Pumpenantrieb eines Automatqetriebes
Die Erfindung betrifft einen Pumpenantrieb eines Automatgetriebes mit einem von einem Antriebsmotor angetriebenen hydrodynamischen Drehmomentwandler und mit einer von einem Pumpenrad des Dreh momentwand lers angetriebenen ölpumpe, gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1
Bekanntlich benötigen Automatgetriebe eine Ölpumpe zur Bereitstellung von Druck- und Schmiermittel einerseits zur Versorgung von hydraulisch betätigbaren ReibsGhaltelementen und andererseits zur Schmierung von Verzahnungen und Lagerstellen des Getriebes. So ist aus der EP 1 598 576 A1 beispielsweise ein Automatgetriebe bekannt, dessen Getriebeeingangswelle über einen hydrodynamischen Drehmomentwandler mit einem Antriebsmotor verbunden ist, und dessen Ölpumpe von einem mit einer Kurbelwelle des Antriebsmotors verbundenen Pumpenrad des Drehmomentwandlers angetrieben wird, wobei diese Ölpumpe achsparallel zur Getriebeeingangswelle und zum Drehmomentwandler angeordnet ist und zum Antrieb der Ölpumpe ein Kettentrieb vorgesehen ist. Dabei ist vorgesehen, dass das Pumpenrad des Drehmo- mentwandlers mit einer Kurbelwelle des Antriebsmotor verbunden ist, dass ein Turbinenrad des Drehmomentwandlers mit der Getriebeeingangswelle verbunden ist, und dass das Pumpenrad eine üblicherweise als „Wandlerhals" bezeichnete Nabe aufweist, die über ein Gleitlager radial an einer üblicherweise als „Leitradwelle" bezeichneten getriebegehäusefesten Nabe gelagert ist, wobei die genannte Leitradwelle auch formschlüssig mit einem Leitrad des Drehmomentwandlers verbunden ist. Dabei umfasst der Kettentrieb zum Antrieb der Ölpumpe ein angetriebenes Kettenrad, welches über einen Mitnahmefinger des Wandlerhalses formschlüssig mit dem Drehmomentwandler verbunden ist, ein getriebenes Kettenrad, welches mit einer Pumpenantriebswelle verdrehfest verbunden ist, sowie eine Kette, welche die Rotation dieses angetriebenen
Kettenrades auf dieses getriebene Kettenrad überträgt Dabei ist das angetriebene Kettenrad räumlich gesehen auf der dem Antriebsmotor abgewandten Seite des Drehmomentwandlers im Bereich einer wandlerseitigen Gehäuseaußenwand des Getriebes angeordnet und über ein Gleitlager -wie der Wandlerhals des Drehmomentwandles - radial an der getriebegehäusefesten Leitradwelle des Getriebes gelagert. Die Axiallagerung des angetriebenen Kettenrades übernehmen beidseits des angetriebenen Kettenrades angeordnete Anlaufscheiben.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Pumpenantrieb eines Automatgetriebes mit einem hydrodynamischen Drehmomentwandler und einer von einem Pumpenrad des Drehmomentwandler angetriebenen ölpumpe darzustellen, dessen drehmomentseitige Anbindung an den Drehmomentwandler hinsichtlich Kosten und Montierbarkeit optimiert ist.
Erfindungsgemäß gelöst wird die Aufgabe durch einen Pumpenantrieb mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Demnach wird ein Pumpenantrieb eines Automatgetriebes mit einem von einem Antriebsmotor angetriebenen hydrodynamischen Drehmomentwandler und mit einer von einem Pumpenrad des Drehmomentwandlers angetriebenen Ölpumpe vorgeschlagen, bei dem das Pumpenrad des Drehmomentwandlers mit einer Wandlernabe verbunden ist, die sich ausgehend vom Pumpenrad des Drehmomentwandlers axial in zum Antriebsmotor entgegen gesetzte Richtung erstreckt, über ein Wandlernabenlager in oder an einer getriebegehäusefesten Wand radial gelagert ist und eine Pumpenantriebswelle der Ölpumpe abschnittsweise radial umschließt, wobei diese Pumpenantriebswelle radial in dieser Wandlernabe zentriert ist, und wobei diese Pumpenantriebswelle auf ihrer der dem Antriebsmotor zugewandten Seite über ein Mitnahmeprofil mit
der Wandlernabe formschlüssig verbunden ist. Die „dem Antriebsmotor zugewandte Seite der Pumpenantriebswelle" kann auch als „dem Getriebe abgewandte Seite des Pumpenantriebswelle" bezeichnet bzw. angesehen sein.
Die genannte Zentrierung der Pumpenantriebswelle kann räumlich gesehen auf der Seite des Mitnahmeprofils der Pumpenantriebswelle angeordnet sein, die dem Antriebsmotor abgewandt ist. Die genannte Zentrierung der Pumpenantriebswelle kann räumlich gesehen auch auf der dem Antriebsmotor zugewandten Seite des Mitnahmeprofils der Pumpenantriebswelle angeordnet sein. Es kann aber auch vorgesehen sein, dass die Pumpenantriebswelle über ihr Mitnahmeprofil in der Wandlernabe des Drehmomentwandlers radial zentriert wird, dass also das Mitnahmeprofil der Pumpenantriebswelle gleichzeitig die Zentrierung der Pumpenantriebswelle radial in der Wandlernabe übernimmt bzw. bildet.
Vorzugsweise ist dieser erfindungsgemäße Pumpenantrieb für eine Ölpumpe vorgesehen bzw. mit einer Ölpumpe kombiniert, die nicht koaxial - also achsparallel oder winklig - zum Drehmomentwandler angeordnet ist. In diesem Fall kann die Ölpumpe des Automatgetriebes beispielsweise über einen Kettentrieb oder über einen Stirntrieb oder über einen Kegeltrieb mit dem Pumpenrad des Drehmomentwandlers verbunden sein, wobei dann die erfindungsgemäße Pumpenantriebswelle mit einem angetriebenen Kettenrad dieses Kettentriebs bzw. einem angetriebenen Stirnrad dieses Stirntriebs bzw. einem angetriebenen Kegelrad dieses Kegeltriebs verbunden ist und ein getriebenes Kettenrad dieses Kettentriebs bzw. ein getriebenes Stirnrad dieses Stirntriebs bzw. ein getriebenes Kegelrad dieses Kegeltriebs mit einer Pumpeneingangswelle oder einem Pumpenrad der Ölpumpe verbunden ist. In einer fertigungstechnisch günstigen Ausgestaltung hierzu wird vorgeschlagen, dass die Pumpenantriebswelle und das angetriebene Kettenrad bzw. angetriebene Stirnrad bzw. angetriebene Kegelrad einstückig ausgeführt sind.
Der erfindungsgemäße Pumpenantrieb kann aber auch für eine Ölpum- pe vorgesehen bzw. mit einer ölpumpe kombiniert sein, die koaxial zum Drehmomentwandler angeordnet ist. In diesem Fall ist die erfindungsgemäße Pumpenantriebswelle direkt mit einem Pumpenrad der Ölpumpe des Automatgetrie- bes verbunden. In einer fertigungstechnisch günstigen Ausgestaltung hierzu wird vorgeschlagen, dass die Pumpenantriebswelle und das Pumpenrad der Ölpumpe einstückig ausgeführt sind.
Der erfindungsgemäße Pumpenantrieb der Getriebeölpumpe ist hinsichtlich seiner drehmomeπtseitigen Anbindung an den Dreh momentwand ler des Getriebes sehr kostengünstig. Das gemäß der Erfindung vorgesehene Mitnahmeprofil zur formschlüssigen Verbindung zwischen Pumpenantriebswelle und Wandlerpumpenrad bzw. Wandlernabe ist spanlos herstellbar und wesentlich billiger als eine Finger-Mitnahme auf der dem Antriebsmotor gegenüber liegenden Seite der Pumpenantriebswelle gemäß dem gattungsgemäßen Stand der Technik der EP 1 598 576 A1. Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen drehmomenfseitigen Anbindung des Getriebeölpumpenantriebs an den Drehmomentwandler ist seine mechanische Robustheit bei der Montage des Drehmomentwandlers an die Getriebeeingangswelle und an die Pumpenantriebswelle. Ein weiterer wesentlicher Kostenvorteil des erfindungsgemäßen Getriebeölpumpenantriebs gegenüber dem gattungsgemäßen Stand der Technik der EP 1 598 576 A1 ergibt sich aus der Einsparung des dort notwendigen separaten Gleit- oder Wälzlagers radial zwischen Pumpenantriebswelle und Leitradwelle. Weiterhin wirkt sich die gegenüber dem gattungsgemäßen Stand der Technik der EP 1 598 576 A1 um eine Bauteiltoleranz verkleinerte Toleranzkette zwischen Wandlerpumpe und dem angetriebenen Kettenrad des Getriebeölpumpenantriebs positiv auf die Akustik im Betrieb des Automat- getriebes aus. Zudem ermöglicht die erfindungsgemäß vorgesehene Konstruktion der Radiallagerung zwischen der getriebegehäusefesten Wand und der
Wandlernabe mit einem die Wandlernabe umschließenden Radiallager eine vergleichsweise einfache Ölführung in dem Radialspalt zwischen Gehäusenabe bzw. Leitradwelle und Wandlernabe.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Lagerung der Pumpenantriebswelle ergibt sich speziell in Verbindung mit einer achsparallel zum Drehmomentwandler bzw. achsparallel zur Pumpenantriebswelle angeordneten Getriebeölpumpe, deren Pumpeneingangswelle über einen Kettentrieb oder einen Stirntrieb mit der Pumpenantriebswelle wirkverbunden ist: Das fest mit der Pumpenantriebswelle verbundenen angetriebene Kettenrad bzw. Stirnrad des genannten Kettentriebs bzw. Stirntriebs kann infolge der vergleichsweise großen Länge der Pumpenantriebswelle - also infolge der vergleichsweise breiten Lagerbasis des angetriebenen Ketten- bzw, Stirnrades - nicht sonderlich stark verkippen, wodurch das angetriebene Ketten- bzw. Stirnrad die Radialkräfte des Ketten- bzw. Stirntriebs gut aufnehmen kann und das System vergleichsweise unempfindlich gegen Verschleiß ist.
Ist der erfindungsgemäße Pumpenantrieb der Getriebeölpumpe kombiniert mit einer koaxial zum Drehmomentwandler bzw. koaxial zur Pumpenantriebswelle angeordnet Getriebeölpumpe, so ermöglicht die erfindungsgemäße Ausführung der drehmomenfseitigen Anbindung an den Drehmomentwandler einen für diese Kombination vorteilhaften geringen Durchmesser der Wandlernabe.
Es sei noch darauf hingewiesen, dass die Bauart der Ölpumpe an sich beliebig ist. So kann eine Getriebe-Ölpumpe, die nicht koaxial zum Drehmomentwandler bzw. nicht koaxial zur erfindungsgemäßen Pumpenantriebswelle angeordnet ist, beispielsweise als kompakt bauende Flügelzellenpumpe ausgebildet sein. Als Ausführungsbeispiel für eine koaxial zum Drehmomentwandler bzw. koaxial zur erfindungsgemäßen Pumpenantriebswelle angeordneten
Getriebe-Öl pumpe sei eine Innenzahnradpumpe genannt. Auch sei darauf hingewiesen, dass die Bauart des Automatgetriebes an sich beliebig ist. So kann das Automatgetriebe beispielsweise als automatisch schaltbares Stufengetriebe oder auch als stufenlos schaltbares Getriebe ausgebildet sein. Auch die konstruktive Ausführung des hydrodynamischen Drehmomentwandlers als sich ist beliebig und kann beispielsweise als so genannter Trilok-Wandler mit angetriebenem Pumpenrad und abtreibendem Turbinenrad und drehmomentabstützendem Leitrad ausgebildet sei, aber auch als einfacher so genannter Föttinger-Wandler mit angetriebenem Pumpenrad und abtreibendem Turbinenrad ohne Leitrad.
Unabhängig davon, ob die Ölpumpe des Automatgetriebes nicht koaxial oder koaxial zum Drehmomentwandler angeordnet ist, wird in einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung vorgeschlagen, dass die Pumpenantriebswelle gegenüber der Wandlernabe mittels eines Dichtrings statisch abgedichtet ist. In diesem Fall ist dieser statisch abdichtende Dichtring in radialer Richtung gesehen zwischen Pumpenantriebswelle und Wandlernabe angeordnet und in axialer Richtung gesehen auf der dem Antriebsmotor abgewandten Seite des Mitnahmeprofils der Pumpenantriebswelle angeordnet. In Verbindung mit einer nicht koaxial zur Pumpenantriebswelle angeordneten Ölpumpe und einer Zentrierung der Pumpenantriebswelle, die axial zwischen dem Mitnahmeprofil der Pumpenantriebswelle und einem mit der Pumpenantriebswelle verbundenen angetrieben Ketten-, Stirn- oder Kegelrad beispielsweise kann der zur statischen Abdichtung zwischen Pumpenantriebswelle und Wandlernabe vorgesehene Dichtring räumlich gesehen axial zwischen Mitnahmeprofil und Zentrierung der Pumpenantriebswelle angeordnet sein, in diesem Fall vorzugsweise eingelegt in eine Radialnut der Pumpenantriebswelle.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Pumpenantriebswelle gegenüber einer getriebegehäusefesten Gehäuse-
nabe, die mit einem Leitrad des Drehmomentwandlers formschlüssig verbunden bzw, wirkverbunden ist und daher üblicherweise auch als so genannte Leitradwelle bezeichnet ist, mittels eines weiteren Dichtrings rotierend abgedichtet ist. In diesem fall ist dieser rotierend abdichtende Dichtring in radialer Richtung gesehen zwischen Pumpenantriebswelle und Gehäusenabe angeordnet und in axialer Richtung gesehen auf der dem Antriebsmotor abgewandten Seite der Pumpenantriebswelle angeordnet. In Verbindung mit einer nicht koaxial zur Pumpenantriebswelle angeordneten Ölpumpe und einer Pumpenantriebswelle, die als angetriebenes Ketten-, Stirn- oder Kegelrad des Ölpum- penantriebs ausgebildet ist, kann der genannte Dichtring räumlich gesehen beispielsweise im Bereich zentrisch der Verzahnung dieses angetriebenen Ketten- bzw. Stirn- bzw. Kegelrades angeordnet sein.
In noch einer anderen Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Wandlernabe gegenüber der getriebegehäusefesten Wand mittels eines weiteren Dichtrings rotierend abgedichtet ist, wobei dieser rotierend abdichtende Dichtring in radialer Richtung gesehen zwischen Wandlernabe und Innendurchmesser einer Bohrung der getriebegehäusefesten Wand angeordnet ist und in axialer Richtung gesehen auf der Seite des Wandlernabenlagers angeordnet ist, die dem Antriebsmotor zugewandt bzw. dem Getriebe abgewandt bzw. dem Mitnahmeprofil der Pumpenantriebswelle zugewandt ist.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert, wobei gleiche Bauteile auch mit den gleichen Bezugszeichen versehen sind. Es zeigen:
Fig. 1 einen sektionalen Schnitt eines Automatgetriebes in vereinfachter Darstellung mit einem beispielhaften Pumpenantrieb gemäß der Erfindung und
Fig. 2 einen Ausschnitt (Detail A) aus Fig. 1 in vergrößerter Darstellung.
Bei dem in Fig. 1 und Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel handelt es sich um einen Pumpenantrieb eines Automatgetriebes 1 mit einem von einem Antriebsmotor MOT angetriebenen hydrodynamischen Drehmomentwand- ler 10 und einer von einem Pumpenrad 11 des Drehmomentwandlers 10 angetriebenen Ölpumpe 49, die achsparallel zum Drehmomentwandler 10 angeordnet ist, beispielhaft für eine konstruktive Variante eines erfindungsgemäßen Pumpenantriebs.
Ein Getriebegehäuse des Automatgetriebes 1 ist mit 20 bezeichnet eine Getriebeeingangswelle des Automatgetriebes 1 mit 30. Der Drehmomentwandler 10 ist beispielhaft als Trilok-Wandler ausgeführt und innerhalb eines Abschnittes des Getriebegehäuses 20 angeordnet, der dem Antriebsmotor MOT des Automatgetriebes 1 zugewandt und zum Antriebsmotor MOT hin offen ist. Das Pumpenrad 11 des Drehmomentwandlers 10 bildet mit einem Wandlergehäuse eine Einheit und ist mit einer Kurbelwelle KW des Antriebsmotors MOT verbunden, wobei der Antriebsmotor MOT selbst in Fig. 1 nur vereinfacht dargestellt ist. Das Pumpenrad 1 1 des Dreh momentwand lers 10 überträgt Drehmoment und Drehzahl des Antriebsmotors MOT in bekannter Weise hydrodynamisch auf ein Turbinenrad 13 des Drehmomentwandlers 10 unter Verwendung eines drehmomentabstützenden Leitrades 14 des Drehmomentwandlers 10, Das Turbinenrad 13 wiederum ist mit der Gefriebeeingangswelle 30 verbunden. Auf der dem Antriebsmotor MOT abgewandfen Seite des Drehmomentwandlers 10 ist eine aus einem Deckel 21 und einer Zwischenplatte 21 a bestehende getriebegehäusefeste Wand des Automatgetriebes 1 angeordnet, die von der Getriebeeingangswelle 30 zentrisch durchgriffen wird und eine antriebsmotorseitige Außenwand des Getriebegehäuses 20 bildet. Die getriebegehäusefeste Zwischenplatte 21 a ist verdrehfest mit einer Gehäusenabe 24
verbunden, die sich ausgehend von der Gehäusewand 21 , 21a axial in Richtung des Drehmomentwandlers 10 erstreckt und dabei die Getriebeeinganswelle 30 abschnittsweise umschließt und mit dem Leitrad 14 des Drehmomentwandlers 10 formschlüssig verbunden bzw. wirkverbunden ist. Entsprechend kann diese Gehäusenabe 24 auch als Leitradwelle bezeichnet werden, abweichend von Fig. 1 aber auch als Teil der getriebegehäusefesten Wand bzw. Zwischenplatte 21a ausgeführt sein.
Der Drehmomentwandler 10 ist radial in der getriebegehäusefesten Wand 21 , 21 a gelagert. Hierzu weist der Drehmomentwandler 10 eine Wandlernabe 12 auf, die fest mit dem Pumpenrad 11 des Drehmomentwandlers 10 verbunden ist und sich ausgehend von diesem Pumpenrad 11 axial in Richtung der getriebegehäusefesten Wand 21 , 21a erstreckt bis in eine zentrischen Bohrung des getriebegehäusefesten Deckels 21 hinein, in dem die Wandlernabe 12 über ein hier beispielhaft als Nadellager ausgebildetes Wandlernabenlager 22 gelagert ist. In einer anderen konstruktiven Ausgestaltung kann das Wandlernabenlager 22 beispielsweise auch als Gleitlager ausgebildet sein.
Weiterhin ist zur Abdichtung des Gefriebeinnenraums nach außen vorgesehen, dass die Wandlernabe 12 gegenüber dem gefriebegehäusefesten Deckel 21 a mittels eines Dichtrings 23 rotierend abgedichtet ist, der hier beispielhaft als Radial-Wellendichtring ausgebildet ist, in radialer Richtung gesehen zwischen der Wandlernabe 12 und dem Innendurchmesser einer Bohrung des getriebegehäusefesten Deckels 21 angeordnet ist und in axialer Richtung gesehen auf der Seite des Wandlernabenlagers 22 angeordnet ist, die dem Getriebe abgewandt bzw. dem Turbinenrad 13 des Drehmomentwandlers 10 und dem Antriebsmotor MGT zugewandt ist.
Die als so genannte Off-Axis-Pumpe ausgebildete Ölpumpe 49 des Automatgetriebes 1 ist in Fig. 1 nur vereinfacht dargestellt. Der Pumpenantrieb der Ölpumpe 49 weist eine Pumpenantriebswelle 40 auf, die mit dem Pumpenrad 11 des Drehmomentwandlers 10 verbunden ist, sowie eine Pumpeneingangswelle 48, die einerseits mit einem Pumpenrad der Ölpumpe 49 und andererseits über einen Kettentrieb mit der Pumpenantriebswelle 40 verbunden ist Ein angetriebenes Kettenrad 45 dieses Kettentriebs und die Pumpenantriebswelle 40 sind hier beispielhaft einstückig ausgeführt. Räumlich gesehen erstreckt sich die Pumpenantriebswelle 40 dabei ausgehend von dem angetriebenen Kettenrad 45 axial in Richtung Pumpenrad 11 bzw. Wandlergehäuse des Drehmomentwandlers 10, überwiegend radial innerhalb der Wandlernabe 12 und axial bis in den Bereich der Schweißverbindung zwischen Wandlernabe 12 und Pumpenrad 11. Dabei umschließt die Pumpenantriebswelle 40 einen axialen Abschnitt der Gehäusenabe bzw. Leitradwelle 24. In einer hiervon anweichenden Konstruktion können Pumpenantriebswelle und angetriebenes Kettenrad auch als separate Bauteile ausgebildet sein, die dann über eine geeignete Verbindung formschlüssig oder kraftschlüssig oder stoffschlüssig miteinander verbunden sind. Ein getriebenes Kettenrad 47 des genannten Kettentriebs ist mit der Pumpeneingangswelle 48 verbunden. Zur Wirkverbindung zwischen dem angetriebenen Kettenrad 45 und dem getriebenen Kettenrad 47 ist eine Kette 46 vorgesehen. In bekannter Weise ergibt sich die Drehzahl der Pumpeneingangswelle 48 aus der Drehzahi der Pumpenantriebswelle 40 und der Übersetzung des Kettentriebs bzw. dem Verhältnis der Zähnezahlen von getriebenem und angetriebenem Kettenrad 48, 45.
Wie in Fig. 1 und Fig. 2 weifer ersichtlich, erfolgt die Verbindung zwischen Pumpenanfriebswelle 40 und Pumpenrad 11 bzw. Wandlergehäuse des Drehmomentwandlers 10 formschlüssig. Hierzu weist die Pumpenantriebswelle 40 im Bereich ihres dem angetriebenen Kettenrad 45 gegenüberliegenden Endes ein Mitnahmeprofil 41 auf, welches formschlüssig in ein korrespon-
dierendes Mitnahmeprofil der Wandlernabe 12 eingreift. In einem Bereich axial zwischen diesem Mitnahmeprofil 41 und dem angetriebenen Kettenrad 45 weist die Pumpenantriebswelle 40 eine Abschnitt auf, in dem die Pumpenantriebswelle 40 über eine Zentrierung 43 radial in der Wandlernabe 12 zentriert ist.
Wie in Fig. 1 und Fig. 2 weiter ersichtlich, ist die Pumpenantriebswelle 40 gegenüber der Wandlernabe 12 mittels eines Dichtrings 42 statisch abgedichtet, der in radialer Richtung gesehen zwischen Pumpenantriebswelle 40 und Wandlernabe 12 angeordnet ist und in axialer Richtung gesehen zwischen Zentrierung 43 und Mitnahmeprofil 41 der Pumpenantriebswelle 40 angeordnet ist, Bauart und Bauform dieses statisch abdichtenden Dichtrings 42 sind an sich beliebig, im dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Dichtring 42 beispielhaft als handelsüblicher O-Ring ausgebildet, der beispielhaft in eine Radialnut der Pumpenantriebswelle 40 eingelegt ist.
Weiterhin ist die Pumpenantriebswelle 40 gegenüber der feststehenden Gehäusenabe bzw. Leitradwelle 24 mittels eines Dichtrings 44 rotierend abgedichtet, der in radialer Richtung gesehen zwischen Pumpenantriebswelle 40 und Gehäusenabe 24 angeordnet ist und in axialer Richtung gesehen auf der Seite der Zentrierung 43 der Pumpenantriebswelle 40 angeordnet ist, die dem Mitnahmeprofil 41 der Pumpenantriebswelle 40 abgewandt ist, hier beispielhaft in einem Bereich nahe dem angetriebenen Kettenrad 45. Bauart und ßauform dieses rotierend abdichtenden Dichtrings 44 sind an sich beliebig, im dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Dichtring 44 beispielhaft als handelsüblicher Rechteckring ausgebildet, der beispielhaft in eine Radialnut der Pumpenantriebswelle 40 eingelegt ist.
Bezugszeichen
I Automatgetriebe
10 Drehmomentwandler
I 1 Pumpenrad des Drehmornentwandlers
11 Wandlernabe
13 Turbinenrad des Drehmomentwandlers
14 Leitrad des Drehmomentwandlers
20 Getriebegehäuse
21 getriebegehäusefeste Wand, Deckel
21a getriebegehäusefeste Wand, Zwischenplatte
22 Wandlernabenlager
23 rotierend abdichtender Dichtring
24 Gehäusenabe, Leitradwelle 30 Getriebeeingangswelle
40 Pumpenantriebswelle
41 Mitnahmeprofil der Pumpenantriebswelle
42 statisch abdichtender Dichtring
43 Zentrierung der Pumpenantriebswelle
44 rotierend abdichtender Dichtring
45 angetriebenes Kettenrad
46 Kette
47 getriebenes Kettenrad
48 Pumpeneingangswelle
49 Ol pumpe des Automatgetriebes
MOT Antriebsmotor
KW Kurbelwelle des Antriebsmotors
A Zeichnungsdetail der Fig. 2