OLABSTREIFRING
Beschreibung
Die Erfindung betrifft einen Olabstreifring gemäss dem Oberbegriff von Anspruch 1.
Stand der Technik
Das Dokument EP 1446597B 1 offenbart einen Olabstreifring, der insbesondere als Ölbarriere für Kolbenstangen von
Schiffsdieselmotoren verwendet wird. Der Olabstreifring weist zur Kolbenstangenseite hin gerichtete Ölabstreiflamellen aus Kunststoff auf, die das auf der Kolbenstange befindliche Öl abstreift und zum Beispiel wieder einem Kurbelgehäuse zuführt. Dieser bekannte Olabstreifring weist den Nachteil auf, dass das Abstreifen nicht sehr effizient ist, da die Abstreifkante nicht stabil ist. Zudem tritt ein relativ grosser Verschleiss auf, sodass der Olabstreifring relativ häufig gewartet werden muss. Es ist zudem bekannt, zum Beispiel aus dem Dokument WO 95/23305, einen metallischen Abstreifer vorzusehen, welcher auf der Kolbenstange aufliegt. Ein solcher Olabstreifring weist den Nachteil auf, dass an der Kolbenstange und/oder am Abstreifer ein relativ grosser Verschleiss auftritt.
Darstellung der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es einen vorteilhafteren Ölabstreifring auszubilden, der über eine lange Betriebsdauer ein zuverlässiges Ölabstreifen gewährleistet. Die Aufgabe wird gelöst mit einem
Ölabstreifring ausweisend die Merkmale von Anspruch 1. Die
Unteransprüche 2 bis 12 betreffen weitere vorteilhafte
Ausgestaltungen. Die Aufgabe wird weiter gelöst mit einer
Ölabstreifpackung aufweisend die Merkmale von Anspruch 13. Die Unteransprüche 14 und 15 betreffen weitere vorteilhafte
Ausgestaltungen.
Die Aufgabe wird insbesondere gelöst mit einem Ölabstreifring umfassend einen Haltering sowie umfassend einen Abstreifer mit einer Abstreiferlamelle, wobei der Abstreifer derart im Haltering angeordnet ist, dass die Abstreiferlamelle gegen das Zentrum des Ölabstreifrings hin ausgerichtet ist, um Öl an einer Kolbenstange abzustreifen, wobei der Abstreifer aus einer Mehrzahl von
Abstreifersegmenten besteht welche in Umfangsrichtung des
Ölabstreifrings nacheinander folgend angeordnet sind, und wobei der Haltering eine Nut zur formschlüssigen Aufnahme der
Abstreifersegmente aufweist, und wobei der Haltering eine Stossstelle aufweist, und wobei der Haltering zumindest eine zum Zentrum des Ölabstreifrings hin ausgerichtete erste Stirnfläche aus Kunststoff ausbildet, und wobei der Abstreifer aus einem Material mit grösserer Härte als den die erste Stirnfläche ausbildenden Kunststoff besteht, wobei die Abstreiflamelle des Abstreifers eine zum Zentrum hin ausgerichtete Berührungsstelle aufweist, und wobei der Abstreifer und der Haltering derart gegenseitig angepasst ausgestaltet sind,
dass sowohl die zumindest erste Stirnfläche als auch die
Berührungsstelle an der Kolbenstange anliegen können.
Der erfindungsgemässe Ölabstreifring weist den Vorteil auf, dass dieser ein weitgehendes und effizientes Abstreifen des sich an der Kolbenstange befindlichen Öls ermöglicht, und dass der
Ölabstreifring nur einen geringen Verschleiss aufweist. Der
erfindungsgemässe Ölabstreifring umfasst einen Abstreifer, der eine grössere Härte aufweist als das Material des Halterings, welches die erste Stirnfläche ausbildet, die zur Anlage an der Kolbenstange bestimmt ist. Ein derartiger Abstreifer weist eine stabile und vorzugsweise auch scharfe Abstreifkante auf, was ein effizientes Abstreifen des Öls gewährleistet. Zudem umfasst der
erfindungsgemässe Ölabstreifring einen Haltering, der eine aus Kunststoff gebildete erste Stirnfläche aufweist, welche zur
Kolbenstange hin ausgerichtet ist und welche zur Anlage an der Kolbenstange bestimmt ist. Der erfindungsgemässe Ölabstreifring ist derart ausgestaltet, dass sowohl die erste Stirnfläche als auch
Abstreifkante gleichzeitig an der Kolbenstange anliegen können, was zur Folge hat, dass die Abstreifkante mit nur sehr geringem Druck oder ohne Druck an der Kolbenstange anliegen kann, da ein Teil der insbesondere radial nach innen wirkenden Kräfte über die erste Stirnfläche übertragen wird. Die Abstreifkante erfährt dadurch einen sehr geringen Verschleiss. Zudem wird die Lage und Ausrichtung der Abstreifkante bezüglich der Kolbenstange durch die an der
Kolbenstange anliegenden Stirnfläche des Halterings stabilisiert, und insbesondere auch bezüglich allfällig auftretender Bewegungen stabilisiert. In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung ist das die erste Stirnfläche ausbildende Material ein Kunststoff mit guten Trockenlaufeigenschaften wie gefülltes PTFE oder ein
Hochtemperaturpolymer modifiziert mit für den Trockenlauf geeigneten Füllstoffen wie PTFE, MoS2, Graphit usw. Der Abstreifer besteht vorzugsweise aus einem Metall wie Grauguss, Bronze, Messing und Aluminium, oder aus einem Kunststoff, insbesondere aus einem Hochtemperaturpolymer wie PEEK, Polyimid oder PPS.
Der Abstreifer besteht aus einer Mehrzahl von Abstreifersegmenten. Der Haltering kann einstückig ausgestaltet sein, oder aus einer Mehrzahl von Halteringsegmenten gebildet sein. Der Haltering sowie der Abstreifring sind vorzugsweise derart gegenseitig angepasst ausgestaltet, dass die Lamelle des Abstreifrings zumindest teilweise am Haltering anliegt, sodass die Lamelle vor einer übermässigen Belastung geschützt ist, da eine am Abstreifring beziehungsweise an der Lamelle angreifende Kraft unmittelbar auf den Haltering übertragen wird.
Der erfindungsgemässe Ölabstreifring ist insbesondere für trocken laufenden Kompressoren besonders gut geeignet, da bei einem trocken laufenden Verdichter die Kontaminierung des zu
verdichtenden Gases mit Schmieröl sicher vermieden werden muss. Darüber hinaus können bereits geringe Ölleckagen, die in ein trocken laufendes Kolbenstangen-Dichtsystem eindringen, dessen rasche Zerstörung bewirken. Besonders wichtig ist die zuverlässige Funktion des Ölabstreifsystems bei der Verdichtung von Sauerstoff. Hier kann es durch Ölleckagen gar zu einem Brand kommen. Aber auch wenn keine akute Gefahr aus der Ölleckage droht, führt dies zumindest zu erhöhten Betriebskosten sowie zu einer Umweltbelastung, da das aus dem Kurbeltrieb verlorenen Schmieröl kontinuierlich ersetzt und das Leckageöl entsorgt werden muss.
Der erfindungsgemässe Ölabstreifring wird vorzugsweise in einer Ölabstreifringpackung umfassend eine Mehrzahl von in
Verlaufsrichtung einer Kolbenstange hintereinander angeordneten Ölabstreifringe verwendet.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand von Ausführungsbeispielen im Detail beschrieben.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Die zur Erläuterung der Ausführungsbeispiele verwendeten
Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt durch den Ölabstreifring entlang der
Schnittlinie C-C;
Fig. 2 eine Ansicht von unten auf den Ölabstreifring gemäss Figur 1 Fig. 3 einen Querschnitt durch ein Halteringsegment entlang der
Schnittlinie D-D;
Fig. 4 eine Draufsicht auf das Halteringsegment;
Fig. 5 einen Querschnitt durch einen Abstreifer entlang der
Schnittlinie C-C;
Fig. 6 eine perspektivische Ansicht eines Abstreifers;
Fig. 7 eine vertikal angeordnete Packung umfassend drei
nacheinander angeordnete Ölabstreifringe;
Fig. 8 eine Frontansicht eines der in Figur 7 dargestellten
Ölabstreifringe aus Richtung B;
Fig. 9 eine horizontal angeordnete Packung umfassend drei
nacheinander angeordnete Ölabstreifringe;
Fig. 10 eine Frontansicht eines der in Figur 9 dargestellten
Ölabstreifringe aus Richtung B;
Fig. 1 1 einen Querschnitt durch ein weiteres
Ausführungsbeispiel eines Ölabstreifringes;
Fig. 12 2 eine Draufsicht auf einen einstückigen Ölabstreifring; Fig. 13 3 einen Querschnitt durch ein weiteres
Ausführungsbeispiel eines Ölabstreifrings
Fig. 14 4 eine Ansicht eines weiteren Ölabstreifrings;
Fig. 15 5 eine Draufsicht auf ein weiteres Halteringsegment;
Fig. 16 6 eine Draufsicht auf einen weiteren, einstückigen
Ölabstreiferring.
Grundsätzlich sind in den Zeichnungen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Wege zur Ausführung der Erfindung
Fig. 1 zeigt einen Ölabstreifring 1 entlang der in Figur 2 dargestellten Schnittlinie C-C. Figur 2 zeigt denselben Ölabstreifring 1 in einer Ansicht von unten. Wie aus Figur 2 ersichtlich umfasst der
Ölabstreifring 1 einen Haltering 2 bestehend aus drei in
Umfangsrichtung lb nacheinander folgend angeordneten
Halteringsegmenten 2a, wobei sich zwischen den Halteringsegmenten 2a jeweils eine radial verlaufende Stossstelle 2g befindet. Der
Haltering 2 könnte auch nur aus zwei Halteringsegmenten 2a oder auch aus mehr als drei Halteringsegmenten 2a bestehen. Der
Haltering 2 weist in Umfangsrichtung lb beabstandet angeordnete Kronenteile 2i auf, zwischen welchen jeweils ein in radialer Richtung zum Zentrum la des Ölabsteifrings 1 hin verlaufender Kanal 2c angeordnet ist. Im Haltering 2 ist ein Abstreifer 3 angeordnet, welcher im dargestellten Ausführungsbeispiel aus drei in Umfangsrichtung nacheinander angeordneten Abstreifringsegmenten 3e besteht, wobei
sich zwischen den Abstreifringsegmenten 3e jeweils eine radial verlaufende Stossstelle 3b befindet. Der Abstreifer 3 könnte auch nur aus zwei Abstreifsegmenten 3e oder auch aus mehr als drei
Abstreifsegmenten 3e bestehen. Im montierten Zustand umfasst der Haltering 2 zudem, wie nur in Figur 1 dargestellt, ein Spannelement 4 wie eine Feder, welche den Haltering 2 von Aussen umschliesst, und eine gegen das Zentrum la hin wirkende Vorspannkraft auf den Haltering 2 beziehungsweise den Abstreifer 3 bewirkt. Figur 1 zeigt den Haltering 2 beziehungsweise ein Halteringsegment 2a, das eine umlaufende Nut 2b aufweist, in welcher der Abstreifer 3 beziehungsweise das Abstreifringsegment 3e angeordnet ist. Der Abstreifer 3 weist eine Abstreiferlamelle 3a auf, welche an deren Spitze eine Berührungsstelle 3c aufweist. Der Abstreifer 3 besteht vorzugsweise aus einem Metall wie Grauguss, Bronze, Messing und Aluminium oder einem Hochtemperaturpolymer wie PEEK, Polyimid oder PPS. Der Abstreifer 3 besteht aus einem Material mit grösserer Härte als der die erste Stirnfläche 2d,2e ausbildende Kunststoff des Halterings 2. Der Abstreifer 3 ist derart im Haltering 2 angeordnet, dass die Abstreiferlamelle 3a sowie die Berührungsstelle 3c gegen das Zentrum la des Ölabstreifrings 1 hin ausgerichtet ist, um Öl von einer nur andeutungsweise dargestellten Oberfläche 6a einer
Kolbenstange 6 abzustreifen. Die Nut 2b des Halterings 2 ist vorteilhafter derart bezüglich dem Abstreifersegment 3a angepasst ausgestaltet, dass die Nut 2b eine formschlüssige Aufnahme des
Abstreifersegmentes 3a erlaubt. Der Haltering 2 weist zumindest eine zum Zentrum la des Ölabstreifrings 1 hin ausgerichtete Stirnfläche 2d, 2e aus Kunststoff auf. Der Abstreifer 3 und der Haltering 2 sind derart gegenseitig angepasst ausgestaltet, dass sowohl die zumindest erste Stirnfläche 2d als auch die Berührungsstelle 3c gleichzeitig an
der Kolbenstange 6 anliegen können. In einer vorteilhaften
Ausgestaltung weist der Haltering 2 eine erste und eine zweite
Stirnfläche 2d,2e auf, welche beide gleich weit in Richtung zum
Zentrum la des Ölabstreifrings 1 hin vorstehen, sodass beide
Stirnflächen 2d,2e an der Oberfläche 6a der Kolbenstange 6 anliegen können. In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung ist das die erste Stirnfläche 2d ausbildende Material ein Material mit guten Trockenlaufeigenschaften wie gefülltes PTFE oder ein
Hochtemperaturpolymer modifiziert mit für den Trockenlauf
geeigneten Füllstoffen wie PTFE, MoS2, Graphit usw. Die erste und zweite Stirnfläche 2d,2e sind über eine in Umfangsrichtung lb verlaufende Nut 2b gegenseitig getrennt. Figur 1 zeigt zudem einen in radialer Richtung verlaufenden Kanal 2c, welcher seitlich durch das Kronenteil 2i begrenzt ist.
In einer weiteren Ausführungsform könnte die zweite Stirnfläche 2e, wie in Figur 1 strichliert dargestellt und auch mit 2f bezeichnet, zurückversetzt angeordnet sein, sodass sich zwischen dieser zweiten Stirnfläche 2e und der Oberfläche 6a ein Zwischenraum 2q ausbildet.
Figur 3 zeigt das Halteringsegment 2a mit dessen Nut 2b sowie der ersten und zweiten Stirnfläche 2d,2e nochmals im Detail. Das
Halteringsegment 2a weist zudem eine Vertiefung 2k zur Aufnahme des Spannelementes 4 auf. Die Nut 2b weist im dargestellte
Ausführungsbeispiel zum Zentrum la hin eine Erweiterung auf, indem die Nut 2b eine quer beziehungsweise schräg zur Oberfläche 6a der Kolbenstange 6 verlaufende Abstütziläche 2h aufweist, welche, wie in Figur 1 dargestellt, derart angeordnet und ausgestaltet ist, dass diese als Auflage für den Abstreifer 3 dient.
Figur 4 zeigt ein bereits in Figur 2 dargestelltes Halteringsegment 2a im Detail. Das Halteringsegment 2a weist einen Innenradius R auf.
Figur 5 zeigt einen Schnitt durch das in Figur 1 dargestellte
Abstreifringsegment 3e im Detail. Das Abstreifringsegment 3e umfasst eine Abstreiflamelle 3a, eine Auflagefläche 3d sowie eine Berührungsstelle 3c, welche zur Anlage an die Kolbenstange 6 bestimmt ist. Das Abstreifringsegment 3e besteht vorzugsweise aus Metall sodass die Berührungsstelle 3c vorzugsweise als scharfe Abreisskante ausgestaltet ist.
Figur 6 zeigt den bereits in Figur 1 , 2 und 5 dargestellten Abstreifer 3 in perspektivischer Ansicht. Der erfindungsgemässe Ölabstreifring 1 weist den Vorteil auf, dass die Berührungsstelle 3c des Abstreifers 3 vorzugsweise keine oder eine nur geringe Kraft auf die Oberfläche 6a der Kolbenstange 6 bewirkt, da die durch die Feder 4 zum Zentrum la hin wirkenden Kräfte im Wesentlichen oder vollständig über die erste Stirnfläche 2d und die eventuell vorhandene zweite Stirnfläche 2e auf die Oberfläche 6a der Kolbenstange 6 übertragen werden. Der Abstreifer 3 kann somit derart ausgestaltet werden, dass dieser für eine möglichst hohe Abstreifwirkung optimiert ist. Insbesondere lässt sich der Querschnitt des Abstreifrings, beziehungsweise dessen Dimension in radialer und/ oder axialer Richtung, auf ein Minimum reduzieren, woraus auch bei Verwendung eines Metalls eine gute Anpassung der einzelnen Segmente an die Kolbenstange 6 resultiert. Zur Aufrechterhaltung der Abstreifffunktion mit fortschreitendem Verschleiss besteht der Abstreifring aus mindestens zwei,
vorzugsweise drei Segmenten 3e mit einem für den angestrebten Verschleiss dimensionierten Stoss 3b mit Spiel. Der Haltering 2 kann einteilig oder mehrteilig, vorzugsweise dreiteilig ausgestaltet sein und
enthält ebenfalls einen Stoss 2g mit Spiel zur
Verschleisskompensation. Zur Vermeidung von Ölleckagen durch die Stösse 2g,3b werden der Haltering 2 und der Abstreifer 3 derart angeordnet, dass sie sich gegenseitig die Stösse 2g,3b abdichten und somit in Verlaufsrichtung der Kolbenstange 6 keine durchgängigen Leckagepfade vorhanden sind. Dadurch wird auch bei
fortschreitendem Verschleiss eine gute Abstreifwirkung sichergestellt.
Figur 12 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Ölabstreifrings 1, der im Unterschied zu der in Figur 2 dargestellten
Ausführungsform einen einstückigen Haltering 2 aufweist, mit einer einzigen Stossstelle 2g. Ansonsten ist der Ölabstreifring 1 wie in Figur 2 dargestellt ausgebildet und weist somit auch den in Figur 1 dargestellten Querschnitt auf.
Figur 13 zeigt in einem Schnitt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Ölabstreifrings 1 , der im Unterschied zu der in Figur 1 dargestellten Ausführungsform keine Abstützfläche 2h aufweist, da der Abstreifer 3 spitzenförmig zum Zentrum la hin verläuft, und an dessen Spitze die Berührungsstelle 3c ausbildet. Der Kanal 2c kann, wie in Figur 13 beispielhaft dargestellt, auch als gedeckter Kanal 2r ausgestaltet sein, sodass der gedeckte Kanal 2r eine
Durchtrittsöffnung ausbildet. Figur 1 1 zeigt in einem Schnitt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Halterings 2 beziehungsweise eines Halteringsegmentes 2a. Der Haltering 2 besteht aus zumindest einem ersten Ringteil 21 und einem zweiten Ringteil 2m, wobei das erste und zweite Ringteil 21,2m miteinander verbunden sind, vorzugsweise fest miteinander
verbunden sind, wobei das zweite Ringteil 2m zwischen dem Zentrum
la und dem ersten Ringteil 21 angeordnet ist, und wobei das zweite Ringteil 2m aus einem Kunststoff besteht, und wobei das zweite Ringteil 2m die Stirnfläche 2d ausbildet. Das erste Ringteil 21 kann aus einem Kunststoff oder auch aus Metall gebildet sein. Die zweite Stirnfläche 2e ist bezüglich der ersten Stirnfläche 2d zurückversetzt angeordnet, sodass nur die erste Stirnfläche 2d und die nicht dargestellte Berührungsfläche 3c des nicht dargestellten Abstreifers 3 an der Oberfläche 6a der Kolbenstange 6 anliegt. Figur 7 zeigt eine vertikal verlaufende Ölabstreifringpackung umfassend drei in Verlaufsrichtung der Kolbenstange 6 nacheinander folgend angeordnete Ölabstreifringe 1. Figur 8 zeigt eine Frontansicht aus Richtung B eines der in Figur 7 angeordneten Ölabstreifringe 1. Wie in Figur 8 dargestellt ist die zweite Stirnseite 2e, wie in Figur 1 strichliert dargestellt, zurückversetzt angeordnet, sodass sich zwischen de Kronenteil 2i und der Oberfläche 6a der Kolbenstange 6 ein Zwischenraum 2q ausbildet. Die erste Stirnseite 2d sowie die Berührungsfläche 3c des Abstreifers 3 liegen an der Oberfläche 6a der Kolbenstange 6 an, sodass Öl abgestreift wird, welches, wie mit dem Fluidstrom 8 dargestellt, über die Kanäle 2c radial nach Aussen entweicht. Figur 7 zeigt ebenfalls wie das Öl über den Fluidstrom 8 entweicht und innerhalb des Gehäuses 7 nach unten fliesst. Der in Figur 8 dargestellte Ölabstreifring 1 weist eine Mehrzahl von in Umfangsrichtung regelmässig beabstandet angeordnete Kronenteile 2i auf, wobei zwischen den Kronenteilen 2i regelmässig in
Umfangsrichtung beabstandet angeordnete Kanäle 2c ausgebildet sind.
Figur 9 zeigt eine horizontal verlaufende Ölabstreifringpackung umfassend drei in Verlaufsrichtung der Kolbenstange 6 nacheinander
folgend angeordnete Ölabstreifringe 1. Figur 10 zeigt eine
Frontansicht aus Richtung B eines der in Figur 9 angeordneten Ölabstreifringe 1. Wie in Figur 10 dargestellt ist die zweite Stirnseite 2e, wie in Figur 1 strichliert dargestellt, zurückversetzt angeordnet, sodass sich zwischen de Kronenteil 2i und der Oberfläche 6a der Kolbenstange 6 ein Zwischenraum 2q ausbildet. Die erste Stirnseite 2d sowie die Berührungsfläche 3c des Abstreifers 3 liegen an der Oberfläche 6a der Kolbenstange 6 an, sodass Öl abgestreift wird, welches, wie mit dem Fluidstrom 8 dargestellt, über die Kanäle 2c radial nach Aussen entweicht. Die Kanäle 2c sind unten in
Umfangsrichtung lb mindestens entlang eines Winkelbereichs von 60 Grad angeordnet, wobei zwischen zwei Kanälen 2c je ein Kronenteil 2i angeordnet ist. Vorteilhafterweise weist jeder Kanal 2c in
Umfangsrichtung lb eine Breite entsprechend einem Winkelbereich von mindestens 10 Grad auf, sodass sich jeder Kanal 2c in
Umfangsrichtung lb über einen Winkelbereich von mindestens 10 Grad erstreckt. Oben ist zwischen dem links und rechts
angeordneten Kanal 2c ein im Wesentlichen halbkreisförmiges, durchgehendes Kronenteil 2p angeordnet, welches sich über einen Winkelbereich von mindestens 60 Grad erstreckt, wobei dieses halbkreisförmige Kronenteil 2p in Umfangsrichtung derart
durchgehend ausgestaltet ist, dass das Kronenteil 2p keinen
Durchlass aufweist. Diese Ausgestaltung weist den Vorteil auf, dass das abgestreifte Öl, wie mit dem Fluidstrom 8 dargestellt, nur nach unten entweichen kann, da der Ölabstreifring 1 gegen oben keinen durchgehenden Kanal 2c in radialer Richtung aufweist. In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung weisen benachbart
angeordnete Ölabstreifringe 1 wie in Figur 9 dargestellt eine
Verdrehsicherung auf, beispielsweise einen Fixierstift 5, um ein gegenseitiges Verdrehen der Ölabstreifringe 1 zu verhindern und um
vorzugsweise auch ein Verdrehen der Olabstreifringe 1 gegenüber dem Gehäuse 7 zu verhindern.
Der erfindungsgemässe Ölabstreifring 1 weist wie in Figur 9 und 7 dargestellt den Vorteil auf, dass die durch die Zwischenräume 2q ausgebildeten Drainagekanäle dem Abstreifer 3 aus Richtung B nicht nach- sondern vorgeschaltet sind, so dass sich zu einem
Verdichtungskolben 6d hin eine plane in Umfangsrichtung
durchgehende Fläche ausbildet. Diese Fläche wirkt als Dichtfläche und verhindert so das Austreten von Schmieröl in Verlaufsrichtung der Kolbenstange 6 aus dem jeweiligen Ölabstreifring 1. Darüber hinaus sind, wie in Figur 9 dargestellt, für den Einsatz in
horizontaler Anordnung vorteilhafterweise keine Drainagekanäle in der Schwerkraft entgegen gesetzter Richtung angeordnet. Das abgestreifte Öl wird somit wie in Figur 10 dargestellt nur seitlich und nach unten abgeführt. Auf diese Art wird ein Umströmen der einzelnen Abstreifer 3 beziehungsweise der einzelnen Olabstreifringe 1 verhindert. Vorteilhafterweise stellen zudem Fixierstifte 5 sicher, dass die Abstreifer 3 in der richtigen Position mit den abgedichteten Kanälen nach oben eingebaut werden.
Figur 14 zeigt eine Draufsicht auf ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Ölabstreifrings 1. Im Unterschied zu dem in Figur 2
dargestellten Ölabstreifring 1 weist der in Figur 14 dargestellte Ölabstreifring 1 ein sich in Umfangsrichtung lb über einen
Winkelbereich A erstreckendes, durchgehendes Kronenteil 2p auf. Der Winkelbereich A kann sich über einen Winkelbereich zwischen 60 Grad und 350 Grad erstrecken. Im dargestellten
Ausführungsbeispiel setzt sich das gesamte Kronenteil 2p aus drei Kronenteilsegmenten 2p 1, 2p2, 2p3 zusammen. Das gesamte
Kronenteil 2p könnte jedoch auch, unter anderem auch abhängig von der Grösse des Winkelbereichs A, nur ein einziges Kronenteilsegment 2p3 oder nur zwei Kronenteilsegmente 2p 1, 2p2, 2p3 umfassen. Figur 15 zeigt eine Draufsicht auf ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Halteringsegmentes 2a. Im Unterschied zu dem in Figur 4 dargestellten Halteringsegment 2a weist der in Figur 15 dargestellte Halteringsegment 2a ein Kronenteil 2i auf, das als ein durchgehendes Kronenteil 2p ausgestaltet ist, und sich in Umfangsrichtung lb über einen Winkelbereich A von etwa 60 Grad erstreckt. Ein Ölabstreifring 1 könnte beispielsweise zwei wie in Figur 4 dargestellte
Halteringsegmente 2a sowie ein wie in Figur 15 dargestelltes
Halteringsegment 2a umfassen, sodass der Ölabstreifring 1 ein durchgehendes Kronenteil 2p umfassen würde, welches sich über einen Winkelbereich A von etwa 60 Grad erstreckt. Der Winkelbereich A kann sich, bei einem Halteringsegment 2a, das sich über einen Winkelbereich von 120 Grad erstreckt, im Bereich zwischen 0 und 120 Grad liegen. Figur 16 zeigt eine Draufsicht auf ein weiteres Ausführungsbeispiel eines einstückigen Ölabstreifrings 1. Im Unterschied zu dem in Figur 12 dargestellten Ölabstreifring 1 weist der in Figur 16 dargestellte Ölabstreifring 1 ein durchgehendes Kronenteil 2p auf, das sich über einen Winkelbereich A erstreckt, welcher sich über einen Winkel zwischen 60 Grad und 350 Grad erstrecken kann. Im dargestellten Ausführungsbeispiel verläuft die radial verlaufende Stossstelle 2g durch das Kronenteil 2p. Die Stossstelle 2g könnte jedoch auch derart angeordnet sein, dass diese nicht im Winkelbereich A
angeordnet ist und daher nicht durch das Kronenteil 2p verläuft.