Elektrische Fluidpumpe
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Fluidpumpe mit einem Nassbereich gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 . Die Erfindung betrifft außerdem ein
Montageverfahren für eine derartige Fluidpumpe.
Aus der EP 2 476 914 A1 ist eine gattungsgemäße Fluidpumpe mit einem
Nassbereich bekannt, in welchem ein Pumpenrad und ein permanent erregter Rotor eines elektronisch kommutierten Elektromotors angeordnet sind. Die bekannte Fluidpumpe weist darüber hinaus einen Trockenbereich auf, in dem eine elektrische Leiterplatte angeordnet ist, die mehrere Leistungs-Halbleiter mit jeweils einer Kühlfahne aufweist. Der Nassbereich und der Trockenbereich sind dabei durch eine Trenneinrichtung getrennt, wobei die Leistungs-Halbleiter auf der dem Nassbereich zugewandten Seite der Leiterplatte angeordnet sind.
Um die Langlebigkeit moderner Fluidpumpen, insbesondere auch moderner Kühlmittel pumpen in einem Kraftfahrzeug, langfristig gewährleisten zu können, ist es erforderlich, die Steuerungselektronik, d.h. im vorliegenden Fall die auf einer Leiterplatte angeordneten Steuerelemente, wie beispielsweise Leistungs- Halbleiter (MOSFETs) zu kühlen. Hierdurch soll vor allem das hinsichtlich der Lebensdauer schwächste Glied einer Kette innerhalb der Fluidpumpe gestärkt werden.
Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, für eine elektrische Fluidpumpe der gattungsgemäßen Art eine verbesserte Ausführungsform anzugeben, die sich insbesondere durch eine gesteigerte Leistung und/oder Lebensdauer auszeichnet.
Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch die Gegenstände der
unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind
Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
Die vorliegende Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, die anstelle bisher im Bereich einer Steuerungselektronik einer Fluidpumpe, beispielsweise einer Kühl- oder Schmiermittelpumpe, verbauter SMD-Halbleiter (Surface- Mounted-Device) bzw. Bauteile durch bedrahtete Leistungs-Halbleiter zu ersetzen und diese separat zu kühlen, wodurch eine hinsichtlich der
Leistungsfähigkeit bzw. der Lebensdauer deutlich gesteigerte
Steuerungselektronik geschaffen werden kann, welche insbesondere für den Einsatz in leistungsgesteigerten Fluidpumpen von Vorteil ist. Die
erfindungsgemäße elektrische Fluidpumpe weist dabei einen Nassbereich auf, in welchem ein Pumpenrad und ein permanent erregter Rotor eines elektronisch kommutierten Elektromotors angeordnet sind. In einem dazu mittels einer Trenneinrichtung getrennten Trockenbereich ist eine elektrische Leiterplatte angeordnet, die mehrere Leistungs-Halbleiter mit jeweils einer Kühlfahne aufweist. Diese Leistungs-Halbleiter sind auf der dem Nassbereich zugewandten Seite der Leiterplatte angeordnet und erfindungsgemäß nicht mehr als SMD- Halbleiter ausgebildet, sondern als bedrahtete Leistungs-Halbleiter, die über elektrisch leitfähige Drähte beabstandet zur Leiterplatte angeordnet sind.
Hierdurch ist die Verwendung von deutlich größeren Leistungs-Halbleitern möglich, wodurch auch die Leistung der Steuerungselektronik gesteigert werden kann. Als zweites erfindungswesentliches Merkmal ist zu nennen, dass die Leistungs-Halbleiter und deren Kühlfahnen wärmeübertragend mit der
Trenneinrichtung und damit zumindest indirekt wärmeübertragend mit dem Nassraum verbunden sind, wodurch die Leistungs-Halbleiter vorteilhaft gekühlt werden können, was sich insbesondere auf deren Leistungsfähigkeit und auf deren Lebensdauer positiv auswirkt. Mit der erfindungsgemäß ausgebildeten
Steuerungselektronik und den auf der Leiterplatte bedrahtet angeordneten Leistungs-Halbleitern lassen sich insbesondere Fluidpumpen mit einer Leistung von 800 W oder größer problemlos realisieren, so dass derartige
leistungsgesteigerte Fluidpumpen, beispielsweise als Kühlmittelpumpen, in entsprechenden Kraftfahrzeugen eingebaut werden können. Übliche Pumpen mit solchen Leistungsanforderungen bauen recht groß, da die Elektronik durch große Kühlkörper, meist sogar in einem externen oder an die Pumpe angeflanschten Gehäusen befindlich, gekühlt werden müssen. Die erfindungsgemäße
Fluidpumpe zeichnet sich dagegen durch eine besonders kompakte Bauform aus, da die Elektronik direkt im Gehäuse der Fluidpumpe befindlich integriert wird.
Selbstredend kann die erfindungsgemäße Lösung auch für Fluidpumpen niedrigerer Leistungsklasse eingesetzt werden, insbesondere wenn ein
Baukastensystem zum Einsatz kommt, das den Zusammenbau von
leistungsstarken und weniger leistungsstarken Pumpen mit vielen Gleichteilen ermöglicht.
Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lösung ist die Trenneinrichtung aus zumindest einem Spalttopf und einem den Rotor lagernden Lagerelement zusammengesetzt, wobei die Leistungs-Halbleiter und deren Kühlfahnen wärmeübertragend mit dem Lagerelement verbunden sind. Das Lagerelement bildet in diesem Fall einen stirnseitigen Abschluss des Spalttopfes und zugleich eine Lagerstelle für eine Welle des Rotors. An einer Innenseite des Lagerelements sind die einzelnen Leistungs-Halbleiter sowie deren Kühlfahnen wärmeübertragend mit dem Lagerelement verbunden, wobei das gesamte Lagerelement aus einem gut wärmeleitenden Material, beispielsweise aus Aluminium, ausgebildet ist, um die beim Betrieb der Leistungs-Halbleiter entstehende Wärme über das Lagerelement an das Fluid im Nassbereich der
Fluidpumpe abführen zu können. Der Spalttopf selbst kann aus einem anderen Material, beispielsweise aus einem Kunststoff, ausgebildet sein, wobei das Lagerelement und der Spalttopf zusammen die Trenneinrichtung bilden, die den Nassraum vom Trockenraum der Fluidpumpe trennt. Das Lagerelement ist dabei, beispielsweise über eine Dichtung, fluiddicht mit dem Spalttopf verbunden, wobei bei einer entsprechenden Materialauswahl selbstverständlich auch ein
fluiddichtes Verkleben oder Verschweißen denkbar ist. Um eine möglichst hohe Wärmeabführrate erzielen zu können, weist das Lagerelement eine hohe
Wärmeleitfähigkeit auf, die auf jeden Fall höher ist als diejenige des Spalttopfs.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Lösung ist ein Federelement vorgesehen, welche zumindest die Leistungs-Halbleiter gegen das Lagerelement der Trenneinrichtung vorspannt und dadurch einen wärmeübertragenden Kontakt sicherstellt. Um eine möglichst hohe
Wärmeübertragungsrate erzielen zu können, ist ein möglichst großflächiger Kontakt zwischen den Leistungs-Halbleitern und dem Lagerelement erforderlich, wobei ein Abheben des Leistungs-Halbleiters von der Oberfläche des
Lagerelements unbedingt vermieden werden muss, da hierdurch ein Luftspalt entstehen würde, der in der Art einer Isolierschicht wirkt. Um ein Abheben der Leistungs-Halbleiter vom Lagerelement zu verhindern, ist das erfindungsgemäße Federelement vorgesehen, welches die einzelnen Leistungs-Halbleiter
permanent gegen die Oberfläche des Lagerelements vorspannt und diese dadurch diese in wärmeübertragendem Kontakt mit dem Lagerelement hält.
Zudem wird dadurch eine vibrations- und schwingungsfeste Fixierung der Leistungs-Halbleiter ermöglicht, was die Ausfallsicherheit der Pumpe erhöht. Selbstverständlich ist bei einer entsprechenden Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Federelements auch ein Vorspannen der jeweiligen
Kühlfahnen der Leistungs-Halbleiter gegen das Lagerelement denkbar. Das Federelement kann beispielsweise in der Art einer Tellerfeder mit sternförmig
abstehenden Federarmen ausgebildet sein, wobei jeder Federarm einem
Leistungs-Halbleiter zugeordnet ist und diesen gegen das Lagerelement der Trenneinrichtung vorspannt. Die einzelnen Leistungs-Halbleiter sind somit sternförmig bzw. kreisförmig angeordnet und werden von dem zentral
angeordneten und mit Federarmen ausgebildeten Federelement radial nach außen gegen das Lagerelement gedrückt. Das Federelement kann zur besseren Fixierung mit einer Innenöffnung auf einem Dom des Lagerelements sitzen und dadurch eine eindeutige Lagefixierung erfahren.
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist es denkbar die Leistungs- Halbleiter nicht kreisförmig anzuordnen, sondern in Reihe, insbesondere in zwei parallel zueinander ausgerichtete, gegenüberliegende Reihen. In solch einer Anordnung hat das Federelement einen rechteckigen Querschnitt, wobei die Federarme an zwei Längsseiten des Rechtecks angeordnet sind und somit die Leistungs-Halbleiter gegen das Lagerelement der Trenneinrichtung vorspannen. Das Federelement kann wiederum zur besseren Fixierung und zur genauen Positionierung mit einer Innenöffnung auf einem Dom des Lagerelements sitzen.
Zweckmäßig weist die Leiterplatte eine zentrale Öffnung auf, über welche ein (Draht-)Raum zwischen der Leiterplatte und dem Lagerelement, in welchem auch die Leistungs-Halbleiter angeordnet sind bzw. welcher von den kreisförmigen Leistungs-Halbleitern begrenzt ist, zugänglich ist, wobei eine Größe der Öffnung zumindest 5 mm2 beträgt. Die zentrale Öffnung in der Leiterplatte ermöglicht ein Aufschieben des Federelements auf den Dom des Lagerelements nach der Montage der Leiterplatte zusammen mit den Leistungs-Halbleitern und damit ein Verpressen des Federelements durch die zentrale Öffnung der Leiterplatte, wodurch dieses die zugehörigen Leistungs-Halbleiter über seine Federarme gegen das Lagerelement drückt. Dadurch kann die Montage der
erfindungsgemäßen Fluidpumpe deutlich vereinfacht werden.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemaßen Lösung sind die Leistungs-Halbleiter kreisförmig auf der Leiterplatte angeordnet, wobei der Spalttopf der Trenneinrichtung in einzelnen Kontaktbereichen mit den jeweiligen Leistungs-Halbleitern gerade Wandabschnitte aufweist, um dadurch eine flächige Anlage der Leistungs-Halbleiter zu ermöglichen. Sind
beispielsweise acht Leistungs-Halbleiter vorgesehen, so werden diese in der Art eines Achtecks zueinander auf der Leiterplatte angeordnet, wobei in diesem Fall der mit dem Lagerelement verbundene Spalttopf sowie beispielsweise auch das Lagerelement selbst eine achteckseitige Außenkontur aufweist, wobei an den geraden Wandabschnitten des Achtecks jeweils ein Leistungs-Halbleiter wärmeübertragend anliegt. In diesem Fall besitzt das Federelement acht
Federarme, wovon jeder einen zugehörigen Leistungs-Halbleiter gegen einen zugehörigen Wandabschnitt des Spalttopfes drückt.
In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind die Leistungs-Halbleiter in zwei Reihen auf der Leiterplatte angeordnet, so dass die Leistungs-Halbleiter parallel zueinander ausgerichtet sind und die beiden Reihen vorzugsweise gegenüberliegen. Der Spalttopf der Trenneinrichtung weist in den
Kontaktbereichen mit den jeweiligen Leistungs-Halbleitern gerade
Wandabschnitte auf, um dadurch eine flächige Anlage der Leistungs-Halbleiter zu ermöglichen. Bei sechs anzuordnenden Leistungs-Halbleitern wären das jeweils drei Leistungs-Halbleiter pro Reihe, die an zwei geraden, gegenüberliegenden Wänden des Lagerelements anliegen. Das Federelement hat in diesem Fall sechs Federarme, die die Leistungs-Halbleiter gegen den zugehörigen geraden Wandabschnitt drücken.
Zur besseren Wärmeübertragung kann selbstverständlich zusätzlich zwischen dem jeweiligen Leistungs-Halbleiter und dem Wandabschnitt des Lagerelements ein Wärmeleitgel angeordnet sein.
Die vorliegende Erfindung beruht weiter auf dem allgemeinen Gedanken, eine zuvor beschriebene Fluidpumpe möglichst einfach montieren zu können. Hierzu wird zunächst ein elektronisch kommutierter Elektromotor in ein Gehäuse der Fluidpumpe eingebaut, wobei ein Stator von dem Rotor des Elektromotors durch einen Spalttopf getrennt ist. Anschließend bzw. zuvor erfolgt die Montage der Leistungs-Halbleiter auf der Leiterplatte sowie die komplette Fertigstellung der Leiterplatte und damit die komplette Fertigung der Steuerungselektronik.
Anschließend erfolgt die Fertigstellung der Trenneinrichtung durch Einbau des Lagerelements und fluiddichtem Verbinden desselben mit dem Spalttopf. Der Einbau des Lagerelements erfolgt dabei durch ein stirnseitiges Aufsetzen auf den Spalttopf. In einem weiteren Verfahrensschritt wird das erfindungsgemäße Federelement in einen Drahtraum der Leiterplatte eingesetzt, wobei dieser Drahtraum durch die Drähte zur Verbindung der Leistungs-Halbleiter mit der Leiterplatte begrenzt ist. Die derartig vormontierte Leiterplatte wird nun auf das Lagerelement aufgesetzt und zwar derart, dass die Leistungs-Halbleiter und deren Kühlfahnen an den jeweils zugehörigen Wandabschnitten des
Lagerelements anliegen. Abschließend greift man durch die Öffnung der
Leiterplatte, beispielsweise mit einem entsprechenden Werkzeug, und schiebt das Federelement auf den Dom des Lagerelements, wobei bei dem Aufschieben zugleich ein Verspannen der Federarme des Federelements gegen die zugehörigen Leistungs-Halbleiter und damit ein Andrücken derselben an die zugehörigen Wandabschnitte des Lagerelements erfolgt. Je nach eingesetztem Federelement kann das Verspannen auch durch eine Drehung des
Federelements beziehungsweise durch eine plastische Verformung des
Federelements in Form einer Bombierung, also einer definierten Verformung des Blechs des Federelements, erfolgen.
Hierdurch ist eine vergleichsweise einfache Montage der erfindungsgemäßen Fluidpumpe möglich, bei welcher jedoch zuverlässig sichergestellt werden kann, dass die jeweiligen Leistungs-Halbleiter in gutem wärmeübertragenden Kontakt zum Lagerelement stehen.
Selbstverständlich kann auch zunächst eine Fixierung der Leistungs-Halbleiter mit ihren Kühlfahnen an den jeweiligen Wandabschnitten des Lagerelements erfolgen, wobei erst anschließend die Leiterplatte aufgesetzt und die Bedrahtung der einzelnen Leistungs-Halbleiter durch entsprechenden Bohrungen der Leiterplatte geführt werden. Anschließend erfolgt die Verlötung der Bedrahtung mit der Leiterplatte. Ebenfalls ist denkbar, dass zunächst eine komplette
Fertigung der Steuerungselektronik, d.h. der Leiterplatte mit den darauf angeordneten Leistungs-Halbleitern erfolgt, woraufhin die Leiterplatte zusammen mit den Leistungs-Halbleitern in ihre Endlage in das Lagerelement eingepresst werden. Der nun zwischen der Leiterplatte und dem Lagerelement verbleibende (Draht-)Raum kann anschließend mit einer entsprechenden Vergussmasse zur Fixierung der einzelnen Leistungs-Halbleiter vergossen werden.
Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen
Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.
Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen auf gleiche oder ähnliche oder funktional gleiche Bauteile beziehen.
Dabei zeigen, jeweils schematisch,
Fig. 1 eine Schnittdarstellung durch eine erfindungsgemäße
Fluidpumpe,
Fig. 2 eine Schnittdarstellung gemäß der Schnittebene A-A durch die erfindungsgemäße Fluidpumpe,
Fig. 3 eine Schnittdarstellung gemäß der Fig. 2 durch eine weitere
Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Fluidpumpe.
Entsprechend der Fig. 1 weist eine erfindungsgemäße elektrische Fluidpumpe 1 , die beispielsweise als Kühlmittelpumpe oder als Schmiermittelpumpe in einem Kraftfahrzeug ausgebildet sein kann, einen Nassbereich 2 auf, in welchem ein permanent erregter Rotor 3 eines elektronisch kommutierten Elektromotors 4 angeordnet ist. In einem dazu mittels einer Trenneinrichtung 5 getrennten
Trockenraum 6 ist eine Steuerungselektronik 7 mit einer elektrischen Leiterplatte 8 angeordnet, die mehrere Leistungs-Halbleiter 9 mit jeweils einer Kühlfahne 10 aufweist. Die Trenneinrichtung 5 umfasst dabei einen Spalttopf 1 1 sowie ein fluiddicht damit verbundenes Lagerelement 12,12'. Die Leistungs-Halbleiter 9 sind dabei auf der dem Nassbereich 2 zugewandten Seite der Leiterplatte 8 angeordnet.
Um nun die Leistung der erfindungsgemäßen Fluidpumpe 1 steigern zu können, sind vergleichsweise groß bauende Leistungs-Halbleiter 9 vorgesehen, die über elektrisch leitfähige Drähte 13 beabstandet zur Leiterplatte 8 angeordnet sind. Zugleich sind die Leistungs-Halbleiter 9 und deren Kühlfahnen 10
wärmeübertragend mit der Trenneinrichtung 5, konkret mit dem Lagerelement 12, 12', verbunden.
Wie im vorherigen Absatz beschrieben, ist die Trenneinrichtung 5 aus dem
Spalttopf 1 1 sowie dem den Rotor 3 lagernden Lagerelement 12, 12'
zusammengesetzt, wobei die Leistungs-Halbleiter 9 sowie deren Kühlfahnen 10 wärmeübertragend, d.h. großflächig, mit dem Lagerelement 12, 12' verbunden sind. Um die Wärmeabfuhr der Leistungs-Halbleiter 9 zusätzlich steigern zu können, kann zwischen diesen und dem Lagerelement 12, 12' beispielsweise ein nicht näher beschriebenes Wärmeleitgel bzw. eine Wärmeleitbeschichtung angeordnet sein, und/oder es ist ein Federelement 14, 14' vorgesehen, welches zumindest die Leistungs-Halbleiter 9 gegen das Lagerelement 12, 12' der
Trenneinrichtung 5 vorspannt und dadurch den wärmeübertragenden Kontakt und indirekt damit auch die Kühlung der Leistungs-Halbleiter 9 zuverlässig sicherstellt. Das Federelement 14,14' kann dabei in der Art einer Tellerfeder oder rechteckförmig ausgebildet sein (vgl. Fig. 2 und Fig. 3) und sternförmig
beziehungsweise längsseitig abstehende Federarme 15, 15' besitzen, die jeweils einem Leistungs-Halbleiter 9 zugeordnet sind und diesen gegen das
Lagerelement 12,12' der Trenneinrichtung 5 vorspannen.
Zusätzlich besitzt das Federelement 14, 14' eine Innenöffnung 16,16', mittels welcher es auf einem Dom 17,17' des Lagerelements 12, 12' positioniert werden kann. Durch das derart ausgebildete Federelement 14, 14' wird ein permanenter wärmeübertragender Kontakt und damit eine permanente Wärmeabfuhr aus den
Leistungs-Halbleitern 9 in das Lagerelement 12, 12' und damit in den
Nassbereich 2, gewährleistet.
Betrachtet man nochmals die Fig. 1 , so kann man erkennen, dass die Leiterplatte 8 eine zentrale Öffnung 18 besitzt, über welche ein (Draht-)Raum 19 zwischen der Leiterplatte 8 und dem Lagerelement 12, 12', in welchem auch die Leistungs- Halbleiter 9 angeordnet sind, zugänglich ist. Die Öffnung 18 besitzt dabei eine Größe von zumindest 5 mm2, um insbesondere mit einem Werkzeug durch die Leiterplatte 8 hindurchgreifen zu können, mittels welchem beispielsweise das Federelement 14,14' auf den Dom 17, 17' aufgeschoben und gleichzeitig die Leistungs-Halbleiter 9 gegen das Lagerelement 12, 12' verpresst werden.
Betrachtet man die Fig. 2, so kann man erkennen, dass die Leistungs-Halbleiter 9 kreisförmig, hier in der Art eines Achtecks, auf der Leiterplatte 8 angeordnet sind, wobei das Lagerelement 12 in einzelnen Kontaktbereichen mit den jeweiligen Leistungs-Halbleitern 9 gerade Wandabschnitte 20 aufweist, um eine flächige Anlage der Leistungs-Halbleiter 9 zu ermöglichen. Selbstverständlich ist auch lediglich das Vorsehen von zumindest drei, vier, sechs oder mehr als acht Leistungs-Halbleitern 9 denkbar, wobei dann in diesem Fall die Querschnittsform des Lagerelements 12 entsprechend angepasst sein sollte, um stets eine flächige und gut wärmeübertragende Verbindung zwischen den Leistungs-Halbleitern 9 und dem Lagerelement 12 zu ermöglichen. Die Leistungs-Halbleiter 9 sind vorzugsweise kreisförmig und in mindestens einer Reihe auf der Leiterplatte 8 angeordnet. Selbstverständlich ist auch eine mehrreihige Anordnung denkbar.
In Fig. 3 kann man erkennen, dass die Leistungs-Halbleiter 9 in zwei
gegenüberliegenden Reihen, rechteckförmig, auf der Leiterplatte 8 angeordnet sind, wobei das Lagerelement 12' in den Kontaktbereichen mit den Leistungs- Halbleitern 9 pro Reihe einen geraden Wandabschnitt 20' aufweist, der eine
flächige Anlage der Leistungs-Halbleiter 9 ermöglicht. Es ist in diesem Fall auch denkbar weniger oder mehr als die dargestellten sechs Leistungs-Halbleiter 9 anzuordnen derart anzuordnen. Die Leistungs-Halbleiter 9 werden durch ein rechteckförmiges Federelement 14' an die geraden Wandabschnitte 20' angepresst wobei das Federelement 14' in der Mitte eine Öffnung 16' aufweist, die auf einem Dom 17' positioniert ist. 9.
Generell können die die Leitungs-Halbleiter 9 Kondensatoren und/oder
MOSFETs sein.
Im Folgenden soll noch kurz ein vereinfachtes Montageverfahren für eine derartige Fluidpumpe 1 angegeben werden:
Zunächst wird bei dem Montageverfahren der Elektromotor 4 in ein Gehäuse 21 der Fluidpumpe 1 eingebaut, wobei ein Stator 22 vom Rotor 3 durch einen Spalttopf 1 1 getrennt ist. Anschließend erfolgt die Montage der
Steuerungselektronik 7, insbesondere durch die Montage der Leistungs- Halbleiter 9 auf der Leiterplatte 8. In einem darauf folgenden Verfahrensschritt wird die Trenneinrichtung 5 durch Einbau des Lagerelements 12, 12' und fluiddichtes Verbinden desselben mit dem Spalttopf 1 1 fertiggestellt.
Anschließend wird das Federelement 14, 14' in den Drahtraum/Raum 19 der Leiterplatte 8 eingesetzt, wobei der Drahtraum 19 durch die Drähte 13 zur Verbindung der Leistungs-Halbleiter 9 mit der Leiterplatte 8 nach außen begrenzt ist. Anschließend erfolgt das Aufsetzen der Leiterplatte 8 zusammen mit den Leistungs-Halbleitern 9 auf das Lagerelement 12, 12' und zwar derart, dass die Leistungs-Halbleiter 9 und deren Kühlfahnen 10 am Lagerelement 12, 12' anliegen. Durch Eingreifen eines entsprechenden Werkzeugs durch die Öffnung 18 kann anschließend bzw. abschließend das Federelement 14, 14' auf den Dom 17, 17' des Lagerelements 12, 12' aufgeschoben werden und dadurch verpresst
werden, wobei gleichzeitig ein Verspannen der Federarme 15, 15' des
Federelements 14, 14' gegen die zugehörigen Leistungs-Halbleiter 9 erfolgt. Das Verspannen der Federarme 15, 15' gegen die Leistungs-Halbleiter 9 bewirkt dabei ein Anpressen der Leistungs-Halbleiter 9 gegen die Wandabschnitte 20, 20' des Lagerelements 12 und damit das Herstellen eines gut
wärmeübertragenden Kontakts.
Mit der erfindungsgemäßen Fluidpumpe 1 und mit dem erfindungsgemäßen Montageverfahren lassen sich insbesondere leistungsgesteigerte Fluidpumpen 1 herstellen, bei welchen insbesondere eine erhöhte Lebensdauer durch eine gezielte und effektive Kühlung der Steuerungselektronik 7 und insbesondere der Leistungs-Halbleiter 9 erreicht wird.