Schließ System
Die Erfindung betrifft ein Schließ System, insbesondere für ein Zündschloss eines Kraftfahrzeugs, mit dessen Hilfe ein Schloss mit Hilfe eines dafür bestimmten Schlüssels geöffnet werden kann. Aus DE 10 2005 042 68 AI ist ein Schließsystem für ein Zündschloss eines Kraftfahrzeugs bekannt, bei dem ein Schlüssel mit einem im Wesentlichen viereckigen Querschnitt verwendet wird, der an sämtlichen Außenseiten mit einem Codierkanal oder einem Codiersteg versehen ist, um radial bewegliche Zuhaltungen eines in ein Schließzylindergehäuse drehbar aufgenommenen Schließzylinders in eine Position zu bewegen, in der die Zuhaltungen nicht mehr in einem Zuhaltekanal des Schließzylindergehäuses aufgenommen sind, so dass der
Schließzylinder zum Zünden der Brennkraftmaschine des Kraftfahrzeugs relativ zum Schließzylindergehäuse gedreht werden kann. Zum Starten der Brennkraftmaschine des Kraftfahrzeugs ist in der Regel eine Drehung des Schlüssels um ca. 90° vorgesehen. Aus Sicherheitsgründen ist es gewünscht, den Schlüssel nur bei ausgeschalteter Brennkraftmaschine aus dem Schließ System abziehen zu können.
Es ist die Aufgabe der Erfindung, ein Schließ System, insbesondere für ein Zündschloss eines Kraftfahrzeugs zu schaffen, das ein Abziehen eines Schlüssels aus dem Schließsystem in einer ungewünschten Stellung des Schlüssels verhindert.
Die Lösung der Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1. Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
HD 40136 / AH:GR
Das erfindungsgemäße Schließsystem, insbesondere für ein Zündschloss eines Kraftfahrzeugs, weist ein Schließzylindergehäuse und einen von dem Schließzylindergehäuse aufgenommenen, relativ zum Schließzylindergehäuse drehbaren Schließzylinder auf. Ferner sind mindestens eine mit Hilfe eines in dem Schließzylinder eingesteckten Schlüssels radial verschiebbare erste Zuhaltung und mindestens eine mit Hilfe des in dem Schließzylinder eingesteckten Schlüssels radial verschiebbare zweite Zuhaltung vorgesehen, wobei die zweite Zuhaltung in einer von der ersten Zuhaltung verschiedenen Richtung radial verschiebbar ist. Das Schließzylindergehäuse weist einen ersten Zuhaltekanal zur Aufnahme der ersten Zuhaltung und einen zweiten Zuhaltekanal zur Aufnahme der zweiten Zuhaltung auf. Erfindungsgemäß ist eine Breite der ersten Zuhaltung quer zur radialen Bewegungsrichtung größer als eine Öffnungsbreite des zweiten Zuhaltekanals quer zur radialen Bewegungsrichtung.
Da die Breite der ersten Zuhaltung größer als die Breite des zweiten Zuhaltekanals ist, kann die erste Zuhaltung von dem zweiten Zuhaltekanal nicht aufgenommen werden. Dadurch wird vermieden, dass beispielsweise nach einer Drehung des Schlüssels um ca. 90° die erste Zuhaltung von dem zweiten Zuhaltekanal aufgenommen wird und gleichzeitig die zweite Zuhaltung von dem ersten Zuhaltekanal aufgenommen wird, so dass der Schlüssel in dieser Stellung aus dem Schließsystem abgezogen werden könnte. Dadurch kann insbesondere verhindert wer- den, dass bei einem Zündschloss eines Kraftfahrzeugs der Schlüssel bei laufendem Motor aus dem für das Zündschloss verwendete Schließsystem abgezogen werden kann. Statt dessen ist sichergestellt, dass der Schlüssel zurück in die 0°-Stellung oder ggf. in eine 180°-Stellung gedreht werden muss, bevor der Schlüssel wieder abgezogen werden kann. In den dazwischen liegenden Winkelstellungen wird der Schlüssel durch den Kontakt eines Codierstegs oder Codierkanals des Schlüssels an der ersten Zuhaltung gesperrt, so dass der Schlüssel nicht in axialer Richtung aus dem Schließzylinder herausgezogen werden kann. Dadurch ist verhindert, dass der Schlüssel in einer ungewünschten Stellung aus dem Schließsystem abgezogen werden kann.
Insbesondere gilt für ein Verhältnis R der Öffnungsbreite des zweiten Zuhaltekanals zur Breite der ersten Zuhaltung 0,5 < R < 1,0, insbesondere 0,6 < R < 0,99, vorzugsweise
0,7 < R < 0,95 und besonders bevorzugt 0,8 < R < 0,90. Dies ermöglicht bei einem ver- gleichsweise geringen Bauraum zur Ausbildung der Zuhaltekanäle einen hinreichend großen Kontakt der ersten Zuhaltung an der außerhalb der Zuhaltekanäle vorgesehenen nach radial innen weisenden Innenfläche des Schließzylindergehäuses, so dass die erste Zuhaltung nicht an dem Zuhaltekanal hakt. Insbesondere kann die Erstreckung der ersten Zuhaltung am radialen äußeren Ende in Umfangsrichtung so groß gewählt sein, dass auch bei abgerundeten Kan- ten und/oder Einführungsschrägen am radial inneren Ende des zweiten Zuhaltekanals die erste Zuhaltung nicht an dem zweiten Zuhaltekanal hakt und/oder teilweise in den zweiten Zuhaltekanal eindringen kann.
Vorzugsweise ist zwischen der ersten Zuhaltung und dem ersten Zuhaltekanal eine Spielpas- sung, insbesondere H7/h6, H7/f6 oder F8/h6, und/oder zwischen der zweiten Zuhaltung und dem zweiten Zuhaltekanal eine Spielpassung, insbesondere H7/h6, H7/f6 oder F8/h6, ausgebildet. Durch die Spielpassung wird die radiale Bewegung der jeweiligen Zuhaltung in dem zugehörigen Zuhaltekanal erleichtert, so dass die Zuhaltung in dem jeweiligen Zuhaltekanal nicht unbeabsichtigt festklemmen kann. Gleichzeitig ist sichergestellt, dass trotz der Spielpas- sung die erste Zuhaltung so breit ist, dass die erste Zuhaltung auch bei einem toleranzbedingten maximalen Spiel nicht in den zweiten Zuhaltekanal hineingleiten kann.
Besonders bevorzugt weist die erste Zuhaltung eine Nase zum Führen in einem Codierkanal des Schlüssels auf und die zweite Zuhaltung weist eine Aussparung zum Führen eines Codier- Stegs des Schlüssels auf. Alternativ weist die erste Zuhaltung eine Aussparung zum Führen an einem Codiersteg des Schlüssels auf und die zweite Zuhaltung weist eine Nase zum Führen in einem Codierkanal des Schlüssels auf. Dadurch, dass bei der ersten Zuhaltung und bei der zweiten Zuhaltung kinematisch unterschiedliche Nut/Feder- Verbindungen mit dem Schlüssel
ausgebildet werden können, wird ein unberechtigtes Öffnen, das heißt relatives Drehen des Schließzylinders zum Schließzylindergehäuse, des Schließsystems mit einem entsprechenden Einbruchswerkzeug erschwert. Ferner ist es möglich, einen Schlüssel vorzusehen, der im Querschnitt im Wesentlichen rechteckig ausgebildet ist, so dass an einer breiten Außenseite des Schlüssels der Codierkanal und an einer schmalen Außenseite des Schlüssels der Codiersteg ausbildet werden kann. Die Größe des Schlüssels kann dadurch vergleichsweise klein gewählt sein und dennoch eine hinreichend große Variation von radial unterschiedlichen Stellungen für die verwendete Zuhaltung ermöglichen. Gleichzeitig kann ein derartiger Schlüssel einfach hergestellt werden. Vorzugsweise ist der Schlüssel als Wendeschlüssel mit an gege- nüberliegenden Seiten identisch ausgeformten Konturen ausgestaltet. Das Schließsystem kann zur Aufnahme eines Wendeschlüssels angepasst sein.
Insbesondere ist der erste Zuhaltekanal zu dem zweiten Zuhaltekanal um einen Winkel α in Umfangsrichtung versetzt, wobei der Winkel α 45° < α < 155°, insbesondere 60° < α < 140°, vorzugsweise 75° < α < 125° und besonders bevorzugt α = 90° ± 5° beträgt. Zur Berechnung des Winkels α wird jeweils der Winkel zwischen zwei gedachten Linien verwendet, die von der Mitte des jeweiligen Zuhaltekanals in Umfangsrichtung durch die Drehachse des Schließzylinders verlaufenden. Bei einem Schlüssel mit einem im Wesentlichen rechteckförmigen Querschnitt bietet es sich an, den ersten Zuhaltekanal und den zweiten Zuhaltekanal um ca. 90° zueinander in Umfangsrichtung zu versetzen, um eine möglichst große Wandstärke zwischen dem ersten Zuhaltekanal und dem zweiten Zuhaltekanal auszubilden. Es ist aber auch grundsätzlich möglich, dass der Schlüssel mehr als vier Außenseiten aufweist, so dass an entsprechend mehr Außenseiten Codierstege und/oder Codierkanäle und für das Schließzylindergehäuse mehr als zwei Zuhaltekanäle vorgesehen werden können. Beispielsweise kann der Schlüssel einen sechseckigen Querschnitt aufweisen und drei Zuhaltekanäle können um einen Winkel α von 120° und/oder 60° zueinander versetzt sein.
Besonders bevorzugt sind mindestens zwei erste Zuhaltungen und mindestens zwei zweite Zuhaltungen in axialer Richtung alternierend angeordnet. Durch die Änderung der Bewegungsrichtung nachfolgender Zuhaltungen wird ein unberechtigtes Öffnen des Schließsystems mit einem Einbruchswerkzeug erschwert. Ferner weist der den ersten Zuhaltungen bezie- hungs weise den zweiten Zuhaltungen zugeordnete Codiersteg oder Codierkanal in axialer Richtung eine entsprechend große Wegestrecke bis zur nächsten Zuhaltung auf. Der erhöhte axiale Abstand der zugeordneten Zuhaltungen ermöglicht es, eine deutlich veränderte radiale Positionierung der Zuhaltung herbeizuführen, ohne ein Haken der jeweiligen Zuhaltung an dem Codiersteg beziehungsweise in dem Codierkanal befürchten zu müssen. Da sich dadurch die Öffnungsposition nachfolgender erster Zuhaltungen und nachfolgender zweiter Zuhaltungen deutlich unterscheiden können, lassen sich entsprechend mehr unterschiedliche Kombinationsmöglichkeiten von Öffnungspositionen vorsehen, die ein unberechtigtes Öffnen des Schließ Systems erschweren. In einer bevorzugten Ausführungsform weist der erste Zuhaltekanal und/oder der zweite Zuhaltekanal einen nach radial innen weisenden Absatz auf, wobei insbesondere mehr als ein Absatz auf Höhe unterschiedlicher Zuhaltungen mit unterschiedlichen radialen Erstreckungen vorgesehen sind. Durch den Absatz kann die maximal mögliche Einstecktiefe einer bestimmten Zuhaltung in dem zugeordneten Zuhaltekanal reduziert werden, wobei die Reduzierung der maximalen Einstecktiefe, insbesondere bei unterschiedlichen Zuhaltungen unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann. Ein unberechtigtes Öffnen des Schließsystems mit einem Einbruchswerkzeug wird dadurch erschwert, da die tatsächliche Einstecktiefe einer Zuhaltung in dem zugeordneten Zuhaltekanal ohne Kenntnis der Ausgestaltung des Absatzes nicht genau ermittelt werden kann.
Insbesondere weist mehr als eine Zuhaltung eine nach radial außen weisende Nut zur insbesondere nur teilweisen Aufnahme des Absatzes auf, wobei die Erstreckung von mindestens zwei Nuten unterschiedlicher Zuhaltung unterschiedlich lang sind. Durch die mit dem Absatz
des Zuhaltekanals zusammenwirkende Nut kann ebenfall die maximale Einstecktiefe einer Zuhaltung in den Zuhaltekanal verändert werden, so dass das unberechtigte Öffnen des Schließsystems mit einem Einbruchswerkzeug erschwert ist. Insbesondere ist es möglich, den Absatz als einen in axialer Richtung verlaufenden durchgängigen Steg auszubilden, der insbe- sondere in radialer Richtung eine konstante Erstreckung aufweist. Die Variation der maximal möglichen Einstecktiefe kann in diesem Fall ausschließlich durch die Gestaltung der in den Zuhaltungen vorgesehen Nuten erreicht werden.
Insbesondere weisen der erste Zuhaltekanal und/oder der zweite Zuhaltekanal einen Einführungseinlauf für die zugeordnete Zuhaltung auf. Dadurch kann die jeweilige Zuhaltung leichter in dem Zuhaltekanal hereingleiten und herausgleiten. Ein plötzliches Sperren des Schließsystems oder ein Haken wird dadurch vermieden. Insbesondere ist gleichzeitig sichergestellt, dass trotz des Einführungseinlaufs die erste Zuhaltung so breit ist, dass die erste Zuhaltung nicht in den zweiten Zuhaltekanal ganz oder teilweise hineingleiten kann.
Vorzugsweise sind die erste Zuhaltung und/oder die zweite Zuhaltung über ein Federelement radial vorgespannt. Das Federelement kann sich an dem Schließzylinder abstützen. Insbesondere kann über einen von der Zuhaltung abstehenden Ansatz eine Federkraft auf die Zuhaltung ausgeübt werden. Durch das Federelement kann eine nach radial außen wirkende Federkraft auf die jeweilige Zuhaltung ausgeübt werden, so dass die Zuhaltungen bei abgezogenem Schlüssel automatisch in den Zuhaltekanälen eingesteckt sind und ein Drehen des Schließzylinders verhindern.
Besonders bevorzugt sind für die erste Zuhaltung und/oder für die zweite Zuhaltung an radial einander gegenüberliegenden Seiten jeweils ein entsprechender zugeordneter Zuhaltekanal vorgesehen. Wenn die jeweilige Zuhaltung aus dem einen zugeordneten Zuhaltekanal zu weit herausgezogen ist, kann diese Zuhaltung in den radial gegenüberliegenden Zuhaltekanal ein-
dringen und eine Drehung des Schließzylinders verhindern. Ein unberechtigtes Öffnen des Schließ Systems mit einem Einbruchswerkzeug wird dadurch erschwert.
Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele exemplarisch erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 : eine schematische perspektivische Ansicht eines Schlüssels mit zwei Zuhaltungen,
Fig. 2: eine schematische Längsschnittansicht des erfindungsgemäßen Schließsystems,
Fig. 3: eine schematische Querschnittansicht eines Schließzylindergehäuses des Schließsystems aus Fig. 2,
Fig. 4: eine schematische Querschnittansicht des Schließ Systems aus Fig. 2 in einer ersten Stellung und
Fig. 5: eine schematische Querschnittansicht des Schließ Systems aus Fig. 4 in einer zweiten Stellung. Der in Fig. 1 exemplarisch dargestellte Schlüssel 10 ist im Querschnitt im Wesentlichen rechteckig und bildet im dargestellten Ausführungsbeispiel an seinen Kanten 12 Codierstege 14 aus. Der Schlüssel 10 kann in hinreichend große Einführöffnungen 16 einer ersten Zuhaltung 18 und einer zweiten Zuhaltung 20 eingesteckt werden. Die verschiedenen Codierstege 14 werden von entsprechenden Aussparungen 22 der jeweiligen Zuhaltung 18, 20 aufgenom- men. Durch die entsprechende Konturierung des Codierstegs 14 können die Zuhaltungen 18, 20 in einer radialen Richtung zu einem Schließsystem 24 bewegt werden, wobei die Bewegungsrichtung der ersten Zuhaltung 18 von der Bewegungsrichtung der zweiten Zuhaltung 20 verschieden ist.
Wie in Fig. 2 dargestellt weist das erfindungsgemäße Schließsystem 24 ein Schließzylindergehäuse 26 auf, in dem ein Schließzylinder 28 drehbar aufgenommen ist. Der Schließzylinder 28 weist gegenüberliegend zu einer Einstecköffnung 30 für den Schlüssel 10 ein Betätigungsende 32 auf, das bei einer Drehung eine Aktion auslöst, beispielsweise einen Riegel eines Schlosses bewegt oder die Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeugs startet. In dem Schließzylinder 28 sind in alternierender Reihenfolge mehrere erste Zuhaltungen 18 und mehrere zweite Zuhaltungen 20 radial verschiebbar in entsprechenden Schlitzen des Schließzylinders 28 aufgenommen. Die Zuhaltungen 18, 20 sind im gesperrten Zustand, das heißt wenn der Schließzylinder 28 nicht relativ zu dem Schließzylindergehäuse 26 gedreht werden kann, durch das Schließzylindergehäuse 26 arretiert. Wie in Fig. 3 dargestellt weist das Schließzylindergehäuse 26 hierzu an radial gegenüberliegenden Seiten jeweils einen ersten Zuhaltekanal 34 zur Aufnahme der ersten Zuhaltung 18 und an radial gegenüberliegenden Seiten jeweils einen zweiten Zuhaltekanal 36 zur Aufnahme der zweiten Zuhaltung 20 auf. Der erste Zuhaltekanal 34 und der zweite Zuhaltekanal 36 sind im dargestellten Ausführungsbeispiel im Wesentlichen um ca. 90° zueinander in Umfangsrichtung versetzt. Der erste Zuhaltekanal 34 weist eine erste Öffnungsbreite a auf, die größer als die zweite Öffnungsbreite b des zweiten Zuhaltekanals 36 ist. Unter Berücksichtigung, dass zwischen der jeweiligen Zuhaltung 18, 20 und dem zugeordneten Zuhaltekanal 34, 36 eine Spielpassung vorgesehen sein kann, entsprechend die Öffnungsbreiten a, b der Zuhaltungen 34, 36 im Wesentlichen der Breiten a, b der zugeordneten Zuhaltungen 18, 20 quer zu ihrer radialen Bewegungsrichtung. Im dargestellten Ausführungsbeispiel weisen die Zuhaltekanäle 34, 36 jeweils einen nach radial innen weisenden Absatz 38 auf, der teilweise in eine korrespondierende Nut 40 der Zuhaltungen 18, 20 eingesteckt werden kann, um als Abtastschutz die tatsächliche maximale Eindringtiefe der Zuhaltung 18, 20 verschleiern zu können. Die Zuhaltungen 18, 20 können ferner mit Hilfe einer Feder 42 in radialer Richtung vorgespannt sein.
Bei der in Fig. 4 dargestellten Ausgangsstellung, das heißt der 0°-Stellung, sind im vollständig eingesteckten Zustand des Schlüssels 10 in dem Schließsystem 24 die Zuhaltungen 18, 20 derart radial bewegt worden, dass keine der Zuhaltungen 18, 20 mehr in den Zuhaltekanälen 34, 36 eingesteckt ist. In dieser Stellung kann der Schlüssel 10 zusammen mit dem Schließzy- linder 28 relativ zum Schließzylindergehäuse 26 gedreht werden.
Bei der in Fig. 5 dargestellten Stellung des Schließ Systems 24 sind der Schlüssel 10 und der Schließzylinder 28 im Vergleich zu der in Fig. 4 dargestellten Stellung des Schließ Systems 24 um ca. 90° in Umfangsrichtung gedreht worden. In dieser Stellung kann die zweite Zuhaltung 20 in den ersten Zuhaltekanal 34 gleiten, da die Breite b der zweiten Zuhaltung 20 kleiner als die Öffhungsbreite a des ersten Zuhaltekanals 34 ist. Allerdings kann in dieser Stellung die Zuhaltung 18 aufgrund ihrer großen Breite a nicht in den zweiten Zuhaltekanal 36 mit der kleinen Öffnungsbreite b hineingleiten. Da die erste Zuhaltung 18 nicht in den zweiten Zuhaltekanal 36 hineingeraten kann, ist die erste Zuhaltung 18 in radialer Richtung unbeweglich, so dass der Schlüssel 10 nicht aus dem Schließzylinder 28 abgezogen werden kann. Der in der Aussparung 22 geführte Codiersteg 14 würde in diesem Fall an der ersten Zuhaltung 18 blockieren.