MEHRSCHICHTIGER STICKOXIDSPEICHERKATALYSATOR MIT MANGAN
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Katalysator zur Reduktion von Stickoxiden, das im Abgas mager betriebener Verbrennungsmotoren enthalten ist.
Das Abgas von Kraftfahrzeugen, die mit mager betriebenen Verbrennungsmotoren, beispielsweise mit Dieselmotoren, betrieben werden, enthält neben Kohlenmonoxid (CO) und Stickoxiden (NOx) auch Bestandteile, die aus der unvollständigen Verbrennung des Kraftstoffs im Brennraum des Zylinders herrühren. Dazu gehören neben Rest-Kohlenwasserstoffen (HC), die meist ebenfalls überwiegend gasförmig vorliegen, Partikelemissionen, auch als„Dieselruß" oder„Rußpartikel" bezeichnet. Dabei handelt es sich um komplexe Agglomerate aus überwiegend Kohlenstoff-haltigen Feststoff- Teilchen und einer anhaftenden Flüssigphase, die meist mehrheitlich aus längerkettigen Kohlenwasserstoff-Kondensaten besteht. Die auf den festen Bestandteilen anhaftende Flüssigphase wird auch als„Soluble Organic Fraction SOF" oder„Volatile Organic Fraction VOF" bezeichnet. Zur Reinigung dieser Abgase müssen die genannten Bestandteile möglichst vollständig in unschädliche Verbindungen umgewandelt werden, was nur unter Einsatz geeigneter Katalysatoren möglich ist.
Zur Entfernung der Stickoxide sind sogenannte Stickoxid-Speicher- katalysatoren, für die auch der Begriff„Lean NOx Trap" oder„LNT" üblich ist, bekannt. Deren Reinigungswirkung beruht darauf, dass in einer mageren Betriebsphase des Motors die Stickoxide vom Speichermaterial des Speicherkatalysators vorwiegend in Form von Nitraten gespeichert werden und diese in einer darauf folgenden fetten Betriebsphase des Motors wieder zersetzt und die so freiwerdenden Stickoxide mit den reduzierenden
Abgasanteilen am Speicherkatalysator zu Stickstoff, Kohlendioxid und Wasser umgesetzt werden. Diese Arbeitsweise ist beispielsweise in der SAE- Schrift SAE 950809 beschrieben.
Als Speichermaterialien kommen insbesondere Oxide, Carbonate oder Hydroxide von Magnesium, Calcium, Strontium, Barium, der Alkalimetalle, der Seltenerdmetalle oder Mischungen davon in Frage. Diese Verbindungen sind aufgrund ihrer basischen Eigenschaften in der Lage, mit den sauren Stickoxiden des Abgases Nitrate zu bilden und sie auf diese Weise abzuspeichern. Sie sind zur Erzeugung einer großen Wechselwirkungsfläche mit dem Abgas in möglichst hoher Dispersion auf geeigneten
Trägermaterialien abgeschieden. Stickoxid-Speicherkatalysatoren enthalten darüber hinaus in der Regel Edelmetalle wie Platin, Palladium und/oder Rhodium als katalytisch aktive Komponenten. Deren Aufgabe ist es einerseits, unter mageren Bedingungen NO zu NO2, sowie CO und HC zu CO2 zu oxidieren und andererseits während der fetten Betriebsphasen, in denen der Stickoxid-Speicherkatalysator regeneriert wird, freigesetztes NO2 zu Stickstoff zu reduzieren.
Mit der Veränderung der Abgasgesetzgebung nach Euro 6 werden
zukünftige Abgassysteme sowohl bei kalten Temperaturen im Stadtzyklus, als auch bei hohen Temperaturen, wie sie bei hohen Lasten auftreten, ausreichende NOx-Konvertierung aufweisen müssen. Bekannte Stickoxid- Speicherkatalysatoren zeigen aber entweder eine ausgeprägte NOx-
Speicherung bei niedrigen oder bei hohen Temperaturen. Es besteht Bedarf nach Katalysatoren, die eine gute NOx-Konvertierung über einen breiten Temperaturbereich von 200 bis 450°C bereitstellen. Die EP 0 885 650 A2 beschreibt einen Abgasreinigungskatalysator für Verbrennungsmotoren mit zwei katalytisch aktiven Schichten auf einem Tragkörper. Die direkt auf dem Tragkörper befindliche Schicht umfasst ein oder mehrere hochdisperse Erdalkalioxide, mindestens ein
Platingruppenmetall, sowie wenigstens ein feinteiliges, Sauerstoff speicherndes Material. Dabei stehen die Platingruppenmetalle mit allen Bestandteilen der ersten Schicht in enger Berührung. Die zweite Schicht steht mit dem Abgas in direktem Kontakt und enthält mindestens ein Platingruppenmetall, sowie wenigstens ein feinteiliges, Sauerstoff
speicherndes Material . Nur ein Teil der feinteiligen Feststoffe der zweiten Schicht dient als Träger für die Platingruppenmetalle. Der Katalysator ist ein Dreiwegekatalysator, der die schädlichen Abgaskomponenten im
Wesentlichen bei stöchiometrischen Bedingungen, d.h. bei der Luftzahl λ von 1 umsetzt.
Aus der US2009/320457 ist ein Stickoxid-Speicherkatalysator bekannt, der zwei übereinander liegende Katalysatorschichten auf einem Trägersubstrat umfasst. Die untere, direkt auf dem Trägersubstrat liegende Schicht umfasst ein oder mehrere Edelmetalle, sowie ein oder mehrere Stickoxid- Speicherkomponenten. Die obere Schicht umfasst ein oder mehrere
Edelmetalle, sowie Ceroxid und ist frei von Alkali- oder Erdalkalikomponenten. Katalysatorsubstrate, die Stickoxid-Speichermaterialien enthalten und zwei oder mehr Schichten aufweisen, sind auch in der WO 2012/029050 beschrieben. Die erste Schicht befindet sich direkt auf dem Trägersubstrat und umfasst Platin und/oder Palladium, während sich die zweite Schicht auf der ersten befindet und Platin umfasst. Beide Schichten enthalten außerdem ein oder mehrere Sauerstoffspeichermaterialien und ein oder mehrere Stickoxid-Speichermaterialien, die ein oder mehrere Alkali- und/oder Erdalkalimetalle umfassen. Die Gesamtmenge an Alkali- und Erdalkalimetall in den Stickoxid-Speichermaterialien beträgt 0,18 bis 2,5 g/in3, berechnet als Alkalimetalloxid M2O und Erdalkalimetalloxid MO.
Es ist bereits bekannt, Manganverbindungen, insbesondere Manganoxid, als Bestandteile von Katalysatoren für die Autoabgaskatalyse zu verwenden. So beschreiben die DE102011109200A1 und die US2015/165422 Mangan- haltige Dieseloxidationskatalysatoren.
Die DE102012204524A1 beschreibt LNT-Katalysatoren, die Mangan-haltige Mischoxide, zum Beispiel MnOx-Ce02 enthalten. Auch die US2013/336865 beschreibt NOx-Absorber-Katalysatoren die Mangan enthalten können.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Stickoxid-Speicherkatalysator aus mindestens zwei katalytisch aktiven Washcoatschichten auf einem
Tragköper, wobei
- eine untere Washcoatschicht A Ceroxid, eine Erdalkaliverbindung
und/oder eine Alkaliverbindung, Platin und Palladium, sowie Manganoxid enthält; und
- eine obere Washcoatschicht B, die über der Washcoatschicht A
angeordnet ist, Ceroxid, sowie Platin und Palladium enthält und frei ist von Alkali- und Erdalkaliverbindungen.
Das in den Washcoatschichten A und B eingesetzte Ceroxid kann
handelsüblicher Qualität sein, d.h. einen Ceroxid-Anteil von 90 bis 100 Gew.-% aufweisen.
In Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung wird Ceroxid in der Washcoatschicht A in einer Menge von 110 bis 160 g/l, beispielsweise 125 bis 145 g/l, eingesetzt. In der Washcoatschicht B wird Ceroxid in Mengen von 22 bis 120 g/l, beispielsweise 40 bis 100 g/l oder 45 bis 65 g/l eingesetzt. Als Erdalkaliverbindung in der Washcoatschicht A kommen insbesondere Oxide, Carbonate und/oder Hydroxide von Magnesium, Strontium und/oder Barium in Frage, besonders Magnesiumoxid, Bariumoxid und Strontiumoxid. Als Alkaliverbindung in der Washcoatschicht A kommen insbesondere Oxide, Carbonate und/oder Hydroxide von Lithium, Kalium und/oder Natrium in Frage.
In Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung liegt die Erdalkali- bzw. Alkaliverbindung in Washcoatschicht A in Mengen von 10 bis 50 g/l, besonders 15 bis 20 g/l, berechnet als Erdalkali- bzw. Alkalioxid und bezogen auf das Volumen des Tragkörpers, vor.
In Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung liegt Manganoxid in Washcoatschicht A in Mengen von 1 bis 10 Gew.-%, bevorzugt 2,5 bis 7,5
Gew.-%, bezogen auf die Summe der Washcoatschichten A und B, jeweils geerechnet als MnO, vor.
In weiteren Ausführungsformen enthält auch die Washcoatschicht B
Manganoxid. In diesen Fällen beträgt die Menge an Manganoxid in
Washcoatschicht B bei bis zu 2,5 Gew.-%, bevorzugt 0,5 bis 2,5 Gew.-%, bezogen auf die Summe der Washcoatschichten A und B.
In bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung dient Manganoxid nicht als Trägermaterial, weder für die Edelmetalle Platin, Palladium und gegebenenfalls Rhodium, noch für eine andere Komponente von Washcoatschicht A und gegebenenfalls Washcoatschicht B.
Der Begriff Manganoxid bedeutet im Rahmen der vorliegenden Erfindung insbesondere MnO, MnCh oder Mn
203 oder Kombinationen von Mn0
2, MnO
In Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung liegt Manganoxid nicht in Form von Mischoxiden mit anderen Oxiden von Washcoatschicht A und B vor. Insbesondere liegt Manganoxid nicht in Form eines Mischoxides mit Ceroxid vor, beispielsweise nicht in Form von MnOx-Ce02, MnO-Zr02 und
Das Verhältnis Platin zu Palladium in der Washcoatschicht A beträgt in Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung beispielsweise 4: 1 bis 18 : 1 oder 6 : 1 bis 16 : 1, beispielsweise 8 : 1, 10 : 1, 12 : 1 oder 14: 1.
Das Verhältnis Platin zu Palladium in der Washcoatschicht B beträgt ebenfalls in Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung beispielsweise 4: 1 bis 18 : 1 oder 6 : 1 bis 16 : 1, beispielsweise 8 : 1, 10 : 1, 12 : 1 oder 14: 1 ist aber vom Verhältnis in Washcoatschicht A unabhängig.
In Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung enthält Washcoatschicht B als weiteres Edelmetall Rhodium. Rhodium liegt in diesem Fall
insbesondere in Mengen von 0,003 bis 0,35 g/l (0,1 bis 10 g/ft3),
insbesondere 0,18 bis 0,26 g/l (5 bis 7,5 g/ft3), jeweils bezogen auf das Volumen des Tragkörpers, vor.
Die Gesamtmenge an Edelmetall, d.h. von Platin, Palladium und
gegebenenfalls Rhodium, im erfindungsgemäßen Stickoxid-Speicherkatalysator beträgt in Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung 2,12 bis 7,1 g/l (60 bis 200 g/ft3), bezogen auf das Volumen des Tragkörpers.
Sowohl in der Washcoatschicht A, als auch in der Washcoatschicht B liegen die Edelmetalle Platin und Palladium und gegebenenfalls Rhodium
üblicherweise auf geeigneten Trägermaterialien vor. Als solche werden insbesondere Oxide mit einer BET-Oberfläche von 30 bis 250 m2/g, bevorzugt von 100 bis 200 m2/g auf (bestimmt nach DIN 66132)
verwendet, beispielsweise Aluminiumoxid, Siliziumdioxid, Titandioxid, aber auch Mischoxide wie beispielsweise Aluminium-Silizium-Mischoxide und Cer- Zirkon-Mischoxide.
In Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung wird als Trägermaterial für die Edelmetalle Platin und Palladium und gegebenenfalls Rhodium
Aluminiumoxid verwendet, insbesondere solches, das durch 1 bis 6 Gew.- %, insbesondere 4 Gew.-%, Lanthanoxid stabilisiert ist.
Es ist bevorzugt, wenn die Edelmetalle Platin, Palladium und gegebenenfalls Rhodium lediglich auf einem oder mehreren der oben genannten
Trägermaterialien geträgert sind und somit nicht mit allen Bestandteilen der jeweiligen Washcoatschicht in enger Berührung stehen. Insbesondere dient Manganoxid bevorzugt nicht als Träger für Platin und Palladium und gegebenenfalls Rhodium .
Die Gesamt-Washcoatbeladung des Tragkörpers beträgt in
Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung 300 bis 600 g/l, bezogen auf das Volumen des Tragkörpers.
In einer bevorzugten Ausführungsform betrifft die vorliegende Erfindung einen Stickoxid-Speicherkatalysator aus mindestens zwei katalytisch aktiven Washcoatschichten auf einem Tragkörper,
wobei
- eine untere Washcoatschicht A
o Ceroxid in einer Menge von 100 bis 160 g/l,
o Platin und Palladium im Massenverhältnis 10 : 1,
o Magnesiumoxid und/oder Bariumoxid; sowie
o Manganoxid in einer Menge von 10 bis 20 g/l enthält und
- eine obere Washcoatschicht B über der unteren Washcoatschicht A
angeordnet ist und
o keine Erdalkaliverbindung und keine Alkaliverbindung,
o Platin und Palladium im Massenverhältnis 10 : 1 sowie
o Ceroxid in einer Menge von 45 bis 65 g/l
enthält, wobei die Washcoatschicht A in Mengen von 250 bis 350 g/l und die Washcoatschicht B in Mengen von 80 bis 130 g/l vorliegt und wobei sich die Mengenangabe g/l jeweils auf das Volumen des Tragkörpers bezieht.
Die Aufbringung der katalytisch aktiven Washcoatschichten A und B auf den Tragkörper erfolgt nach den üblichen Tauchbeschichtungsverfahren bzw. Pump- und Saug-Beschichtungsverfahren mit sich anschließender
thermischer Nachbehandlung (Kalzination und gegebenenfalls Reduktion mit Formiergas oder Wasserstoff). Diese Verfahren sind aus dem Stand der Technik hinreichend bekannt.
Die dafür notwendigen Beschichtungssuspensionen können nach dem
Fachmann bekannten Verfahren erhalten werden. So werden die
Bestandteile, wie Ceroxid, Erdalkali- und/oder Alkaliverbindung, auf geeigneten Trägermaterialien geträgerte Edelmetalle, sowie Manganoxid bzw. eine andere Manganverbindung in den entsprechenden Mengen in Wasser aufgeschlämmt und in einer geeigneten Mühle, insbesondere einer Kugelmühle, auf eine Teilchengröße von dso = 3 bis 5 Mm gemahlen. Es ist bevorzugt, Mangan in Form von Mangancarbonat der
Beschichtungssuspension im letzten Schritt, d.h. unmittelbar vor dem Mahlen, zuzugeben.
Die erfindungsgemäßen Stickoxid-Speicherkatalysatoren eignen sich in hervorragender Weise zur Konvertierung von NOx in Abgasen von
Kraftfahrzeugen, die mit mager betriebenen Motoren, etwa Dieselmotoren, betrieben werden. Sie erreichen eine gute NOx-Konvertierung bei
Temperaturen von circa 200 bis 450°C, ohne dass die NOx-Konvertierung bei hohen Temperaturen negativ beeinflusst wird. Die erfindungsgemäßen Stickoxid-Speicherkatalysatoren sind somit für Euro 6 Anwendungen geeignet.
Die vorliegende Erfindung betrifft somit auch ein Verfahren zur
Konvertierung von NOx in Abgasen von Kraftfahrzeugen, die mit mager betriebenen Motoren, etwa Dieselmotoren, betrieben werden, das dadurch gekennzeichnet ist, dass das Abgas über einen Stickoxid-Speicherkatalysator aus mindestens zwei katalytisch aktiven Washcoatschichten auf einem Tragköper geleitet wird, wobei
- eine untere Washcoatschicht A Ceroxid, eine Erdalkaliverbindung
und/oder eine Alkaliverbindung, Platin und Palladium, sowie Manganoxid enthält; und
- eine obere Washcoatschicht B, die über der Washcoatschicht A
angeordnet ist, Ceroxid, sowie Platin und Palladium enthält und frei ist von Alkali- und Erdalkaliverbindungen. Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens hinsichtlich des Stickoxid-Speicherkatalysators entsprechen den oben stehenden
Beschreibungen.
Die Erfindung wird in den nachstehenden Beispielen und Figuren näher erläutert.
Figur 1 : NOx-Konvertierung der Katalysatoren Kl (gestrichelte Linie) und VK1 (durchgezogene Linie) in Abhängigkeit von der Temperatur.
Figur 2 : NOx-Konvertierung der Katalysatoren K2 (durchgezogene Linie) und K3 (gestrichelte) in Abhängigkeit von der Temperatur. Figur 3 : NOx-Konvertierung der Katalysatoren K2 (durchgezogene Linie) und K4 (gestrichelte) in Abhängigkeit von der Temperatur.
Beispiel 1
a) Zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Katalysators wird ein wabenförmiger Keramikträger mit einer ersten Washcoatschicht A
beschichtet, die Pt und Pd geträgert auf Aluminiumoxid, Ceroxid in einer Menge 125 g/l, 21 g/l Bariumoxid, 15 g/l Magnesiumoxid und 7,5 g/l MnO in Form von Mangancarbonat enthält. Die Beladung von Pt und Pd beträgt dabei 35 g/ft3 (1,236 g/l) und 3,5 g/ft3 (0,124 g/l) und die Gesamtbeladung der Washcoatschicht ca. 293 g/l bezogen auf das Volumen des Keramik- Trägers.
b) Auf die erste Washcoatschicht wird eine weitere Washcoatschicht B aufgebracht, die ebenfalls Pt und Pd geträgert auf Aluminiumoxid, sowie Rh geträgert auf einem Lanthan-stabilisierten Aluminiumoxid enthält. Die Beladung von Pt, Pd und Rh in dieser Washcoatschicht beträgt 35 g/ft3 (1,236 g/l), 3,5 g/ft3 (0,124 g/l) und 5 g/ft3 (0,177 g/l). Die Washcoatschicht B enthält außerdem 55 g/l Ceroxid bei einer Washcoatbeladung der Schicht B von ca. 81 g/l.
Der so erhaltene Katalysator wird nachstehend Kl genannt.
Vergleichsbeispiel 1
Beispiel 1 wurde wiederholt mit dem Unterschied, dass Washcoatschicht A kein Manganoxid enthielt. Der so erhaltene Katalysator wird nachstehend VK1 genannt.
Bestimmung der NOx-Konvertierung von Kl und VK1
a) Zunächst wurden Kl und VK1 16h bei 800°C in hydrothermaler
Atmosphäre gealtert.
b) Die NOx-Konvertierung von Kl bzw. VK1 in Abhängigkeit von der Temperatur vor dem Katalysator wurde in einem Modellgasreaktor im sog. NOx- Umsatztest bestimmt.
In diesem wird synthetisches Abgas mit einer Stickstoffmonoxid- konzentration von 500ppm, jeweils 10 Vol.-% Kohlenstoffdioxid und
Wasser, einer Konzentration von 50ppm eines kurzkettigen
Kohlenwasserstoffgemisches (bestehend aus 33 ppm Propen und 17 ppm Propan) sowie einem Restsauerstoffgehalt von 7 Vol.-% bei einer
Raumgeschwindigkeit von 50k/h in einem Modellgasreaktor über die jeweilige Katalysatorprobe geleitet, wobei die Gasmischung abwechselnd 80s lang einen Sauerstoffüberschuss enthält („mageres" Gasgemisch mit Luftzahl λ von 1,47) währenddessen Stickoxide eingespeichert werden, und zur Regeneration der Katalysatorprobe 10s lang ein Sauerstoffdefizit aufweist („fettes" Gasgemisch mit Luftzahl λ von 0,92; durch Zumischen von 5,5 Vol.-% Kohlenstoffmonoxid bei gleichzeitiger Absenkung des Restsauerstoffgehalts auf 1 Vol.-%).
Dabei wird die Temperatur mit 7,5 °C/min von 600°C auf 150°C abgesenkt und der Umsatz über jeden 90s dauernden Mager- Fett-Zyklus ermittelt. Figur 1 zeigt die so bestimmten NOx-Konvertierungen des erfindungs- gemäßen Katalysators Kl, sowie des Vergleichskatalysators VK1. Demnach liegt der Umsatz von Kl im gesamten Temperaturbereich über dem Umsatz von VK1.
Beispiel 2
a) Zur Herstellung eines weiteren erfindungsgemäßen Katalysators wird ein wabenförmiger Keramikträger mit einer ersten Washcoatschicht A beschichtet, die Pt und Pd geträgert auf Aluminiumoxid, Ceroxid in einer Menge 125 g/l, 21 g/l Bariumoxid, 7,5 g/l Magnesiumoxid und 7,5 g/l Manganoxid in Form von Mangancarbonat enthält. Die Beladung von Pt und Pd beträgt dabei 35 g/ft3 (1,236 g/l) und 3,5 g/ft3 (0,124 g/l)und die
Gesamtbeladung der Washcoatschicht ca. 299 g/l bezogen auf das Volumen des Keramik-Trägers.
b) Auf die erste Washcoatschicht wird eine weitere Washcoatschicht B aufgebracht, die ebenfalls Pt und Pd, sowie Rh geträgert auf Aluminiumoxid enthält. Die Beladung von Pt, Pd und Rh in dieser Washcoatschicht beträgt 35 g/ft3 (1,236 g/l), 3,5 g/ft3 (0,124 g/l) und 5 g/ft3 (0,177 g/l). Die
Washcoatschicht B enthält außerdem 55 g/l Ceroxid bei einer
Washcoatbeladung der Schicht B von ca. 94 g/l .
Der so erhaltene Katalysator wird nachstehend K2 genannt.
Beispiel 3
Beispiel 2 wurde wiederholt mit dem Unterschied, dass Washcoatschicht B zusätzlich 2,5 g/l Manganoxid in Form von Mangancarbonat enthielt.
Der so erhaltene Katalysator wird nachstehend K3 genannt.
Die NOx-Konvertierung von K2 und K3 wurde wie oben beschrieben gemessen. Figur 2 zeigt das Ergebnis.
Beispiel 4
Beispiel 2 wurde wiederholt mit dem Unterschied, dass Washcoatschicht A 15 g/l Manganoxid in Form von Mangancarbonat enthielt.
Der so erhaltene Katalysator wird nachstehend K4 genannt.
Die NOx-Konvertierung von K2 und K4 wurde wie oben beschrieben gemessen. Figur 3 zeigt das Ergebnis. Beispiele 5 bis 10
Beispiel 1 wurde wiederholt mit dem Unterschied, dass die in nachstehender Tabelle 1 angegebenen Ceroxid- und Manganoxidmengen eingesetzt wurden.
Die so erhaltenen Katalysatoren werden K2 bis K6 genannt.
Tabelle 1
CeOz CeOz MnO MnO
Katalysator Washcoat A Washcoat B Washcoat A Washcoat B
[g/i] [g/i] [g/i] [g/i]
K5 110 25 5 1
K6 125 40 7,5 -
K7 140 60 2,5 -
K8 155 100 2,5 2,5
K9 155 22 7,5 0,5
K10 110 129 2 2,5