachfolgende Betreiben des Mobilterminals mit der Kommunikationsverbindung zu diesem bestimmten Kommunikationsnetz im Mobilterminal bereitstellt.
Bei der Änderung handelt es sich somit insbesondere um eine Um- bzw. Rekonfigurierung zum Einrichten des Mobilterminals
für den späteren Einsatz in Verbindung mit einer Kommunikationsverbindung zu dem momentan besuchten oder nachfolgend besuchten Kommunikationsnetz. Die baulichen Komponenten, d. h. insbesondere das Mobilterminal und der Konfigurationsmanager des Mobilfunknetzes sind entsprechend konstruktiv ausgebildet und funktionell eingerichtet, das Verfahren durchzuführen.
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand von abhängigen Ansprüchen.
Insbesondere bevorzugt wird ein Verfahren, bei dem die Änderung für die spezifische Konfiguration für den Einsatz des Mobilterminals in dem bestimmten Kommunikationsnetz nach dem Einsatz in diesem bestimmten Kommunikationsnetz rückgängig gemacht wird.
Insbesondere bevorzugt wird ein Verfahren, bei dem die Änderung für die spezifische Konfiguration für den Einsatz des Mobilterminals in dem bestimmten Kommunikationsnetz gelöscht oder deaktiviert wird.
Insbesondere bevorzugt wird ein Verfahren, bei dem die Änderung für die spezifische Konfiguration für den Einsatz des Mobilterminals in dem bestimmten Kommunikationsnetz nur zulässige Bereiche der Basiskonfiguration ändert.
Insbesondere bevorzugt wird ein Verfahren, bei dem die Änderung für die spezifische Konfiguration für den Einsatz des Mobilterminals in dem bestimmten Kommunikationsnetz und/oder das Laden der Daten für die Änderung der spezifischen Konfiguration durch das besuchte Kommunikationsnetz veranlasst wird.
Insbesondere bevorzugt wird ein Verfahren, bei dem die
Änderung für die spezifische Konfiguration für den Einsatz des Mobilterminals in dem bestimmten Kommunikationsnetz für
einen spateren Einsatz in diesem bestimmten Kommunikationsnetz eigenständig gespeichert wird, insbesondere eigenständig im Mobiltermmal gespeichert wird.
Insbesondere bevorzugt wird ein Verfahren, bei dem die Daten für die Änderung für die spezifischen Konfiguration für den Einsatz des Mobiltermmals in dem bestimmten Kommunikationsnetz aus einem Speicher des Mobiltermmals abgerufen werden.
Insbesondere bevorzugt wird ein Verfahren, bei dem die Daten für die Änderung für die spezifischen Konfiguration für den Einsatz des Mobiltermmals in dem bestimmten Kommunikationsnetz aus dem bestimmten Kommunikationsnetz abgerufen werden.
Insbesondere bevorzugt wird ein Verfahren, bei dem die Änderung der Daten für die spezifische Konfiguration einer Umkonfigurierung der Basiskonfiguration und/oder einer Zusatzkonfigurierung der Basiskonfiguration entspricht.
Insbesondere bevorzugt wird ein Verfahren, bei dem die Änderung für die spezifische Konfiguration für den Einsatz des Mobiltermmals in dem bestimmten Kommunikationsnetz nur durch bestimmte der Kommunikationsnetze und/oder durch zuvor zugelassene Instanzen zugelassen wird.
Insbesondere bevorzugt wird ein Verfahren, bei dem die Änderung für die spezifische Konfiguration für den Einsatz des Mobiltermmals in dem bestimmten Kommunikationsnetz nur für durch z.B. den Benutzer oder dessen Netzbetreiber zugelassene Werte oder einen zugelassenen Wertebereich zugelassen wird.
Insbesondere bevorzugt wird ein Mobiltermmal, bei dem in der Speichereinrichtung ein erster Speicherbereich zum dauerhaften Speichern der Basiskonfiguration bereitgestellt
ist und ein zweiter Speicherbereich zum zeitweiligen Speichern einer durch die Änderung rekonfigurierten Kopie der Basiskonfiguration als Konfiguration für den Einsatz des Mobilterminals in dem bestimmten Kommunikationsnetz bereitgestellt ist.
Insbesondere bevorzugt wird ein Mobilterminal, bei dem in der Speichereinrichtung ein Speicherbereich zum Speichern einer Basiskonfiguration und einer Änderung dazu sowie ein zweiter Speicherbereich zum Speichern einer vorgenommenen Änderung bereit gestellt ist. Der zweite Speicherbereich dient zum Protokollieren von Änderungen, um diese wieder rückgängig machen zu können.
Insbesondere bevorzugt wird ein Mobilterminal, bei dem die Steuereinrichtung und die Speichereinrichtung eingerichtet und ausgelegt sind, die Änderung nach dem Einsatz des Mobilterminals in dem bestimmten Kommunikationsnetz rückgängig zu machen.
Insbesondere bevorzugt wird ein Mobilterminal, bei dem die Steuereinrichtung und die Speichereinrichtung eingerichtet und ausgelegt sind, Daten für die Änderung für einen späteren Einsatz des Mobilterminals in dem bestimmten Kommunikationsnetz separat zu speichern.
Insbesondere bevorzugt wird ein Mobilterminal, bei dem die Steuereinrichtung und die Speichereinrichtung eingerichtet und ausgelegt sind, die Änderung für den Einsatz des Mobilterminals in dem bestimmten Kommunikationsnetz nur bezüglich bestimmter Parameter der Basiskonfiguration zuzulassen.
Insbesondere bevorzugt wird ein Mobilterminal, bei dem die Steuereinrichtung und die Speichereinrichtung eingerichtet und ausgelegt sind, die Änderung für den Einsatz des Mobilterminals nur durch bestimmte der Kommunikationsnetze
und/oder durch zuvor zugelassene Instanzen oder den Benutzer des Mobilterminals zuzulassen.
insbesondere bevorzugt wird ein Kommunikationsnetz mit einem Konfigurations-Manager, der zum Bereitstellen der Konfigurationsdaten ausgebildet ist .
Insbesondere bevorzugt wird ein Kommunikationsnetz mit einem Konfigurations-Manager, der zum Ansteuern der Änderung in dem Mobilterminal ausgebildet und eingerichtet ist.
Insbesondere bevorzugt wird ein Verfahren, Mobilterminal oder Kommunikationsnetz, bei dem sich verschiedene der Kommunikationsnetze hinsichtlich verbindungsrelevanter Parameter für eine aufzubauende Kommunikationsverbindung unterscheiden.
Vorteile bieten sich insbesondere gegenüber den Betrachtungen aus SCOUT, wobei eine Aufgabenteilung zwischen Service Provider und aktuell besuchtem Netz stattfindet, dort jedoch ohne eine zentrale „Koordinierungsinstanz", die Rekonfigurations-Entscheidungs-Autorität (RDA: Reconfiguration Decision Autority) , vorauszusetzen. Das vorliegende Konzept kann jedoch auch zusammen mit dieser zentralen RDA-Instanz verwendet werden. Auch hier kann ein
Mobilterminal mehrere Konfigurationen vorhalten, die jeweils spezifisch für ein aktuell verwendete Kommunikationsnetz sind. Hier greift dann vor Allem der Vorteil der erhöhten Effizienz. Das Robustheitsproblem tritt weniger auf, wenn es nur eine einzelne, zentrale Instanz gibt, die allein
Konfigurationsänderungen vornimmt. Das Robustheitsproblem kann auch hier auftreten, wenn die zentrale RDA nur bei Konflikten zwischen administrativen Domänen verwendet wird, um die letztendliche Konfi gurationsentscheidυng zu treffen, ansonsten die Rekonfiguration aber unter dezentraler Steuerung erfolgt .
Bevorzugt wird ein Verfahren zum Konfigurieren eines rekonfigurierbaren Mobilterminals, das in mehreren, unterschiedlichen Kommunikationsnetzen verwendet werden kann und das es ermöglicht, dass ein aktuell verwendetes Kommunikationsnetz die Konfiguration eines Mobilterminals direkt, d.h. unmittelbar selbst, modifizieren kann. Diese Modifizierung erfolgt insbesondere ohne einen einzelnen, zentralen Rekonfigurations- bzw. Device Management-Server verwenden zu müssen, der sich in der Heimdomäne, d.h. beim Service Provider des Benutzers, befindet, wobei die
Konfiguration eines Mobilterminals an unterschiedliche Kommunikationsnetze spezifisch angepasst werden kann. Diese modifizierte Konfiguration, die für ein aktuell verwendetes Kommunikationsnetz definiert ist, ist jedoch nur während der tatsächlichen Verwendung dieses Kommunikationsnetzes wirksam ist. Das Mobilterminal wird entsprechend dieser modifizierten Konfiguration nur dann konfiguriert, wenn es das entsprechende Kommunikationsnetz auch tatsächlich aktuell verwendet, d.h. wenn der Benutzer bzw. sein Mobilterminal in diesem Kommunikationsnetz „roamt". Eine Modifikation der
Konfiguration, die von einem speziellen, aktuell verwendeten Kommunikationsnetz vorgenommen wird, besitzt keinen Einfluss auf die Konfiguration des Mobilterminals, wenn es in anderen Kommunikationsnetzen verwendet wird.
Eine Kommunikationsnetz-spezifische Konfiguration ist beispielsweise einsetzbar zur flexiblen, dynamischen Anpassung von Funkübertragungsverfahren an lokale Gegebenheiten (Software Defined Radio) und zur Software- Installation und Konfiguration zur Nutzung von Kommunikationsnetz-spezifischen Diensten.
Die Verwendung des Verfahrens vermeidet Nachteile eines einzelnen, zentralen Rekonfigurations-Managers, der τ.. B. in der Heimdomäne, d.h. beim Service Provider, vorgesehen ist: Die für die Rekonfiguration benötigte Information, z.B. Netzwerkauslastung, Verbindungsqualität oder Policy
Information, d. h. wie eine Anpassung an dynamische Eigenschaften erfolgen soll, liegt im aktuell verwendeten Netz vor. Die aktuell besuchte Domäne möchte diese interne Daten nicht an potentielle Konkurrenten geben, d.h. nicht an die Heimdomäne eines anderen Operators geben.
Ineffizienz für dynamische Anpassung, wenn die Signalisierung immer über die Heimdomäne laufen müsste, wird ebenfalls vermieden. Dies würde ansonsten zu hoher Last und zu unnötigen Verzögerungen führen für z. B. Signalisierung und Softwäre-Download.
Hervorzuheben ist eine Vielzahl an vorteilhaften Aspekten bei derartigen Verfahren, Mobilterminals und MobiIfunknetzen zum Kontrollieren der Konfiguration eines rekonfigurierbaren
Mobilterminals, das in unterschiedlichen Kommunikationsnetzen verwendet werden kann, wobei sämtliche OSI Layer in Betracht gezogen werden können. Ein rekonfigurierbares Mobilterminal enthält mind. eine Kommunikationsnetz-spezifische Konfiguration. Die Kommunikationsnetz-spezifische
Konfiguration für ein Kommunikationsnetz ist aktiviert, wenn das Mobilterminal das Kommunikationsnetz verwendet. Eine Kommunikationsnetz—spezifische Konfiguration für ein Kommunikationsnetz modifiziert nur solche Bereiche der Basiskonfiguration, die definierbar bzw. änderbar sind unter Kontrolle des Kommunikationsnetzes, was eine Zugriffskontrolle bietet, die einschränkt, welche Elemente einer Kommunikationsnetz-spezifischen Konfiguration durch das entsprechende Kommunikationsnetz geändert werden können, und wahlweise auch Einschränkung der zugelassenen Einträge eines Elements, z. B. diskrete Aufzählung oder ein Wertebereich, ermöglicht. Insbesondere ein bestimmtes Kommunikationsnetz bekommt Zugriff auf die ihm zugeordnete Kommunikationsnetz- spezifische Konfiguration und kann diese modifizieren.
Konfigurationen können bereits während der Herstellung auf das Terminal geladen werden oder später vom Heimat
Netzbetreiber eingespielt werden. Im Roaming Fall kann das Terminal nach dem Einbuchen die neue Konfiguration nach dem Hochladen oder dem Laden aus dem Speicher des Mobilterminals sofort anwenden.
Die gültige RAN-Konfigurationsbezeichnung (RAN: Radio Access Network / Funkzugriffsnetz) kann in einem gemeinsamen Steuerkanal für z. B. untätige bzw. "idle mode" Teilnehmer und im dezidierten Signalisierungskanal für aktive Teilnehmer bekannt gegeben werden, damit die Teilnehmer die richtige
Einstellung für den Zellauswahl-Prozess und im Handover bzw. Übergabe-Fall verwenden. Kurz vor der
Konfigurationsumschaltung im besuchten Netz kann der Benutzer und / oder der Heimat-Netzbetreiber informiert werden. Dies kann zum Lokalisieren von Fehlern der neuen, einzurichtenden Konfiguration nützlich sein.
Ean bestimmtes Kommunikationsnetz bekommt den Zugriff auf die ihm zugeordnete Kommunikationsnetz-spezifische Konfiguration vorzugsweise durch das Heimat-Netz, d.h. durch den Service Provider des Benutzers (Subscribers) , der das Mobilterminal verwendet. Falls jedoch der Netzbetreiber (Service Provider) des Heimat-Netzes nicht oder nicht mehr die bekannte, zentrale Rolle spielt, für seine Kunden (Subscriber) die Verantwortung für einen zuverlässigen Dienst sicherzustellen, oder falls es gar kein Heimat-Netz gibt z.B. bei eigenständigem WLAN Hotspot ohne Betreiber-Anbindung, dann kann die Rolle des Heimat-Netzes, einem bestimmten Kommunikationsnetz Zugriff zu gewähren auf die ihm zugeordnete Konfiguration auch durch einen unabhängigen Rekonfigurationεdienst-Anbieter oder durch den Benutzer selbst übernommen werden.
Eine Kommunikationsnetz-spezifische Konfiguration wird deaktiviert, wenn das dazugehörige Kommunikationsnetz nicht mehr verwendet wird. Dies ist der Fall bei einem Handover zu einem anderen Kommunikationsnetz oder wenn in einem Gebiet
ohne ausreichende Funkversorgung für die Nutzung dieses Kommunikationsnetzes, in einem sogenannten Funkloch, z.B. in einer Tiefgarage oder in einer U-Bahn ohne Funkversorgung, entweder das Mobilterminal vom Kommunikationsnetz abgemeldet wird bzw. sich selbst abmeldet, oder wenn für eine bestimmte Zeit keine Kommunikation mit einer Basisstation des betroffenen Kommunikationsnetzes mehr stattgefunden hat (Timeout) . Deaktivierung einer Kommunikationsnetz- spezifischen Konfiguration bedeutet, dass das Mobilterminal so konfiguriert wird, als ob diese Kommunikationsnetz- spezifische Konfiguration nicht vorhanden wäre, konkret wird entweder eine Basiskonfiguration oder eine
Kommunikationsnetz—spezifische Konfiguration eines anderen Kommunikationsnetzes aktiviert.
Eine Konfiguration kann insbesondere verschiedene folgender Eigenschaften bzw. Parameter definieren. Dies sind z. B. Definition und/oder Adaption des verwendeten Übertragungsverfahrens und der verwendeten Kommunikationsprotokolle (Software Defined Radio bzw. Software Radio) . Beispielsweise zählen dazu auch Frequenzbereich, Kanalraster, Modulationsverfahren, Kanalcodierung, Media-Codecs (Sprache, Musik, Bilder, Video) . Hervorzuheben sind auch Anwendungen z. B. zur Nutzung von Kommunikationsnetz-spezifischen Diensten. Ein benutztes
Kommunikationsnetz kann Nutzern so die benötigte Software zur Verfügung stellen und installieren. Beispiele sind ein spezielles Chat-Programm, ein spezieller IMS-Client (IMS: IP- based Multimedia Subsystem / IP-basiertes Multimedia- Untersystem) , oder im Falle eines von einem Kaufhaus/ einer
Einkaufsmeile angebotenen WLAN-Netzes eine Anwendung, die dem Benutzer einen Wegeplan, eine Produktsuche und Werbung bietet. Dies vereinfacht die Einführung betreiberspezifischer bzw. Kommunikationsnetz—spezifischer Dienste, da die zur Nutzung notwendige Client-Software automatisch auf das
Mobilterminal geladen werden und anschließend gegebenenfalls gelöscht werden kann.
Parameter sind z. B. Adressinformationen von
Kommunikationsservern wie Proxys, Gateways, Rekonfigurations- Software Download-Servern, Rekonfigurations-Managern) und weitere für den Zugriff darauf benotigte Konfigurationsdaten, z.B. Passwort oder Optionen wie das zu verwendende Protokoll.
Weitere Beispiele sind Kommumkationsnetz-spezifische Betreiberlogos, Hintergrundbilder, insbesondere Werbung, z.B. bei werbefinanzierten HotSpots, bei denen sich der Kunde als Gegenleistung für den Internetzugang Werbung auf seinem Display ansehen muss wie Speisekarten, Angeboten der Woche. Nach Verlassen des speziellen Kommunikationsnetzes soll dabei das ursprüngliche Betreiberlogo/Hintergrundbild wieder erscheinen, ohne dass dies vom nächsten Kommunikationsnetz oder dem Benutzer selbst wieder explizit zurückgesetzt werden muss.
Ein Kommunikationsnetz kann durch verschiedene einrichtbare Merkmale gekennzeichnet sein, wie beispielsweise der verwendeten Funktechnologie, z.B. GSM/GPRS/EDGE, UTRAN-TDD, UTRAN-FDD, WLAN 802.11a/b/g, 802.20, 802.15, Bluetooth, oder wie beispielsweise einer Identifizierungsinformation, z.B. gemäß 802.11 SSID, 3GPP Mobile Country Code (MCC / Mobilfunk- Landercode) , einem Mobile Network Code (MNC / Mobilfunk- Netzcode) , einem Location Area Code (LAC / Ortsbereichscode) , einem Location Area Identifier (LAI=MCC IMNCILAC / Ortsbereichs-Identifizierung) , einem Routing Area Code (RAC / Leitbereichscode) , en ner Routing Area Identification (RAI=LAI|RAC Leitbereichs-Identifizierung) , einer Cell ldentity (Cl / zellidentifizierung) , einer Cell Global Identification (CGI=MCC |MNCI LAC |Cl / globale
Zellidentifizierung) , einer Base Station Identity Code (BSIC / Basi sstations-Identifa zierungscode) , einer Regional Subscription Zone Identity, (RSZI / regionale
Subscriptionszonen-Identitat) , einer Location Number (Lokalitatsnummer) , einer Service Area Identification (SAI /
Dienstebereichs-Identifizierung) gemäß z.B. 3GPP 23.003, einer Ortsinformation (Location Information) , einer Adresse einer Basisstation oder eines Zugangspunktes, insbesondere IEEE 802 MAC Adresse, oder ein zufällig oder pseudo-zufällig ermittelter, vorzugsweise eindeutigen Sitzungsbezeichner. Dadurch kann auch eine für ein bestimmtes geographisches Gebiet gültige Kommunikationsnetz—spezifische Konfiguration definiert werden.
Berücksichtigt werden können auch Sicherheitsverfahren bzw. eine verwendete Sicherheitsinformation für die Anmeldung am Kommunikationsnetz .
Eine Kommunikationsnetz-spezifische Konfiguration kann implizit durch das Kommunikationsnetz identifiziert sein, dem es zugeordnet ist, oder es kann eine explizite Konfigurations-Identifizierung zugeordnet sein. Ein Kommunikationsnetz kann auch insbesondere implizit durch diejenige Konfigurations-Identifizierung gekennzeichnet sein, die es einem Mobilterminal signalisiert. D.h. in diesem Fall signalisiert das Mobilnetz explizit die Konfigurations- Identifizierung derjenigen Konfiguration, die das Mobilterminal im aktuell verwendeten Kommunikationsnetz verwenden soll.
Eine Kommunikationsnetz-spezifische Konfiguration kann eingerichtet werden durch das Mobilterminal selbst, d.h. das Mobilterminal richtet automatisch für ein verwendetes Kommunikationsnetz eine netzspezifische Konfiguration ein, z.B. im Zusammenhang mit dem Anmeldevorgang an diesem
Kommunikationsnetz, oder durch das Heimnetz bzw. durch den Service Provider des Benutzers, z.B. durch Senden einer Provisioning Message oder unter Verwendung von Device Management, oder durch das aktuell verwendete Kommunikationsnetz selbst, z.B. durch Senden einer
Vorbereitungsnachricht bzw. Provisioning Message oder unter Verwendung von Device bzw. Einrichtungs-Management.
Das Einrichten einer Koπnnunikationsnetz-spezifischen Konfiguration für ein Kommunikationsnetz kann insbesondere erfolgen, wenn das Mobilterminal sich an dem Kommunikationsnetz anmeldet oder kann im Zusammenhang mit einem geplanten oder zumindest möglichen Handover zu dem Kommunikationsnetz erfolgen. In einer weiteren Variante wird eine Kommunikationsnetz-spezifische Konfiguration für ein Kommunikationsnetz jedoch erst dann eingerichtet, wenn das Kommunikationsnetz tatsächlich Änderungen im Vergleich zur Basiskonfiguration vornehmen möchte. Ebenfalls ist es möglich, dass ein Service Provider Kommunikationsnetz- spezifische Konfigurationen für bevorzugte Roaming-Partner vorbereitet.
Wenn ein bestimmtes Kommunikationsnetz nicht mehr verwendet wird, so wird die Kommunikationsnetz-spezifische Konfiguration für dieses Kommunikationsnetz wieder deaktiviert, insbesondere automatisch durch das Mobilterminal oder vom Netz aus durch einen Rekonfigurations-Manager. Das Deaktivieren umfasst aber nicht notwendigerweise, dass die Information über die Kommunikationsnetz-spezifische Konfiguration gelöscht wird. Vorzugsweise bleibt sie gespeichert, um, wenn dieses Kommunikationsnetz ein weiteres Mal verwendet wird, wieder aktiviert zu werden. Sie muss dann nicht erneut eingerichtet werden, was einen unnötigen Aufwand darstellen würde.
Eine Kommunikationsnetz-spezifische Konfiguration kann vorzugsweise wieder gelöscht werden, dies z. B. beim verlassen des zugeordneten Kommunikationsnetzes bzw. bei einem Handover von diesem Kommunikationsnetz zu einem anderen Kommunikationsnetz. Ein Löschen ist auch zweckmäßig nach einer bestimmten Zeit der Nichtbenutzung dieser netzspezifischen Konfiguration und/oder bei einer begrenzten Anzahl von netzspezifischen Konfigurationen. Von Speicher- Caches bekannte Verdrängungsverfahren können verwendet
werden. Auf Anweisung durch das zugeordnete
Kommunikationsnetz bzw. durch einen Heimatnetz oder Service Provider ist ebenfalls ein Löschen vorteilhafterweise möglich.
Vorzugsweise verfügt das Mobilterminal über eine BasisJconfiguratton, die nicht Konfigurationsnetz—spezi fisch ist. Diese legt die Grundeinstellungen fest, auf die eine Kommunikationsnetz-spezifische Konfiguration aufbauen kann. Dies ermöglicht, dass nur Änderungen zur Basiskonfiguration vorgenommen werden, was effizienter ist als jede Kommunikationsnetz-spezifische Konfiguration von Grund auf zu definieren.
Eine Basiskonfiguration kann auf verschiedene Art und weise festgelegt werden. Sie ist durch z. B. den Hersteller des Mobilterminals fest vorgegeben und kann nicht geändert werden. Sie kann vom Benutzer des Mobilterminals selbst definiert und modifiziert werden. Sie wird vom Service Provider bzw. vom Heimnetz des Benutzers definiert oder von einem anderen Rekonfigurations-Dienstanbieter, z.B. wenn das Mobilterminal dem Arbeitgeber des Nutzers gehört und von diesem administriert wird oder dem Mobilterminalhersteller, der einen solchen Dienst anbietet, gehört.
Eine Basiskonfiguration kann weiterhin definieren, welche Eigenschaften durch eine Kommunikationsnetz-spezifische Konfiguration überhaupt änderbar sind. Diese Einstellungen, insbesondere eine Zugriffskontrolle, können auch unterschiedlich sein für verschiedene Kommunikationsnetze. Bekannten, als vertrauenswürdig eingestuften Kommunikationsnetzen kann dadurch eine größeres Maß an Kontrolle gegeben werden als weniger bekannten Netzen oder Anbietern, z.B. Privatpersonen oder Cafes, die einen Hotspot anbieten. Weiterhin kann eine Basiskonfiguration
Einschränkungen der zugelassenen Einträge der Elemente einer Konfiguration festlegen. Dies insbesondere als diskrete
Aufzählung oder Wertebereich von zugelassenen Einträgen, oder umgekehrt diskrete Aufzählung oder Wertebereiche von verbotenen Einträgen. Damit legt die Basiskonfiguration nicht nur fest, welche Elemente einer Konfiguration durch ein bestimmtes Kommunikationsnetz geändert werden können, sondern schränkt auch weiter ein, welche Einträge in ein Element der Konfiguration eingetragen werden können.
In einer Variante wird eine Basiskonfiguration direkt verwendet, wenn das Mobilterminal in seinem Heimatnetz eingebucht ist. Das heißt, wenn das Mobilterminal sich in seinem Heimatnetz befindet, dann wird keine netzspezifische Konfiguration verwendet oder diese ist identisch zur Basiskonfiguration, wenn sich das Mobilterminal bei einem anderen Mobilkommunikationsnetz als dem Heimatnetz anmeldet, wird eine Kommunikationsnetz-spezifische Konfiguration eingerichtet. Dies bedeutet, dass Änderungen, die ein besuchtes Netz vornimmt, keine Auswirkungen haben auf die Konfiguration des Mobilterminals, wenn es sich in einem anderen besuchten Netz oder in seinem Heimatnetz aufhält. Jedoch sind Änderungen, die das Heimatnetz, der Service Provider oder der Benutzer vornimmt, auch in besuchten Netzen gültig.
Weiterhin wird vorzugsweise für eine Kommunikationsnetz- spezifischen Konfiguration vermerkt, ob ein Element der Konfiguration den Vorgabe-Wert enthält, der durch die Basiskonfiguration vorgegeben war, oder ob er durch das Kommunikationsnetz tatsächlich verändert wurde. Vorzugsweise wird explizit eine Identifizierungsinformation desjenigen Kommunikationsnetzes vermerkt, das die Kommunikationsnetz- spezifische Konfiguration definiert bzw. modifiziert hat. Insbesondere wenn es zu einer Fehlfunktion kommt und im Rahmen einer Fehlerbehandlung die Konfiguration des Mobilterminals untersucht wird, dann ist es vorteilhaft unterscheiden zu können, ob ein Eintrag durch die Basiskonfiguration vorgegeben war oder durch ein bestimmtes
Komraunikationsnetz modifiziert wurde. Durch die Identifizierung des Koramunikationsnetzes, das die Änderung vorgenommen hat, kann der Verursacher einer fehlerhaften Konfiguration ermittelt, informiert und/oder gesperrt werden.
Zusammenfassend wird zum Einen eine größere Stabilität bzw. Robustheit erreicht, da die in anderen Kommunikationsnetzen evtl. unerwünschten Auswirkungen einer Kommunikationsnetz- spezifischen Konfiguration auf das momentan kommunizierende Kommunikationsnetz selbst beschränkt sind. Zum Anderen wird insbesondere bei Speicherung mehrerer Konfigurationen eine Effizienzsteigerung erreicht, da für eine Anpassung an spezifische Gegebenheiten nicht bei jedem Handover in ein anderes Kommunikationsnetz die Konfiguration erneut angepasst werden muss, sondern eine spezifische, bereits früher eingerichtete Konfiguration nur erneut aktiviert werden muss.
Verbesserte Robustheit ergibt sich durch geringere Auswirkungen einer fehlerhaften oder unerwünschten Konfiguration. Die Änderungen an der Konfiguration eines rekonfigurierbaren Mobilterminals, die in einem bestimmten Kommunikationsnetz vorgenommen werden, sind nur in diesem bestimmten Kommunikationsnetz wirksam. Mit anderen Worten, die Änderungen sind transient. Der Effekt kann als eine Art „Rollback" aufgefasst werden, d.h. dass die Änderungen an der Konfiguration, die ein bestimmtes Kommunikationsnetz vorgenommen werden, wieder rückgängig gemacht werden, wenn dieses Kommunikationsnetz nicht mehr verwendet wird. Dadurch kann einem besuchten Netz ein größeres Maß an Kontrolle über die Konfiguration von roamenden Mobilterminals zugestanden werden. Falls ein besuchtes Netz Änderungen an der Konfiguration vornimmt, die möglicherweise die Nutzung von manchen Diensten in anderen Netzen verhindern, die zu Kompatibilitätsproblemen führen oder die nicht den Erwartungen des Benutzers entsprechen, so werden diese automatisch wieder rückgängig gemacht, wenn das entsprechende Mobilnetz nicht mehr verwendet wird. Das heißt, selbst wenn
ein besuchtes Mobilnetz ein Mobilterminal so konfiguriert, dass es überhaupt nicht mehr funktionsfähig ist, dann genügt es, das entsprechende Mobilnetz nicht weiter zu verwenden. Die Funktionsfähigkeit in anderen Mobilnetzen ist nicht beeinträchtigt.
Es besteht jedoch die Möglichkeit, die Änderungen zwar zurückzunehmen, jedoch zu speichern und bei einem erneuten Nutzung desselben Kommunikationsnetzes wieder zu aktivieren, was zu einer Effizienzsteigerung führt. Dadurch ist es nicht erforderlich, dass bei jedem Einbuchen in ein Kommunikationsnetz alle Kommunikationsnetz-spezifischen Einstellungen wieder erneut vom momentan besuchten Netz aus gesetzt werden müssen. Weiterhin kann ein bestimmtes Kommunikationsnetz die ihm zugeordnete Kommunikationsnetz- spezifische Kommunikation anpassen, bevor die eigentliche Handover-Prozedur durchgeführt wird. Das bedeutet, es kann die zugeordnete Konfiguration im Sinne einer Hintergrund¬ bzw. Shadow-Konfiguration anpassen.
Eine Kommunikationsnetz-spezifische Konfiguration für ein bestimmtes Kommunikationsnetz kann vorteilhafterweise auch eingerichtet werden, während gerade ein anderes Kommunikationsnetz verwendet wird. Diese im Hintergrund eingerichtete Konfiguration wird erst aktiviert, wenn das zugeordnete Kommunikationsnetz auch tatsächlich verwendet wird. Dadurch werden harte Zeitanforderungen an die Rekonfiguration vermieden, die z.B. auftreten, wenn die Rekonfiguration als Teil des Handovers erfolgt. Kommunikationsnetz-spezifische Konfigurationen können somit aktualisiert werden, auch wenn sie nicht gerade verwendet werden. Dies kann zu vorteilhaften Zeitpunkten erfolgen, insbesondere wenn das Mobilterminal in einem Netz eingebucht ist, das eine hohe Bandbreite bietet oder nur gering belastet ist, z.B. im Fall eines WLAN HotSpots oder nachts.
Insbesondere Kommunikationsnetz-spezifische Konfigurationen
von bevorzugten Roaming Partnern können damit aktuell gehalten werden.
Möglich ist auch ein prinzipbedingtes Verhindern von unerwünschten Beeinflussungen konkurrierender Mobilnetze. Ein bestimmtes Kommunikationsnetz kann die Konfiguration eines Mobilterminals nicht permanent modifizieren, sondern nur transient . Transient meint, dass die Änderungen nur wirksam sind, wenn dieses bestimmte Kommunikationsnetz auch tatsächlich momentan genutzt wird. Wenn ein anderes Kommunikationsnetz verwendet wird, dann haben die vorgenommenen Änderungen keine Auswirkung. Das bedeutet, dass mehrere Kommunikationsnetze, die von möglicherweise miteinander konkurrierenden Netzbetreibern betrieben werden, prinzipbedingt keine Konfigurationsänderungen vornehmen können, die auf die Nutzung eines Kommunikationsnetzes eines Konkurrenten einen negativen Effekt haben.
Trotz Rekonfigurationskontrolle durch ein besuchtes Netz kann z.B. ein Service-Provider immer noch einen zuverlässigen Dienst gewährleisten. Die Basiskonfiguration kann beispielsweise von einem Service Provider oder dem Benutzer des rekonfigurierbaren Mobilterminals definiert werden. Er legt dauerhafte Einstellungen fest, die nicht verändert werden können, sowie Einstellmöglichkeiten, die ein aktuell verwendetes, besuchtes Kommunikationsnetz definieren kann. Dadurch kann vorgegeben werden, welche Teile der Mobilterminalkonfiguration von einem aktuell verwendeten Kommunikationsnetz überhaupt modifiziert werden können. Dies ermöglicht eine Zugriffskontrolle. Dies kann für alle
Kommunikationsnetze gleich sein, oder auch individuell je nach Kommunikationsnetz definiert werden. Dies ermöglicht einem Service Provider, einen zuverlässigen Dienst zu gewährleisten, der den mit dem Kunden getroffenen Vereinbarungen entsprechend seiner Subskription entspricht. Bekannten, als vertrauenswürdig eingestuften Kommunikationsnetzen, z. B. bevorzugte Roaming Partnern kann
eine direkte Kontrolle zugestanden werden, während anderen Kommunikationsnetzen gar keine oder nur eine geringe Beeinflussungsmöglichkeit gegeben wird.
Ein Ausführungsbeispiel wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 schematisch eine Anordnung eines rekonfigurierbaren Mobilterminals in einer Umgebung verschiedener Funk¬ netze;
Fig. 2, 2B Konfigurations-Speicherbelegungen eines Speichers des Mobilterminals zweier Ausführungsformen;
Fig. 3A eine Konfigurationsprogrammierung für eine Basiskonfiguration;
Fig. 3B zwei spezielle Konfigurationen zweier verschiedener
Netze zum Rekonfigurieren des Mobilterminals gegenüber der Basiskonfiguration;
Fig. 4A - 4F verschiedene Ausführungsformen zur Veranschaulichung verschiedener
Konfigurationsmöglichkeiten in einem solchen System aus Mobilterminal und verschiedenen Netzen.
Fig. 1 zeigt ein beispielhaftes Mobilterminal MT, welches über eine integrierte Funkschnittstelle IF momentan mit einer Zugangsstation eines ersten Netzes, insbesondere Kommunikationsnetzes KNl kommuniziert. Das Mobilterminal MT befindet sich auch im Einzugsbereich zweier weiterer Kommunikationsnetze KN2, KN3.
Das Mobilterminal MT weist eine Vielzahl von Komponenten und Funktionen auf, von denen nachfolgend lediglich für das Verständnis der bevorzugten Rekonfigurierung des Mobilterminals MT erforderliche Komponenten und Funktionen
beschrieben sind. Die einzelnen Komponenten können dabei in dem Mobilterminal MT als einzelne und zueinander separate Bauelemente oder Baugruppen ausgebildet sein. Bevorzugt wird jedoch eine Umsetzung mit einem einzigen Bauelement, insbesondere einer integrierten Steuereinrichtung C in Verbindung mit einer Speichereinrichtung M.
Insbesondere umfasst das Mobilterrninal MT einen Konfigurationsmanager KM, welcher für die Konfiguration des Mobilterminals MT sowie für eine Um- bzw. Rekonfiguration zuständig ist .
Gemäß einem Grundgedanken des Konzeptes umfasst das Mobilterminal MT zumindest eine Basiskonfiguration BK, welche eine zumindest rudimentäre Kommunikation mit verschiedenartigen Netzen wie den abgebildeten Kommunikationsnetzen KNl - KN3 ermöglicht. Zur Anpassung des Mobilterminals MT an das jeweils momentan in Verbindung stehende Kommunikationsnetz, z. B. Kommunikationsnetz KNl wird die Basiskonfiguration transient durch kommunikationsnetz-spezifische Konfigurationen K-KNl, K-KN2 rekonfiguriert. Die Rekonfiguration wird dabei derart durchgeführt, dass nach dem Verlassen des Netzes die Rekonfiguration rückgängig gemacht wird bzw. rückgängig gemacht werden kann, so dass das Mobilterminal MT in den ursprünglichen Zustand mit der Basiskonfiguration BK zurückversetzt wird.
Das Mobilteirminal MT bzw. dessen Konfigurationsmanager KM enthält eine Basiskonfiguration BK und zwei
Kommunikationsnetz-spezifische Konfigurationen K-KNl und K- KN2. Das Mobilterminal MT enthält konfigurierbare Elemente APl, AP2, MOD, die entsprechend einer der Konfigurationen Bk,K-KNl, K—KN2 vom Konfigurationsmanager KM konfiguriert werden können. Beispielhaft sind angegeben Parameter einer Funkschnittstelle IF. Allgemein können beliebige konfigurierbare Elemente vorgesehen sein, und es können
mehrere Basiskonfigurationen BK und mehrere
Kommunikationsnetz-spezifische Konfigurationen K-KNl, K-KN2 vorhanden sein.
Aktuell verwendet das Mobilterminal ein erstes
Kommunikationsnetz KNl. Die konfigurierbaren Elemente sind entsprechend der Konfiguration K-KNl konfiguriert. Dazu erhält der Konfigurationsmanager von einem Verbindungsmanager VM des Mobilterminals MT Information, welches Kommunikationsnetz aktuell gerade verwendet wird. Der
Verbindungsmanager VM aktiviert die Kommunikationsnetz- spezifische Konfiguration K-KNl für dieses Kommunikationsnetz KNl, d.h. er konfiguriert die konfigurierbaren Elemente entsprechend dieser Konfiguration K-KNl. Über ein Rekonfigurations-Interface RMl der Schnittstelle kann das
Kommunikationsnetz KNl bzw. ein Rekonfigurations- Manager RMl die für dieses Kommunikationsnetz KNl spezifische Konfiguration K-KNl modifizieren.
Fig. 1 zeigt das Mobilterminal MT sowie mehrere
Kommunikationsnetze KNl, KN2, KN3. Das Mobilterminal MT enthält eine Basiskonfiguration BK und z. B. zwei Kommunikationsnetz-spezifische Konfigurationen K-KNl, K-KN2. Für das dritte Kommunikationsnetz KN3 ist noch keine Kommunikationsnetz-spezifische Konfiguration vorhanden. Jedes dieser Kommunikationsnetze KNl - KN3 enthält einen Rekonfigurations-Manager RMl, RM2, RM3, der die Konfiguration des Mobilterminals MT im laufenden Betrieb modifizieren kann.
Der erste Rekonfigurations-Manager RMl kann die erste
Konfiguration K-KNl modifizieren, und zwar in dem Umfang, der durch die Basiskonfiguration BK zugelassen ist. Der zweite Rekonfigurations-Manager RM2 kann die zweite Konfiguration K- KN2 modifizieren, und zwar in dem Umfang, der durch die Basiskonfiguration BK zugelassen ist.
Für den dritten Rekonfigurations-Manager RM3 ist in dem dargestellten Szenario keine Kommunikationsnetz-spezifische Konfiguration vorhanden, z.B. weil das Mobilterminal MT noch nie das dritte Kommunikationsnetz KN3 verwendet hat, oder weil eine dafür spezifische Konfiguration wieder gelöscht wurde, z.B. wenn das Mobilterminal MT nur Speicherplatz für zwei Kommunikationsnetz-spezifische Konfigurationen K-KNl, K- KN2 vorgesehen hat.
Wenn nun das Mobilterminal MT sich am dritten
Kommunikationsnetz KN3 anmeldet, dann wird eine neue dritte Konfiguration K-KN3 eingerichtet, die für das
Kommunikationsnetz KN3 spezifisch ist. Diese basiert auf der Basiskonfiguration BK. D.h. anfangs besteht in der für das dritte Kommunikationsnetz KN3 spezifischen Konfiguration kein Unterschied zur Basiskonfiguration BK. Nun kann der dritte Rekonfigurations-Manager RM3 die Konfiguration K-KN3 im Rahmen der durch die Basiskonfiguration BK definierten Möglichkeiten modifizieren. Das dritte Kommunikationsnetz KN3 bzw. dessen Rekonfigurations-Manager RM3 hat nicht die Möglichkeit, die Konfigurationen K-KNl oder K-KN2 zu modifizieren, insbesondere auch nicht, diese einzusehen. Das bedeutet, dass das dritte Kommunikationsnetz KN3, zumindest über diesen Weg, nichts über die spezielle Konfiguration K- KNl, K-KN2 anderer Kommunikationsnetze KNl, KN2 erfährt. Dies verhindert, dass ein Netzwerkbetreiber Internas über die von einem Mitbewerber verwendete Konfiguration erfährt.
Hat das Mobilterminal MT nur Speicherplatz für zwei Kommunikationsnetz-spezifische Konfigurationen K-KNl, K-KN2 vorgesehen, so löscht es, wenn es die dritte Konfiguration K- KN3 einrichtet, eine vorhandene Kommunikationsnetz- spezifische Konfiguration, beispielsweise die erste Konfiguration K-KNl.
Führt nun das Mobilterminal MT eine Handover-Prozedur zum zweiten Kommunikationsnetz KN2 durch, so aktiviert es wieder
die noch vorhandene zweite Konfiguration K-KN2, die für das Kommunikationsnetz KN2 spezifisch ist. Die Änderungen, die das dritte Kommunikationsnetz KN3 bzw. dessen Konfigurationsmanager RM3 vorgenommen hat, haben keine Auswirkung auf die zweite Konfiguration K-KN2.
Wenn nun das Mobilterminal MT eine Handover—Prozedur zum ersten Kommunikationsnetz KNl ausführt, so ist dafür keine Koπvmunikationsnetz-spezifische Konfiguration mehr vorhanden, da sie zuvor gelöscht wurde. Das heißt, das Mobilterminal MT muss eine vorhandene Kommunikationsnetz-spezifische Konfiguration löschen, beispielsweise die dritte Konfiguration K-KN3, um Speicherplatz für eine für das erste Kommunikationsnetz KNl spezifische Konfiguration K-KNl bereitzustellen. Da die von dem ersten Konfigurationsmanager RMl vorzunehmenden Änderungen nicht mehr verfügbar sind, ist anfangs die Konfiguration K-KNl identisch zur Basiskonfiguration BK. Die gewünschten Änderungen im Vergleich zur Basiskonfiguration BK müssen erneut vorgenommen werden.
Fig. 2A zeigt ein Beispiel für Konfigurationseinstellungen, welche in dem Speicher M des Mobilterminals MT bzw. in entsprechenden Speicherbereichen dauerhaft bzw. temporär gespeichert sind. Daten einer Basiskonfiguration BK sind beispielsweise auf Speicherbereiche in einem Nur-Lesespeicher ROM (Read OnIy Memory) und Speicherbereiche in einem wieder beschreibbaren Direkt-Zugriffsspeicher RAM (Random Access Memory) verteilt. Auf diese Art und Weise können Konfigurationsdaten der Basiskonfiguration BK, welche auf keinen Fall geändert werden dürfen, in dem nicht beschreibbaren bzw. nicht überschreibbaren Speicherbereich ROM abgespeichert werden.
Andere, rekonfigurierbare Daten können in dem überschreibbaren Speicherbereich RAM gespeichert werden. In diesem Bereich gespeicherte Daten können insbesondere durch
den Benutzer des Mobilterminals MT selber oder durch den Service-Provider bzw. das Heimatnetz überschrieben bzw. angepasst werden, wenn das Mobilterminal MT ab diesem Zeitpunkt mit einer geänderten Konfiguration betrieben werden soll. Daten in diesem änderbaren Abschnitt können nicht nur Daten sein, welche für den Zugang zu physikalisch verschiedenartigsten Netzen relevant sind, sondern auch Daten, welche nur für ausgewählte Netze wie das Heimatnetz relevant sind. Insbesondere handelt es sich bei diesen Daten oder bei einem Teil dieser Daten um Daten einer differenzierbaren bzw. änderbaren Differenz-Konfiguration DKl für das erste Kommunikationsnetz KNl.
Wechselt das Mobilterminal MT von dem ersten Kommunikationsnetz KNl in das zweite Kommunikationsnetz KN2, so werden Daten in dem änderbaren Speicherbereich RAM durch das zweite Kommunikationsnetz KN2 bzw. durch dessen Rekonfigurations-Manager RM2 durch entsprechende Differenz- Konfigurationsdaten DK2 und ggf. Zusatzdaten Z geändert bzw. überschrieben. Außerdem erfolgt eine Protokollierung der vorgenommenen Änderungen in einem Protokoll-Speicherbereich P. Das Mobilterminal MT wird durch diese Rekonfigurierung in einen für das zweite Kommunikationsnetz KN2 optimierten Konfigurationszustand eingestellt.
Bei einem Wechsel von dem zweiten Kommunikationsnetz KN2 in ein weiteres Kommunikationsnetz KNx, x = 1, 2, 3, ..., wird in einem ersten Schritt die Rekonfigurierung rückgängig gemacht, wozu die Protokolleinträge in dem Protokoll- Speicherbereich P verwendet werden. Nachfolgend wird dann eine Rekonfigurierung entsprechend den Vorgaben des nunmehr kontaktierten Kommunikationsnetzes KNx durchgeführt.
Fig. 2B zeigt eine alternative oder ggf. kombinierbare Ausführungsform der Verwaltung von Konfigurationsdaten in der Speichereinrichtung M. Bei dieser Ausführungsform ist die Basiskonfiguration BK in einem Speicherbereich ROM, RAM
abgespeichert, wobei dieser Speicherbereich ROM, RAM gar nicht oder nur durch berechtigte Instanzen wie den Benutzer des Mobilterminals MT oder dessen Heimatnetz änderbar ist. Dadurch liegt in dem Mobilterminal MT stets eine Basiskonfiguration mit ggf- Anpassungen bzw. einer ersten
Differenz-Konfiguration DKl an ein ausgewähltes eigenes bzw. erstes Netz vor. Zusätzlich umfasst das Mobilterminal MT einen weiteren Speicherbereich RAM2, in welchem die jeweils durch das Mobilterminal MT zu verwendende Konfiguration abgespeichert wird. Befindet sich das Mobilterminal MT im ersten Kommunikationsnetz KNl, welches beispielsweise sein Heimatnetz sein soll, befindet sich in dem zweiten Speicherbereich RAM2 eine Kopie des Inhalts aus dem ersten Speicherbereich mit der Basiskonfiguration BK und der ersten Differenz-Konfiguration DKl.
Bei einem Wechsel in das zweite Kommunikationsnetz KN2 wird der Inhalt des zweiten Speicherbereichs RAM2 von dem Inhalt des ersten Speicherbereichs ROM, RAM überschrieben, so dass im zweiten Speicherbereich die Basiskonfiguration BK und ggf. ganz oder teilweise die Differenz-Konfiguration DKl für den weiteren Betrieb des Mobilterminals MT vorliegen. Außerdem werden nachfolgend Daten einer zweiten Differenz- Konfiguration DK2 über die Speicherinhalte übergespeichert oder zusätzlich in dem zweiten Speicherbereich RAM2 eingespeichert, wobei diese Daten der zweiten Differenz- Konfiguration DK2 spezifisch für das zweite Kommunikationsnetz KN2 sind. Diese Daten der zweiten Differenz—Konfiguration DK2 werden vorzugsweise auf Veranlassung des zweiten Rekonfigurations-Managers RM2, welcher dem zweiten Kommunikationsnetz KM2 zugeordnet ist, zu dem Mobilterminal MT übertragen.
Bei einem Ausbuchen aus dem zweiten Kommunikationsnetz KN2 oder dem Wechsel in ein anderes Kommunikationsnetz KNl, KN3 wird die vorgenommene Rekonfigurierung wieder rückgängig gemacht, indem die Basiskonfiguration BK und ggf. eine erste
Differenz-Konfiguration DKl wieder in den zweiten Speicherbereich RAM2 eingespeichert werden und weitere Inhalte aus einer älteren Konfiguration in diesem zweiten Speicherbereich RAM2 geloscht werden.
Vorzugsweise kann eine Konfiguration aus dem zweiten Speicherbereich RAM2 auch als netzwerk-spezifische Konfiguration K-KN2 in diesem oder einem weiteren Speicherbereich dauerhaft oder über eine begrenzte weitere Zeitdauer abgespeichert werden, um bei einem zukunftigen
Besuch des zweiten Kommunikationsnetzes KN2 direkt auf diese zweite Konfiguration K-KN2 zurückgreifen zu können, ohne eine erneute Übertragung der Daten zu dem Mobilterminal MT über die Funkschnittstelle vornehmen zu müssen.
Anhand Fig. 3A wird beispielhaft eine
Konfigurationsbeschreibung für eine Basiskonfiguration BK angegeben. Diese definiert den zugelassenen Frequenzbereich, z. B. unteres und oberes Ende, die Kanalcodierung und das Modulationsverfahren. Außerdem enthalt sie eine Liste der installierten Anwendungen.
Diese Basiskonfiguration BK gibt an (<NetworkControl>READ) , dass ein Kommunikationsnetz KNx, x=l, 2, 3 das Element FrequenzBand lesen darf, die Elemente Kanal (Channel) und Modulation jedoch sowohl lesen als auch modifizieren kann (READ, MODIFY) . Das bedeutet, dass in diesem Fall ein Kommunikationsnetz KNx den zugelassenen Frequenzbereich nicht andern kann, jedoch innerhalb dieses Frequenzbereichs den Kanalabstand (Channel) sowie das Modulationsverfahren modifizieren kann.
Em Eintrag NONE unter Anwendungen (Applications) bedeutet, dass ein Kommumkationsnetz KNx weder abfragen kann, welche Anwendungen installiert sind, noch dass es neue Anwendungen hinzufugen kann.
Anhand Fig. 3B werden zwei Kommunikationsnetz-spezifische Konfigurationen K-KNl, K-KN2 angegeben, wobei nur die Unterschiede im Vergleich zur Basiskonfiguration dargestellt sind.
Das erste Kommunikationsnetz KNl verwendet ein anderes Modulationsverfahren, z. B. QAM64, als gemäß der Basiskonfiguration BK oder anderer Netze für die Funkschnittstelle (Radio) vorgesehen ist.
Das zweite Kommunikationsnetz KN2 verwendet einen anderen Kanalabstand (Channel 12.5 MHz) sowie ein anderes Modulationsverfahren, z. B. FSK.
Fig. 4A illustriert ein Szenario, bei dem ein Service Provider (Dienstanbieter) SP die Basiskonfiguration BK mittels eines Basis- oder Heimat-Rekonfigurations-Managers HRM definiert, während die Kommunikationsnetz—spezifischen Konfigurationen K-KNl, K-KN2, K-KN3 vom jeweiligen Kommunikationsnetz KNl, KN2, KN3 definiert werden. Die gepunkteten Pfeile deuten an, welche Knoten welche Konfiguration definieren.
Der Service Provider SP ist dabei ein Mitspieler (Stakeholder) , der nicht notwendigerweise ein eigenes
Kommunikationsnetz KNx betreibt. Wenn er jedoch ein oder mehrere Kommunikationsnetze KNl selbst betreibt, so hat er die Möglichkeit, die Basiskonfiguration BK so zu definieren, dass keine Kommunikationsnetz-spezifischen Modifikationen notwendig sind, wenn eines seiner eigenen Kommunikationsnetze KNl verwendet wird.
Da in diesem Fall die Kommunikationsnetz-spezifischen Konfigurationen K-KNl identisch zur Basiskonfiguration BK sind, ist eine Variante in diesem Fall nützlich. Das
Mobilterminal MT unterscheidet zwischen Heimat-Netzen KNl, die von seinem Service Provider SP betrieben werden, und
sonstigen, besuchten Netzen KN2, KN3, die z. B. über roaming besucht werden. Gemäß einer Variante wird eine
Kommunikationsnetz-spezifische Konfiguration K-KN2, K-KN3 nur für solche Kommunikationsnetze KN2, KN3 angelegt, die nicht von dem Service Provider SP des Teilnehmers bzw. des
Benutzers des Mobiltermmals MT betrieben werden. Der Service Provider SP nimmt in diesem FaJl gewünschte Änderungen direkt an der Basiskonfiguration BK vor.
Gemäß einer weiteren Variante werden, wie aus Fig. 4B ersichtlich, zwei Basiskonfigurationen BK-V und BK-H verwendet, die beide vom Service Provider SP definiert werden. Die zweite, zusätzliche ist die Basiskonfiguration BK-V, die als Basis für die Kommunikationsnetz-spezifischen Konfigurationen K-KN2 verwendet wird, die zu solchen
Kommunikationsnetzen KN2 gehören, die nicht vom Service Provider SP betrieben werden. Dagegen wird die erste Basi skonfiguration BK-H verwendet, wenn ein Kommunikationsnetz KNl verwendet wird, das vom Service Provider SP des Benutzers betrieben wird. Entweder wird, wie bei der oben beschrieben Variante, die erste Basiskonfiguration BK-H direkt verwendet, ohne eine Komrrmmkationsnetz—spezifische Konfiguration K-KNl einzurichten, oder es wird eine Kommunikationsnetz- spezifische Konfiguration eingerichtet, aber m diesem Fall von der ersten Basiskonfiguration BK-H. Gemäß dieser Variante besteht die Möglichkeit, dass ein vom Service Provider SP betriebenes Kommunikationsnetz KNl seine Kommumkationsnetz- spezifische Konfiguration weitergehender modifizieren kann als dies ein Kommunikationsnetz konnte, das nicht vom Service Provider SP selbst betrieben wird.
Das Einrichten, d.h. das Anlegen oder Andern einer Kommunikationsnetz-spezifischen Konfiguration K-KNl kann selbständig durch das Mobiltermmal MT erfolgen. Das bedeutet, dass ohne explizite Signalisierung durch das Kommunikationsnetz KNl oder durch den Service Provider SP ein
Kommunikationsnetz-spezifische Konfiguration K-KNl eingerichtet wird, die anfangs insbesondere identisch zur Basiskonfiguration ist. Ebenso ist es möglich, dass eine Kommunxkationsnetz-spezifische Konfiguration K-KNl vom Netz aus eingerichtet wird, insbesondere von einem
Rekonfigurations-Manager RMx oder HRM. In diesem Fall erfolgt eJne entsprechende Signalisierung von dem entsprechenden Knoten des Kommunikationsnetzes KNl zum Mobilterminal MT.
Das Einrichten einer Kommunikationsnetz-spezifischen
Konfiguration K-KNx, x= 1, 2, 3 für ein Kommunikationsnetz KNx kann erfolgen, z. B. beim Anmelden des Mobilterminals MT am Kommunikationsnetz KNx, bei der Nutzung des Kommunikationsnetzes KNx sobald eine Modifikation im Vergleich zur Basiskonfiguration BK vorgenommen werden soll sobald das Kommunikationsnetz KNx durch eine Monitoring- Prozedur vom Mobilterminal erkannt wird oder sobald das Kommunikationsnetz KNx durch eine Monitoring-Prozedur vom Terminal erkannt wird, aber erst nachdem überprüft wurde, ob das Kommunikationsnetz KNx potentiell genutzt werden kann, d.h., ob ein erfolgreicher Anmeldevorgang möglich ist, insbesondere ob ein Roaming in dieses Netz möglich ist.
In den beschriebenen Ausführungsbeispielen wurde jeweils nur eine Basiskonfiguration BK verwendet. Es ist jedoch ebenfalls möglich, dass mehrere Basiskonfigurationen BKl, BK2 vorhanden sind, wie aus Fig. 4C ersichtlich. Welche Basiskonfiguration BKl, BK2 in diesem Fall als Basis für eine bestimmte Kommunikationsnetz—spezi fi sehe Konfiguration verwendet werden soll, kann durch den Service Provider festgelegt sein, vom Benutzer gewählt werden oder vom betroffenen Kommunikationsnetz KNl, KN2 bestimmt werden. Vorteilhaft werden eine allgemeine Basiskonfiguration BK definiert und eine oder mehrere spezieJ 1 auf einige oder mehrere Kommunikationsnetze speziell zugeschnittene
Basiskonfigurationen. Falls eine speziell definierte
Basiskonfiguration vorhanden ist, wird diese verwendet, andernfalls die allgemeine Basiskonfiguration.
Durch eine Entscheidung des Service Providers SP kann der Heimat-Rekonfigurations-Manager HRM eine spezifische
Basiskonfiguration BK2 für ein Kommunikationsnetz einrichten, für das noch keine vorhanden ist, z.B. um konkret ein Handover vorzubereiten oder nur um allgemein eine passende Konfiguration für potentiell nutzbare Kommunikationsnetze vorzubereiten. In diesem Fall ist es insbesondere vorteilhaft, wenn der Service Provider SP, der den Aufenthaltsort bzw. das aktuell genutzte Kommunikationsnetz KNl kennt, z. B. durch Mobilitats—Management—Prozeduren, unter Verwendung von Daten, die angeben, welche anderen potentiellen Kommunikationsnetze KN2 in diesem Aufenthaltsort tatsächlich vorhanden oder zumindest wahrscheinlich oder potentiell vorhanden sind, spezifische Basiskonfigurationen BKl, BK2 einrichtet für wahrscheinliche oder potentiell nutzbare Kommunikationsnetze KNl, KN2. Die Information über aktuell bzw. potentiell mögliche Kommunikationsnetze KNl, KN2 kann fest, insbesondere konfiguriert sein oder dynamisch durch Betπebsartuberwachung (Mode Monitoring) ermittelt werden.
Bei der in Fig. 4C dargestellten Variante verwendet das
Mobilterminal MT aktuell das erste Kommunikationsnetz KNl mit der zugehörigen Kommunikationsnetz-spezifischen Konfiguration K-KNl. Der Heimat-Rekonfigurations-Manager HRM des Service Providers SP enthalt nun Daten, die angeben, dass an dem Aufenthaltsort des Mobiltermmals MT bzw. in dessen Nahe auch das zweite Kommunikationsnetz KN2 verfugbar ist. Deshalb entscheidet der Heimat-Rekonfigurations-Manager HRM, eine dafür vorgesehene spezifische zweite Basiskonfiguration BK2 einzurichten, dies insbesondere unter Verwendung der bestehenden Kommunikation über das erste Kommumkationbiietz KNl.
Gemäß einer Variante, die in Fig. 4D dargestellt ist, fragt der Heimat-Konfigurations-Manager HRM zunächst bei dem Rekonfiguration-Manager RM2 des zweiten Kommunikationsnetzes KN2 die Konfigurationspräferenzen ab (Schritt 1), z.B. welche Parameter/Teile einer Konfiguration fest sein können und welche adaptiv änderbar sein sollen. Darauf erhält der Heimat-Rekonfigurat.ions-Manager HRM vom zweiten Rekonfigurations-Nanager RM2 diese Präferenzen (Schritt 2) und vergleicht diese mit seinen eigenen Präferenzen und bestimmt eine spezifische Basiskonfiguration BK2, die zum einen den eigenen Präferenzen entspricht, die aber auch die Wünsche des zweiten Netzes KN2 berücksichtigt. Diese bestimmte Basiskonfiguration BK2 richtet der Heimat— Rekonfigurations-Manager HRM auf dem Mobilterminal MT ein (Schritt 3) . Diese Variante hat den Vorteil, dass die spezifische Basiskonfiguration BK2 spezielle Anforderungen oder Wünsche eines Kommunikationsnetzes KN2 berücksichtigen kann. Insbesondere können in der spezifischen Basiskonfiguration BK2 Einstellungen vorgenommen werden, die der Service Provider SP nicht bereit ist, direkt der
Kontrolle eines Kommunikationsnetzes zu übergeben, indem es als änderbar in der Basiskonfiguration markiert ist.
Gemäß einer weiteren Variante kann der zweite Rekonfigurations-Manager RM2 des zweiten Netzes KN2
Änderungswünsche an der Konfiguration, die der zweite Rekonfigurations-Manager RM2 jedoch selbst nicht durchführen kann oder darf, an den Heimat-Rekonfigurations-Manager HRM signalisieren. Dieser kann dann entscheiden, ob er diese gewünschten Änderungen in der zweiten Basiskonfiguration BK2 realisiert oder nicht. Dieser Fall ist dann relevant, wenn der Service Provider SP dem zweiten Kommunikationsnetz KN2 keine direkte Kontrolle über die Konfiguration gewähren möchte. Es könnte sich bei dem zweiten Rekonfigurations— Manager RM2 beispielsweise um einen als wenig vertrauenswürdig eingestuften HotSpot-Betreiber handeln.
Dennoch ist es möglich, eine für das zweite Netz KN2 spezifische Konfiguration BK2 einzurichten und zu verwenden.
Fig. <1E zeigt den Fall, wenn der Heimat-Rekonfigurations- Manager HRM bereit ist, den Änderungswunsch vorzunehmen. In Schritt 1 signalisiert der zweite Rekonfigurations-Manager RM2 an den Heimat-Rekonfigurations-Manager HRM den Änderungswunsch. In Schritt 2 nimmt der Heimat- Rekonfigurations-Manager HRM an der zweiten Basiskonfiguration BK2 die gewünschte Änderung vor. Optional kann der Heimat-Rekonfigurations-Manager HRM an den zweiten Rekonfigurations-Manager RM2 signalisieren, dass die Änderung angenommen wurde (OK—Nachricht zwischen Schritt 1 und Schritt 2) oder wenn die Änderung vorgenommen wurde (OK-Nachricht im Anschluss an Schritt 2) . Weiterhin kann optional das
Mobilterminal MT an den zweiten Rekonfigurations-Manager RM2 signalisieren, dass die spezifische Basiskonfiguration BK2 geändert wurde.
Fig. 4F zeigt den Fall, wenn eine gewünschte Änderung an der zweiten Basiskonfiguration BK2 vom Heimat-Rekonfigurations- Manager HRM abgewiesen wird. In diesem Fall sendet der Heimat-Rekonfigurations-Manager HRM an den zweiten Rekonfigurations-Manager RM2 als Antwort auf die Signalisierung des Änderungswunsches in Schritt 1 eine reject-Nachricht.