Fluortenside
Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind Verbindungen mit einer Arylsulfonatgruppe, einem Spacer und einer Gruppe Y, wobei Y für CF3- (CH2Ja-O-, SF5-, CF3-(CH2)a-S-, CF3CF2S-, [CF3-(CH2)a]2N- oder [CF3- (CH2Ja]NH-, wobei a steht für eine ganze Zahl ausgewählt aus dem Bereich von 0 bis 5 oder
Rf steht für CF3-(CH2Jr, CF3-(CH2JrO-, CF3-(CH2Jn-S-, CF3CF2-S-, SF5- 5 (CH2Jr oder [CF3-(CH2Jr]2N-, [CF3-(CH2Jr]NH- oder (CF3J2N-(CH2Jr,
B steht für eine Einfachbindung, O, NH, NR, CH2, C(O)-O, C(O), S, CH2-O,
O-C(O), N-C(O), C(O)-N, 0-C(O)-N, N-C(O)-N, 0-SO2 oder SO2-O
R steht für Alkyl mit 1 bis 4 C-Atomen, b steht für O oder 1 und c steht für O oder 1 , Q q steht für O oder 1 , wobei mindestens ein Rest aus b und q für 1 steht, und r steht für O, 1 , 2, 3, 4 oder 5, Herstellverfahren für diese Verbindungen und
Verwendungen dieser oberflächenaktiven Verbindungen.
Fluortenside besitzen eine überragende Fähigkeit zur Senkung der 5 Oberflächenenergie, die beispielsweise bei der Hydrophobisierung von Oberflächen, wie der Textilimprägnierung, der Hydrophobisierung von Glas, oder dem so genannten Enteisen von Flugzeugtragflächen, genutzt wird.
In der Regel enthalten Fluortenside jedoch Perfluoralkylsubstituenten, die in Q der Umwelt durch biologische und andere Oxidationsprozesse zu
Perfluoralkancarbonsäuren und -sulfonsäuren abgebaut werden. Diese gelten als persistent und stehen z. T. im Verdacht gesundheitliche Schäden
zu verursachen (G. L. Kennedy, Jr1 J. L. Butenhoff, G. W. Olsen, J. C. O'Connor, A. M. Seacat, R. G. Perkins, L. B. Biegel, S. R. Murphy, D. G. Farrar, Critical Reviews in Toxicology 2004, 34, 351-384). Längerkettige Perfluoralkancarbonsäuren und -sulfonsäuren reichern sich zudem in der Nahrungskette an.
Daher besteht Bedarf nach oberflächenaktiven Substanzen mit einem den klassischen Fluortensiden vergleichbaren Eigenschaftsprofil, die vorzugsweise oxidativ oder reduktiv abbaubar sind. Besonders vorteilhaft sind dabei Verbindungen, die bei ihrem oxidativen oder reduktiven Abbau keine persistenten fluororganischen Abbauprodukte hinterlassen.
Ein bekanntes perfluoriertes Arylsulfonat ist das Natriumsalz der 4- (Heptadecafluorooctyl)-benzensulfonsäure (CAN 118:126988).
Von der Firma Omnova werden Polymere vertrieben, deren Seitenketten terminale CF3- oder CaFs-Gruppen aufweisen. In der Internationalen Patentanmeldung WO 03/010128 werden Perfluoralkyl-substituierte Amine, Säuren, Aminosäuren und Thioethersäuren beschrieben, die eine C3-2o- Perfluoralkyl-Gruppe aufweisen.
Aus JP-A-2001/133984 sind oberflächenaktive Verbindungen mit Perfluoralkoxy-Ketten bekannt, die sich zum Einsatz in Antireflex- Beschichtungen eignen. Aus JP-A-09/111286 ist die Verwendung von Perfluorpolyethertensiden in Emulsionen bekannt.
Diese bekannten Fluortenside führen aber beim Abbau letztendlich zur Bildung persistenter Perfluoralkansulfonsäuren und -carbonsäuren. Selbst die als ökologisch besser verträglich eingeführten Ersatzstoffe mit einer terminalen CF3-Gruppe können zu persistenter Trifluoressigsäure abgebaut werden.
In der älteren Deutschen Patentanmeldung DE 102005000858 werden Verbindungen, die mindestens eine endständige Pentafluorsulfuranyl- Gruppe oder mindestens eine endständige Trifluormethoxy-Gruppe tragen und über eine polare Endgruppe verfügen, oberflächenaktiv sind und sich in hervorragender Weise als Tenside eignen beschrieben.
Lineare Arylsulfonate ohne Fluorierung, beispielsweise Natriumnonyl- benzolsulfonat, gehören zu den am meisten eingesetzten Tensiden, da sie biologisch abbaubar sind. Sie weisen eine gute chemische und thermische Stabilität auf und können in sprühgetrockneten Formulierungen verwendet werden. Auf Grund ihrer kostengünstigen Herstellung werden die linearen Arylsulfonate als Detergentien im Haushalt, als Waschmittel und in industriellen Produkten eingesetzt.
Diese Klasse der Arylsulfonate mit OCF3- oder SF5-Gruppen als Modifikation wurden nicht in DE 102005000858 beschrieben.
Es besteht weiterhin Bedarf nach weiteren, vorzugsweise abbaubaren Substituten für perfluorierte Tenside.
Jetzt wurde gefunden, dass die erfindungsgemäßen Verbindungen, die mindestens eine Gruppe Y, ausgewählt aus der Gruppe CF3-(CH2)a-O-, SF5-, CF3-(CH2)a-S-, CF3CF2S-, [CF3-(CH2)a]2N- oder [CF3-(CH2)a]NH-, wobei a steht für eine ganze Zahl ausgewählt aus dem Bereich von 0 bis 5 oder
Rf steht für CF3-(CH2Jr, CF3-(CH2)r0-, CF3-(CH2JrS-, CF3CF2-S-, SF5- (CH2Jr oder [CF3-(CH2Jr]2N-, [CF3-(CH2Jr]NH- oder (CF3J2N-(CH2Jr, B steht für eine Einfachbindung, O, NH, NR, CH2, C(O)-O, C(O), S, CH2-O, OC(O)1 N-C(O), C(O)-N, 0-C(O)-N, N-C(O)-N, 0-SO2 oder SO2-O R steht für Alkyl mit 1 bis 4 C-Atomen, b steht für O oder 1 und c steht für O oder 1 , q steht für O oder 1 , wobei mindestens ein Rest aus b und q für 1 steht, und r steht für 0, 1 , 2, 3, 4 oder 5, besitzen, die bevorzugt endständig angeordnet sind, oberflächenaktiv sind und sich in hervorragender weise als Tenside eignen.
Ein erster Gegenstand der Erfindung sind daher Verbindungen mit einer Arylsulfonatgruppe, einem Spacer und mindestens einer Gruppe Y, wobei Y für CF3-(CH2)a-O-, SF5-, CF3-(CH2)a-S-, CF3CF2S-, [CF3-(CH2)a]2N- oder [CF3-(CH2)a]NH-, wobei a steht für eine ganze Zahl ausgewählt aus dem Bereich von O bis 5 oder
Rf steht für CF3-(CH2)r, CF3-(CH2K)-, CF3-(CH2)rS-, CF3CF2-S-, SF5-
(CH2)r oder [CF3-(CH2)J2N-, [CF3-(CH2)r]NH- oder (CF3)2N-(CH2)r, B steht für eine Einfachbindung, O, NH, NR, CH2, C(O)-O, C(O), S, CH2-O,
O-C(O), N-C(O), C(O)-N, 0-C(O)-N, N-C(O)-N, 0-SO2 oder SO2-O
R steht für Alkyl mit 1 bis 4 C-Atomen, b steht für O oder 1 und c steht für O oder 1 , q steht für O oder 1 , wobei mindestens ein Rest aus b und q für 1 steht, und r steht für O, 1 , 2, 3, 4 oder 5.
Dabei enthalten die erfindungsgemäßen Verbindungen neben den genannten fluorierten Endgruppen vorzugsweise keine weiteren fluorierten Gruppen.
Vorzugsweise ist die Gruppe Y in den oberflächenaktiven Verbindungen dabei an eine gesättigte oder ungesättigte, verzweigte oder unverzweigte Kohlenwasserstoff-Einheit, dem Spacer, gebunden, wobei die Kohlenwasserstoff-Einheit in der Kette oder in einer Verzweigung gegebenenfalls mit einem oder mehreren Heteroatomen versehen sein kann. Bei den Kohlenwasserstoff-Einheiten kann es sich um aliphatische oder aromatische Einheiten handeln.
In einer Erfindungsvariante kommt die Gruppe Y in der oberflächenaktiven Verbindung mehrfach vor und es handelt sich bei der oberflächenaktiven Verbindung vorzugsweise um ein Oligomer oder Polymer.
In einer anderen ebenfalls bevorzugten Erfindungsvariante kommt die Gruppe Y in der oberflächenaktiven Verbindung nur einmal, zweimal oder dreimal vor, wobei Verbindungen in denen die Gruppe nur einmal vorkommt insbesondere bevorzugt sind.
Dabei handelt es sich bei den erfindungsgemäßen Verbindungen vorzugsweise um niedermolekulare Verbindungen der Formeln IA bis IB
entsprechen,
wobei Y für CF3-(CH2)a-O-( SF5-, CF3-(CH2)a-S-, CF3CF2S-, [CF3-(CH2)a]2N- oder [CF3-(CH2)a]NH-, wobei a steht für eine ganze Zahl ausgewählt aus dem Bereich von 0 bis 5 oder
steht, wobei 1
0 Rf steht für CF3-(CH
2)r-, CF
3-(CH
2)r-O-, CF
3-(CH
2)
r-S-, CF
3CF
2-S-, SF
5-
(CH2)r- oder [CF3-(CH2)r]2N-, [CF3-(CH2)r]NH- oder (CF3)2N-(CH2)r,
B steht für eine Einfachbindung, O, NH, NR, CH2, C(O)-O, C(O), S, CH2-O,
O-C(O), N-C(O), C(O)-N, 0-C(O)-N, N-C(O)-N, 0-SO2 oder SO2-O
R steht für Alkyl mit 1 bis 4 C-Atomen, -j 5 b steht für O oder 1 und c steht für O oder 1 , q steht für O oder 1 , wobei mindestens ein Rest aus b und q für 1 steht, und r steht für O, 1 , 2, 3, 4 oder 5,
Spacer eine gesättigte oder ungesättigte, verzweigte oder unverzweigte
Kohlenwasserstoff-Einheit bedeutet, wobei die Kohlenwasserstoff-Einheit in 2Q der Kette oder in einer Verzweigung gegebenenfalls mit einem oder mehreren Heteroatomen versehen sein kann,
M ein Metall-Kation und m 1 , 2 oder 3 bedeutet. 5 Erfindungsgemäß sind Verbindungen der Formeln IA und/oder IB besonders bevorzugt.
in den Formein IA oder iB bedeutet M ein Metailkation, insbesondere ausgewählt aus einem Alkalimetallkation, einem Erdalkalimetallkation oder Q einem Ammoniumion. Bevorzugt wird für M das Lithium-, Natrium- oder Kaliumkation oder NH4 + verwendet.
In den Formeln IA oder IB gibt m die Anzahl der vorhandenen Sulfonylreste an, wobei m bevorzugt 1 oder 2, ganz besonders bevorzugt 1 ist.
Für m = 1 ist die Stellung des Sulfonylrestes für die Formel IA in Ortho-, meta- oder para-Stellung möglich. Bevorzugt ist die para-Stellung.
Für m = 1 ist die Stellung des Sulfonylrestes für die Formel IB an
Kohlenstoffatom C-4, C-5 oder C-6 bevorzugt, besonders bevorzugt an C-5 oder C-6, was durch die folgenden Teilformeln illustriert wird:
Spacer-Y
Die Stellung des Spacers, der die Gruppe Y trägt ist bevorzugt an C-1 oder C-2, besonders bevorzugt an C-1.
Heteroatome in der Kohlenwasserstoff-Einheit des Spacers können beispielsweise O, S oder NH sein, bevorzugt O oder S, ganz besonders bevorzugt O.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verbindungen kann der Spacer formelmäßig durch
-(CHz)n-,
-(CH
2)-CH(HalMCH
2)(n-ir,
-(CHz)
n-O-, -(CH
2)n-O-(CH
2)
p- oder
-CH2CH=CH-(CH2)(n-i)-,
-(CH2)n-i-Ar-(CH2)(n-i)-
-(CH2)n-i-C≡C-(CH2)n-
-(CH2)n-Q-(CH2)n- beschrieben werden, wobei
Ar für Aryl steht,
Q für O, S oder N steht, n und n' für eine ganze Zahl aus dem Bereich 1 bis 30 steht,
HaI Cl, Br oder I bedeutet und p für eine ganze Zahl aus dem Bereich 1 bis 4 steht.
n und/oder n' steht bevorzugt für eine ganze Zahl aus dem Bereich von 4 bis 24, und besonders bevorzugt für eine ganze Zahl aus dem Bereich 6 bis 18. Dabei ist es in einer Erfindungsvariante wiederum bevorzugt, wenn n geradzahlig ist.
HaI steht in einer Erfindungsvariante bevorzugt für Cl oder Br, ganz besonders bevorzugt für Br.
p steht in einer Erfindungsvariante bevorzugt für 2 oder 3, ganz besonders bevorzugt für 3.
Die Spacer
-(CH
2)-CH(Hal)-(CH
2)
(n-1)-,
sind in einer Erfindungsvariante bevorzugt für Y = SF
5.
Die Spacer -(CH
2)
n-,
-(CH
2)
n-O-, -(CH
2)
n-O-(CH
2)p- oder
-CH2CH=CH-(CH2)(n-i)-, sind in einer Erfindungsvariante bevorzugt für Y für CF
3-(CH
2)a-O-, CF
3- (CH
2)
a-S-, CF
3CF
2S-, [CF
3-(CH
2)
a]
2N- oder [CF
3-(CH
2)
a]NH-, wobei a steht für eine ganze Zahl ausgewählt aus dem Bereich von 0 bis 5 oder
-Q steht, wobei
Rf steht für CF3-(CH2)r, CF3-(CH2)rO-, CF3-(CH2JrS-, CF3CF2-S-, SF5- (CH2)Γ oder [CF3-(CH2)r]2N-, [CF3-(CH2)JNH- oder (CF3)2N-(CH2)r-, B steht für eine Einfachbindung, O, NH, NR, CH2, C(O)-O, C(O), S, CH2-O, O-C(O), N-C(O), C(O)-N, 0-C(O)-N, N-C(O)-N, O-SO2 oder SO2-O
<l g R steht für Alkyl mit 1 bis 4 C-Atomen, b steht für O oder 1 und c steht für O oder 1 , q steht für O oder 1 , wobei mindestens ein Rest aus b und q für 1 steht, und r steht für 0, 1 , 2, 3, 4 oder 5.
2Q In der Gruppe Y steht a vorzugsweise für 0, 1 oder 2, besonders bevorzugt für O oder 2, ganz besonders bevorzugt für O.
Unter den Fluorgruppen als Arylsubstituenten, die im Folgenden auch kurz Rf genannt werden, sind solche bevorzugt, bei denen r steht für O, 1 oder 2, 5 wobei r vorzugsweise für O steht. Insbesondere bevorzugt sind dabei erfindungsgemäß die Gruppen Rf = CF3-, CF3-S-, CF3CF2-S-, SF5- oder (CF3J2N-.
Die Gruppe Y, wie zuvor definiert, besteht in einer bevorzugten 0 Erfindungsvariante aus CF
3-O-, CF
3-S-, CF
3CF
2-S-, (CF
3J
2N-, CF
3NH- oder
steht, wobei
Rf steht für CF3-(CH2)r, CF3-(CH2)rO-, CF3-(CH2)r-S-, CF3CF2-S-, SF5- (CH2)r- oder [CF3-(CH2)J2N-, [CF3-(CH2)JNH- oder (CF3)2N-(CH2)r, B steht für eine Einfachbindung, O, NH, NR, CH2, C(O)-O, C(O), S, CH2-O, O-C(O), N-C(O), C(O)-N, 0-C(O)-N, N-C(O)-N, 0-SO2 oder SO2-O R steht für Alkyl mit 1 bis 4 C-Atomen, b steht für O oder 1 und c steht für O oder 1 , q steht für O oder 1 , wobei mindestens ein Rest aus b und q für 1 steht, und r steht für O.
Rf steht bevorzugt für CF3-(CH2)r> CF3-(CH2)rO-, CF3-(CH2)r-S oder [CF3-
(CH2)J2N-. Eine bevorzugte Erfindungsvariante umfasst Fluorgruppen, im Folgenden auch kurz Rf genannt, bei denen r steht für 0, 1 , 2 oder 3, insbesondere für O, 1 oder 2, wobei r vorzugsweise für O steht.
In einer besonders bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung steht Rf für CF3-, CF3-O-, CF3-CH2-CH2-O-, CF3-S-, CF3CF2-S-, SF5-, CF3-CH2-CH2-S-, (CFs)2-N- und (CF3-CH2-CH2)2-N-, insbesondere für CF3-, CF3-O-, CF3-S- und (CF3)2-N-.
Eine weitere bevorzugte Erfindungsvariante umfasst die Gruppen Rf gleich
CF3-, CF3-S-, CF3CF2-S-, SF5- oder (CF3)2N-.
Besonders bevorzugte Gruppen B sind O, S, CH2O, CH2, C(O) und OC(O). Insbesondere B gleich O und OC(O) sind bevorzugt.
Eine besonders bevorzugte Erfindungsvariante umfasst dabei die Gruppen Y gleich CF3-Ar-O, CF3-O-Ar-O, CF3-CH2-CH2-O-Ar-O, CF3-S-Ar-O, CF3CF2-S-Ar-O, SF5-Ar-O, CF3-CH2-CH2-S-Ar-O, (CF3)2-N-Ar-O, (CF3-CH2- CH2)2-N-Ar-O, CF3-Ar-OC(O), CF3-O-Ar-OC(O), CF3-CH2-CH2-O-Ar-OC(O), CF3-S-Ar-OC(O), CF3CF2-S-Ar-OC(O), SF5-Ar-OC(O)1 CF3-CH2-CH2-S-Ar-
OC(O), (CF3)2-N-Ar-OC(O) und (CF3-CH2-CH2)2-N-Ar-OC(O), insbesondere gleich CF3-Ar-O, CF3-O-Ar-O, CF3-S-Ar-O, (CF3)2-N-Ar-O, CF3-Ar-OC(O), CF3-O-Ar-OC(O), CF3-S-Ar-OC(O) und (CF3)2-N-Ar-OC(O).
Eine insbesondere bevorzugte Erfindungsvariante umfasst Y gleich CF3-Ar- O und CF3-Ar-OC(O).
In einer Variante der vorliegenden Erfindung ist es bevorzugt, wenn q steht für O und mindestens ein c und/oder b jeweils stehen für 1. Insbesondere ist es bevorzugt wenn alle c und b für 1 stehen, d.h. die Aromaten in o, p, o- Position mit Fluorgruppen substituiert sind.
In einer weiteren Erfindungsvariante ist es bevorzugt, wenn alle q und b jeweils stehen für O und mindestens ein c für 1 steht. Insbesondere ist es bevorzugt, wenn beide c für 1 stehen, d.h. die Aromaten in o, o-Position mit Fluorgruppen substituiert sind.
In einer weiteren Erfindungsvariante ist es bevorzugt, wenn alle c und q jeweils stehen für O und b für 1 steht, d.h. die Aromaten in p-Position mit Fluorgruppen substituiert sind.
Besonders bevorzugt werden Verbindungen verwendet, die eine Kombination der Variabein in deren bevorzugten bzw. besonders bevorzugten Bereichen aufweisen.
Weitere bevorzugte Kombinationen sind in den Ansprüchen offenbart.
Vorteile der erfindungsgemäßen Verbindungen bzw. der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen oder Mittel können dabei insbesondere sein:
- eine Oberflächenaktivität, die der konventioneller Kohlenwasserstoff- Tenside hinsichtlich Effizienz und/oder Effektivität gleich oder überlegen sein kann und/oder
- biologische und/oder abiotische Abbaubarkeit der Substanzen ohne Bildung persistenter, perfluorierter Abbauprodukte und/oder
- gute Verarbeitbarkeit in Formulierungen und/oder
- Lagerstabilität.
Zu den insbesondere bevorzugten Verbindungen gehören dabei die folgenden Verbindungen:
Dabei eignen sich die erfindungsgemäß als Tenside verwendbaren Verbindungen insbesondere zum Einsatz als Hydrophobiermittel oder Oleophobiermittel.
Einsatzgebiete sind beispielsweise die Oberflächenmodifikation von Textilien, Papier, Glas, poröser Baustoffe oder Adsorbentien. In Anstrichen, Farben, Lacken, photographischen Beschichtungen (für photographische Platten, Filme und Papiere), Spezialcoatings für die Halbleiter-
Photolithographie (Photolacke, Top Antireflective Coatings, Bottom Antireflective Coatings) oder anderen Zubereitungen zur Oberflächenbeschichtung, können die erfindungsgemäßen Verbindungen bzw. die erfindungsgemäß einzusetzenden Verbindungen mit einer oder mehreren der folgenden Funktionen vorteilhaft eingesetzt werden: Beschlagschutzmittel, Dispergiermittel, Emulsionsstabilisator, Entschäumer, Entlüfter, Antistatikum, Flammschutzmittel, Glanzverbesserungsmittel, Gleitmittel, Verbesserer der Pigment- bzw. Füllstoffkompatibilität, Verbesserer der Kratzfestigkeit, Substrat- Haftverbesserer, Oberflächen-Haftverminderer, Hautverhinderer, Hydrophobiermittel, Oleophobiermittel, UV-Stabilisator, Netzmittel, Verlaufsmittel, Viskositätsminderer, Migrationsinhibitor, Trocknungsbeschleuniger. In Druckfarben können die erfindungsgemäßen Verbindungen bzw. die erfindungsgemäß einzusetzenden Verbindungen ebenfalls vorteilhaft eingesetzt werden und eine oder mehrere der folgenden Funktionen haben: Entschäumer, Entlüfter, Mittel zur Reibungskontrolle, Netzmittel, Verlaufsmittel, Verbesserer der Pigmentkompatibilität, Verbesserer der Druckauflösung, Trocknungsbeschleuniger.
Die Verwendung der erfindungsgemäßen Verbindungen bzw. der erfindungsgemäß einzusetzenden Verbindungen als Additive in Zubereitungen zur Oberflächenbeschichtung, wie Druckfarben, Anstrichen, Farben, Lacken, photographischen Beschichtungen, Spezialcoatings für die Halbleiter-Photolithographie, wie Photolacke, Top Antireflective Coatings, Bottom Antireflective Coatings, oder in Additivzubereitungen zur
Additivierung entsprechender Zubereitungen ist daher ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
Eine weitere erfindungsgemäße Verwendung von erfindungsgemäßen Verbindungen bzw. die erfindungsgemäß einzusetzenden Verbindungen ist die Verwendung als Grenzflächenvermittler bzw. Emulgator. Insbesondere für die Herstellung von Fluorpolymeren mittels Emulsionspolymerisation können diese Eigenschaften vorteilhaft ausgenutzt werden.
Erfindungsgemäße Verbindungen bzw. erfindungsgemäß einzusetzende Verbindungen können als Schaumstabilisator, insbesondere in Zubereitungen, die als „Feuerlöschschäume" bekannt sind, eingesetzt werden. Die Verwendung von erfindungsgemäßen Verbindungen bzw. erfindungsgemäß einzusetzenden Verbindungen als Schaumstabilisator und/oder zur Unterstützung der Filmbildung, insbesondere in wässrigen filmbildenden Feuerlöschschäumen, sowohl synthetischen als auch proteinbasierten und auch für alkoholresistente Formulierungen (AFFF und AFFF-AR, FP, FFFP und FFFP-AR Feuerlöschschäume) ist daher ein weiterer Erfindungsgegenstand.
Erfindungsgemäße Verbindungen bzw. erfindungsgemäß einzusetzende Verbindungen können auch Antistatika verwendet werden. Die Antistatische Wirkung ist insbesondere in der Behandlung von Textilien, insbesondere Bekleidung, Teppiche und Teppichböden, Polsterbezüge in Mobiliar und Automobilen, nicht-gewobenen textilen Werkstoffen, Lederwaren, Papieren und Kartonnagen, Holz und holzbasierten Werkstoffen, mineralischen Substraten wie Stein, Zement, Beton, Gips, Keramiken (glasierte und unglasierte Ziegel, Steingut, Porzellan) und Gläsern, sowie für Kunststoffe und metallische Substrate von Bedeutung. Die entsprechende Verwendung ist ein Gegenstand der vorliegenden Anmeldung.
Für metallische Substrate ist zusätzlich auch die Verwendung von erfindungsgemäßen Verbindungen in Korrosionsschutzmitteln Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
Auch deren Verwendung als Formtrennmittel in der Kunststoffverarbeitung ist ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
Allgemein eignen sich erfindungsgemäße Verbindungen bzw. erfindungsgemäß einzusetzende Verbindungen als Schutzmittel gegen Flecken und Verschmutzungen, Stain Releases, Beschlagschutzmittel, Gleitmittel, sowie als Verbesserer der Abriebfestigkeit und mechanischen Strapazierfähigkeit.
Als Additive in Reinigungsmitteln und Fleckentfernern für Textilien (insbesondere Bekleidung, Teppiche und Teppichböden, Polsterbezüge in Mobiliar und Automobilen) und harte Oberflächen (insbesondere Küchenoberflächen, Sanitäranlagen, Kacheln, Glas) und in Poliermitteln und Wachsen (insbesondere für Mobiliar, Fußböden und Automobile) können erfindungsgemäße Verbindungen bzw. erfindungsgemäß einzusetzende Verbindungen vorteilhaft mit einer oder mehreren der folgenden Funktionen: Netzmittel, Verlaufsmittel, Hydrophobiermittel, Oleophobiermittel, Schutzmittel gegen Flecken und Verschmutzungen, Gleitmittel, Entschäumer, Entlüfter, Trocknungsbeschleuniger eingesetzt werden. Im Falle der Reinigungsmittel und Fleckentferner ist zusätzlich auch die Verwendung als Detergenz bzw. Schmutzemulgier- und - Dispergiermittel eine vorteilhafte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Die Verwendung von erfindungsgemäßen Verbindungen bzw. erfindungsgemäß einzusetzenden Verbindungen in Reinigungsmitteln und Fleckentfernern bzw. als Netzmittel, Verlaufsmittel, Hydrophobiermittel, Oleophobiermittel, Schutzmittel gegen Flecken und Verschmutzungen,
Gleitmittel, Entschäumer, Entlüfter oder Trocknungsbeschleuniger ist daher ein weiterer Erfindungsgegenstand.
Auch als Additive in polymeren Werkstoffen (Kunststoffen) können die erfindungsgemäßen Verbindungen bzw. erfindungsgemäß einzusetzenden Verbindungen vorteilhaft mit einer oder mehreren der folgenden Funktionen: Gleitmittel, Verminderer der inneren Reibung, UV-Stabilisator,
Hydrophobiermittel, Oleophobiermittel, Schutzmittel gegen Flecken und Verschmutzungen, Kupplungsmittel für Füllstoffe, Flammschutzmittel, Migrationsinhibitor (insbesondere gegen Migration von Weichmachern), Beschlagschutzmittel verwendet werden.
Bei der Verwendung als Additive in flüssigen Medien zur Reinigung, zum Ätzen, zur reaktiven Modifikation und/oder Substanzabscheidung auf Metalloberflächen (insbesondere auch Galvanik und Eloxierung) oder Halbleiteroberflächen (insbesondere für die Halbleiter-Photolithographie) wirken erfindungsgemäße Verbindungen bzw. erfindungsgemäß einzusetzende Verbindungen als Entwickler, Stripper, Edge Bead Remover, Ätz- und Reinigungsmittel, als Netzmittel und/oder Verbesserer der Qualität von abgeschiedenen Filmen. Im Falle galvanischer Prozesse (insbesondere der Chromgalvanik) ist zusätzlich auch die Funktion als Dunstinhibitor mit oder ohne Schaumwirkung ein Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
Darüber hinaus eignen sich die erfindungsgemäß als Tenside verwendbaren Verbindungen für Wasch- und Reinigungsanwendungen, insbesondere von Textilien. Auch Reinigen und Polieren harter Oberflächen ist ein mögliches Anwendungsgebiet für die erfindungsgemäß als Tenside verwendbaren Verbindungen. Weiter können die erfindungsgemäß als Tenside verwendbaren Verbindungen vorteilhaft in kosmetischen Produkten, wie beispielsweise Schaumbädern und Haarshampoos oder als Emulgatoren in Cremes und Lotionen eingesetzt werden. Als Additive in Haar- und Körperpflegeprodukten (z.B. Haarspülungen und Haarkonditionierern), mit einer oder mehreren der folgenden Funktionen:
Netzmittel, Schaummittel, Gleitmittel, Antistatikum, Erhöher der Resistenz gegen Hautfette können die erfindungsgemäßen Verbindungen bzw. die erfindungsgemäß einzusetzenden Verbindungen ebenfalls vorteilhaft eingesetzt werden.
Als Additive in Herbiziden, Pestiziden und Fungiziden wirken erfindungsgemäße Verbindungen bzw. erfindungsgemäß einzusetzende Verbindungen mit einer oder mehreren der folgenden Funktionen: Substratnetzmittel, Adjuvans, Schauminhibitor, Dispergiermittel, Emulsionsstabilisator.
Als Additive in Klebstoffen, mit einer oder mehreren der folgenden Funktionen: Netzmittel, Penetrationsmittel, Substrat-Haftverbesserer, Entschäumer, können erfindungsgemäße Verbindungen bzw. erfindungsgemäß einzusetzende Verbindungen ebenfalls nutzbringend eingesetzt werden.
Auch als Additive in Schmierstoffen und Hydraulikflüssigkeiten, mit einer oder mehreren der folgenden Funktionen: Netzmittel, Korrosionsinhibitor, können erfindungsgemäße Verbindungen bzw. erfindungsgemäß einzusetzende Verbindungen dienen. Im Falle der Schmierstoffe ist zusätzlich auch die Verwendung als Dispergiermittel (insbesondere für Fluorpolymerpartikel) ein wesentlicher Aspekt.
Beim Einsatz als Additive in Kitt- und Füllmassen wirken können erfindungsgemäße Verbindungen bzw. erfindungsgemäß einzusetzende Verbindungen mit einer oder mehreren der folgenden Funktionen: Hydrophobiermittel, Oleophobiermittel, Schutzmittel gegen Verschmutzungen, Verbesserer der Witterungsbeständigkeit, UV- Stabilisator, Mittel gegen Silikon-Ausblutung.
Ein weiteres Anwendungsgebiet für die erfindungsgemäß als Tenside verwendbaren Verbindungen ist die Flotation, d.h. das Ausbringen und
Abtrennen von Erzen und Mineralien von taubem Gestein. Dazu werden sie als Additive in Zubereitungen zur Erzaufbereitung, insbesondere Flotationsund Auslaugungslösungen, mit einer oder mehreren der folgenden Funktionen: Netzmittel, Schaummittel, Schauminhibitor eingesetzt. Verwandt ist auch die Verwendung als Additive in Mitteln zur Stimulation von Erdölquellen, mit einer oder mehreren der folgenden Funktionen: Netzmittel, Schaummittel, Emulgator.
Darüber hinaus können als Additive in Enteisungsmitteln oder Vereisungsverhinderern eingesetzt werden.
Darüber hinaus können bevorzugte der erfindungsgemäß als Tenside verwendbaren Verbindungen auch als Emulgatoren oder Dispergierhilfsmittel in Nahrungsmitteln eingesetzt werden. Weitere Anwendungsfelder liegen in der Metallbehandlung, als Lederhilfsmittel, der Bauchemie und im Pflanzenschutz.
Weiter eignen sich erfindungsgemäße Tenside auch als antimikrobieller Wirkstoff, insbesondere als Reagenzien für die antimikrobielle Oberflächenmodifikation.
Alle hier genannten Verwendungen erfindungsgemäß einzusetzender Verbindungen sind Gegenstand der vorliegenden Erfindung. Die jeweilige Anwendung von Tensiden zu den genannten Zwecken ist dem Fachmann bekannt, so dass der Einsatz der erfindungsgemäß einzusetzenden Verbindungen keine Probleme bereitet.
Dabei werden die erfindungsgemäßen Verbindungen für die Anwendung üblicherweise in entsprechend ausgelegte Zubereitungen eingebracht. Entsprechende Mittel, enthaltend mindestens eine erfindungsgemäße Verbindung sind ebenfalls Gegenstand der vorliegenden Erfindung. Bevorzugt enthalten solche Mittel einen für den jeweiligen
Verwendungszweck geeigneten Träger sowie gegebenenfalls weitere spezifische Aktivstoffe und/oder gegebenenfalls Hilfsstoffe.
Bei bevorzugten Mitteln handelt es sich dabei um Färb- und Lackzubereitungen, Feuerlöschmittel, Schmierstoffe, Wasch- und
Reinigungsmittel, Enteiser oder Hydrophobiermittel zur Textilausrüstung oder Glasbehandlung. In einer bevorzugten Erfindungsvariante handelt es sich bei den Mitteln um Hydrophobiermittel zur Ausrüstung von Textilien und Teppichen.
Zur hydrophoben Ausrüstung von Textilien werden in der Regel Hydrophobierungsmittel auf Basis von Polysiloxanen, Fluorkohlenwasserstoffen oder Mischungen von Aluminium- oder Zirkonsalzen mit Paraffinen eingesetzt (vergleiche dazu „Handbuch der Textilhilfsmittel", A. Chwala, V. Anger, Verlag Chemie, New York 1977,
Kapitel 3.24 "Phobiermittel", Seite 735 ff). Die hydrophobe Ausrüstung von Textilien, insbesondere bei Wetterschutzbekleidung, dient dazu, diese entweder wasserabweisend oder wasserundurchlässig zu machen. Das Hydrophobiermittel wird auf die Fasern der Textilien aufgebracht und ordnet sich dort so an, dass die hydrophoben Molekülteile senkrecht zur
Faseroberfläche stehen. Auf diese Weise wird das Bestreben des Wassers, sich über die ganze Fläche auszubreiten, stark herabgesetzt. Das Wasser nimmt aufgrund der Kohäsionskräfte die Kugelform an und perlt von der Textiloberfläche ab.
Weitere Anwendungsgebiete für erfindungsgemäße Mittel sind Färb- und Lackzubereitungen, Feuerlöschmittel (Pulver und Schäume), Schmierstoffe, Wasch- und Reinigungsmittel und Enteiser.
Die Herstellung der Mittel kann dabei nach an sich bekannten Methoden erfolgen; beispielsweise durch Mischen der erfindungsgemäßen
Verbindungen mit einem für den jeweiligen Verwendungszweck geeigneten Träger sowie ggf. weiteren spezifischen Aktivstoffen und ggf. Hilfsstoffen. Die Herstellung der erfindungsgemäß zu verwendenden Verbindungen kann dabei nach dem Fachmann an sich aus der Literatur bekannten Methoden erfolgen.
Die Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindungen kann dabei nach dem Fachmann an sich aus der Literatur bekannten Methoden erfolgen. Beispiele werden im Folgenden beschrieben.
Gegenstand der Erfindung ist daher weiterhin ein Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindungen, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verbindung der Formel Il Y-Spacer Z Il wobei Y und -Spacer- eine der zuvor angegebenen Bedeutungen haben können und
Z OH, Br, Cl oder Vinyl bedeutet, mit dem entsprechenden Aromaten, ausgewählt aus der Gruppe Benzol oder Naphthalin, umgesetzt werden und anschließend eine Sulfonierung und Salzbildung erfolgt.
Die Anbindung der Verbindungen der Formel II, wie zuvor definiert, erfolgt bevorzugt über eine Friedel-Crafts-Alkylierung. Die Reaktionsbedingungen und Reaktionsführungen für Friedel-Crafts-Alkylierungen sind dem
Fachmann bekannt und in der Standardliteratur ausführlich beschrieben.
Die Umsetzung der Verbindungen der Formel Il mit dem Aromaten findet in Gegenwart der Lewis-Säure Aluminiumtrichlorid statt. Dabei können sowohl durch Y modifizierte Alkohole, als auch Chloride oder Bromide, oder
Verbindungen der Formel Il mit einer endständigen Doppelbindung eingesetzt werden. Die Synthese dieser Verbindungen wird nachstehend beschrieben.
Die Sulfonierung nach Friedel-Crafts-Alkylierung ist ebenfalls ein Standardverfahren und kann beispielsweise durch Umsetzung mit Sulfurtrioxid erfolgen. Die anschließende Salzbildung in Alkalihydroxid/Wasser führt zu den entsprechenden Salzen. 5
Alternativ zu einer Friedel-Crafts-Alkylierung ist auch eine Grignard- Reaktion möglich. Auch diese Reaktion ist der Fachwelt als Standardreaktion bekannt.
10 Die Synthese der Verbindungen der Formel Il Y-Spacer Z Il wobei der Spacer formelmäßig durch -(CHz)n-,
-(CH
2)-CH(HalHCH
2)(n-ir,
-(CH
2)π-O-,
-(CHz)n-O-(CH2)P- oder -CH2CH=CH-(CH2)(n-i)-, 20 -(CH2)n-i-Ar-(CH2){n,ir -(CH2)n-1-C=C-(CH2)n- -(CHz)n-Q-(CHz)n- beschrieben werden, wobei Ar für Aryl steht,
OK
Q für O, S oder N steht, n und n1 für eine ganze Zahl aus dem Bereich 1 bis 30 steht,
HaI Cl1 Br oder I bedeutet und p für eine ganze Zahl aus dem Bereich 1 bis 4 steht und
Y für CF3-(CH2)a-O-, SF5-, CF3-(CH2)a-S-, CF3CF2S-, [CF3-(CH2)a]2N- oder
30
[CF3-(CH2)a]NH-, wobei a steht für eine ganze Zahl ausgewählt aus dem
Bereich von 0 bis 5 oder
steht, wobei
Rf steht für CF3-(CH2)r-, CF3-(CH2)r-O-, CF3-(CH2V-S-, CF3CF2-S-, SF5-
(CH2)r- oder [CF3-(CH2)J2N-, [CF3-(CH2)r]NH- oder (CF3)2N-(CH2)r,
B steht für eine Einfachbindung, O, NH, NR1 CH2, C(O)-O, C(O), S, CH2-O, O-C(O), N-C(O), C(O)-N, 0-C(O)-N, N-C(O)-N, 0-SO2 oder SO2-O
R steht für Alkyl mit 1 bis 4 C-Atomen, b steht für O oder 1 und c steht für O oder 1 , q steht für O oder 1 , wobei mindestens ein Rest aus b und q für 1 steht, und r steht für 0, 1 , 2, 3, 4 oder 5 und Z = OH, Cl, Br oder Vinyl bedeutet, wird nun für jede Gruppe Y im Detail beschrieben.
Die Gruppen Y können allgemein gemäß den folgenden Schemata eingeführt werden:
oder
Daneben sind auch Kettenverlängerungen über Ester- oder Amidbildung möglich/durchführbar
Weitere Funktionalisierung zum Arylsulfonat (Surfactant-Endprodukt):
Anknüpfung des Aromaten: Sulfonateinführung:
Terminus Gruppe) ,
Neben diesen Methoden zur Anknüpfung des Arylsulfonats sind auch die unten aufgeführten Linkerfunktionalitäten (Verknüpfung aromatische Y mit Linkern) anwendbar.
Die CF3-O Gruppe kann gemäß den folgenden Schemata eingeführt werden:
,HaI
.... (für Rf = -CF3)
Me4N+OCF3- Me4N+OCF3-
Grubbs Metathese
HaI= Cl, Br, I
Rf = -(CH2J3CF3; -CF3
oder
Für Y = CF3-O gilt:
Die aliphatische OCF3-Gruppe kann beispielsweise aus Alkoholen über die Fluorodesulfurierung von Xanthogenaten erhalten werden (K. Kanie, Y. Tanaka, K. Suzuki, M. Kuroboshi, T. Hiyama, Bull. Chem. Soc. Jpn. 2000, 73, 471-484; P. Kirsch, Modern Fluoroorganic Chemistry: Synthesis, Reactivity, Applications, Wiley-VCH, Weinheim, 2004, S. 67 ff., S. 144 f.). Die entsprechende Offenbarung zu der genannten Methode in den zitierten Literaturstellen gehört damit ausdrücklich auch zum Offenbarungsgehalt der vorliegenden Anmeldung. Die Einführung der Arylsulfonatgruppe ist nach dem Fachmann bekannten Methoden möglich.
Variante A:
Z(CH2)nOH
Variante B:
Z(CH2)nOH
A
Z = HaI, OPg (Pg=Schutzgruppe)
Derivatisierung für Z = OP z.B. OBn :
BnO(CH2X1OCF3
C
Aus der Verbindung D oder E kann durch Eliminierung die Vinylverbindung G erhalten werden
Für Y = CF3-(CH2)a-O- mit a = 2 gilt:
Die Einführung der CF3-(CH2)2-O-Gruppe gelingt durch Umsetzung von CF3-(CHa)2-OH mit einer Verbindung Z-(CH2)n-Br, wobei CF3-(CH2)2-OH kommerziell erhältlich ist und Z eine geschützte OH-Gruppe darstellt und anschließender Entschützung der Hydroxygruppe.
Derivatisierung für Z = OPg (z.B. OBn):
H2, Pd/C
F3C-(CH2)2-O-(CH2)n-OPg THF
F3C-(CH2)2-O-(CH2)n-OH
PBr3 CH2CI2
F3C-(CH2)2-O-(CH2)n-OH F3C-(CH2)2-O-(CH2)n-Br
1. MeSO2CI/Toluol
2. NEt3 1. NaO-t-Bu
3. K-O-t-Bu 2. THF
- F3C-(CH2)2-O-(CH2)n.2-CH=CH2
In analoger Weise kann auch die CF3(CH2)aS-Gruppe über Mitsunobu-
Reaktion oder nukleophile Substitution eingeführt werden. Gemäß den
Schaubildern liefern analoge Transformationen die korrespondierenden
Verbindungen (z.B. mit Alkohol-, Halogenid- oder Olefinfunktionalität am
Terminus).
Die SF5 Gruppe kann gemäß den folgenden Schemata eingeführt werden:
Für Alkohole, Halogenide:
LiEt3BH
Bu3SnH oder
Pg = H, Acetyl, Pivaloyl, Radikalstarter
Benzyl, Tetrahydropyranyl HaI = Cl, Br, I -OPg n = 0 bis 30 i) ggf.
Entschützung
2) PPh3, CCI4 oder
PPh3 Br2 oder PPh I.3, I2
1 ) 99*.
Entschützung
2) PPh
3, CCI
4 oder PPPPhh
33,, BBrr
;2 oder PPh
3, I
2 '
Für Ester, Carbonsäuren, Säurechloride:
Für Nitrile, Amine, Aldehyde, Ketone:
stufenweise oder direkte Oxidation:
SF,
(COCI)2 n Cl bzw.
SF. n Cl
Für Olefine, Alkine:
I ) Br2 bzw. bzw.
Ph3P= 2) KOH SF
Die aliphatische SFs-Gruppe kann z. B. an endständigen Doppelbindungen über die radikalische Addition von SF5CI oder SF5Br eingefügt werden. Optional kann anschließend beispielsweise eine Dehydrohalogenierung oder eine Hydrierung durchgeführt werden. Die ersten beiden dieser Reaktionsschritte sind in der Literatur beschrieben (R. Winter, P. G. Nixon, G. L. Gard, D. H. Radford, N. R. Holcomb, D. W. Grainger, J. Fluorine Chem. 2001 , 107, 23-30), katalytische Hydrierungen in Gegenwart einer SF5-Funktion ebenfalls (P. Kirsch, M. Brenner, M. Heckmeier, K. Tarumi, Angew. Chern. 1999, 111 , 2174-2178; Angew. Chem. Int. Ed. Engl. 1999, 38,1989-1992). Die entsprechende Offenbarung zu der genannten Methode in den zitierten Literaturstellen gehört damit ausdrücklich auch zum Offenbarungsgehalt der vorliegenden Anmeldung. Die Einführung der hydrophilen, reaktiven oder polymerisierbaren Komponente ist über den
entsprechenden ω-SF5-Alkohol nach dem Fachmann bekannten Methoden möglich. Beispiele sind dem folgenden Schema zu entnehmen:
Derivatisierung für Z = OPg (z.B. OBn):
Die CF3-(CH2)a-S oder C2F5-S- Gruppen können gemäß den folgenden Schemata eingeführt werden:
oder
Die Endgruppen CF3(CF2)yS- mit y = O oder 1 , können bevorzugt auch durch Umsetzung des entsprechenden Rf-Bromids mit einem Thiolat wie in N.V. Ignatiev et al., Zh. Organich. Khim. 1985, 21(3), S.653 beschrieben, in geeignete Moleküle oder Zwischenstufen eingebracht werden. Auch die direkte Umsetzung des Thiols mir Rf-Br oder Rf-I kann, wie in N.V. Ignatiev, Ukr. Khim. Zh. 2001 , Nr. 10, S. 98-102 beschrieben, erfolgen. Gemäß N.V. Kondartenko et al. Ukr. Khim. Zh. 1975, 41(6), S. 516ff. kann die Einführung von CF3S-Gruppen auch mittels AgSCF3 bzw. nach W.A. Sheppard, J. Org. Chem. 1964, 29(4), 895ff mittels CF3SCI erfolgen.
Die entsprechende Offenbarung zu der genannten Methode in den zitierten Literaturstellen gehört damit ausdrücklich auch zum Offenbarungsgehalt der vorliegenden Anmeldung.
Für Y = CF3-(CH2)a-S- mit a = 2:
Die Einführung der CF3-(CH2)2-S-Gruppe gelingt durch Umsetzung von
CF3-(CH2)2-I mit einer Verbindung Z-(CH2)n-SH, wobei Z-(CH2)n-SH leicht aus dem korrespondierenden Halogenid zugänglich ist und Z eine geschützte OH-Gruppe darstellt und anschließender Entschützung der
Hydroxygruppe.
Derivatisierung für Z = OPg (z.B. OTHP):
Die (CF3)2N Gruppe kann gemäß den folgenden Schemata eingeführt werden:
oder
Gabriel-Synthese: J. March in March's Advanced Organic Chemistry, 5th ed.,
John Wiley and Sons, Ine, New York, 2001, S. 500, 513, 864. oder
oder
Die endständige Doppelbindung kann sofort in die Friedel-Crafts- Alkylierung eingesetzt werden. Eine Modifikation zu den entsprechenden Alkoholen oder Bromiden ist im folgenden Schema gezeigt:
Die Einführung des Amin-Bausteins [CF3-(CH2)a]2N-, wobei a steht für eine ganze Zahl ausgewählt aus dem Bereich von 1 bis 5, kann mit Hilfe der Gabriel-Synthese (Organikum: Organisch-Chemisches Grund praktikum, 16. Aufl., VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin, 1986), gefolgt von der Freisetzung des primären Amins durch Umsetzung mit Hydrazin erfolgen. Anschließende Alkylierung dieses Amins mit CF3(CH2)HaI ergibt nach Debenzylierung den tertiären Aminoalkohol als Schlüsselbaustein.
Für Y = CF3NH- gilt:
Die Endgruppe CF3NH- in Verbindungen CF3NH-R kann mittels literaturbekannter Methoden durch Umsetzung entsprechender Verbindungen CbC=N-R mit einem Überschuss von HF eingeführt werden (Entsprechende Synthesen sind beispielsweise in Petrow et al., Zh. Obshch. Khim. 29 (1959) 2169-2172 beschrieben.) Alternativ kann auch Tifluormethylisocyanat mit einem Alkohol zu einer Verbindung CF3- NHC(=O)-O-R (gemäß Knunyants et al. Mendeleev ehem. J. 22 (1977) 15- 105 bzw. Motornyi et al., Zh. Obshch. Khim. 29 (1959) 2157-2122) umgesetzt werden. Die entsprechenden Edukte sind jeweils nach Literaturbekannten Methoden erhältlich und die Reste R der Produkte können mittels etablierter Methoden chemisch modifiziert werden.
Die Gruppe Y mit
Y =
Rf = CF3-(CH2)T, CF3-(CH2)rO-, CF3-(CH2)r-S-, CF3CF2-S-, SF5-(CH2)T,
[CF3-(CH2)r]2N-, [CF3-(CH2)r]NH- oder (CF3)2N-(CH2)r bedeutet,
B steht für eine Einfachbindung, O, NH, NR, CH2, C(O)-O, C(O)1 S, CH2-O,
O-C(O), N-C(O), C(O)-N, O-C(O)-N, N-C(O)-N, 0-SO2 oder SO2-O
R steht für Alkyl mit 1 bis 4 C-Atomen, b steht für O oder 1 und c steht für O oder 1 , q steht für O oder 1 , wobei mindestens ein Rest aus b und q für 1 steht, und r steht für O1 1 , 2, 3, 4 oder 5, kann gemäß den folgenden Schemata eingeführt werden:
oder
A = HaI, OPg (Pg=Schutzgruppe), -C=C, -CO2R, -C(O)NR1R2 q = 0 und/oder 1 b = Q und/oder 1 c =0 und/oder 1
oder
R
1 = H oder Alkyl mit 1 bis 4 C-Atomen q = 0 und/oder 1 b = 0 und/oder 1 c =0 und/oder 1
oder
A= HaI, OPg (Pg=Schutzgruppe), -C=C, -CO
2R, -C(O)NR
1R
2
W = O1NH1NR
R' = H oder Alkyl mit 1 bis 4 C-Atomen q = 0 und/oder 1 b = 0 und/oder 1 c =0 und/oder 1 n = 1 bis 30
oder
A = HaI, OPg (Pg=Schutzgaιppe), -C=C, -CO2R, -C(O)NR1R2
W = O1NH1NR
R' = H oder Alkyl mit 1 bis 4 C-Atomen q = 0 und/oder 1 b = 0 und/oder 1 c =0 und/oder 1 n = 1 bis 30
A = HaI, OPg (Pg=Schutzgruppe), -C=C1 -CO2R, -C(O)NR1R2
W = O1NH1NR q = 0 und/oder 1 b = 0 und/oder 1 c =0 und/oder 1 n = 1 bis 30
A = HaI1 OPg (Pg=Schutzgmppe), -C=C, -CO2R, -C(O)NR1R2
W = O1 NH, NR
L = O1S q = 0 und/oder 1 b = 0 und/oder 1 c =0 und/oder 1 n = 1 bis 30
oder
A = HaI, OPg (Pg=Schutzgruppe), -C=C, -CO2R, -C(O)NR1R2
W = O, NH1NR
R' = H oder Alkyl mit 1 bis 4 C-Atomen q = O und/oder 1 b = O und/oder 1 c =0 und/oder 1 n = 1 bis 30
A = HaI, OPg (Pg=Schutzgruppe), -C=C, -CO2R, -C(O)NR1R2
W = O1NH1NR
HaI = Cl, Br, I q = O und/oder 1 b = O und/oder 1 c =0 und/oder 1 n = 1 bis 30
oder
A = HaI, OPg (Pg=Schutzgruppe), -CO2R, -C(O)NR1R2
HaI = Cl, Br, I
R' = H oder Alkyl mit 1 bis 4 C-Atomen q = 0 und/oder 1 b = 0 und/oder 1 c = 0 und/oder 1 n = 1 bis 30
Die Einführung dieser aromatischen Gruppe an beispielsweise ein Diol oder ein Alken gelingt nach dem angeführten Schema. Zum Teil sind die jeweiligen Rf-substituierten Aromaten kommerziell erhältlich. Ansonsten sind auch Synthesemethoden jeweils angegeben. Die entsprechende Offenbarung zu der genannten Methode in den zitierten Literaturstellen gehört damit ausdrücklich auch zum Offenbarungsgehalt der vorliegenden Anmeldung.
Die Gruppe Rf steht für CF3-(CH2)r, CF3-(CH2)rO-, CF3-(CH2)rS-, CF3CF2- S-, SF5-(CH2)r-, [CF3-(CH2)r]2N-, [CF3-(CH2)r]NH- oder (CF3)2N-(CH2)r-, mit Indices wie zuvor beschrieben, können mittels Substitutionsreaktionen an Aromaten eingeführt werden. Wenn in den folgenden Schemata Rf verwendet wird, so gilt, soweit nichts anderes ausgeführt wird, die hier gegebene Definition.
Die Einführung der Rf-substituierten Arylbausteine kann durch Umsetzung der entsprechenden Phenole in einer Mitsunobu-Reaktion unter Ausbildung einer Etherbrücke erfolgen (O. Mitsunobu Synthesis 1981 ,1 ).
Die Anbindung der Arylgruppe über eine NH oder NR-Bindung erfolgt ebenfalls unter Mitsunobu-Bedingungen nach folgendem Schema:
Y = OPg oder CH=CH2 q = 0 oder 1 b = 0 oder 1
Die Arylbausteine mit den genannten Rf-Substituenten können nach folgenden Reaktionen synthetisiert werden:
Für CF3-Substitution gilt: Die CF3-Gruppen können durch Umsetzung von aromatischen Carbonsäuren mit HF und SF4 unter erhöhtem Druck und erhöhter Temperatur erhalten werden, wie in folgendem Schema angegeben
1. BuLi Anzahl der Substituenten:
2. (Me3O)3B c: ortho-Stellung (O oder mindestens 1 )
3. H2O2 q: meta-Stellung (0 oder mindestens 1 ) b: para-Stellung (0 oder mindestens 1 )
DBH = 1 ,3-Dibrom-5,5-dimethylhydantoin
Kommerziell erhältlich sind Verbindungen der Formel
wobei, G = -CO
2H, CH
2NH
2, -CH
2OH, -CHO, -COCI, - CH
2Br, -CH
2CO
2H
1 CH=CH
2, -CH=CHCO
2H, -C≡CCH
2OH.
Derivatisierung für aromatische Systeme mit 3 fluorierten CF3-Gruppen:
DCC: Dicyclohexylcarbodiimid
TPAP: Tetra-n-propylammoniumperruthenat
THP: Tetrahydropyranyl
Für SF5- gilt:
Die Modifikation von käuflichen P-Nitro-pentafluorsulfuranyl-Verbindungen kann wie in P. Kirsch et al. Angewandte Chemie 1999, 111 , 2174-2178 beschrieben erfolgen.
Käufliche Reagenzien sind:
G1 = -OH, -Br, -NH2, -NO2, -CHO, -CO2H
Die m,m-Bispentafluorsulfuranylverbindungen sind wie in W. A. Sheppard J. Am. Chem. Soc. 1962, 84, 3064-3072 bzw. US 3073861 bzw. US 3135736 beschrieben, zugänglich:
CuBr HBr
Die entsprechende Offenbarung zu den genannten Methoden in den zitierten Literaturstellen gehört damit ausdrücklich auch zum Offenbarungsgehalt der vorliegenden Anmeldung.
Für F3CS- oder F5C2S- gilt:
Käufliche Reagenzien sind:
G" = -OH, -Br, -Cl, -NH2, -NO2, -N=C=O, -CHO, -CO2H, -CN, -CH2OH,
CH2Br
Aromatische Trifluormethylthioether und Pentafluorethylthioether sind durch Substitution von lodaromaten oder Veretherung von Thiophenolen, wie in folgendem Schema angegeben, zugänglich:
Käufliche Reagenzien oder daraus leicht zugängliche Substanzen sind: G" = -OH, -I, -Br1 -Cl1 -NH2, -SH, -B(OH)2, -CHO, -CO2H, -CO2Me, -CONH2, -CN, -CH2OH, -CH2Br, -CH2CN.
Trifluormethoxyaromaten können durch Umsetzung von Phenolen mit Tetrachlorkohlenstoff und Fluorwasserstoff erhalten werden.
R = subst./unsubst. Aryl, Alkyl
R1 = -OH
R" = -OCF3
X = Cl, Br c = 0 und/oder 1 q = 0 und/oder 1 b = 0 und/oder 1
10
25
CuBr HBr
Das Edukt Nitroresorcinol kann nach folgender Literatur hergestellt werden: Ref. 1 Funke; Krucker; BSCFAS; Bull. Soc. Chim. Fr.; 1953; 744, 746. Ref. 1 Grosheintz; Fischer; JACSAT; J. Am. Chem. Soc; 70; 1948; 1476, 1478.
Für [CF3-(CH2)a]2N- gilt:
Die Einführung des Amin-Bausteins [CF3-(CH
2)
a]
2N-, wobei a steht für eine ganze Zahl ausgewählt aus dem Bereich von O bis 5, kann mit Hilfe der Gabriel-Synthese (Organikum: Organisch-Chemisches Grundpraktikum, 16. Aufl., VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin, 1986), gefolgt von der Freisetzung des primären Amins durch Umsetzung mit Hydrazin erfolgen. Anschließende Alkylierung dieses Amins mit CF
3(CH
2)
rHal ergibt nach Debenzylierung den tertiären Aminoalkohol als Schlüsselbaustein.
Pd(PPh3),
LiAIH4 CO, MeOH
Für (CF3)2N- gilt:
Käufliche Reagenzien oder daraus leicht zugängliche Substanzen sind: G" = -OH, -I, -Br, -Cl, -NH2, -NHAc, -CHO, -CO2H, -CO2Me, -CONH2, -CN, -CH2OH, -CH2Br, -CH2CN.
(CF
3)
2N-Substituenten können gemäß F.S.Fawcett; J. Am. Chem. Soc. 84(No.22) (1962) 4275-4285 ausgehend von Isocyanaten durch Umsetzung mit Fluorphosgen und anschließender Fluorierung mit SF
4/HF oder ausgehend von Isothiocyanaten durch Umsetzung mit Quecksilberdifluorid und anschließender Umsetzung mit Fluorphosgen, sowie nachfolgender Fluorierung mit SF
4ZHF erhalten werden:
Eine alternative Route zur Herstellung der Bis-Trifluormethyl-aniline geht von aromatischen Aldehyden aus und ist im Detail in R.E.Banks, J. Chem. Soc. Perkin Trans. 1 (1973) 80-82 beschrieben:
Für CF3NH- gilt:
Die Endgruppe CF3NH- in Verbindungen CF3NH-R kann mittels literaturbekannter Methoden durch Umsetzung entsprechender Verbindungen CbC=N-R mit einem Überschuss von HF eingeführt werden
(Entsprechende Synthesen sind beispielsweise in Petrow et al., Zh. Obshch. Khim. 29 (1959) 2169-2173 bzw. E. Kuhle, Angew. Chem. 89(No.11) (1977), 797-804 beschrieben.) Alternativ kann auch Tifluormethylisocyanat mit einem Alkohol zu einer Verbindung CF3- NHC(=O)-O-R (gemäß Knunyants et al. Mendeleev chem. J. 22 (1977) 15-
105 bzw. Motornyi et al., Zh. Obshch. Khim. 29 (1959) 2157-2122) umgesetzt werden. Die entsprechenden Edukte sind jeweils nach Literaturbekannten Methoden erhältlich bzw. Verbindungen des Typs CI2C=N-R können durch Umsetzungen von Verbindungen R-NH-CHO mit Chlor und SOCb erhalten werden und die Reste R der Produkte können mittels etablierter Methoden chemisch modifiziert werden.
Die entsprechende Offenbarung zu den genannten Methoden in den hier zitierten Literaturstellen gehört damit ausdrücklich auch zum Offenbarungsgehalt der vorliegenden Anmeldung.
Die Auswahl geeigneter Lösungsmittel und Reaktionsbedingungen bereitet dem Fachmann dabei keinerlei Schwierigkeiten (Organikum: Organisch- Chemisches Grundpraktikum, 16. Aufl., VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin, 1986).
Außer den in der Beschreibung genannten bevorzugten Verbindungen, deren Verwendung, Mitteln und Verfahren sind weitere bevorzugte Kombinationen der erfindungsgemäßen Gegenstände in den Ansprüchen offenbart.
Die Offenbarungen in den zitierten Literaturstellen gehören hiermit ausdrücklich auch zum Offenbarungsgehalt der vorliegenden Anmeldung.
Die folgenden Beispiele erläutern die vorliegende Erfindung näher, ohne den Schutzbereich zu beschränken. Insbesondere sind die in den Beispielen beschriebenen Merkmale, Eigenschaften und Vorteile der den
betreffenden Beispielen zugrunde liegenden Verbindungen auch auf andere nicht im Detail aufgeführte, aber unter den Schutzbereich fallende Stoffe und Verbindungen anwendbar, sofern an anderer stelle nicht gegenteiliges gesagt wird. Im Übrigen ist die Erfindung im gesamten beanspruchten Bereich ausführbar und nicht auf die hier genannten Beispiele beschränkt.
Beispiele
Verzeichnis der verwendeten Abkürzungen:
5 Bn: Benzyl
DBH: 1 ,3-Dibrom-5,5-dimethylhydanthoin
DCM: Dichlormethan
DMAP: 4-(Dimethylamino)pyridin
Me: Methyl
10 MTB: Methyl-tert.-Butyl-Ether
RT Raumtemperatur (200C)
THF: Tetrahydrofuran
PE: Petrolether
DCC N.N'-Dicyclohexylcarbodiimid
15 RT Raumtemperatur
TPAP Tetra-n-propylammoniumperruthenat
VE voll entsalzt
9-BBN 9-Borabicyclo[3.3.1]nonan
20
Beispiel 1
1. Synthese des Alkohols
In 250 ml DCM werden 15 g Decenol gelöst und auf -400C eingekühlt. 27 g
SF5CI - zuvor per Kühlfalle kondensiert - werden als Gas in die Apparatur eingeleitet. Zur Aktivierung werden 2 ml 1-M-Et3B Lösung zugegeben. Die Aktivierung wird so oft wiederholt bis sich der Ansatz nicht mehr bei der Gaseinleitung erwärmt. Das Gemisch wird zwei Stunden bei gleicher
OU
Temperatur nachgerührt. Das Reaktionsgemisch wird durch Zugabe zu Eis/NaHCO3-Lösung (gesättigt) hydrolysiert, dann mit NaOH pH10
eingestellt. Die abgetrennte wässrige Phase wird zweimal mit MTB-Ether gewaschen. Die gesammelten organischen Phasen werden einmal mit NaCI-Lösung extrahiert, über Natriumsulfat getrocknet, filtriert und das Lösungsmittel abdestilliert.
In einem 250 ml Einhalskolben mit Rückflusskühler werden 9 g des Edukts in 120 ml Ethanol gelöst und anschließend wird KOH Pulver zugegeben. Die Reaktionsmischung wird über Nacht gerührt. Die Reaktionsmischung wird eingeengt und Wasser und MTB werden zugegeben, die Phasen getrennt, die wässrige 3-mal mit MTB extrahiert, die gesammelten organ. Phasen mit ges. NaCI gewaschen, über Na2SO4 getrocknet, abfiltriert und das Lösungsmittel abdestilliert.
2. Friedel-Crafts-Alkylierung:
Der Alkohol (28 g) wird in 200 g Chlorbenzol gelöst, mit 13 g Naphthalin versetzt und anschließend 13 g AICI3 zugegeben. Nach Erwärmen auf 100 0C für 12 Std wird die Reaktionsmischung auf Eis gegeben und die organische Phase abgetrennt. Die org. Phase wird evaporiert und das Alkylnaphthalin umkristallisiert.
3. Umwandlung zum Sulfonat
Das Alkylnaphthalin (39 g) wird bei einer Temperatur unter 4O0C ohne Solvent mit Sulfurtrioxid (8 g) sulfonyliert und isoliert. Das isolierte Produkt
wird zu einer Mischung aus NaOH (6 g) und Wasser (30 g) gegeben. Man erhält das Sulfonat.
Beispiel 2 Synthese Bromid:
1. Bromierung
Der Alkohol (8.3g, 29.4 mmol) wird in trockenem DCM (0,2 molare Lösung) vorgelegt und mit Triphenylphosphin (11.6g, 44mmol, 1.4eq) und anschließend portionsweise mit Tetrabrommethan (CBr^ 16.6g, 50mmol,
1.5eq) versetzt. Die Reaktion wird 4 Std gerührt und dann mit ges.
NaHCO3-Lsg gequencht, mit MTB extrahiert und über Natriumsulfat getrocknet.
Das entstandene Rohprodukt wird mit Heptan gesäult.
Es entstehen: 9g farbloses Öl
2. Friedel-Crafts-Alkylierung:
Das Bromid (34 g) wird in 200 g Chlorbenzol gelöst, mit 13 g Naphthalin versetzt und anschließend 13 g AICb zugegeben. Nach Erwärmen auf 100 0C für 12 Std wird die Reaktionsmischung auf Eis gegeben und die organische Phase abgetrennt. Die org. Phase wird evaporiert und das Alkylnaphthalin umkristallisiert.
3. Umwandlung zum Sulfonat
Das Alkylnaphthalin (39 g) wird bei einer Temperatur unter 40°C ohne Solvent mit Sulfurtrioxid (8 g) sulfonyliert und isoliert. Das isolierte Produkt wird zu einer Mischung aus NaOH (6 g) und Wasser (30 g) gegeben. Man erhält das Sulfonat.
4. Analoges Surfactant mit Benzol
1 (E)-10-Bromo-1-pentafluorosulfanyl-dec-1-en (35 g) wird in C6H6 (200 g) unter AICI3-Katalyse (26 g) zum Alkylbenzol umgesetzt.
2 Im zweiten Schritt wird (E)-10-(pentafluoro)sulfanyl-dec-9-enyl)-benzol (34 g) wird mit Sulfurtrioxid (16 g) sulfonyliert. Die Salzbildung erfolgt mit NaOH-Wasser (4g/20 g)
Beispiel 3 Schritt 1 :
Synthese des Pentafluorothio-bromo-dec-1-ens
Die Thiodekan-en-ol - Vorstufe des Thiodekan-en-ylbromids - wird durch
Addition von SF5CI an 10-Bromo-dec-1-en und nachfolgender HCI- Eliminierung gewonnen (s. Beispiel 2).
1) Tetrahydrofuran (75 g) wird mit K-O-t-Bu (0,12 mol) versetzt, dann wird Pentafluorothio-bromo-dec-1-en (0,1 mol) zudosiert und bei 500C für 12 Std gerührt. Die Reaktionsmischung wird auf Eis gegeben. Zur Gewinnung des
Bausteins (E)-1-Pentafluorosulfanyl-deca-1 ,9-dien wird mit laborüblichen Methoden isoliert und gereinigt.
Der Alkohol (0,1 mol) wird in THF (75 g) bei 10-20 0C mit MeSO2CI (0,11 mol) und 0,15 mol NaHCO3 in den intermediären Methansulfonsäureester überführt (Reaktionszeit: 1- 3 Std). Die Reaktionsmischung wird mit Na-O-t- Bu (0,15 g) versetzt und bei 25°C für 6 Std gerührt. Die Reaktionsmischung wird auf Eis gegeben. Zur Gewinnung von (E)-i-Pentafluorosulfanyl-deca- 1 ,9-dien wird mit laborüblichen Methoden isoliert und gereinigt.
1 (E)-1-Pentafluorosulfanyl-deca-1 ,9-dien (26 g) wird in Benzol (120 g) vorgelegt, und unter AlCb-Katalyse (16 g) zum entspr. Alkylbenzol umgesetzt. Zur Isolierung wird mit Eis gequencht, die organische Phase abgetrennt, filtriert und evaporiert.
2 Das Alkylbenzol (34 g) wird mit Sulfurtrioxid (17 g) sulfonyliert. Zur Salzbildung auf Eis / Methyl-tert-butylether geben, die Wasserphase mit diesem Solvenz extrahieren und alle org. Phasen evaporieren. Es wird
Ethanol zugesetzt, dann NaOH (4 g), kurz erwärmt, nach Abkühlen die anfallenden Kristalle isoliert und getrocknet.
Beispiel 4
1 ) Zu 2-(3-)Chloro-naphthalin (16 g) werden in Toluol (100 g) Alkohol (28 g), hergestellt nach Beispiel 1 , Base Na-O-t-Bu (0,2 g) und Katalysator Pd-
DBA (5 g) gegeben. Nach Erwärmen (6 Std; 1000C) und Abkühlen wird das
Alkyl-oxy-Naphthalin mit üblichen Labormethoden isoliert.
2) Zu 2-(3-)Hydroxy-naphthalin (15 g) werden in Toluol (100 g) Bromoverbindung (35 g), hergestellt nach Beispiel 2, und Base Na2CO3 (11 g) gegeben. Nach Erwärmen (3 Std; 800C) und Abkühlen wird das Alkyloxy- Naphthalin mit üblichen Labormethoden isoliert.
3) Das Alkyloxy-Naphthalin (41 g) wird ohne Solvent mit Sulfurtrioxid (12 g) sulfonyliert (Temp. unter 4O0C) / dann nach Isolierung Salzbildung mit einer Mischung aus NaOH (6 g) und Wasser (30 g).
Beispiel 5
1 ) Das Hexenol (28 g), hergestellt nach Beispiel 1 , wird mit Bromchlorethan (14 g) in 200 ml THF unter Triethylamin-Zusatz (10 g) bei 4O0C verethert. Das Produkt wird unter Gebrauch laborüblicher Methoden isoliert.
2) Anschließend wird der Chlorethylether (35g) und Naphthalin (13 g) unter AlCb-Katalyse (26 g) zu Alkylnaphthalin umgesetzt. Das Produkt wird ebenfalls unter Gebrauch laborüblicher Methoden isoliert.
3) Das Alkylnaphthalin (44 g) wird mit Sulfurtrioxid (17 g) sulfonyliert und zur Salzbildung auf Eis / Methyl-tert-butylether geben, die Wasserphase mit diesem Solvenz extrahiert und alle organischen Phasen evaporiert. Es wird zunächst Ethanol zugesetzt, dann NaOH (4 g), kurz erwärmt und nach Abkühlen die anfallenden Kristalle isoliert und getrocknet.
Beispiel 6
1 ) Der Alkohol (28 g), hergestellt nach Beispiel 1 , wird mit dem Homoallylchlorid (0,1 mol) und Na2CO3 (11 g) in THF (100 g) bei 5O0C für 4 Std gerührt, dann mit üblichen Labormethoden der Homoallylether isoliert.
2) Der Homoallylether (0,1 mol) wird in Chlorbenzol (100g) gelöst, mit Naphthalin (13 g) und AICI3 (26 g) versetzt und 6 Std bei 800C gerührt, dann mit üblichen Labormethoden das Alkylnaphthalin isoliert.
3) Das Alkylnaphthalin (45 g) wird mit Sulfurtrioxid (12 g) in die Alkylnaphth- Sulfonsäure überführen. Zur Salzbildung auf Eis / Methyl-tert-butylether geben, die Wasserphase mit diesem Solvenz extrahieren und alle org. Phasen evaporieren. Es wird Ethanol zugesetzt, dann NaOH (4 g), kurz erwärmt, nach Abkühlen die anfallenden Kristalle isoliert und getrocknet.
Beispiel 7
1. Analog zu Beispiel 3 werden 28 g Alkohol, hergestellt nach Beispiel 1 , mit 18 g 2-(3)-Chloro-methylnaphthalin in Gegenwart von 0,2 g Na-O-t-Bu und 5 g Pd-DBA umgesetzt.
2. Das Alkyl-oxy-methyl-Naphthalin (42 g) wird mit SO3 (12 g) sulfoniert und zur Salzbildung auf Eis / Methyl-tert-butylether gegeben. Die Wasserphase wird mit diesem Solvenz extrahiert und alle org. Phasen evaporiert. Es wird Ethanol zugesetzt, dann NaOH (4 g), kurz erwärmt und nach Abkühlen die anfallenden Kristalle isoliert und getrocknet.
1 Veretherung / Variante 1. Zu 3,3,3-Trifluoro-propan-1-ol (11 g) werden in THF (50 g) das Bromohexan (27 g) und Na2CO3 (14 g) gegeben und 6 Std bei 500C gerührt. Nach Isolierung mit laborüblichen Methoden fällt der Ether an.
2 Veretherung / Variante 2. Zu 3,3,3-Trifluorpropanol (11 g) werden in THF (50 g) das Hexanol (21 g), und Triphenylphosphin (60 g) gegeben und zur ausreichenden Durchmischung für 10 Minuten ins Ultraschallbad gebracht. Azodicarbonsäurediisopropylester (DIAD; 50 g) wird in 15 Minuten
5 zugetropft und die Reaktionsmischung insgesamt 3 Std intensiv gerührt.
Das Lösungsmittel wird evaporiert. Anschließend wird kaltes n-Hexan (90 ml) zugegeben, wobei Triphenylphosphinoxid ausfällt. Der Feststoff wird abfiltriert, die Lösung evaporiert, in Dichlormethan aufgenommen (100 g) und über eine Schicht SiO2 filtriert. Das Eluat wird evaporiert, der
10 Rückstand besteht aus dem Produkt.
3. Debenzylierung. [6-(3,3,3-Trifluoro-propoxy)-hexyloxymethyl]-benzol (5 g) werden in Ethanol aufgenommen (30 g) und bei 30°C unter Zusatz von Katalysator Pd/C (5%) (0,5 g) und Wasserstoff (Normaldruck) hydriert. Die
15 Reaktionslösung wird filtriert und evaporiert. Hierbei fällt das Produkt 6- (3,3,3-Trifluoro-propoxy)-hexan-1 -ol an.
4. Friedel-Crafts-Alkylierung
1. Alkylnaphthalin. Der Alkohol (20 g) wird in Chlorbenzol (100 g) gelöst, mit Naphthalin (13 g) versetzt, dann mit AICI3 (26 g). Nach Erwärmen auf 100
O U
0C für 12 Std wird auf Eis gegeben und die organische Phase abgetrennt. Sie wird filtriert, evaporiert und das Alkylnaphthalin umkristallisiert.
2. Alkylnaphthalinsulfonsäure
Das Alkylnaphthalin (31 g) wird ohne Solvent mit Sulfurtrioxid (12 g) sulfonyliert (Temp. unter 400C). Zur Salzbildung auf Eis / Methyl-tert- butylether geben, die Wasserphase mit diesem Solvenz extrahieren und alle org. Phasen evaporieren. Es wird Ethanol zugesetzt, dann NaOH (4 g), kurz erwärmt, nach Abkühlen die anfallenden Kristalle isoliert und getrocknet.
Beispiel 9
1. Der Pentanalkohol wird analog Beispiel 6 durch Wiliamson'sche Ethersynthese gewonnen.
2. Alkoxynaphthalin. Zu 2-(3-)Chloro-naphthalin (16 g) werden das Pentanol (0,1 mol), Na-O-t-Bu (0,2 g) und Kat Pd-DBA (5 g) geben, für 4 Std auf 80 0C erwärmt und nach dem Abkühlen mit laborüblichen Methoden das Alkyl-oxy-Naphthalin isoliert
3. Alkoxynaphthalin-Sulfonsäure. Das Alkyl-oxy-Naphthalin (33 g) wird mit SO3 (12 g) sulfonyliert. Zur Salzbildung wird die Reaktionsmischung auf Eis / Methyl-tert-butylether gegeben, die Wasserphase mit diesem Solvenz extrahiert und alle org. Phasen evaporiert. Es wird Ethanol zugesetzt, dann
NaOH (4 g), kurz erwärmt, nach Abkühlen die anfallenden Kristalle isoliert und getrocknet.
Beispiel 10
1) Der Alkohol (20 g), zugänglich gemäß Beispiel 6, wird mit 1 -Chlorbut-3- en (0,1 mol) und Na2CO3 (11 g) in THF (100 g) bei 500C für 4 Std gerührt, dann mit üblichen Labormethoden der Homoallylether isoliert.
2) Der Homoallylether (0,1 mol) wird in Chlorbenzol (100 g) gelöst, mit Naphthalin (13 g) und AICI3 (26 g) versetzt und 6 Std bei 800C gerührt, dann mit üblichen Labormethoden das Alkylnaphthalin isoliert.
3) Das Alkylnaphthalin (0,1 mol) wird mit Sulfurtrioxid (12 g) in die Alkylnaphthalin-Sulfonsäure überführen. Zur Salzbildung auf Eis / Methyl- tert-butylether geben, die Wasserphase mit diesem Solvenz extrahieren und alle org. Phasen evaporieren. Es wird Ethanol zugesetzt, dann NaOH (4 g), kurz erwärmt, nach Abkühlen die anfallenden Kristalle isoliert und getrocknet.
Xanthogenat-Variante
1 ) Xanthogenat. Zu 200 ml Dimethylformamid (DMF) werden Natriumhydrid (0,12 mol; als 60% Parafin-Suspension) gegeben, auf 00C gekühlt, dann das Benzyloxypentanol (0,1 mol; aufgelöst in 30 ml DMF) hinzugefügt. Es wird 60-90 min nachgerührt. Dann wird Schwefelkohlenstoff (0,2 mol) bei -5 - 00C zugetropft und 2 Std nachgerührt. Zuletzt wird Methyliodid (0,12 mol) zudosiert und für 10-14 Std bei 200C gerührt. Zur Produktgewinnung wird mit laborüblichen Methoden isoliert und gereinigt.
2) CF3-Ether. Zu einer Suspension aus 1 ,3-Dibrom-5,5-dimethylhydantoin (0,29 mol) in DCM (500 ml) wird bei -780C zunächst (HF)9/Py (160 ml; 65%) und dann Methylxanthogenat (100 mmol; in 80 ml DCM) zugegeben. Die Reaktionsmischung wird 1 Std bei -78°C nachgerührt und anschließend innerhalb von 2 Std auf 00C erwärmt und bei dieser Temperatur 2 Std nachgerührt. Nach vollständiger Reaktion wird zur Produktgewinnung mit laborüblichen Methoden isoliert und gereinigt.
3) Trifluoromethoxypentanol. Der Trifluoromethoxypentan-benzylether (0,1 mol) wird in Ethanol aufgenommen (60 g) und bei 300C unter Zusatz von Katalysator Pd/C (5%) (0,5 g) und Wasserstoff (Normaldruck) hydriert. Die Reaktionslösung wird filtriert und evaporiert, hierbei fällt das Produkt an.
4) Der Alkohol (17 g) wird in Chlorbenzol (100 g) gelöst, mit Naphthalin (13 g) versetzt, dann mit AICI3 (26 g). Nach Erwärmen auf 100 0C für 12 Std wird auf Eis gegeben und die organische Phase abgetrennt. Sie wird filtriert, evaporiert und das Alkylnaphthalin umkristallisiert.
5) Das Alkylnaphthalin (28 g) wird ohne Solvent mit Sulfurtrioxid (12 g) sulfonyliert (Temp. unter 400C) / Isolierung. Zur Salzbildung auf Eis / Methyl-tert-butylether geben, die Wasserphase mit diesem Solvenz extrahieren und alle org. Phasen evaporieren. Es wird Ethanol zugesetzt, dann NaOH (4 g), kurz erwärmt, nach Abkühlen die anfallenden Kristalle isoliert und getrocknet.
Beispiel 12
1 ) Zu 1-(2-)Chloro-naphthalin (16 g) werden der Alkohol, hergestellt nach Beispiel 11 , (17 g), Base Na-O-t-Bu (0,2 g) und Kat Pd-DBA (5 g) gegeben, auf 700C für 6 Std erwärmt, dann abgekühlt. Nach Produktisolierung mit laborüblichen Methoden fällt das Alkyl-oxy-naphthalin an.
2) Das Alkyloxy-naphthalin (30 g) wird mit SO3 (10 g) sulfonyliert. Zur Salzbildung auf Eis / Methyl-tert-butylether geben, die Wasserphase mit diesem Solvenz extrahieren und alle org. Phasen evaporieren. Es wird Ethanol zugesetzt, dann NaOH (4 g), kurz erwärmt, nach Abkühlen die anfallenden Kristalle isoliert und getrocknet
Beispiel 13
1 Der Alkohol (17 g), hergestellt nach Beispiel 11 , wird mit Bromchlorethan (14 g) in 200 ml THF unter Triethylamin-Zusatz (10 g) bei 400C verethert. Das Produkt wird unter Gebrauch laborüblicher Methoden isoliert.
2 Anschließend wird der Chlorethylether (23 g) und Naphthalin (13 g) bei 600C in 3 Std unter AICI3-Katalyse (26 g) zum Alkylnaphthalin umgesetzt. Das Produkt wird ebenfalls unter Gebrauch laborüblicher Methoden isoliert.
3 Alkylnaphthalinsulfonsäure
Das Alkylnaphthalin (34 g) wird mit Sulfurtrioxid (17 g) sulfonyliert und zur Salzbildung auf Eis / Methyl-tert-butylether geben, die Wasserphase mit diesem Solvenz extrahiert und alle organischen Phasen evaporiert. Es wird zunächst Ethanol zugesetzt, dann NaOH (4 g), kurz erwärmt und nach Abkühlen die anfallenden Kristalle isoliert und getrocknet.
Beispiel 14
1 ) Zu 3,3,3-Trifluoro-propan-i-ol (11 g) wird mit 1 -Chlor-pent-4-en (0,1 mol) und Na2CO3 (11 g) in THF (100 g) gegeben, unter Rückfluss für 4 Std gerührt, dann mit üblichen Labormethoden der Allylether isoliert.
2) 5-(3,3,3-Trifluoro-propoxy)-pent-1-en (18 g) wird in Benzol (100 g) vorgelegt, dann unter AICI3-Katalyse (26 g) für 6 Std auf 6O0C erwärmt und zum entsprechenden Alkylbenzol umgesetzt. Die Produktisolierung erfolgt gemäß laborüblichen Methoden.
3) Das Alkylbenzol (25 g) wird mit Sulfurtrioxid (12 g) sulfonyliert. Zur Salzbildung auf Eis / Methyl-tert-butylether geben, die Wasserphase mit diesem Solvenz extrahieren und alle org. Phasen evaporieren. Es wird Ethanol zugesetzt, dann NaOH (4 g), kurz erwärmt, nach Abkühlen die anfallenden Kristalle isoliert und getrocknet.
Beispiel 15
D^-\
Entsprechend Beispiel 11 wird zunächst aus Pent-4-en-1 -ol mittels Xanthogenat-Methode das Intermediat 5-Trifluoromethoxy-pent-1 -en gewonnen.
1 ) Das 5-Trifluoromethoxy-pent-1-en (15 g) wird in Benzol (120 g) vorgelegt, und unter AlCb-Katalyse (16 g) zum entspr. Alkylbenzol umgesetzt. Zur Isolierung wird mit Eis gequencht, die organische Phase abgetrennt, filtriert und evaporiert.
2) Das Alkylbenzol (22 g) wird mit Sulfurtrioxid (17 g) sulfonyliert. Zur Salzbildung auf Eis / Methyl-tert-butylether geben, die Wasserphase mit diesem Solvenz extrahieren und alle org. Phasen evaporieren. Es wird Ethanol zugesetzt, dann NaOH (4 g), kurz erwärmt, nach Abkühlen die anfallenden Kristalle isoliert und getrocknet.
Beispiel 16
3-(Bis-trifluoromethyl-amino)-propan-1-ol:
Zu einer gerührten Lösung von 9-BBN (240 ml) in THF (200ml) wird bei RT das Bistrifluorallylamin (23.2g, 120mmol) zugetropft.
Nach 24 Std wird die Reaktionsmischung auf 00C abgekühlt und anschließend wird 3M NaOH (44ml, Wärmeentwicklung) und 30%ige H2O2-
Lösung ((4OmI) (mit Trockeneis/Aceton-Bad gegengekühlt) zugetropft. Die
Mischung wird 1 Std auf 500C erhitzt (der farblose Feststoff geht wieder in
Lösung) und danach auf RT abgekühlt.
Zur Aufarbeitung wird gesättigte NaCI-Lsg zugesetzt, die Phasen werden getrennt, die organische Phase wird nochmals mit Na2SO3-Lösung ausgeschüttelt und danach über Natriumsulfat getrocknet, das
Trocknungsmittel abfiltriert. Das Lösemittel wird abgezogen und der Rückstand (Produkt) destilliert.
Beispiel 17
1-Brom-3-(Bis-trifluoromethyl-amino)-propan:
Der Alkohol (110 mmol) wird in trockenem DCM (0,2 molare Lösung) vorgelegt und mit Triphenylphosphin (154mmol, 1.4eq) und anschließend portionsweise mit Tetrabrommethan (CBr
4: 165mmol, 1.5eq) versetzt. Die Reaktion wird 4 Std gerührt und dann mit ges. NaHCO
3-Lsg gequencht, mit MTB extrahiert und über Natriumsulfat getrocknet. Das entstandene Rohprodukt wird destillativ isoliert.
1) 1-Brom-3-(Bis-trifluoromethyl-amino)-propan (18.2 g) wird in 100 g Chlorbenzol gelöst, mit Naphthalin (13 g) versetzt, dann mit AICI3 (13 g). Nach Erwärmen auf 100 °C für 12 Std wird auf Eis gegeben und die organische Phase abgetrennt. Die org. Phase wird evaporiert und das Alkylnaphthalin umkristallisiert
2) Das Alkylnaphthalin (32 g) wird ohne Solvent mit Sulfurtrioxid (12 g) sulfonyliert (Temp. unter 400C). Zur Salzbildung auf Eis / Methyl-tert- butylether geben, die Wasserphase mit diesem Solvenz extrahieren und alle org. Phasen evaporieren. Es wird Ethanol zugesetzt, dann NaOH (4 g), kurz erwärmt, nach Abkühlen die anfallenden Kristalle isoliert und getrocknet
Beispiel 18
1 ) Zu 1-(2-)Chloronaphthalin (16 g) wird 3-(Bis-trifluoromethyl-amino)- propan-1-ol (21 g), hergestellt nach Beispiel 16, sowie Base Na-O-t-Bu (0,2 g) und der Katalysator Pd-DBA (5 g) gegeben. Nach Erwärmen (6 Std; 1000C) und Abkühlen wird das Alkyloxy-Naphthalin mit üblichen Labormethoden isoliert.
2) Das Alkyloxynaphthalin (30 g) wird mit Sulfurtrioxid (12 g) in die Alkylnaphth-Sulfonsäure überführt. Zur Salzbildung auf Eis / Methyl-tert- butylether geben, die Wasserphase mit diesem Solvenz extrahieren und alle org. Phasen evaporieren. Es wird Ethanol zugesetzt, dann NaOH (4 g), kurz erwärmt, nach Abkühlen die anfallenden Kristalle isoliert und getrocknet.
Beispiel 19 4-(12-Trifluoromethoxy-dodecyl)-benzolsulfonsäure-Natriumsalz
(12-Trifluoromethoxy-dodecyl)-benzol
Zu einer Lösung von 3,33 g i-Bromo-12-trifluoromethoxy-dodecan in 10 ml Benzol wird bei 00C unter Stickstoff und unter Rühren 0,5 g AICb gegeben und für 48 Std bei 20-25 0C gerührt (analog Gilman; Meals; J. Org. Chem., 1943; 126). Zur Produktisolierung wird die Reaktionsmischung auf Eis gegeben, die organische Phase abgetrennt, filtriert und das Solvenz bei 50 0C im Vakuum entfernt. Es fällt ein farbloser, wachsartiger Feststoff an.
4-(12-Trifluoromethoxy-dodecyl)-benzolsulfonsäure-Natriumsalz
Eine Lösung von 5,8 g (12-Trifluoromethoxy-dodecyl)-benzol in 26 ml 1 ,2- Dichlorethan wird unter Rühren bei 00C unter Stickstoff mit 2,67 g Chlorsulfonsäure versetzt und für 3 Std bei 15-20 0C gerührt. Zur Produktisolierung wird die Reaktionsmischung auf Eis gegeben, die organische Phase abgetrennt, filtriert und das Solvenz bei 40 0C im Vakuum entfernt. Der Rückstand wird mit 18 ml 1 M NaOH versetzt, gerührt, dann aus der wässrigen Phase das Wasser im Vakuum vorsichtig entfernt. Es fällt ein schwach gelber, amorpher Feststoff an.
H-NMR (DMSO; 300 MHz): 1 ,24- 1 ,28(10H,m),1 ,30(2H,m),1 ,52(2H,m),1 ,58(2H,m),1 ,68- 1 ,70(4H,m)I2,63(2H,t),3,94(2H,t),7,17(2H,m),7,53(2H,m) MS: 392(M+ - Na+)
BeisDiel 20 4-(12-Trifluoromethylsulfanyl-dodecyl)-benzolsulfonsäure-Natriumsalz
(12-Trifluoromethylsulfanyl-dodecyl)-benzol
Analog der Gewinnung von (12-Trifluoromethoxy-dodecyl)-benzol wird zu einer Lösung von 3,49 g 1 -Bromo-12-trifluoromethylsulfanyl-dodecan in 10 ml Benzol unter Rühren bei 00C unter Stickstoff 0,5 g AICI3 dosiert und für 48 Std bei 20-25 0C gerührt (analog Gilman; Meals; J. Org. Chem., 1943; 126). Zur Produktisolierung wird die Reaktionsmischung auf Eis gegeben, die organische Phase abgetrennt, filtriert und das Solvenz bei 50 °C im Vakuum entfernt. Es fällt ein nahezu farbloser Feststoff an.
4-(12-Trifluoromethylsulfanyl-dodecyl)-benzolsulfonsäure-Natriumsalz
Zu einer Lösung von 5,6 g (12-Trifluoromethylsulfanyl-dodecyl)-benzol in 24 ml 1 ,2-Dichlorethan wird unter Rühren bei O0C unter Stickstoff 2,43 g Chlorsulfonsäure gegeben und für 3 Std bei 15-20 0C gerührt. Zur Produktisolierung wird die Reaktionsmischung auf Eis gegeben, die organische Phase abgetrennt, filtriert und das Solvenz bei 40 0C im Vakuum entfernt. Der Rückstand wird mit 16 ml 1 M NaOH versetzt,
gerührt, dann aus der wässrigen Phase das Wasser im Vakuum vorsichtig entfernt. Es fällt ein amorpher Feststoff an.
H-NMR (DMSO; 300 MHz): 1 l22-1 ,27(8Hlm),1 >31-1 l34(4H,m)l1 I52(2H,m), 1 ,58(2H,m),1 ,64-1 ,68(4HIm),2,63(2H,t), 2,84(2H,t),7,17(2H,m))7,53(2H,m)
MS: 409(M+ - Na+)
Beispiel 21
4-[10-(Bis-trifluoromethyl-amino)-decyl]-benzolsulfonsäure-Natriumsalz
(IO-Phenyl-decyl)-bis-trifluoromethyl-amin
Analog der Gewinnung von (12-Trifluoromethoxy-dodecyl)-benzol wird zu einer Lösung von 3,72 g (IO-Bromo-decyl)-bis-trifluoromethyl-amin in 10 ml Benzol unter Rühren bei 00C unter Stickstoff 0,5 g AICI3 dosiert und für 48 Std bei 20-25 0C gerührt (analog Gilman; Meals; J. Org. Chem., 1943; 126). Zur Produktisolierung wird die Reaktionsmischung auf Eis gegeben, die organische Phase abgetrennt, filtriert und das Solvenz bei 50 0C im Vakuum entfernt. Es fällt ein amorpher Feststoff an.
4-[10-(Bis-trifluoromethyl-amino)-decyl]-benzolsulfonsäure-Natriumsalz
Zu einer Lösung von 7,00 g (IO-Phenyl-decyl)-bis-trifluoromethyl-amin in 29 ml 1 ,2-Dichlorethan wird unter Rühren bei O0C unter Stickstoff 2,89 g Chlorsulfonsäure gegeben und für 3 Std bei 15-20 0C gerührt. Zur Produktisolierung wird die Reaktionsmischung auf Eis gegeben, die organische Phase abgetrennt, filtriert und das Solvenz bei 40 0C im
Vakuum entfernt. Der Rückstand wird mit 19 ml 1 M NaOH versetzt, gerührt, dann aus der wässrigen Phase das Wasser im Vakuum vorsichtig entfernt. Es fällt ein gelblicher, amorpher Feststoff an.
H-NMR (DMSO; 300 MHz): 1 ,23-
1 ,28(8H,m),1 ,52(2H,m),1 ,58(2H,m),1 ,68(2H,m), 1 ,73(2H,m)>2I63(2H,t))3,18(2H,t),7,17(2H,m),7I53(2H,m) MS: 409(M+ - Na+)
Beispiel 22
^-(Bis-trifluoromethyl-aminoJ-dodecancarbonsäure^-sulfo-phenylester- Natriumsalz
12-(Bis-trifluoromethyl-amino)-dodecancarbonsäure
Zu einer Lösung von 4,72 g 12-(Bis-trifluoromethyl-amino)-dodecan-1 -ol in 56 ml Aceton wird unter Rühren und unter Stickstoff bei 00C Jones Reagenz gegeben (gewonnen durch Zugabe von 1 ,68 ml konz. H2SO4 bei 00C zu einer Lösung von 2,56 g CrO3 in 11 ml Wasser) und für 1 Std bei 20 0C gerührt. Zur Produktisolierung wird die Reaktionsmischung filtriert und das Solvenz bei 30 0C im Vakuum aus dem anfallenden Eluat entfernt. Das Rohprodukt wird über Kieselgel in einer Mischung Cyclohexan/Essigester (8:2) chromatographiert. Es fällt ein amorpher Feststoff an.
^-(Bis-trifluoromethyl-aminoJ-dodecancarbonsäure^-sulfo-phenylester- Natriumsalz
Zu einer Lösung von 3,51 g 12-(Bis-trifluoromethyl-amino)- dodecancarbonsäure in 25 ml Toluol wird unter Rühren bei 00C unter Stickstoff 12 g SOCI2 dosiert und für 0,75 Std bei 60-70 0C gerührt, dann das überschüssige SOCI2 und ca 50% des Toluols durch Destillation entfernt. Dann wird zum in Toluol verbleibenden Säurechlorid bei 0-100C nacheinander 10 ml THF, 2,45 g 4-Hydroxyphenylsulfonsäure-Natriumsalz und 4 ml Triethylamin zugesetzt und für 4 Stunden bei 250C gerührt. Zur Produktisolierung wird die Reaktionsmischung filtriert und die Solventien bei 30-40 0C im Vakuum aus dem anfallenden Eluat entfernt. Es fällt ein teilweise kristalliner Feststoff an.
H-NMR (DMSO; 300 MHz): 1 ,23-1 ,31(14H,m),1 , 55(2H,m),1 I73(2H,m), 2,50(2H1ITi), 3,18(2H,t), 4,11(2H,t)I7,25(2H,m)I8,07(2H)m) MS: 489(M+ - Na+)
Beispiel 23 4-[12-(Bis-trifluoromethyl-amino)-dodecyloxy]-benzolsulfonsäure-
Natriumsalz
Zu einer Lösung von 8,80 g (12-Bromo-dodecyl)-bis-trifluoromethyl-amin in 44 ml DMF wird unter Rühren bei 200C unter Stickstoff 4,84 g 4-Hydroxy- phenylsulfon-säure-Natriumsalz und 0,97 g NaOH (gepulvert) gegeben und
für 24 Std bei 55-65 0C gerührt. Zur Produktisolierung wird die Reaktionsmischung filtriert und das Solvenz bei 40-60 0C im Vakuum aus dem anfallenden Eluat entfernt. Das anfallende Rohprodukt wird mit 55 ml Ethanol versetzt, auf 40 0C erwärmt und die Suspension auf O0C abgekühlt. Nach Abtrennung der festen Phase fällt ein schwach brauner Feststoff an, der bei 300C im Vakuum getrocknet wird.
H-NMR (DMSO; 300 MHz): 1 ,23-1 ,28(14H,m),1 ,52(2H,m))1 , 73-1 ,80(4H,m), 3,18(2H,t),3l98(2H,t),6,98(2Hlm),7I85(2H,m) MS: 475(M+ - Na+)
Beispiel 24: Bestimmung der biochemischen Abbaubarkeit
Die biochemische Abbaubarkeit der Verbindungen wird nach dem Zahn- Wellens-Test entsprechend der Publikation der Europäischen Kommission: Einstufung, Verpackung und Kennzeichnung gefährlicher Stoffe in der Europäischen Union, Teil Il - Testmethoden, Anhang V - Methoden zur Bestimmung der physikalisch-chemischen Eigenschaften, der Toxizität und der Ökotoxizität, Teil B, Biochemische Abbaubarkeit- Zahn-Wellens- Test(C9.), Januar 1997, Seite 353-357 bestimmt. Ansatzvolumen: 1 ,5 1
Belebtschlammkonzentration: 1 gTS/l
Herkunft des Schlammes: Kläranlage der Merck KGaA;
Darmstadt (nicht adaptiert) Einsatzmenge der Testsubstanzen: ca. 100 bis 200 mg/l als DOC Belüftung: mit gereinigter Luft
Aufarbeitung der Proben: Filtration (mittelhartes Filter)
Bestimmung des DOC: Nach der Differenzmethode mit einem Gerät der Fa. Dimatec
Weitere Details zur Methode können der o.g. Publikation bzw. auch der OECD Guideline for the testing of Chemicals, section 3, degradation and
accumulation, method 302 B, page 1-8, adopted: 17.07.92 entnommen werden, deren diesbezüglicher Inhalt ausdrücklich zum Offenbarungsgehalt der vorliegenden Anmeldung gehört.
Darüber hinaus wird neben dem Abbau der Verbindung an sich im Test auch der Abbau der Fluor-haltigen Gruppen über eine Fluorid-Bestimmung beobachtet:
Methode: lonenchromatographie
Gerät: Dionex 120 Detektortyp: Leitfähigkeitsdetektor
Säule: AS9HC
Eluent: Natriumcarbonat-Lösung, 9 mmol/l
Flussrate: 1 ml/min
Literatur: EN ISO 10304-2
Beispiel 25: Bestimmung der Oberflächenspannung:
Gerät: Tensiometer der Firma Krüss (Modell K12) Temperatur der Messlösungen: 200C
Eingesetztes Messmodul: Ring
Konzentration der Messlösungen: ca. 0,5 bis 3,0 g/l in entionisiertem
Wasser
Weitere Details zur Methode können der Publikation Europäische
Kommission: Einstufung, Verpackung und Kennzeichnung gefährlicher Stoffe in der Europäischen Union, Teil Il - Testmethoden, Anhang V - Methoden zur Bestimmung der physikalisch-chemischen Eigenschaften, der Toxizität und der Ökotoxizität, Teil A, Oberflächenspannung (A.5), Januar 1997, Seite 51 -57 bzw. auch der OECD Guideline for the testing of Chemicals , section 1 , physical-chemical properties, method 115, page 1-7,
adopted: 27.07.95 entnommen werden, deren diesbezüglicher Inhalt ausdrücklich zum Offenbarungsgehalt der vorliegenden Anmeldung gehört.