GEFRIERTROCKNUNGSANLAGE UND VERFAHREN HIERZU
Die Erfindung bezieht sich auf eine Gefriertrocknungsanlage zum Trocknen von flüssigkeitshaltigen, d.h. allgemein von lösungsmittelhaltigen Produkten und die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Trocknen solcher Produkte mit einer solchen Gefriertrocknungsanlage. Die Gefriertrocknungsanlage ist mit einer Vakuumkammer ausgebildet, in der wenigstens eine Aufnahmevorrichtung zur Aufnahme der Produkte eingebracht ist, und wobei ein kühlbarer Kondensator vorhanden ist, an dem aus dem Produkt in einer Trocknungsphase entzogene Flüssigkeit aus einer Dampfphase niederschlagbar ist.
STAND DER TECHNIK
Die an sich bekannte Gefriertrocknung ist ein Verfahren zur schonenden Evaporation von verschiedenster Lösungsmittel, die beispielsweise in Lebensmitteln, in Arzneien und dergleichen herstellungsbedingt oder auf natürliche Weises vorhanden sind.
Zur Ausführung des Verfahrens der Gefriertrocknung dienen Gefriertrocknungsanlagen, und die Trocknung erfolgt durch die Evaporation des Lösungsmittels im Produkt selbst. Das Lösungsmittel und damit die gefrorene Flüssigkeit geht dabei direkt und ohne vorherigen Übergang in die flüssige Phase vom gefrorenen in den gasförmigen Zustand über, was als Sublimation bezeichnet wird. Durch die Erzeugung eines Vakuums kann die Flüssigkeit bei deutlich niedrigeren Temperaturen bereits sublimiert werden, sodass das Produkt thermisch nicht hoch belastet wird. Die niedrige thermische Belastung ermöglicht dabei den Erhalt der Eigenschaften des Produktes, beispielsweise den Erhalt von Ölen, Aromen und weiteren vorzugsweise geschmacklichen Eigenschaften sowie der Konsistenz des Produktes. Ein bekanntes Beispiel für den Einsatz der Gefriertrocknung ist die Herstellung sogenannter Instant-Kaffees, der hergestellt wird unter Verwendung der Gefriertrocknung, insbesondere um die Aromastoffe im löslichen Kaffee auch für den späteren Genuss zu erhalten. Neben der Erhaltung der ursprünglichen Eigenschaften der Produkte sind vor allem die ausgezeichnete Löslichkeit des gefriergetrockneten Produktes bei dennoch entfernter Flüssigkeit und die Lagerung bei Raumtemperatur von Vorteil.
Gefriertrocknungsanlagen weisen in der Regel eine Vakuumkammer zur Aufnahme der Produkte auf, wofür in der Vakuumkammer kühl- und beheizbare Stellflächen untergebracht sind, und es ist ein Kondensator vorgesehen, der in der Regel in einer vom Aufnahmeraum trennbaren
Kondensatorkammer untergebracht ist. Das Produkt wird zunächst eingefroren, gefroren gehalten und in die Vakuumkammer eingebracht, die anschließend verschlossen und evakuiert wird. Das Produkt wird daraufhin unter dem erzeugten Vakuum erwärmt und im Verlauf der Trocknung verbrauchte Sublimationsenergie wird wieder zugeführt. Der Kondensator wird dabei mit einem Kälteaggregat auf tiefe Temperaturen gekühlt, insbesondere mit einem Kältemittel, um die aus dem Produkt sublimierte Flüssigkeit aus der Dampfphase auf der Oberfläche des Kondensators wieder zu kondensieren. In den Gefriertrocknungsprozess gehen vielseitige Parameter wie die Abkühlgeschwindigkeit, die Einfriertemperatur, das Vakuum in der Vakuumkammer, die Stellflächentemperatur zur Aufnahme der Produkte und beispielsweise die Länge der Haupttrocknung ein, wodurch die Komplexität des Verfahrens bereits deutlich wird. Aufgrund des komplexen Verfahrensablaufs ist zur Optimierung des Gefriertrocknungsprozesses eine präzise Mess- und Regeltechnik für die Erfassung der Temperatur und des Druckes sowie weiterer Parameter notwendig.
Grundsätzlich wird die Gefriertrocknung in drei zeitlich voneinander abgegrenzte Teilschritte unterteilt, nämlich dem Einfrieren, der Haupttrocknung und der Nachtrocknung. Durch das Senken der Temperatur im Produkt wird die Flüssigkeit eingefroren, wobei zu beachten ist, dass der Gefrierpunkt der Flüssigkeit durch die gelösten Stoffe weiter abgesenkt wird. Danach wird das Vakuum erzeugt und der Druck auf einen Wert abgesenkt, der im Phasendiagramm unterhalb des Gefrierpunktes der Flüssigkeit liegt. Der einzustellende Druckwert richtet sich im Wesentlichen nach der einzuhaltenden Flüssigkeitstemperatur und wird mit Hilfe der Dampfdruckkurve ermittelt.
Der eigentliche Trocknungsvorgang findet ausschließlich durch Sublimation von Flüssigkeit im Produkt unter dem eingestellten Druckvakuum statt. Die
zur Entfernung der Flüssigkeit aus dem Produkt verbrauchte Sublimationsenergie in der Haupttrocknung wird dem Produkt in der Aufnahmevorrichtung in Form von Wärme wieder zugeführt. Hierzu weisen Aufnahmevorrichtungen in der Regel Aufnahmeplatten und eine Leitungseinrichtung auf, und über die Leitungseinrichtung kann ein Fluid durch entsprechende Fluidkanäle in der Aufnahmeplatte hindurchgeführt werden. Als Fluid wird beispielsweise Silikonöl verwendet. Mit fortschreitender Trocknung des Produktes wächst dabei auch die Schichtdicke des getrockneten Produktes von außen nach innen und die Sublimationsrate sind. Um die Sublimation aufrecht zu erhalten, wird die Stellflächentemperatur auf der Oberseite der Aufnahmeplatten kontinuierlich erhöht, wobei jedoch die maximale Temperatur begrenzt ist, um das Produkt nicht zu schädigen, insbesondere dass es nicht zu einem Abtauen des Produktes kommt. In der Haupttrocknung sind dabei Drücke von beispielsweise 1 mbar bis 10 mbar üblich. Bei der Nachtrocknung wird die verbleibende Flüssigkeit, die noch in der Produktmatrix gebunden ist, abgezogen. In der Praxis wird dabei die Temperatur der Stellflächen auf den Aufnahmeplatten noch weiter erhöht, während der niedrigste erreichbare Druck in der Vakuumkammer von beispielsweise 3 mbar bis 10 mbar realisiert wird.
Bekannte Gefriertrocknungsanlagen sind so aufgebaut, dass die Vakuumkammer beispielsweise über eine Zwischenwand getrennt von der Kondensatorkammer ist oder eine sonstige Trennung zur Kondensatorkammer aufweist, und die Vakuumkammer ist über ein öffenbares Ventil mit der Kondensatorkammer verbunden, das beispielsweise in der Zwischenwand eingebracht ist. Hat die Sublimation eingesetzt und steigt der Dampfdruck in der Vakuumkammer, so wird das Ventil geöffnet und der Lösungsmitteldampf, beispielsweise Wasserdampf, kann in die Kondensatorkammer übertreten und an der Oberfläche des Kondensators niedersch lagen. Die Kondensatoren bestehen beispielsweise
aus Kühlschlangen und werden mit einem Kältemittel über einen Kompressor auf niedrige Temperaturen gekühlt. Nach Beendigung des Trocknungsprozesses wird die Vakuumkammer und in der Regel auch die Kondensatorkammer wieder auf Normaldruck belüftet. Zur Belüftung der Vakuumkammer und/oder der Kondensatorkammer dient ein Vakuumanschluss, über den die Vakuumkammer und/oder die Kondensatorkammer mit einem externen Kompressor verbunden werden kann. Beispielsweise zeigt Figur 1 eine Gefriertrocknungsanlage 1 gemäß dem Stand der Technik zum Trocknen von flüssigkeitshaltigen Produkten 10. Die Gefriertrocknungsanlage 1 weist eine Vakuumkammer 1 1 und eine Kondensatorkammer 25 auf, die beispielhaft durch eine Zwischenwand 21 von der Vakuumkammer 1 1 getrennt ist. ln der Vakuumkammer 11 ist ein Aufnahmeraum 15 ausgebildet, in dem eine Aufnahmevorrichtung 12 zur Aufnahme des Produktes 10 eingebracht ist. Die Aufnahmevorrichtung 12 weist mehrere Aufnahmeplatten 16 auf, und die Aufnahmevorrichtung 12 umfasst eine Leitungseinrichtung 19 mit mehreren Fluidleitungen 24. In der Kondensatorkammer 25 ist ein Kondensator 13 eingebracht, und die Kondensatorkammer 25 kann mit dem Aufnahmeraum 15 der Vakuumkammer 1 1 verbunden werden, indem ein Ventil 22 in der Zwischenwand 21 geöffnet wird. Zum Beginn des Trocknungsprozesses werden die Produkte 10 im gefrorenen Zustand auf die Aufnahmeplatten 16 gestellt. Anschließend wird die Vakuumkammer 11 geschlossen und es wird in der Vakuumkammer 1 1 ein Unterdrück erzeugt. Anschließend setzt die Sublimation ein, wobei mit zunehmendem Trocknungsgrad des Produktes 10 dessen Temperatur erhöht wird. Hierzu dient die Leitungseinrichtung 19 mit den Fluidleitungen 24, durch die ein Fluid 20, beispielsweise Silikonöl, hindurchgeführt werden
kann. Mittels des Fluides 20, das außerhalb der Vakuumkammer 11 temperierbar ist, können die Aufstellflächen auf den Kondensatorplatten 16 und damit auch die Produkte 10 entsprechend aufgeheizt werden. Mit zunehmendem Trocknungsgrad der Produkte 10 wird dabei auch die Temperatur über das Fluid 20 in den Produkten 10 erhöht, wobei mit zunehmendem Dampfdruck im Aufnahmeraum 15 das Ventil 22 geöffnet wird, und die Dampfphase der Flüssigkeit, beispielsweise Wasserdampf oder allgemein Lösungsmitteldampf, kann an der Oberfläche des Kondensators 13 kondensieren. Dabei erfolgt ein Austausch der Atmosphäre im Aufnahmeraum 15 mit der Atmosphäre in der Kondensatorkammer 25. Ist die Trocknung auch mit der weiteren Nachtrocknungsphase unter gleichzeitig weiterer Aufheizung der Produkte 10 erfolgt, so wird der Vakuumanschluss 26 geöffnet und bei gleichzeitiger Öffnung des Ventils 22 werden der Aufnahmeraum 15 und die Kondensatorkammer 25 wieder belüftet. Anschließend kann das getrocknete Produkt 10 entnommen werden.
Die Aufnahmevorrichtung 12 kann mehrere Aufnahmeplatten 16 aufweisen, die übereinander angeordnet sind und die in ihrem Abstand zueinander durch eine entsprechende Aktorik veränderbar sind. Damit können beispielsweise für pharmazeutische Produkte Gefäße nach der Trocknung automatisch verschlossen werden, insbesondere um eine keimfreie Bereitstellung des getrockneten Produktes 10 zu erreichen.
Befinden sich die Produkte in der Aufnahmevorrichtung in einem ruhenden Zustand, so kann das Problem auftreten, dass Flüssigkeitsanteile im Produktinneren dem Produkt nur noch schwer entnehmbar sind. Zur Überwindung dieses Nachteils schlägt die GB 948 517 A ein Zermahlen oder ein Granulieren des Produktes 10 vor, und das zermahlene oder granulierte Produkt, beispielsweise Instant-Kaffee, wird über vibrierende Aufnahmeplatten geführt, sodass das zu trocknende Produkt während der
Trocknungsphase in Bewegung bleibt, insbesondere um eine große Oberfläche des zermahlenen oder granulierten Produktes effektiv zur Trocknung zu nutzen. Jedoch ist das Zermahlen oder Granulieren eines Produktes nicht für jedes Produkt möglich, und es gibt Produkte, beispielsweise Arzneien, die auf den Aufnahmeplatten der Aufnahmevorrichtung etwa in magazinierter Form in Behältern aufgebracht werden müssen und beispielsweise eine pulverähnliche aber noch mit Lösungsmittel gebundene Konsistenz aufweisen.
Grundsätzlich ist der Einsatz von Ultraschall zur Verbesserung des Trocknungsprozesses in Gefriertrocknungsanlagen bekannt. Der Einfluss von Ultraschall auf das Produkt verbessert die Permeabilität des zu trocknenden Produktes, sodass die Flüssigkeit auch aus inneren Bereichen des Produktes besser sublimieren kann. Der Einfluss von Ultraschall auf den Stofftransportprozess beim Trocknen der Produkte basiert dabei auf der Minimierung interner und externer Widerstände für den Wärme- und Stofftransport, sodass die Diffusionsbarrieren verringert und die Grenzschichtbildung gemildert wird. Vor allem die als Kavitation bezeichnete und durch den zyklischen Wechseldruck verursachte lmplosion von Gasblasen sowie daraus resultierende Mikroströmungen können auch Grenzflächen beeinflussen und so externe Widerstände gegen den Stofftransport im Produkt sowie den Stoffübergang an der Produktoberfläche verringern. Ultraschall wird dabei als begleitende Unterstützung der Trocknung des Produktes während der Trocknungsphase vorgesehen. Weitere Einzelheiten sind zu entnehmen aus AiF 17161 N; „Verbesserung von Trocknungsprozessen pflanzlicher Rohstoffe durch prozessinduzierte Verringerung von Stofftransportwiderständen“; Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. (FEI), Bonn.
Die Beschallung des Produktes mit Ultraschall erfolgt in der Regel mit einem außerhalb der Vakuumkammer angeordneten Schallgenerator, sodass die gezielte Beeinflussung des Produktes durch den Ultraschall nur bedingt erreicht werden kann. Insbesondere ist es üblich, das Produkt vor dem Einbringen in die Vakuumkammer mit Ultraschall zu beschallen, insbesondere in der Einfrierphase, um eine Eiskristallbildung im Gefriervorgang der Flüssigkeit im Produkt zu begünstigen, wodurch die nachfolgende Sublimation in der Vakuumkammer verbessert werden kann. Um den Trocknungsvorgang des Produktes in der Vakuumkammer und unter Vakuumatmosphäre zu begünstigen, wird der Ultraschall in der Regel begleitend hierzu nicht mehr verwendet.
OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
Die Aufgabe der Erfindung ist eine Verbesserung einer Gefriertrocknungsanlage zum Trocknen von flüssigkeitshaltigen Produkten sowie die Verbesserung eines Verfahrens zum Trocknen von flüssigkeitshaltigen Produkten mit einer solchen Gefriertrocknungsanlage. Insbesondere soll der Einsatz von Ultraschall als unterstützendes Mittel bei der Trocknung der flüssigkeitshaltigen Produkte verbessert eingesetzt werden, vorzugsweise um den Trocknungsprozess zu beschleunigen und um im Ergebnis einen einfacheren Aufbau der Gefriertrocknungsanlage zu erreichen.
Diese Aufgabe wird ausgehend von einer Gefriertrocknungsanlage zum Trocknen von flüssigkeitshaltigen Produkten gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 und ausgehend von einem Verfahren zum Trocknen von flüssigkeitshaltigen Produkten mit einer solchen Gefriertrocknungsanlage gemäß Anspruch 8 mit den jeweils kennzeichnenden Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
Die Erfindung sieht zur Verbesserung der Gefriertrocknungsanlage vor, an der Aufnahmevorrichtung wenigstens einen Schallgenerator anzuordnen, mit dem das Produkt während der Trocknungsphase beschalibar ist.
Kern der Erfindung ist die Anordnung des Schallgenerators an wenigstens einer Anordnungsstelle der Aufnahmevorrichtung, die in der Vakuumkammer eingebracht ist, sodass somit auch der Schallgenerator im Aufnahmeraum der Vakuumkammer angeordnet wird, jedoch bleibt auch die Möglichkeit offen, den Schallgenerator außerhalb des Aufnahmeraums anzuordnen, wenn ein Gehäuseteil der Vakuumkammer auch ein Bestandteil der Aufnahmevorrichtung ist. Wird der Schallgenerator an einem separaten Haltemittel innerhalb des Aufnahmeraumes angebracht und beschallt dieser von einer solchen Position aus das oder die Produkte, so schließt im Sinne der vorliegenden Erfindung die Aufnahmevorrichtung auch ein solches Haltemittel mit ein, sodass schließlich auch dann der Schallgenerator an der Aufnahmevorrichtung angeordnet ist.
Die Aufnahmevorrichtung kann im Sinne der Erfindung eine oder mehrere Aufnahmeplatten aufweisen, wobei die Erfindung auch von dem Gedanken ausgeht, dass die Aufnahmevorrichtung etwa eine Leitungseinrichtung und weitere Umbauteile mit umfassen kann, durch die ein Fluid hindurchführbar ist, insbesondere um die Aufnahmeplatten zu kühlen oder zu heizen. Die Aufnahmevorrichtung im Sinne der Erfindung kann dabei mehrere Etagen zur Aufstellung der Produkte umfassen, oder die Aufnahmevorrichtung ist mehrteilig ausgebildet und weist eine Grundplatte auf, auf der eine oder mehrere Schalen angeordnet werden, in denen die Produkte liegen. Die Produkte können dabei Arzneimittel oder beispielsweise Lebensmittel betreffen, die insbesondere vereinzelt und unverpackt auf der Aufnahmeplatte damit wenigstens mittelbar aufliegen. Insofern kann der Schallgenerator an jeder möglichen Komponente der Aufnahmevorrichtung angeordnet sein.
Wird der wenigstens eine Schallgenerator während der Trocknungsphase innerhalb der evakuierten Vakuumkammer betrieben, so kann der Schallgenerator das Produkt unmittelbar beschallen und dermaßen beeinflussen, dass die Trocknung deutlich beschleunigt ablaufen kann. Durch den beschleunigten Trocknungsprozess wird weniger Energie benötigt, und insbesondere kann das Einschallen von Ultraschall in das Produkt zur Erwärmung des Produktes beitragen, wobei die Erwärmung unmittelbar am Ort der Sublimation erfolgen kann, ohne dass zunächst eine Wärmeleitung, beispielsweise von der Aufnahmeplatte über ein Behältnis des Produktes an das Produkt selbst gelangen muss. Insbesondere dadurch kann der Trocknungsprozess erheblich beschleunigt werden, was erst möglich wird, wenn der Schallgenerator in wenigstens mittelbarer und insbesondere unmittelbarer Anordnung an der Aufnahmevorrichtung platziert wird, sodass der Schallgenerator möglichst nahe am Produkt angeordnet werden kann.
Ein weiterer wesentlicher Aspekt der erfindungsgemäßen
Gefriertrocknungsanlage ist darauf gerichtet, dass in der Vakuumkammer der Aufnahmeraum ausgebildet ist, in dem sich die Aufnahmevorrichtung mit dem oder den Produkten befindet, wobei als ein weiterer Aspekt der Erfindung in dem Aufnahmeraum weiterhin auch der Kondensator aufgenommen sein kann. Damit bildet die Vakuumkammer einen einzigen Aufnahmeraum, in dem sowohl die Aufnahmevorrichtung mit dem oder mit den Produkten und zugleich mit dem Kondensator aufgenommen sind, wodurch die der Aufbau der Anlage vereinfacht. Folgerichtig kann die Zwischenwand mit dem Ventil entfallen, wobei lediglich noch ein Vakuumanschluss zur Evakuierung und Belüftung vorhanden sein kann, über den das Vakuum mit den geforderten Druckwerten gehalten werden kann, insbesondere wenn ein entsprechender Kompressor an den Vakuumanschluss angebracht ist. Die Erfindung richtet sich jedoch auch
auf Gefriertrocknungsanlagen, die eine Kondensatorkammer aufweisen, die nur mit dem Öffnen eines Ventils mit der Vakuumkammer verbindbar ist.
Umfasst die Aufnahmevorrichtung eine oder mehrere Aufnahmeplatten, so kann das wenigstens eine Produkt auf einer Oberseite der Aufnahmeplatte aufgestellt sein und wobei an einer der Oberseite gegenüberliegenden Unterseite der Aufnahmeplatte der wenigstens eine Schallgenerator angeordnet ist. Sind die Produkte beispielsweise in Behältnissen, in Gefäßen, in Schalen oder dergleichen aufgenommen und mit diesem oder mit diesen oberseitig auf der Aufnahmeplatte aufgestellt, so können mehrere Schallgeneratoren vorgesehen sein, die jeweils gezielt unter den Produkten unterseitig an der Aufnahmeplatte angeordnet sind. Werden die Schallgeneratoren in Betrieb genommen, so können diese Schall, insbesondere Ultraschall in die Aufnahmeplatte und durch diese hindurch in das Produkt während der Trocknungsphase einschallen. Der Grundgedanke der Erfindung ist insbesondere dadurch wiedergegeben, dass die Schallgeneratoren wenigstens mittelbar in die Aufnahmeplatten einschallen, derart, dass der Festkörperschall in der Aufnahmeplatte in das Produkt übergehen kann. Der Schallgenerator kann beispielsweise eine Sonotrode umfassen, die direkt mit der Aufnahmeplatte verbunden wird, sodass der Schall, insbesondere Ultraschall, unmittelbar in die Aufnahmeplatte eingebracht werden kann. Auch ist es denkbar, dass die Aufnahmeplatte dabei mehrteilig ist, und der Schall wird von Körper zu Körper der mehrteiligen Aufnahmeplatte überführt. Eine solche Überführung kann insbesondere stattfinden von der Aufnahmeplatte in eine Aufnahmeschale oder ein sonstiges Aufnahmegefäß zur Aufnahme des Produktes.
Schallgeneratoren bezeichnen im Sinne der vorliegenden Erfindung alle technischen Geräte, die geeignet sind, einen Schall, insbesondere Ultraschall, in einen Stoff, also eine Flüssigkeit oder einen Festkörper,
einzuleiten und diese oder diesen in eine Schwingung zu versetzen. Dabei kann der Schallgenerator auch mehrteilig sein und nur eine Sonotrode wird an der Aufnahmevorrichtung angeordnet und ein entsprechender Generator, der nur mittels einer elektrischen Leitung mit der Sonotrode umfassend den Erreger verbunden ist. Der Generator muss dabei nicht ebenfalls im Aufnahmeraum der Vakuumkammer angeordnet sein, da es hinreichend ist, dass die Sonotrode mit dem Schallerreger an der Aufnahmevorrichtung angeordnet ist.
Schallgeneratoren und damit der im Sinne der Erfindung an der Aufnahmevorrichtung anordenbare Teil des Schallgenerators können als Quader, als Scheiben, als Zylinder oder als sonstige Bauteile ausgebildet sein, die mit Abmessungen von beispielsweise wenigen Zentimetern gut an der Aufnahmevorrichtung angebracht werden können. Beispielsweise sind die Schallgeneratoren als runde oder eckige Scheiben oder Platten ausgeführt, die seitliche Abmessungen aufweisen, die etwa mit den Aufstellabmessungen der Behältnisse korrespondieren, in denen die Produkte aufgenommen sind.
Der Kondensator der Gefriertrocknungsanlage ist mit besonderem Vorteil als Kühlschlange ausgebildet und weist eine Rohrleitung auf oder ist durch eine Rohrleitung gebildet, durch die ein Kältemittel hindurchgeführt wird, wenn die Gefriertrocknungsanlage betrieben wird und der Kondensator gekühlt ist. Der Kondensator, insbesondere in Form der Kühlschlange, kann dabei räumlich so ausgebildet sein, dass dieser die Aufnahmevorrichtung außenseitig umschließt. Insbesondere kann so eine kompakte Bauweise erzielt werden, wenn gemäß einer möglichen Ausführungsform sowohl die Aufnahmevorrichtung mit den Produkten als auch der Kondensator in einem gemeinsamen Aufnahmeraum der Vakuumkammer untergebracht sind.
Gemäß einer Abwandlung der erfindungsgemäßen Ausgestaltung der Gefriertrocknungsanlage besteht die Möglichkeit, dass die Aufnahmevorrichtung eine Aufnahmeplatte umfasst, die mittels einer Bodenblatte der Vakuumkammer gebildet ist. Dabei kann der Schallgenerator unterhalb der Bodenplatte und damit außerhalb der Vakuumkammer angeordnet sein und das Produkt kann auf der Bodenplatte aufgestellt werden, sodass der Schallgenerator durch die mit der Bodenplatte gebildete Aufnahmeplatte hindurch in das Produkt einschallen kann. Wird das Produkt auf der Bodenplatte der Vakuumkammer aufgestellt, die gleichzeitig die unterseitige Begrenzung des Aufnahmeraums bildet, so vereinfacht sich der Aufbau der Gefriertrocknungsanlage und insbesondere der Aufbau der Aufnahmevorrichtung weiter. Eine solche Lösung kann beispielsweise vorgesehen werden, wenn eine eher klein bauende Gefriertrocknungsanlage mit ultraschallunterstützter Trocknung bereitgestellt werden soll.
Gemäß einer Variante der Gefriertrocknungsanlage weist die Aufnahmevorrichtung eine Leitungseinrichtung zur Hindurchführung eines Fluids auf, wobei der Schallgenerator auch an der Leitungseinrichtung angeordnet sein kann, um Schall in das Fluid einzuschallen. Über das Fluid und damit über die Fluidsäule kann der Schall vom Schallgenerator an die Aufnahmeplatte herangeführt werden, um schließlich in das Produkt einzuschallen, das auf der Aufnahmeplatte aufgestellt ist. Dadurch ergibt sich der Vorteil, dass ein zentraler Schallgenerator für mehrere Aufnahmeplatten Verwendung finden kann, oder die Anordnung des Schallgenerators vereinfacht sich, beispielsweise wenn pro Aufnahmeplatte ein Schallgenerator an einer zur Aufnahmeplatte führenden Fluidleitung angeordnet wird.
Beispielsweise bildet der Schallgenerator einen Ultraschallgenerator und dieser erzeugt einen Schall mit einer Schallfrequenz von wenigstens 16kHz, beispielsweise bis 1 GHz. Der Schall wird dabei mittels Festkörperschallübertragung in der Aufnahmeplatte und/oder über eine Fluidsäule des Fluids in der Fluidleitung zum Produkt hin geführt und schließlich in das Produkt eingeschallt. Insbesondere kann Schall in die Fluidleitung und damit in die Fluidsäule eingeschallt werden, der dann in die Aufnahmeplatte überführt und schließlich von dieser ins Produkt gelangen kann.
Die Aufgabe der Erfindung wird weiterhin gelöst durch ein Verfahren zum Trocknen von flüssigkeitshaltigen Produkten mit einer Gefriertrocknungsanlage, wobei das Verfahren wenigstens die folgenden Schritte umfasst: Anordnen wenigstens eines Schallgenerators an einer Aufnahmevorrichtung zur Aufnahme der flüssigkeitshaltigen Produkte in der Vakuumkammer und Beschallen des Produktes während der Trocknungsphase mittels einer Schallwellenleitung durch wenigstens einen Teil der Aufnahmevorrichtung mit dem Schallgenerator. Die in Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Gefriertrocknungsanlage aufgeführten weiteren Merkmale und zugehörigen Vorteile finden für das erfindungsgemäße Verfahren zum Trocknen von flüssigkeitshaltigen Produkten mit einer solchen Gefriertrocknungsanlage ebenfalls Berücksichtigung.
Das Verfahren zeichnet sich dabei weiterhin dadurch aus, dass der Schallgenerator an einer Unterseite einer Aufnahmeplatte der Aufnahmevorrichtung angeordnet wird und durch die Aufnahmeplatte hindurch wird das auf einer Oberseite der Aufnahmeplatte aufstehende Produkt beschallt.
Gemäß einer weiteren Alternative wird das Verfahren so ausgeführt, dass die Aufnahmevorrichtung mit einer Leitungseinrichtung zur Durchführung eines Fluids ausgebildet wird, wobei der Schallgenerator an der Leitungseinrichtung angeordnet wird und einen Schall in das Fluid einschallt, sodass der Schall durch das Fluid an die Aufnahmeplatte und damit an das Produkt herangeführt wird.
Die Aufnahmevorrichtung mit dem oder mit den Produkten und ein Kondensator der Gefriertrocknungsanlage können getrennt zueinander in separierten Kammern oder in einem gemeinsamen Aufnahmeraum nur in der Vakuumkammer aufgenommen werden. Dadurch entfallen ein Ventil, insbesondere in einer Zwischenwand, um eine Verbindung zum Kondensatorraum zu bilden, in dem der Kondensator angeordnet ist. Durch den Einfluss des Ultraschalls beim Betrieb des Ultraschallgenerators wird der Trocknungsvorgang derart stark beschleunigt, dass ein einziger Zyklus zur vollständigen Trocknung des Produktes ausreichen kann. Zudem besteht vorteilhaft die Möglichkeit, dass der Einfluss des Ultraschalls insbesondere durch die Wahl einer entsprechend höheren Leistung des Ultraschallgenerators nur noch in geringerem Maße über das Fluid Wärme an das Produkt geführt werden muss, wobei eine mögliche Weiterbildung einer Gefriertrocknungsanlage und eines zugehörigen Verfahrens erfindungsgemäß so ausgerichtet sein kann, dass die Aufheizung des Produktes vollständig durch den Einfluss des Ultraschalls erfolgt, insbesondere wenn die Schallgeneratoren mit höherer Leistung betrieben werden. Damit können auch die Leitungseinrichtung mit den Fluidleitungen und dem Heiz-/und Kühlfluid entfallen, wodurch sich der Aufbau der Gefriertrocknungsanlage und die Ausführung des Verfahrens weiter vereinfachen.
BEVORZUGTE AUSFÜHRUNGSBEISPIELE DER ERFINDUNG
Weitere, die Erfindung verbessernde Maßnahmen werden nachstehend gemeinsam mit der Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Figuren näher dargestellt. Es zeigt:
Figur 1 eine schematische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer
Gefriertrocknungsanlage gemäß dem Stand der Technik, Figur 2 eine Gefriertrocknungsanlage in schematischer Ansicht mit den Merkmalen der Erfindung,
Figur 3 eine Detailansicht eines Teils einer Aufnahmevorrichtung mit einem auf einer Aufnahmeplatte aufstehenden Produkt,
Figur 4 ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Gefriertrocknungsanlage mit einer alternativen Ausgestaltung der Aufnahmevorrichtung,
Figur 5 eine Gefriertrocknungsanlage mit einer alternativen
Anordnung eines Schallgenerators und
Figur 6 eine Detailansicht einer Fluidleitung, an der ein
Schallgenerator angeordnet ist.
Figur 1 zeigt eine Gefriertrocknungsanlage 1 gemäß dem Stand der Technik, und die Gefriertrocknungsanlage 1 ist in Zusammenhang mit dem einleitenden Teil der vorliegenden Beschreibung bereits ausführlich behandelt worden.
Figur 2 zeigt eine Gefriertrocknungsanlage 1 gemäß einer ersten Variante der Erfindung, und die Gefriertrocknungsaniage 1 weist eine Vakuumkammer 11 auf, und die Vakuumkammer 11 bildet einen evakuierbaren Aufnahmeraum 15. Im Aufnahmeraum 15 ist eine Aufnahmevorrichtung 12 zur Aufnahme von zu trocknenden Produkten 10 aufgenommen. Weiterhin befindet sich im selben Aufnahmeraum 15 ein Kondensator 13, der schematisch dargestellt ist und beispielhaft die Aufnahmevorrichtung 12 außenseitig umschließt.
Die Aufnahmevorrichtung 12 weist mehrere Aufnahmeplatten 16 auf, auf denen die zu trocknenden Produkte 10 aufgestellt sind. An die Aufnahmeplatten 16 ist eine Leitungseinrichtung 19 mit Fluidleitungen 24 angeschlossen, und durch die Fluidleitungen 24 kann ein Fluid 20, beispielsweise ein Silikonöl, hindurchgeführt werden. Das Fluid 20 kann mit peripheren Einrichtungen gekühlt oder beheizt werden, sodass über den Wärmeaustausch mit den Aufnahmeplatten 16 auch die Produkte 10 gekühlt und insbesondere beheizt werden können.
Unterhalb der Aufnahmeplatten 16 befinden sich mehrere Schallgeneratoren 14 zur Aussendung eines Schalls, insbesondere eines Ultraschalls, sodass durch die unmittelbare Anordnung der Schallgeneratoren 14 an den Aufnahmeplatten 16 die auf den Aufnahmeplatten 16 aufgestellten Produkte 10 direkt beschallt werden können.
Die Vakuumkammer 11 weist einen Vakuumanschluss 26 auf, über den die Vakuumkammer 11 mit Hilfe weiterer nicht dargestellter peripherer Einrichtungen evakuiert oder auch wieder belüftet werden kann.
Wird die Gefriertrocknungsanlage 1 in Betrieb genommen, so können die Produkte 10 zunächst im gefrorenen Zustand in die Aufnahmevorrichtung
12 eingelegt oder eingestellt werden oder gemeinsam mit der Aufnahmevorrichtung 12 in die Vakuumkammer 11 eingebracht werden. Anschließend wird die Vakuumkammer 1 1 verschlossen und über den Vakuumanschluss 26 evakuiert. Durch den absinkenden Phasenübergangspunkt von der festen Phase der Flüssigkeit im eingefrorenen Produkt kann diese ohne Bildung einer Flüssigphase direkt in den Dampfzustand übergehen, wodurch das Produkt 10 trocknet. Wird der Kondensator 13 beispielsweise mit einem Kältemittel durchströmt, so kann dieser auf eine sehr niedrige Gefriertemperatur gebracht werden, und an der Oberfläche des Kondensators 13 kann der Flüssigkeitsdampf aus dem Sublimationsvorgang des Produktes 10 unmittelbar niedersch lagen.
Werden die Schallgeneratoren 14 während der Trocknungsphase der Produkte 10 betrieben und senden die Schallgeneratoren beispielsweise Ultraschall direkt in die Produkte 10 ein, so wird die Sublimation der Flüssigkeit in den Produkten 10 deutlich beschleunigt. Durch die Ultraschalleinwirkung kann zugleich die Temperatur des Produktes 10 gleichförmig erhöht werden, sodass eine damit einhergehende Erwärmung zusätzlich oder alternativ erfolgen kann zu einer Erwärmung der Produkte 10 über ein beheiztes Fluid 20.
In nicht dargesteilter Weise können die Kondensatoren zusätzlich mit Schallgeneratoren ausgestattet und beschallt werden, um durch die Wirkung der Schallanregung eine höhere Packungsdichte des sich niederschlagenden Eis aus der Gasphase der Flüssigkeit zu erreichen, da sich kleinere Eiskristalle bilden.
Figur 3 zeigt beispielhaft eine vergrößerte Ansicht des Produktes 10, das auf einer Oberseite 17 der Aufnahmeplatte 16 aufgestellt ist. Auf der Unterseite 18 der Aufnahmeplatte 16 ist ein Schallgenerator 14 angeordnet, und dieser kann Schall, insbesondere Ultraschall, direkt durch die
Aufnahmeplatte 16 hindurch in das Produkt 10 einschallen. Beispielsweise kann das Produkt 10 in einem Behältnis aufbewahrt sein und auf der Oberseite 17 der Aufnahmeplatte 16 aufstehen. Sind auf der Aufnahmeplatte 16 mehrere Produkte 10 aufgestellt, so können auch mehrere den jeweiligen Produkten 10 zugeordnete Schallgeneratoren 14 an der Unterseite 18 der Aufnahmeplatte 16 angeordnet sein.
Figur 4 zeigt eine alternative Ausgestaltung der Aufnahmevorrichtung 12, und es ist eine auf einem Gestell 29 aufgebrachte Aufnahmeplatte 16 gezeigt, und auf der Oberseite 17 der Aufnahmeplatte 16 stehen mehrere Produkte 10 auf. Auf der Unterseite 18 der Aufnahmeplatte 16 ist ein Schallgenerator 14 angeordnet.
Das Beispiel gemäß Figur 4 zeigt zugleich auch die Möglichkeit, dass eine Bodenplatte 16' der Vakuumkammer 11 die Aufnahmevorrichtung 12 zur Aufnahme der Produkte 10 bildet, und außenseitig unter der Bodenplatte 16' ist der Schallgenerator 14 angeordnet. Damit bildet die Bodenplatte 16* eine alternative Form der Aufnahmeplatte 16 und im Sinne der Erfindung damit auch einen Teil der Aufnahmevorrichtung 12.
Figur 5 stellt eine weitere Ausgestaltung einer Gefriertrocknungsanlage 1 mit einer Vakuumkammer 11 dar, in der der Aufnahmeraum 15 ausgebildet ist, und im Aufnahmeraum 15 ist die Aufnahmevorrichtung 12 eingebracht worden. Die Aufnahmevorrichtung 12 weist wiederum mehrere Aufnahmeplatten 16 auf, und jede der Aufnahmeplatten 16 ist mit Einzelleitungen mit der Leitungseinrichtung 19 verbunden, die mehrere Fluidleitungen 24 durch Hindurchführung des Fluids 20 umfasst. In der Vakuumkammer 11 ist weiterhin der Kondensator 13 angeordnet und die Vakuumkammer 11 weist einen Vakuumanschluss 26 zur Evakuierung und zur Belüftung derselben auf.
Die Produkte 10 sind auf der Oberseite der Aufnahmeplatten 16 aufgestellt, wobei beispielhaft sechs Produkte 10 gezeigt sind.
Gemäß dem Ausführungsbeispiel ist ein Schallgenerator 14 an einer Fluidleitung 24 angeordnet und kann Schall, insbesondere Ultraschall, in die Leitungseinrichtung 19 einleiten. Dabei erfolgt eine Leitung des Schalls über die Fluidleitung selbst, jedoch insbesondere auch über die Fluidsäule, die in die Aufnahmeplatten 16 hineingeführt ist, siehe beispielhaft einen Fluidflusspfeil vor der zweiten Aufnahmeplatte 16, auf der die Produkte 10 aufgestellt sind. Damit wird die Möglichkeit genutzt, mit einem zentral angeordneten Schallgenerator und der Leitungsverzweigung der Leitungseinrichtung 19 in sämtliche Aufnahmeplatten 16 einen Ultraschall einzuleiten, der über die Leitung und insbesondere über die Flüssigkeitssäule unmittelbar an die Produkte 10 herangeführt werden kann, die auf der Oberseite der Aufnahmeplatten 16 aufgestellt sind.
Eine alternative Einschallstelle 28 kann beispielsweise in oder an jeder der Fluidleitungen 24 ausgebildet sein, an der je Aufnahmeplatte 16 ein Schallgenerator angeordnet wird.
Figur 6 zeigt hierzu eine Detailansicht einer Aufnahmeplatte 16, und in der Aufnahmeplatte 16 befindet sich ein Fluidkanal 27, durch den das Fluid 20 geführt wird und der mit der Fluidleitung 24 verbunden ist. Auf der Oberseite 17 der Aufnahmeplatte 16 steht beispielhaft ein Produkt 10 auf.
Beispielhaft ist an einer Endseite eines sich in einer Geraden erstreckenden Abschnittes der Fluidleitung 24 ein Schallgenerator 14 angeordnet, welcher einen Schall, insbesondere Ultraschall, in den Bereich des Fluids 20 einschallen kann, der den Fluidkanal 27 innerhalb der Aufnahmeplatte 16 durchströmt. Die schematische Ansicht verdeutlicht die Möglichkeit, die Fluidsäule des Fluids dazu zu nutzen, den Schall an das
Produkt 10 heranzuführen, und das Fluid kann zugleich als Heiz- und Kühlfluid zur Aufheizung und zur Kühlung des Produktes 10 genutzt werden. Die Erfindung beschränkt sich in ihrer Ausführung nicht auf das vorstehend angegebene bevorzugte Ausführungsbeispiel. Vielmehr ist eine Anzahl von Varianten denkbar, welche von der dargestellten Lösung auch bei einer grundsätzlich anders gearteten Ausführung Gebrauch macht. Sämtliche aus den Ansprüchen, der Beschreibung oder den Zeichnungen hervorgehenden Merkmale und/oder Vorteile, einschließlich konstruktiver Einzelheiten oder räumlicher Anordnungen, können sowohl für sich als auch in den verschiedensten Kombinationen erfindungswesentlich sein.
Bezugszeichenliste:
1 Gefriertrocknungsanlage
10 Produkt
11 Vakuumkammer
12 Aufnahmevorrichtung
13 Kondensator
14 Schallgenerator
15 Aufnahmeraum
16 Aufnahmeplatte
16 Bodenplatte
17 Oberseite
18 Unterseite
19 Leitungseinrichtung
20 Fluid
21 Zwischenwand
22 Ventil
23 Kältemittel
24 Fluidleitung
25 Kondensatorkammer
26 Vakuumanschluss
27 Fluidkanal
28 Einschallstelle
29 Gestell