Beschreibung
Mehrlagiger Schaltungsträger und Verfahren zu dessen Herstellung
Die Erfindung betrifft mehrlagige Schaltungsträger, wie beispielsweise kupferkaschierte, organische Faserverbundfolien oder Low Temperature Cofired Ceramics/LTCC (bei niederer Temperatur gesinterte Keramik) .
Derartige Schaltungsträger ermöglichen auf Grund ihrer guten Leiterbahn-Qualität die Einbettung von Spulen zur Darstellung von Induktivitäten und Transformatoren, beispielsweise in leistungselektronischen Schaltungen. Zur Erzielung hoher In- duktivitätswerte an einzelnen Spulen bzw. zur Erzielung guter magnetischer Kopplungen in den Transformatoren werden in der Regel zusätzliche Elemente aus magnetischer Keramik, bezeichnet als Ferrit, benötigt. Hintergrund ist die Verstärkung des Magnetfeldes und/oder dessen Ausformung.
Die bekannten und häufig eingesetzten Strukturen derartiger Ferrit-Elemente sind in den Fig. 1 und 2 dargestellt. Mittels einer Kernstruktur entsprechend Fig. 1 lassen sich hohe Induktivitäten erzielen. Dabei erstreckt sich der magne- tische Fluss entlang der gemeinsamen Achse von Primär- und
Sekundärspule eines Transformators und wird durch das Ferritmaterial verstärkt. Eine Öffnung in dem mehrlagigen Schaltungsträger, insbesondere einer Platine, wird mit einem Ferritkern bestückt, der so gestaltet ist, dass sich der einge- schlossene Fluss oberhalb und unterhalb der Platine durch zwei seitwärts/waagerecht verlaufende Schenkel und zwei äußere vertikale Ferritsäulen schließen kann. Auf diese Weise entsteht ein Ferrit-Element in Form einer Acht, welches beim Aufsetzen auf die Platine aus einem E-förmigen und einem I- förmigen Teil zusammengesetzt ist und mit Klammern zusammengehalten wird.
Eine einfachere Struktur, bestehend aus zwei getrennten Ferritplatten entsprechend Fig. 2, ergibt sich, wenn die vertikalen, die Platine durchdringenden, Ferritsegmente entfallen. Dies führt zwar zu einer Verminderung der Induktivitäten ent- sprechend der Ausführung eines Transformators nach Fig. 1, und führt zu eingeschränkter Leistung im unteren Frequenzbereich, lässt sich jedoch einfacher herstellen.
Nachteilig ist, dass Ferrit-Elemente relativ große Flächenan- teile des als Basis dienenden Schaltungsträgers belegen.
Dies steht insbesondere einer Miniaturisierung entgegen. Die dadurch belegte Fläche ist in der Regel für eine Bestückung mit SMD-Bauelementen/oberflächlich montierbaren Bauelementen ungeeignet .
Im Stand der Technik ist bisher kein Konzept bekannt, welches eine umfassende Lösung wiedergibt. Ferritkerne werden üblicherweise relativ schmal ausgelegt, um den Flächenbedarf zu reduzieren. Andererseits muss der für den Fluss erforderliche Querschnitt bei schmaler Auslegung der Ferritkerne durch entsprechende Bauhöhe erzielt werden. Auf dem Markt sind unterschiedlichste Formen und Größen von Ferritkernen erhältlich.
In der Literaturstelle [1] wird beispielsweise ein mehrlagi- ger Transformator betrachtet, der Mn-Zn Ferrite aufweist. Es werden die elektrischen Merkmale beschrieben und zwei Typen von Transformatoren verglichen, welche zum Einen eine konventionelle Windungsstruktur und zum Anderen eine neue Windungsstruktur aufweisen, wobei primärer- und sekundärer Leiter al- ternierend nicht lediglich in der vertikalen Richtung, sondern ebenso in der horizontalen Richtung positioniert sind. Durch derartige Varianten können die Kopplungskoeffizienten optimiert werden.
Weiterhin ist aus der Literaturstelle [2] ein planarer Transformator zur Integration an Leiterplatten bekannt. Ein entsprechender Wandler kann eine Vielzahl von Verbrauchern versorgen. Die planare Vorrichtung besteht aus Spiralwindungen
an integrierten Schaltungen und Ferritpolymerplatten, beispielsweise mit magnetischem Kern.
Beide oben genannten Literaturstellen geben keine Auskunft zur optimalen Ausnutzung hinsichtlich einer Bestückung mit SMD-Bauelementen .
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Bauform und ein entsprechendes Herstellungsverfahren für planare Indukti- vitäten und Transformatoren derart anzugeben, dass sich diese Bauelemente bei ihrer Integration in mehrlagige Schaltungsträger so einbetten lassen, dass sie sich wie eine konventionelle Platine oberflächlich weiter bestücken lassen und somit ihr Flächenbedarf vernachlässigbar wird.
Die Lösung dieser Aufgabe wird wiedergegeben durch die jeweilige Merkmalskombination eines Hauptanspruchs. Vorteilhafte Ausgestaltungen können den Unteransprüchen entnommen werden.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass die Ferritplatten von planaren Transformatoren oder Induktivitäten bei niedrigen Sintertemperaturen hergestellt und dadurch im Co- Firing-Verfahren mit vertikalen metallischen Durchkontaktie- rungen und oberflächlichen dielektrischen keramischen Isola- tionsschichten versehen werden können. Nach der erfindungsgemäßen Bauform übernehmen die Ferritplatten die Doppelfunktion als Leiter des magnetischen Flusses und als Schaltungsträger weiterer oberflächenmontierter Bauteile (surface mounted de- vices SMD) . Dadurch wird ein wesentlicher Miniaturisierungs- fortschritt erzielt.
Der Aufbau einer entsprechenden mehrlagigen Schaltungsanordnung sieht vor, dass die zur Fluss-Formung und Verstärkung vorhandenen Ferritplatten auf einem dielektrischen Schal- tungsträger (Hauptplatine) im Bereich einer integrierten planaren Spule oder eines planaren Transformators weiterhin vorhanden sind. In Abwandlung zum Stand der Technik sind die Ferritplatten durch ein Sinterverfahren aus mehreren einzelnen Lagen hergestellt, bestehend vorzugsweise aus niedrig
sinternder LTCC-Keramik (Low Temperature Cofiring Ceramics) , die vor dem Sintern im „grünen" Zustand metallisch bedruckt und zu einem Schichtverbund laminiert werden. Wesentlich ist, dass die Ferritschichten bei diesem Verfahren mit metalli- sehen Durchkontaktierungen und mit dielektrischen, hoch isolierenden Deckschichten versehen werden. Im Anschluss werden die so hergestellten Ferritplatten durch Löt- oder Klebeverfahren auf einem dielektrischen Schaltungsträger im Bereich einer Spule oder eines Transformators beidseitig befestigt. Die dielektrischen Isolatorschichten und die Leiterbahnen mit Durchkontaktierungen eröffnen die Möglichkeit einer Bestückung mit SMD-Bauelementen auch auf der Oberfläche der Ferritplatten, so dass diese mit Hilfe der Verbindungstechnik der Ferritplatten elektrisch mit den Schaltkreiselementen der Hauptplatine verbunden sind.
Die Lagen von ein- oder mehrlagigen dielektrischen Schaltungsträgern können vorteilhaft aus organischen oder keramischen Materialien oder aus Verbundmaterial dargestellt wer- den. Die Befestigung der fertig vorbereiteten Ferritplatten an der Oberfläche des dielektrischen Schaltungsträgers kann vorzugsweise in Form einer Klebung mit einem Epoxid-Kleber geschehen oder in Form einer Lötung, beispielsweise unter Verwendung von Hartlot oder nanotechnologischem Silberlot.
Nachdem durch die Erfindung die Oberfläche der Ferritplatten für eine SMD-Bestückung nutzbar gemacht ist, können derartige Bauteile aus anderen Teilen der Gesamtschaltung dort platziert werden, so dass ein kompakterer Aufbau erzielt wird.
In alternativen Ausführungsformen zu den Durchkontaktierungen aus der Platine heraus kann die elektrische Kontaktierung der SMD auch ganz oder teilweise durch eine Kontaktierung von o- ben ersetzt werden. Nach dem Stand der Technik kann das bei- spielsweise durch Bonddrähte oder durch das SIPLIT-Verfahren (Siemens Planar Interconnect Technology) geleistet werden, bei dem die SMD mit einer photostrukturierbaren Folie als Träger galvanisch abgeschiedener Metallisierung überdeckt werden .
Ein Verfahren zur Herstellung einer mehrlagigen Schaltungsanordnung entsprechend der Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass die Ferritplatten mit Isolierschichten durch Sinterver- fahren oberflächlich isoliert werden können, wobei sogenannte LTCC-Keramik eingesetzt wird. Dies kann insbesondere MnZn- Ferrit oder NiZnCu-Ferrit sein. Diese Ferritwerkstoffe können so angepasst werden, dass sie im typischen Frequenzbereich von flachen Planartransformatoren, d.h. bei 1 bis 5 MHz, aus- reichende relative Permeabilität von über 400 besitzen. Die Ferritplatten können ein- oder mehrlagig ausgebildet sein. Wesentlich ist die externe Darstellung der Ferritplatten mit beidseitig aufgesinterten Isolatorschichten, insbesondere mittels dielektrischer Keramiklagen. Gleichzeitig werden ein- brennbare vertikale Durchkontaktierungen und Oberflächenmetallisierungen aufgebracht, sodass die gesamte Oberfläche für die Montage von Bauelementen vorbereitet ist. Typischerweise besteht der mittlere Schaltungsträger aus zehn bis 20 dielektrischen Keramikschichten zu je 50 bis lOOμm Schichtdicke. Die Ferritplatten werden beispielsweise aus 50 bis lOOμm dicken Einzellagen zu einer Gesamtdicke von 100 bis 500μm aufgebaut. Ihre laterale Ausdehnung reicht mit 10 bis 20mm über die Fläche der eingebetteten Spulenwindungen der Induktivität oder des Transformators hinaus.
Im Folgenden werden anhand von begleitenden schematischen, die Erfindung nicht einschränkenden Figuren Ausführungsbeispiele beschrieben.
Fig. 1 zeigt eine bekannte Querschnittsstruktur eines pla- naren Transformators, integriert in einem dielektrischen Schaltungsträger, ausgeführt als sogenannte Kernstruktur mit den Schaltungsträger durchdringenden Ferrit-Elementen,
Fig. 2 zeigt eine bekannte Querschnittsstruktur eines pla- naren Transformators, integriert in einem dielektrischen Schaltungsträger, wobei die Ferrit- Elemente in Form von Ferritplatten beidseitig des
Schaltungsträgers im Bereich des Transformators anliegen,
Fig. 3 zeigt im Querschnitt die Komponenten eines mit SMD- Bauelementen bestückten planaren Transformators mit beidseitig isolierten, gesinterten Ferritplatten,
Fig. 4 zeigt eine Darstellung der Transformatorstruktur nach Abschluss der aufbau- und verbindungstechni- sehen Prozessschritte entsprechend Fig. 3.
Im Folgenden wird insbesondere als Variante eines planaren, induktiven Bauelementes ein planarer Transformator betrachtet. Entsprechend der vorliegenden Erfindung besteht, wie in Fig. 3 dargestellt, der planare Transformator zunächst dem Stand der Technik entsprechend aus einer primären und einer sekundären Wicklung 21 und 22 von Leiterbahnen, die in einen mehrlagigen Schaltungsträger 1 eingebettet sind. Als Träger einer ausgedehnteren Schaltung besitzt die Platine 1 zusätz- liehe oberflächliche Metallisierungslagen 111 bis 118 sowie eingebettete Metallisierungslagen 121, 122. Die oberflächlichen und die eingebetteten Lagen sind mit Hilfe metallischer Durchkontaktierung 131 bis 134 elektrisch leitfähig verbunden. Der Transformator wird beidseitig mit Ferritplatten 311, 321 ausgestattet. Über den Stand der Technik hinausgehend werden diese Ferritplatten aus niedrig sinternder LTCC- Keramik hergestellt, beispielsweise aus MnZn-Ferrit oder NiZnCu-Ferrit . Es besteht die Möglichkeit, ein- oder mehrlagige Ferritplatten darzustellen. Durch Nutzung der kerami- sehen Mehrlagentechnik können die Ferritplatten mit dielektrischen, isolierenden Deckschichten 312, 313 bzw. 322, 323 und zusätzlich mit Durchkontaktierungen 3111, 3112 bzw. 3211, 3212 sowie Leiterbahnen 3121 bis 3134 bzw. 3221 bis 3234 versehen werden. Sie besitzen damit die Merkmale eigen- ständiger Schaltungsträger 31 bzw. 32 (Ferritplatinen) . Wesentlich ist für die Erzielung ausreichender Isolation zwischen den oberflächlichen Kontaktflächen, beispielsweise 3222 und 3223 die Aufbringung der dielektrischen Isolatorschichten 312, 313 bzw. 322, 323, die vorzugsweise aus einem kerami-
sehen Material bestehen. Eine Ferritplatte ist zumindest einseitig, vorzugsweise jedoch beidseitig in einem Sinterverfahren mit derartigen dielektrischen Isolatorschichten versehen und bildet damit ein Element, welches auf den eigentlichen ein- oder mehrlagigen Schaltungsträger 1, die Platine, mittels Löt- oder Klebeverbindungen 411 bis 414 bzw. 421 bis 424 so angebracht wird, dass neben der mechanischen Befestigung an den Kontaktflächen auch eine elektrisch leitfähige Verbindung zwischen der jeweiligen Ferritplatine und der Hauptpla- tine entsteht. Diese Aufbringung von in Temperatur belastenden Verfahren hergestellten beschichteten Ferritplatten geschieht vorzugsweise beiderseits des dielektrischen Schaltungsträgers 1.
Damit wird eine elektrisch isolierte Oberfläche mit strukturierten Leiterbahnen auf der ansonsten halbleitenden Ferritkeramik der Ferritplatten realisiert, die Bestandteil des gesamten Schaltungslayouts ist und somit platzsparend mit SMD- Elementen 511 bis 523 bestückt werden kann. Die Lagen des ein- oder mehrlagigen dielektrischen Schaltungsträgers 1 können beispielsweise aus organischem oder keramischen Material oder aus einem Verbundmaterial bestehen.
Die Verbindungstechnik 41, 42, mit der die Ferritplatten 31, 32 auf dem dielektrischen Schaltungsträger 1 befestigt werden, muss mechanischen, elektrischen und thermischen Anforderungen genügen. Entsprechend sind Klebstoffe wie Epoxid- Kleber oder Lote wie Hartlot oder nano-technologisches Silberlot vorteilhaft einsetzbar. Durch die im Rahmen der LTCC- Technolgie erzielbare Isolation der Ferritplatten mit Hilfe einer oder mehrerer dielektrischer Isolatorschichten 312, 313, 322, 323, insbesondere bestehend aus dielektrischer Keramik, sowie die gleichzeitig einbrennbare Oberflächenmetallisierung 3121 bis 3234, wird eine bestückbare und einfach kontaktierbare Oberfläche des Transformators erzielt.
Alternativ zu den elektrischen Durchkontaktierungen 3111, 3112 bzw. 3211, 3212 innnerhalb der Ferritplatinen kann die Oberflächenmetallisierung 111 bis 118 auf der Hauptplatine
auch mit Hilfe von Bonddrähten mit derjenigen auf den Ferritplatinen verbunden werden.
In der LTCC-Technologie werden zunächst einzelne Grünfolien verarbeitet. Für die meist vertikalen Durchkontaktierungen werden mit Hilfe von Lasern oder mechanischen Stanzwerkzeugen Öffnungen in die Folie eingebracht, wobei eine Auffüllung mittels Schablonendruck mit leitfähiger Metallpaste geschieht. Planare Leitungsstrukturen werden auf der Folien- Oberfläche durch Siebdruck hergestellt und anschließend werden typischer Weise zehn bis zwanzig Folien aufeinander laminiert und gesintert. Damit wird ein hermetisch dichter mehrlagiger Schaltungsträger dargestellt.
Bei ausschließlicher Verwendung von hoch temperaturstabiler
Aufbau- und Verbindungstechnik wie z.B. Hartlöten oder Drahtbonden in Verbindung mit anorganischen, keramischen Mehrlagenplatinen wird der thermische Einsatzbereich der Schaltung bis zur Curietemperatur des Ferritmaterials erweitert, welche typischer Weise bei 250°Celsius liegt.
Durch Weiterentwicklung der Ferritplatten zu bestückbaren Ferritplatinen wird die sonst unbrauchbare Fläche des Transformators bzw. der Spule für die Bestückung mit oberflächen- montierbaren Bauelementen/ SMD im niederfrequenten Bereich nutzbar. Dadurch kann an anderer Stelle Platinenfläche eingespart werden und die gesamte Schaltung kann verkleinert werden .
Der in den Fig. 1 und 2 dargestellte Stand der Technik teilt sich in eine Kernstruktur entsprechend Fig. 1 und in eine Plattenstruktur entsprechend Fig. 2. Die Basis für die Weiterentwicklung zur Darstellung der Erfindung ist die Plattenstruktur. Sie hat sich durch prozesstechnische Vereinfachung für Anwendungen bei höherer Frequenz (MHz) aus der früheren, niederfrequenter betriebenen (10OkHz) Kernstruktur nach Fig. 1 entwickelt. Die in Fig. 2 dargestellten Ferritplatten 2 werden im Bereich eines Transformators mit den Spulen 8 beiderseits eines dielektrischen Schaltungsträgers 1 platziert.
Entsprechend Fig. 3 und Fig. 4 stellt sich eine Schaltungsanordnung entsprechend der Erfindung wie folgt dar: Auf der Basis eines mindestens eine planare Spule 21, 22 ent- haltenden ein- oder mehrlagigen dielektrischen Schaltungsträgers 1, beispielsweise einer Platine aus Keramik oder Epoxidharz, werden die Ferritplatinen 31, 32 beidseitig zum dielektrischen Schaltungsträger 1 im Bereich der Spule bzw. eines planaren Transformators angebracht. Die Ferritplatinen 31, 32 werden mit Löt- oder Klebeverfahren 41, 42 auf dem dielektrischen Schaltungsträger 1 befestigt. In einer Vorstufe dazu werden die Ferritplatten 311, 321 als Mehrschichtkörper aus einzelnen ferritischen Grünfolien aufgebaut und durch Thermokompression mit isolierenden dielektrischen Grünfolien 312, 313, 322, 323 zu einem Verbundkörper 31, 32 laminiert. Die Grünfolien werden vor dem Laminieren einzeln mit ausgestanzten und leitfähig verfüllten Durchkontaktierungen sowie siebgedruckter Oberflächenmetallisierung versehen. Die Verbundkörper 31, 32 werden einzeln bei niedriger Sintertempera- tur von beispielsweise 900°Celsius gebrannt. Dies gelingt spannungs- und rissfrei auf Basis wechselseitig angepassten Sinter- und Wärmeausdehnungsverhaltens der Metallpasten und der ferritischen bzw. dielektrischen Folien.
Oberflächenmontierbare Bauelemente 511 bis 523 können auf dem dielektrischen Schaltungsträger 1 und, was wesentlich ist, auch auf den Ferritplatinen 31, 32 montiert werden. Elektrische Anschlüsse können mit Hilfe der Durchkontaktierungen 3111 bis 3212 über die leitfähigen Verbindungselemente 41, 42 aus der Oberflächenmetallisierung 111 bis 118 der Hauptplatine 1 erfolgen.
Figur 4 zeigt die in Figur 3 dargestellten Teile im zusammen gebauten Zustand. Die Bezugszeichen sind der Figur 3 zu entnehmen .
Die Prozesstemperatur in der LTCC-Technologie bzw. die Sintertemperatur beträgt ca. 900°Celsius. In Zusammenhang mit dieser Technologie können Materialien wie Silber günstig verarbeitet werden. Möglich ist auch der Einsatz der sogenannten
HTCC-Technologie/ High Temperature Cofired Ceramics, wobei Molybdän, Wolfram und Platin als Leiter eingesetzt werden. Der prinzipielle Schaltungsaufbau geschieht in der gleichen Weise wie bei LTCC-Technologie/ Low Temperature Cofired Cera- mies.
Literaturverzeichnis
[1] SATO T, YOKOYAMA H, YAMASAWA K, TOYA K, KOBAYASHI S, MI- NAMISAWA T: "Multilayered transformer utilizing Mn-Zn ferrite and its application to a forward-type DC-DC con- verter." Electrical Engineering in Japan 2001; 135; 1-8
[2] WAFFENSCHMIDT E, JACOBS J: "Planar resonant multi-output transformer for printed cireuit board Integration. Pro- ceedings of the 39th Annual Power Electronics Special- ists Conference (PESC) 2008: 4222-4228