Verfahren zum Herstellen einer elektronischen Vorrichtung und daraus erhältliche elektronische Vorrichtung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen einer elektronischen Vorrichtung und eine gemäß dem Verfahren erhältliche elektronische Vorrichtung.
Elektronische Vorrichtungen, insbesondere Halbleiterstrukturen, Solarzellen oder Elektroden, sind z.B. mittels des auf dem Gebiet der
Halbleiterherstellung bekannten Lift-Off- Verfahrens erhältlich.
Üblicherweise erfolgt das Strukturieren einer löslichen Beschichtung beim Lift-Off -Verfahren dadurch, dass man die lösliche Beschichtung
bereichsweise belichtet und anschließend in einem Entwicklungsschritt strukturiert. In der Literatur wurde vor kurzem eine Methode zur
Feinstrukturierung von aufgedampftem Material beschrieben:
K. D. M. Rao, C. Hunger, R. Gupta, G. U. Kulkarni, M. Thelakkat:„A cracked polymer templated metal network as a transparent conducting electrode for ITO-free organic solar cells", Phys. Chem. Chem. Phys., 2014, Band 16, Seiten 15107-15110; und
S. Kiruthika, R. Gupta, K. D. M. Rao, S. Chakraborty, N. Padmavathy, G. U. Kulkarni:„Large area Solution processed transparent conducting electrode based on highly interconnected Cu wire network", J. Mater. Chem. C, 2014, Band 2, Seiten 2089-2094.
Gemäß der obigen Literatur wird zunächst auf eine Folie eine Beschichtung aufgebracht, die beim Trocknen zahlreiche Risse ausbildet. Diese Risse bilden ein dichtmaschiges, zusammenhängendes Netz. Beim nachfolgenden Aufdampfen eines Materials wird das Material sowohl auf (d.h. oberhalb)
der Beschichtung, als auch in den Rissen deponiert. Beim Entfernen der Beschichtung, z.B. durch Waschen mit geeigneten Lösungsmitteln, wird auch das oberhalb der Beschichtung aufgedampfte Material entfernt. Übrig bleibt lediglich das in den Riss-Linien vorhandene, aufgedampfte Material.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das im Stand der Technik bekannte Herstellungsverfahren zu verbessern. Insbesondere sollen weiter entwickelte elektronische Vorrichtungen bereitgestellt werden. Diese Aufgabe wird durch die in den unabhängigen Ansprüchen definierten Merkmalskombinationen gelöst. Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Zusammenfassung der Erfindung
1. (Erster Aspekt) Ein Verfahren zum Herstellen einer elektronischen
Vorrichtung, umfasst die folgenden Schritte:
B) Aufbringen einer ersten Beschichtung, insbesondere gebildet aus einer Waschfarbe oder einem transparenten Lack, auf ein Trägersubstrat in ersten
Bereichen;
C) Aufbringen einer zweiten, Riss-bildenden Beschichtung auf das
Trägersubstrat in zweiten Bereichen und Trocknen der Riss-bildenden Beschichtung, wobei die Beschichtung beim Trocknen zahlreiche Risse in Form eines dichtmaschigen, zusammenhängenden Netzes ausbildet;
D) Aufbringen einer Metallisierung auf das Trägersubstrat, sodass
- in dritten Bereichen - außerhalb der ersten Bereiche und außerhalb der zweiten Bereiche - das Metall auf dem Trägersubstrat abgeschieden wird,
- in den zweiten Bereichen das Metall innerhalb der Risse der mit Rissen versehenen Beschichtung auf dem Trägersubstrat abgeschieden wird und außerhalb der Risse der mit Rissen versehenen Beschichrung oberhalb der mit Rissen versehenen Beschichtung abgeschieden wird; und
E) Entfernen des oberhalb der ersten und der zweiten Beschichtung vorliegenden Metalls in den ersten Bereichen und in den zweiten Bereichen, sodass das erhaltene Trägersubstrat so beschaffen ist, dass es:
- in den ersten Bereichen keine Metallisierung aufweist,
- in den zweiten Bereichen eine transparente, leitfähige Metallisierung in Form eines dichtmaschigen, zusammenhängenden Netzes aufweist, und
- in den dritten Bereichen, die nicht zu den ersten Bereichen und den zweiten Bereichen gehören, eine opake, leitfähige Metallisierung aufweist. 2. (Bevorzugte Ausgestaltung des ersten Aspekt) Verfahren zum Herstellen einer (opto)elektronischen Vorrichtung, umfassend die folgenden Schritte:
A) Bereitstellen eines Träger Substrats;
B) das Aufbringen einer Waschfarbe auf das Trägersubstrat in ersten, ein erstes Motiv bildenden Bereichen;
C) das Aufbringen einer Riss-bildenden Beschichtung auf das Trägersubstrat in zweiten, ein zweites Motiv bildenden Bereichen und Trocknen der Rissbildenden Beschichtung, wobei die Beschichtung beim Trocknen zahlreiche Risse in Form eines dichtmaschigen, zusammenhängenden Netzes ausbildet; D) das Aufbringen einer Metallisierung auf das Trägersubstrat, sodass - in den Bereichen außerhalb der ersten, ein erstes Motiv bildenden Bereiche und außerhalb der zweiten, ein zweites Motiv bildenden Bereiche das Metall auf dem Trägersubstrat abgeschieden wird;
- in den zweiten, ein zweites Motiv bildenden Bereichen das Metall innerhalb der Risse der mit Rissen versehenen Beschichtung auf dem
Trägersubstrat abgeschieden wird und außerhalb der Risse der mit Rissen
versehenen Beschichtung oberhalb der mit Rissen versehenen Beschichtung abgeschieden wird;
E) das Entfernen der Waschfarbe in den ersten Bereichen und das Entfernen der mit Rissen versehenen Beschichtung in den zweiten Bereichen
zusammen mit dem oberhalb der Beschichtung vorliegendem Metall, sodass das erhaltene Trägersubstrat so beschaffen ist, dass es:
- in den ersten, ein erstes Motiv bildenden Bereichen keine Metallisierung aufweist;
- in den zweiten, ein zweites Motiv bildenden Bereichen eine transparente, leitfähige Metallisierung in Form eines dichtmaschigen,
zusammenhängenden Netzes aufweist;
- in den Bereichen, die nicht zu den ersten, ein erstes Motiv bildenden Bereiche und den zweiten, ein zweites Motiv bildenden Bereichen gehören eine opake bzw. kontinuierliche, leitfähige Metallisierung aufweist.
Das Aufbringen der Riss-bildenden Beschichtung kann z.B. drucktechnisch erfolgen, insbesondere mittels Tiefdruck, Flexodruck oder mittels eines Inkjet- Verfahrens. Unter dem obigen Begriff„opake bzw. kontinuierliche Metallisierung" ist eine vollflächige bzw. durchgängige Metallschicht zu verstehen, die insbesondere eine gleichmäßige Schichtdicke aufweist.
Das im Schritt A) bereitgestellte Trägersubstrat kann insbesondere
transparent, semitransparent oder opak sein. Das Träger subs trat kann z.B. ein Glassubstrat, eine Folie oder ein Multilayer- Aufbau sein. Der Multilayer- Aufbau kann insbesondere funktionelle organische und/ oder anorganische Schichten aufweisen, die einen Teil einer (opto) elektronischen Vorrichtung, z.B. eine Solarzelle, darstellen.
Der Schritt E) des Entfernens kann z.B. durch Waschen mit einem geeigneten Lösungsmittel erfolgen. Alternativ kann der Schritt des Entfernens mittels einer separat bereitgestellten, eine klebfähige Schicht aufweisenden
Vorrichtung erfolgen, wobei die Vorrichtung mittels der klebfähigen Schicht an dem zu entfernenden Material des Trägersubstrats fixiert und nach dem Fixieren zusammen mit dem vom Trägersubstrat zu entfernenden Material vom Trägersubstrat abgezogen wird. 3. (Bevorzugte Ausgestaltung) Verfahren nach Absatz 1, 2 oder 3, wobei der Schritt B) vor dem Schritt C) durchgeführt wird oder der Schritt B) nach dem Schritt C) durchgeführt wird.
4. (Zweiter Aspekt der Erfindung) Verfahren zum Herstellen einer
(opto)elektronischen Vorrichtung, umfassend die folgenden Schritte:
a) das Bereitstellen eines ersten Trägersubstrats;
b) das Aufbringen einer Riss-bildenden Beschichtung auf das erste
Trägersubstrat in ersten, ein erstes Motiv bildenden Bereichen und Trocknen der Riss-bildenden Beschichtung, wobei die Beschichtung beim Trocknen zahlreiche Risse in Form eines dichtmaschigen, zusammenhängenden Netzes ausbildet;
c) das Aufbringen einer Metallisierung auf das im Schritt b) erhaltene erste Trägersubstrat auf solche Weise, dass
- in den Bereichen außerhalb der mit Rissen versehenen Beschichtung das Metall auf dem Trägersubstrat abgeschieden wird; und
- in den Bereichen der mit Rissen versehenen Beschichtung das Metall innerhalb der Risse auf dem Trägersubstrat abgeschieden wird und außerhalb der Risse oberhalb der mit Rissen versehenen Beschichtung abgeschieden wird;
d) das separate Bereitstellen eines zweiten Trägersubstrats, das mit einer klebfähigen Beschichtung versehen ist;
e) das Fixieren des separat bereitgestellten zweiten Trägersubstrats mittels der klebfähigen Beschichtung an der mit Rissen versehenen Beschichtung des nach den Schritten a), b) und c) erhaltenen ersten Träger Substrats;
f) das Ablösen des die klebfähige Beschichtung aufweisenden zweiten Trägersubstrats zusammen mit an der klebfähigen Beschichtung haftendem Metall vom ersten Trägersubstrat, sodass das erhaltene erste Trägersubstrat so beschaffen ist, dass es
- in den ersten, ein erstes Motiv bildenden Bereichen eine transparente, leitfähige Metallisierung in Form eines dichtmaschigen,
zusammenhängenden Netzes aufweist;
- in den Bereichen, die nicht zu den ersten, ein erstes Motiv bildenden Bereichen gehören eine opake, leitfähige Metallisierung aufweist.
Das Aufbringen der Riss-bildenden Beschichtung kann z.B. drucktechnisch erfolgen, insbesondere mittels Tiefdruck, Flexodruck oder mittels eines Inkjet- Verfahrens. 4. (Dritter Aspekt der Erfindung) Elektronische Vorrichtung, erhältlich durch das Verfahren gemäß einem der Absätze 1 bis 4.
Ausführliche Beschreibung der Erfindung Der vorliegenden Erfindung liegt die Idee zugrunde, die auf dem Gebiet der Sicherheitselement-Herstellung für Wertdokumente bekannten Technologien zur Feinstrukturierung von Metallisierungen für die Bereitstellung
(opto)elektronischer Vorrichtungen heranzuziehen. Zu den Technologien
gehören u.a. die Verwendung eines (Photo-)Resistlacks, der Einsatz eines Ätz-Mediums sowie die Verwendung von Waschfarbe.
Sicherheitselemente mit im Durchlicht, und gegebenenfalls auch im Auflicht, visuell erkennbaren Zeichen sind bekannt. Die Zeichen können beliebige Formen haben, wie Zahlen, Buchstaben, Muster, geometrische oder figürliche Darstellungen etc., und werden allgemein unabhängig von ihrer Form als„Negativschrift" bezeichnet. Die Sicherheitselemente werden z.B. hergestellt, indem ein transparentes Substrat mit einer Beschichtung, im Allgemeinen einer metallischen Beschichtung (bzw. Metallisierung), versehen wird, die dann an bestimmten Stellen wieder entfernt wird. Hält man das Sicherheitselement gegen das Licht, erscheinen die Bereiche mit metallischer oder sonstiger Beschichtung dunkel. Die Bereiche, an denen die Beschichtung entfernt wurde, erscheinen dagegen hell oder zumindest deutlich heller als die beschichteten Bereiche, je nach Transparenz des
Substrats. Je transparenter, d.h. je lichtdurchlässiger, ein Substrat ist, desto ausgeprägter ist der Kontrast zwischen beschichteten und
beschichtungsfreien Bereichen. Bei sehr transparenten Substraten ist die Negativschrift nicht nur im Durchlicht, sondern auch im Auflicht deutlich erkennbar.
Bei Bedampfungsprozessen entstehen metallische Beschichtungen im
Wesentlichen vollflächig. Die Bereitstellung von Aussparungen innerhalb der metallischen Beschichtung kann im einfachsten Fall durch das Einsetzen einer Blende oder eines Abschirmblechs während des
Bedampfungsprozesses erfolgen. Diese Maßnahme führt lediglich zu grobstrukturierten Metallisierungen. Optisch ansprechende
Sicherheitselemente erfordern allerdings eine Feinstrukturierung.
Feinstrukturierte Metallisierungen können z.B. durch Ätzprozesse
bereitgestellt werden. Dabei wird das zu strukturierende Metall in einem ersten Schritt vollflächig auf das Substrat aufgebracht und in einem zweiten Schritt in bestimmten Motivbereichen mit einem geeigneten Resistlack beschichtet. In einem dritten Schritt erfolgt das Entfernen (oder das chemische Umwandeln) des Metalls in den nicht durch Resistlack
geschützten Bereichen mittels eines Ätzmediums. Der Resistlack kann auch vollflächig aufgebracht werden und durch Belichten selektiv auf eine solche Weise verändert werden, dass bestimmte Bereiche des Resistlacks selektiv entfernt werden und die unterhalb angeordnete Metallisierung entsprechend geätzt werden kann. Der Einsatz von Photoresistlackschichten bei der Sicherheitselement-Herstellung ist z.B. aus der EP 2 049 345 Bl bekannt.
Die Feinstrukturierung einer Metallisierung kann darüber hinaus durch ein sogenanntes Waschverfahren erfolgen. In der WO 99/13157 wird ein
Waschverfahren beschrieben, bei dem eine Trägerfolie mit einer Druckfarbe mit hohem Pigmentanteil in Form von Zeichen bedruckt, mit einer dünnen Abdeckschicht (z.B. aus Aluminium) beschichtet und anschließend die Druckfarbe mitsamt der darüber befindlichen Abdeckschicht durch
Auswaschen mit einer Flüssigkeit entfernt wird, um beschichtungsfreie Bereiche in Form der Zeichen zu erzeugen.
Die WO 92/11142 (entspricht EP 0 516 790) bzw. deren deutsche
Prioritätsanmeldung DE 4 041 025 offenbart durch Wärmeeinwirkung aktivierbare Druckfarben, beispielsweise wachshaltige Emulsionen. Bei Erwärmung erweichen diese Emulsionen und verringern dadurch die Haftung zur Trägerfolie, so dass in diesen schlecht haftenden Bereichen, unterstützt durch mechanische Behandlung, wie z. B. Ultraschall, Abbürsten oder Abreiben, sowohl die erweichte Druckfarbe als auch die darüber liegenden Schichten entfernt werden können. Außerdem werden als
aktivierbare Druckfarben Farben mit aufschäumenden Additiven, wie sie bei der Herstellung von Schaumstoffen üblich sind, offenbart. Diese Treibmittel spalten unter Wärmeeinwirkung Gas ab und erzeugen Schaumstrukturen. Dadurch vergrößert sich das Volumen der Druckfarbe, wodurch die Haftung an der Trägerfolie verringert wird und die über der Druckfarbe liegenden Schichten nach außen gewölbt werden, so dass sie einen guten
Angriffspunkt für eine mechanische Entfernung bieten.
Die WO 97/23357 nimmt Bezug auf EP 0 516 790 und offenbart darüber hinaus aktivierbare Druckfarben, die durch Behandlung mit einem
geeigneten Lösungsmittel aktiviert, d.h. ausgewaschen, werden.
Erfindungsgemäß wird als Riss-bildende Beschichtung bevorzugt eine Dispersion, weiter bevorzugt eine kolloidale Dispersion eingesetzt.
Insbesondere geeignet sind z.B. Dispersionen aus SiC -Nanopartikeln oder aus Acrylharz-Nanopartikeln, wie sie auf Seite 2090 im Dokument D2 beschrieben werden. Darüber hinaus kann die Riss-bildende Beschichtung auf einem in Lösung vorliegenden Polymer basieren. Die Polymer-Lösung wird auf das Substrat aufgebracht, z.B. mittels Aufdrucken, sodass ein dünner Polymerfilm erzeugt wird. Der dünne Polymerfilm bildet während des Trocknens Risse aus.
Die Riss-Bildung ist abhängig von der Wahl der Rohstoffe und der Wahl des Substrats, der Schichtdicke der Riss-bildenden Beschichtung und von den Trocknungsparametern. Dabei liegen die am Ende des
Herstellungsverfahrens erzielbaren Linienstärken z.B. im Falle von Silber im Bereich von 1 μιη bis 50 μιη, wobei die Linien in der Regel so fein sind, dass sie erst beim Einsatz einer Lupe als Linien erkennbar sind. In der Fläche löst das menschliche Auge die einzelnen Linien nicht auf, man erkennt aber
sowohl im Auflicht (bzw. Reflexion), als auch im Durchlicht (bzw.
Transmission) einen Unterschied gegenüber der unbehandelten bzw. bloßen Folie. Da die feinen Linien ein unregelmäßiges, zusammenhängendes Netz bilden, treten unerwünschte Beugungseffekte nicht auf. Durch Variation der Insel-Größe und der Riss-Breite kann das Reflexionsvermögen bzw. die Licht-Durchlässigkeit in geeigneter Weise eingestellt werden.
Verglichen mit einer konventionellen, vollflächigen und sehr dünnen Metallschicht (nachfolgend auch„semitransparente Metallisierung" genannt), die eine konstante optische Reflexion und Transmission aufweist, ist die erfindungsgemäße metallisierte Netzstruktur im Hinblick auf die wesentlich höhere chemische Beständigkeit ausgesprochen vorteilhaft. In den Metall-Linien liegt das Metall in der„normalen" Schichtdicke vor, während eine konventionelle semitransparente Metallisierung sehr dünn und damit korrosionsanfällig ist, insbesondere im Falle von AI und Cu.
Die erfindungsgemäße Metallisierung in Form eines dichtmaschigen, zusammenhängenden Netzes zeigt eine elektrische Leitfähigkeit sowie eine optische Transmission, die mit einer vollflächigen ITO-Schicht vergleichbar ist. Dabei können die feinen metallischen Linien in Kombination mit üblichen Prägelacken, üblichen Primer-Zusammensetzungen und üblichen Heißsiegellacken eingesetzt werden und dabei als Reflektor fungieren.
Gemäß einer ersten bevorzugten Ausführungsform zur Herstellung einer (opto)elektronischen Vorrichtung wird auf einem Trägersubstrat, wie etwa ein Glassubstrat, eine Folie oder ein Multilayer- Aufbau, in ersten, ein erstes Motiv bildenden Bereichen eine Waschfarbe aufgebracht. Danach erfolgt das Aufbringen einer Riss-bildenden Beschichtung auf das Trägersubstrat in zweiten, ein zweites Motiv bildenden Bereichen und Trocknen der Riss-
bildenden Beschichtung, wobei die Beschichtung beim Trocknen zahlreiche Risse in Form eines dichtmaschigen, zusammenhängenden Netzes ausbildet. Diese Schritte für das Erzeugen der ersten und zweiten Bereiche können auch in umgekehrter Reihenfolge durchgeführt werden, d.h. zunächst erfolgt das Aufbringen der Riss-bildenden Beschichtung auf das Trägersubstrat und erst danach das Aufbringen der Waschfarbe. Auf das auf diese Weise behandelte Substrat wird Metall aufgedampft (alternativ kann das Metall auch nasschemisch aufgebracht werden). Das Metall wird dabei sowohl oberhalb der mit Rissen versehenen Beschichtung, als auch in den Rissen deponiert. Außerhalb der ersten und der zweiten Bereiche wird das Metall auf das Trägersubstrat abgeschieden. Die mit Rissen versehene Beschichtung wird danach entfernt, zusammen mit dem oberhalb der Beschichtung deponierten Metall. Entfernt wird darüber hinaus die Waschfarbe. Das Entfernen kann z.B. durch Waschen mit einem geeigneten Lösungsmittel erfolgen. Nach dem Entfernen der mit Rissen versehenen Beschichtung und der Waschfarbe kann das mit einer metallischen Netzstruktur einerseits und einer kontinuierlichen Metallisierung andererseits versehene Trägersubstrat gegebenenfalls mit einer üblichen Primer-Zusammensetzung oder mit einer Schicht, deren Brechungsindex deutlich von dem Brechungsindex der Prägelackschicht abweicht, überbeschichtet werden. Auch eine
Überbeschichtung mit einem Metall, das eine andere Farbe als das Metall der metallischen Netzstruktur aufweist, könnte erfolgen. Der Betrachter würde in diesem Fall eine Mischfarbe sehen. Im Zuge der weiteren Verarbeitung des Sicherheitselements können weitere Primer-Schichten und/ oder
Heißsiegellack-Schichten eingesetzt werden. Auch weitere optische Effekte, z.B. Fluoreszenz, sind durch ein Aufbringen zusätzlicher Effektschichten problemlos möglich, da der eingesetzte Reflektor, d.h. die metallische
Netzstruktur, nur teilflächig vorliegt.
Das Verfahren zum Entfernen der Waschfarbe und der mit Rissen
versehenen Beschichtung erfolgt mit Vorteil mittels Auflösen mit einem geeigneten Lösungsmittel. Die Wahl des Lösungsmittels erfolgt
zweckmäßigerweise in Abstimmung auf die Beschichtung. Typischerweise können die folgenden Lösungsmittel verwendet werden: Methylacetat, Ethylacetat, Propylacetat, Butylacetat, Methoxypropylacetat, Aceton, Methylethylketon, Methylisobutylketon, Cyclopentanon, Cyclohexanon, Methylenchlorid, Chloroform, Toluol, Xylol, Methanol, Ethanol, 2-Propanol. Weiterhin können Acetale oder Gemische der vorstehend genannten
Lösungsmittel verwendet werden. Alternativ kann auch ein Ablösen der Riss-bildenden Beschichtung durch Unterwanderung erfolgen. In diesem Fall können neben den genannten Lösungsmitteln auch wässrige Lösungen, Mischungen von Lösungsmitteln und Wasser, ggf. mit Tensiden, ggf. mit Entschäumern und sonstigen Additiven zum Einsatz kommen. Die
Ablösung bzw. Auflösung der mit Rissen versehenen Beschichtung kann auch durch Spritzdüsen oder auch mechanisch durch Bürsten, Walzen oder durch Filze unterstützt werden.
Gemäß einer zweiten bevorzugten Ausführungsform zur Herstellung einer (opto)elektronischen Vorrichtung wird auf einem Trägersubstrat, wie etwa ein Glassubstrat, eine Folie oder ein Multilayer- Aufbau, in ersten, ein erstes Motiv bildenden Bereichen eine Riss-bildende Beschichtung aufgebracht. Nach dem Trocknen der Riss-bildenden Beschichtung, bei dem die
Beschichtung zahlreiche Risse in Form eines dichtmaschigen,
zusammenhängenden Netzes ausbildet, erfolgt das Aufbringen einer Metallisierung auf solche Weise, dass
- in den Bereichen außerhalb der mit Rissen versehenen Beschichtung das Metall auf dem Trägersubstrat abgeschieden wird; und
- in den Bereichen der mit Rissen versehenen Beschichtung das Metall innerhalb der Risse auf dem Trägersubstrat abgeschieden wird und außerhalb der Risse oberhalb der mit Rissen versehenen Beschichtung abgeschieden wird.
Separat erfolgt das Bereitstellen eines zweiten Trägersubstrats, das mit einer klebfähigen Beschichtung versehen ist. Danach fixiert man das separat bereitgestellte zweite Trägersubstrats mittels der klebfähigen Beschichtung an der mit Rissen versehenen Beschichtung des oben erhaltenen ersten Trägersubstrats. Anschließend erfolgt das Ablösen des die klebfähige
Beschichtung aufweisenden zweiten Trägersubstrats zusammen mit an der klebfähigen Beschichtung haftendem Metall vom ersten Trägersubstrat, sodass das erhaltene erste Trägersubstrat so beschaffen ist, dass es
- in den ersten, ein erstes Motiv bildenden Bereichen eine transparente, leitfähige Metallisierung in Form eines dichtmaschigen,
zusammenhängenden Netzes aufweist;
- in den Bereichen, die nicht zu den ersten, ein erstes Motiv bildenden Bereichen gehören eine opake, leitfähige Metallisierung aufweist. Bei dem oben beschriebenen Ablösen durch Kaschierung (bzw. Verklebung) und Trennwicklung ist das zweite, separate Substrat, z.B. eine Folie, großflächig mit einer unter den Kaschierbedingungen (bzw.
Klebbedingungen) klebfähigen Beschichtung beschichtet. Mit dem Begriff „großflächig" ist gemeint, dass die Ausdehnung mindestens so groß wie die Fläche der abzulösenden Riss-bildenden Schicht ist. Die Schichtdicke der klebfähigen Beschichtung beträgt nach einer ggf. stattfindenden
physikalischen Trocknung z.B. 0,4 μπι bis 4 μπι. Dabei verbindet sich das auf der Riss-bildenden Beschichtung liegende Metall mit der klebfähigen
Beschichtung. Die Riss-bildende Beschichtung dient als Abstandhalter zum
Trägersubstrat und dem direkt auf dem Trägersubstrat deponierten Metall. Je nach Wahl der Riss-bildenden Beschichtung kommt es bei der
anschließenden Trennwicklung entweder zum Abziehen des Metalls von der Riss-bildenden Beschichtung oder zum vollständigen Abziehen der Riss- bildenden Beschichtung. Auf der klebfähig beschichteten Folie (d.h. das zweite, separate Substrat) befindet sich nach der Trennwicklung zumindest das Negativbild des Metalls. Die Folie kann bei Bedarf weiterverarbeitet werden. Die Folie ist metallisch mit sehr hoher Reflexion (z.B. höher als 85%), aber nicht elektrisch leitfähig.
Grundsätzliche Anmerkungen:
Die Metallisierung der erfindungsgemäßen (opto)elektronischen
Vorrichtung kann auf einem einzelnen Metall beruhen. Als Metall eignet sich z.B. Aluminium, Silber, Kupfer, Nickel, Eisen, Chrom, Cobalt, Gold, Titan, Zinn, Zink oder eine Legierung eines oder mehrerer der vorstehend genannten Elemente (z.B. eine Eisen-Silizium-Legierung). Darüber hinaus kann die Metallisierung auf einer mehrschichtigen Metallisierung basieren, die z.B. durch sukzessives Aufdampfen erhältlich ist. Eine vorteilhafte mehrschichtige Metallisierung ist z.B. eine Cr-Schicht, gefolgt von einer Al- Schicht. Die Haftung der Al-Schicht auf dem Schichtaufbau wird durch die Cr-Schicht verbessert.
Des Weiteren kann die elektrische Leitfähigkeit der erfindungsgemäßen Metallisierung in Form eines dichtmaschigen, zusammenhängenden Netzes durch ein zusätzliches Beschichten mit einem elektrisch leitfähigen Polymer verbessert werden. Als elektrisch leitfähiges Polymer eignet sich z.B. ein elektrisch leitfähiges Polymer auf Thiophenbasis wie etwa Poly-3,4- ethylendioxythiophen (PEDOT bzw. PEDT ). Alternativ können
anor ganische, transparente und leitfähige Schichten, z.B. Metalloxide wie Titandioxid, Indiumzinnoxid oder Fluor-Zinnoxid, aufgebracht werden. Diese zusätzlichen Schichten können auch dazu dienen, die elektrischen Eigenschaften der erfindungsgemäßen Metallisierung, wie die
Austrittsarbeit, kontrolliert zu modifizieren.
Bei dem erfindungsgemäßen Herstellungsverfahren wird Metall innerhalb der Risse der mit Rissen versehenen Beschichtung deponiert, ggf. wird Metall auch oberhalb der mit Rissen versehenen Beschichtung deponiert. Die mit Rissen versehene Beschichtung wird danach entfernt, zusammen mit dem ggf. oberhalb der Beschichtung deponierten Metall. Der Schritt des Entfernens kann z.B. durch Waschen mit einem geeigneten Lösungsmittel erfolgen („Alternative 1"). Alternativ kann der Schritt des Entfernens mittels einer separat bereitgestellten, eine klebfähige Schicht aufweisenden
Vorrichtung erfolgen, wobei die Vorrichtung mittels der klebfähigen Schicht an der zu entfernenden, mit Rissen versehenen Beschichtung des
Trägersubstrats fixiert und nach dem Fixieren zusammen mit der mit Rissen versehenen Beschichtung vom Trägersubstrat abgezogen wird („Alternative 2").
Bei dem erfindungsgemäßen Herstellungsverfahren kann das Trägersubstrat in bestimmten Bereichen mit einer Riss-bildenden Beschichtung versehen werden. Das Trägersubstrat kann darüber hinaus in bestimmten Bereichen (die insbesondere außerhalb der Bereiche der Riss-bildenden Beschichtung angeordnet sind) zusätzlich mit einem transparenten Lack versehen werden, der keine Risse ausbildet. Nach dem Schritt des Aufbringens einer
Metallisierung erfolgt der Schritt des Entfernens der Metallisierung, die sich oberhalb der mit Rissen versehenen Beschichtung einerseits, und oberhalb des transparenten Lacks andererseits befindet. Dieser Schritt wird mittels der
vorangehend beschriebenen, separat bereitgestellten, eine klebfähige Schicht aufweisenden Vorrichtung durchgeführt (siehe die obige„Alternative 2"). Auf diese Weise kann eine optoelektronische Vorrichtung erzeugt werden, die im Bereich des transparenten Lacks keinerlei Metallisierung aufweist. Dieses Vorgehen ist insbesondere vorteilhaft beim Herstellungsverfahren gemäß dem vorangehend beschriebenen zweiten Aspekt der Erfindung.
Die in dem erfindungsgemäßen Herstellungsverfahren erhaltene
transparente, leitfähige Metallisierung in Form eines dichtmaschigen, zusammenhängenden Netzes kann nachträglich mittels Laserstrahlung in bestimmten Bereichen entfernt werden (sogenannte Laser-Demetallisierung). Auf diese Weise ist eine Strukturierung der transparenten, leitfähigen
Metallisierung möglich, d.h. es können Leerstellen bzw. demetallisierte Bereiche bereitgestellt werden. Ebenso kann die in dem erfindungsgemäßen Herstellungsverfahren erhaltene opake bzw. kontinuierliche, leitfähige
Metallisierung nachträglich mittels Laserstrahlung in bestimmten Bereichen entfernt werden. Auf diese Weise ist eine Strukturierung der opaken bzw. kontinuierlichen, leitfähigen Metallisierung möglich, d.h. es können
Leerstellen bzw. demetallisierte Bereiche bereitgestellt werden.
Die elektronische Vorrichtung kann, insbesondere aufgrund ihrer optischen Eigenschaften, als optoelektronische Vorrichtung bezeichnet werden. Die elektronische Vorrichtung kann eine optronische Vorrichtung sein, also z.b. elektronisch und mittels Licht arbeiten (z.b. hybride Schaltung mit aktiven Lichtelementen/ -leitern), elektronisch arbeiten und mittels Licht
beeinflussbar (z.b. Lichtsensor, Lichtschalter), elektronisch arbeitend und Licht verarbeitend (Solarzelle, Lichtkoppler, Lichtfilter ...). Die
bereichsweise vorhandene Transparenz der elektronischen Vorrichtung kann aber auch als rein passives Element, z.b. zur optischen Gestaltung oder als
Durchsichtsbereich (für den Betrachter) der elektronischen Vorrichtung, dienen. Ein durch leitende oder nicht leitende Bereiche ausgebildetes Muster kann als Motiv bezeichnet werden. Weitere Ausführungsbeispiele sowie Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand der Figuren erläutert, bei deren Darstellung auf eine maßstabs- und proportionsgetreue Wiedergabe verzichtet wurde, um die Anschaulichkeit zu erhöhen. Es zeigen:
Figur 1 die einzelnen Herstellungsschritte für das Erhalten einer transparenten, leitfähigen Metallisierung in Form dichtmaschigen, zusammenhängenden Netzes;
Figur 2 eine transparente, leitfähige Metallisierung in Form eines dichtmaschigen, zusammenhängenden Netzes
schematisch in Aufsicht in vergrößerter Darstellung; Figuren 3-4 eine Herstellung einer erfindungsgemäßen
elektronischen Vorrichtung;
Figur 5 die elektronische Vorrichtung der Figur 4 in
Draufsicht;
Figuren 6-9 eine weitere Herstellung einer erfindungsgemäßen
elektronischen Vorrichtung;
Figuren 10-12 eine Variante zu dem in den Figuren 6, 7 und 9 gezeigten
Herstellungsverfahren, wobei zusätzlich ein
transparenter Lack eingesetzt wird.
Figur 1 veranschaulicht die einzelnen Herstellungsschritte für das Erhalten einer transparenten, leitfähigen Metallisierung in Form eines
dichtmaschigen, zusammenhängenden Netzes. Das Trägersubstrat 1 wird in einem ersten Schritt mit einer Riss-bildenden Beschichtung 2 versehen. Die Riss-bildende Beschichtung 2 basiert z.B. auf Dispersionen aus Si02- Nanopartikeln oder aus Acrylharz-Nanopartikeln. Das Aufbringen der Rissbildenden Beschichtung 2 erfolgt bevorzugt drucktechnisch, z.B. mittels Tiefdruck, Flexodruck oder mittels eines Inkjet- Verfahrens. Die Rissbildende Beschichtung 2 bildet beim Trocknen zahlreiche Risse 3 in Form eines dichtmaschigen, zusammenhängenden Netzes aus. In einem zweiten Schritt erfolgt das Aufbringen einer Metallisierung 4. Die Metallisierung 4 wird in der Figur 1 schematisch in der Form einzelner schwarzer Punkte dargestellt. Die Metallisierung 4 schlägt sich einerseits oberhalb der mit Rissen versehenen Beschichtung 2 nieder und wird andererseits innerhalb der Risse 3 der Beschichtung 2 abgeschieden. In einem dritten Schritt erfolgt das Entfernen der mit Rissen versehenen Beschichtung 2 inklusive der oberhalb der Beschichtung 2 vorhandenen Metallisierung 4. Auf dem
Trägersubstrat 1 verbleibt eine transparente, leitfähige Metallisierung 5 in Form eines dichtmaschigen, zusammenhängenden Netzes. Figur 2 zeigt die transparente, leitfähige Metallisierung 5 in Form eines dichtmaschigen, zusammenhängenden Netzes schematisch in Aufsicht in vergrößerter Darstellung.
Figuren 3 bis 5 veranschaulichen die Herstellung eines Sicherheitselements gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung.
Gemäß der Figur 3 wird ein Trägersubstrat 1 mit Waschfarbe 6 in Form eines Motivs bedruckt. Anschließend werden mithilfe eines Riss-bildenden Lackes 7 weitere Motivelemente gedruckt. Die Riss-bildende Beschichtung 7 bildet beim Trocknen zahlreiche Risse 8 in Form eines dichtmaschigen,
zusammenhängenden Netzes aus. Danach erfolgt der Schritt des Metallisierens, z.B. durch Aufdampfen von Metall 9. Die Metallisierung 9 schlägt sich einerseits oberhalb der mit Rissen versehenen Beschichtung 7 und oberhalb der Waschfarbe 6 nieder und wird andererseits innerhalb der Risse 8 der Beschichtung 7 abgeschieden. Figur 4 zeigt die erhaltene (opto)elektronische Vorrichtung nach dem
Entfernen der Waschfarbe 6 und der mit Rissen versehenen Beschichtung 7 mit einem geeigneten Lösungsmittel. Man erhält eine (opto)elektronische Vorrichtung mit folgenden Bereichen:
- erste Bereiche 10, die eine„echte" Negativschrift (d.h. Aussparungen bzw. Bereiche ohne jegliches Metall) bilden, ohne elektrische Leitfähigkeit;
- zweite, metallische Bereiche 11 mit elektrischer Leitfähigkeit;
- dritte Bereiche 12, die eine Negativschrift bzw. einen transparenten Bereich mit elektrischer Leitfähigkeit bilden, erzeugt durch eine metallische
Netzstruktur.
Figur 5 zeigt die (opto)elektronische Vorrichtung der Figur 4 in
Draufsicht.
Figuren 6 bis 9 veranschaulichen die Herstellung einer (opto)elektronischen Vorrichtung gemäß dem zweiten Aspekt der Erfindung. Das Entfernen der mit Rissen versehenen Beschichtung erfolgt dabei nicht mithilfe eines Lösungsmittels, sondern durch ein Ablösen in Form einer Art Kaschierung (bzw. Verklebung) und Trennwicklung.
Gemäß der Figur 6 wird ein Trägersubstrat 1 mit Riss-bildender
Beschichtung 7 in Form eines Motivs bedruckt. Die Riss-bildende
Beschichtung 7 bildet beim Trocknen zahlreiche Risse 8 in Form eines dichtmaschigen, zusammenhängenden Netzes aus. Danach erfolgt der Schritt des Metallisierens, z.B. durch Aufdampfen von Metall 9. Die
Metallisierung 9 schlägt sich einerseits oberhalb der mit Rissen versehenen Beschichtung 7 und oberhalb des Trägersubstrats 1 nieder und wird andererseits innerhalb der Risse 8 der Beschichtung 7 abgeschieden.
Gemäß der Figur 7 erfolgt nun das Verkleben des in der Figur 6 gezeigten Vorläufers einer (opto)elektronischen Vorrichtung mit einer separaten Vorrichtung 13, die ein mit einer klebfähigen Beschichtung 15 versehenes Substrat 14 (z.B. eine Folie) aufweist. Dabei verbindet sich das auf der mit Rissen versehenen Beschichtung 7 liegende Metall mit der klebfähigen Beschichtung 15. Die mit Rissen versehene Beschichtung 7 dient als
Abstandhalter zum Trägersubstrat 1 und dem direkt auf dem Trägersubstrat 1 deponierten Metall. Je nach Wahl der Riss-bildenden Beschichtung 7 kommt es bei der
anschließenden Trennwicklung entweder zum Abziehen des Metalls von der mit Rissen versehenen Beschichtung 7 (siehe Figur 8) oder zum
vollständigen Abziehen der mit Rissen versehenen Beschichtung 7 (siehe Figur 9).
Figuren 10-12 zeigen eine Variante zu dem in den Figuren 6, 7 und 9 gezeigten Herstellungsverfahren, wobei zusätzlich ein transparenter Lack eingesetzt wird.
Gemäß der Figur 10 wird ein Trägersubstrat 1 mit Riss-bildender
Beschichtung 7 in Form eines Motivs bedruckt. Die Riss-bildende
Beschichtung 7 bildet beim Trocknen zahlreiche Risse 8 in Form eines dichtmaschigen, zusammenhängenden Netzes aus. Zusätzlich wird das Trägersubstrat 1 mit Bereichen 16 aus einem transparenten Lack versehen. Der transparente Lack 16 bildet keine Risse aus. Danach erfolgt der Schritt des Metallisierens, z.B. durch Aufdampfen von Metall 9. Die Metallisierung 9 schlägt sich einerseits oberhalb der mit Rissen versehenen Beschichtung 7, oberhalb des transparenten Lacks 16 und oberhalb des Trägersubstrats 1 nieder und wird andererseits innerhalb der Risse 8 der Beschichtung 7 abgeschieden.
Gemäß der Figur 11 erfolgt nun das Verkleben des in der Figur 10 gezeigten Vorläufers einer (opto)elektronischen Vorrichtung mit einer separaten Vorrichtung 13, die ein mit einer klebfähigen Beschichtung 15 versehenes Substrat 14 (z.B. eine Folie) aufweist. Dabei verbindet sich das auf der mit Rissen versehenen Beschichtung 7 liegende Metall und das auf dem transparenten Lack 16 liegende Metall mit der klebfähigen Beschichtung 15. Bei der anschließenden Trennwicklung kommt es zum Abziehen des Metalls von der mit Rissen versehenen Beschichtung 7 und von dem transparenten Lack 16 (siehe Figur 12). Die auf diese Weise erhaltene (opto)elektronische Vorrichtung weist im Bereich 16 des transparenten Lacks keinerlei
Metallisierung auf.
Selbstverständlich kann der transparente Lack 16 bezüglich seiner gegenständlichen Beschaffenheit so gewählt werden, dass es bei der Trennwicklung entweder zum Abziehen des Metalls vom transparenten Lack 16 kommt (siehe Figur 12) oder zum vollständigen Abziehen des transparenten Lacks 16 (ähnlich wie in der Figur 9 gezeigt).