Verpackung und Verfahren zum Herstellen und Füllen der Verpa¬ ckung
Die Erfindung betrifft eine Verpackung, insbesondere eine Falt¬ schachtel aus Karton oder Kartonlaminat gemäss dem Oberbegriff von Anspruch 1 und ein Verfahren zum Herstellen und Füllen der Verpackung. Bei derartigen Verpackungen ist wenigstens ein Trä¬ gerabschnitt unverlierbar mit einer ihn umgebenden Schutzhülle verbunden.
Eine gattungsmässig vergleichbare Verpackung ist beispielsweise durch die WO 02/100736 bekannt geworden. Der Trägerabschnitt ist dabei derart an der Schutzhülle angelenkt, dass er aus einer Ru¬ helage in eine Gebrauchslage ausklappbar ist. Im Trägerabschnitt ist eine Blisterverpackung angeordnet, wobei der flache Teil der Blisterverpackung, welcher beispielsweise aus Aluminium besteht, gegen den Deckel der Verpackung gerichtet ist. Je nach der Di¬ mensionierung der Verpackung besteht ein Problem darin, dass die Schutzhülle zu wenig Stabilität aufweist und dass die Gefahr ei¬ ner Beschädigung des empfindlichen Blisters besteht. Ausserdem fällt das Verpackungsgut beim Herausdrücken aus dem Blister nicht in die Schutzhülle, sondern auf die Aussenseite der Verpa¬ ckung.
Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Nach¬ teile des Bekannten zu vermeiden, insbesondere eine Verpackung zu schaffen, die bezüglich Druckstabilität, Biege- und Verwin- dungssteifigkeit stabiler ausgebildet ist. Die Verpackung soll weiter einfach in der Handhabung und auch auf einfache Art und Weise herstellbar sein.
Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe mit einer Verpackung mit den Merkmalen im Anspruch 1 gelöst.
Die Verpackung enthält im Wesentlichen einen ein Verpackungsgut tragenden Trägerabschnitt und eine mit diesem verbundene schach¬ telartige Schutzhülle. Bevorzugt ist die Verpackung eine Falt¬ schachtel aus Karton oder Kartonlaminat. Die Schutzhülle enthält wenigstens einen Bodenabschnitt, einen Deckelabschnitt und we¬ nigstens in der Gebrauchslage vorzugsweise etwa rechtwink¬ lig an den Bodenabschnitt anschliessende Seitenwände. Der Trä¬ gerabschnitt ist dabei beispielsweise über einen Gelenkfalz mit einer vorderen Seitenwand (nachfolgend Vorderseitenwand genannt) derart an der Schutzhülle angelenkt, dass der Trägerabschnitt aus einer Ruhelage zwischen Bodenabschnitt und Deckelabschnitt in eine Gebrauchslage ausklappbar ist. Die Vorderseitenwand al¬ leine oder die Vorderseitenwand zusammen mit dem Trägerabschnitt ist derart ausgebildet, dass diese in der Ruhelage einen Hohl¬ körper zur zusätzlichen Stabilisierung der Schachtel in der Ru¬ helage bilden. Der dadurch geschaffene Hohlkörper kann auf ein¬ fache Weise aus einem einzigen Zuschnitt hergestellt werden. Auch schmale und relativ lange Schachteln erhalten dadurch aus¬ reichende Biegestabilität und Verwindungssteifigkeit.
In einer ersten Ausführungsform sind die im rechten Winkel zur Vorderseitenwand angeordneten Querseitenwände als etwa prismati¬ sche Hohlseitenwände ausgebildet. Eine Hohlseitenwand weist da¬ bei jeweils eine Aussenwand, eine Innenwand und einen diese Wän¬ de verbindenden Verbindungssteg auf. Der Verbindungssteg, der vorzugsweise parallel zum Boden- und/oder Deckelabschnitt ver¬ läuft, kann eine Auflage für den Deckelabschnitt bilden. Die Hohlseitenwände sind parallelogrammartig aus der Ebene des Bo¬ denabschnitts aufrichtbar, wodurch die Verpackung einfach hand¬ habbar und herstellbar ist.
Vorteilhaft ist es, wenn die Vorderseitenwand einen an sie an- schliessenden Gelenkstreifen aufweist, an welchem der Trägerab-
schnitt angelenkt ist. Der Gelenkstreifen liegt dabei wenigstens in der Ruhelage an den Verbindungsstegen der aus Hohlseitenwände ausgebildet Querseitenwände flächig an, wodurch eine klebbare Kontaktfläche entsteht. Das freie Ende des Trägerabschnitts liegt wenigstens in der Ruhelage am Bodenabschnitt auf. Der Trä¬ gerabschnitt sollte dabei vorteilhaft fixiert werden, sodass dieser beim Transport im Schachtelinnern nicht hin und her ge¬ schüttelt wird und so die Blisterverpackung beschädigt wird. Die Position des Trägerabschnitts kann in der Ruhelage auf verschie¬ dene Arten festgelegt werden. Beispielsweise kann eine Blisterverpackung derart im Trägerabschnitt angeordnet sein, dass die schalenförmige Näpfe für Verpackungsgut aufweisende Blisterfolie durch den geschlossenen Deckel gegen den Bodenabschnitt gedrückt wird und so in Position gehalten wird.
Besonders vorteilhaft liegt das freie Ende des Trägerabschnitts in der Ruhelage in etwa im Verbindungsbereich zwischen Bodenab¬ schnitt und einer Rückseitenwand auf. Die Rückseitenwand ist da¬ bei diejenige Seitenwand, welche der Vorderseitenwand gegenüber¬ liegt und an welcher der Deckelabschnitt anschliesst. Diese An¬ ordnung stellt sicher, dass der Innenraum der Schachtel optimal ausgenutzt wird. Der Hohlkörper erhält dabei im Querschnitt eine etwa dreieckige Konfiguration, die spitzwinklig ausläuft.
Die Vorderseitenwand kann als etwa prismatische Hohlseitenwand mit je einer Aussenwand, einer Innenwand und einem diese Wände verbindenden Verbindungssteg ausgebildet sein. Der Verbindungs¬ steg bildet dabei eine bevorzugte Auflage für den Deckelab¬ schnitt. Insbesondere für den Fall, dass auch die Querseitenwän¬ de als prismatische Hohlseitenwände ausgebildet sind, steht eine besonders stabile Verpackung zur Verfügung. Die als Hohlseiten¬ wand ausgebildete Vorderseitenwand kann parallelogrammartig oder auch trapezförmig ausgebildet sein.
Der an der Innenwand der als Hohlseitenwand ausgebildeten Vor¬ derseitenwand anschliessende Trägerabschnitt verläuft in der Ru¬ helage etwa parallel zum Bodenabschnitt. Der Trägerabschnitt kann insbesondere flächig am Bodenabschnitt anliegen.
Die Vorderseitenwand des Verbindungsstegs der Vorderseitenwand kann im Bereich einer Überlappungsfläche mit den Verbindungsste¬ gen der als Hohlseitenwände ausgebildeten Querseitenwände vor¬ zugsweise durch Verkleben verbunden werden. Dadurch werden die Druckstabilität und die Verwindungssteifigkeit der Schachtel we¬ sentlich erhöht.
Vorteilhaft ist am freien Ende des Trägerabschnitts ein Nieder¬ halteelement zum Beabstanden des Trägerabschnitts vom Deckelab¬ schnitt in der Ruhelage angeordnet. Der Trägerabschnitt wird da¬ durch auf einfache Art und Weise in der Ruhelage im Schachtelin- nern fixiert. Das Niederhalteelement kann beispielsweise ein se¬ parates Teil sein, beispielsweise ein im Schachtelinnern plat¬ zierter Formkörper aus Schaumstoff oder Styropor. Vorstellbar wäre ebenfalls ein Niederhalteelement, in welches das freie Ende des Trägerabschnitts eingreift, beispielsweise eine am Bodenab¬ schnitt der Verpackung angeordnete Klemmlasche. Eine verhältnis- mässig fixe Position des Trägerabschnitts ist besonders vorteil¬ haft bei Alu/Alu-Blistern, da hier die Näpfe aus Aluminium durch Anschlagen an den Deckelabschnitt relativ leicht beim Transport beschädigt werden können.
Bevorzugt ist aber das Niederhalteelement eine am Trägerab¬ schnitt angeordnete Niederhaltezunge, die um einen Gelenkfalz schwenkbar ist. Auf diese Weise kann das Niederhalteelement zu¬ sammen mit dem Verpackungszuschnitt geschaffen werden. Ein wei¬ terer Vorteil einer solchen Niederhaltezunge liegt in der besse¬ ren Handhabung, denn der Trägerabschnitt ist auf einfache Art
und Weise in eine Gebrauchslage bringbar. Die Niederhaltezunge ist dann zugleich Griffstück zum Herausklappen bzw. Herausziehen des Trägerabschnitts.
Besonders vorteilhaft entspricht die Höhe der Niederhaltezunge in etwa der Höhe einer Seitenwand der Verpackung. Weiter ver¬ läuft die Niederhaltezunge in der Ruhelage etwa rechtwinklig zum Bodenabschnitt. Die Niederhaltezunge stösst sowohl an den Boden¬ abschnitt als auch an den Deckelabschnitt an, wodurch der Trä¬ gerabschnitt in Position gehalten wird.
Die Niederhaltezunge kann eine Verstärkungsanordnung zum Positi¬ onieren der Niederhaltezunge in der Ruhelage aufweisen. Mit Hil¬ fe der Verstärkungsanordnung wird verhindert, dass die Nieder¬ haltezunge in die Ebene des Bodenabschnitts bzw. des Trägerab¬ schnitts umklappen kann.
Die Verstärkungsanordnung für die Niederhaltezunge weist vor¬ teilhaft wenigstens zwei im rechten Winkel zum Gelenkfalz zwi¬ schen Trägerabschnitt und Niederhaltezunge verlaufende Ein¬ schnitte sowie dazu quer verlaufende Biegelinien und/oder Perfo¬ rationslinien auf, wodurch beim Aufrichten der Niederhaltezunge ein im Querschnitt schräg verlaufender Stützstreifen gebildet wird. Dadurch kann mit einfachen Mitteln ein Umklappen der Nie¬ derhaltezunge in Richtung des Trägerabschnitts verhindert wer¬ den.
Besonders bevorzugt ist eine Blisterverpackung für Verpackungs¬ gut wie Tabletten, Kapseln oder Dragees im Trägerabschnitt der¬ art angeordnet, dass der flache Teil der Blisterverpackung we¬ nigstens in der Gebrauchslage gegen den Bodenabschnitt gerichtet ist. Eine Blisterpackung besteht dabei im Wesentlichen aus einer Blisterfolie, die eine Mehrzahl von schalenförmigen Näpfen zur
Aufnahme von Verpackungsgut (Tabletten, Kapseln oder Dragees) aufweist und aus einer flachen Basisfolie beispielsweise aus Aluminium oder aus einer Aluminiumverbindung. Durch eine solche Blisterverpackungsanordnung wird sichergestellt, dass beim Her¬ ausdrücken beispielsweise einer Tablette durch die Aluminiumfo¬ lie, die Tablette in ein Aufnahmebehältnis der Schachtel fällt. Das Aufnahmebehältnis wird dabei durch den Bodenabschnitt und die dazu im rechten Winkel anschliessenden Schachtelseitenwände gebildet.
An einem Trägerabschnitt für eine erste Blisterverpackung kann ein zweiter Trägerabschnitt für eine zweite Blisterverpackung anschliessen, welcher über einen Gelenkfalz mit dem ersten Trä¬ gerabschnitt verbunden ist. Dadurch kann auf verhältnismässig einfache Art und Weise die Aufnahmekapazität der Verpackung für Verpackungsgut verdoppelt werden.
Weiter kann im Deckelabschnitt wenigstens eine Öffnung zur Bil¬ dung eines Sichtfensters vorgesehen sein. Dadurch erhält ein Betrachter die Möglichkeit, von aussen die Blisterverpackung einzusehen.
Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen und Füllen von Verpackungen der vorgenannten Art, bei welchen vorbereitete Schachtelzuschnitte einer Ladestation zuge¬ führt werden, wobei der Trägerabschnitt zuerst in der Ebene des Bodenabschnitts verbleibt, anschliessend eine Blisterverpackung mit dem Verpackungsgut auf dem Trägerabschnitt derart befestigt wird, dass die Basisfolie der Blisterverpackung wenigstens in der Ruhelage gegen den Bodenabschnitt gerichtet ist, wobei der Trägerabschnitt in die Schachtel geklappt und die Schachtel mit dem Deckelabschnitt verschlossen wird.
Weitere Vorteile und Einzelmerkmale ergeben sich aus der nach¬ folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen und aus den Zeichnungen. Es zeigen:
Figur 1: Einen ersten Zuschnitt für eine erfindungsge- mässe Verpackung,
Figur 2 : eine perspektivische Darstellung einer Verpa¬ ckung hergestellt aus dem ersten Zuschnitt ge- mäss Figur 1 mit ausgeklapptem Trägerabschnitt,
Figur 3: eine perspektivische Darstellung der Verpackung gemäss Figur 2 mit eingeklapptem Trägerab¬ schnitt,
Figur 4a: einen Querschnitt durch eine Verpackung herge¬ stellt aus dem ersten Zuschnitt in der Ruhelage (mit eingeklapptem Deckel) ,
Figur 4b: eine vergrösserte Teildarstellung des Quer¬ schnitts gemäss Figur 4a durch einen Trägerab¬ schnitt mit Blisterverpackung,
Figur 4c: die Verpackung gemäss Figur 4a in einer Ent¬ nahmeposition,
Figur 5: einen Querschnitt durch eine weitere Verpackung mit einem zweiten Trägerabschnitt,
Figur 6: einen zweiten Zuschnitt für eine erfindungsge- mässe Verpackung,
Figur 7 : eine perspektivische Darstellung einer Verpa¬ ckung hergestellt aus dem zweiten Zuschnitt ge- mäss Figur 6 mit ausgeklapptem Trägerabschnitt,
Figur 8: eine perspektivische Darstellung der Verpackung gemäss Figur 7 mit eingeklapptem Trägerab¬ schnitt,
Figur 9: einen Querschnitt durch eine Verpackung herge¬ stellt aus dem zweiten Zuschnitt in der Ruhela¬ ge,
Figur 10: eine vergrösserte Teildarstellung des Quer¬ schnitts der Verpackung gemäss Figur 9,
Figur IIa: eine vergrösserte Teildarstellung eines Quer¬ schnitts einer weiteren Verpackung,
Figur IIb: eine vergrösserte Teildarstellung eines Quer¬ schnitts durch eine alternative Verpackung,
Figur 12 : einen dritten Zuschnitt für eine erfindungsge- mässe Verpackung und
Figur 13: einen Querschnitt durch eine Verpackung herge¬ stellt aus dem dritten Zuschnitt gemäss Figur 12.
In Figur 1 wird ein insgesamt mit 16 bezeichneter Zuschnitt ge¬ zeigt, der beispielsweise aus Karton oder einem Kartonlaminat gefertigt ist. Der Zuschnitt 16 wurde mit entsprechenden Werk¬ zeugen ausgestanzt oder ausgeschnitten. Die in der Figur 1 dar¬ gestellten gestrichelten und strichpunktierten Linien entspre-
chen entweder Falzlinien oder Perforationslinien, welche die Schachtelsegmente voneinander trennen. Der Zuschnitt 16 enthält insbesondere einen Bodenabschnitt 4, an welchem folgende Seiten¬ wände anschliessen: eine Vorderseitenwand 5, an welcher über ei¬ nen Gelenkfalz ein Trägerabschnitt 2 angeordnet ist; eine Rück¬ seitenwand 8, an welcher ein Deckelabschnitt 3 anschliesst sowie die beiden Querseitenwände 6 und 6' .
Eine Querseitenwand 6 bzw. 6' besteht aus je einer Aussenwand 32 bzw. 32', die direkt an den Bodenabschnitt 4 anschliesst, einem Verbindungssteg 33 bzw. 33', einer Innenwand 31 bzw. 31' sowie einem daran anschliessenden Bodenteil 34 bzw. 34' . Die Elemente der Querseitenwände 6 oder 6' sind etwa rechteckig ausgebildet und durch parallel verlaufende Falz- und/oder Perforationslinien voneinander getrennt. Eine Seitenwand 6 bzw. 6' wird derart um¬ geklappt und mit Hilfe des Bodenteils 34 bzw. 34' mit dem Boden¬ abschnitt 4 verklebt, dass eine Querseitenwand parallelogrammar¬ tig aufrichtbar ist (siehe nachfolgend Figur 2) . Eine Aussenwand 32 bzw. 32' ist jeweils mit der Vorderseitenwand 5 und mit der Rückseitenwand 8 über einen Gelenkfalz 19 miteinander verbunden. Je nach Anwendungszweck ist vorstellbar, dass der durch den Auf¬ richtvorgang geschlossene Gelenkfalz 19 durch Kleben fixiert wird. Selbstverständlich ist vorstellbar, anstatt der Gelenkfal¬ ze 19 Klebelaschen zu verwenden.
Wie in Figur 3 dargestellt, kann ein Trägerabschnitt 2 aus zwei Teilen (Trägerunterseite 21, Trägeroberseite 22) bestehen. Die beiden Teile des Trägerabschnitts 2 sind durch eine Falzlinie 20 oder eine Perforationslinie voneinander getrennt. Durch Umklap¬ pen der Trägerunterseite 21 auf die Trägeroberseite 22 um die Falzlinie 20 kann der Trägerabschnitt 2 auf einfache Art und Weise eine Blisterverpackung aufnehmen. Der Trägerabschnitt 2 weist dazu auf der Trägeroberseite 22 je nach Ausgestaltung des
Verpackungsguts (hier kreisförmige) Aussparungen zur Aufnahme der schalenförmigen Näpfe einer Blisterverpackung auf. Der Um- riss einer Blisterverpackung ist ebenfalls angedeutet (etwa rechteckförmige Linie, welche die Aussparungen begrenzt) . Die Trägerunterseite 21, welche in der Ruhelage in der Schachtel ge¬ gen den Bodenabschnitt 4 gerichtet ist, weist entsprechende (hier ebenfalls kreisförmige) Perforationslinien auf, durch wel¬ che das Verpackungsgut hindurchgedrückt werden kann. Selbstver¬ ständlich könnten auch hier Aussparungen vorgesehen werden. Ein Trägerabschnitt 2 könnte selbstverständlich einfach ausgebildet sein (z.B. ohne ein umzuklappendes Element 21) .
Im Bereich der Falzlinie 20 ist vorzugsweise mittig eine etwa rechteckige Niederhaltezunge 10 eingestanzt oder eingeschnitten. Auf diese Weise kann die Niederhaltezunge 10 auf einfache Art und Weise direkt mit dem Zuschnitt 16 erstellt werden. Weiter ist in Figur 1 etwa mittig im Bereich einer Falzlinie zwischen Vorderseitenwand 5 und Rückseitenwand 7 ein Schlitz 17 zur Auf¬ nahme einer Einsteckzunge 18 angeordnet.
Figur 2 zeigt eine Verpackung 1, hergestellt aus dem vorgängig beschriebenen Zuschnitt, mit aufgerichteten Querseitenwänden 6 und 6' und noch ausgeklapptem Trägerabschnitt 2, wobei Trägerun¬ terseite und Trägeroberseite bereits zusammengeklappt und vor¬ zugsweise zusammen mit einer Blisterverpackung verklebt wurden (vgl. Figur 1) . Die Rückseitenwand 8 ist aufgerichtet, wodurch die Rückseitenwand 8 wie die Querseitenwände 6 und 6' senkrecht an den Bodenabschnitt 4 anschliessen. Die Querseitenwände 6 und 6' bilden ersichtlicherweise prismatische Hohlseitenwände mit jeweils einer Aussenwand 32 bzw. 32', einer Innenwand 31 bzw. 31' und einem parallel zum Bodenabschnitt verlaufenden Verbin¬ dungssteg 33 bzw. 33' . Der Verbindungssteg 33 bzw. 33' verbindet eine Aussenwand 32 bzw. 32' mit einer Innenwand 33 bzw. 33' . Die
Verbindungsstege 33 und 33' dienen einerseits als Auflagefläche für den Gelenkfalz 7, an welchem der Trägerabschnitt 2 angeord¬ net ist und andererseits zur Auflage des Deckelabschnitts 3. Die als Hohlseitenwände ausgebildeten Querseitenwände 6 und 6' sind über die Bodenteile 34 bzw. 34' mit dem Bodenabschnitt 4 verbun¬ den.
In Figur 3 ist der Trägerabschnitt 2 in den Schachtelinnenraum eingeklappt. In dieser Position liegt der Gelenkstreifen 7 an den Verbindungsstegen 33 und 33' der Querseitenwände 6 und 6' auf. Der Trägerabschnitt 2 verläuft ausgehend vom Gelenkstreifen 7 schräg nach unten, wobei das freie Ende des Trägerabschnitts 2 in etwa im Verbindungsbereich zwischen Bodenabschnitt und der Rückseitenwand 8 am Bodenabschnitt aufliegt. Ersichtlicherweise wird dadurch ein Hohlkörper gebildet. Die Niederhaltezunge ist in Figur 3 aufgerichtet und verläuft in etwa entlang der Rück¬ seitenwand 8.
Die Figuren 4a und 4c zeigen die Verpackung 1 im Querschnitt. In Figur 4a ist eine geschlossene Verpackung (Ruhelage) darge¬ stellt. Darin ist deutlich erkennbar, dass die Niederhaltezunge 10 den Trägerabschnitt 2 mit Hilfe des Deckelabschnitts 3 nie¬ derdrückt, wodurch der Trägerabschnitt 2 in einer stabilen Posi¬ tion verbleibt. Sodann ist in Figur 4a erkennbar, dass die Vor¬ derseitenwand 5, der daran anschliessende Gelenkstreifen 7 zu¬ sammen mit dem Trägerabschnitt 2 im Querschnitt einen Hohlkörper bilden. Die Verpackung 1 ist damit besonders stabil, insbesonde¬ re ist sie auch zur Lagerung gut stapelbar. Im Trägerabschnitt 2 ist eine Blisterverpackung derart angeordnet, dass die vorge¬ formten, schalenförmigen Näpfe 11 der Blisterfolie gegen den De¬ ckelabschnitt gerichtet sind bzw. dass die flache Basisfolie 14 der Blisterverpackung gegen den Bodenabschnitt 4 gerichtet ist. Eine detaillierte Darstellung des Trägerabschnitts 2 mit einer
Blisterverpackung findet sich in Figur 4b. Die Basisfolie 14 be¬ steht bekanntlich vorzugsweise aus Aluminium oder einer Alumini¬ umverbindung. Auch die Näpfe 11 können aus Aluminium oder einer Aluminiumverbindung oder aus transparentem Kunststoff bestehen. In Figur 4c ist die Verpackung 1 in einer Entnahmeposition ge¬ zeigt. Dabei ist der Deckelabschnitt 3 aufgeklappt und der Trä¬ gerabschnitt 2 ist aus dem Schachtelinneren teilweise herausge¬ klappt oder herausgezogen. Dazu muss ein Anwender nur die Nie¬ derhaltezunge 10 ergreifen und herausziehen. Die Haltezunge 10 dient mit anderen Worten auch als Griffstück. Wie aus Figur 4b weiter hervorgeht, kann Verpackungsgut 12 durch die flache Ba¬ sisfolie so hindurchgedrückt werden, dass das Verpackungsgut 12 in ein Aufnahmebehältnis gebildet durch den Bodenabschnitt 4 und den anstossenden Seitenwänden (Vorderseitenwand 5, Rückseiten¬ wand 8 sowie hier nicht gezeigte Querseitenwände) fällt. Aus Fi¬ gur 4b ist erkennbar, dass eine Blisterverpackung zwischen der Trägeroberseite 22 und der Trägerunterseite 21 des Trägerab¬ schnitts 2 eingelegt ist. Die Trägerunterseite 21 weist zu den Näpfen 11 korrespondierende Aussparungen auf, sodass das Verpa¬ ckungsgut nur durch die Basisfolie 14 werden muss.
Wie aus Figur 5 hervorgeht, kann eine Verpackung 1 einen zweiten Trägerabschnitt 2' aufweisen, welcher an den ersten Trägerab¬ schnitt 2 anschliesst. In der Ruhelage ist der Trägerabschnitt 2 um eine Falz- oder Perforationslinie umgeklappt, wobei die fla¬ chen Folien der Blisterverpackungen jeweils gegeneinander ge¬ richtet sind. Ähnlich wie in Figur 4a dargestellt, bildet die Vorderseitenwand 5, der Gelenkstreifen 7 zusammen mit den Trä¬ gerabschnitten 2 und 2' einen Hohlkörper. Auch bei dieser Verpa¬ ckung ist sichergestellt, dass in einer Entnahmeposition Verpa¬ ckungsgut derart entnommen werden kann, dass das Verpackungsgut in das Schachtelinnere Aufnahmebehältnis fallen kann.
Der zweite Trägerabschnitt 2' ist über einen Gelenkfalz 15 mit dem ersten Trägerabschnitt 2 verbunden. Der Gelenkfalz 15, wel¬ cher das freie Ende der Trägerabschnittanordnung 2 mit 2' bil¬ det, ist in der gezeigten Ruhelage etwa im Verbindungsbereich zwischen Rückseitenwand 8 und Bodenabschnitt 4 angeordnet.
Figur 6 zeigt einen weiteren Zuschnitt 16. Die Vorderseitenwand 5 ist durch Falz- oder Perforationslinien derart unterteilt, dass die Vorderseitenwand 5 parallelogrammartig als Hohlseiten- wand aus der Ebene des Bodenabschnitts 4 aufrichtbar ist (vgl. nachfolgende Figur 9) . Der für die Innenwand 41 vorgesehene Ab¬ schnitt ist durch schräg angeordnete Einschnitte 23 unterteilt, die vom Trägerabschnitt 2 ausgehend gegen die Falz- oder Perfo¬ rationslinie zwischen Innenwand 41 und Verbindungssteg 43 ver¬ laufen. Damit ist sichergestellt, dass der Trägerabschnitt 2 bei Erhalt der Stabilität der Verpackung einfach aus dem Schachtel- innern ausklappbar ist. Die Niederhaltezunge 10 wird durch eine Schnitt-Falzlinien-Anordnung (Einschnitte: Ausgezogen, Falzli¬ nien: gestrichelt) im Bereich des Gelenkfalzes 20 definiert, welche im aufgerichteten Zustand einen schräg verlaufenden Stützsteg 27 bildet. Dazu weist der Zuschnitt 16 zwei im rechten Winkel zum Gelenkfalz 20 verlaufende Einschnitte 38 und 38' so¬ wie dazu quer verlaufende Biege- und/oder Perforationslinien 39, 39' sowie 39' ' auf.
Die Figuren 7 und 8 zeigen eine Verpackung 1, die aus dem Zu¬ schnitt gemäss Figur 6 hergestellt worden ist. In Figur 7 befin¬ det sich der Trägerabschnitt 2 zusammen mit der Vorderseite 5 in der Ebene des Bodenabschnitts 4. In Figur 8 ist der Trägerab¬ schnitt 2 in das Innere der Schachtel eingeklappt. Der Verbin¬ dungssteg 43 liegt auf den Verbindungsstegen 33 und 33' , der als Hohlseitenwände ausgebildeten Querseitenwände 6 und 6' auf. Die jeweiligen Verbindungsstege 33, 33' sowie 43 der als Hohlseiten-
wände ausgebildeten Seitenwände bilden eine Auflagefläche für den Deckelabschnitt 3. Aus Figur 8 ist sodann erkennbar, wie die aufgerichtete Position der Niederhaltezunge sichergestellt ist. Einerseits liegt die Niederhaltezunge 10 an der Rückseitenwand 8 an, andererseits wird ein Umklappen der Niederhaltezunge 10 in die Ebene des Bodenabschnitts durch den Stützstreifen 27 verhin¬ dert.
Figur 9 zeigt deutlich, dass die Vorderseitenwand 5 als Hohlsei- tenwand mit Aussenwand 42, Innenwand 41 und diese verbindenden Verbindungssteg 43 ausgebildet ist und dadurch eine Art Hohlkör¬ per bildet. Die als Hohlseitenwand ausgebildete Vorderseitenwand 5 ist parallelogrammartig ausgebildet, sie könnte jedoch auch eine Trapezform aufweisen. In diesem Fall würde die Innenwand im Querschnitt schräg verlaufen. Aus Figur 9 ist weiterhin nochmals ersichtlich, dass mit Hilfe des Stützstegs 27 ein Umklappen der Niederhaltezunge in die Ebene des Bodenabschnitts 4 bzw. Träger¬ abschnitts 2 verhindert wird. Das Niederhalteelement 10 mit dem Stützsteg 27 ist in Figur 10 im Detail dargestellt. Wie aus Fi¬ gur 10 klar hervorgeht, besteht der Stützsteg 27 aus zwei Steg¬ abschnitten 35 und 36, die durch die Biege-, Falz oder Perfora¬ tionslinie 39' voneinander getrennt sind.
Die Figuren IIa und IIb zeigen alternativ, wie der Trägerab¬ schnitt 2 in der Ruhelage in einer festen Position gehalten wer¬ den könnte. Figur IIa zeigt ein an den Bodenabschnitt 4 gekleb¬ ten Niederhaltelappen 26, in welchem das freie Ende des Träger¬ abschnitts 2 eingreift, wodurch der Trägerabschnitt 2 in der Ru¬ helage in einer festen Position im Bereich des Bodenabschnitts 4 verbleibt. Wie Figur IIb zeigt, kann der Trägerabschnitt 2 auch durch ein separates Teil 29, beispielsweise durch ein Schaum¬ stoff- oder Styroporstück in einer festen Lage gehalten werden.
Die Figur 12 zeigt einen weiteren Zuschnitt 16, welcher sich vom Zuschnitt gemäss Figur 11 etwa wie folgt unterscheidet: An einem ersten Trägerabschnitt 2 ist ein zweiter Trägerabschnitt 2' vor¬ gesehen, welcher um einen Gelenkfalz 15 umklappbar ist. Sodann ist im Zuschnitt 16 im Bereich des Trägerabschnitts 2 mit Hilfe der dargestellten Einschnitte ein Niederhaltestreifen 29 vorge¬ sehen, welcher in der Ruhelage senkrecht zum Bodenabschnitt 4 verläuft (siehe dazu nachfolgende Figur 13) . Mit Hilfe eines et¬ wa rechteckigen aufzuklebenden Kartonteils 37 kann eine Blister- verpackung in den Trägerabschnitt 2 integriert werden.
Wie aus Figur 13 hervorgeht, ist der Niederhaltestreifen 29 der¬ art im Bereich des Gelenkfalzes 15 angeordnet, dass die jeweili¬ gen Trägerabschnitte nicht mit dem Deckelabschnitt 3 oder dem Bodenabschnitt 4 in Berührung kommen.