VERFAHREN UND VORRICHTUNG UM UNTERSUCHEN EINER PROBE IN BEZUG AUF DIE LEBENSDAUER EINES ANGEREGTEN ZUSTANDS
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Untersuchen einer Probe in Bezug auf die Lebensdauer eines angeregten Zustandes, insbesondere einer Fluoreszenzlebensdauer, und/oder in Bezug auf einen mit einer 5 Lebensdauer eines angeregten Zustandes, insbesondere einer Fluoreszenzlebensdauer, korrelierten Eigenschaft einer Probe, wobei ein Probenbereich mit einer Folge von Anregungslichtpulsen beleuchtet wird, und eine Vorrichtung zur Ausführung eines solchen Verfahrens.
Die Erfindung betrifft außerdem eine Vorrichtung, Mikroskop, insbesondere 10 Scanmikroskop, insbesondere konfokales Scanmikroskop, zum Untersuchen einer Probe in Bezug auf die Lebensdauer eines angeregten Zustandes, insbesondere einer Fluoreszenzlebensdauer, und/oder in Bezug auf einen mit einer Lebensdauer eines angeregten Zustandes, insbesondere einer Fluoreszenzlebensdauer, korrelierten Eigenschaft einer Probe, mit einer 15 Lichtquelle, die eine Folge von Anregungslichtpulsen zum Beleuchten eines Probenbereichs einer Probe erzeugt.
Durch Untersuchen der Lebensdauer der angeregten Zustände einer mit einem oder mehreren Fluoreszenzfarbstoffen markierten Probe können wichtige Erkenntnisse über die Eigenschaften der Probe gewonnen 20 werden. Insbesondere bei der Verwendung mehrerer
Fluoreszenzfarbstoffe können mithilfe der Fluorecence Lifetime Imaging Microscopy (FLI M) beispielsweise Erkenntnisse über einen untersuchten Probenbereich, wie die Zusammensetzung oder dessen Umgebung, gewonnen werden. So kann beispielsweise in der Zellbiologie durch
Messung der Lebensdauer der Fluoreszenzfarbstoffe indirekt auf die Kalziumkonzentration in einem Probenbereich geschlossen werden .
FLI M ist insbesondere eine Technik, mit welcher die unterschiedlichen Fluoreszenzabklingzeiten (z.B. verursacht durch Verwendung
verschiedener Farbstoffe oder durch unterschiedliche Mikroumgebung) als Kontrast in einem mikroskopischen Bild dargestellt werden können. Dabei werden Pixel für Pixel die Fluorezenzabklingzeiten gemessen dargestellt, wobei beispielsweise Pixeln mit unterschiedlichen
Fluoreszenzabklingzeiten unterschiedliche Farben zugeordnet werden. Es gibt eine Reihe von Methoden zur Messung der Lebensdauer der angeregten Zustände von Fluoreszenzfarbstoffen. Einige dieser
Methoden sind in den Kapiteln 4 und 5 des Lehrbuchs von Joseph R. Lakowicz, "Principles of Fluorescence Spectroscopy", Kluwer
Academic/Plenum Publishers, second edition, 1999, ausführlich beschrieben. Beispielsweise ist es möglich, die Leistung des
Anregungslichtes zeitlich zu modulieren, um aus der Phasenverzögerung des Emissionslichtes auf die Lebensdauer des angeregten Zustandes zu schließen.
Es ist auch möglich, die Fluoreszenzfarbstoffe mit kurzen Lichtpulsen anzuregen, um elektronisch den zeitlichen Versatz der
Emissionslichtpulse zu messen. Beispielsweise ist aus DE 10 2004 017 956 A1 ein Mikroskop zur Untersuchung der Lebensdauer angeregter Zustände in einer Probe mit mindestens einer Lichtquelle, die
Anregungslicht erzeugt, und mit mindestens einem Detektor, der von der Probe ausgehendes Detektionslicht empfängt, bekannt. Das Mikroskop ist dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle einen Halbleiterlaser beinhaltet, der gepulstes Anregungslicht emittiert, wobei eine
Einsteilvorrichtung zur Einstellung der Pulsrepetitionsrate auf die spezifischen Lebensdauereigenschaften der Probe vorgesehen ist.
Insbesondere die zur Datenauswertung erforderliche Elektronik wird - oft in Form von PC-Einsteckkarten - kommerziell angeboten. Eine solche Zeitmesskarte ist jedoch sehr aufwändig und teuer.
Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren anzugeben, das es erlaubt, auf einfache Weise Rückschlüsse in Bezug auf die Lebensdauer eines angeregten Zustandes, insbesondere einer Fluoreszenzlebensdauer, und/oder in Bezug auf einen mit einer
Lebensdauer eines angeregten Zustandes, insbesondere einer
Fluoreszenzlebensdauer, korrelierten Eigenschaft einer Probe ziehen zu können.
Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren gelöst, das dadurch gekennzeichnet ist, dass zeitlich zwischen den Anregungslichtpulsen jeweils innerhalb eines Detektionszeitfensters die Lichtmenge und/oder die Anzahl der Photonen des von dem Probenbereich ausgehenden Detektionslichtes, insbesondere Fluoreszenzlichtes, gemessen wird.
Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung anzugeben, die einfach aufgebaut sein kann und die es erlaubt, Rückschlüsse in Bezug auf die Lebensdauer eines angeregten Zustandes, insbesondere einer Fluoreszenzlebensdauer, und/oder in Bezug auf einen mit einer Lebensdauer eines angeregten Zustandes, insbesondere einer Fluoreszenzlebensdauer, korrelierten Eigenschaft einer Probe ziehen zu können.
Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung gelöst, die dadurch gekennzeichnet ist, dass ein Detektor zeitlich zwischen den Anregungslichtpulsen jeweils innerhalb eines Detektionszeitfensters die Lichtmenge und/oder die Anzahl der Photonen des von dem Probenbereich ausgehenden Detektionslichtes, insbesondere Fluoreszenzlichtes, misst.
Bei einer besonderen Ausführungsform ist vorgesehen, dass wenigstens zwei der Detektionszeitfenster zeitlich unterschiedlich lang sind und/oder
dass wenigstens zwei zeitlich zwischen unterschiedlichen Anregungslichtpulsen angeordnete Detektionszeitfenster zeitlich unterschiedlich lang sind. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass eine Steuerungsvorrichtung während eines Beleuchtens eines Probenbereichs mit der Folge von Anregungslichtpulsen die Dauer der Detektionszeitfenster verändert.
Es kann insbesondere vorgesehen sein, dass ein Detektionszeitfensterbeginn eines Detektionszeitfenster durch einen ersten zeitlichen Abstand zu dem vorausgegangenen Anregungslichtpuls definiert ist und dass ein Detektionszeitfensterende durch einen zweiten zeitlichen Abstand zu dem vorausgegangenen Anregungslichtpuls definiert ist.
Bei einer besonders einfach umsetzbaren Ausführung ist vorgesehen, dass die zweiten zeitlichen Abstände der Detektionszeitfenster zum vorausgegangenen Anregungslichtpuls gleich sind und dass während des Beleuchtens mit der Folge von Anregungslichtpulsen der erste zeitliche Abstand zur Erzeugung ungleich langer Detektionszeitfenster verändert, insbesondere vergrößert, wird.
Zur Ausführung des Verfahrens ist es vollkommen ausreichend, wenn zwischen zwei Anregungslichtpulsen ausschließlich jeweils ein einziges Detektionszeitfenster vorgesehen ist.
Insbesondere kann vorgesehen sein, dass jede gemessene Lichtmenge oder jede Photonenanzahl jeweils wenigstens einer das dazugehörige Detektionszeitfenster charakterisierenden Größe zugeordnet wird und/oder dass jede gemessene Lichtmenge oder jede Photonenanzahl jeweils dem Detektionszeitfensterbeginn des jeweils dazugehörigen Detektionszeitfensters zugeordnet wird, insbesondere wenn die zweiten Abstände der Detektionszeitfenster zum jeweils vorausgegangenen Anregungslichtpuls gleich sind. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass durch die Zuordnung eine Menge von n-Tupeln für die weitere Auswertung gebildet wird.
Auf diese Weise wird das Integral über die Abklingkurve sukzessive abgetastet. Durch Bilden der zeitlichen Ableitung kann dann auf den Verlauf der Abklingkurve geschlossen werden.
Beispielsweise durch ein Vergrößern des ersten zeitlichen Abstandes des Detektionszeitfensterbeginns zu dem jeweils vorausgegangenen Anregungslichtpuls bei gleichbleibenden zweiten Abständen der Detektionszeitfensterenden zu den jeweils vorausgegangenen Anregungslichtpulsen ist es ermöglicht, das Abklingverhalten eines Angeregten Zustandes bzw. der Angeregten Zustände der im Probenbereich befindlichen Fluoreszenzfarbstoffe auf einfache Weise zu charakterisieren. Durch das Konstanthalten der zweiten zeitlichen Abstände ist jedes Detektionszeitfenster durch eine einzige Größe, nämlich durch den Detektionszeitfensterbeginn, vollständig beschrieben. Dies ermöglicht es, die jeweils gemessene Lichtmenge bzw. die jeweils gemessene Photonenzahl lediglich einer einzigen Größe zuordnen zu müssen, so dass durch die Bildung von 2er-Tupeln das zeitliche Verhalten der Probe im Beleuchteten Bereich als Antwort auf die Anregungslichtpulse festgehalten und weiter ausgewertet werden kann.
Die Menge der durch die Zuordnung gebildeten n-Tupel, insbesondere 2er-Tupel, kann beispielsweise durch numerische Verfahren in Bezug auf die Lebensdauer eines angeregten Zustandes, insbesondere einer Fluoreszenzlebensdauer, und/oder in Bezug auf einen mit einer Lebensdauer eines angeregten Zustandes, insbesondere einer Fluoreszenzlebensdauer, korrelierten Eigenschaft einer Probe ausgewertet werden.
Wie bereits erwähnt kann beispielsweise vorgesehen sein, dass, insbesondere zur Ermittlung einer Fluoreszenzabklingkurve, die numerische zeitliche Ableitung aus der Menge der einander zugeordneten Tupel gebildet werden. Es ist auch möglich, aus den Ermittelten Tupeln zunächst auf den Verlauf einer durch die Tupel festgelegten Kurve zu schließen und dies dann zeitlich abzuleiten.
Es kann auch vorgesehen sein, dass aus der Menge der einander zugeordneten Tupel eine Abklinglebenszeit und/oder eine Fluoreszenzhalbwertzeit ermittelt werden. Dies kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass aus den gewonnenen Daten, insbesondere aus den n-Tupeln, die Zeitabstände ermittelt werden, innerhalb der die Zahl der detektieren Photonen auf 1/e bzw. um die Hälfte abgenommen hat.
Insbesondere um die Vergleichbarkeit der innerhalb der Detektionszeitfenster detektierten Lichtmengen bzw. Photonenzahlen zu gewährleisten ist vorzugsweise vorgesehen, dass die Anregungslichtpulse, insbesondere hinsichtlich Pulsdauer und Pulsenergie, gleich sind und/oder dass die zeitlichen Abstände der Anregungslichtpulse gleich sind. Insbesondere können Vorrichtungen zur Regelung der Pulsdauer und/oder zur Regelung der Lichtleistung vorgesehen sein, die diese Randbedingungen gewährleisten. Alternativ kann auch vorgesehen sein, dass Schwankungen betreffend der Eigenschaften der Anregungslichtpulse gemessen werden und bei der Auswertung zur Korrektur der gewonnenen Daten berücksichtigt werden.
Besonders vielseitig einsetzbar ist eine Ausführung, bei der die Anregungslichtpulse mit einem Weißlichtlaser, insbesondere einem Weißlichtlaser, der eine Photonic-Band-Gap-Faser oder eine Photonic-Cristal- Faser aufweist, erzeugt werden. Dies hat den Vorteil, dass weitgehend für jeden Fluoreszenzfarbstoff Licht der geeigneten Anregungslichtwellenlänge zur Verfügung gestellt werden kann. Es ist natürlich auch möglich, die Probe simultan mit Licht mehrerer Wellenlängen zu beaufschlagen, beispielsweise wenn die Probe mehrere unterschiedliche Fluoreszenzfarbstoffe beinhaltet.
Eine besonders präzise Detektion der jeweiligen Lichtmenge bzw. Photonenzahl ist möglich, wenn das Detektionslicht mit einem Hybriddetektor detektiert wird. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass das Detektionslicht mit einem Detektor detektiert wird, der eine Photokathode, aufweist, der ein Elektronenbeschleuniger und/oder ein Elektronenvervielfacher und anschließend eine Avalanchediode nachgeschaltet ist. Insbesondere
solche Detektoren weisen Eigenschaften auf, die eine besonders präzise Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ermöglichen; nämlich einen großen Dynamikbereich, eine große Empfindlichkeit und ein geringes Signal-zu-Rausch-Verhältnis. Bei einer besonders vorteilhaften Ausführung wird das Verfahren mit einem Scanmikroskop, insbesondere einem konfokalen Scanmikroskop, das beispielsweise eine Scaneinrichtung zum Lenken des Anregungslichtes und/oder des Detektionslichtes aufweisen kann, ausgeführt. Auf diese Weise ist es möglich, FLI M-Abbildungen des beleuchteten Probenbereichs zu erzeugen und dem Benutzer auf einem Display anzuzeigen.
Im Hinblick auf die erfindungsgemäße Vorrichtung kann insbesondere eine, vorzugsweise elektronische Steuerungsvorrichtung vorgesehen sein, die die zweiten Abstände der Detektionszeitfenster zum vorausgegangenen Anregungslichtpuls gleich hält und während des Beleuchtens mit der Folge von Anregungslichtpulsen den ersten Abstand, als den jeweiligen Detektionszeitfensterbeginn, verändert, insbesondere vergrößert.
Darüber hinaus kann auch vorgesehen sein, dass die Steuerungsvorrichtung oder eine Auswertevorrichtung jede gemessene Lichtmenge oder jede Photonenanzahl jeweils wenigstens einer das dazugehörige Detektionszeitfenster charakterisierenden Größe zuordnet und/oder dass die Steuerungsvorrichtung jede gemessene Lichtmenge oder jede Photonenanzahl jeweils dem Detektionszeitfensterbeginn des jeweils dazugehörigen Detektionszeitfensters zuordnet, letzteres insbesondere wenn die zweiten Abstände der Detektionszeitfenster zum jeweils vorausgegangenen Anregungslichtpuls gleich sind.
Insbesondere zur Ermittlung einer Fluoreszenzabklingkurve, kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass die Steuerungsvorrichtung oder eine
Auswertevorrichtung die zeitliche Ableitung und/oder die numerische zeitliche Ableitung aus der Menge der einander zugeordneten Tupel errechnet.
Es kann auch vorgesehen sein, dass die Steuerungsvorrichtung oder eine Auswertevorrichtung aus der Menge der einander zugeordneten Tupel eine Abklinglebenszeit und/oder eine Fluoreszenzhalbwertzeit ermittelt.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand schematisch dargestellt und wird anhand der Figuren nachfolgend beschrieben, wobei gleiche oder gleich wirkende Elemente zumeist mit denselben Bezugszeichen versehen sind. Dabei zeigen:
Fig. 1 Schematisch eine Illustration der zeitlichen Anordnung und Dimension der Anregungslichtpulse und der Detektionszeitfenster in Bezug auf ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Verfahrens,
Fig. 2 bis 9 Schematisch das Prinzip der Messwertgewinnung und
Datenauswertung in Bezug auf ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Verfahrens.
Figur 1 zeigt schematisch eine Illustration der zeitlichen Anordnung und Dimension der Anregungslichtpulse 1 und der Detektionszeitfenster 2 in Bezug auf ein mögliches Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Verfahrens.
Die Anregungslichtpulse 1 zur Beleuchtung eines Probenbereichs einer Probe beispielsweise mit einem konfokalen Scanmikroskop werden mit konstanter Repetitionsrate emittiert und weisen alle dieselbe Pulsdauer, sowie dieselbe Pulslichtleistung auf.
Zeitlich zwischen den Anregungslichtpulsen 1 und ausschließlich jeweils innerhalb eines auf einen Anregungslichtpuls 1 folgenden Detektionszeitfensters 2 wird jeweils die Lichtmenge und/oder die Anzahl der Photonen des von dem Probenbereich ausgehenden Detektionslichtes, insbesondere Fluoreszenzlichtes, gemessen, wobei sich die zeitlichen Längen der Detektionszeitfenster ta, tb, tc und td voneinander unterscheiden.
Der Detektionszeitfensterbeginn eines Detektionszeitfenster ist jeweils durch einen ersten zeitlichen Abstand t1a, t1b, t1c, t1d zu dem jeweils vorausgegangenen Anregungslichtpuls 1 definiert. Das Detektionszeitfensterende ist jeweils durch einen zweiten zeitlichen Abstand t2a, t2b, t2c, t2ci zu dem vorausgegangenen Anregungslichtpuls definiert, wobei die zeitlichen Abstände t2a, t2b, t2c, t2d zu dem vorausgegangenen Anregungslichtpuls in diesem Ausführungsbeispiel stets gleich sind.
Während des Beleuchtens mit der Folge von Anregungslichtpulsen 1 wird der erste zeitliche Abstand t1a, t1b, t1c, t1d zur Erzeugung ungleich langer Detektionszeitfenster 2 zunehmend vergrößert und dadurch die zeitlichen Längen der Detektionszeitfenster ta, tb, tc, td verringert.
Die Figuren 2 bis 9 illustrieren, wie durch Messung der Lichtmenge und/oder der Anzahl der Photonen des Detektionslichtes in jedem Detektionszeitfenster 2 das zeitliche Integral 3 der Fluoresezenzabklingkurve 4 - ausgehend von zunächst langen Detektionszeitfenstern 2 (Figur 2) und übergehend zu zunehmend kürzer werdenden Detektionszeitfenstern 2 (Figuren 3 bis 9) sukzessive abgetastet wird.
Jede gemessene Lichtmenge oder jede gemessene Photonenanzahl wird jeweils wenigstens einer das dazugehörige Detektionszeitfenster charakterisierenden Größe, nämlich jeweils dem Detektionszeitfensterbeginn zugeordnet und so 2er-Tupel von Messdaten erzeugt, die in den Figuren 2 bis 9 als Kreuze auf der Integralkurve 3 eingezeichnet sind.
Beispielsweise durch Interpolation kann auf den Verlauf der Integralkurve 3 geschlossen werden. Durch nummerisches Ableiten nach der Zeit unter Verwendung der 2er-Tupel oder durch zeitliches Ableiten der ermittelten Integralkurve 3 kann auf die Fluoresezenzabklingkurve 4 und damit auf die Lebensdauer eines angeregten Zustandes, insbesondere einer Fluoreszenzlebensdauer, und/oder auf eine mit einer Lebensdauer eines angeregten Zustandes, insbesondere einer Fluoreszenzlebensdauer, korrelierten Eigenschaft einer Probe geschlossen werden.
Insbesondere ist es möglich mit Hilfe der gemessenen und/oder errechneten Größen eine FLIM-Abbildung eines Probenbereiches zu erzeugen.
Die Erfindung wurde in Bezug auf eine besondere Ausführungsform beschrieben. Es ist jedoch selbstverständlich, dass Änderungen und Abwandlungen durchgeführt werden können, ohne dabei den Schutzbereich der nachstehenden Ansprüche zu verlassen.
Bezugszeichenliste:
1 Anregungslichtpulse
2 Detektionszeitfenster
3 Integral der Fluoresezenzabklingkurve 4
4 Fluoresezenzabklingkurve
ta, tb, tc, td zeitliche Länge des Detektionszeitfensters tia> tib, tic, tid erster zeitlicher Abstand
t2a, t2b, hc, hd zweiter zeitlicher Abstand