ABNAHMEBAUGRUPPE ODER TESTROHRCHEN FÜR EINE GERINGE MENGE EINER KÖRPERFLÜSSIGKEIT MIT EINEM VERLÄNGERUNGSELEMENT
Die Erfindung betrifft eine Abnahmebaugruppe für die Aufnahme einer geringen Menge einer Körperflüssigkeit, insbesondere einer Blutprobe.
Derartige röhrchenförmig ausgebildete Probenbehälter weisen bei üblichen Standardabmessungen von Länge und Durchmesser zumeist einen sogenannten„falschen Boden" auf und werden in der englischen Sprache auch als„False Bottom Tube" bezeichnet.
Bei weiteren Abnahmebaugruppen wurde der kleiner ausgebildete Probenaufnahmebehälter in ein eigenes Trägerröhrchen eingesetzt, um insgesamt mit diesem die üblichen Standardabmessungen von Länge und Durchmesser ausbilden zu können. Es gibt auch Ausbildungen, bei denen an einen Probenbehälter mit einer geringeren Axialerstreckung ein zusätzlicher weiterer Probenbehälter zur Verlängerung daran angeordnet ist.
Eine derartige Abnahmebaugruppe ist aus der US 5,942,191 A sowie der darauf basierenden EP 0 891 742 Bl bekannt geworden. Diese umfasst ein erstes langgestrecktes Rohr, welches eine Achse bildet. Das erste Rohr weist ein offenes Ende mit einem Innendurchmesser„X" und einen geschlossenen Endbereich mit einem Außendurchmesser„ Y" auf. Der Außendurchmesser„Y" des geschlossenen Endbereichs ist kleiner als der Innendurchmesser„X" des offenen Endes. In dem ersten Rohr ist ein Aufnahmeraum zum Aufnehmen einer Fluidprobe vorgesehen, welcher von dem offenen Ende her zugänglich ist. Es ist ein zweites langge- strecktes Rohr vorgesehen, das im Wesentlichen mit dem ersten Rohr identisch ist. Der geschlossene Endbereich des ersten Rohres ist derart ausgebildet, dass dieser in dem offenen Ende des zweiten Rohres passend angeordnet ist, sodass das erste Rohr und das zweite Rohr im Wesentlichen axial ausgerichtet sind und einen einzigen Gegenstand bilden. Die beiden gleichartig ausgebildeten Rohre sind mittels einer auf Reibung basierenden Halteverbindung aneinander gehalten. Durch die gleichartige Ausbildung beider Rohre konnte zwar auf ein zusätzliches Formwerkzeug verzichtet werden, jedoch konnte keine sichere und ausreichende gegenseitige Halterung der beiden Rohre aneinander erzielt werden.
Eine andere Lösung zur Reduzierung des Aufnahmeraums und einer Verlängerung zu einer Standardabmessung ist in der WO 2016/176703 AI beschrieben. An dem Probenbehälter zur Probenaufnahme sind in seinem bodenseitigen und verschlossen ausgebildeten Endbereich zwei jeweils mittels einer Gelenkanordnung schwenkbar damit verbundene B ehälter- Verl än- gerungsstücke angeformt. Damit kann in einem einzigen Herstellvorgang die gesamte Abnahmebaugruppe auch mit dem verschlossenen Boden ausgebildet werden. Zur Bildung der Standardabmessung in Bezug auf die Behälterlänge müssen nur die beiden Behälter- Verlängerungsstücke in Richtung auf die Längsachse zusammengeklappt und aneinander fixiert gehalten werden. So kann zwar in einem einzigen Herstellvorgang die Abnahmebaugruppe ausge- bildet werden, jedoch ist dabei nachteilig, dass das Spritzgusswerkzeug kompliziert und teuer in der Herstellung sowie im Herstellbetrieb ist. Weiters ist die Anbindung und Ausbildung der Anschlussstücke im Bodenbereich des Probenbehälters mit Materialanhäufungen verbunden, was ebenfalls unnötig viel Materialverbrauch bedeutet und zu ungleichen Abkühlgeschwindigkeiten führt.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, die Nachteile des Standes der Technik zu überwinden und eine Abnahmebaugruppe zur Verfügung zu stellen, bei welcher für jede Bauteilkomponente eine optimale Bauteilgeometrie für den Herstellvorgang ermöglicht wird und darüber hinaus eine maßhaltige und verzugsfreie Ausbildung bei einem sicheren gegenseiti- gen Halt aneinander möglich ist.
Diese Aufgabe wird durch eine Abnahmebaugruppe gemäß den Ansprüchen gelöst.
Die erfindungsgemäße Abnahmebaugruppe ist zur Aufnahme einer geringen Menge einer Körperflüssigkeit, insbesondere einer Blutprobe, Harn, Speichel, vorgesehen und kann zumindest folgende Komponenten umfassen:
einen Probenbehälter mit einer Behälterwand, welche Behälterwand sich von einem ersten offenen Ende zu einem zweiten Ende erstreckt, von einer Außenfläche und einer Innenfläche begrenzt ist und eine Längsachse definiert, und mit einem Boden, welcher Boden das zweite Ende der Behälterwand verschließt und gemeinsam mit der Behälterwand einen Sammelraum umgrenzt, und wobei
die Behälterwand in Richtung der Längsachse einen ersten Behälterwandabschnitt und einen daran anschließenden zweiten Behälterwandabschnitt umfasst, wobei
der erste Behälterwandabschnitt hohlzylinderförmig mit einer ersten äußeren Durchmesserabmessung ausgebildet ist und ausgehend vom offenen Ende angeordnet ist, und wobei der zweite Behälterwandabschnitt bezüglich der ersten äußeren Durchmesserabmessung des ersten Behälterwandabschnitts zumindest abschnittsweise eine dazu geringere zweite Durchmesserabmessung aufweist,
ein Verlängerungselement mit einer Seitenwand, welche Seitenwand sich von einem ersten offenen Ende zu einem zweiten Ende erstreckt, und mit einer anschließend an das zweite Ende angeordneten Boden wand, und wobei
der Probenbehälter mit seinem vom ersten offenen Ende in Richtung der Längsachse distanziert angeordneten zweiten Behälterwandabschnitt zumindest teilweise in das erste offene Ende des Verlängerungselements hineinragt, wobei
der zweite Behälterwandabschnitt der Behälterwand hohlkegelförmig ausgebildet ist, eine Kopplungsvorrichtung mit zumindest einem ersten Koppelelement und mit zumindest einem zweiten Koppelelement vorgesehen ist,
- das zumindest eine erste Koppel element am Probenbehälter und das zumindest eine zweite Koppelelement am Verlängerungselement angeordnet oder ausgebildet ist, und wobei bei sich in Kopplungseingriff befindlichen ersten und zweiten Koppel elementen das Verlängerungselement mittels einer von den Koppelelementen gebildeten Schnappverbindung formschlüssig mit dem Probenbehälter zu der Abnahmebaugruppe gekoppelt ist.
Der dadurch erzielte Vorteil liegt darin, dass durch das Vorsehen einer eigenen Kopplungsvorrichtung eine gegenseitige formschlüssige Halterung und Befestigung des Verlängerungselements am Probenbehälter geschaffen werden kann. Durch die zusätzliche hohlkegelförmige Ausbildung des zweiten Behälterwandabschnitts kann so die Ausbildung und Anord- nung der einzelnen Koppelelemente formtechnisch günstig gestaltet werden. Weiters kann durch die Wahl des hohlkegelförmig ausgebildeten zweiten Behälterwandabschnitts auch ein zentraler Anspritzpunkt im Bereich des Bodens des Probenbehälters ermöglicht werden. Durch die Wahl der formschlüssig zusammenwirkenden Koppelelemente kann so weiters aber auch eine Material anhäufung am Probenbehälter sowie am Verlängerungselement verhindert werden, wodurch gleichmäßigere Abkühlzeiten erzielt werden können. Darüber hinaus kann so aber auch ein Verziehen, das Auftreten von inneren Spannungen, Lufteinschlüsse oder Lunker vermieden werden. Damit kann sowohl der Probenbehälter als auch das Verlänge-
rungselement jeweils in einer eigenen Kavität hergestellt und jeweils für sich in einer optimalen Bauteilgeometrie gestaltet werden. Die jeweiligen Kavitäten können entweder in jeweils eigenen Spritzgussformen oder aber auch in einer gemeinsamen Spritzgussform angeordnet sein. Es wäre auch die Verwendung eines Drehwürfelwerkzeuges möglich. Zusätzlich könnte nach der gleichzeitigen Herstellung von Probenbehälter und Verlängerungselement auch gleich das Zusammenfügen zur Abnahmebaugruppe insbesondere automatisiert erfolgen. Mittels der Kopplungsvorrichtung können dann der Probenbehälter und das Verlängerungselement zu einer zusammengehörigen Baueinheit miteinander gekoppelt werden, welche durch die gegenseitige formschlüssige Halterung aneinander ein unbeabsichtigtes Lösen voneinan- der sicher verhindert.
Weiters kann es vorteilhaft sein, wenn im Axialschnitt gesehen die Außenfläche und die Innenfläche des ersten Behälterwandabschnitts jeweils unter Ausbildung eines Knicks direkt in die Außenfläche und in die Innenfläche des zweiten Behälterwandabschnitts übergehen. Da- mit kann im Bodenbereich des Probenbehälters auch bei einer geringen Füllmenge eine ausreichende hohe Füllstandshöhe erzielt werden. So kann das Füllvolumen einfacher kontrolliert werden und darüber hinaus auch bei einer geringen Probenmenge die Entnahme der Probe erleichtert werden. Damit kann aber auch das Restvolumen (Totvolumen) der Probe im Bodenbereich des Probenbehälters sehr gering gehalten werden.
Eine andere Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass das zumindest eine erste Koppelelement in einem Übergangsabschnitt zwischen dem ersten Behälterwandabschnitt und dem zweiten Behälterwandabschnitt der Behälterwand angeordnet ist. Damit wird die Möglichkeit geschaffen, den Probenbehälter sowie das Verlängerungselement mit einer zueinander in etwa gleichen Außenabmessung ausbilden zu können, um so im gekoppelten Zustand des Probenbehälters mit dem Verlängerungselement eine durchgängig gleiche, insbesondere geradlinig ausgebildete Außenfläche ausbilden zu können.
Eine weitere mögliche Ausführungsform hat die Merkmale, dass das zumindest eine erste Koppelelement mit einem überwiegenden Anteil im zweiten Behälterwandabschnitt angeordnet ist. Damit kann im äußeren Umfangsbereich ein ebenflächiger Übergang zwischen dem Verlängerungselement und dem Probenbehälter geschaffen werden. Darüber hinaus kann so
aber auch eine einfache formtechnische Ausbildung von Probenbehälter und Verlängerungselement erzielt werden.
Eine weitere Ausbildung sieht vor, dass das zumindest eine erste Koppelelement durch zu- mindest eine in der Außenfläche der Behälterwand angeordnet erste Ausnehmung sowie einen daran in Richtung auf den Boden des Probenbehälters anschließenden Wandabschnitt der Behälterwand des Probenbehälters gebildet ist. Durch das Ausbilden zumindest einer Ausnehmung in der Behälterwand kann so nicht nur eine sichere Kopplungsverbindung sowie darüber hinaus auch noch eine gegenseitige Verdrehsicherung zwischen dem Probenbehälter und dem Verlängerungselement geschaffen werden. Bei dem Fügevorgang ist dazu aber vorher eine gegenseitige Ausrichtung und Orientierung von Probenbehälter und Verlängerungselement zueinander durchzuführen.
Eine andere Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass das zumindest eine erste Kop- pelelement als über den Umfang durchlaufende erste Nut sowie den daran in Richtung auf den Boden des Probenbehälters anschließenden Wandabschnitt der Seitenwand des Probenbehälters ausgebildet ist. Damit kann auf eine zusätzliche Material anhäufung zur Bildung des Kopplungselements verzichtet werden. Darüber hinaus kann so aber auch der Fügeaufwand verringert werden, da eine vorangehende gegenseitige Orientierung nur in axialer Ausrichtung zueinander notwendig und durchzuführen ist.
Eine weitere bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass eine dem offenen Ende des Probenbehälters zugewendete erste Seitenfläche der ersten Ausnehmung oder der ersten Nut eine Anschlagfläche für eine Stirnfläche des Verlängerungselements im Bereich von dessen ersten offenen Endes bildet. Damit kann eine sichere gegenseitige Abstützung in axialer Richtung zwischen dem Probenbehälter und dem Verlängerungselement geschaffen werden. Dies ist insbesondere bei der Abstützung des Verlängerungselements im Zuge der Durchführung eines Zentrifugiervorgangs von Bedeutung. Weiters kann es vorteilhaft sein, wenn mehrere über den Umfang verteilt angeordnete Stützelemente vorgesehen sind, welche Stützelemente an der Außenfläche des zweiten Behälterwandabschnitts der Behälterwand angeordnet sind und die Außenfläche auf die von der Längsachse abgewendete Seite überragen. Durch das Vorsehen von Stützelementen kann so
eine bessere Lagefixierung in der gefügten Stellung zwischen dem Probenbehälter und dem Verlängerungselement geschaffen werden. So kann ein Abknicken und damit unbeabsichtigtes Lösen des Verlängerungselements vom Probenbehälter bei gekoppelten Koppelelementen verhindert werden.
Eine andere alternative Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass die Stützelemente als Stege ausgebildet sind, welche Stege eine insbesondere parallele Längserstreckung bezüglich der Längsachse aufweisen. Damit kann eine noch bessere Führung und axiale Stabilisierung von Probenbehälter und Verlängerungselement zueinander erzielt werden.
Eine weitere mögliche und gegebenenfalls alternative Ausführungsform hat die Merkmale, dass eine äußere Umhüllende der Stützelemente, insbesondere der Stege, einen Durchmesser aufweist, welcher Durchmesser gleich oder geringfügig größer ist als ein Innendurchmesser der Seitenwand des Verlängerungselements im Bereich von dessen offenen Ende. Damit kann eine ausreichende Abstützwirkung und eine zusätzliche gegenseitige axiale Stabilisierung in der gefügten Stellung erzielt werden. Damit kann weiters die Biegesteifigkeit der zur Abnahmebaugruppe gefügten röhrchenförmigen Bauteile erhöht werden.
Eine weitere Ausbildung sieht vor, dass die Seitenwand des Verlängerungselements hohlzy- linderförmig, insbesondere durchgängig und geradlinig zwischen dem ersten offenen Ende und dem zweiten Ende, ausgebildet ist. Durch die durchgängig geradlinige Ausbildung der Seitenwand kann so ein einfach und kostengünstig herzustellendes Verlängerungselement geschaffen werden. Weiters kann damit auch das Anbringen von zumindest einer Etikette an der Außenfläche von Probenbehälter und Verlängerungselement erleichtert und verbessert wer- den. Insbesondere dann, wenn im Axialschnitt gesehen, ein geradliniger Übergang zwischen den Außenflächen von Probenbehälter und Verlängerungselement ausgebildet ist.
Eine andere Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass das zumindest eine zweite Koppelelement von einem Wandabschnitt der Seitenwand des Verlängerungselements sowie von zumindest einer vertieft in einer Innenfläche der Seitenwand angeordneten zweiten Ausnehmung gebildet ist. Durch das Vorsehen einer eigenen Ausnehmung in der Seitenwand des Verlängerungselements kann so auch hier auf die zusätzliche Material anhäufung zur Bildung des zweiten Koppelelements verzichtet werden.
Eine weitere bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine zweite Koppelelement von einem Wandabschnitt der Seitenwand des Verlängerungselements sowie von einer als über den Umfang durchlaufenden zweiten Nut in der Innenfläche der Seitenwand ausgebildet ist. Damit kann der Fügevorgang einfach mit einer vorangehenden gegenseitigen axialen Ausrichtung durchgeführt werden.
Weiters kann es vorteilhaft sein, wenn bei sich in Kopplungseingriff befindlichem ersten und zweiten Koppelelement der Wandabschnitt der Seitenwand des Verlängerungselements in die erste Ausnehmung oder in die erste Nut eingreift und dass eine dem Boden des Probenbehälters näherliegende zweite Seitenfläche der ersten Ausnehmung oder der ersten Nut und ein daran in Richtung auf den Boden des Probenbehälters anschließender Wandabschnitt der Behälterwand des Probenbehälters in die zweite Ausnehmung oder in die zweite Nut eingreifen. Damit kann mit geringstem Materialaufwand nur durch Anordnen und Ausbildung von Aus- nehmungen oder Nuten sowie lediglich von Wandabschnitten der Seitenwand sowie Wandabschnitten der Behälterwand die Kopplungsvorrichtung mit den zusammenwirkenden Koppelelementen ausgebildet werden. Damit kann im Kopplungsbereich auf zusätzliche Verbindungsmittel, wie z.B. eine Schweißverbindung, eine Klebeverbindung oder eine andere stoffschlüssige Verbindung, verzichtet werden.
Eine andere Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass die Bodenwand des Verlängerungselements kalottenförmig, insbesondere hohlkugelkalottenförmig, ausgebildet ist. Damit kann im Bodenbereich eine an übliche Zentrifugiervorrichtungen angepasste Bodengeometrie geschaffen werden.
Eine weitere mögliche Ausführungsform hat die Merkmale, dass in der Bodenwand des Verlängerungselements zumindest ein Durchbruch, bevorzugt mehrere Durchbrüche, ausgebildet ist oder sind, welcher Durchbruch oder welche Durchbrüche die Bodenwand durchsetzt oder durchsetzen. Damit kann trotz der Ausbildung der Kopplungsvorrichtung ein Aufbau eines Druckunterschieds bezüglich des Umgebungsdrucks (Überdruck, Unterdruck) innerhalb des vom Verlängerungselement umgrenzten Innenraums verhindert werden. Weiters kann damit aber auch im Zuge eines nachfolgenden Evakuiervorgangs des Sammelraums mitevakuiert
werden. So kann ein mögliches zwangsweises Hineindrücken und damit verbundenes Ansaugen von der im Innenraum des Verlängerungselements vorhandener Luft in den Sammelraum des Probenbehälters verhindert werden. Damit kann weiters aber auch die Lagerdauer der Abnahmebaugruppe bis hin zu deren Verwendung verlängert werden.
Weiters kann es vorteilhaft sein, wenn der zumindest eine Durchbruch in radialer Richtung von der Längsachse distanziert angeordnet ist und im Bereich der Längsachse die Bodenwand durchgehend ausgebildet ist. Damit kann im Zentrumsbereich der Bodenwand eine stabile Abstützfläche geschaffen werden, welche durchgängig und unterbrechungslos ausgebildet ist. Weiters kann damit auch ein zentraler, mittiger Anspritzpunkt für den Herstellvorgang gewählt und beibehalten werden.
Eine weitere Ausbildung sieht vor, dass eine Verschlussvorrichtung vorgesehen ist, mittels welcher Verschlussvorrichtung das offene Ende des Probenbehälters verschlossen ist. Damit kann bereits vor dem Befüllen des Sammelraums bis hin zur Verwendung ein steriler Sammelraum bereitgestellt werden.
Schließlich ist eine weitere bevorzugte Ausführungsform dadurch gekennzeichnet, dass der von der Verschlussvorrichtung verschlossene Sammelraum auf einen bezüglich des Umge- bungsdruckes dazu reduzierten Druck abgesenkt ist. Damit kann das Befüllen und Ansaugen der Probe in den Sammelraum erleichtert und das Füllvolumen der Probenmenge exakter vo- rausbebestimmt werden.
Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert.
Es zeigen jeweils in stark vereinfachter, schematischer Darstellung:
Fig. 1 eine Abnahmebaugruppe mit Probenbehälter, Verlängerungselement sowie noch davon distanziert angeordneter Verschlussvorrichtung, in schaubildlicher Darstellung, teilweise geschnitten;
Fig. 2 den Probenbehälter nach Fig. 1 im Axialschnitt;
Fig. 3 das Verlängerungselement nach Fig. 1 im Axialschnitt;
Fig. 4 die Kopplungsvorrichtung zwischen dem Probenbehälter und dem Verlängerungselement bei in Kopplungseingriff stehenden Koppelelementen, im Axialschnitt und vergrößerter Darstellung;
Fig. 5 eine Ansicht auf die Bodenwand des Verlängerungselements.
Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben, unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen und sind diese Lageangaben bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.
Der Begriff„insbesondere" wird nachfolgend so verstanden, dass es sich dabei um eine mögliche speziellere Ausbildung oder nähere Spezifizierung eines Gegenstands oder eines Verfahrensschritts handeln kann, aber nicht unbedingt eine zwingende, bevorzugte Ausführungsform desselben oder eine zwingende Vorgehensweise darstellen muss.
In den Fig. 1 bis 5 ist eine Abnahmebaugruppe 1 aus mehreren Bauteilkomponenten gezeigt, welche zum Aufnehmen und Sammeln von geringen Mengen von Körperflüssigkeiten, insbesondere Blutproben, Harn, Speichel oder dergleichen dient. Üblicherweise werden für derartige Zwecke sogenannte Probensammelröhrchen verwendet, welche auch als Blutaufnahme- röhrchen oder Blutsammelröhrchen bezeichnet werden können. Auch wenn diese Sammel- röhrchen zumeist als Blutaufnahmeröhrchen oder Blutsammelröhrchen bezeichnet werden, können auch andere zuvor angeführte Körperflüssigkeiten oder andere biologische Fluidpro- ben darin aufgenommen und gesammelt werden.
Um nach dem Befüllen der Sammelröhrchen eine automatisierte Probenanalyse und/oder einen Zentrifugiervorgang durchführen zu können, weisen derartige Sammelröhrchen vorgegebene und normierte Standardabmessungen auf. Als Standardabmessungen werden z.B. der äußere Nenndurchmesser sowie die Nenn- Axiallänge verstanden. So gibt es Röhrchen mit ei- nem Nenndurchmesser von 13 mm oder 16 mm. Die Nenn- Axiallänge kann z.B. 75 mm oder 100 mm betragen. Als Kurzbezeichnung für ein verschlossenes Röhrchen mit 13 mm Nenndurchmesser und einer Axiallänge von 75 mm kann z.B. mit 13/75 angegeben werden. Es können auch Abmessungen verwendet werden, welche von den zuvor angegebenen Maßangaben davon abweichende Nenndurchmesser oder Nenn-Axiallängen aufweisen.
Da bei dieser Abnahmebaugruppe 1 ein bezüglich der zuvor angeführten Sammelröhrchen dazu geringeres Aufnahmevolumen zur Aufnahme vorgesehen ist, soll auch der Aufnahmeraum ein geringeres Aufnahmevolumen als die Standard-Röhrchen aufweisen. Dazu werden die unterschiedlichsten Konstruktionen vorgeschlagen, um bei annähernder Beibehaltung der äußeren Standardabmessungen das Aufnahmevolumen zu reduzieren. Es gibt dazu Ausführungsformen als einteilige Lösung oder aber auch als mehrteilige oder mehrstückige Lösung.
Die Abnahmebaugruppe 1 wird bevorzugt für die Abnahme von Blut, insbesondere von venösem Blut, verwendet, welches in nur geringeren Abnahmemengen abgenommen und für nach- folgende Untersuchungen in der jeweiligen Abnahmebaugruppe 1 bevorratet wird. Es können aber auch andere biologische Fluidproben im Sammelraum aufgenommen werden. Der Sammelraum 14 kann auch als Aufnahmeraum bezeichnet werden, welcher ein bezüglich den eine standardisierte Abmessung aufweisenden Sammelröhrchen ein dazu geringeres Aufnahmevolumen aufweist.
So kann z.B. der Sammelraum 14 des Probenbehälters 2 ein Aufnahmevolumen mit einer unteren Grenze von 1 ml und einer oberen Grenze von 3 ml, insbesondere zwischen 1,5 ml und 2,5 ml (Milliliter), aufweisen. Damit weist der Sammelraum 14 bezüglich der eingangs beschriebenen, die Standardabmessungen aufweisenden, Sammelbehälter ein dazu reduziertes Aufnahmevolumen auf. Ein Probenröhrchen mit der Standardabmessung 13/75 kann z.B. ein maximales Aufnahmevolumen von 4,5 ml aufweisen. Es wurde auch schon versucht, in jene Probenröhrchen mit der Standardabmessung 13/75 und dem Aufnahmevolumen von 4,5 ml nur eine Probenmenge von 1 ml aufzunehmen. Bedingt durch die große Volumendifferenz
zwischen dem maximal möglichen Aufnahmevolumen von 4,5 ml und der geringen Füllmenge von 1 ml ist bei Probenröhrchen mit einem im Aufnahmeraum herrschenden geringeren Druck als dem Umgebungsdruck, das Ausmaß der Druckdifferenz sehr sensibel. Der voreingestellte geringe Druckunterschied zur Festlegung des Ansaugvolumens von 1 ml kann sich bei ändernden Umgebungsbedingungen, wie z.B. Temperatur und Luftdruck, in gewissen Grenzen ändern und bei der Abnahme zu einem davon abweichenden Ansaugvolumen führen. Durch das bei dieser Abnahmebaugruppe 1 reduzierte maximale Aufnahmevolumen des Aufnahmeraums oder Sammelraums kann bei evakuierter Ausführung auch der Druckunterschied bezüglich des Umgebungsdruckes wiederum erhöht werden.
Auch ist durch den Fortschritt der Technik eine immer geringere Probenmenge für die Bestimmung der klinischen Parameter erforderlich. Die Probenmenge kann auch als Probenvolumen bezeichnet werden. So wiesen bisherige Sammel- oder Probenröhrchen für geringe Probenvolumen jedoch gegenüber den normierten Standardabmessungen dazu geringere Abmes- sungen, insbesondere Längenabmessungen, auf. Um jedoch auch diese Abnahmebaugruppe 1 in die ebenfalls standardisierten Zentrifugationsvorrichtungen oder Laborautomaten einsetzen und aufnehmen zu können, sind die nachfolgend beschriebenen Ausbildungen derart verbessert, dass trotz des geringeren Aufnahmevolumens eine Verwendung in standardisierten Zentrifugen, Laborautomaten, Analysegeräte oder dergleichen möglich wird.
Die Abnahmebaugruppe 1 umfasst zumindest einen Probenbehälter 2 und ein damit zusammenfügbares Verlängerungselement 3. In der Fig. 1 ist die gefügte und zusammengebaute Stellung der beiden Bauteile gezeigt, wobei zusätzlich noch, jedoch in einer davon abgehobenen Stellung, eine Verschlussvorrichtung 4 dargestellt ist. In den beiden Fig. 2 und 3 ist der jeweilige Bauteil, nämlich der Probenbehälter 2 und das Verlängerungselement 3, für sich alleinig dargestellt.
Der Probenbehälter 2 umfasst seinerseits eine Behälterwand 5 mit einem ersten Behälterwandabschnitt 6 und einem daran anschließend angeordneten zweiten Behälterwandabschnitt 7. Die Behälterwand 5 erstreckt sich zwischen einem ersten offenen Ende 8 und einem davon distanziert angeordneten zweiten Ende 9 und ist von einer Außenfläche 10 und eine Innenfläche 11 begrenzt. Weiters definiert die Behälterwand 5 noch eine Längsachse 12. Es wird auch
beim Verlängerungselement 3 die gleiche Bezeichnung der Längsachse gewählt, da in der zusammengebauten, gefügten Stellung des Probenbehälters 2 mit dem Verlängerungselement 3 die gemeinsame Längsachse 12 ausgebildet ist und beide Längsachsen 12 deckungsgleich zueinander angeordnet sind.
Im Bereich des zweiten Endes 9 ist ein Boden 13 vorgesehen, welcher einstückig mit der Behälterwand 5 verbunden ist und einen dichten Abschluss ausbildet. Die Behälterwand 5 und der Boden 13 umgrenzen gemeinsam einen Sammelraum 14. Bevorzugt werden sowohl der Probenbehälter 2 als auch das Verlängerungselement 3 jeweils getrennt voneinander aus einem Kunststoffmaterial in einem Spritzgussvorgang hergestellt. Dabei kann der Werkstoff überwiegend durchsichtig bis glasklar ausgebildet sein und aus der Gruppe von PP (Polypropylen), PS (Polystyrol), PET (Polyethylenterephthalat), PE (Polyethylen), PA (Polyamid), PC (Polycarbonat) gewählt sein.
Zur Entformung der Bauteile aus der Spritzgussform ist üblicherweise eine geringe Formschräge vorgesehen, um den Entformvorgang einfacher durchführen zu können. Damit weist die Behälterwand 5 ausgehend vom Bereich des offenen Endes 8 hin in Richtung auf das zweite Ende 9 eine geringe Konizität auf. Grundsätzlich weisen sowohl der Probenbehälter 2 als auch das Verlängerungselement 3 einen Kreisringquerschnitt auf und sind somit rohrför- mig ausgebildet.
Bei dieser Ausbildung des Probenbehälters 2 ist vorgesehen, dass der erste Behälterwandabschnitt 6 grundsätzlich hohlzylinderförmig ausgebildet ist und eine erste Durchmesserabmes- sung 15 aufweist. Die Durchmesserabmessung 15 kann aufgrund der zuvor beschriebenen Entformschräge in einem geringen Ausmaß ausgehend vom ersten offenen Ende 8 hin in Richtung auf den Boden 13 abnehmend ausgebildet sein. Es könnte aber auch eine konstanter Durchmesserabmessung 15 vorgesehen werden. Der zweite Behälterwandabschnitt 7 der Behälterwand 5 ist hier hohlkegelförmig ausgebildet und weist zumindest abschnittsweise eine dazu geringere zweite Durchmesserabmessung 16 auf. Der Begriff„abschnittsweise" wird deshalb verwendet, da im Axialschnitt gesehen, die Außenfläche 10 des ersten Behälterwandabschnitts 6 nur unter Ausbildung eines Knicks oder
einer Abwinkelung in die Außenfläche 10 des zweiten Behälterwandabschnitts 7 übergeht und in diesem Übergangsbereich den gleichen Durchmesser aufweist. Es geht aber auch die Innenfläche 11 des ersten Behälterwandabschnitts 6 unter Ausbildung eines weiteren, innenliegenden Knicks oder einer weiteren Abwinkelung in die Innenfläche 11 des zweiten Behälter- wandab Schnitts 7 über. Durch die Hohlkegelform kann so auch bereits bei einer geringen
Füllmenge eine ausreichende Füllstandshöhe im Sammelraum 14 erzielt werden, welche für die ordnungsgemäße Feststellung des Füllvolumens sowie der nachfolgenden Probenentnahme ausreichend ist. Weiters kann aber so auch der Herstellvorgang, insbesondere der Anspritzpunkt im bodenseitigen Ende 9 des Bodens 13 in dessen Zentrum gewählt werden.
Weiters kann noch zumindest ein Stützelement 17, bevorzugt können jedoch mehrere Stützelemente 17, vorgesehen sein, welches oder welche an der Außenfläche 10 des zweiten Behälterwandabschnitts 7 der Behälterwand 5 angeordnet sind und die Außenfläche 10 auf die von der Längsachse 12 abgewendete Seite überragen. Sind mehrere Stützelemente 17 vorgesehen, können diese verteilt, insbesondere gleichmäßig verteilt, über den Umfang angeordnet sein.
Um eine gute Abstützwirkung für das Verlängerungselement 3 an diesen zu erzielen, sind zumindest drei bis vier Stück anzuordnen oder vorzusehen.
Das oder die Stützelemente 17 können als Stege ausgebildet sein und bezüglich der Längs- achse eine annähernd bis vollständig parallele Längserstreckung aufweisen. Die Längserstreckung bezieht sich dabei auf den Längsverlauf der Stege, welche zur leichteren Entformung aus dem Spritzgusswerkzeug auch noch mit einer üblichen Formschräge versehen sein können. Eine radiale Anordnung kann weiters vorgesehen werden. Die Stützelemente 17 dienen zur axialen Ausrichtung und gegenseitigen Stabilisierung von Probenbehälter 2 und Verlänge- rungselement 3 in der gefügten Stellung. Zusätzlich können diese auch noch zur gegenseitigen Halterung und Verbindungherangezogen werden, wenn eine maßliche Abstimmung zueinander erfolgt ist. Die gegenseitigen Halterung und Verbindung soll mittels einer Kopplungsvorrichtung 25, welche nachfolgend noch näher beschrieben wird, erfolgen. Die Kopplungsvorrichtung 25 könnte auch als Kupplungsvorrichtung bezeichnet werden.
Es wäre auch noch denkbar, dass der Probenbehälter 2 in seinem zweiten Behälterwandabschnitt 7 der Behälterwand 5 hohlkegelförmig ausgebildet ist und die Kopplungsvorrichtung 25 nicht vorgesehen wäre. In diesem Fall könnte die gegenseitige Halterung und Verbindung
von Probenbehälter 2 und Verlängerungselement 3 durch eine ortsfeste Verbindung zumindest eines der Stützelemente 17 mit dem Verlängerungselement 3 erfolgen. Dies könnte mittels eines Klebevorgangs oder eines Schweißvorgangs erfolgen. Nachfolgend wird dies noch näher erläutert.
Das Verlängerungselement 3 umfasst seinerseits eine Seitenwand 18, welche sich zwischen einem ersten offenen Ende 19 und einem zweiten Ende 20 erstreckt. Anschließend an das zweite Ende 20 ist eine Bodenwand 21 angeordnet oder ausgebildet. Die Seitenwand 18 ist von einer Außenfläche 22 und einer Innenfläche 23 begrenzt und weist ebenfalls einen bevor- zugt kreisringförmigen Querschnitt auf. Die Bodenwand 21 des Verlängerungselements 3 kann kalottenförmig, insbesondere hohlkugelkalottenförmig, ausgebildet sein.
In der Bodenwand 21 des Verlängerungselements 3 kann zumindest ein Durchbruch 24 ausgebildet sein, welcher die Bodenwand 21 vollständig durchsetzt oder durchdringt. Dies ist aus einer Zusammenschau der Fig. 1, 3 und 5 zu ersehen. Bevorzugt können jedoch mehrere, im vorliegenden Ausführungsbeispiel vier Stück, an Durchbrüchen 24 vorgesehen werden. Der oder die Durchbrüche 24 sind weiters in radialer Richtung von der Längsachse 12 distanziert angeordnet. Damit verbleibt die Bodenwand 21 in einem Zentrumsbereich oder einem Zentrumsabschnitt um die Längsachse 12 durchgängig und verschlossen. So kann in diesem Ober- flächenabschnitt der Bodenwand 21 eine gute und ungehinderte Krafteinleitung, wie diese bei der Abstützung bei einem Zentrifugiervorgang auftritt, erzielt werden. Weiters kann damit aber auch ein zentraler Anspritzpunkt für die Herstellung gewählt werden. So kann trotz Anordnung und Ausbildung der Durchbrüche 24 die Stabilität der Bodenwand 21 nahezu unverändert aufrecht erhalten werden. Der oder die Durchbrüche 24 dienen auch noch dazu, einen Zugang in den Innenraum des Verlängerungselements 3 auch bei miteinander zu einer Baueinheit gefügtem Probenbehälter 2 und Verlängerungselement 3 zu ermöglichen. Dies insbesondere dann, wenn das erste offene Ende 19 des Verlängerungselements 3 mittels der Kopplungsvorrichtung 25 mit dem Probenbehälter 2 in Kopplungseingriff steht und von der Kopplungsvorrichtung 25 eine luftdichte Verbindung ausgebildet wird.
Die Kopplungsverbindung kann überwiegend luftdicht ausgebildet sein. Mittels der Durchbrüche 24 kann ein ungewollter Lufteinschluss im Innenraum des Verlängerungselements 3 verhindert werden. Bei einem vollkommen dichten Abschluss des Innenraums kann dies bei
Temperaturerhöhung zu einem Anstieg des Innendrucks führen und in weiterer Folge zu einem ungewollten Trennen von Probenbehälter 2 und Verlängerungselement 3 führen. Weiters kann auch noch bei evakuiertem Sammelraum 14 vorhandene Luft aus dem Innenraum des Verlängerungselements 3 in den Sammelraum 14 gedrückt oder angesaugt werden.
Das Verlängerungselement 3 dient dazu, gemeinsam mit dem Probenbehälter 2 zu einer zusammengehörigen Baueinheit, nämlich der Abnahmebaugruppe 1 gefügt zu werden. Durch das getrennte Ausbilden von Probenbehälter 2 und Verlängerungselement 3 kann so für jedes der Bauteile der Herstellvorgang optimiert werden und trotz der geringeren Aufnahmemenge oder dem geringeren Aufnahmevolumen die übliche Standardabmessung in Länge und Durchmesser bei guter Abstützwirkung und Festigkeit erzielt werden. Die voneinander getrennte Herstellung kann auch noch den Vorteil haben, dass die Baulängen jedes Bauteils (Probenbehälter 2 und Verlängerungselement 3 einfacher zueinander variiert und aufeinander abgestimmt werden können. Wird ein kürzerer Probenbehälter 2 benötigt, ist das Verlängerungs- element 3 um die durchgeführte Verkürzungslänge des Probenbehälters 2 zu verlängern.
Um den Probenbehälter 2 mit dem Verlängerungselement 3 zu einer zusammengehörigen Baueinheit zu verbinden und auch daran fest und fix zu halten, ist hier die eigene Kopplungsvorrichtung 25 vorgesehen, welche zumindest ein erstes Koppelelement 26 und zumindest ein damit koppelbares zweites Koppelelement 27 umfasst. Das zumindest eine erste Koppelelement 26 ist hier am Probenbehälter 2 und das zumindest eine zweite Koppelelement 27 am Verlängerungselement 3 angeordnet oder ausgebildet. Befinden sich die Koppelelemente 26, 27 miteinander in Kopplungseingriff, ist die Abnahmebaugruppe 1 in ihrer Röhrchenform ausgebildet. Der Kopplungseingriff erfolgt auf formschlüssiger Basis zwischen den beiden in- einandergreifenden Koppelelementen 26 und 27. Diese können aber auch als Kupplungselemente bezeichnet werden. Bevorzugt erfolgt der Kopplungseingriff derart, dass eine Trennung der beiden Bauteile voneinander nur mit erheblichem Kraftaufwand durchzuführen ist. Somit kann eine unbeabsichtigte Trennung der beiden Bauteile voneinander verhindert werden. Die Kopplungsvorrichtung kann in Form einer Schnappverbindung ausgebildet sein.
In der Kopplungsstellung ragt der Probenbehälter 2 mit seinem vom offenen Ende 8 in Richtung der Längsachse 12 distanzierten zweiten Behälterwandabschnitt 7 zumindest teilweise in das erste offene Ende 19 des Verlängerungselements 3 hinein.
Das zumindest eine erste Koppelelement 26 ist in einem Übergangsabschnitt 28 zwischen dem ersten Behälterwandabschnitt 6 und dem zweiten Behälterwandabschnitt 7 angeordnet oder ausgebildet. Der Übergangsabschnitt 28 befindet dich im Bereich des zuvor beschriebe- nen Knicks zwischen den zueinander abgewinkelt verlaufenden Außenflächen 10 der Behälterwand 5. Bevorzugt ist das zumindest eine erste Koppelelement 26 mit einem überwiegenden Anteil, insbesondere Flächenanteil, im zweiten Behälterwandabschnitt 7 angeordnet und kann sich auch noch geringfügig in den ersten Behälterwandabschnitt 6 hinein erstrecken. Es wäre auch noch möglich, das erste Koppelelement 26 der Kopplungsvorrichtung 25 weiter in Richtung auf das erste offene Ende 8 zu verlagern und somit innerhalb des ersten Behälterwandabschnitts 6 anzuordnen. Um einen ebenflächigen Übergang zwischen der Außenfläche 22 des Verlängerungselements 3 und der Außenfläche 10 des Probenbehälters 2 zu schaffen, sind die Wanddicken aufeinander maßlich abzustimmen.
Das zumindest eine erste Koppel element 26 kann z.B. durch zumindest eine in der Außenfläche 10 der Behälterwand 5 angeordnet erste Ausnehmung sowie einen daran in Richtung auf den Boden 13 des Probenbehälters 2 anschließenden Wandabschnitt 29 der Behälterwand 5 des Probenbehälters 2 gebildet sein. Anstelle der Ausnehmung oder der Ausnehmungen kann aber auch eine erste Nut 30 vorgesehen sein, welche über den Umfang des Probenbehälters 2 gesehen durchlaufend ausgebildet ist. Der Wandabschnitt 29 bildet auch hier einen Teil des ersten Koppelelements 26. Um einen Axialanschlag für das Verlängerungselement 3, insbesondere eine Stirnfläche 31 der Seitenwand 18 im Bereich des offenen Endes 19, zu bilden, ist dazu eine erste Seitenfläche 32 der ersten Ausnehmung oder der ersten Nut 30 vorgesehen. Die Seitenfläche 32 der ersten Ausnehmung oder der ersten Nut 30 bildet eine Anschlagfläche aus.
Wie aus der Darstellung der Fig. 3 noch zu ersehen ist, ist die Seitenwand 18 des Verlängerungselements 3 zwischen dem ersten offenen Ende 19 und dem zweiten Ende 21 hohlzylin- derförmig ausgebildet. Wie bereits zuvor beschrieben, kann auch hier die Seitenwand 18 mit einer geringfügigen Entformschräge im Bereich der Außenfläche 22 und/oder auch im Bereich der Innenfläche 23 ausgebildet oder versehen sein. Auch dies fällt unter die Bezeich-
nung„hohlzylinderförmig". Die Seitenwand ist bis auf das Vorsehen und Ausbilden des zweiten Koppelelements 27 im Axialschnitt gesehen durchgängig und geradlinig zwischen dem ersten offenen Ende 19 und dem zweiten Ende 21 ausgebildet. Das zumindest eine zweite Koppelelement 27 ist hier von einem Wandabschnitt 33 der Seitenwand 18 des Verlängerungselements 3 im unmittelbaren Bereich des ersten offenen Endes 19 sowie von zumindest einer vertieft in der Innenfläche 23 der Seitenwand 18 angeordneten zweiten Ausnehmung gebildet. Anstelle der Ausnehmung oder der Ausnehmungen kann aber auch eine zweite Nut 34 vorgesehen sein, welche über den Umfang des Probenbehälters 2 ge- sehen durchlaufend in der Innenfläche 23 vertieft ausgebildet ist. Der Wandabschnitt 33 der Seitenwand 18 des Verlängerungselements 3 bildet auch hier einen Teil des zweiten Koppelelements 27.
Stehen die Koppelelemente 26 und 27 miteinander in Kopplungseingriff, greift der Wandab- schnitt 33 der Seitenwand 18 des Verlängerungselements 3 in die erste Ausnehmung oder in die erste Nut 30 des Probenbehälters 2 ein. Weiters greift noch eine dem Boden 13 des Probenbehälters 2 näherliegende zweite Seitenfläche 35 der ersten Ausnehmung oder der ersten Nut 30 sowie der daran in Richtung auf den Boden 13 des Probenbehälters 2 anschließende Wandabschnitt 29 der Behälterwand 5 des Probenbehälters 2 in die zweite Ausnehmung oder in die zweite Nut 34 des Verlängerungselements 3 ein. Der Wandabschnitt 29 ist direkt durch einen Teilabschnitt des hohlkegelförmig ausgebildeten zweiten Behälterwandabschnitts 7 der Behälterwand 5 gebildet.
Wie bereits zuvor kurz beschrieben, können am zweiten Behälterwandabschnitt 7 der Behäl- terwand 5 die Stützelemente 17 angeordnet oder ausgebildet sein. Durch die Wahl der hohlkegelförmigen Ausbildung des zweiten Behälterwandabschnitts 7 kann eine ausreichende AbStützung des Verlängerungselements 3 am Probenbehälter 2 erzielt werden. Deshalb sind zur Führung und Lagestabilisierung in der Kopplungsstellung, insbesondere auch für aufzunehmende Querkräfte, die Stützelemente 17 vorgesehen. So ist hier noch vorgesehen, dass eine äußere Umhüllende der Stützelemente 17, insbesondere der Stege, einen Durchmesser aufweist, welcher Durchmesser 36 gleich oder geringfügig größer ist als ein Innendurchmesser 37 der Seitenwand 18 des Verlängerungselements 3 im Bereich von dessen offenen Ende 19. Bei einem geringen Übermaß der als Stege ausgebildeten Stützelemente 17 im Bereich von
deren äußeren Umhüllenden kann im Fügezustand zusätzlich zur Kopplungsverbindung auch noch ein Presssitz mittels einer Presspassung und damit verbunden eine satte Anlage und AbStützung der Innenfläche 23 des Verlängerungselements 3 an den Stützelementen 17, insbesondere der Stege, erzielt werden. Damit kann eine weitere gegenseitige Stabilisierung von Probenbehälter 2 und Verlängerungselement 3 zusätzlich zur Kopplungsverbindung geschaffen werden.
Zusätzlich dazu wäre es auch noch möglich, in zumindest einem gegenseitigen Anlagebereich eines Stützelements 17, insbesondere eines der Stege, und der Innenfläche 23 des Verlänge- rungselements 3 eine Klebeverbindung und/oder eine Schweißverbindung auszubilden. Dies kann z.B. auf stoffschlüssiger Basis erfolgen. Der Schweißvorgang kann z.B. mittels einer Ultraschall schweißung oder dergleichen erfolgen.
Es wäre aber auch möglich, die äußere Umhüllende der Stützelemente 17, insbesondere der Stege, mit einem Durchmesser auszubilden, der geringfügig kleiner ist als der Innendurchmesser 37 der Seitenwand 18 des Verlängerungselements 3 im Bereich von dessen offenen Ende 19. Damit kann allerdings eine nicht mehr so gute gegenseitige Stabilisierung und axiale Ausrichtung erzielt werden. Bei einer Knickbeanspruchung im Kopplungsbereich könnte dies zu einer ungewünschten Trennung von Probenbehälter 2 und Verlängerungselement 3 führen.
Damit wird es möglich, die äußere Umhüllende der Stützelemente 17, insbesondere der Stege, mit einem Durchmesser auszubilden, der geringfügig kleiner oder gleich oder sogar geringfügig größer ist als der Innendurchmesser 37 der Seitenwand 18 des Verlängerungselements 3 im Bereich von dessen offenen Ende 19.
Die in der Fig. 1 dargestellte Verschlussvorrichtung 4 dient in bekannter Weise dazu, das erste offene Ende 8 des Probenbehälters 2 und somit auch den Sammelraum 14 gegenüber der äußeren Umgebung zu verschließen. Der Verschluss ist zumindest flüssigkeitsdicht, insbesondere auch gasdicht, auszubilden, wie dies bislang bei Standardröhrchen in bekannter Weise erfolgt ist. Zusätzlich kann auch noch der Sammelraum 14 auf einen bezüglich des Umgebungsdruckes dazu reduzierten Druck abgesenkt sein. Damit kann aufgrund des bezüglich der standardisierten Entnahmeröhrchen dazu geringen Aufnahmevolumens auch der Druck im
Sammelraum 14 bei diesem Probenbehälter 2 weiter abgesenkt werden, um so das Ansaugvolumen besser vorbestimmen zu können, wobei dies aber nicht zwingend notwendig ist.
Es kann Anwendungsfälle geben, bei denen der Sammelraum 14 zwar mit der Verschlussvor- richtung 4 verschlossen ist, jedoch für das Einbringen der Probe die gesamte Verschlussvorrichtung 4 vom offenen Ende 8 des Probenbehälters 2 abzunehmen ist und anschließend erst das Einfüllen der entsprechenden Probe durchgeführt werden kann. Es wäre auch noch möglich, dass die Innenfläche 11 sowie gegebenenfalls auch noch der Boden 13 mit seiner dem Sammelraum 14 zugewendeten Bodenfläche mit einer Beschichtung zur Behandlung der ein- gefüllten Probe versehen ist.
Die Verschlussvorrichtung 4 ist in der Fig. 1 gezeigt. Dazu wird auf die unterschiedlichen Ausbildungen hingewiesen, wie diese unter anderem in der EP 0 419 490 B l, der EP 0 445 707 Bl oder der EP 1 711 412 B 1 beschrieben sind. Um unnötige Wiederholungen zu vermei- den, wird für die Ausbildungsmöglichkeit der Verschlussvorrichtung 4 auf diese Patente sowie deren Familienmitglieder hingewiesen bzw. Bezug genommen.
Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten, wobei an dieser Stelle bemerkt sei, dass die Erfindung nicht auf die speziell dargestellten Ausführungsvarianten dersel- ben eingeschränkt ist, sondern vielmehr auch diverse Kombinationen der einzelnen Ausführungsvarianten untereinander möglich sind und diese Variationsmöglichkeit aufgrund der Lehre zum technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung im Können des auf diesem technischen Gebiet tätigen Fachmannes liegt. Der Schutzbereich ist durch die Ansprüche bestimmt. Die Beschreibung und die Zeichnungen sind jedoch zur Auslegung der Ansprüche heranzuziehen. Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen aus den gezeigten und beschriebenen unterschiedlichen Ausführungsbeispielen können für sich eigenständige erfinderische Lösungen darstellen. Die den eigenständigen erfinderischen Lösungen zugrundeliegende Aufgabe kann der Beschreibung entnommen wer- den.
Sämtliche Angaben zu Wertebereichen in gegenständlicher Beschreibung sind so zu verstehen, dass diese beliebige und alle Teilbereiche daraus mitumfassen, z.B. ist die Angabe 1 bis
10 so zu verstehen, dass sämtliche Teilbereiche, ausgehend von der unteren Grenze 1 und der oberen Grenze 10 mit umfasst sind, d.h. sämtliche Teilbereiche beginnen mit einer unteren Grenze von 1 oder größer und enden bei einer oberen Grenze von 10 oder weniger, z.B. 1 bis 1,7, oder 3,2 bis 8, 1, oder 5,5 bis 10.
Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis des Aufbaus Elemente teilweise unmaßstäblich und/oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt wurden.
Bezugszeichenaufstellung
Abnahmebaugruppe 31 Stirnfläche
Probenbehälter 32 erste Seitenfläche
Verl ängerungsel ement 33 Wandabschnitt
Verschlussvorrichtung 34 zweite Nut
Behälterwand 35 zweite Seitenfläche erster Behälterwandabschnitt 36 Durchmesser zweiter Behälterwandabschnitt 37 Innendurchmesser erstes offenes Ende
zweites Ende
Außenfläche
Innenfläche
Längsachse
Boden
Sammelraum
erste Durchmesserabmessung
zweite Durchmesserabmessung
Stützelement
Seitenwand
erstes offenes Ende
zweites Ende
Boden wand
Außenfläche
Innenfläche
Durchbruch
Kopplungsvorrichtung
erstes Koppelelement
zweites Koppelelement
Übergangsabschnitt
Wandabschnitt
erste Nut