Vorrichtung zum Entfeuchten oder Befeuchten eines Feuchtwischers
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Befeuchten und/oder Entfeuch¬ ten eines Feuchtwischers mit einem Behälter zur Aufnahme einer Flüssigkeit.
Durch die DE10065369 ist eine Vorrichtung zum Befeuchten und Entfeuchten eines
Feuchtwischers mit einem saugfähigen Wischbezug bekannt, wobei die Vorrichtung eine Düse zum Befeuchten des Wischbezugs und eine Rollenanordnung zum Auspressen des Wischbezugs aufweist. Die Vorrichtung umfasst als Standfuß einen eimerförmigen Behälter zur Aufnahme der Reinigungsflüssigkeit, auf dem sämtliche Komponenten der Vorrichtung ruhen.
Ferner ist durch die WO 97/49327 eine Vorrichtung zum Ausspülen des Wischbezugs eines Feuchtwischers bekannt, wobei die Vorrichtung oben auf einem Behälter für die Flüssigkeit montiert ist. Ferner kann die Vorrichtung auch einen Ablauf für die Flüssigkeit aufweisen.
Beide vorgenannten Vorrichtungen weisen den Nachteil auf, dass zum Entleeren des Behälters ein Zerlegen der Vorrichtung erforderlich ist, wobei Flüssigkeit in der Vorrich- tung auf den Boden tropfen kann. Ein Ablass zum Entleeren des Behälters erfordert da¬ gegen nachteiligerweise einen erhöhten Aufwand.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Befeuch¬ ten und/oder Entfeuchten eines Feuchtwischers zu schaffen, bei dem die Flüssigkeit schnell und einfach aus der Vorrichtung entleert bzw. in die Vorrichtung gefüllt werden kann.
Erfindungsgemäß wird dies durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Die Unteransprüche definieren jeweils bevorzugte und vorteilhafte Ausführungs- formen der vorliegenden Erfindung.
Erfindungsgemäß ist die Vorrichtung so ausgestaltet, dass sie gestürzt werden kann, ohne dass Komponenten der Vorrichtung sich von ihr lösen. Ferner weist die Vorrichtung einen Einlass und einen Auslass für den Behälter auf. Der Einlass und der Auslass kön¬ nen dabei auch von einem einzigen Flüssigkeitskanal gebildet werden, der von außer¬ halb der Vorrichtung bis zum Behälter führt. Die Mündung dieses Flüssigkeitskanals ist vorzugsweise mit einer Schnaupe versehen, um die Flüssigkeit besser ausgießen zu können. Ferner ist die Mündung des Flüssigkeitskanals vorteilhafterweise so ausgestal¬ tet, dass in sie von oben Flüssigkeit hineingegossen werden kann.
Der Behälter ist mit dem Flüssigkeitskanal bzw. mit dem Einlass und mit dem Auslass vorzugsweise so verbunden, dass bei einem Kippen der Vorrichtung die Flüssigkeit nur in den Flüssigkeitskanal fließen kann und nicht unbeabsichtigt in andere Teile der Vor¬ richtung fließt. Insbesondere muss dafür Sorge getragen werden, dass die Flüssigkeit beim Kippen der Vorrichtung auch in beliebige Richtungen nicht in Abschnitte der Vor¬ richtung mit elektrischen Komponenten fließen kann, die nicht wasserdicht ausgeführt sind.
Die Komponenten sind derart mit der Vorrichtung verbunden, dass sie mit der Vorrich¬ tung in einem zumindest bis in die Waagrechte gekippten Zustand verbunden bleiben, wobei die Vorrichtung vorteilhafterweise auch vollständig auf den Kopf gedreht werden kann, ohne dass einzelne Komponenten sich von der Vorrichtung lösen.
Zum Heben und Kippen der Vorrichtung sind vorzugsweise wenigstens zwei Griffe vor¬ gesehen. Die Griffe können in senkrechter Richtung bzw. in Bezug auf die Hochachse der Vorrichtung voneinander beabstandet sein, so dass die Vorrichtung gut gehalten werden kann. Wenigstens ein Griff kann beispielsweise als Griffmulde ausgebildet sein, wobei sich diese Griffausgestaltung insbesondere bei einem unten an der Vorrichtung ausgebildeten Griff anbietet.
In einer vorteilhaften Ausführungsform wird der Behälter als Standfuß bzw. als Unterteil für die Vorrichtung verwendet. Die übrigen Komponenten können in diesem Fall oben auf oder am oberen Ende des Behälters befestigt sein, so dass sich der Herstellungs¬ aufwand verringern lässt. Der Behälter ist vorzugsweise mit der Vorrichtung lösbar ver-
bunden, wobei die Verbindung verriegelbar ist. So kann der Behälter nach einem Tren¬ nen von der Vorrichtung besser gereinigt werden.
Die Vorrichtung kann als Befeuchtungseinrichtung eine Pumpe aufweisen, die aus dem Behälter Flüssigkeit ansaugt und durch eine Spritzdüse ausstößt, die so angeordnet ist, dass der Feuchtwischer in ihrem Ausstoßbereich angeordnet werden kann.
Ferner kann die Vorrichtung als Entfeuchtungseinrichtung voneinander beabstandete Rollen aufweisen, zwischen denen der zu entfeuchtende Teil des Feuchtwischers sich hindurchbewegen und auspressen lässt.
Grundsätzlich ist die Vorrichtung so eingerichtet, dass Flüssigkeit, die beim Betrieb der Be- oder Entfeuchtungseinrichtung anfällt, in den Behälter geleitet wird. Dies kann bei¬ spielsweise die von den Rollen ausgepresste Flüssigkeit sein. Ferner gilt dies auch für die Flüssigkeit, die von der Befeuchtungseinrichtung ausgestoßen und von dem Feucht- Wischer nicht aufgenommen wird und so in den Behälter zurückläuft.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung rein schematisch dargestellt und wird nachfolgend näher beschrieben. Die Figur zeigt eine schematische Seitenan¬ sicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Befeuchten und Entfeuchten eines Feuchtwischers gemäß der vorliegenden Erfindung.
Die in der Figur dargestellte Vorrichtung 4 dient zum Befeuchten und Entfeuchten eines Feuchtwischers 1, der unten an einem Stiel einen flächigen Halter 2 aufweist, an dem unten ein Wischbezug 3 befestigt ist. Der Wischbezug 3 besteht aus einem saugfähigen Material zur Aufnahme einer Flüssigkeit 6, die sich in einem Behälter 5 befindet, der Be¬ standteil der Vorrichtung 4 ist.
Zur Reinigung von insbesondere Bodenflächen wird der Wischbezug 3 mit der Flüssig¬ keit 6 befeuchtet und damit die zu reinigende Fläche gewischt. Danach kann der Wisch- bezug 3 des Feuchtwischers 1 mittels der Vorrichtung 4 ausgespült werden, um den auf¬ genommenen Schmutz zu entfernen, wobei durch teilweises Auspressen eine definierte Feuchte des Wischbezugs 3 eingestellt wird. Die eingestellte Feuchte kann insbesonde-
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re so bemessen sein, dass der Wischbezug 3 nicht zu stark tropft und beispielsweise keine Wasserschäden an einem Parkettboden verursacht werden.
Die Vorrichtung 4 besitzt dazu eine Befeuchtungseinrichtung, die eine Pumpe 8 und eine Flüssigkeitsleitung 12 umfasst. Die Pumpe 8 ist innerhalb des Behälters 5 in geringem Abstand zu dessen Boden angeordnet. Die Pumpe 8 ist auslassseitig mit der Flüssig¬ keitsleitung 12 verbunden, die nach oben führt und in einer senkrecht nach oben ausge¬ richteten Spritzdüse endet, die durch einen waagrecht ausgerichteten Zwischenboden 15 hindurch verläuft. Der Zwischenboden 15 begrenzt den Behälter 5 nach oben und weist ein Filter auf, durch das Flüssigkeit 6 von oberhalb des Zwischenbodens 15 nach unten in den Behälter 5 fließen kann.
Oberhalb der Pumpe 8 ist ein Motor 7 zum Antrieb der Pumpe 8 angeordnet. Der Motor 7 treibt weiterhin eine Entfeuchtungseinrichtung 10 an, die oberhalb des Zwischenbodens 15 montiert ist. Die Entfeuchtungseinrichtung 10 umfasst zwei übereinander angeordne- te Rollen 10, die um eine waagrechte Achse drehbar sind und von denen die untere von dem Motor 7 in Drehrichtung antreibbar ist. Die obere Rolle 10 ist zweiteilig ausgeführt und weist zwei koaxial zueinander ausgerichtete und voneinander axial beabstandete Teilrollen auf, so dass der Stiel des Feuchtwischers 1 zwischen den beiden Teilrollen hindurch geführt werden kann. Der Halter 2 zusammen mit dem Wischbezug 3 wird zwi- sehen der oberen und der unteren Rolle 10 hindurchgeführt. Der Abstand zwischen der oberen Rolle 10 und der unteren Rolle 10 ist so bemessen, dass der Wischbezug 3 beim Hindurchführen des Feuchtwischers 1 zusammengedrückt und so bis zu einer bestimm¬ ten Restfeuchte entfeuchtet wird.
Die Rollen 10 werden so angetrieben, dass der Halter 2 mit dem Wischbezug 3 in der Zeichenebene in einer Antriebsrichtung von links nach rechts hindurch gezogen wird. Dabei passiert der Wischbezug 3 vor dem Auspressen zwischen den Rollen 10 die Spritzdüse der Flüssigkeitsleitung 12, die links von den Rollen 10 angeordnet ist. Der Motor 7 wird dabei von einer nicht dargestellten Steuereinrichtung angesteuert, die mit einem Schalter 14 verbunden ist, der das Vorhandensein des Halters 2 in Führungen 13 in Antriebsrichtung vor den Rollen 10 erfasst. In Antriebsrichtung hinter den Rollen 10 sind ebenso Führungen 13 für den Halter 2 angeordnet.
Sobald der Schalter 14 anspricht, wird von der Steuereinrichtung der Motor 7 angesteu¬ ert, worauf die Pumpe 8 Flüssigkeit 6 aus dem Behälter 5 ansaugt und durch die Flüs¬ sigkeitsleitung 12 nach oben fördert. Gleichzeitig drehen sich die Rollen 10 und bewegen den Halter 2 in Antriebsrichtung, sobald die Rollen 10 den Halter 2 erfasst haben. Da der Halter 2 mit dem Wischbezug 3 vor den Rollen 10 über die Spritzdüse geführt wird, wird Schmutz im Wischbezug 3 mit der Flüssigkeit 6 ausgespült, bevor überschüssige Flüs¬ sigkeit 6 zwischen den Rollen 10 ausgepresst wird. Die von den Rollen 10 ausgepresste Flüssigkeit 6 fließt nach unten auf den Zwischenboden 15 und wird auf diesem durch geeignete Neigung des Zwischenbodens 15 zu dem Filter geleitet, durch den die Flüs- sigkeit 6 nach unten zurück in den Behälter 5 fließt.
Am oberen Rand des Behälters 5 ist eine Öffnung 11 ausgebildet, die einen Zugang zum Inneren des Behälters 5 in Form einer Schnaupe bildet. Die Schnaupe 11 ist so nach vorne ausgestülpt, dass die Flüssigkeit 6 senkrecht durch die Schnaupe 11 in den Behäl- ter 5 eingefüllt werden kann, ohne dass die Vorrichtung 4 gekippt werden muss. Die Vor¬ richtung 4 muss dazu nur mit der Schnaupe unter einen Auslass wie beispielsweise ei¬ nen Wasserhahn gestellt werden.
Ferner erleichtert die Schnaupe 11 auch das Entleeren des Behälters 5. Dazu wird die Vorrichtung 4 gekippt und die Flüssigkeit 6 durch die Öffnung 11 ausgegossen. Die Schnaupe 11 kann außen vorteilhafterweise so geformt sein, dass nach den Ausgießen von Flüssigkeit 6 außen keine Tropfen hängen bleiben.
Der Behälter 5 ist so ausgestaltet, dass auch bei einem zu starken Kippen die Flüssigkeit 6 nicht in Bereiche der Vorrichtung 4 fließen kann, die nicht in Berührung mit der Flüs¬ sigkeit kommen dürfen.
Zur einfacheren Handhabung weist die Vorrichtung 4 außen auf der der Schnaupe 11 gegenüberliegenden Seite Griffe 16, 17 auf. Ein Griff 17 ist als Griffschale 17 am unte- ren Ende des Behälters 5 ausgebildet. Der andere Griff 16 ist am oberen Ende des Be¬ hälters 5 angeordnet. An der Unterseite des Behälters 5 sind ferner Gerätefüße ange¬ bracht, auf denen die Vorrichtung 4 abgestellt werden kann. Zusätzlich kann ein nicht
dargestellter Henkel zum Transportieren der Vorrichtung 4 mit einer Hand vorgesehen sein.
Der Behälter 5 mit den an ihm befestigten Griffen 16, 17 und den Gerätefüßen ist trenn¬ bar mit dem Rest der Vorrichtung 4 mittels Verriegelungen verbunden, die nicht darge- stellt sind. Nach Entriegeln können die übrigen Komponenten einschließlich des Motors 7 und der Pumpe 8 von dem Behälter 5 als Einheit abgenommen werden. Die Innenseite des Behälters 5 und die Unterseite der abgenommenen Einheit und können so gereinigt werden.