Bauplatte, Bauelement od. dgl.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine neue Bauplatte bzw. ein neues Bauelement, . insbesondere Trag-, Struktur-, Wandungs-, Verkleidungselement od. dgl. mit Mehrschichtaufbau, vorzugsweise auf Basis von Holz oder Holzwerkstoffen, welche(s) mit zumindest drei materialschlüssig aneinander gebundenen Schichten, Lagen, Platten, Folien od. dgl., insbesondere mit zwei voneinander beabstandet und zueinander parallel angeordneten Deckschichten und mindestens einer zwischen denselben angeordneten und mit ihnen verbundenen Kernschicht gebildet ist. Es ist eine große Anzahl von nach verschiedenen Grundsätzen aufgebauten im
Wesentlichen platten- und/oder balkenartigen Bau-, Struktur-, Trag-, Wandungs- ünd/oder Verkleidungselementen für verschiedene Zwecke, wie für den Einbau in schon vorhandene Baustrukturen vorgesehene Bauelemente od. dgl. mit Schichtaufbau für
Neubau, Ausbau, Sanierung, Ausstattung od. dgl. von Gebäuden, Bauwerken, Bauten u. dgl. sowie für mobile Bauten, Trennelemente od. dgl., wie sie z.B. für Ausstellungen,
Messen, Präsentationen, Märkte od. dgl. Verwendung finden, sowie weiters insbesondere für Platten für die Ausstattung von Bauten und für Trennelemente in Bauten, mit Wärme- und Schallschutz-Verkleidungen od. dgl., für den Möbel- und Messebausektor sowie für Ver- und Auskleidungselemente im Fahrzeug- und Boots- bzw. Schiffbau, für die Ausstattung von Wohnwägen, Wohnmobilen od. dgl. oder aber auch für Bau- und Konstruktions-Hilfseinrichtungen, wie Schalungen im Hochbau u. dgl. bekannt geworden und kommen heute in großem und immer noch steigendem Umfang zum Einsatz.
Es ist nun auf Basis von in der Praxis gewonnenen konkreten Erfahrungen sowie von ausgedehnten Versuchsreihen im Rahmen entsprechender Entwicklungsarbeiten gelungen, neue Bauplatten bzw. Bauelemente od. dgl. der eingangs genannten Art mit wesentlich verbesserten Festigkeits-, Schall- und Wärmedämmwerten sowie sonstigen günstigen physikalischen, bautechnischen, bauphysikalischen und baubiologischen Eigenschaftswerten zu schaffen, welche sich insbesondere dann, wenn sie - wie bevorzugter Weise vorgesehen - aus oder zumindest überwiegend mit biogenen Materialien, also insbesondere mit natürlichen, also gewachsenen, Hölzern oder auf solchen beruhenden Holzwerkstoffen, erstellt sind, durch hohe Benutzungsqualität und Umweltfreundlichkeit und weiters durch biologische Abbaubarkeit und somit hohe Entsorgungsqualität auszeichnen.
Gegenstand der Erfindung sind nun. wie eingangs erwähnte Bauplatten bzw.. Bauelemente, wie insbesondere Trag-, Struktur-, Wandungs-, Verkleidungselemente od..
1 dgl. gemäß dem O b e r b e g r i f f des A n s p r u c h e s 1 , welche die im k e n n z e i c h n e n d e n T e i l dieses Anspruchs geoffenbarte(n) Merkmale bzw. Kombination von Merkmalen aufweisen.
Durch die erfindungsgemäß zwingend vorgesehene Ausrichtung der Fasern bzw.
5 Faserung der Kernschicht quer, also zumindest im Wesentlichen senkrecht zur Haupterstreckung der neuen Bauplatten ist bei vollem Erhalt der hohen mechanischen Festigkeit und Widerstandskraft, Schwingungsdämpfungs- und Wärmeisolier- Eigenschaften eine bauphysikalisch und baubiologisch wertvolle, ausgleichswirksame
Querdiffusion von Feuchte u. dgl. ermöglicht und gleichzeitig ist eine hohe mechanische in ι υ Belastbarkeit und Tragfähigkeit der neuen Bauelemente bzw. insbesondere auch
Flächenbelastbarkeit bei den neuen Bauplatte sichergestellt.
Die Neigung zur Schrumpfung oder Ausdehnung von Hölzern in Faserrichtung ist z.B. bei Änderung der Umgebungsfeuchte sehr gering und liegt maximal etwa bei 1 %, womit bei wechselnden Umgebungsbedingungen eine praktisch konstante Dicke der,
15 vorzugsweise wesentlich höhere Dicke als die Deckschichten aufweisenden Vertikalfaser- Kernschicht und damit im Wesentlichen des gesamten Bauelements bzw. der gesamten neuen Bauplatte gewährleistet ist.
Die neue Bauplatte bzw. das neue Bauelement od. dgl. ermöglicht es im großen
20 Ausmaß, für die im Vergleich zu dessen Deckschichten relativ dicke und somit relativ hohen Anteil am Gesamtvolumen derselben bzw. desselben einnehmende Kern-, also Vertikalfaser-Schicht jeweils übliche und jeweils der Marktlage entsprechend möglichst kostengünstige und vorteilhafter Weise sogar eher minderwertige Hölzer, Abfallhölzer und insbesondere auch Leichthölzer zu verwenden, wodurch sich jedenfalls wesentliche
25 Kosteneinsparungen erzielen lassen, ohne dafür Einbußen hinsichtlich Stabilität und Festigkeit der neuen Bauelemente in Kauf nehmen zu müssen.
Ein wesentlicher weiterer Vorteil besteht darin, dass in Folge der "Vertikal- Ausrichtung" der Fasern bzw. Faserung in der Vertikalfaser-Schicht eben Hölzer mit geringer Dichte und/oder Querfestigkeit Verwendung finden können, die jedoch dennoch in Richtung der Holzfaserung gegen Einwirkung von Druck in Faserungsrichtung durchaus genügend stabil sind, womit mechanisch stabile Bauplatten mit bisher nicht erreichbaren geringen Raum-Dichten realisierbar sind, wobei auch die Materialstärke der neuen Platten, . Träger u. dgl. gering gehalten werden kann, wenn dies erforderlich ist. An dieser Stelle sei betont, dass der hier oft verwendete Begriff "Bauplatten" sich keineswegs nur auf Struktur- 35
, Schalungs- und Verkleidungsplatten für Bauten bezieht, sondern darunter auch allgemein
Platten für verschiedenste andere Zwecke' wie z.B. für die Bau-Ausstattungs-, Möbel- und Einrichturigsindustrie sowie für die verschiedensten Trag- und Trenhelemente u. dgl. für
1 Bau- und andere Zwecke zu verstehen sind.
Gemäß der im Rahmen des Anspruches 1 besonders bevorzugten Ausführungsform ist insbesondere im Sinne einer heute immer mehr geforderten wesentlichen Reduzierung des Gewichtes bzw. der Masse der heuen Bauplatte bzw. 5 Bauelemente od. dgl. und einer damit wesentlich verbesserten Handhabungsfreundlichkeit und Mobilität derselben bei durchaus hoher Stabilität und mechanischer Festigkeit vorgesehen, dass die - bevorzugter Weise mit Holz gebildete - Vertikalfaser-Schicht mit einer Vielzahl von dieselbe voll durchsetzenden - mit der zur Erstreckung der Deckplatten, im Wesentlichen senkrechten Ausrichtung der Vertikalfasem bzw. -Faserung des diese 10 Schicht bildenden Materials, vorzugsweise Holzes, zumindest im wesentlichen übereinstimmende insbesondere zu derselben parallele Ausrichtung aufweisenden - Vertikal-Hohlräumen, -Ausnehmungen, -Fräsungen, -Bohrungen od. dgl. ausgebildet ist.
Der Vorteil dieser im Rahmen der Erfindung besonders bevorzugten
Ausführungsform beruht darauf, dass gefunden wurde, dass durch die mit der Faser- 15
Richtung konform ausgerichteten Vertikal-Hohlräume in der Vertikalfaser-Schicht eine wesentliche Reduzierung des Gewichtes der neuen Bauplatte erreichbar ist, die jedoch keineswegs - wie eventuell zu erwarten - die Festigkeit dramatisch senkt, wobei aber (Feuchte-)Querdiffusionsfähigkeit und der Feuchtigkeitsausgleich wesentlich gesteigert 0 sind.
Den A n s p r ü c h e n 2, 3 und 4 sind nähere Angaben bezüglich der für die Eigenschaften der neuen Bauplatten bzw. Bauelemente im Rahmen der Erfindung bevorzugten Ausführungsformen, der günstigen Formgebung und Verteilung der Vertikal- Hohlräume sowie bevorzugt einzuhaltender Maßverhältnisse zwischen Leerraumvolumen 25 und Holzmasse in der Vertikalfaser-Schicht zu entnehmen.
Ganz wesentlich kann es bei Einsatz von . Holz im Bauwesen sein, hohes Augenmerk auf den Brandschutz zu legen.
Mit der im A n s p r u c h 5 beschriebenen Beschichtung der Innenwandungen der Vertikal-Hohlräume mit einer Intumeszenz-Pόlymermasse, welche bloß in geringer
^n . ■ .
■ Schichtdicke auf einfache Weise, vorzugsweise durch Spritzen aus in diese Hohlräume während des laufenden Produktionsprozesses kurzzeitig eingebrachte Düsen erfolgen kann, wird im Brandfall eine hochsichere Brandhemmung durch Ausfüllung der Hohlräume mit dem in der Hitze aufschäumenden Polymer erreicht, insbesondere dadurch, dass jede
Luftzufuhr unterbunden wird. 35 . .
Bevorzugt ist weiters eine Ausführύngsform der neuen Bauplatte od. dgl. gemäß
A n s p r u c h 6 . mit hinsichtlich ihren Materialien und/oder Materialeigenschaften zumindest im Wesentlichen übereinstimmenden Deckschichten;
-A-
<\ Dem Anspruch 7 ist eine, insbesondere im Sinne einer hohen Herstellungs-
Ökonomie, vorteilhafte Variante der Vertikalfaser-Schicht der erfindungsgemäßen Bauplatte zu entnehmen.
Die Ansprüche 8 bis 11 offenbaren im Sinne der weiteren Erhöhung der
5 mechanischen Festigkeit und Verzugsfestigkeit günstige Ausführungsformen der neuen
Bauplatte od. dgl., bei welchen innerhalb der Vertikalfaser-Schicht "aufrechtstehende", also ebenfalls "vertikale", die Festigkeit erhöhende Versteifungs- bzw. Armierungs-Leisten, die bevorzugter Weise aus Holz bestehen, für welche jedoch in Sonderfällen durchaus auch andere Materialien, wie z. B. Kunststoffe oder Metalle in Frage kommen, angeordnet 0 sind.
Zu den beiden Ausführungsvarianten der Bauplatte gemäß Anspruch 8 soll ergänzend ausgeführt sein, dass Platten gemäß der dort erst genannten Variante vornehmlich für den Möbel- und Innenausstattungsbau vorgesehen sind, und dass sich
Platten gemäß der zweiten Variante vornehmlich für tragende Bauteile, also z. B. für 5 . ' ■ ■ . •' ■
Decken u. dgl. eignen.
Dem Anspruch 12 ist eine im Rahmen der Erfindung besonders bevorzugte Ausführungsform der neuen Bauplatte mit Armierungsleisten zu entnehmen, die sich durch besonders hohe mechanische Stabilität, Festigkeit und Form-Konstanz auszeichnet. 0 Die Ansprüche 13 und 14 offenbaren vorteilhafte Ausbildungsvarianten der Deckschichten und im Hinblick auf eine möglichst hohe Gewichtsreduktion vorteilhafte Materialien für die Vertikalfaser-Schicht der neuen Bauplatte, des neuen Bauelements od. dgl.
Der Anspruch 15 beschäftigt sich mit einer speziellen Ausbildungsform der 5 Vertikälfaser-Schicht, welche bevorzugter Weise aus bzw. mit einzelnen, über ihre Vertikal-Seitenflanken seitlich aneinander gebundenen Vertikalfaser-Körpern gebildet ist.
Insbesondere in Hinblick auf eine kostengünstige Fertigung ist der Einsatz von wie in den Ansprüchen .16, 17, 18 und 19 im Detail beschriebenen Ausbildungsformen der Vertikalfäser-Körper für die Bildung der Vertikalfaser-Schicht der neuen Bauplatten, Bauelemente od. dgl. besonders bevorzugt.
Was die seitliche Abdeckung, also die Abdeckung der Schmalseiten-Flanken der neuen Bauplatten bzw. Bauelemente od. dgl. betrifft, so gibt darüber der Anspruch 20 näher Auskunft.
Dem Anspruch 21 ist eine besondere, entweder nur bogeηartig gekrümmte oder unter Umständen sogar etwa kuppelartig gewölbte Bauplatte od. dgl. gemäß einer weiteren Ausbildungsvariante der Erfindung zu entnehmen, welche sich z. B. zur . Verkleidung von Bauteilen mit entsprechend gekrümmter bzw. gewölbter "Topografie" .
^ eignen.
Die Erfindung beschränkt sich weiters keineswegs auf Platten od. dgl. für die verschiedensten Zwecke, sie ist weiters auf Tragelemente, Träger od. dgl. im Bauwesen gerichtet, also auf sich überwiegend längs erstreckende Bauelemente mit Tragfunktion,
5 welche die Vorteile hoher mechanischer Festigkeit, mit den sonstigen günstigen charakteristischen Eigenschaften von Holz in sich vereinen. Im A n s p r u c h 22 ist eine im Rahmen der Erfindung besonders bevorzugte Bau- und Ausführungsform eines solchen
Tragelementes, Gurtträgers od. dgl. geoffenbart. Es ist zu betonen, dass hier - wenn nur das Grundprinzip des Aufbaus gemäß der Erfindung beibehalten bleibt, jede Art der υ Ausgestaltung solcher Tragelemente offen steht.
Die A n s p r ü c h e 23 und 24 offenbaren insgesamt vier spezifisch zweckgerichtete und -erfüllende Formen der neuen Bauplatten bzw. Bauelemente od. dgl., welche einerseits als Schallschluckelemente bzw. -platten und andererseits als
Schallgenerier-, Verstärkungs- bzw. Resonanzelemente im Beschallungsgeräte- und 5
Instrumentenbau und weiters für einen ganz anderen Zweck, nämlich für hochstabile
Türblätter von einbruchssicheren Türen od. dgl. Einsatz finden können.
Da Schallschluckplatten gemäß Anspruch 23 in Wohn- und Arbeits-, wie z. B. Studioräumen eingebaut werden, ist, da das bevorzugte Material dafür eben Holz ist, dem 0 Brandschutz höchstes Augenmerk zu schenken: Es wurde nun gefunden, dass eine dünne Beschichtung der Innenwände der Vertikal-Hohlräume der Vertikalfaser-Schicht mit einem Brandschutz-Polymer, selbst dann, wenn die Dicke der - gänzlich aus Holz bestehenden - Platte nur 2 cm beträgt, und demnach deren Vertikal-Hohlräume letztlich eine Tiefe von nur etwa 1,5 cm aufweisen, durchaus ausreicht, um problemlos eine Brändhemmwirkung 5 zu erzielen, welche auf jeden Fall der Brandschutzklasse F90 (mindestens 90 min Brandhemmwirkung) entspricht, wobei jedoch in den meisten Fällen dieser Wert von F90 bei weitem übertroffen wird.
Wenn also z.B. in einem Gebäude die Decken mit ausschließlich aus Holz gefertigten Bauplätten gemäß der Erfindung z.B. in Sandwich-Bauweise mehrlagig ausgeführt sind, so genügt es, wie entsprechende Tests gezeigt haben, durchaus, auf der durch ein eventuelles Brandgeschehen betroffenen oder gefährdeten Seite, also z. B. bei Decken meist auf der Sicht- bzw. Unterseite, eine wie soeben beschriebene, mit dem Brandhemm-Polymer in den Vertikal-Hohlräumen beaufschlagte dünne Platte der . erfindungsgemäßen Grundbauart anzuordnen, und es ist auf diese einfache Weise der volle Brandschutz gegeben, obwohl die in mehreren Lagen die Decke selbst bildenden, z!B. aneinander-laminierten Bauplatten aus Holz durchaus keinerlei Brandschutz-Anstrich od. dgl. aufweisen. Selbstverständlich können auch auf beiden Seiten einer wie soeben
beschriebenen Decke mit Brandhemm-Polymer versehene Brandschutzplatten angeordnet sein.
Was die im zweiten Teil des Anspruches 24 genannte besondere Ausführungsform der neuen Bauplatten betrifft, so ist dieselbe für tragende Böden, Decken, Wandelemente u. dgl., bei welchen erhöhter Brandschutz gefordert ist, besonders geeignet. Derartige Platten können z.B. im Eisenbahn-, Fahrzeug-, Schiffs- und Flugzeugbau verwendet werden, weiters für Einbau in Verkehrsbauwerke, wie z.B. Tunnels, für Sicherheits- Türblätter u. dgl.
Der A n s p r u c h 25 betrifft eine völlig neue, als aktiv heizende Modul- Heizwand-, als Deckenheizelement oder direkt als Heizmodul oder Heizungsbauelement einsetzbare Ausführungsvariante der neuen Bauplatte, und dies obwohl dieselbe zum überwiegenden Teil aus Holz oder aus einem Holzwerkstoff besteht.
Der A n s p r u c h 26 betrifft im Rahmen der Erfindung besonders bevorzugte
Ausbildungsvarianten von Wand-, Zwischenwand-, Deckenelementen od. dgl. mit hoher
Wärme- und Schalldämmwirkung unter Verwendung der erfindungsgemäßen Bauplatten, insbesondere in ihrer Grundform.
Im Sinne der obigen Ausführungen bezüglich der Erreichung höchster Brandschutz-Sicherheit ist eine Ausführungsform der Bauplatten, Bauelemente od. dgl. gemäß dem A n s p r u c h 27 besonders bevorzugt, wobei die gemäß "F90" geforderten Brandsicherheitswerte jedenfalls immer erreicht, jedoch meist bei weitem übertroffen werden, sodass sich jegliche Bedenken gegen den Basiswerkstoff Holz, der den neuen Bauplatten bzw. Bauelementen zu Grunde liegt, zerstreuen. Was das gemäß diesem Anspruch vorteilhafter Weise einsetzbare schwer entflamm- und brennbare Holz betrifft, so ist hier der Vorteil gegeben, dass es durchaus genügt, für die Vertikalfaser- Schicht brandsicheres Holz, wie z. B. Eichenholz, das durchaus von minderer Qualität sein kann, einzusetzen, für welches sich sonst bis jetzt praktisch keine Verwendung finden ließ und das daher durchaus kostengünstig erhältlich ist.
Die A n s p r ü c h e 28 und 29 betreffen weitere, auf jeweils spezielle Arten des Einsatzes im. Bauwesen gerichtete, vorteilhafte Ausführungsformen von Wand-, Deckenelementen od. dgl. gemäß der Erfindung unter Einsatz der neuen Bauplatten.
Dem A n s p r u c h 30 ist ein mechanisch besonders stabiles, strukturgebendes, mit den hohe. Schall- und Wärmedämmeigenschaften aufweisenden
Bauplatten gemäß der Erfindung ausgestattetes Bauelement zu entnehmen.
Die A n s p r ü c h e ' 31 und 32 haben wie oben beschriebene Wand- bzw.
Deckenelemente bzw. -platten öd. dgl. zum Gegenstand, bei welchen für eine haltfeste Verbindung zu dem tragenden Beton od. . dgl. hin gesorgt ist und die weiters auf
1 konventionelle Weise mit einer Putzschicht versehbar oder schon mit einem fertigem Putzbelag versehen sind.
Der A n s p r u c h 33 betrifft mit erfindungsgemäßen Bauplatten mit Wärme- und Schalldämmwirkung ausgestattete Wandungselemente od. dgl., welche in situ, also 5 direkt, an der Einbaustelle erstellbar oder als Fertigelemente schon erstellt, einsetzbar sind.
Die A n s p r ü c h e 34 und 35 haben handhabungsfreundliche, sich durch geringes Gewicht auszeichnende Wandungselemente, Wandplatten od. dgl., zum Gegenstand, welche sich insbesondere für - für öfteren Ortswechsel vorgesehene ι υ Leichtbauten, Einbauten in Gebäude, für Ausstellungszwecke, für Messebauten u. dgl. eignen, und deren Sicht- bzw. Oberflächen-Ausgestaltung mit konventionellen Mitteln bzw. auf an sich bekannte Weise gebildet ist.
Weiters betreffen die A n s p r ü c h e 36 bis 38 im Rahmen der Erfindung besonders vorteilhafte, sich durch ökonomische Fertigungsweise auszeichnende 5
Verfahren für die Herstellung zweier günstiger Haupt-Ausführungsvarianten der neuen
Bauplatten und zwar für die im Rahmen der Erfindung besonders bevorzugten Fälle, dass sie gesamtheitlich oder zumindest überwiegend mit Holz gebildet sind. Es soll hier nun kurz erwähnt werden, dass sich die Verfahrensweise gemäß den Ansprüchen 36 und 37 - Q trotz scheinbar aufwendiger, mehrstufiger Vorgangsweise - dennoch durch besonders hohe Fertigungsökonomie ausgezeichnet, da alle Verfahrensschritte problemlos voll automatisierbar sind und sich somit der Personalaufwand minimieren lässt.
Die Ansprüche 39 bis 46 betreffen die erfindungsgemäß vorgesehenen hauptsächlichsten Gebiete der An- und Verwendung bzw. des Einsatzes der neuen 5 Bauplatten, Bauelemente od. dgl., für welche dieselben besonders geeignet sind. Damit sind jedoch andere bzw. weitere Anwendungs-Sektoren keinesfalls ausgeschlossen.
Insgesamt ist festzuhalten, dass sich die neuen Bauplatten, Bauelemente od. dgl. durch geringes Gewicht bei gleichzeitig hoher - insbesondere durch den erfindungsgemäß vorgesehenen "Kreuzverbund" von relativ zueinander unterschiedliche, insbesondere senkrechte Ausrichtung der Fasern bzw. Faserung aufweisenden Deckschichten und Kernschicht und eventuellen Armierungsleisten bewirkter - mechanischer Biege-, Torsions-, und Druckfestigkeit auszeichnen und durch hohe Wärme- und Schalldämm-Eigenschaften, weiters durch hohe Wirtschaftlichkeit insbesondere hinsichtlich des für deren Fertigung eingesetzten (Holz-)Materials, . welches eben im Wesentlichen kostengünstige 5 wirtschaftlich nutzbare Hölzer umfasst, sowie besonders hinsichtlich der Art der Fertigung selbst, welche problemlos automatisierbar ist. Bezüglich der Wirtschaftlichkeit sei weiters . darauf verwiesen, dass z.B. das bei der Fräsung der Nuten für die Vertikalfaser-Körper
anfallende Spanungs-Abfallhόlz für die Erzeugung der aus diesem Abfallholz fertigbaren Deckschicht-Platten der neuen Bauplatten oder allgemein für Spanplatten einsetzbar sein kann, weiters für die direkte Energiegewinnung durch Verfeuerung für die Gewinnung von Holzdestillat-Produkten, Melaminrohstoff u. dgl.
Keinesfalls zuletzt ist auf den Aspekt der hohen Umwelt-Verträglichkeit der neuen, im Rahmen der Erfindung besonders bevorzugt aus natürlichem Holz ohne Behandlung mit Chemikalien od. dgl. gefertigten Bauplatten hinzuweisen, die letztlich problemlos bio- abbaubar und in den Naturkreislauf zurückführbar oder aber ohne Generierung von Fossil- CO2 energie-recyclierbar sind.
Anhand der Zeichnung wird die Erfindung näher erläutert:
Es zeigen die Fig. 1 in Schrägansicht eine teilweise aufgeschnittene Bauplatte gemäß der Erfindung, die Fig. 2 in Schrägansicht eine besonders bevorzugte
Ausführungsform der für die Bildung der Vertikalfaser-Schicht vorgesehenen Vertikalfaser-
Körper, die Fig. 3 eine der mit den Vertikalfaser-Körpern gebildete Vertikalfaserkörper- Leiste mit an ihre Seitenflanken gebundenen Armierungsleisten im Verbund mit weiteren Vertikalfaserkörpern, die Fig. 4 eine schematische Schrägansicht eines mit Nuten versehenen Balkens der die Ausgangskomponente für die Herstellung der Vertikalfaser- Körper bildet, ebenfalls im Verbund mit weiteren solchen Balken, die Fig. 5 bis 7 eine ähnliche Variante der Herstellung der neuen Bauplatten mit einer anderen Ausbildung von deren Vertikalfaser-Schicht, die Fig. 8 in Schrägansicht ein mit den neuen Bauplatten beidseitig ausgestattetes Wandungselement, die Fig. 9 eine Schnittansicht durch ein sich in der Herstellungsphase befindliches, vor Ort unter Verwendung der neuen Bauplatten erstelltes Wandstück, die Fig. 10 schematisch die Vorort-Erstellung einer von vornherein mit den neuen schall- und wärmedämmenden Bauplatten gemäß der Erfindung ausgestatteten Betondecke nach dem Prinzip der verlorenen Schalung, die Fig. 11 und 12 zwei Zwischen-Wandelemente auf Basis der neuen Bauplatte, die Fig. 13 ein dreischichtiges, mit den neuen Bauplatten erstelltes Wandungselement im Schnitt, die Fig. 14 in Schrägansicht eine als Schallschluckplatte ausgebildete Bauplätte gemäß der Erfindung, die Fig. 15 schematisch eine als Heizelement ausgebildete Bauplatte, die Fig. 16 und 17 quasi-photografische Ansichten zweier teilweise ihrer sichtseitigen Deckschicht beraubten Bauplatten, welche insgesamt aus Holz gefertigt sind, die Fig. 18 bis 20 illustrieren eine im Rahmen der Erfindung besonders bevorzugte Art de Fertigung der neuen Bauplatte, die Fig. 21 eine der möglichen Ausführungsvarianten eines nach dem gleichen Grundprinzip wie die Bauplatte aufgebauten Trägers und die Fig. 22 eine Bauplatte gemäß der Erfindung mit einer bogenartig gekrümmten Form.
1 Die in der Fig. 1 in Schrägansicht gezeigte Bauplatte 1 umfasst als
Hauptkomponenten, miteinander durch Heiß-Klebung od. dgl. verbunden, eine erste Deckschicht 3 mit einer Dicke dd3 und eine von derselben beabstandet und zu ihr parallel angeordnete Deckschicht 4 mit einer Dicke dd4 und - zwischen diesen beiden 5 Deckschichten 3 und 4 als Kernschicht angeordnet - eine Fasern 50 bzw. eine Faserung in Richtung fv senkrecht zur zweidimensionalen Erstreckung ed der Deckplatten 3 und 4 aufweisende - Vertikalfaser-Schicht 5. Diese Schicht 5 ist mit - zu linear-geraden Vertikalfaserkörper-Streifen bzw. -Leisten 510 hintereinander gereiht angeordneten, über ihre einander gegenüberliegenden Seitenflanken 55 aneinander gebundenen, hier etwa ι υ quaderförmigen - Vertikalfaser-Körpern 51 mit einer Breite bv gebildet.
Zwischen einander benachbarten, zum Betrachter hin gerichteten Vertikalfaserkörper-Leisten 510 sind - bei der hier gezeigten Ausführungsvariante - jeweils an deren vertikale Längs-Seitenflanken 511 anliegend, aufrechtstehende Armierungsbzw. Versteifungsleisten 7 mit schmal-rechteckigem Querschnitt mit oberer und unterer Schmalseite 72 und beidseitig vertikalen Flankenflächen 71 angeordnet. Auch diese Armierungs- bzw. Versteifungsleisten 7 sind hier mit Holz gebildet, wobei die Richtung fl von deren Faserung 70 mit der Längserstreckungsrichtung Il dieser Armierungsleisten 7 übereinstimmt. 0 Für die Strukturfestigkeit der neuen Bauplatte 1 besonders günstig und im Rahmen der Erfindung besonders bevorzugt ist es, wenn die Holzfaserung 70 der Armierungsleisten 7 in einer Richtung fl verläuft, welche senkrecht zu den miteinander übereinstimmenden bzw. zu einander parallelen Verlaufsrichtungen fd3, fd4 aufweisenden Fasern 30, 40 des.die beiden Deckflächen 3 und 4 bildenden Holzes verlaufen, wenn also 5 ein "gekreuzter" Verlauf der Fasern 30, 40 der Deckflächeh 3,4 relativ zu den Fasern 70 der Armierungsleisten 7 vorgesehen ist.
An dieser Stelle soll deutlich darauf verwiesen werden, dass nicht jede Vertikalfaserkörper-Leiste 50 von einer an sie anliegenden Armierungsleiste 7 begleitet sein muss, sondern es können je nach geforderter Festigkeit und (Verwindungs-)Steifigkeit . der neuen Bauplatte in der Vertikalfaser-Schicht 5 durchaus zwei oder mehr Vertikalfaserkörper-Leisten .510 ohne zwischen ihnen angeordnete Armierungsleiste 7, also direkt längs aneinander liegend angeordnet sein, sodass z. B. erst, nach zwei oder mehr direkt aneinanderliegend verlaufenden Vertikalfaserkörper-Leisten 510 eine
Armierungsleiste 7 folgt und dann wieder zwei oder mehr direkt aneinander liegend 35
. verlaufende Vertikalfaserkörper-Leisten 7 ohne zwischengeschaltete Armierungsleiste 7 und so fort. ■
Deutlich soll weiters darauf verwiesen werden, dass insbesondere dann, wenn die
^ neuen Bauplatten 1 relativ geringen oder praktisch keinen Belastungen ausgesetzt sind, also wenn sie z. B. für Wärme- oder Schallschutz-Verkleidungen ohne wesentliche Tragfunktion vorgesehen sind, selbstverständlich auch überhaupt keine Armierungsleisten zwischen den Vertikalfaserkörper-Leisten 510 vorgesehen sein können, dass also diese
5 Leisten 510 alle längs direkt aneinander liegend ohne Unterbrechung durch Armierungsleisten eine letztlich einheitliche Vertikalfaserkörper-Schicht 5 bilden. Für diesen Fall ist es besonders günstig, wenn die Deckschichten 3 und 4 nicht aus gewachsenem Holz gebildet sind, sondern als keine ausgeprägte Faserungsrichtung aufweisende Holzspan-Homogenplatten, die direkt und kompakt sind und durchaus ι u geringe Materialdicke, z. B. zwischen 3 und 5 mm aufweisen.
Im Rahmen der Erfindung ist - insbesondere aus Gründen einer wesentlichen Verringerung des Gewichts der Bauplatten 1 - in besonders bevorzugter Weise vorgesehen, dass. die Vertikalfaser-Schicht 5 bzw. die dieselbe bildenden Vertikalfaser- Körper 51 von einer Vielzahl von zueinander parallel verlaufenden und bevorzugt 5 ' " ■ ■ . . ■ • gleichmäßig verteilt angeordneten, in Richtung fv der Fasern 50 der Vertikalfaserkörper 51 verlaufenden, die Vertikalfaser-Schicht 5 von Deckplatte 3 zu Deckplatte 4 voll durchsetzenden, in Vertikalrichtung hv ausgerichteten Vertikal-Hohlräumen 6, also von Kanälen, Bohrungen, Durchsetzungen od. dgl., mit vorteilhafterweise einfach geformten 0 Querschnitten Qh, wie z.B. mit Rechteck-, Quadrat-, U- oder Kreis-Querschnitt - wie in Fig. 1 gezeigt - durchzogen ist bzw. sind!
Es soll an dieser Stelle weiters deutlich darauf hingewiesen werden, dass die Deckschichten 3 und 4 nicht unbedingt aus Holz oder Holzwerkstoffen, wie z. B. Homogenplatten, sondern aus den verschiedensten Materialien, wie z.B. aus mit Fasern 5 einheitlicher Ausrichtung verstärkten und/oder längs-gereckten Kunststoffen, aus Metallen, aus Papier und Pappe, aus textilen Vliesen, Geweben, Folien od. dgl. gebildet sein könnten, dass es jedoch bevorzugt ist, wenn diese Materialien im Wesentlichen eine ihnen intrinsisch innewohnende Parallelfaser-Struktur, wie dies besonders bevorzugt bei Holz oder z.B. auch bei stark längsgereckten Kunststoffen der Fall ist, aufweisen. Es können weiters mit im Wesentlichen einheitliche Ausrichtung aufweisenden Silikat- oder Karbonfasern od. dgl. verstärkte Kunststoffe als Material für die Deckschichten 3 und 4 Verwendung finden.
Was die oben erwähnten Verstärkungsleisten 7 in der Vertikalfaser-Schicht 5 betrifft, gilt für deren sie bildende Materialien praktisch das Gleiche, wie soeben für die Deckflächen 3 und 4 ausgeführt, auch sie weisen vorteilhaft Längsfaserung oder Längsfaser-Verstärkung auf, wie dies insbesondere bei Holz der Fall ist.
Die Vertikalfaser-Schicht 5 ist im Rahmen der vorliegenden Erfindung besonders .
. - H -
1 bevorzugt mit üblichem Holz oder Leichtholz gebildet, wobei es für die Stabilität und
Festigkeit der neuen Bauplatten praktisch keine Rolle spielt, wenn dieses Holz bloß nur durchschnittliche oder in vielen Fällen sogar unterdurchschnittliche Qualität aufweist, was zu einer nicht unwesentlichen Senkung der Kosten der neuen Bauplatten 1 beiträgt, ohne
5 dass deren Qualität nachteilig beeinflusst ist.
An ihren Seitenflanken ist die Vertikalfaser-Schicht 5 der neuen Bauplatte 1 vorteilhafter Weise mit Flankenleisten 2 od. dgl. nach außen hin abgedeckt.
Die Fig. 2 zeigt - bei sonst gleichbleibenden Bezugszeichenbedeutungen - einen der - in Vielzahl die in Fig. 1 gezeigte Vertikalfaser-Schicht 5 bildenden, aneinander
Λ π ι u gebundenen - Vertikälfaser-Körper 51 : Er weist in der hier gezeigten Form im
Wesentlichen Quader-Grundform mit einer Breite bv auf. Die Höhe hk des Körpers 51 ist, je nach gewünschter Gesamtdicke der Bauplatte 1 , variabel. Der Vertikalfaserkörper 51 weist eine etwa kammartige Querschnittsgestalt mit Grund- bzw. Kammbalken 53 und von demselben senkrecht und frei endend wegragenden, hier untereinander gleich geformten 15
Zahnfortsätzen 52 mit Endflächen 521 auf. Zwischen den Zahnfortsätzen 52 sind hier ebenfalls untereinander gleich geformte - Einschnitte bzw. Zahn-Zwischenräume 54 angeordnet, die letztlich die VertikaMHohlräume 6 in der Vertikalfaser-Schicht 5 gemäß der Fig. 1 bilden. Der Kammbalken 52 hat eine Breite bb, die Zahnfortsätze 52 haben die
20 Breite bz und die Zahn-Zwischenräume 54 zwischen denselben die Breite br. Gegebenenfalls können die soeben genannten Breiten bb, bz und br untereinander gleich sein. Die Gesamt-Querschnittsfläche der Holzmasse des Vertikalfaser-Körpers 51 ist mit Qm bezeichnet. Die Breite der Vertikalfaserkörper-Leisten 510 ist hier mit bl bezeichnet und ist gleich zur Breite bv der in Fig. 1 dargestellten Vertikalfaser-Körper 51.
25 Die Fig. 3 zeigt - bei sonst gleichbleibenden Bezugszeichenbedeutungen - eine im
Verbund mit weiteren gleichartigen Vertikalfaserkörper-Leisten 510 vorliegende, mit mehreren kammartigen, jeweils über ihre Zahn-Endflächen 521 und ihre Grundbalken 53 miteinander zusammengeklebten Vertikalfaser-Körpem 51 gebildete Vertikalfaserkörper- Leiste 510 mit ihren Vertikal-Seitenflanken 511. Die Vertikalfaser-Leiste 510 ist - gegebenenfalls unter Zwischenschaltung von jeweils einer Verstärkungs- bzw. Armierungsleiste 7 - beidseitig mit gleichartigen Vertikalfaser-Leisten 510 verbunden, sie bilden insgesamt die Vertikalfaser-Schicht 5 der neuen Bauplatte 1.
Durch den Zusammenschluss der Vertikalfaser-Körper 51 zur Vertikalfaserkörper- Leiste 510 bilden die Zahn-Zwischenräume 54 der - wie in Fig. 2 gezeigten - Vertikalfaser-
35
Körper 51 , die - hier länglich-rechteckigen Querschnitt aufweisenden - Vertikal-Hohlräume
6. Das Verhältnis von deren Längsseite zu. deren Breitseite beträgt beispielsweise im Extrem (1 :10) bis (1:1) und vorteilhafter Weise etwa (2:3) bis (3:4).
Was eine im Rahmen der vorliegenden Erfindung besonders bevorzugte und sich durch hohe Wirtschaftlichkeit auszeichnende Methode zur Herstellung der Vertikalfaser- Schicht 5 der neuen Bauplatten 1 bzw. der für ihre Bildung vorgesehenen Vertikalfaser- Körper 51 betrifft, so gibt hierzu - bei sonst gleichbleibenden Bezugszeichenbedeutungen - die Fig. 4 im Verein mit den Fig, 2 und 3 näher Auskunft: .
Die Fig. 4 zeigt mehrere übereinander angeordnete, jeweils ober- und unterseitig aneinander anliegend miteinander zu einem Leistenkörper 580 verbundene, sich längserstreckende Balken 58 aus Holz, in deren jeden - der Querschnittsform des in Fig. 2 gezeigten einzelnen Vertikalfaser-Körpers 51 entsprechend - in einem schon vorher erfolgten ersten, hier nicht gesondert gezeigten Verfahrensschritt I eine Mehrzahl von zueinander parallelen Längsnuten 60 eingefräst worden sind.
Mittels senkrecht zur Längserstreckungsrichtung ib der genuteten Balken 58 - in der jeweils gewünschten Dicke der Vertikalfaser-Schicht 5 in der Bauplatte 1 entsprechenden, gleichen Abständen as voneinander - verlaufenden Schnitten S, werden in einem zweiten Schritt Il die zuerst mit den Nuten 60 versehenen Balken 58 in die einzelnen Vertikalfaserkörper-Leisten 510 geteilt, wie sie, wenn auch vorläufig noch in anderer Lage, in der Fig. 3 gezeigt sind.
Diese Vertikalfaserkörper-Leisteri 510 werden beim Übergang vom zweiten Schritt Il zum dritten Schritt III des Herstellungsprozesses um 90° in die Lage gemäß Fig. 3 verschwenkt und in Mehrzahl nebeneinander gereiht angeordnet. Zusammen mit den jeweils seitlich zwischen denselben anzuordnenden Armierungsleisten 7 werden die Vertikalfaserkörper-Leisten 510 beidseitig seitlich aneinander anliegend miteinander durch Klebung verbunden und bilden letztlich die Vertikalfaser-Schicht 5. Nach Beleimung von deren Unterseite werden die so zur Schicht 5 vereinten Vertikalfaserkörper-Leisten 510 auf die untere Deckschicht 4 aus Holz aufgelegt und an dieselbe gebunden.
Besonders effektiv ist es für den Fall, dass in der Vertikalfaser-Schicht 5 Armierungsleisten vorgesehen sein sollen, so vorzugehen, dass vor dem Auftrennen des Leisten-Körpers 580 in die Vertikalfaserkörper-Leisten 510 auf denselben - siehe Fig. 4 - vorderseitig ein der Dicke der gewünschten Armierungsleiste 7 entsprechend dickes Brett mit hier senkrecht verlaufender Faserung auf den Leisten-Körper 580 aufgeklebt wird. Durch die Schnitte S ebenfalls in senkrechter Richtung werden Vertikalfaserkörper-Leisten 510 erhalten, welche zumindest an einer Seite mit der - zusammen mit ihnen durch den
Schnitt S entstehenden - Armierungsleiste verbunden sind. . . - . . • •• ' .
Schließlich wird im Schritt IV von der änderen, hier oberen, Seite her - nach
Beleimung der Oberseite der Vertikalfaserkörper-Schicht 5 - die obere Deckschicht 3 aufgebracht, wonach alle eben genannten Komponenten unter Anwendung von Druck und
1 eventuell unter Erhitzung zum Ensemble der Bauplatte 1 vereinigt werden.
Eine andere Art der Herstellung der neuen Vertikälfaserkörper-Schicht 5 zeigen - bei sonst gleichbleibenden Bezugszeichenbedeutungen - die Fig. 5 bis 7:
In einem ersten Schritt werden in gleicher Weise wie gemäß den Fig. 3 und 4 in
5 sich längs erstreckende Leisten, Bretter, Balken 58 od. dgl., in Längserstreckungs- und
Faserungsrichtung verlaufende, zueinander parallele Nuten 60 eingearbeitet, die so ". erhaltenen genuteten Balken 58 werden, wie gleich in der folgenden Fig. 6 gezeigt, Seit an Seit - also nicht übereinander, sondern eben nebeneinander liegend - aneinandergelegt, sodass deren Nuten 60 nach einer Seite - das ist in der Fig. 6 nach
10 oben hin - offen sind. Dann kann auf die frei nach oben ragenden Zahnfortsätze 52 bzw. auf deren Enden 521 eventuell eine, die offenen Nuten 60 der nebeneinander angeordneten genuteten Balken 58 deckende Holzplatte mit einer Faserung senkrecht zum Verlauf der Nuten 60 aufgeleimt werden, aus der letztlich die - wie vorher beschriebenen - Armierungsleisten 7, wie in Fig. 7 durch unterbrochene Linien 15 angedeutet, entstehen würden.
Gemäß Fig. 6 geschieht dies nicht, es werden jedoch in das mit den Seit-an-Seit gebundenen genuteten Balken 58, die insgesamt im Wesentlichen einen brettartigen Leisten-Körper 580 bilden, mittels - wie in der Fig. 6 mit einem Sägeblatt symbolisiert -
20 senkrecht zum Verlauf der Nuten 60 verlaufende Schnitte S eingebracht, und auf diese Weise wird der Leisten-Körper 580 in die einzelnen Vertikalfaserkörper-Leisten 510 aufgetrennt.
Danach erfolgt, wie zwischen den Fig. 6 und 7 durch einen Pfeil angedeutet, eine 90°-Kippung der Vertikalfaserkörper-Leisten 7, welche aneinander anschließend
25 auf der ersten Deckschicht 4 abgelegt werden, und zwar so, dass sie jeweils in der Anordnung Zahnfortsatz 52 einer Leiste 51 O/Kammbalken 53 der benachbarten Leiste 510 aneinander liegen, wobei gleichzeitig die Bindung der Vertikalfaser-Schicht 5 an die untere Deckschicht 4 erfolgt. Letztlich wird die Vertikalfaser-Schicht 50 oberseitig beleimt und die zweite, also hier obere Deckschicht 3 auf dieselbe aufgebracht und an
Of) . dieselbe gebunden, üblicherweise mittels (Heiß-)Presse unter Druck.
Die Fig. 8 zeigt - bei sonst gleichbleibenden Bezugszeichenbedeutungen - in Schrägansicht die Bildung eines Wandelementes 9 mit zwei dasselbe begrenzenden und als Verkleidungs-, insbesondere als Wärmedämmplatten fungierenden, wie bisher beschriebenen Bauplatten 1 und 1 '. 35 •
Die beiden Bauplatten. 1 , 1'. werden im Abstand zueinander lagestabilisiert angeordnet , wobei der Zwischenräum 90 zwischen denselben von gleichmäßig verteilt angeordneten, denselben überbrückenden und im Wesentlichen innenseitig an die hier
zuerst einmal als Schalungsplatten fungierenden Bauplatten 1, 1' anliegenden Distanzhalteelementen 91, welche hier mit Rohrstücken, z.B. aus Kunststoff, gebildet sind, durchmessen ist. In den Zwischenraum 90 werden Armierungsstäbe 92 eingebracht.
Innenseitig können die Bauplatten 1 , 1' mit einer nässe-abweisenden, jedoch bevorzugter Weise dampfdurchlässigen Haftvermittlungsschicht 19, z.B. auf Basis von Epoxiharz mit einer Besandung, versehen sein.
In den Zwischenraum 90 zwischen den beiden Bauplatten 1 und 1' wird dann z.B. Leichtbeton 95 eingebracht, wobei es zur Umgießung der in ihrem Inneren freibleibenden Distanzhalte-Rohrstücke 91 und zur Bindung des Betons 95 an die sozusagen eine "verlorene Schalung" bildenden Bauplatten 1 , 1' kommt.
Nach dem Erhärten des Betons 95 wird ein beiderseitig mit fertigen Wärme- und Schallschutz-Verkleidungsplatten 1, 1' versehenes Waήdstück bzw. ein derartiges Fertig- Wandungselement 9 erhalten. Außenseitig können die Platten 1 , 1' noch mit einem .
Putzträger 181 , z.B. mit einem Putznetz, bzw. gleich mit einem fertigen Putz 18 versehen sein.
Die Ausbildung der Distanzhalteelemente 91 als innen leere Rohrstücke hat den Vorteil, dass dort Dampfdiffusion quer durch die Wand 9 stattfinden kann. Selbstverständlich kann auch jede andere Art Distanzelement 9 Einsatz findend Die Fig. 9 zeigt - bei sonst gleichbleibenden Bezugszeichenbedeutungen - schematisch die reale Vorgangsweise bei Vorort-Erstellung einer bzw: eines dem in Fig. 6 gezeigten Wandungselement entsprechenden Wandung bzw. Wandstücks 9". Es ist dort gezeigt, wie die beiden - zuerst als Schalungsplatten dienenden und letztlich die Verkleidung des Wandstücks bildenden - Bauplatten 1 , 1' außenseitig gegen Verformung, insbesondere Ausbauchung, mittels Haltebalken 901 und 902 od. dg'I. und durchgehender Schraubschäfte 903 mit Flügelmuttern 904 in Position gehalten sind, bevor die Verfüllung des die Armierungseisen 92 beherbergenden Zwischenraums 90 zwischen den Platten 1 und V mit dem Beton 95 erfolgt.
Die Fig. 10 zeigt - bei sonst gleichbleibenden Bezugszeichenbedeutungen - schematisch die Herstellung einer Decke 9", indem auf eine mit Bauplatten 1 gemäß der Erfindung gebildete, mittels Schraubstützen 905 und Haltebalken 901 abgestützte, - wiederum "verlorene Schalung" - nach Verlegung der Armierungseisen 92 die Decke 9" mit Beton 95 gegossen wird. Nach Verfestigung desselben wird die Stützkonstruktion 901 ,
905 entfernt, und es wird eine fertige, beispielsweise mit einer Schalldämm- bzw. Akustik-
Verkleidung am Plafond versehene Beton-Decke 9" erhalten.
Die Fig. 11 zeigt - bei sonst gleichbleibenden Bezugszeichenbedeutungen - ein weiteres Wandungselement 9'", welches mit einer Bauplatte 1 und beidseitig an dieselbe
- 15 - ■ • ■ ' . • gebundenen handelsüblichen Gipskartonplatten 190 gebildet ist.
Anstelle der Gipskartonplatten 190 können hoch-feuerfeste Braridschutz- Mineralfaserplatten aufgebracht sein, und auf diese Weise kann eine Wandung mit F90- Brandhemmwirkung erstellt werden. Bei einer noch einfacher gebauten, direkt als solches z.B. als
Zwischenwandelement 9IV einsetzbaren, in der Fig. 12 - bei sonst gleichbleibenden Bezugszeichenbedeutungen - gezeigten Bauplatte 1 sind die beiden Deckschichten 3, 4 gleich selbst mit den Gipskartonplatten 190 od. dgl. gebildet.
Die Fig. 13 zeigt - bei sonst gleichbleibenden Bezugszeichenbedeutungen - ein mit drei zueinander parallel im Abstand voneinander angeordneten Bauplatten 1, V, 1" gebildetes Wandelement 9V, bei welchem in den beiden Zwischenräumen 90 zwischen jeweils zwei der Platten 1, 1', 1" Distanzhalteelemente 91, beispielsweise aus mehreren aneinander gebundenen, wie prinzipiell in den Fig. 1 und 2 gezeigten entsprechend einfacher gestalteten Vertikalfaser-Körpern 51, angeordnet sind. .
Die Fig. 14 zeigt - bei sonst gleichbleibenden Bezugszeichenbedeutungen - eine als Akustik- bzw. Schallschluck-Verkleidungsplatte für akustik-neutrale Räume ausgebildete Bauplatte 1, welche sich von der z.B. in der Fig. 1 gezeigten Bauplatte 1 vor allem dadurch unterscheidet, dass in die dem Schallerreger zugekehrte Deckschicht 4 dieselbe durchsetzende, hier ovale Schallschluck-Öffnungen 41 eingearbeitet sind, welche den Zugang des Schalls an die in Folge der Öffnungen 41 sichtbare Vertikalfaser-Schicht 5 mit den - hier als die Schallenergie durch Vielfach-Reflexion vernichtende Schallschluck- Hohlräume fungierenden - Vertikal-Höhlräumen 6 freigibt.
Die Fig. 15 zeigt - bei sonst gleichbleibenden Bezugszeichenbedeutungen - schematisch, eine als modulares Platten-Heizelement 9VI oder direkt als Heizkörper od. dgl. ausgebildete und einsetzbare Ausführungsform der neuen Bauplatte 1 :
Hier sind in entsprechend großen Querschnitt aufweisenden Nuten 75 an der Oberseite von entsprechend breit dimensionierten Armierungsleisten 7 der Vertikalfaser- Schicht 5 von einem Heizmedium z.B. Heißwasser, durchströmbare Kupfer-Heizrohre 76 oder Plastik-Heizschläuche verlegt. Das Heizmedium wird beispielsweise mittels elektrischen Heizelementen auf die gewünschte Vorlauftemperatur und mittels elektrisch betriebener Pumpe durch die Heizrohre 76 in Umlauf versetzt.
Die derart für Heizzwecke ausgebildete Bauplatte kann allein oder zusammen mit weiteren derartigen Heiz-Bauplatten 9VI zu einer Art Ofenkörper mit beliebiger Form und beispielsweise außenseitiger Kachelbelegung ausgebaut werden, der entweder "autark" und mobil ausgebildet ist und bloß eines entsprechenden Stromanschlusses, Steckerkabels od. dgl. bedarf oder aber über Rohre oder Schläuche an eine Heiz-Therme
^ angeschlossen und von derselben mit Heizmedium versorgbar ist.
Im Wesentlichen ähnlich, wie die gerade beschriebenen Heiz-Bauplatten 9VI gebaut können - bei Versorgung mit Wärme mittels einem höher erhitzten Medium oder elektrischen Heizleitern - zur Rückseite hin hoch wärmeisolierte Heizplatten für
5 Heißpressen sein, die z.B. für Furnierpressen in der holzverarbeitenden und Möbel- Industrie Einsatz finden können.
Weiters zeigen - bei sonst gleichbleibenden Bezugszeichenbedeutungen - die Fig. 16 und 17 fotoartige 1:1 -Abbildungen von teilweise ihrer oberen Deckschicht 3 entkleideten und die Sicht auf die Vertikalfaser-Schicht 5 freigebenden Bauplatten 1. ι u Bei der Ausführungsform der Fig. 16, sind die Vertikalfaserkörper 51 aus langgestreckten, aneinander gebundenen Einzelelementen mit in dieselben eingearbeiteten, U-förmige Querschnittsgestalt Qh aufweisenden Vertikal-Hohlräumen 6 ausgebildet, wobei jeweils zwei Reihen dieser Einzelelemente zusammengefasst sind und zwischen zwei hier "symmetrisch" zueinander angeordneten, derart zusämmengefassten 5 n
Einzelelementen eine Zwischenleiste 7 eingebunden ist.
Bei der Variante gemäß der Fig. 17 bilden - mit jeweils beidseitig wegragenden "Zähnen" und jeweils Rechteck-Querschnitt Qh aufweisenden Vertikal-Hohlräumen 6 dazwischen gebildete - etwa "Doppelkamm"-Querschnittsgestalt aufweisende 0 Vertikalfaserkörper 51 die Vertikalfaser-Schicht 5. Hier sind zwischen diesen Vertikalfaser- Körpern 51 quer zu den Armierungsleisten 7 angeordnete, ebenfalls "vertikal-gefaserte Zwischenleisten" 7° eingebunden.
Die Fig. 18 bis 20 erläutern - bei sonst gleichbleibenden Bezugszeichenbedeutungen - schematisch eine - unter anderem aus 5 fertigungsökonomischen Gründen - besonders bevorzugte Art der Herstellung einervorteilhaften Ausführungsform der neuen Bauplatte 1:
Grundbaustein für die Vertikalfaser-Schicht 5 der hier gezeigten neuen Bauplatte 1 sind vorteilhafterweise - wie in der Fig. 18 dargestellte - sich längserstreckende Bretter 58', in welche in Erstreckungsrichtung der Holzfaserung 55" zueinander parallele Nuten 60' • untereinander gleicher, hier etwa quadratischer, Querschnittsgestalt eingefräst werden.
Mehrere dieser Bretter 58' werden - "seit-an-seit" mit ihren Längsflanken 55" aneinander liegend - auf einer letztlich für die Bildung der Armierungsleisten 7 der Bauplatte 1 vorgesehenen, dünnschichtigen Leistenplatte 700' in einer ersten Teillage TL1. abgelegt, siehe Fig. 19, wobei durch entsprechenden Auftrag eines Klebers für eine längsseitige seitliche Bindung der Bretter 58' aneinander und für deren flächige Bindung an die Leistenplatte 700 gesorgt wird. . .
An die erste Teillage TL1 aus genuteten Bretter 58' wird eine zweite gleichartige
Teillage TL2 von genuteten Brettern 58' gebunden, wobei jedoch die Seitenflanken 55' der Bretter 58' der Teillage TL2 gegenüber jenen der Bretter 58' der Teillage TL1 seitlich versetzt angeordnet sind.
An die zweite Teillage TL2 wird eine dritte Teillage TL3 von Brettern 58' gebunden, und letztlich an dieselben eine zur oben erwähnten unteren Leistenplatte 700 gleichartige Leistenplatte 700 mit gleicher Faserungsrichtung.
Es liegt dann eine Sandwichplatte 580' vor, welche zur Bildung von seitlich von Armierungs-Halbleisten T flankierten Vertikalfaserkörper-Leisten 510' durch senkrecht zum Verlauf der Nuten 60' sowie zur Längserstreckung und der Faserung der Bretter 58' in den Teillagen TL1 , TL2 und TL3 und in Richtung der Faserung der Leistenplatten 700' in gleichen Abständen as voneinander geführten, zueinander parallelen, Schnitten S - symbolisiert durch ein Sägeblatt - geteilt werden.
Nach entsprechender 90-grädiger Verschwenkung der so gebildeten "drei-lagigen" Vertikalfaserkörper-Leisten 510 werden dieselben mit ihren Armierungs(-Halb)leisten T aneinanderliegend auf die untere Deckschicht 4 aufgebracht, wobei gleichzeitig eine Klebebindung der Vertikalfaserkörper-Leisten 510 an dieselbe und über deren sie flankierenden Armierungs-Halbleisten T unter Ausbildung von Armierungsleisten 7 erfolgt.
Schließlich erfolgt die die flächige Bindung der zweiten Deckschicht 3 an die mit den Vertikalfaserkörper-Leisten 510 insgesamt gebildete Kern- bzw. Vertikalfaser-Schicht 5 zur Bauplatte 1.
Die Fig. 21 zeigt - bei sonst gleichbleibenden Bezugszeichenbedeutungen - eine vorteilhafte Ausführungsform eines - an sich gemäß den gleichen Prinzipien wie die soeben beschriebene Bauplatte aufgebauten - Träger- bzw. Gurtelements 1X: Zwischen zwei seitlichen Deckschichten 3 und 4, welche hier jeweils mit zumindest zwei Lagen Holz mit zueinander senkrecht ausgerichteten Faserungen gebildet sind, ist in gleicher Weise wie bei der erfindungsgemäßen Bauplatte 1 eine mit Vertikalfaserkörper-Leisten 510 gebildete Vertikalfaser-Schicht 5 gebildet, wobei hier nicht zwischen jeder Vertikalfaserkörper-Leiste 510 eine Verstärkungsleiste 7 angeordnet ist, sondern jeweils erst nach jeder zweiten. Die Richtung von deren Faserung ist sowohl senkrecht zur Richtung der Faserung in der Vertikalfaser-Schicht 5 als auch zur Richtung der Faserung in jeweils einer der beiden Lagen der beiden Deckschichten 3 und 4.
Das neue Tragelement 1X unterscheidet sich von der bisher beschriebenen
"gewöhnlichen" Bauplatte 1 dadurch, dass es in einer Richtung überwiegende
Längserstreckung aufweist, und dass die Belastung, Spannung od. dgl. desselben im
Wesentlichen nicht in Richtung der Faserung in der Vertikalfaser-Schicht 5, sondern etwa senkrecht zu derselben auftritt.
^ Die Fig. 22 zeigt schematisch eine bogenartig gekrümmte Ausbildungsform der neuen Bauplatte 1. Hier sind die Vertikalfaserkörper-Leisten 510 entlang der Erzeugenden der etwa nach Art einer Zylindermantelfläche nach oben hin konvex gekrümmten unteren Deckschicht 4 so nebeneinander angeordnet, dass sie einander
5 entlang ihrer unteren Längsränder berühren.
In Folge der konvexen Krümmung der Auflagefläche, welche diese Deckschicht 4 bietet, bilden sich zwischen den Vertikalfaserkörper-Leisten 510 sich denselben entlang erstreckende, nach oben hin erweiternde, etwa keil- bzw. zwickeiförmige Längs- Zwischenräume 560 aus, die jedoch, wie sich unerwarteter Weise zeigte, keinen ^ negativen Einfluss auf die mechanischen und sonstigen Eigenschaften der, wie hier beschrieben, gekrümmten neuen Bauplatte 1 ausüben, solange deren Keilwinkel im Bereich bis zu etwa 5 ° beträgt. Nach oben hin ist die Vertikalfaserkörper-Schicht 5 mit einer an sie gebundenen, entsprechend bogenförmig gekrümmten zweiten Deckschicht
3 abgedeckt. 5
Mit dieser gekrümmten Ausführungsform ist das Spektrum des Einsatzes der neuen Bauplatte 1, dadurch dass sie an architektonische Detaillösungen besonders gut anpassbar ist, wesentlich erweitert.
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