Steckverbinderteil mit hermaphroditischen Kontaktelementen
Die Erfindung betrifft ein Steckverbinderteil nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ein derartiges Steckverbinderteil umfasst eine Mehrzahl von hermaphroditischen Kontaktelementen zum Kontaktieren mit zugeordneten hermaphroditischen Kontaktelementen eines Gegensteckverbinderteils, wobei jedes hermaphroditische Kontaktelement einen Körper, eine von dem Körper entlang einer ersten Richtung erstreckte, erste Kontaktfahne und eine von dem Körper entlang der ersten Richtung erstreckte zweite Kontaktfahne aufweist. Die erste Kontaktfahne und die zweite Kontaktfahne sind hierbei entlang einer quer zur ersten Richtung erstreckten, zweiten Richtung und zudem entlang einer quer zur ersten Richtung und quer zur zweiten Richtung erstreckten, dritten Richtung zueinander versetzt.
Steckverbinderteile, die hermaphroditische Kontaktelemente aufweisen, können aneinander gesteckt werden, um eine elektrische Kontaktierung zwischen den Kontaktelementen herzustellen. Die hermaphroditischen Kontaktelemente der Steckverbinderteile sind hierbei gleich ausgebildet, sodass nicht, wie sonst üblich, ein Steckverbinderteil auf Buchsenkontakte und das andere Steckverbinderteil auf Stiftkontakte festgelegt ist. Stattdessen weisen die hermaphroditischen Kontaktelemente beider Steckverbinderteile sowohl Buchsen- als auch Stifteigenschaften auf.
Steckverbinderteile mit hermaphroditischen Kontaktelementen sind beispielsweise aus der US 6,193,537 und der EP 1 973 201 B1 bekannt.
Bei den bekannten hermaphroditischen Kontaktelementen eines Steckverbinderteils stehen Kontaktfahnen parallel zueinander von einem Körper vor und dienen dazu, von unterschiedlichen Seiten (mit Bezug auf die dritte Richtung) mit Kontaktfahnen eines zugeordneten hermaphroditischen Kontaktelements des Gegensteckverbinderteils in Anlage zu gelangen, sodass die erste Kontaktfahne des hermaphroditischen Kontaktelements des Steckverbinderteils mit einer zweiten Kontaktfahne eines zugeordneten hermaphroditischen Kontaktelement des Gegensteckverbinderteils und die zweite Kontaktfahne des hermaphroditischen Kontaktelements des Steckverbinderteils mit der ersten Kontaktfahne des zugeordneten hermaphroditischen Kontaktelements des Gegensteckverbinderteils elektrisch kontaktierend wechselwirkt.
Werden Steckverbinderteile mit solchen hermaphroditischen Kontaktelementen aneinander gesteckt, können an den hermaphroditischen Kontaktelementen Drehmomente auftreten, die an dem Steckverbinderteil und dem Gegensteckverbinderteil aufgefangen und abgeleitet werden müssen. Insbesondere kann es auf diese Weise zwischen hermaphroditischen Kontaktelementen und einer Leiterplatte, an der die hermaphroditischen Kontaktelemente angeordnet sind, zu einer Belastung kommen, die die Lebensdauer des Steckverbinderteils beeinträchtigen kann.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Steckverbinderteil zur Verfügung zu stellen, bei dem eine Drehmomentbelastung an den hermaphroditischen Kontaktelementen reduziert sein kann.
Diese Aufgabe wird durch einen Gegenstand mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Demnach weist das Steckverbinderteil für jedes hermaphroditische Kontaktelement ein zu einer ersten Spiegelebene spiegelbildliches hermaphroditisches Kontaktelement und ein zu einer zweiten Spiegelebene spiegelbildliches hermaphroditisches Kontaktelement auf. Die erste Spiegelebene ist hierbei durch die erste Richtung und die dritte Richtung und die zweite Spiegelebene durch die erste Richtung und die zweite Richtung aufgespannt.
Für ein jedes hermaphroditisches Kontaktelement sind somit spiegelbildliche hermaphroditische Kontaktelemente vorhanden, was bewirkt, dass bei steckendem Verbinden des Steckverbinderteils mit einem zugeordneten Gegensteckverbinderteil Drehmomente spiegelbildlich wirken und sich somit gegenseitig aufheben. Dadurch, dass für jedes hermaphroditische Kontaktelement ein an der ersten Spiegelebene (die durch die erste Richtung und die dritte Richtung aufgespannt ist) gespiegeltes hermaphroditisches Kontaktelement und ein an der zweiten Spiegelebene (die durch die erste Richtung und die zweite Richtung aufgespannt ist) gespiegeltes hermaphroditisches Kontaktelement vorhanden ist, heben sich Drehmomente, die um die erste Richtung und um die zweite Richtung wirken, gerade auf, sodass ein ausbalanciertes Steckverbinderteil mit einer reduzierten Belastung durch Drehmomente bei steckender Verbindung mit einem zugeordneten Gegensteckverbinderteil geschaffen wird.
Entlang der ersten Richtung erstreckt sich die Kontaktfahne von dem Körper. Entlang der zweiten Richtung sind die Kontaktfahnen zueinander an dem Körper versetzt und somit nebeneinander an dem Körper angeordnet. Entlang der dritten Richtung wirken die
Kontaktfahnen elektrisch kontaktierend mit zugeordneten Kontaktfahnen eines hemnaphroditischen Kontaktelements des Gegensteckverbinderteils zusammen. Dadurch, dass spiegelbildliche hermaphroditische Kontaktelemente verwendet werden, heben sich Drehmomente, die durch steckendes Verbinden der hermaphroditischen Kontaktelemente des Steckverbinderteils mit zugeordneten hermaphroditischen Kontaktelementen des Gegensteckverbinderteils entstehen, um die erste Richtung und um die zweite Richtung gerade auf, sodass eine Drehmomentbelastung zwischen den Steckverbinderteilen bei steckender Verbindung zumindest reduziert ist.
Vorzugsweise entspricht die Anzahl der hermaphroditischen Kontaktelemente des Steckverbinderteils 4 oder einem ganzzahligen vielfachen von 4, also 8, 12,16 usw. Die Anordnung der hermaphroditischen Kontaktelemente ist dabei so gespiegelt, dass für jedes hermaphroditische Kontaktelement ein zur ersten Spiegelebene spiegelbildliches hermaphroditisches Kontaktelement und ein zur zweiten Spiegelebene spiegelbildliches hermaphroditisches Kontaktelement existiert. Die Anordnung der hermaphroditischen Kontaktelemente ist somit ausbalanciert, sodass sich eine Drehmomentbelastung im Ergebnis gerade aufhebt.
In einer Ausgestaltung ist der Körper flächig entlang einer durch die erste Richtung und die zweite Richtung aufgespannten Ebene erstreckt. Das hermaphroditische Kontaktelement kann beispielsweise als Biegestanzteil zum Beispiel aus einem Metallblech gefertigt sein. Entsprechend erstreckt sich der Körper in der durch die erste Richtung und die zweite Richtung aufgespannten Ebene.
Die erste Kontaktfahne kann sich hierbei in der Ebene von dem Körper erstrecken und steht somit in die erste Richtung von dem Körper vor. Die erste Kontaktfahne kann beispielsweise die Gestalt eines Kontaktstifts aufweisen.
Die zweite Kontaktfahne kann demgegenüber entlang der dritten Richtung zu der Ebene versetzt sein und steht somit aus der Ebene heraus vor. Die zweite Kontaktfahne kann beispielsweise über einen Verbindungsabschnitt, im Bereich dessen eine Umbiegung geschaffen ist, mit dem Körper verbunden sein, sodass die zweite Kontaktfahne zu der Ebene versetzt und außerhalb der Ebene angeordnet ist.
Für jedes hermaphroditische Kontaktelement des Steckverbinderteils existiert ein zur ersten Spiegelebene spiegelbildliches hermaphroditisches Kontaktelement und ein zur zweiten Spiegelebene spiegelbildliches hermaphroditisches Kontaktelement. Hierbei
kann auch vorgesehen sein, dass Gruppen von hermaphroditischen Kontaktelementen zueinander gespiegelt sind, sodass für eine Gruppe von mehr als einem hermaphroditischen Kontaktelement eine zu der ersten Spiegelebene spiegelbildliche Gruppe von hermaphroditischen Kontaktelementen und eine zu der zweiten
Spiegelebene spiegelbildliche Gruppe von hermaphroditischen Kontaktelementen existiert. Beispielweise kann auf diese Weise zu einer Gruppe von drei hermaphroditischen Kontaktelementen eine zur ersten Spiegelebene spiegelbildliche Gruppe von drei hermaphroditischen Kontaktelementen und eine zur zweiten
Spiegelebene spiegelbildliche Gruppe von drei hermaphroditischen Kontaktelementen existieren. Eine Aufhebung der Drehmomente erfolgt somit gruppenweise dadurch, dass zu jeder Gruppe von hermaphroditischen Kontaktelementen spiegelbildliche Gruppen von hermaphroditischen Kontaktelementen existieren.
In einer Ausgestaltung sind die hermaphroditischen Kontaktelemente gemeinsam an eine Leiterplatte angeschlossen. Die Leiterplatte kann sich beispielsweise in einer durch die zweite Richtung und die dritte Richtung aufgespannten Ebene erstrecken und Anschlussplätze aufweisen, mit denen die hermaphroditischen Kontaktelemente zum Beispiel verlötet sind, sodass die hermaphroditischen Kontaktelemente zum einen mechanisch an der Leiterplatte befestigt und zudem elektrisch mit der Leiterplatte kontaktiert sind. Ein jedes hermaphroditisches Kontaktelement kann hierzu beispielsweise eine Anschlusslasche aufweisen, die von dem Körper vorsteht und die eine lötende Verbindung mit der Leiterplatte ermöglicht.
Ein Steckverbindersystem umfasst ein Steckverbinderteil nach der vorangehend beschriebenen Art sowie ein Gegensteckverbinderteil, das eine der Anzahl der hermaphroditischen Kontaktelemente des Steckverbinderteils entsprechende Anzahl von hermaphroditischen Kontaktelementen aufweist und mit dem das Steckverbinderteil steckend verbunden werden kann. Die hermaphroditischen Kontaktelemente des Steckverbinderteils und des Gegensteckverbinderteils sind identisch ausgestaltet und dabei so zueinander angeordnet, dass durch steckendes Verbinden des Steckverbinderteils mit dem Gegensteckverbinderteil die hermaphroditischen Kontaktelemente elektrisch kontaktierend miteinander in Eingriff gebracht werden können.
Der der Erfindung zugrunde liegende Gedanke soll nachfolgend anhand der in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert werden. Es zeigen:
Fig. 1 eine Ansicht einer Anordnung von hermaphroditischen Kontaktelementen, in verbundenem Zustand;
Fig. 2 eine Ansicht einer anderen Anordnung von hermaphroditischen
Kontaktelementen;
Fig. 3 eine Ansicht eines hermaphroditischen Kontaktelements in Verbindung mit einem zugeordneten hermaphroditischen Kontaktelement;
Fig. 4A eine Ansicht eines Steckverbinderteils mit einer Anordnung von hermaphroditischen Kontaktelementen;
Fig. 4B eine Ansicht eines zugeordneten Gegensteckverbinderteils;
Fig. 5A eine frontale Ansicht des Steckverbinderteils;
Fig. 5B eine frontale Ansicht des Gegensteckverbinderteils;
Fig. 6A eine rückseitige Ansicht des Steckverbinderteils;
Fig. 6B eine rückseitige Ansicht des Gegensteckverbinderteils;
Fig. 7A eine Ansicht eines Steckverbinderteils mit einer Anordnung von hermaphroditischen Kontaktelementen, nach einem weiteren Ausführungsbeispiel;
Fig. 7B eine Ansicht eines zugeordneten Gegensteckverbinderteils;
Fig. 8A eine frontale Ansicht des Steckverbinderteils;
Fig. 8B eine frontale Ansicht des Gegensteckverbinderteils;
Fig. 9A eine rückseitige Ansicht des Steckverbinderteils;
Fig. 9B eine rückseitige Ansicht des Gegensteckverbinderteils;
Fig. 10A eine Ansicht eines Steckverbinderteils mit einer Anordnung von hermaphroditischen Kontaktelementen, nach einem weiteren
Ausführungsbeispiel;
Fig. 10B eine Ansicht eines zugeordneten Gegensteckverbinderteils;
Fig. 11 A eine frontale Ansicht des Steckverbinderteils;
Fig. 11 B eine frontale Ansicht des Gegensteckverbinderteils;
Fig. 12A eine rückseitige Ansicht des Steckverbinderteils;
Fig. 12B eine rückseitige Ansicht des Gegensteckverbinderteils;
Fig. 13A eine Ansicht eines Steckverbinderteils mit einer Anordnung von hermaphroditischen Kontaktelementen, nach einem weiteren
Ausführungsbeispiel;
Fig. 13B eine Ansicht eines zugeordneten Gegensteckverbinderteils;
Fig. 14A eine frontale Ansicht des Steckverbinderteils;
Fig. 14B eine frontale Ansicht des Gegensteckverbinderteils;
Fig. 15A eine rückseitige Ansicht des Steckverbinderteils; und
Fig. 15B eine rückseitige Ansicht des Gegensteckverbinderteils.
Fig. 1 und 2 zeigen Anordnungen von hermaphroditischen Kontaktelementen 1A-1 D, 2A- 2D, die Bestandteil unterschiedlicher Steckverbinderteile sind und entlang einer entlang einer ersten Richtung X gerichteten Steckrichtung steckend miteinander verbunden werden können, um auf diese Weise eine elektrische Kontaktierung zwischen den hermaphroditischen Kontaktelementen 1A-1 D, 2A-2D herzustellen.
Wie aus der Ansicht gemäß Fig. 3 ersichtlich ist, weist jedes hermaphroditische Kontaktelement 1A-1 D, 2A-2D einen Körper 10, 20 auf, der in einer durch die erste Richtung X und eine zweite Richtung Y aufgespannten Ebene erstreckt ist und von dem
Kontaktfahnen 12, 13, 22, 23 entlang der ersten Richtung X vorstehen. Eine erste Kontaktfahne 12, 22 erstreckt sich hierbei entlang der ersten Richtung X in der Ebene des Körpers 10, 20, während eine entlang der zweiten Richtung Y zu der ersten Kontaktfahne 12, 22 versetzte, zweite Kontaktfahne 13, 23 zu der Ebene des Körpers 10, 20 versetzt und somit außerhalb der Ebene angeordnet ist.
Sind einander zugeordnete hermaphroditische Kontaktelemente 1A-1 D, 2A-2D steckend miteinander verbunden, wie dies in Fig. 3 dargestellt ist, so kontaktieren die Kontaktfahnen 12, 13, 22, 23 entlang einer dritten Richtung Z, wobei die Kontaktfahnen 12, 13 des einen hermaphroditischen Kontaktelements 1A-1 D von unterschiedlichen Seiten an den Kontaktfahnen 22, 23 des anderen hermaphroditischen Kontaktelements 2A-2D anliegen.
Um eine Drehmomentbelastung an Steckverbinderteilen, deren Bestandteil die hermaphroditischen Kontaktelemente 1A-1 D, 2A-2D gemäß Fig. 1 und 2 sind, zu reduzieren, sind bei den Anordnungen gemäß Fig. 1 und 2 die hermaphroditischen Kontaktelemente 1A-1 D, 2A-2D zu Spiegelebenen E1 , E2 spiegelbildlich zueinander angeordnet, was zur Folge hat, dass sich Drehmomente M1 , M2 um die erste Richtung X und die zweite Richtung Y, die aufgrund der steckenden Verbindung zwischen den hermaphroditischen Kontaktelementen 1A-1 D, 2A-2D wirken, gerade aufheben und im Ergebnis eine ausbalancierte Anordnung von hermaphroditischen Kontaktelementen 1A- 1 D, 2A-2D an jedem Steckverbinderteil geschaffen wird.
Die hermaphroditischen Kontaktelemente 1A-1 D sind an einem ersten Steckverbinderteil angeordnet und dazu über von den Körpern 10 der hermaphroditischen Kontaktelemente 1A-1 D vorstehende Anschlusslaschen 1 1 (siehe Fig. 3) gemeinsam an einer Leiterplatte angeordnet. Ebenso sind die an einem zweiten Steckverbinderteil angeordneten hermaphroditischen Kontaktelemente 2A-2D über von den Körpern 20 der hermaphroditischen Kontaktelemente 2A-2D vorstehende Anschlusslaschen 21 (siehe Fig. 3) an einer in Fig. 1 schematisch dargestellten Leiterplatte 5 angeordnet. Über die Anschlusslaschen 11 , 21 können die hermaphroditischen Kontaktelemente 1A-1 D, 2A-2D insbesondere mit Anschlussflächen 50 einer zugeordneten Leiterplatte 5 verlötet sein, sodass die hermaphroditischen Kontaktelemente 1A-1 D, 2A-2D mechanisch an der zugeordneten Leiterplatte 5 festgelegt und elektrisch mit der Leiterplatte 5 kontaktiert sind.
Bei der Anordnung der hermaphroditischen Kontaktelemente 1A-1 D, 2A-2D gemäß Fig. 1 weist ein jedes hermaphroditisches Kontaktelement 1A-1 D ein zu einer ersten Spiegelebene E1 spiegelbildliches hermaphroditisches Kontaktelement 1A-1 D und zudem ein zu einer zweiten Spiegelebene E2 spiegelbildliches hermaphroditisches Kontaktelement 1A-1 D auf. So sind die hermaphroditischen Kontaktelemente 1A, 1 C zur Spiegelebene E1 spiegelbildlich zu den hermaphroditischen Kontaktelementen 1 B, 1 D, indem die Anordnung der Kontaktfahnen 12, 13 am Körper 10 betrachtet entlang der zweiten Richtung Y gerade umgekehrt ist. Zudem sind den hermaphroditischen Kontaktelementen 1A, 1 B die hermaphroditischen Kontaktelemente 1 C, 1 D zur Spiegelebene E2 spiegelbildlich, indem die Kontaktfahnen 13 zu unterschiedlichen Seiten von dem jeweiligen Körper 10 abstehen.
Während bei der Anordnung gemäß Fig. 1 die Kontaktfahnen 13 der unterschiedlichen hermaphroditischen Kontaktelemente 1A-1 D jeweils nach außen weisen, weisen die Kontaktfahnen 13 der hermaphroditischen Kontaktelemente 1A-1 D bei der Anordnung gemäß Fig. 2 nach innen und somit aufeinander zu.
Fig. 4A, 4B bis 6A, 6B zeigen ein Ausführungsbeispiel eines Steckverbindersystems mit Steckverbinderteilen 3, 4, die zum Herstellen einer Verbindung aneinander angesteckt werden können. Jedes Steckverbinderteil 3, 4 weist ein Gehäuse 30, 40 auf, an denen Anordnungen von hermaphroditischen Kontaktelementen 1A-1 D, 2A-2D angeordnet sind derart, dass durch Aneinanderstecken die Steckverbinderteile 3, 4 elektrisch miteinander verbunden werden können.
Das Steckverbinderteil 3 weist einen Steckabschnitt 31 auf, der von einer Stecköffnung 32 umgeben ist. An dem Steckabschnitt 31 sind Kontaktöffnungen 310 geformt, in denen die zugeordneten hermaphroditischen Kontaktelemente 1A-1 D mit ihren Kontaktfahnen 13 einliegen. Die Kontaktfahnen 12 sind demgegenüber im Bereich der Stecköffnung 32 angeordnet.
Das Steckverbinderteil 4 ist zu dem Steckverbinderteil 3 komplementär geformt. So weist das Steckverbinderteil 4 eine Stecköffnung 41 auf, in die der Steckabschnitt 31 des Steckverbinderteils 3 eingesteckt werden kann. Die Stecköffnung 41 ist von einem Steckabschnitt 42 umgeben, der bei miteinander verbundenen Steckverbinderteilen 3, 4 in der Stecköffnung 32 des Steckverbinderteils 3 zu liegen kommt. Am Steckabschnitt 42 sind Kontaktöffnungen 420 geformt, in denen die hermaphroditischen Kontaktelemente
2A-2D der Steckverbinderteils 4 mit ihren Kontaktfahnen 23 einliegen, während die Kontaktfahnen 22 im Bereich der Stecköffnung 41 angeordnet sind.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind an dem Steckverbinderteil 3 vier Gruppen von je drei hermaphroditischen Kontaktelementen 1A-1 D angeordnet, die zueinander um Spiegelebenen E1 , E2 spiegelbildlich sind. So sind die hermaphroditischen Kontaktelemente 1A, 1C zur Spiegelebene E1 spiegelbildlich zu den hermaphroditischen Kontaktelementen 1 B, 1 D. Zudem sind die hermaphroditischen Kontaktelemente 1A, 1 B zur Spiegelebene E2 spiegelbildlich zu den hermaphroditischen Kontaktelementen 1C, 1 D. Es ergibt sich eine ausbalancierte Anordnung von hermaphroditischen Kontaktelementen 1A-1 D auf Seiten des Steckverbinderteils 3 und ebenso der hermaphroditischen Kontaktelemente 2A-2D auf Seiten des Steckverbinderteils 4, aufgrund derer eine Drehmomentbelastung bei gesteckten Steckverbinderteilen 3, 4 weitestgehend reduziert ist.
Auch bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 7A, 7B bis 9A, 9B sind vier Gruppen von je drei hermaphroditischen Kontaktelementen 1A-1 D, 2A-2D an jedem Steckverbinderteil 3, 4 gebildet, die zu Spiegelebenen E1 , E2 gerade spiegelbildlich zueinander angeordnet sind. Die Anordnung der hermaphroditischen Kontaktelemente 1A-1 D des Steckverbinderteils 3 und genauso der hermaphroditischen Kontaktelemente 2A-2D des Steckverbinderteils 4 mit Blick auf die Spiegelebene E2 ist hierbei gerade umgekehrt zu dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4A, 4B bis 6A, 6B.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 10A, 10B bis 12A ,12B sind drei Vierergruppen von hermaphroditischen Kontaktelementen 1A-1 D, 2A-2D an jedem Steckverbinderteil 3, 4 gebildet, die in sich gerade spiegelsymmetrisch zueinander angeordnet sind und in sich somit zueinander ausbalanciert sind. So ist bei dem Steckverbinderteil 3 zu zwei hermaphroditischen Kontaktelementen 1A, 1 B entlang der dritten Richtung Z benachbart ein zur Spiegelebene E2 gerade spiegelbildliches Paar von hermaphroditischen Kontaktelementen 1 C, 1 D angeordnet. Zu den hermaphroditischen Kontaktelementen 1A, 1C sind zur Spiegelebene E1 die hermaphroditischen Kontaktelemente 1 B, 1 D spiegelbildlich. Es ergibt sich wiederum eine ausbalancierte, in der Drehmomentbelastung reduzierte Anordnung von hermaphroditischen Kontaktelementen 1A-1 D, 2A-2D an jedem Steckverbinderteil 3, 4.
Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 13A, 13B bis 15A, 15B ist in der Abfolge der hermaphroditischen Kontaktelemente 1A-1 D, 2A-2D an jedem Steckverbinderteil 3, 4
betrachtet entlang der dritten Richtung Z gerade umgekehrt zu der Abfolge bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 10A, 10B bis 12A, 12B.
Weil bei den Steckverbinderteilen 3, 4 zu jedem hermaphroditischen Kontaktelement 1A- 1 D, 2A-2D ein zur Spiegelebene E1 spiegelbildliches hermaphroditisches Kontaktelement
1A-1 D, 2A-2D und zudem ein zur Spiegelebene E2 spiegelbildliches hermaphroditisches Kontaktelement 1A-1 D, 2A-2D existiert, heben sich die Drehmomente um die erste Richtung X und die zweite Richtung Y bei den Anordnungen von hermaphroditischen Kontaktelementen 1A-1 D, 2A-2D gerade auf. An dem Gehäuse 30, 40 der Steckverbinderteile 3, 4 müssen in gestecktem Zustand somit im Ergebnis keine Drehmomente aufgefangen und abgeleitet werden.
Der der Erfindung zugrunde liegende Gedanke ist nicht auf die vorangehend geschilderten Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern lässt sich grundsätzlich auch in gänzlich andersgearteter Weise verwirklichen.
So sind auch andere Bauformen von hermaphroditischen Kontaktelementen als die hier beschriebenen denkbar und möglich. Solche Anordnungen von hermaphroditischen Kontaktelementen können an ganz unterschiedlichen Steckverbinderteilen zum Herstellen ganz unterschiedlicher Verbindungen, zum Beispiel einer Datenverbindung oder auch einer elektrischen Versorgung an einer industriellen Anlage oder dergleichen, Verwendung finden.
Bezugszeichenliste
1A-1 D Hermaphroditisches Kontaktelement
10 Körper
1 1 Anschlusslasche
12 Kontaktfahne
13 Kontaktfahne
130 Kontaktende
131 Verbindungsabschnitt
2A-2D Hermaphroditisches Kontaktelement 20 Körper
21 Anschlusslasche
22 Kontaktfahne
23 Kontaktfahne
230 Kontaktende
231 Verbindungsabschnitt
3 Steckverbinderteil
30 Gehäuse
31 Steckabschnitt
310 Kontaktöffnung
32 Stecköffnung
4 Steckverbinderteil
40 Gehäuse
41 Stecköffnung
42 Steckabschnitt
420 Kontaktöffnung
5 Leiterplatte
50 Anschlussfläche
E 1 , E2 Spiegelebene
M1 , M2 Drehmoment
X, Y, Z Richtung