Thermoelektrisches Element
Die Erfindung betrifft ein Thermoelektrisches Element mit mindestens einem Thermopaar, das einen n-dotierten und einen p-dotierten Thermoschenkel aus Halbleitermaterial aufweist, wobei sich die Thermoschenkel zwischen einer heißen und einer kalten Seite des thermoelektrischen Elementes erstrecken und unterschiedlich hohe Temperaturen zwischen der heißen und der kalten Seite anlegbar bzw. abgreifbar sind und das
thermoelektrische Element einen Träger umfasst.
Die Wirkungsweise thermoelektrischer Elemente beruht auf dem thermoelektrischen Effekt:
Beim Seebeck-Effekt entsteht zwischen zwei Punkten eines elektrischen Leiters bzw. Halbleiters, die eine verschiedene Temperatur haben, eine elektrische Spannung. Während der Seebeck-Effekt das Entstehen einer Spannung beschreibt, tritt der Peltier-Effekt ausschließlich durch das Fließen eines äußeren Stromes auf. In einem stromdurchflossenen Thermopaar treten immer beide Effekte auf. Der Peltier-Effekt tritt auf, wenn zwei Leiter oder Halbleiter mit unterschiedlichen elektronischen Wärmekapazitäten in Kontakt gebracht werden und durch einen von außen angelegten elektrischen Strom
Elektronen aus dem einen Leiter / Halbleiter in den anderen fließen. Mit geeigneten Materialien, insbesondere Halbleiter- Materialien gelingt es, mit elektrischem Strom
Temperaturdifferenzen zu erzeugen oder umgekehrt aus
Temperaturdifferenzen elektrischen Strom zu erzeugen.
Die direkte Wandlung von Wärme in elektrische Energie ist mit einem thermoelektrischen Generator mit mehreren
thermoelektrischen Elementen möglich. Die thermoelektrischen Elemente bestehen vorzugsweise aus unterschiedlich dotierten Halbleitermaterialien, wodurch sich die Effizienz gegenüber Thermoelementen mit zwei unterschiedlichen und an einem Ende
miteinander verbundenen Metallen, wesentlich steigern lässt. Gebräuchliche Halbleitermaterialien sind Bi2Te3, PbTe, SiGe, BiSb oder FeSi2. Um ausreichend hohe Spannungen zu erhalten, werden mehrere thermoelektrische Elemente zu einem Modul zusammengefasst und elektrisch in Reihe und ggf. auch
parallel geschaltet.
Ein herkömmliches thermoelektrisches Element besteht aus zwei oder mehreren kleinen Quadern aus p- und n-dotiertem
Halbleitermaterial, die abwechselnd oben und unten durch Metallbrücken miteinander verbunden sind. Die Metallbrücken bilden zugleich die thermischen Kontaktflächen auf einer heißen bzw. kalten Seite des thermoelektrischen Elementes und sind zumeist zwischen zwei im Abstand zueinander angeordneten Keramikplatten angeordnet. Jeweils ein n-dotierter und ein p- dotierter Quader, auch als Thermoschenkel bezeichnet, bilden ein Thermopaar, wobei sich die Quader zwischen der heißen und der kalten Seite des thermoelektrischen Elementes erstrecken. Die unterschiedlich dotierten Quader sind durch die
Metallbrücken so miteinander verbunden, dass sie eine
Reihenschaltung ergeben.
Sofern den Quadern ein elektrischer Strom zugeführt wird, kühlen sich abhängig von der Stromstärke und Stromrichtung die Verbindungsstellen der Quader auf der einen Seite ab, während sie sich auf der gegenüberliegenden Seite erwärmen. Der angelegte Strom erzeugt damit eine Temperaturdifferenz zwischen den Keramikplatten. Wird indessen eine
unterschiedlich hohe Temperatur an den gegenüberliegenden Keramikplatten angelegt, wird abhängig von der
Temperaturdifferenz ein Stromfluss in den Quadern des
thermoelektrischen Elementes hervorgerufen.
Die Kantenlängen der Quader in sämtlichen Richtungen betragen etwa 1 - 3 mm. Die Form der Quader ist annähernd an einen Würfel angenähert. Die erhebliche Dicke der Quader ist
erforderlich, da diese nicht nur zur Erzielung des thermoelektrischen Effektes dienen, sondern darüber hinaus für die mechanische Stabilität des thermoelektrischen
Elementes sorgen. Insbesondere stützen sich auf den als Verbindungsstellen dienenden Metallbrücken die Keramikplatten auf der heißen bzw. kalten Seite des thermoelektrischen
Elementes ab. Die Quader benötigen daher viel
Halbleitermaterial, das zur Erzielung des thermoelektrischen Effektes nicht erforderlich ist. In Folge dessen ist die elektrische und thermische Leistungsdichte bezogen auf die Masse bekannter thermoelektrischer Elemente relativ gering, obwohl die thermische Leistungsdichte bezogen auf die Fläche der thermoelektrischen Module für die meisten Anwendungen zu gross ist.
Die US 2007/0152352 AI offenbart eine thermoelektrische
Vorrichtung mit mehreren Thermopaaren, die jeweils aus einem n-dotierten Thermoschenkel und einem p-dotierten
Thermoschenkel aus Halbleitermaterial bestehen. Die
thermoelektrische Vorrichtung umfasst eine rahmenförmige
Tragstruktur, die eine Öffnung umgibt. In dieser Öffnung der Tragstruktur ist ein Substrat angeordnet. Das Substrat dient der Aufnahme einer elektronischen Einheit, deren Temperatur gezielt über oder unterhalb der Umgebungstemperatur mit Hilfe der thermoelektrischen Vorrichtung gehalten werden soll.
Zwischen diesem Substrat und der das Substrat umgebenden Tragstruktur befindet sich eine thermisch isolierende
Struktur, auf der die Thermoschenkel sämtlicher Thermopaare ausschließlich angeordnet sind. Während des Betriebs der thermoelektrischen Vorrichtung fließt Strom durch die in
Reihe geschalteten Thermopaare. Der Stromfluss bewirkt, dass thermische Energie von dem Substrat zu der Tragstruktur durch die thermisch isolierende Struktur übertragen wird, wodurch das Substrat und die darauf angeordnete elektronische Einheit gekühlt werden.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zu Grunde, ein thermoelektrisches Element mit hoher thermischer Leistungsdichte bezogen auf die Masse zu schaffen, das mit weniger Halbleitermaterial trotzdem eine hinreichende mechanische Stabilität gewährleistet. Die absolute thermische Leistung und Leistungsdichte der
thermoelektrischen Elemente sowie der daraus hergestellten Module soll gut an die bei deren Anwendung anfallenden thermischen Leistungen und Leistungsdichten angepasst werden können .
Die Lösung dieser Aufgabe basiert auf dem Gedanken, den thermoelektrischen Effekt sowie die Tragfunktion der Quader auf zwei Bauteile aufzuspalten. Die Tragfunktion übernimmt ein mehrteiliger Träger, während der thermoelektrische Effekt von auf dem Träger angeordneten Thermoschenkeln ausgeht. Im Einzelnen wird die Aufgabe bei einem thermoelektrischen Element der eingangs erwähnten Art dadurch gelöst, dass
(a) das der Träger einen ersten Trägerteil und einem
zweiten Trägerteil mit hoher Wärmeleitfähigkeit aufweist,
(b) das erste und zweite Trägerteil durch einen Abschnitt mit einer gegenüber den Trägerteilen geringeren
Wärmeleitfähigkeit voneinander getrennt sind,
(c) die auf dem Träger angeordneten Thermoschenkel sich zwischen dem ersten und dem zweiten Trägerteil erstrecken und den Abschnitt mit der geringeren
Wärmeleitfähigkeit überbrücken, wobei einer der
Trägerteile die heiße und der andere Trägerteil die kalte Seite des thermoelektrischen Elementes bilden.
Der Träger kann aus preiswerterem und gegenüber dem
Halbleitermaterial mechanisch stabilerem Material bestehen, so dass die Träger bei gleicher mechanischer Stabilität einen geringeren Bauraum benötigen. Der vorzugsweise als Quader ausgeführte Träger kann bei Verwendung stabilerer Materialien beispielsweise eine geringere Dicke aufweisen, als die herkömmlichen Halbleiter-Quader. Die Thermoschenkel des Thermopaars sind vorzugsweise als
Schicht, insbesondere als Dünnschicht oder als Folie auf dem Träger angeordnet. Es wird daher wesentlich weniger
Halbleitermaterial als bei herkömmlichen thermoelektrischen Elementen benötigt.
Um die Temperaturdifferenz zwischen heißer und kalter Seite des thermoelektrischen Elementes in erster Linie in den
Thermopaaren wirksam werden zu lassen, sind das erste und zweite Trägerteil durch den Abschnitt mit geringerer
Wärmeleitfähigkeit voneinander getrennt. Die Thermoschenkel der Thermopaare erstrecken sich zwischen dem ersten und dem zweiten Trägerteil und überbrücken den Abschnitt mit
geringerer Wärmeleitfähigkeit. Der Abschnitt mit geringerer Wärmeleitfähigkeit entkoppelt die beiden Trägerteile thermisch, so dass der eine Trägerteil die heiße und der andere Trägerteil die kalte Seite des thermoelektrischen Elementes bilden. Der die beiden Trägerteile trennende Abschnitt kann
vollständig oder teilweise aus einem Dämmstoff bestehen.
Sofern der trennende Abschnitt nur teilweise aus dem
Dämmstoff besteht, wird der verbleibende Teil des Abschnitts zwischen erstem und zweitem Trägerteil durch das
Umgebungsgas, insbesondere die Umgebungsluft gebildet, die eine geringe Wärmeleitfähigkeit von 0,0261 W/m*K aufweist.
Eine andere Möglichkeit die Wärmeleitfähigkeit in dem
Abschnitt zwischen den beiden Trägerteilen zu reduzieren besteht darin, dass die beiden Trägerteile durch mindestens einen Steg miteinander verbunden sind. Der im Verhältnis zu den Trägerteilen geringe Querschnitt der Stege bildet einen Wärmewiderstand und setzt damit in dem Abschnitt die
Wärmeleitfähigkeit herab. Produktionstechnisch vorteilhaft befinden sich die insbesondere quaderförmigen Stege bei einem quaderförmigen Träger etwa mittig an zwei gegenüberliegenden Flächen des Quaders. In dem zwischen den Stegen befindlichen, ebenfalls quaderförmigen Durchgang befindet sich ein Gas, insbesondere die Umgebungsluft, mit gegenüber dem ersten und zweiten Trägerteil geringerer Wärmeleitfähigkeit.
Eine noch wirksamere thermische Entkopplung zwischen dem ersten und zweiten Trägerteil wird erreicht, wenn der Steg bzw. die verbindenden Stege aus einem Material mit geringerer Wärmeleitfähigkeit als die Trägerteile bestehen. Zu der verminderten Wärmeleitfähigkeit des Abschnitts infolge des reduzierten Querschnitts der Stege kommt dann noch die materialbedingte Herabsetzung der Wärmeleitfähigkeit hinzu.
Sofern der Abschnitt mit geringerer Wärmeleitfähigkeit teilweise Durchgänge aufweist, wird die Anordnung der
Thermoschenkel auf dem Träger erleichtert, wenn diese auf einem Substrat mit geringer Wärmeleitfähigkeit aufgebracht sind und das Substrat mit seiner die Thermoschenkel
aufweisenden Oberfläche auf dem Träger angeordnet ist. In dem die Durchgänge überbrückenden Bereich übernimmt das Substrat die Tragfunktion für die Thermoschenkel der Thermopaare. Das Substrat kann beispielsweise aus Glas bestehen, dass eine Wärmeleitfähigkeit von 0,76 W/m*K aufweist. Wie bei herkömmlichen thermoelektrischen Elementen sind die unterschiedlich dotierten Thermoschenkel in Reihe geschaltet.
Um den elektrischen Anschlusswiderstand zu reduzieren, sind die in Reihe geschalteten Thermoschenkel auf der kalten Seite mit den beiden elektrischen Kontakten verbunden. Die Kontakte sind vorzugsweise als Kontaktbereiche auf der Oberfläche des Trägerteils angeordnet oder in dessen Oberfläche eingebettet.
Um eine Vielzahl erfindungsgemäßer thermoelektrischer
Elemente miteinander elektrisch zu verschalten, insbesondere diese in einem Modul zusammen zu fassen, weist vorzugsweise einer der beiden Kontakte auf der kalten Seite eine
Durchkontaktierung auf, die zu einem Kontakt auf der
gegenüberliegenden Seite des Trägerteils führt. Der Kontakt auf der gegenüberliegenden Seite kann ebenfalls auf der
Oberfläche des Trägerteils aufgebracht oder in dessen
Oberfläche eingelassen sein.
Als Materialien für den Träger bzw. das erste und zweite Trägerteil kommen insbesondere Werkstoffe der technischen Keramik in Betracht. Die keramischen Werkstoffe weisen die geforderte hohe Wärmeleitfähigkeit bei gleichzeitig guter elektrischer Isolierfähigkeit auf, die zur Vermeidung von Kurzschlüssen zwischen den in Reihe geschalteten Thermopaaren erforderlich ist. Des Weiteren sind keramische Werkstoffe hoch temperaturfest und weisen die für thermoelektrische Elemente wünschenswerte Temperatur-Wechselbeständigkeit auf. Für die Tragfunktion ist die Festigkeit, Härte und
Formbeständigkeit von keramischen Werkstoffen vorteilhaft. Die Korrosions- und Verschleißfestigkeit keramischer
Werkstoffe tragen dem Wunsch nach dauerhaltbaren
thermoelektrischen Elementen Rechnung.
Der keramische Träger, insbesondere das erste und zweite Trägerteil bestehen vorzugsweise aus einer Mehrlagen- Niedertemperatur-Einbrand-Keramik . Niedertemperatur-Einbrand- Keramiken (Low Temperature Cofired Ceramics (LTCC) ) basieren auf einer Technologie zur Herstellung von mehrlagigen
Keramikträgern. Zunächst wird keramisches Pulver zusammen mit Lösungsmitteln und Plastifikatoren zu Folien verarbeitet. Die ungebrannten Folien werden durch Stanzen, Schneiden und ggf. Bedrucken strukturiert. Zur Herstellung von
Durchkontaktierungen werden beispielsweise Durchgangslöcher in die Keramikfolien gestanzt oder mit dem Laser geschnitten.
Die einzelnen Lagen der strukturierten Keramikfolie werden ausgerichtet und in einer Pressform gestapelt. Die
Durchgangslöcher werden mit einer Leitpaste, insbesondere Silber-, Silber/Palladium- oder Goldpaste gefüllt. Der
Vorteil dieser Leitpasten besteht darin, dass sie beim anschließenden Brennen in nahezu gleichem Maße wie die
Keramikfolien schrumpfen. Unter Zufuhr von Wärme,
beispielsweise 70 Grad Celsius und Druck, zum Beispiel 90 bar, werden die Keramikfolien laminiert. Beim Anschließenden Brennen der Keramikfolien verbinden sich die einzelnen Lagen der Keramikfolien fest miteinander. Um die Wärmeleitfähigkeit zu verbessern, können in die
Mehrlagen-Niedertemperatur-Einbrand-Keramik Lagen zur
Verbesserung der Wärmeleitfähigkeit der Trägerteile
eingebettet werden. Als Lagen kommen insbesondere
Metallisierungslagen, jedoch auch Lagen aus Silizium,
Alluminiumnitrit oder Alluminiumoxid in Betracht. Die Lagen aus Aluminiumnitrit und Aluminiumoxid verbessern die
Wärmeleitfähigkeit, sind jedoch elektrisch isolierend. Sie kommen daher insbesondere auf der heißen Seite des
thermoelektrischen Elementes zum Einsatz. Die Verbindung zwischen den eingebetteten Lagen und den Keramikfolien erfolgt beispielsweise mittels Reaktivlot bzw. Glaslot. Die Wärmeleitfähigkeit kann zusätzlich durch Durchgänge
verbessert werden, die wie die Durchkontaktierungen mit metallischen Werkstoffen gefüllt sind.
Um die elektrische Ausgangsleistung zu steigern, können mehrere thermoelektrische Elemente gemäß der Erfindung elektrisch und mechanisch in einem Modul miteinander
verbunden werden. Vorzugsweise sind die das Modul bildenden, thermoelektrischen Elemente als plattenförmige Quader
ausgebildet, die zu einem Stapel zusammengefasst sind. Jedes thermoelektrische Element des Moduls weist vorzugsweise
Kontaktierungen auf den gegenüberliegenden Seiten des plattenförmigen Trägerteils auf der kalten Seite auf, die mit den Kontaktierungen des jeweils angrenzenden plattenförmigen thermoelektrischen Elementes in Berührung gelangen, so dass die thermoelektrischen Elemente des Moduls in Reihe oder parallel geschaltet sind.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Figuren näher erläutert . Es zeigen:
Figur 1 auf einem Substrat als Schi
Thermopaare für ein erfindu
thermoelektrisches Element,
Figur 2a eine Vorder- und Seitenansicht eines Trägers des thermoelektrischen Elementes, Figur 2b eine Rückansicht des Trägers des erfindungsgemäßen thermoelektrischen Elementes,
Figur 2c eine Aufsicht auf das erfindungsgemäße
thermoelektrische Element,
Figur 3 eine schematische perspektivische Ansicht eines
zweiten Ausführungsbeispieles eines
thermoelektrischen Elementes, bei dem die Thermoschenkel auf einer Seite des Trägers angeordnet sind,
eine schematische perspektivische Ansicht eines dritten Ausführungsbeispieles eines
thermoelektrischen Elementes, bei dem die Thermoschenkel auf zwei gegenüberliegenden Seiten des Trägers angeordnet sind, ein thermoelektrisches Element nach Figur 4 mit verbesserter thermischer Leitfähigkeit, mehrere thermoelektrische Elemente, die zu einem Stapel zusammengefasst sind sowie
Figur 7 eine Möglichkeit zur Anordnung mehrerer
thermoelektrischer Elemente zwischen zwei im
Abstand zueinander angeordneten keramischen
Platten, um ein Modul aufzubauen.
Figur 1 zeigt drei Thermopaare (1), die auf einem Substrat (2) als Schicht aufgebracht sind. Das Substrat (2) ist beispielsweise eine rechteckige Glasplatte, die eine geringe Wärmeleitfähigkeit aufweist. Jedes Thermopaar (1) umfasst einen n-dotierten Thermoschenkel (3a) und einen p-dotierten Thermoschenkel (3b) aus einem Halbleitermaterial. Die n- und p-dotierten Thermoschenkel (3 a, b) sind an
gegenüberliegenden Verbindungsstellen (4, 5) elektrisch in Reihe geschaltet.
Die Reihenschaltung der n- und p-dotierten Thermoschenkel (3 a, b) ist an ihrem Ein- und Ausgang mit zwei elektrischen Kontakten (6, 7) verbunden, die als Kontaktbereiche auf der Oberfläche des Substrats (2) als metallische Schicht
aufgebracht sind.
Die Figuren 2 a, 2 b zeigen einen Träger (8) des
erfindungsgemäßen thermoelektrischen Elementes. Der Träger (8) weist insgesamt die Form eines Quaders auf. Aus der in Figur 2 a dargestellten Seitenansicht ist erkennbar, dass
dessen Dicke (9) aufgrund der Trennung von Tragfunktion und thermoelektrischem Effekt relativ gering ist. Der Träger (8) umfasst ein erstes Trägerteil (10) und ein zweites Trägerteil (11) mit hoher Wärmeleitfähigkeit. Die Trägerteile bestehen vorzugsweise aus einem technischen Keramik-Werkstoff. Die beiden Trägerteile (10, 11) sind durch einen Abschnitt (12) mit einer gegenüber den Trägerteilen geringeren
Wärmeleitfähigkeit voneinander getrennt. Der Abschnitt (12) weist zwei das erste und zweite Trägerteil (10, 11)
verbindende Stege (13 a, b) auf, die in Verlängerung der Seitenflächen die beiden Trägerteile (10, 11) miteinander verbinden. Sofern die Stege (13 a, b) aus demselben Material wie die Trägerteile (10, 11) bestehen, ist die
Wärmeleitfähigkeit aufgrund des geringeren Querschnitts der Stege (13a, b) gegenüber dem Querschnitt der Trägerteile (10, 11) deutlich reduziert. Der Abschnitt (12) weist darüber hinaus den durch die Stege (13 a, b) seitlich und die
Stirnflächen (14 a, b) des ersten und zweiten Trägerteils (10, 11) begrenzten Spalt auf, der Umgebungsluft enthält, die eine gegenüber den Trägerteilen (10, 11) geringere
Wärmeleitfähigkeit aufweist und diese daher thermisch
entkoppelt .
Auf der Vorderseite des Trägers (8) befinden sich als
Kontaktbereiche ausgebildete Kontakte (14, 15) zur
elektrischen Kontaktierung der in Reihe geschalteten
Thermopaare (1) . Der Kontakt (15) ist über eine
Durchkontaktierung (16) mit einem Kontakt (17) auf der
Rückseite des Trägers (8) elektrisch leitend verbunden. Die großflächigen Kontakte (14, 17) auf der Vorder- und Rückseite des ersten Trägerteils (10) des Trägers (8) erlauben es, dass thermoelektrisch Element einfach zu kontaktieren und mit weiteren, gleichartigen thermoelektrischen Elementen zu verschalten .
Figur 2 c veranschaulicht, wie das Substrat (2) mit der die Thermoschenkel (3 a, b) aufweisenden Oberfläche auf dem
Träger (8) angeordnet wird. Die Kontakte (6, 7) gelangen auf der Oberseite des Trägers (8) mit den Kontakten (14, 15) in Berührung, so dass der Kontakt (6) über die
Durchkontaktierung (16) mit dem rückseitigen Kontakt (17) verbunden ist. Die Thermoschenkel (3 a, b) der Thermopaare (1) erstrecken sich zwischen dem ersten und dem zweiten
Trägerteil (10, 11) und überbrücken dabei den Luftspalt (18) des Abschnitts (12) mit geringerer Wärmeleitfähigkeit. Das zweite Trägerteil (11) bildet die heiße (19) und das erste Trägerteil (10) die kalte Seite (20) des thermoelektrischen Elementes. Die Einkopplung der Wärme erfolgt insbesondere am oberen Rand (21) des zweiten Trägerteils (11), während eine Wärmesenke am unteren Rand (22) des ersten Trägerteils (10) angeordnet ist. Wie bei herkömmlichen thermoelektrischen Elementen können eine Vielzahl der thermoelektrischen
Elemente mit ihrem oberen und unteren Rand (21, 22) zwischen senkrecht zur Bildebene verlaufenden Keramikplatten (30, 31) angeordnet sein, wie dies in Figur 7 dargestellt ist. Die mechanische Stabilität des Trägers (8) reicht aus, um die keramischen Platten (30, 31) trotz thermoelektrischer
Dünnschichttechnologie auf Abstand zu halten. Figur 3 zeigt einen keramischen Träger (8), bei dem das erste und zweite Trägerteil (10, 11) sowie die Stege (13 a, b) des Abschnitts (12) aus einer Mehrlagen-Niedertemperatur- Einbrand-Keramik bestehen. Auf der nach oben zeigenden
Vorderseite des Trägers (8) befindet sich ein Kontakt (23), der über eine Durchkontaktierung (24) mit einem Kontakt (25) auf der Rückseite des Trägers (8) verbunden ist. Des Weiteren befindet sich auf der Rückseite ein großflächiger Kontakt (26) der, wie auch der Kontakt (25), zum Anschluss der in Reihe geschalteten Thermoschenkel (3 a, b) bestimmt ist. Die in Reihe geschalteten Thermoschenkel (3 a, b) sind auf der Rückseite mit den beiden Kontakten (25, 26) verbunden und
erstrecken sich von dem ersten Trägerteil (10) auf der kalten Seite zum zweiten Trägerteil (11) auf der heißen Seite, wobei sie den Luftspalt (18) des Abschnitts (12) überbrücken. Die Thermoschenkel (3 a, b) sind vorzugsweise auf einem Substrat angeordnet. Alternativ können die Thermoschenkel Bestandteil einer Folie sein, die aufgrund ihrer Eigensteifigkeit ohne zusätzliches Substrat den Luftspalt (18) überbrücken kann.
Figur 4 zeigt einen Träger (8) auf dessen Vorder- und
Rückseite die Thermoschenkel (3 a, b) mehrerer Thermopaare (1) angeordnet sind. Sämtliche Thermoschenkel (3 a, b) sind in Reihe geschaltet. Der Träger (8) weist auf der Oberseite den Kontakt (23) und den Kontakt (27) auf, eine von dem
Kontakt (27) ausgehende Durchkontaktierung (24), die mit einen Kontakt (25) auf der Rückseite verbunden ist, sowie den rückseitigen Kontakt (26).
Die in Reihe geschalteten Thermoschenkel (3 a, b) auf der Oberseite des Trägers (8) sind endseitig mit den Kontakten (23, 27) verbunden. Auf der Unterseite sind die in Reihe geschalteten Thermoschenkel (3 a, b) mit den elektrischen Kontakten (25, 26) verbunden, wobei die Durchkontaktierung (24) die elektrisch leitende Verbindung zwischen den
Thermoschenkeln (3a, b) auf der Ober- und Unterseite des Trägers (8) herstellt.
In gleicher Weise wie bei dem Träger nach Figur 3 lassen sich mehrere thermoelektrische Elementen über die großflächigen Kontakte (23, 26) in Reihe oder auch Parallel schalten.
Der Träger nach Figur 5 entspricht hinsichtlich der
Kontaktierung der Thermoschenkel (3 a, b) dem Träger nach Figur 4, so dass auf die dortigen Ausführungen vollumfänglich verwiesen wird. Durch Einbettung von Metallisierungslagen (28) ist jedoch die thermische Leitfähigkeit sowohl auf der heißen als auch kalten Seite (19, 20) des Trägers (8)
verbessert. Auf der heißen Seite (19) ist die Ober- und
Unterseite des Trägers (8) frei von Metallisierungen, damit es nicht zu Kurzschlüssen zwischen den auf der Ober- und Unterseite aufliegenden Thermoschenkeln (3a, b) kommt.
Alternativ können auf der heißen Seite Lagen aus Silizium, Aluminiumnitrit oder Aluminiumoxid in das zweite Trägerteil (10) eingebettet werden, um die Wärmeleitfähigkeit zu
verbessern, jedoch Kurzschlüsse zwischen den Thermoschenkeln (3 a, b) zu vermeiden.
Auch auf der kalten Seite (20) ist darauf zu achten, dass keine Metallisierungen auf der Unter- bzw. Oberseite
Kurzschlüsse zwischen den Thermoschenkeln (3 a, b) außerhalb der Kontaktbereiche (23, 25, 26, 27) verursachen. Aus Figur 5 ist weiter erkennbar, dass der Abschnitt (12) mit geringerer Wärmeleitfähigkeit frei von Metallisierungen ist. Die
Wärmeleitfähigkeit der Stege (13a, b) wird folglich nicht nur durch den geringeren Querschnitt, sondern darüber hinaus durch die fehlende Metallisierung herabgesetzt.
Figur 6 offenbart schließlich einen Stapel (32) umfassend mehrere elektrisch in Reihe geschaltete thermoelektrische Elemente, die entsprechend Figur 3 aufgebaut sind, jedoch eine geringere Dicke aufweisen. Mehrere derartige Stapel (32) können zu einem Modul (29) entsprechend Figur 7
zusammengefasst werden.
Bezugszeichenliste
Nr . Bezeichnung Nr . Bezeichnung
1 Thermopaar 29 Modul
2 Substrat 30 erste Keramikplatte
3 a n-dotierter 31 zweite Keramikplatte
Thermoschenkel
3 b p-dotierter 32 Stapel
Thermoschenkel
4 Verbindungsstelle
5 Verbindungsstelle
6 Kontakt
7 Kontakt
8 Träger
9 Dicke Träger
10 erstes Trägerteil
11 zweites Trägerteil
12 Abschnitt
13 a, b Stege
14 Kontakt
15 Kontakt
16 Durchkontaktierung
17 Kontakt
18 Luftspalt
19 heiße Seite
20 kalte Seite
21 oberer Rand
22 unterer Rand
23 Kontakt
24 Durchkontaktierung
25 Kontakt
26 Kontakt
27 Kontakt
28 Metallisierungslagen