Memminger-IRO GmbH, Jakob-Mutz-Str . 7, 72280 Dornstetten
Öler für Textilmaschinen
Die Erfindung betrifft einen Textilmaschinen-Öler, insbesondere für Strickmaschinen.
Strickmaschinen, insbesondere Rundstrickmaschinen, Flachstrickmaschinen und gelegentlich auch andere Textilmaschinen, benötigen meist eine mehr oder weniger intensive Schmiermittelzufuhr zu bewegten Teilen. Die Schmiermittelzufuhr muss kontrolliert erfolgen, um eine
Verschmutzung der hergestellten Textilien zu vermeiden. Es kommt auf die Dosierung des Schmiermittels maßgeblich an. Eine übermäßige Schmiermittelzufuhr ist ebenso schädlich wie eine unzureichende Schmiermittelzufuhr.
Meist werden als Textilmaschinen-Öler druckluftbetätigte Öler eingesetzt, wie sie bspw. aus der DE 30 28 125 C2 bekannt sind. Der dort veranschaulichte Öler weist einen Tank auf, der einen Ölvorrat und über diesem ein Druckluftpolster aufweist. In dem Tank ist eine Zerstäubereinrichtung zur
Erzeugung eines Ölnebels vorgesehen, der von dem Druckpolster des Tanks durch Anschlussleitungen hindurch als Luft-Öl- Gemisch zu den Schmierstellen geblasen wird. Die Zerstäubereinrichtung enthält eine Zerstäuberdüsenanordnung,
die vermittels Druckluft Öl aus dem Ölvorrat ansaugt und zerstäubt .
Bei diesem Ölers variiert die Zusammensetzung des Öl- Luft-Gemischs mit der Anzahl der angeschlossenen Schmiersteilen .
Davon ausgehend ist es Aufgabe der Erfindung, diese und andere Nachteile des Stands der Technik zu überwinden und einen verbesserten Textilmaschinen-Öler anzugeben.
Diese Aufgabe wird mit dem Textilmaschinen-Öler nach Anspruch 1 gelöst:
Der erfindungsgemäße Textilmaschinen-Öler weist einen nach außen geschlossenen Tank mit einem Ölvorrat auf, der mit Druckluft beaufschlagt ist. Zur Erzeugung eines Ölnebels ist eine Zerstäubereinrichtung vorgesehen. Der von dieser erzeugte Ölnebel wird durch Druckluft als Öl-Luftgemisch zu den Schmierstellen geführt. Zur Beeinflussung des
Druckluftzutritts zu dem Druckluftpolster ist als Bestandteil des Textilmaschinen-Ölers eine vorzugsweise in dem geschlossenen Tank angeordnete Einstelleinrichtung vorgesehen. Diese kann zum Beispiel als verstellbare Drossel ausgebildet sein.
Der sich in dem Druckluftpolster aufbauende Druck ist Resultat eines Fließgleichgewichts zwischen der über die Schmiermittelleitungen abströmenden Luft und dem in den Tank eingeleiteten Luftstrom. Letzterer setzt sich aus dem von der Zerstäubereinrichtung in den Tank gelangten Luftstrom und einem weiteren Luftstrom zusammen, der über die
Einstelleinrichtung eingeleitet wird. Die über die Einstelleinrichtung eingeleitete Luftmenge stellt vorzugsweise den größeren Druckluftanteil dar. Er ist variabel. Bei nur wenigen aktiven Ausgängen und Schmierstellen des Textilmaschinen-Ölers kann er auf einem geringen Wert eingestellt werden. Bei vielen oder allen aktiven Ausgängen und angeschlossenen Schmierstellen kann er auf einen großen oder maximalen Wert eingestellt werden. Damit bildet die Einstelleinrichtung eine Steuereinrichtung, die wenn sie richtig eingestellt ist, den Tankinnendruck, d.h. den Druck des Druckluftpolsters auf einem nahezu konstanten Wert hält. Vorzugsweise liegt dieser Druck zwischen 0,1 und 1 bar, vorzugsweise bei 0,3 bar. Der Druck kann aber auch auf andere Werte festgelegt werden. Jedenfalls aber liegt der Tankinnendruck vorzugsweise wesentlich niedriger als der geregelte oder ungeregelte Druck der dem Öler zugeführten Druckluft, die beispielsweise 2 bis 6 bar haben kann. Mit anderen Worten, der von dem Druckluftpolster aufgebaute Tankinnendruck liegt vorzugsweise eine Größenordnung unter dem Druck der dem Öler zugeführten Druckluft .
Die vorstehend erläuterte Einstelleinrichtung stellt eine Steuereinrichtung für den Tankinnendruck dar. Es ist alternativ auch möglich, hierzu eine Regeleinrichtung vorzusehen, die den Druckluftzutritt zu dem Druckluftpolster nicht über eine eingestellte Drossel, sondern über ein aktiv geregeltes Ventil auf den gewünschten Wert von beispielsweise 0,3 bar reguliert. Dies ist jedoch etwas aufwendiger.
Unabhängig von der genannten Einstelleinrichtung, die als Steuereinrichtung oder Regeleinrichtung ausgebildet sein
kann, kann dem Druckluftanschluss des Textilmaschinen-Ölers ein Druckregler vorgeschaltet sein. Dieser ist beispielsweise auf einen Wert in dem oben genannten Bereich von 2 bis 6 oder auch 1 bis 8 bar eingestellt. Damit wird sichergestellt, dass die Zerstäubereinrichtung einen hohen Eingangsdruck konstanter Größe erhält und somit eine konstante und gute Zerstäuberwirkung hat. Die Zerstäubereinrichtung ist vorzugsweise als Drucksluftzerstäuber ausgebildet. Sie kann insbesondere eine Strahlpumpenanordnung darstellen. Ihr Treibdüsenanschluss kann unmittelbar mit dem
Druckluftanschluss verbunden sein. Über ihren Sauganschluss kann ihr Öl zugeführt werden.
Die Strahlpumpenanordnung ist vorzugsweise so ausgebildet, dass sie einen aufwärts gerichteten kegelförmigen Sprühstrahl erzeugt. Dieser ist gegen die vorzugsweise auf einem kreisförmigen Kranz angeordneten Ausgangsanschlüsse gerichtet. Die Achse des Kegelstrahls ist dabei vorzugsweise konzentrisch zu dem kreisförmigen Kranz angeordnet. Im einfachsten Fall kann die
Zerstäubereinrichtung einen Vollkegelstrahl erzeugen. Damit kann relativ einfach erreicht werden, dass alle abgehenden Ausgänge die gleiche Ölnebelmenge erhalten. Die Ausgänge können außerdem auf zwei oder mehreren zueinander konzentrischen Kreisen angeordnet sein. Damit können viele Ausgänge platzsparend auf einer kleinen Fläche untergebracht werden und die Zerstäubereinrichtung baut relativ klein.
Es ist auch möglich, die Zerstäubereinrichtung so auszubilden, dass ihr kegelförmiger Strahlquerschnitt gerade dort eine besonders hohe Ölnebelintensität aufweist, wo die Ausgangsanschlüsse angeordnet sind. Beispielsweise kann sie
einen Hohlkegelstrahl erzeugen oder einen Vollkegelstrahl mit abgeschwächter Mittenintensität oder dergleichen.
Werden Ausgänge an Stellen mit unterschiedlichen zur Mittelachse des Strahls angeordnet, kann es zweckmäßig sein, die Ausgänge mit unterschiedlichen Durchmessern auszubilden. Z.B. können Ausgänge mit kleinerem Durchmesser dort angeordnet werden, wo ein dichterer Ölnebel zu erwarten ist oder ansteht. Dagegen können Ausgänge mit größerem Durchmesser auf Radien angeordnet werden, wo ein weniger dichter Ölnebel ansteht. Dadurch kann unterschiedliche Ölnebeldichten in dem Kegelstrahl ausgeglichen und Ölnebel mit im Wesentlichen gleicher Qualität zu den Schmierstellen geleitet werden. Es können auch Ausgänge mit unterschiedlichen Durchmessern und/ oder Positionen ausgebildet werden, um unterschiedliche Schmierstellen gezielt mit unterschiedlichen Ölmengen zu versorgen.
Außerdem kann es vorteilhaft sein, die Ausgänge so anzuordnen, dass ihre fluidführenden Kanäle jeweils eine Mittelachse haben, die auf die Mündung der Zerstäubereinrichtung zielt. Im Falle der Anordnung der Ausgangsanschlüsse auf einem zu der Mittelachse des Sprühkegels konzentrischen Kreis liegen die Achsen der Ausgangsanschlüsse dann auf einem Kegelmantel, dessen Spitze sich etwa im Bereich der Mündung der Zerstäubereinrichtung befindet. Diese Maßnahme führt dazu, dass ein großer Anteil des erzeugten Ölnebels in die Ausgangsanschlüsse geblasen wird und der sich an den Wänden der Kanäle niederschlagende und abtropfende Ölanteil gemindert wird. Die effizientere Nutzung des Ölnebels gestattet es, mit geringeren primär erzeugten Ölnebelmengen und somit auch mit geringeren
Druckluftmengen auszukommen. Dies gilt auch für die Anordnung von mehreren Ausgangsanschlüssen auf zueinander konzentrischen Kreisen. Dies führt nämlich zu einer verbesserten Ausnutzung der Querschnittsfläche des Sprühkegels und somit zu einer Verbesserung des Verhältnisses von genutztem Ölnebel zu an den Wänden niedergeschlagenem Ölnebel .
Die Zerstäubereinrichtung wird vorzugsweise von einer Ölbereitstellungsvorrichtung gespeist, die ein gesondertes Ölreservoir aufweist. Dieses wird vorzugsweise über eine druckluftbetriebene Fördereinrichtung ständig aus dem Ölvorrat mit Öl gespeist, so dass es unabhängig vom Füllstand des Tanks ein definiertes Volumen enthält. Die Fördermenge der Fördereinrichtung ist mindestens etwas größer als der tatsächliche Ölbedarf der Zerstäubereinrichtung. Das Ölreservoir läuft deshalb ständig über - die vorhandene Öl- Überschussmenge fließt in den Ölvorrat zurück. Durch die Konstanz des Ölreservoirs können die der Zerstäubereinrichtung zugeführten Ölmengen unabhängig von der Füllhöhe des Tanks konstant gehalten werden.
Zwischen dem Ölreservoir und der Zerstäubereinrichtung ist vorzugsweise eine Dosiereinrichtung angeordnet. Diese kann separat regulierbar sein, um den Ölgehalt des erzeugten Ölnebels einstellen zu können. Hat die Dosiereinrichtung eine einfache Messeinrichtung beispielsweise in Form eines Schauglases, durch das der zudosierte Ölstrom als Einzeltropfen sichtbar und abzählbar ist, kann die Ölnebelqualität auf einfache Weise manuell eingestellt werden. Durch die erfindungsgemäß ermöglichte Steuerung bzw. weitgehende Konstanthaltung des Tankinnendrucks wird
sichergestellt, dass die Rate, mit der der Ölnebel aus dem Tank in die Schmiermittelleitungen geblasen wird, weitgehend konstant ist. Dadurch erhalten die Schmierstellen ein Öl- Luft-Gemisch definierter Qualität.
Der erfindungsgemäße Textilmaschinen-Öler kann mit weiteren Baugruppen versehen sein. Hilfreich ist beispielsweise ein Manometer, das den Tankinnendruck anzeigt. Dieses kann prinzipiell an beliebiger Stelle des Tanks angeordnet sein. Vorzugsweise ist es an dem oberen Deckel desselben angeordnet, wobei es vorzugsweise in verschiedene Positionen verstellbar ist. Dies kann durch eine manuell lösbare Befestigungsschraube oder -mutter ermöglicht werden. Alternativ kann es auch über ein biegsames Rohr oder dergleichen einfach justierbare Mittel mit dem Tank verbunden sein .
Weiter ist es möglich, an dem Tank eine Ölspüleinrichtung vorzusehen, die manuell oder auch über ein elektrisch betätigbares Ventil aktivierbar ist. Die
Ölspüleinrichtung wird durch einen oder mehrere Auslässe gebildet, die durch wenigstens ein vorgeschaltetes Ventil aktivierbar sind. Sie stehen über ein Saugrohr mit dem Ölvorrat in Verbindung. Bei Öffnung des Ventils drückt das Druckluftpolster Öl in die Ölspülleitungen .
Weitere Einzelheiten vorteilhafter Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus der Zeichnung der Beschreibung oder Ansprüche. Die Beschreibung beschränkt sich auf wesentliche Aspekte der Erfindung und sonstige Gegebenheiten. Die Zeichnung offenbart weitere Einzelheiten. Es zeigen:
Figur 1 einen Textilmaschinen-Öler in Prinzipdarstellung,
Figur 2 den Textilmaschinen-Öler nach Figur 1, in einer Vertikalschnittdarstellung zur Veranschaulichung der Funktion,
Figur 3 einen Deckel mit Anschlüssen des Textilmaschinen- Ölers, in perspektivischer Darstellung,
Figur 3a einen Anschluss des Deckels in gesonderter Darstellung,
Figur 4 eine Möglichkeit zur Anordnung von Ausgängen an dem Textilmaschinen-Öler, als Schemazeichnung,
Figur 5 eine Einstelleinrichtung für den Druckluftzutritt zu dem Tank im Vertikalschnitt,
Figur 6 eine Ansicht auf die Oberseite der Einstelleinrichtung, in perspektivischer Prinzipdarstellung, und
Figur 7 eine abgewandelte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Textilmaschinen-Ölers, im Vertikalschnitt.
In Figur 1 ist ein Textilmaschinen-Öler 1 veranschaulicht, der zur Versorgung mehrerer Schmierstellen zwei an einer nicht weiter veranschaulichten Textilmaschine, beispielsweise einer Rundstrickmaschine, dient. Die Schmierstellen 2 sind in Figur 1 durch symbolisch angedeutete Düsen veranschaulicht, zu denen Leitungen 3 führen. Die Leitungen 3 verbinden die Düsen mit entsprechenden Anschlüssen 4, die zum Beispiel an der Oberseite des Textilmaschinen-Ölers 1 angeordnet sind. Eine geeignete Düse ist z.B. der WO 2007/064588 A2 zu entnehmen.
Der Textilmaschinen-Öler 1 umfasst einen Tank 5, der einen Innenraum umschließt. In dem Innenraum ist ein Ölvorrat 6 angeordnet, über dem ein Luftpolster 7 steht. Dieses ist in dem nach außen abgeschlossenen Tank 5 eingeschlossen und hat gegenüber der Umgebung einen leicht erhöhten Druck von beispielsweise 0,2, 0,3, 0,4 bar oder einem ähnlichen Druck. Aus dem Luftpolster 7 gelangt ständig Luft über die Anschlüsse 4 und die Leitungen 3 zu den Schmierstellen 2. Der Luftvorrat wird durch Druckluft ergänzt, die über einen Druckluftanschluss 8 in den Tank geleitet wird. Der Druckluftanschluss 8 erhält Luft von einer nicht weiter veranschaulichten Druckluftquelle beispielsweise in Gestalt eines betriebsinternen Druckluftversorgungsnetzes. Dem Druckluftanschluss 8 kann ein Druckregler 9 vorgeschaltet sein, der den Druck an dem Druckluftanschluss 8 auf einen Eingangsdruck reguliert, der erheblich größer ist als der Druck des Luftpolsters 7. Beispielsweise ist der von dem Druckregler vorgegebene Druck 2 bar, 5 bar oder 6 bar oder ein ähnlicher Wert.
Die den Textilmaschinen 1 über den Druckluftanschluss 8 zugeleitete Druckluft dient u.a. der Erzeugung eines Ölnebels. Dazu ist eine Zerstäubereinrichtung 10 vorgesehen, die in dem Tank 5 angeordnet sein kann. Die Zerstäubereinrichtung 10 ist über eine Leitung 11 mit dem Druckluftanschluss 8 verbunden. Sie enthält eine Zerstäuberdüse 12, die aus der über die Leitung 11 zugeführten Druckluft und aus über eine Leitung 13 zugeführtem Öl den Ölnebel 14 erzeugt. Die Zerstäuberdüse 12 kann dazu als Strahlpumpe (Venturi-Düse) ausgebildet sein, bei der die Leitung 11 an eine Treibdüse 15 und die Leitung 13 an einem Sauganschluss 16 angeschlossen sind. An einem Diffusor 17 wird der Ölnebel 14 vorzugsweise als Kegelstrahl in Richtung auf die Anschlüsse 4 hin abgegeben. Dazu sind die Zerstäuberdüse 12 und die Anschlüsse 4 einander gegenüber liegend angeordnet.
Die Zerstäuberdüse 12 ist vorzugsweise in einer unten weitgehend offenen Kammer 18 angeordnet, von deren Oberseite die Anschlüsse 4 abgehen. Die Kammer steht deshalb mit dem Luftpolster 7 in freier Verbindung. Innerhalb der Kammer 8 niedergeschlagenes Öl kann nach unten in den Ölvorrat 6 abtropfen wie in Figur 1 durch eine Tropfenkette 19 veranschaulicht ist.
Die Anschlüsse 4 sind, wie die Figuren 2 und 3 veranschaulichen, vorzugsweise an einem oberen Deckel 20 der Kammer 18 auf einem Kreis 21 angeordnet, der konzentrisch zu einer Mittelachse 22 des kegelstrahlförmigen Ölnebels 14 bzw. der Zerstäuberdüse 12 angeordnet ist. Alternativ können die Anschlüsse 4 aber, wie Figur 4 zeigt, auch auf zwei oder mehreren Kreisen 21a, 21b angeordnet sein und damit die
Fläche des Deckels 20 besser ausnutzen. Vorzugsweise aber nicht zwingend sind die Anschlüsse 4 so geneigt, dass sich ihre Achsen 23, 24, wie Figur 2 andeutet, an der Mündung 25 der Zerstäuberdüse 12 treffen. Die Innendurchmesser der Anschlüsse 4 einheitlich festgelegt sein. Sie können aber auch unterschiedlich ausgebildet sein um eine Ölnebelungleichverteilung auszugleichen oder auch bewusst hervorzurufen .
Ein Anschluss 4 ist in Figur 3a gesondert veranschaulicht.
Die Anschlüsse 4 können untereinander gleich ausgebildet sein und mit dem dargestellten Anschluss 4 übereinstimmen. Wie ersichtlich ist an dem schlauchseitigen Ende des Anschlusses 4 ein kegelstumpfartiges Ende aufgebildet das ein Aufschieben eines Schlauchendes und dabei das Aufweiten desselben erleichtert. In dem Übergang von der Kegelform zu dem zylinderartigen Rohrabschnitt des Anschlusses 4 ist eine Stufe 4a ausgebildet, die als Schlauchsicherung dient. Sie kann sich um den gesamten Umfang des Anschlusses 4 erstrecken. Bevorzugterweise erstreckt sie sich aber lediglich um einen Teil des Umfangs des Anschlusses 4, z.B. um 180° des Umfangs. Diese Stufe 4a kann an jeder Stelle des Umfangs angeordnet sein. Es wird bevorzugt, sie an der bezüglich des Deckels 20 radial außen liegenden Seite anzuordnen. Diese Maßnahme ermöglicht die Herstellung des
Deckels 20 als einteiliges (einstückiges) Kunststoffformteil, z.B. im Spritzgussverfahren mit einer relativ einfachen Spritzgussform. Die Abrutschsicherungswirkung der Stufe 4a ist trotz Reduktion ihrer Erstreckung auf einen Teil des Umfangs vollkommen ausreichend. Generell und unabhängig von der Anordnung, Ausrichtung und Ausbildung der Anschlüsse 4
ist es vorteilhaft, wenn der Deckel 20 aus Kunststoff gefertigt wird.
Um die Zerstäubereinrichtung 10 mit Öl zu versorgen, ist vorzugsweise eine Öldosiervorrichtung 26 vorgesehen, von der die Leitung 13 zu der Zerstäuberdüse 12 führt. Die Öldosiervorrichtung 26 weist eine Kammer 27 auf, deren Innenraum über die Leitung 13 auf einem Druck gehalten wird, der niedriger ist als der Druck des Luftpolsters 7. Vorzugsweise ist die Kammer 27 auf einem Unterdruck gehalten. Der Luftzutritt von Luft aus dem Luftpolster 7 in den Innenraum 27 wird über eine vorzugsweise manuell verstellbare Drossel 28 reguliert bzw. eingestellt. Die Drossel 28 gibt einen Kanal 29 mehr oder weniger frei, der von dem Innenraum des Tanks 5 in den Innenraum 27 führt. Der Eingang des Kanals 29 befindet sich in der Nähe des Deckels 30 des Tanks 5 und somit oberhalb des Ölvorrats 6.
In den Innenraum 27 führt eine Ölsteigleitung 31, die aufgrund der Druckdifferenz zwischen dem Luftpolster 7 und dem Innenraum 27 an ihrem oberen nach unten gebogenen Ende Öltropfen entlässt. Die sich bildende Tropfenkette 32 ist von außen durch ein Schauglas 33 sichtbar, das den Innenraum 27 nach außen hin hermetisch abdichtet und beispielsweise als durchsichtige Kuppel ausgebildet ist. An dem Boden des Innenraums 27 sammelt sich das über die Steigleitung 31 hereingeführte Öl und wird dort über die Leitung 13 abgesaugt .
Die Steigleitung 31 entnimmt Öl entweder aus dem Ölvorrat 6 oder wie es in den Figuren 1 und 2 veranschaulicht und bevorzugt wird, aus einem Ölreservoir 34, das knapp unterhalb
der Öldosiervorrichtung 26 und somit oberhalb des Ölvorrats 6 angeordnet ist. Das Ölreservoir 34 wird vorzugsweise durch einen oben offenen Becher gebildet, der fortwährend über eine Fördereinrichtung 35 mit Öl gespeist wird. Die Fördereinrichtung 35 kann prinzipiell beliebiger Natur sein. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist sie druckluftbetrieben und nach Art einer Mammutpumpe ausgebildet. Sie umfasst ein Steigrohr 36, das mit seinem unteren offenen Ende 37 in den Ölvorrat 6 eintaucht. Das Ende 37 steht kurz über dem Boden des Tanks 5. In seinem oberen Ende kann es an dem Deckel 30 gehalten sein. Außerdem weist es beispielsweise an seinem Mantel eine Öffnung 38 etwas oberhalb des Randes des Bechers 34 auf, um einen Öl- und Luftaustritt zu ermöglichen. Die Öffnung 38 ist der Ausgang der Fördereinrichtung 35 und speist das Ölreservoir 34. Die Förderleistung der Fördereinrichtung 35 übersteigt den Ölbedarf. Überschüssiges Öl tropft über den Rand des oben offenen Ölreservoirs nach unten ab.
An dem unteren Ende 37 des Steigrohrs 36 ist eine Luftdüse 39 vorgesehen, über die Luftbläschen in das Steigrohr 36 eingeleitet werden können. Die Luftdüse 39 wird über eine Einstelleinrichtung 40 und eine Leitung 41 mit Druckluft gespeist. Die Einstelleinrichtung 40 erhält ihrerseits über eine Leitung 42 Druckluft von einem Druckluftverteiler 43, an den auch die Leitung 11 angeschlossen ist. Der Druckluftverteiler 43 führt zu dem Druckluftanschluss 8.
Während die Einstelleinrichtung 40 an ihrem Eingang über die Leitung 42 Druckluft mit dem geregelten oder ungeregelten
Eingangsdruck von beispielsweise 2 bis 6 bar erhält, gibt sie an ihrem Ausgang über die Leitung 41 Luft mit einem
reduzierten Druck ab. Über die Einstelleinrichtung 40 wird die über die Luftdüse 39 und das Steigrohr 36 letztendlich in den Tank 5 einströmende Druckluftmenge reguliert bzw. eingestellt. Im einfachsten Fall ist die Einstelleinrichtung 40 eine verstellbare Drossel. Mit der Verstellung und
Regulierung des Druckluftstroms wird nicht nur die in das Luftpolster geleitete Luftmenge sondern auch die Förderleistung der Fördereinrichtung 35 beeinflusst. Mit zunehmendem Luftstrom steigt die Förderleistung.
Der Aufbau der Einstelleinrichtung 40 ist in Figur 5 veranschaulicht. Ein an die Leitung 42 angeschlossener Eingang 44 führt in einen Innenraum des beispielsweise aus Kunststoff bestehendem Gehäuses 45. In dem Gehäuse 45 ist ein Ventilsitz 46 vorgesehen, von dem ein Kanal 47 zu einem
Ausgangsanschluss 48 führt. An letzteren ist gemäß Figur 2 die Leitung 41 angeschlossen.
Dem Ventilsitz 46 ist eine Ventilstellnadel 49 zugeordnet, die beispielsweise kegelförmige oder kegelstumpfförmige ausgebildet ist. Sie kann längs zu dem Kanal 47 verstellt werden und den Ventilsitz 46 somit mehr oder weniger verschließen bzw. freigeben.
Die Ventilstellnadel 49 ist an einer Stellschraube 50 gehalten, die einen Kopf 51 mit einem Außengewinde aufweist. Die gegen das Gehäuse 45 abgedichtete Stellschraube 50 ist drehbar und dadurch axial verstellbar, wodurch die Drosselwirkung der Einstelleinrichtung 40 einstellbar ist.
Um den Kopf 51 und mit diesem die Stellschraube 50 drehen zu können weist dieser ein Formschlussprofil, beispielsweise in
Form einer Sechskantöffnung 52 auf, in die ein Inbusschlüssel einsetzbar ist. Die Sechskantöffnung 52 ist vorzugsweise an einem Einsatz 53 ausgebildet, der in eine entsprechende stirnseitige Ausnehmung des Kopfes 51 eingepresst oder anderweitig drehfest gesichert ist. Optional kann eine
Rasteinrichtung 54 dazu vorgesehen sein, den Einsatz 53 in oder an dem Kopf 51 axial zu sichern. Die Rasteinrichtung 54 kann mehrere an dem Boden der den Einsatz 53 aufnehmenden Ausnehmung vorgesehener Rastfinger 54, 56 aufweisen, die in eine entsprechende Rastvertiefung des Einsatz 53 greifen.
Der Einsatz 53 sitzt weitgehend unverdrehbar z.B. mit Presspassung in dem Kopf 51. Seine Relativdrehposition wird bei der Herstellung und Einjustage der Einstelleinrichtung, zum Beispiel im Rahmen eines Abgleichvorgangs, festgelegt. Wie Figur 6 zeigt, kann der Einsatz 53 an seiner Oberseite eine Markierung 57 tragen, die die Drehposition der Einstellschraube 50 anzeigt. Um den Kopf 51 der Einstellschraube herum kann eine Skale 58 angeordnet sein, die Referenzmarken aufweist. Die Referenzmarken sind beispielsweise Zahlenangabe, zum z.B. „8" bis „30" in Eineroder Zweier-Schritten, die die Anzahl der anzuschließenden Schmierstellen angibt.
Wie Figur 1 außerdem veranschaulicht, kann an dem
Textilmaschinen-Öler 1 ein Ölspülvorrichtung 59 vorgesehen sein. Zu dieser gehört ein manuell oder auch durch andere Mittel beispielsweise einem Elektromagneten betätigbares Ventil 60, zu dem eine Ölsteigleitung 61 aus dem Ölvorrat 6 führt. Von dem Ventil 60 zweigen mehrere Leitungen 62 ab, die Spülöl zu entsprechenden Stellen einer Strickmaschine führen können .
Außerdem kann an dem Deckel 30 des Textilmaschinen-Ölers 1 ein Manometer 63 angeordnet sein, das den Tankinnendruck anzeigt. Das Manometer 63 ist vorzugsweise räumlich verstellbar gehalten, um in optimale Ableserichtung gedreht werden zu können.
Der insoweit beschriebene Textilmaschinen-Öler 1 arbeitet wie folgt:
In Betrieb ist der in dem Tank 5 vorhandene Ölvorrat 6 wenigstens so groß, dass sein Spiegel oberhalb des unteren Endes 37 des Steigrohrs 36 steht. Über den Anschluss 8 liegt Druckluft an. Diese gelangt durch die Einstelleinrichtung 40 zu der Luftdüse 39 und perlt dort aus. Das sich bildende Luft-Öl-Gemisch hat eine geringere Dichte als das Öl des Ölvorrats 6. Damit steigt das Luft-Öl-Gemisch in dem Steigrohr 36 auf, um an der Öffnung 38 auszutreten und das Reservoir 34 zu füllen. Das Öl und die Luft entmischen sich dabei. Das Ölreservoir 34 wird mit Öl gefüllt, während die durch das Steigrohr 36 geperlte Luft entsprechend der Einstellung der Einstelleinrichtung 40 das Luftpolster 7 ergänzt .
Über die Leitung 11 gelangt Druckluft zu der Zerstäuberdüse 12 und strömt dort mit geringer Menge aber in scharfem Strahl aus. Der nach dem Strahlpumpenprinzip entstehende Sog bewirkt einen Unterdruck, der über die Leitung 13 in die Öldosiervorrichtung 26 gelangt. Der in dem Innenraum 27 sich einstellende Unterdruck bewirkt, dass über die Ölsteigleitung 31 Öl in den Innenraum 27 geführt wird. Das Öl tritt aus der
Ölsteigleitung 31 in Tropen aus, die als Tropfenkette 32 durch das Schauglas 33 sichtbar sind.
Durch Abzählen der pro Zeiteinheit austretenden Tropfen kann der Bediener die geförderte Ölmenge bestimmen. Er kann diese außerdem durch Betätigung der Drossel 28, d.h. durch Verstellen derselben vergrößern oder verkleinern. Die Drossel 28 stellt den Unterdruck des Innenraums 27 in Bezug auf das Luftpolster 7 ein.
Das aus der Ölsteigleitung 31 abtropfende Öl wird der Zerstäuberdüse 12 über die Leitung 13 zugeführt. Die Zerstäuberdüse 12 erzeugt aus der zugeführten Druckluft und dem Öl den Ölnebel 14 als Kegelstrahl. Dieser ist gegen den Deckel 20 gerichtet, an dem sich die Anschlüsse 4 befinden. Ein Teil des Ölnebels 14 schlägt sich an den Wänden der Zerstäubereinrichtung 10 nieder und tropft in Gestalt der Tropfenkette 19 nach unten ab. Dieser Teil des Öls gelangt zurück in den Ölvorrat 6. Ein anderer Teil des Ölnebels 14 wird durch Druckluft in die Anschlüsse 4 und von diesen über die Leitungen 3 zu den Schmierstellen 2 getragen. Die Druckluft entstammt dem Luftpolster 7, das von unten her durch die Zerstäubereinrichtung 10 drängt.
Der sich einstellende Innendruck in dem Tank 5 bestimmt sich aus der Größe des einströmenden Druckluftstroms und dem Strömungswiderstand der angeschlossenen Düsen an den Schmierstellen 2. Der einströmende Druckluftstrom setzt sich aus der Druckluft zusammen, die die Zerstäuberdüse 12 abgibt und der Druckluft, die durch die Luftdüse 39 entlassen wird. Werden alle Anschlüsse 4 mit Schmierstellen verbunden ist der angeschlossene Strömungswiderstand relativ gering und es wird
zur Aufrechterhaltung des gewünschten Drucks in dem Luftpolster 7 relativ viel Druckluft benötigt. Die erforderliche Luftmenge wird freigegeben, indem die Einstelleinrichtung 40 gemäß Figur 65 auf den entsprechenden Wert (z.B. 30) eingestellt wird. Der Druckluftstrom ist zur Aufrechterhaltung des Innendrucks hoch - zugleich ist die Förderung der Fördereinrichtung 35 maximal.
Sind jedoch nur wenige Schmierstellen angeschlossen, d.h. kann nur aus wenigen Anschlüssen 4 ein Öl-Luft-Gemisch ausströmen, ist der angeschlossene Strömungswiderstand hoch. Die Einstellvorrichtung 40 wird dann auf die entsprechende geringe Schmierstellenzahl eingestellt, indem der Kopf 51 der Stellschraube 50 mit der Markierung 57 auf denjenigen Wert der Skala 58 eingestellt wird, der der Anzahl der Schmierstellen entspricht. So wird der einströmende Druckluftstrom reduziert. Auf diese Weise kann einerseits der Druck des Luftpolsters 7 für jede Anzahl zu versorgender Schmierstellen 2 auf den gewünschten Sollwert eingestellt und andererseits der Druckluftverbrauch dabei auf das notwendige Minimum eingeschränkt werden. Die damit einhergehende Reduktion der Förderleistung der Fördereinrichtung 35 stört den Betrieb nicht.
Eine abgewandelte Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Textilmaschinen-Ölers 1 ist in Figur 7 veranschaulicht. Bei diesem wird die Luftdüse 39 mit einer geringen Druckluftmenge versorgt, die gerade eben ausreicht, das Ölreservoir 34 mit ausreichenden Ölmenge zu versorgen. Die Einstelleinrichtung 40 entlässt an ihrem Ausgangsanschluss 48 den von ihr eingestellten Luftstrom in den Tank 5. Ist der Textilmaschinen-Öler 1 beispielsweise darauf eingerichtet,
variabel 8 bis 30 Schmierstellen zu versorgen, reicht die Luftmenge der Zerstäuberdüse 12 und der Luftdüse 39 zusammen gerade zur Versorgung von acht Schmierstellen aus. In diesem Fall gibt die Einstelleinrichtung 40 keine wesentliche Luftmenge dazu. Die Luftmenge für die neunte bis dreißigste Schmierstelle wird über die Einstelleinrichtung 40 zudosiert, wenn dies erforderlich ist. Ansonsten arbeitet der Textilmaschinen-Öler 1 der Figur 7 in Übereinstimmung mit dem Textilmaschinen-Öler 1 nach Figur 1 oder 2.
Anstelle der lediglich als verstellbare Drossel ausgebildeten Einstelleinrichtung 40 kann bei allen Ausführungsformen, insbesondere bei der Ausführungsform nach Fig. 7, ein Druckregler vorgesehen sein, der den Druckluftzustrom in den Tank 5 so reguliert, dass ein gewünschter Tankinnendruck
(weitgehend) unabhängig von dem Strömungswiderstand an den angeschlossenen Schmierstellen aufrechterhalten wird. Ein solcher Druckregler erfasst den Druck in dem Tank 5 und ersetzt die verstellbare Drossel der Einstelleinrichtung 40.
Der erfindungsgemäße Strickmaschinen-Öler 1 weist eine Einstelleinrichtung 40 auf, über die der Druckluftzutritt zu seinem Tank 5 regulierbar ist. Dadurch ist eine einfache Anpassung an verschiedene Anzahle von angeschlossenen Schmierstellen möglich. Der Luftverbrauch kann mit dieser einfachen Maßnahme deutlich gesenkt werden.
Bezugs zeichen :
1 Textilmaschinen-Öler
2 Schmierstellen 3 Leitungen
4 Anschlüsse 4a Stufe
5 Tank
6 Ölvorrat 7 Luftpolster
8 Druckluftanschluss
9 Druckregler
10 Zerstäubereinrichtung
11 Leitung zur Zerstäuberdüse 12 12 Zerstäuberdüse
13 Leitung zum Sauganschluss 16
14 Ölnebel
15 Treibdüse
16 Sauganschluss 17 Diffusor
18 Kammer
19 Tropfenkette
20 Deckel
21 Kreis 22, 23, 24 Achse
25 Mündung der Zerstäuberdüse
26 Öldosiervorrichtung
27 Innenraum der Öldosiervorrichtung
28 Drossel 29 Kanal
30 Deckel
31 Ölsteigleitung
32 Tropfenkette
33 Schauglas
34 Ölreservoir
35 Fördereinrichtung 36 Steigrohr
37 unteres Ende des Steigrohrs
38 Öffnung
39 Luftdüse
40 Einstelleinrichtung 41, 42 Leitung
43 Druckluftverteiler
44 Eingangsanschluss der Einstelleinrichtung 40
45 Gehäuse der Einstelleinrichtung 40
46 Ventilsitz der Einstelleinrichtung 40 47 Kanal der Einstelleinrichtung 40
48 Ausgangsanschluss der Einstelleinrichtung 40
49 Ventilstellnadel der Einstelleinrichtung 40
50 Stellschraube der Einstelleinrichtung 40
51 Kopf der Stellschraube 50 52 Sechskantöffnung
53 Einsatz für den Kopf der Stellschraube 50
54 Rasteinrichtung 55, 56 Rastfinger
57 Markierung 58 Skala
59 Ölspülvorrichtung
60 Ventil
61 Ölsteigleitung
62 Leitungen