Beschreibung
Titel
Hochdruckpumpe Stand der Technik
Die Erfindung betrifft eine Hochdruckpumpe, insbesondere eine Radial- oder Reihenkolbenpumpe. Speziell betrifft die Erfindung das Gebiet der Brennstoffpumpen für Brennstoffeinspritzanlagen von luftverdichtenden, selbstzündenden Brennkraftmaschinen.
Aus der DE 10 2005 046 670 A1 ist eine Hochdruckpumpe für eine Kraftstoffeinspritzung einer Brennkraftmaschine bekannt. Die bekannte Hochdruckpumpe weist ein Pumpengehäuse auf, in dem ein Pumpenelement angeordnet ist, das einen durch eine Antriebswelle in einer Hubbewegung angetriebenen Pumpenkolben umfasst. Der Pumpenkolben ist in einer Zylinderbohrung eines Teils des Pumpengehäuses verschiebbar geführt und begrenzt in dieser einen Pumpenarbeitsraum. Der Pumpenkolben stützt sich mittelbar über einen hohlzylinderförmigen Stößel an der Antriebswelle ab, wobei der Stößel in einer Bohrung eines Teils des Pumpengehäuses in Richtung der Längsachse des Pumpenkolbens verschiebbar geführt ist. Im Stößel ist in dessen der Antriebswelle zugewandtem Endbereich ein Stützelement eingesetzt, in dem eine Rolle drehbar gelagert ist, die auf dem Nocken der Antriebswelle abrollt. Die Drehachse der Rolle ist zumindest annähernd parallel zur Drehachse der Antriebswelle. Das Stützelement weist auf seiner der Antriebswelle zugewandten Seite eine Vertiefung auf, in der die Rolle gelagert ist. Am Stößel oder am Pumpenkolben greift eine vorgespannte Rückstellfeder an, die sich am Pumpengehäuseteil abstützt. Durch die Rückstellfeder werden der Pumpenkolben und der Stößel zum Nocken der Antriebswelle hin beaufschlagt, so dass die Anlage der Rolle am Nocken auch beim zur Antriebswelle hin gerichteten Saugpumpenkolben und auch bei hoher Drehzahl der Antriebswelle sichergestellt ist. Der Pumpenkolben kann mit dem Stößel gekoppelt sein, zumindest in Richtung von dessen Längsachse. Alternativ kann der Pumpenkolben auch nicht mit dem Stößel verbunden sein, wobei dann durch die Rückstellfeder die Anlage des Pumpenkolbens am Stößel sichergestellt wird. Es kann vorgesehen sein, dass die Rückstellfeder beispielsweise über einen Federteller an einem im Durchmesser vergrößerten Kolbenfuß des Pumpenkolbens angreift, der dadurch in
Anlage an einem am Stößel von dessen Mantel nach innen ragenden Flansch gehalten wird, der wiederum in Anlage am Stützelement gehalten wird, so dass der gesamte Verbund aus Pumpenkolben, Stößel und Stützelement mit Rolle zum Nocken der Antriebswelle hin beaufschlagt ist.
Die aus der DE 10 2005 046 670 A1 bekannte Hochdruckpumpe hat den Nachteil, dass ein Spiel zwischen dem als Rollenschuh dienenden Stützelement und dem Kolbenfuß des Pumpenkolbens auftreten kann. Im Betrieb der Hochdruckpumpe wird dieses Spiel durchlaufen, so dass der Kolbenfuß gegen den Rollenschuh schlägt. Hierdurch entsteht ein Geräusch, das unerwünscht ist.
Offenbarung der Erfindung
Die erfindungsgemäße Hochdruckpumpe mit den Merkmalen des Anspruchs 1 hat den Vorteil, dass ein unerwünschtes Geräusch verhindert oder zumindest reduziert werden kann. Speziell kann ein Spiel zwischen dem Rollenschuh und dem Pumpenkolben verhindert oder zumindest vermieden werden.
Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen der im Anspruch 1 angegebenen Hochdruckpumpe möglich.
Vorteilhaft ist es, dass das Mitnahmeelement eine mittige Durchgangsöffnung aufweist, durch die sich der Pumpenkolben erstreckt, dass der Pumpenkolben einen Bund aufweist, dass der Bund des Pumpenkolbens zwischen dem Mitnahmeelement und einer Oberfläche des Rollenschuhs angeordnet ist und dass das Mitnahmeelement zumindest eine Aussparung aufweist, die neben der mittigen Durchgangsöffnung angeordnet ist. Ferner ist es vorteilhaft, dass die neben der mittigen Durchgangsöffnung angeordnete Aussparung als schlitzförmige Aussparung ausgestaltet ist und dass sich die schlitzförmige Aussparung zumindest näherungsweise in einer Umfangsrichtung erstreckt. Hierdurch kann gezielt eine elastische Verformbarkeit des Mitnahmeelements vorgegeben werden. Hierdurch verbessert sich die Mitnahme des Pumpenkolbens. Gegebenenfalls kann in einem Ausgangszustand eine gewisse Vorspannung vorgegeben sein, mit der das Mitnahmeelement den Pumpenkolben gegen den Rollenschuh beaufschlägt. Ferner ist es hierbei vorteilhaft, dass das Mitnahmeelement mehrere Aussparungen aufweist, die radial um die mittige Durchgangsöffnung verteilt angeordnet sind, und dass zwischen den Aussparungen elastisch verformbare Stege ausgestaltet sind. Somit kann die elastische Verformbarkeit speziell im Bereich der Stege erzielt werden. In den anderen
Bereichen kann gezielt eine Ausgestaltung für eine Anlage des Pumpenkolbens an der Erhebung oder für eine Anlage einer Stößelfeder oder dergleichen vorgenommen sein. Somit kann die Ausgestaltung des Mitnahmeelements in Bezug auf die bestehenden, unterschiedlichen Anforderungen optimiert werden.
Vorteilhaft ist es auch, dass der Pumpenkolben einen Bund aufweist, dass der Bund des Pumpenkolbens zwischen dem Mitnahmeelement und einer Oberfläche des Rollenschuhs angeordnet ist und dass die Erhebung des Mitnahmeelements neben der Durchgangsöffnung vorgesehen ist, wobei der Bund des Pumpenkolbens an der Erhebung anliegt. Hierbei ist es ferner vorteilhaft, dass die neben der Durchgangsöffnung vorgesehene Erhebung zumindest abschnittsweise ringförmig ausgestaltet ist. Möglich ist es auch, dass die neben der Durchgangsöffnung vorgesehene Erhebung die Durchgangsöffnung ringförmig umschließt. Somit wird im Bereich der Durchgangsöffnung eine vorteilhafte Anlage des Pumpenkolbens mit seinem Bund an dem Mitnahmeelement ermöglicht. In einem radial etwas weiter außen liegenden Bereich können dann die Durchgangsöffnungen vorgesehen sein, die die gewünschte Flexibilität des Mitnahmeelements ermöglichen. In einem radial außen liegenden Bereich kann dann in vorteilhafter Weise noch eine Stützfläche ausgestaltet werden, um beispielsweise eine Stößelfeder abzustützen.
Vorteilhaft ist es auch, dass die Erhebung des Mitnahmeelements eine Anlagefläche aufweist, an der der Bund des Pumpenkolbens anliegt, dass das Mitnahmeelement eine Stirnseite aufweist, die von der Anlagefläche der Erhebung abgewandt ist und dass die Stirnseite als zumindest im Wesentlichen ebene Stirnseite ausgestaltet ist. Ferner ist es vorteilhaft, dass ein Abstand zwischen der Anlagefläche der Erhebung und der Stirnseite des Mitnahmeelements nicht kleiner als 0,2 mm ist. Somit wird zum einen eine vorteilhafte Anlage an der Erhebung gewährleistet, die den Pumpenkolben zuverlässig an dem Rollenschuh hält. Zum anderen kann das Mitnahmeelement relativ dünn ausgestaltet sein, um die gewünschte Elastizität zu gewährleisten. Außerdem kann das Mitnahmeelement dadurch relativ leicht ausgestaltet sein, was sich günstig auf die im Betrieb zu beschleunigende Gesamtmasse der Pumpenbaugruppe auswirkt. In vorteilhafter Weise ist die Erhebung daher so ausgestaltet, dass der Bund des Pumpenkolbens in Anlage mit der Oberfläche des Rollenschuhs gehalten ist. Durch eine teilweise federelastische Ausgestaltung des Mitnahmeelements kann hierbei auch eine gewisse Vorspannung aufgebracht werden.
Vorteilhaft ist es auch, dass eine Stößelfeder vorgesehen ist, dass das Mitnahmeelement an der Stirnseite, die von dem Rollenschuh abgewandt ist, eine zumindest näherungsweise
kreisringförmige Stützfläche aufweist und dass sich die Stößelfeder an der kreisringförmigen Stützfläche abstützt. Hierdurch kann das Mitnahmeelement mehrere Funktionen erfüllen. Zum einen kann eine zuverlässige Mitnahme des Pumpenkolbens erzielt werden, wobei eine Anlage des Pumpenkolbens mit dem Rollenschuh gewährleistet ist. Zum anderen kann eine vorteilhafte Abstützung der Stößelfeder gewährleistet werden, um den Stößelkörper zusammen mit den anderen Elementen, insbesondere dem Rollenschuh, zu verstellen. Hierdurch vereinfacht sich auch die Ausgestaltung des Stößelkörpers. Vorteilhaft ist es, dass der Rollenschuh und der Stößelkörper, in den der Rollenschuh eingesetzt ist, aus zwei Bauteilen gebildet sind. Möglich ist es aber auch, dass der Rollenschuh und der Stößelkörper einstückig ausgestaltet sind und ein Bauteil bilden.
Vorteilhaft ist es, dass die Durchgangsöffnung als kreisförmige Durchgangsöffnung ausgestaltet ist. Die Durchgangsöffnung kann aber auch als schlitzförmige Durchgangsöffnung ausgestaltet sein. Ferner kann die Durchgangsöffnung als Langloch- förmige Durchgangsöffnung ausgestaltet sein.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der nachfolgenden Beschreibung anhand der beigefügten Zeichnungen, in denen sich entsprechende Elemente mit übereinstimmenden Bezugszeichen versehen sind, näher erläutert. Es zeigt: Fig. 1 eine Hochdruckpumpe in einer schematischen, auszugsweisen Schnittdarstellung entsprechend einem Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 2 ein Mitnahmeelement der in Fig. 1 dargestellten Hochdruckpumpe entsprechend dem Ausführungsbeispiel der Erfindung und
Fig. 3 das in Fig. 2 dargestellte Mitnahmeelement in einer räumlichen Darstellung.
Ausführungsformen der Erfindung Fig. 1 zeigt eine Hochdruckpumpe 1 in einer schematischen, auszugsweisen Schnittdarstellung entsprechend einem Ausführungsbeispiel der Erfindung. Die Hochdruckpumpe 1 kann insbesondere als Radial- oder Reihenkolbenpumpe ausgestaltet
sein. Speziell eignet sich die Hochdruckpumpe 1 als Brennstoffpumpe für Brennstoffeinspritzanlagen von luftverdichtenden, selbstzündenden Brennkraftmaschinen. Ein bevorzugter Einsatz der Hochdruckpumpe 1 besteht für eine Brennstoffeinspritzanlage mit einer Brennstoffverteilerleiste, einem so genannten Common Rail, das Dieselbrennstoff unter hohem Druck speichert. Die erfindungsgemäße Hochdruckpumpe 1 eignet sich jedoch auch für andere Anwendungsfälle.
Die Hochdruckpumpe 1 weist ein mehrteiliges Pumpengehäuse mit einem Gehäuseteil 2 auf. In dem Gehäuseteil 2 ist eine Antriebswelle 3 angeordnet, die auf geeignete Weise in dem Pumpengehäuse gelagert ist. Hierbei kann die Antriebswelle 3 von einer Brennkraftmaschine rotierend angetrieben werden, so dass diese um eine Drehachse 4 rotiert. An der Antriebswelle 3 ist ein Nocken 5 vorgesehen. Hierbei kann der Nocken 5 als Einfach- oder Mehrfachnocken ausgestaltet sein. Ferner kann der Nocken 5 auch durch einen exzentrischen Abschnitt der Antriebswelle 3 gebildet sein. Der Nocken 5 ist einer Pumpenbaugruppe 6 der Hochdruckpumpe 1 zugeordnet.
Die Hochdruckpumpe 1 weist einen Zylinderkopf 7 auf, der mit dem Gehäuseteil 2 verbunden ist. Der Zylinderkopf 7 weist einen Ansatz 8 auf, der in eine Stößelbohrung 9 des Gehäuseteils 2 ragt. Der Ansatz 8 weist eine zylinderförmige Bohrung 10 auf.
Die Pumpenbaugruppe 6 umfasst einen Pumpenkolben 1 1 , der abschnittsweise in der Bohrung 10 angeordnet ist und in der Bohrung 10 entlang einer Längsachse 12 der Bohrung 10 geführt ist. Die Längsachse 12 ist hierbei zumindest näherungsweise auf die Drehachse 4 der Antriebswelle 3 gerichtet. Der Pumpenkolben 1 1 ist hierbei in einer Betätigungsrichtung 13 und entgegen der Betätigungsrichtung 13 verstellbar.
Eine Stirnseite 14 des Pumpenkolbens 1 1 begrenzt einen Pumpenarbeitsraum 15 in der zylindrischen Bohrung 10. Hierbei sind ein Einlassventil 16 und ein Auslassventil 17 vorgesehen, um unter niedrigem Druck stehenden Brennstoff zunächst in den Pumpenarbeitsraum 15 zu führen und dann den durch den Pumpenkolben 1 1 beaufschlagten, unter hohem Druck stehenden Brennstoff durch eine Leitung 18 zu einer Brennstoffverteilerleiste oder dergleichen zu fördern.
In der Stößelbohrung 9 ist ein zumindest im Wesentlichen hohlzylinderförmiger Stößelkörper 20 angeordnet. Hierbei ist der Stößelkörper 20 in der Stößelbohrung 9 entlang der Längsachse 12 geführt. Der Stößelkörper 20 weist einen radial nach innen gerichteten Absatz 21 auf. In den Stößelkörper 20 ist ein Rollenschuh 22 eingesetzt, der sich an dem Absatz 21 des Stößelkörpers 20 abstützt.
Der Rollenschuh 22 dient zum Aufnehmen einer Rolle 23, die an einer Lauffläche 24 abrollt, wenn sich die Antriebswelle 3 um die Drehachse 4 dreht. Entsprechend der Hubbewegung des Nockens 5 wird somit eine Betätigungskraft über die Rolle 23 auf den Rollenschuh 22 übertragen.
In den Stößelkörper 20 ist ein teilweise tellerförmiges Mitnahmeelement 25 eingesetzt. Das Mitnahmeelement 25 liegt hierbei an einer Seite 26, die dem Rollenschuh 22 zugewandt ist, an dem Absatz 21 an.
Der Pumpenkolben 1 1 weist einen Kolbenfuß 27 auf, an dem ein endseitiger Bund 28 vorgesehen ist. Eine Stirnseite 29 des Bundes 28 des Pumpenkolbens 1 1 liegt hierbei an einer Oberfläche 30 des Rollenschuhs 22 an. Hierbei wird das Mitnahmeelement 25 durch eine Stößelfeder 31 beaufschlagt. Die Stößelfeder 31 ist in der Stößelbohrung 9 angeordnet, wobei die Stößelfeder 31 den Ansatz 8 des Zylinderkopfs 7 abschnittsweise umschließt.
Das Mitnahmeelement 25 weist eine kreisringförmige Stützfläche 35 auf, die von der Seite 26 des Mitnahmeelements 25 abgewandt ist. Die Stößelfeder 31 stützt sich einerseits an der kreisringförmigen Stützfläche 35 des Mitnahmeelements 25 ab. Andererseits stützt sich die Stößelfeder 31 an einer Unterseite 36 des Zylinderkopfs 7 ab.
Die von dem Nocken 5 über die Rolle 23 auf den Rollenschuh 22 übertragene Betätigungskraft überträgt sich somit von dem Rollenschuh 22 weiter auf den Pumpenkolben 1 1 . Hierdurch wird der Brennstoff aus dem Pumpenarbeitsraum 15 über das Auslassventil 17 gefördert. Anschließend wird durch die Kraft der Stößelfeder 31 eine Rückstellung des Stößelkörpers 20 entgegen der Betätigungsrichtung 13 erzielt. Hierbei beaufschlagt die Stößelfeder 31 über das Mitnahmeelement 25 den Stößelkörper 20. Somit werden auch der Rollenschuh 22 und die in den Rollenschuh 22 eingesetzte Rolle 23 in Richtung auf den Nocken 5 beaufschlagt, so dass stets ein Kontakt der Rolle 23 mit der Lauffläche 24 des Nockens 5 gewährleistet ist.
Speziell bei einem Durchschreiten eines oberen Totpunkts und eines unteren Totpunkts besteht das Problem, dass sich aufgrund des Richtungswechsels und der sich ändernden Kraftverhältnisse Toleranzen und mögliche Spiele in der Wirkungskette zwischen dem Nocken 5 und dem Pumpenkolben 1 1 in schlagartigen Verstellbewegungen auswirken können. Dies betrifft speziell die Anlage des Kolbenfußes 27 des Pumpenkolbens 1 1 an der Oberfläche 30 des Rollenschuhs 22.
Das Mitnahmeelement 25 der Pumpenbaugruppe 6 weist eine dem Rollenschuh 22 zugewandte Erhebung 37 an seiner Seite 26 auf. Der Bund 28 des Kolbenfußes 27 stützt sich an der Erhebung 37 des Mitnahmeelements 25 ab. Außerdem ist das Mitnahmeelement 25 teilweise elastisch ausgestaltet. Hierdurch wird ein Spiel zwischen dem Kolbenfuß 27 und der Oberfläche 30 des Rollenschuhs 22 vermieden oder zumindest reduziert. Somit ist auch bei hohen Drehzahlen der Hochdruckpumpe 1 das Auftreten von unerwünschten Geräuschen verhindert. Zumindest werden Geräusche, die insbesondere beim Durchschreiten des oberen Totpunkts oder des unteren Totpunkts durch Aufschlagen des Kolbenfußes 27 an der Oberfläche 30 des Rollenschuhs 22 auftreten können, reduziert. Hierbei kann insbesondere ein Weg des Kolbenfußes 27 relativ zu dem Rollenschuh 22 erheblich reduziert werden. Durch die Erhebung 37 kann ein Abstand zwischen der kreisringförmigen Stützfläche 35, die eine Angriffebene für die als Kolbenrückholfeder dienende Stößelfeder 31 ist, in Bezug auf die durch die Erhebung 37 gebildete Stützfläche für den Bund 28, die eine Angriffsebene für die Kolbenmitnahme des Pumpenkolbens 1 1 ist, auf einen gewünschten Wert eingestellt werden, der vorzugsweise mindestens 0,2 mm beträgt.
Das Mitnahmeelement 25 weist in diesem Ausführungsbeispiel eine vorzugsweise mittige Durchgangsöffnung 40 aufweist, durch die sich der Pumpenkolben 1 1 erstreckt. Es sind aber auch andere Ausgestaltungen der Durchgangsöffnung 40 möglich. Der Bund 28 des Pumpenkolbens 1 1 ist zwischen dem Mitnahmeelement 25 und der dem Mitnahmeelement 25 zugewandten Oberfläche 30 des Rollenschuhs 22 angeordnet. Die Erhebung 37 des Mitnahmeelements 25 ist neben der Durchgangsöffnung 40 vorgesehen, wobei der Bund 28 des Pumpenkolbens 1 1 an der Erhebung 37 anliegt.
Die Ausgestaltung des Mitnahmeelements 25 ist im Folgenden anhand der Figuren 2 und 3 weiter beschrieben. Fig. 2 zeigt das Mitnahmeelement 25 der in Fig. 1 dargestellten Hochdruckpumpe 1 in einer Seitenansicht. Die kreisringförmige Stützfläche 35 ist an einer Stirnseite 38 des Mitnahmeelements 25 ausgebildet. Hierbei bildet die kreisringförmige Stützfläche 35 eine vorteilhafte Anlagefläche für die Stößelfeder 31. Die Stirnseite 38 ist in einem Ausgangszustand vorzugsweise im Wesentlichen eben ausgestaltet. An der Erhebung 37, die von der Stirnseite 38 abgewandt ist, ist eine Anlagefläche 39 ausgestaltet. Die Anlagefläche 39 und die kreisringförmige Stützfläche 35 der Stirnseite 38 sind voneinander abgewandt. An der Anlagefläche 39 stützt sich im montierten Zustand der Kolbenfuß 27 mit seinem Bund 28 ab. Hierbei hintergreift der Bund 28 des Kolbenfußes 27 die Anlagefläche
39 der Erhebung 37 zumindest teilweise. Zwischen der kreisringförmigen Stützfläche 35 der Stirnseite 38 und der Anlagefläche ist ein vorgegebener Abstand 32 realisiert. Der Abstand 32 ist in Bezug auf den jeweiligen Anwendungsfall vorgegeben. Fig. 3 zeigt das in Fig. 2 dargestellte Mitnahmeelement 25 in einer räumlichen Darstellung.
Das Mitnahmeelement 25 weist eine mittige Durchgangsöffnung 40 auf. Durch die mittige Durchgangsöffnung 40 erstreckt sich im montierten Zustand der Kolbenfuß 27 des Pumpenkolbens 1 1 . Der Bund 28 des Pumpenkolbens 1 1 befindet sich dann zwischen dem Mitnahmeelement 25 und der Oberfläche 30 des Rollenschuhs 22. Die Erhebung 37 ist in diesem Ausführungsbeispiel als kreisringförmige Erhebung 37 ausgestaltet. Hierdurch ergibt sich eine kreisringförmige Ausgestaltung der Anlagefläche 39.
Die Erhebung 37 ist von mehreren schlitzförmigen Aussparungen 41 , 42, 43 umgeben. Somit sind die Aussparungen 41 bis 43 neben der mittigen Durchgangsöffnung 40 angeordnet. Die schlitzförmigen Aussparungen 41 bis 43 erstrecken sich in einer
Umfangsrichtung um die mittige Durchgangsöffnung 40. Zwischen den schlitzförmigen
Aussparungen 41 bis 43 sind Stege 44, 45, 46 ausgebildet, die elastisch verformbar sind.
Außerdem weist das Mitnahmeelement 25 einen äußeren Ring 47 auf, an dem die kreisringförmige Stützfläche 35 für die Abstützung der Stößelfeder 31 ausgebildet ist. Der äußere Ring 47 ist über die Stege 44 bis 46 mit einem inneren Ring 48 verbunden. Der innere Ring 48 weist hierbei die Erhebung 37 auf.
Durch die flexible Ausgestaltung der Stege 44 bis 46 ist eine gewisse elastische Bewegung zwischen dem äußeren Ring 47 und dem inneren Ring 48 ermöglicht. Diese Bewegung kann in oder entgegen der Betätigungsrichtung 13 erfolgen.
Im montierten Zustand der Hochdruckpumpe 1 kann über das Mitnahmeelement 25 eine gewisse Vorspannung auf den Kolbenfuß 27 ausgeübt werden, so dass dieser mit einer Vorspannkraft gegen den Rollenschuh 22 gedrückt wird. Im Betrieb auftretende Stoßkräfte oder dergleichen können hierbei in vorteilhafter Weise über die elastische Ausgestaltung des Mitnahmeelements 25 und/oder die Stößelfeder 31 aufgenommen werden. Somit ergibt sich eine robuste Ausgestaltung der Hochdruckpumpe 1 , bei der mögliche Geräusche verhindert oder zumindest reduziert sind.
Vorteilhaft ist es, dass eine Stößelfeder 31 vorgesehen ist, dass das Mitnahmeelement 25 eine Stirnseite 38 aufweist, die von dem Rollenschuh 22 abgewandt ist, und dass die
Stirnseite 38 eine zumindest näherungsweise kreisringförmige Stützfläche 35 aufweist, an der sich die Stößelfeder 31 abstützt.
Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt.