VERDUNKELUNGSVORRICHTUNG FÜR KRAFTFAHRZEUGE
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur mindestens teilweisen Abdeckung einer oder mehrerer lichtdurchlässiger Scheiben mittels eines Rollos.
Die Erfindung findet eine besonders vorteilhafte, jedoch nicht ausschließliche Anwendung auf dem Gebiet der Kraftfahrzeuge.
Heute werden immer mehr Dächer von Kraftfahrzeugen mit lichtdurchlässigen, d.h. transparenten oder durchscheinenden Scheiben ausgestattet. Es handelt sich im Allgemeinen entweder um ein Schiebedachsystem, dessen bewegliche Scheibe aus Glas ausgeführt wird, oder um eine feste Scheibe aus Glas, die direkt einen mehr oder weniger großen Teil des Daches bildet.
Unabhängig von der jeweiligen Ausführungsform wird in der Praxis diese Art von mehr oder weniger transparenter Scheibe systematisch in Kombination mit einer Lichtverdunkelung verwendet, welche geeignet ist, parallel zur Innenfläche der Glasscheibe ausgefahren zu werden. Die Aufgabe einer solchen Vorrichtung ist es, zu verhindern, dass die Lichtstrahlen, die durch die Glasscheibe eindringen, sich im Inneren des Fahrzeuges verbreiten. Ziel ist dabei natürlich, den Treibhauseffekt im Inneren des Kraftfahrzeuges insbesondere an Tagen mit starker Sonneneinstrahlung zu begrenzen.
Zu den nach dem Stand der Technik an sich bekannten Verdunkelungsvorrichtungen gehören die Vorrichtungen, die ihre Funktion dadurch erfüllen, dass ein Vorhang mit Aufrollvor- richtung eingesetzt wird. Schematisch wird eine mehr oder weniger lichtdurchlässige Leinwand für die Verschiebung relativ zu einem abzudunkelnden Bereich zwischen einer Aufnahmeposition und einer ausgefahrenen Position beweglich montiert. Genauer gesagt werden zwei gegenüberliegende En- den der Leinwand bzw. des Rollostoffes jeweils einerseits mit einem von dem abzudunkelnden Bereich beabstandet in a- xialer Rotation beweglich montierten Aufwickelrohr und andererseits mit einer für die Verschiebung längs des genannten abzudunkelnden Bereiches beweglich montierten Zugstange fest verbunden. Das Ganze ist in der Weise ausgestaltet, dass die Leinwand bzw. der Rollostoff in der Aufnahmeposition um das Aufwickelrohr aufgerollt wird, und dass sich die Leinwand bzw. der Rollostoff in der ausgefahrenen Position unterhalb des abzudunkelnden Bereiches erstreckt.
Bei dieser Ausführungsform wird das Aufwickelrohr im Allgemeinen nicht vollständig frei für eine axiale Rotation montiert, sondern mit einer Torsionsfeder gekoppelt, die es permanent in der Richtung des Aufrollens der Leinwand bzw. des Rollostoffs beaufschlagt. Ziel dabei ist, die Leinwand bzw. den Rollostoff zwischen der Zugstange und dem Aufwickelrohr in Längsrichtung zu spannen, wenn die Leinwand bzw. der Rollostoff ausgefahren wird. Unabhängig davon weist eine solche Ausgestaltung den Nachteil auf, nur dann zu funktionieren, wenn die Zugstange vollständig blockiert ist.
Im Falle einer rein manuellen Vorrichtung bedeutet dies, dass die Zugstange eingehakt werden muss, um die Verdunkelungsfunktion effektiv zu gestalten. Dies setzt entsprechend voraus, dass außerhalb der Aufnahmeposition nur eine Einsatzposition wirklich nutzbar ist, nämlich die ausgefahrene Position. Schlussendlich bedeutet dies, dass eine solche Alles-oder-nichts-Funktion bewirkt, dass eine, solche Verdunkelungsvorrichtung in der Praxis unbefriedigend ist.
Eine motorgetriebene Verdunkelungsvorrichtung gestattet es natürlich, dieses Problem zu lösen. Mehrere Positionen umfassende Antriebsmittel, welche zwei Seile antreiben, die jeweils an den beiden Enden der Zugstange angebracht werden, sind in der Tat durchaus in der Lage, die Leinwand bzw. den Rollostoff zwischen der Aufnahmeposition und der ausgefahrenen Position zu bewegen, aber auch, die Zugstange unabhängig von der Position der Leinwand bzw. des Rollostoffs relativ zum abzudunkelnden Bereich zu blockieren. Eine solche Ausgestaltung erweist sich jedoch im Vergleich zu einer manuellen Verdunkelungsvorrichtung als besonders kostspielig, was deren Einsatz bei zahlreichen Anwendungen unmöglich macht.
Es ist jedoch eine Verdunkelungsvorrichtungen bekannt, die sowohl manuell betätigt wird als auch mehrere Positionen ermöglicht und die demzufolge geeignet ist, sämtliche genannten Schwierigkeiten zu überwinden. Verglichen mit ihrem vorstehend beschriebenen manuellen Gegenstück unterscheidet sich diese mehrere Positionen ermöglichende Vorrichtung da- durch, dass sie keinerlei Rückholfeder im Bereich des Aufwickelrohres aufweist, sondern im Gegensatz dazu über Organe verfügt, die geeignet sind, die Verschiebung der
Zugstange mit der axialen Rotation des Aufwiekelröhres zu verbinden, wenn die Leinwand bzw. der Rollostoff für die Verschiebung zwischen der Aufnahmeposition und der ausgefahrenen Position angetrieben wird.
Konkret ist jedes Ende der Zugstange mit einem Seil fest verbunden, das in Form des Antriebs mit einer konischen Rolle zusammenwirkt, die ihrerseits an dem entsprechenden Ende des Aufwiekelröhres befestigt ist. Die konische Form jeder Rolle wird durch die unabdingbare Notwendigkeit vorgegeben, Verschiebungswege der Zugstange zur Verfügung zu haben, die den Aufroll- oder Abrolllängen der Leinwand bzw. des Rollostoffes entsprechen, um in sämtlichen' Positionen eine konstante Spannung der Leinwand bzw. des Rollostoffs zwischen der Zugstange und dem Aufwickelrohr zu garantieren. Dies bedeutet natürlich, dass jede konische Rolle in der Weise ausgeformt werden muss, dass der Durchmesser der um das Aufwickelrohr aufgewickelten Leinwand ständig demjenigen jedes um die Rolle aufgerollten Seils entspricht, und zwar unabhängig von der Anzahl der Drehungen des Aufwickel- rohres.
Diese Art von Verdunkelungsvorrichtung weist jedoch den Nachteil auf, aufgrund der häufig übergroßen Wege der koni- sehen Rollen in der Querrichtung sehr sperrig zu sein, was entsprechend die Breite des gegebenenfalls abzudunkelnden Bereichs mindert. Konstruktionsgemäß ist die Breite jeder Rolle in der Tat direkt proportional zur Anzahl der Drehungen des Aufwickelrohres, die notwendig ist, um die Leinwand bzw. den Rollostoff vollständig aufzurollen, was bedeutet, dass sie in dem Maße größer wird, wie die Länge der Leinwand bzw. des Rollostoffs zunimmt.
Entsprechend ist das durch den Gegenstand der vorliegenden Erfindung zu lösende technische Problem, eine Verdunkelungsvorrichtung vorzuschlagen, die einen Rollostoff auf- weist, dessen zwei entgegengesetzten Enden jeweils mit einem von einem abzudunkelnden Bereich beabstandet in der a- xialen Rotation beweglich montierten Aufwickelrohr und einer für die Verschiebung längs des abzudunkelnden Bereiches beweglich montierten Zugstange fest verbunden sind, wobei der Rollostoff für die Verschiebung zwischen einer Aufnahmeposition, in der er um das Aufwickelrohr aufgerollt ist, und einer ausgefahrenen Position, in der er sich unterhalb des abzudunkelnden Bereiches erstreckt, beweglich montiert ist, wobei die Verdunkelungsvorrichtung des Weiteren min- destens ein Organ aufweist, welches geeignet ist, die Verschiebung der Zugstange mit der axialen Rotation des Aufwickelrohres zu koppeln, wenn der Rollostoff für die Verschiebung zwischen der Aufnahmeposition und der ausgefahrenen Position angetrieben wird, und wobei diese Verdunke- lungsVorrichtung es erlauben würde, die Probleme nach dem Stand der Technik zu vermeiden, indem sie beiderseits des abzudunkelnden Bereiches in der Querrichtung eine wesentlich verbesserte kompakte Form aufweist und gleichzeitig einen besonders niedrig gehaltenen Gestehungskostenpreis bietet.
Die Lösung des gestellten technischen Problems besteht erfindungsgemäß darin, dass jedes Kopplungsorgan mindestens ein elastisches Rückholmittel aufweist, das geeignet ist, den Rollostoff in Längsrichtung zwischen der Zugstange und dem Aufwickelrohr unter Spannung zu setzen, wobei das Rückholmittel einen integralen Bestandteil der Übertragungsket-
te bildet, die die Kopplung der Zugstange mit dem Aufwickelrohr für die Verschiebung sicherstellt.
Die Tatsache, dass ein elastisches Rückholmittel einen in- tegralen Bestandteil der Übertragungskette bildet, bedeutet, dass es in direkter und effektiver Weise bei der Kopplung der Zugstange mit dem Aufwickelrohr für die Verschiebung mitwirkt. Dies bedeutet, dass es direkt für die Verschiebung mit den anderen beweglichen Elementen zusammen- wirkt, die das Kraftübertragungsorgan und die Übertragungs- kette bilden.
Konkret ermöglicht das Vorhandensein jedes elastischen Rückholmittels den Ausgleich des Unterschieds zwischen dem Verschiebungsweg der Zugstange, der a priori im Zeitablauf konstant ist, und der Aufroll- oder Abrolllänge des Rollostoffes, die ihrerseits als Funktion der Anzahl der Umdrehungen des Aufwickelrohres variabel ist.
Die so definierte Erfindung bietet einerseits den Vorteil, ein Funktionieren mit mehreren Positionen zu ermöglichen und andererseits durchaus mit einer rein manuellen Bedienung kompatibel zu sein. Indem die sperrigen konischen Rollen nach dem Stand der Technik vermieden werden, ermöglicht es die Erfindung des Weiteren, den Platzbedarf der Verdunkelungsvorrichtung in Querrichtung beiderseits des abzudunkelnden Bereiches zu minimieren und damit bei einer Vorrichtung mit gegebenen Abmessungen die Verdunkelungsfläche zu maximieren. Unabhängig von der Art der Umsetzung bietet die Erfindung im Übrigen den Vorteil, im Aufbau relativ einfach zu sein, was es ihr ermöglicht, im Vergleich zu ä-
quivalenten Systemen nach dem Stand der Technik wenig kostspielig zu sein.
Die vorliegende Erfindung betrifft auch die Merkmale, wel- che sich aus der folgenden Beschreibung ergeben und welche einzeln in allen möglichen technischen Kombinationen zu berücksichtigen sind.
Diese als nicht einschränkendes Beispiel gegebene Beschrei- bung macht besser verständlich, aus was die Erfindung besteht und wie sie realisiert werden kann. Sie wird im Übrigen unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen gegeben, in denen
die Figuren 1 bis 5 schematische Darstellungen von fünf Verdunkelungsvorrichtungen entsprechend fünf verschiedenen Ausfüh'rungsformen der Erfindung von unten enthalten.
Aus Gründen der Klarheit werden die jeweils gleichen Be- standteile mit identischen Bezugszeichen bezeichnet. Des Weiteren werden lediglich die für das Verständnis der Erfindung wesentlichen Bestandteile dargestellt, wobei dies auch nicht maßstabsgerecht und nur in schematischer Form erfolgte.
Fig. 1 zeigt eine Verdunkelungsvorrichtung 1, die dazu bestimmt ist, im Bereich des Innenraums eines Kraftfahrzeuges mit dem Ziel montiert zu werden, das Licht abzudunkeln, das durch eine die Dachhaut bildende fest Glasscheibe hindurch- tritt. Anzumerken ist, dass der abzudunkelnde Bereich hier durch den wirklich lichtdurchlässigen Teil der Glasscheibe, also denjenigen Teil gebildet wird, der tatsächlich Licht-
strahlen in das Innere des Fahrgastraums eintreten lässt und der demzufolge nicht gegenüber einem beliebigen Teil der Karosserie oder einem beliebigen Bestandteil der Innenausstattung angeordnet ist.
Unabhängig davon weist die VerdunkelungsVorrichtung 1 zunächst einen lichtundurchlässigen Rollostoff 10 auf, von dem zwei entgegengesetzte Enden 11, 12 jeweils einerseits mit einem von dem abzudunkelnden Bereich beabstandet in a- xialer Rotation beweglich montierten Aufwickelrohr 20 und andererseits mit einer längs des genannten abzudunkelnden Bereiches für die Verschiebung beweglich montierten Zugstange 30 fest verbunden sind.
Um parallel zur Innenfläche der Glasscheibe ausgefahren werden zu können, ist der Rollostoff 10 für die Verschiebung zwischen einer Aufnahmeposition, in der er auf das Aufwickelrohr aufgerollt wird, und einer ausgefahrenen Position, in der er sich unterhalb des genannten abzudunkeln- den Bereiches erstreckt, beweglich montiert.
Die VerdunkelungsVorrichtung 1 ist des Weiteren mit zwei Organen 40a, 40b versehen, welche in der Lage sind, die Verschiebung der Zugstange 30 mit der axialen Rotation des Aufwickelrohres 20 zu koppeln, wenn die Leinwand 10 für die Verschiebung zwischen der Aufnahmeposition und der ausgefahrenen Position angetrieben wird.
Entsprechend dem Gegenstand der vorliegenden Erfindung weist jedes Kopplungsorgan 40a, 40b ein elastisches Rückholmittel 41a, 41b auf, welches in der Lage ist, den Rollostoff 10 zwischen der Zugstange 30 und dem Aufwickelrohr 20
in Längsrichtung unter Spannung zu setzen, und das einen integralen Bestandteil der Übertragungskette bildet, welche die Kopplung der Zugstange 30 mit dem Aufwickelrohr 20 für die Verschiebung sicherstellt.
Bei dieser besonderen Ausführungsform, die lediglich als Beispiel gewählt wird, sind die Kopplungsorgane 40a, 40b jeweils in der Lage, jedes Ende 31, 32 der Zugstange 30 mit dem entsprechenden Ende 21, 22 des Aufwickelrohres 20 für die Verschiebung dann zu koppeln, wenn der Rollostoff 10 für die Verschiebung zwischen der Aufnahmeposition und der ausgefahrenen Position angetrieben wird. Dieses Merkmal gestattet es in vorteilhafter Weise, die Verschiebung der Zugstange 30 in vollständig symmetrischer Form zu führen, d.h. also ohne ein beliebiges Querstellen, das geeignet wäre, das ordnungsgemäße Ausfahren des Rollostoffes 10 zu behindern.
Nach einem Erfindungsmerkmal weist jedes Kopplungsorgan 40a, 40b ein flexibles Kraftübertragungselement 42a, 42b auf, das mit der Zugstange 30 verbunden und geeignet ist, in Form des Antriebs mit einem mit dem Aufwickelrohr 20 verbundenen drehbaren Kraftübertragungselement 43a, 43b zusammenzuwirken.
Bei dieser ersten Ausführungsform der Erfindung wird die Verdunkelungsvorrichtung 1 von Hand betätigt, was den Vorteil einer extremen strukturellen Einfachheit des Ganzen bietet. Im Übrigen ist das flexible Kraftübertragungsele- ment 42a, 42b jedes Kopplungsorgans 40a,. 40b über ein elastisches Rückholmittel 41a, 41b, welches in der Lage ist, eine Zugkraft zwischen dem genannten flexiblen Kraftüber-
tragungselement 42a, 42b und der genannten Zugstange 30 auszuüben, mit der Zugstange 30 verbunden.
Bei diesem Ausführungsbeispiel wird das in jedes Kopplungs- organ 40a, 40b integrierte elastische Rückholmittel 41a, 41b durch eine zylindrische Zugfeder gebildet, deren eines Ende mit dem flexiblen Kraftübertragungselement 42a, 42b fest verbunden ist und deren anderes Ende mit der Zugstange 30 fest verbunden ist.
Es ist anzumerken, das Fig. 1 lediglich eine Prinzipdarstellung bildet und dass jedes elastische Rückholmittel 41a, 41b in der Praxis aus offensichtlichen Gründen des Platzbedarfs und der Ästhetik vorteilhafterweise in den In- nenbereich der Zugstange 30 integriert wird.
Jedes drehbare Kraftübertragungselement 43a, 43b wird seinerseits durch eine Rolle gebildet, welche in der Aufroll- bewegung mit dem flexiblen Kraftübertragungselement 42a, 42b zusammenzuwirken vermag, dessen Profil a priori beliebig sein kann, da das gegenseitige Antreiben zwischen diesen beiden Elementen durch Reibung erfolgt.
Es ist anzumerken, dass jede Rolle hier in steifer Form fest mit dem entsprechenden Ende 21, 22 des Aufwiekelröhres 20 verbunden ist. Diese Verbindung könnte jedoch durchaus über ein zweites elastisches Rückholmittel hergestellt werden, dessen Wirkung entsprechend diejenige der ein elastisches Rückholmittel 41a, 41b bildenden zylindrischen Zugfe- der ergänzen würde. Unabhängig davon wird die Einheit bestehend aus dem Aufwickelrohr 20 und den beiden drehbaren
Kraftübertragungselementen 43a, 43b hier in der Rotation beweglich relativ zu festen Lagern 60a, 60b montiert.
Das flexible Kraftübertragungselement 42a, 42b weist sei- nerseits in dem Sinne eine lineare Form auf, dass es zwei getrennte Enden besitzt, wobei eines mit der Zugstange 30 und das andere mit dem drehbaren Kraftübertragungselement 43a, 43b verbunden ist. Beispielsweise kann das flexible Kraftübertragungselement 42a, 42b entsprechend durch ein Seil oder durch einen Riemen gebildet werden. Es ist natürlich klar, dass bei dieser ersten Ausführungsform die Verbindung zwischen dem Ende jedes flexiblen Kraftübertragungselements 42a, 42b und der Zugstange 30 indirekt ist, denn sie wird über ein elastisches Rückholmittel 41a, 41b, im vorliegenden Fall eine zylindrische Zugfeder, hergestellt.
Bei diesem Ausführungsbeispiel ist des Weiteren zu bemerken, dass das Ende jedes flexiblen Kraftübertragungsele- ments 42a, 42b, welches dazu bestimmt ist, in Form des Antriebs mit einem drehbaren Kraftübertragungselement 43a, 43b zusammenzuwirken, fest mit dem drehbaren Kraftübertragungselement 43a, 43b verbunden ist. Dies bedeutet ganz einfach, dass das fragliche Ende nicht die Form eines Tot- seils hat, wie bei der nachstehend beschriebenen dritten Ausführungsform der Fig. 3. Es ist im Übrigen zu bemerken, dass in an sich bekannter Weise zwei Umlenkrollen 44a, 44b jeweils an der Verschiebungskinematik jedes flexiblen Kraftübertragungselements 42a, 42b beteiligt sind.
Nach einer nicht dargestellten Variante der ersten Ausführungsform könnte jedes flexible Kraftübertragungselement
42a, 42b die Form einer Schleife haben, die einerseits mit der Zugstange 30 verbunden ist und andererseits in Form des Antriebs mit dem entsprechenden drehbaren Kraftübertragungselement 43a, 43b zusammenwirkt. Im Übrigen könnte je- des flexible Kraftübertragungselement 42a, 42b des Weiteren überstehende Teile aufweisen, die regelmäßig über die Länge verteilt und in der Lage wären, durch Eingriff auf der Höhe des abzudunkelnden Bereiches mit Löchern mit im Wesentlichen komplementären Querschnitten zusammenzuwirken, die längs der entsprechenden Seitenkante des Rollostoffes 10 angeordnet sind. Dieses Merkmal hätte den Vorteil, eine Abstützung des Rollostoffes 10 in Querrichtung zu ermöglichen, wenn dieser unterhalb des abzudunkelnden Bereiches ausfährt.
Unabhängig davon ist es wichtig anzumerken, dass diese Besonderheit bedeutet, dass jedes flexible Kraftübertragungs- element 42a, 42b die Form einer Schleife aufweist. Es ist in der Tat unerlässlich, dass in dem abzudunkelnden Bereich ein Teil des flexiblen Kraftübertragungselements 42a, 42b sich stets zum Rollostoff 10 parallel verschiebt, sodass diese beiden Elemente tatsächlich in der Lage sind, fest miteinander verbunden zu bleiben.
Fig. 2 zeigt eine Verdunkelungsvorrichtung 100, die einer zweiten Ausführungsform der Erfindung entspricht. Wenngleich die Bedienung nach wie vor manuell ist, unterscheidet sich die Verdunkelungsvorrichtung 100 von der ersten beschriebenen Ausführungsform im Wesentlichen durch die Tatsache, dass das drehbare Kraftübertragungselement 143a, 143b jedes Kopplungsorgan 140a, 140b hier über ein elastisches Rückholmittel 141a, 141b mit dem Aufwickelrohr 20
verbunden ist, welches in der Lage ist, eine Torsionskraft zwischen dem drehbaren Kraftübertragungselement 143a, 143b und dem Aufwickelrohr 20 auszuüben.
Dies bedeutet mit anderen Worten, dass jedes drehbare Kraftübertragungselement 143a, 143b in der axialen Rotation mit dem Aufwickelrohr 20 über ein elastisches Rückholmittel 141a, 141b verbunden ist, das einen gewissen Winkelversatz zwischen den beiden Elemente ermöglicht. Das Ganze ist in der Weise ausgestaltet, dass die Drehachse jedes drehbaren Kraftübertragungselements 143a, 143b mit derjenigen des Aufwickelrohres 20 kolinear ist. Natürlich unterliegt die Winkelverschiebung zwischen jedem drehbaren Kraftübertragungselement 143a, 143b und dem Aufwickelrohr 20 ständig der RückholWirkung, die durch das entsprechende elastische Rückholmittel 141a, 141b ausgeübt wird. Unabhängig von dieser inneren Beweglichkeit ist die aus dem Aufwickelrohr 20 und den beiden drehbaren Kraftübertragungselementen 143a, 143b bestehende Einheit relativ zu festen Lagern 160a, 160b beweglich montiert.
Bei diesem Ausführungsbeispiel wird das elastische Rückhol- mittel 141a, 141b jedes Kopplungsorgans 140a, 140b durch eine Spiralfeder gebildet, deren eines Ende mit dem drehba- ren Kraftübertragungselement 143a, 143b und deren anderes Ende mit dem Aufwickelrohr 20 fest verbunden ist.
Wie bei der ersten Ausführungsform wird angemerkt, dass jedes drehbare Kraftübertragungselement 143a, 143b durch eine Rolle gebildet wird, welche in der Lage ist, in einer Aufrollbewegung mit einem linearen flexiblen Kraftübertragungselement 142a, 142b zusammenzuwirken. In gleicher Weise
ist anzumerken, dass jedes flexible Kraftübertragungselement 142a, 142b ein im Wesentlichen glattes Profil aufweist und über ein Ende verfügt, das direkt fest mit dem drehbaren Kraftübertragungselement 143a, 143b verbunden ist. Es sind hier erneut zwei an sich bekannte Umlenkrollen 144a, 144b vorhanden, die jeweils an der Verschiebungskinematik jedes flexiblen Kraftübertragungselements 142a, 142b beteiligt sind.
An dieser Stelle der Beschreibung wird im Übrigen bemerkt, dass es durchaus in Betracht gezogen werden kann, die Wirkung der elastischen Rückholmittel 141a, 141b mit derjenigen der elastischen Rückholmittel 41a, 41b zu kombinieren, wie sie bei der Verdunkelungsvorrichtung 1 verwendet wur- den.
Fig. 3 zeigt eine Verdunkelungsvorrichtung 200 entsprechend einer dritten Ausführungsform der Erfindung. Im Vergleich zu den beiden ersten beschriebenen unterscheidet sich die- ses Ausführungsbeispiel zunächst durch die Tatsache, dass die Verdunkelungsvorrichtung 200 Motormittel 250 aufweist, welche in der Lage sind, den Rollostoff 10 zwischen der Aufnahmeposition und der ausgefahrenen Position für die Verschiebung anzutreiben. Die genannten Motormittel können geringe Drehmomente im Vergleich zu Motorisierungen an sich bekannter Aufrollmittel mit Rückholfedern im Rohr aufweisen.
In besonders vorteilhafterweise sind die Motormittel 250 hier in der Lage, ein bewegliches Kraftübertragungselement
242a, 242b, 243a, 243b jedes Kopplungsorgans 240a, 240b für die Verschiebung anzutreiben. Es ist klar, dass ein beweg-
liches Kraftübertragungselement 242a, 242b, 243a, 243b jeweils in beliebiger Weise ein flexibles Kraftübertragungs- element 242a, 242b oder ein drehbares Kraftübertragungsmittel 243a, 243b bezeichnen kann.
Bei diesem Ausführungsbeispiel weisen die Motormittel 250 in schematischer Weise einen Elektromotor auf, der aus Gründen der Klarheit nicht dargestellt wird, welcher geeignet ist, zwei Antriebsritzel 251 mit gerader Verzahnung in Drehung zu versetzen, die in Fig. 3 überlagert dargestellt werden. Das Ganze ist so ausgestaltet, dass jedes Antriebs- ritzel 251 in Form des Antriebs jeweils mit dem flexiblen Kraftübertragungselement 242a, 242b jedes eingesetzten Kopplungsorgans 240a, 240b zusammenzuwirken vermag.
Die Verdunkelungsvorrichtung 200 unterscheidet sich auch dadurch von ihren manuell betriebenen Gegenstücken, dass jedes drehbare Kraftübertragungselement 243a, 243b durch ein Ritzel gebildet wird, welches durch Eingriff mit einem gezahnten flexiblen Kraftübertragungselement 242a, 242b zusammenwirken vermag.
Beispielsweise kann das flexible Kraftübertragungselement 242a, 242b durch einen Zahnriemen oder durch ein zahnstan- genfδrmiges Seil gebildet werden, insbesondere vom Typ Seitenzug oder vom fest angegossenen Typ. Was insbesondere den letzten Punkt betrifft, kann es sich um ein Stahlseil, ein Geflecht aus Polyester oder Kevlar handeln, an dem Kugeln oder Zähne in konstanten Abständen in den Bereichen fest angegossen werden, die durch das Eingreifen mit den Ritzeln betroffen sind (Öffnungs-/Schließungsbewegung) . Das Seil kann in den anderen Bereichen zahnlos sein.
Jedes flexible Kraftübertragungselement 242a, 242b hat im Übrigen eine lineare Form, deren eines Ende mit der Zugstange 30 und deren anderes Ende mit dem entsprechenden drehbaren Kraftübertragungselement 243a, 243b verbunden ist; letztes Ende endet hier als Totseil.
Im Übrigen ist der Aufbau der Kopplungsorgane 240a, 240b im Wesentlichen mit der bei der Verdunkelungsvorrichtung 1 verwendeten vergleichbar, insbesondere was die Anordnung und das Funktionieren der elastischen Rückholmittel 241a, 241b betrifft. Außerdem werden zwei doppelte Umlenkrollen 244a, 244b in an sich bekannter Form eingesetzt.
Fig. 4 zeigt eine Verdunkelungsvorrichtung 300, die einer vierten Ausführungsform der Erfindung entspricht. Diese unterscheidet sich von der dritten Ausführungsform im Wesentlichen aufgrund der Tatsache, dass das drehbare Kraftübertragungselement 343a, 343b jedes Kopplungsorgans 340a, 340b hier die Form einer Schleife hat, die einerseits mit der Zugstange 30 verbunden ist und andererseits für den Antrieb mit dem entsprechenden drehbaren Kraftübertragungselement 343a, 343b zusammenwirkt.
Nicht jedes flexible Kraftübertragungselement 342a, 342b ist direkt fest mit der Zugstange 30 verbunden, da das e- lastische Rückholmittel 341a, 341b des entsprechenden Kopplungsorgans 340a, 340b zwischen diesen beiden Elementen eingesetzt wird, um zwischen beiden eine Zugkraft ausüben zu können. Es handelt sich hier um eine zylindrische Zugfeder.
Hinsichtlich des Kopplungsorgans 340a, 340b ist auch hier konkret ein Ritzel vorhanden, das ein drehbares Kraftübertragungselement 343a, 343b bildet, welches durch Eingriff mit einem Zahnriemen zusammenzuwirken vermag, der ein mit Zähnen versehenes flexibles Kraftübertragungselement 242a, 242b bildet. Das Element der beweglichen Translation jedes Kopplungsorgans 340a, 340b, das für die Verschiebung durch ein Zahnrad 351 der Motormittel 350 angetrieben wird, ist ebenso wie beim dritten Ausführungsbeispiel das flexible Kraftübertragungselement 342a, 342b. Desgleichen sind auch die doppelten Umlenkrollen 344a, 344b für die Kinematik der Bewegung der fraglichen flexiblen Kraftübertragungselemente 342a, 342b erforderlich.
Nach einer nicht dargestellten Variante dieser vierten Ausführungsform könnten die längs jedes mit Zähnen versehenen flexiblen Kraftübertragungselementes 342a, 342b in Schleifenform angeordneten Zähne in dem abzudunkelnden Bereich in der Lage sein, durch Eingriff mit Löchern mit im Wesentli- chen komplementären Querschnitten zusammenzuwirken, die längs der entsprechenden Seitenkante des 'Rollostoffes 10 angeordnet sind. Dieses Merkmal hätte den Vorteil, eine Abstützung des Rollostoffes 10 in Querrichtung zu ermöglichen, wenn diese in dem abzudunkelnden Bereich ausfährt.
Es ist jedenfalls wichtig anzumerken, dass diese Besonderheit bedeutet, dass jedes gezahnte flexible Kraftübertragungselement 342a, 342b die Form einer Schleife aufweist. Es ist in der Tat unerlässlich, dass in dem abzudunkelnden Bereich ein Teil des flexiblen Kraftübertragungselements 342a, 342b sich stets parallel zum Rollostoff 10 bewegt,
sodass diese beiden Elemente tatsächlich in der Lage sind, fest verbunden zu bleiben.
Fig. 5 zeigt eine Verdunkelungsvorrichtung 400 entsprechend einer fünften Ausführungsform der Erfindung. Diese liegt besonders nah bei dem vorstehend beschriebenen vierten Ausführungsbeispiel. Sie unterscheidet sich jedoch dadurch, dass das drehbare Kraftübertragungselement 443a, 443b jedes Kopplungsorgans 440a, 440b hier mittels eines elastischen Rückholmittels 441a, 441b mit dem Aufwickelrohr 20 verbunden ist, das in der Lage ist, eine Torsionskraft zwischen dem drehbaren Kraftübertragungselement 443a, 443b und dem Aufwickelrohr 20 auszuüben. In diesem Sinne nähert es sich auch an die Verdunkelungsvorrichtung 100 an, die Gegenstand der zweiten Ausführungsform der Erfindung ist.
Natürlich betrifft die Erfindung ganz allgemein ein Kraftfahrzeug, das mit mindestens einer Verdunkelungsvorrichtung 1, 100, 200, 300, 400 wie vorstehend beschrieben ausgestat- tet ist.