Behälter mit verriegelbarem Deckel
Technisches Gebiet
Die Erfindung betrifft einen Behälter mit Scharnierdeckel für den Transport und die Aufbewahrung von Waren.
Stand der Technik
Behälter mit Scharnierdeckel sind allgemein bekannt. Zum Beispiel offenbart EP 1 428 764 einen Behälter mit seitlichen Verriegelungen mittels Plomben und US 2009/0173744 einen Behälter mit seitlichen Schnappverschlüssen.
Der vorliegenden Erfindung ist die Aufgabe gestellt, einen Behälter mit Scharnierdeckeln zu schaffen, der einfach zu verriegeln und entriegeln ist.
Beschreibung der Erfindung
Rechteckiger Behälter mit Paaren einander gegenüberstehender Wände und zwei Deckelhälften, die je mittels eines Scharniers nach aussen und nach innen schwenkbar sind, um die Behälteröffnung zu schliessen und zu öffnen.
An den oberen Rändern zweier einander gegenüberstehender Wände des Behälters, die rechtwinklig zu den Scharnieren verlaufen, sind Rückhaltehaken zur Verriegelung der Deckelhälften angeordnet, wobei die Deckelhälften entlang ihren Seiten, die rechtwinklig zu den Scharnieren verlaufen, Öffnungen zur Aufnahme der Rückhaltehaken aufweisen. Die Position der Öffnungen stimmen mit der Position der Rückhaltehaken überein, wenn die Deckelhälften geschlossen sind.
Dabei ist jeweils jeder Seite der Deckelhälften, die rechtwinklig zu den Scharnieren verläuft, jeweils mindestens ein einer Wand des Behälters befestigter Rückhaltehaken zugeordnet.
Die Rückhaltehaken sind so ausgerichtet, dass das spitze Ende jedes Rückhaltehakens, der einer Deckelhälfte zugeordnet ist, jeweils zum Scharnier der betreffenden Deckelhälfte hinzeigt. Die Rückhaltehaken sind beweglich an den Behälterwänden befestigt, indem sie von einer Ruheposition zur Mitte der Behälterwand parallel zum oberen Rand der Behälterwände bewegbar sind. Zudem sind die Rückhaltehaken jeweils mit einem Federelement verbunden, das bei einer Bewegung des Rückhaltehakens zur Mitte der Behälterwand hin vorgespannt wird, sodass er nach einer Bewegung des Rückhaltehakens zur Mitte hin spontan durch die Federkraft wieder zurückbewegt wird.
Für eine Schliessung des Behälters und Verriegelung der Deckelhälften werden die Deckelhälften nach innen geschwenkt und auf die Rückhaltehaken gedrückt, wodurch diese sich zur Mitte der Seitenwände hin verschieben bis sie vollständig in die Öffnungen in den Deckelhälften hindurchtreten, wonach sie aufgrund der Federkraft wieder zurückbewegt werden und auf der Oberseite der Deckelhälften einschnappen. Eine manuelle Bewegung der Rückhaltehaken bewirkt eine Entriegelung, indem die Rückhaltehaken wieder zur Mitte des Behälters hin bewegt werden und so der gesamte Flaken in die Öffnungen in den Deckhälften gebracht wird.
Die Rückhaltehaken können einerseits einzeln betätigt werden, sodass nur eine Deckelhälfte geöffnet wird. Flierzu werden auf beiden einander gegenüberliegenden Seiten des Behälters die Rückhaltehaken von nur einer Deckelhälfte in einer Richtung weg vom Scharnier jener Deckelhälfte zur Mitte des Behälters hin bewegt. Die Rückhaltehaken können anderseits auch paarweise betätigt werden, sodass beide Deckelhälften gleichzeitig geöffnet werden. Flierzu werden auf beiden Seiten des Behälters gleichzeitig jeweils ein Paar von Rückhaltehaken betätigt, die beiden Deckhälften zugeordnet sind.
Für eine einfache Bewegung und Betätigung der Rückhaltehaken zwecks Entriegelung der Deckelhälften, weisen die Rückhaltehaken jeweils eine Öffnung auf, in die mit Daumen und Finger eingegriffen werden kann. Hiermit kann nur ein Rückhaltehaken einer Deckelhälfte, oder es können auch die Rückhaltehaken beider Deckelhälfte gleichzeitig bewegt werden.
Jeder gegenüberliegenden Seite einer Deckelhälfte ist mindestens ein Rückhaltehaken zugeordnet. In einer besonderen Ausführung ist jeder Seite einer Deckelhälfte, anstelle von einem einzigen Rückhaltehaken, ein Paar von Rückhaltehaken zugeordnet. Dies ermöglicht eine verstärkte Verriegelung und vermeidet ein ungewünschtes Öffnen oder Anheben der Deckelhälften während der Verschiebung solcher Behälter.
In einer Ausführung der Erfindung sind die Rückhaltehaken jeweils an ihrer oberen Seite jeweils zu den Scharnieren hin schräg oder gerundet ausgebildet. Dies ermöglicht bei der Verriegelung eine einfachere und glattere Bewegung der Rückhaltehaken in die Öffnungen in den Deckelhälften hinein.
In einer Ausführung der Erfindung ist das Federelement eines Rückhaltehakens durch ein länglich ausgebildetes, federndes Element realisiert. In einer besonderen Ausführung ist das obere Ende des Federelements am Rückhaltehaken befestigt, erstreckt sich in einem Winkel nach unten und weist ein freies Ende auf, das an einem senkrecht verlaufenden Element anliegt. Wird der Rückhaltehaken mit Federelement bei der Entriegelung der Deckelhälften in Richtung Mitte des Rands der Behälterwand bewegt, so gleitet das untere Ende des Federelements nach unten und das Federelement wird vorgespannt. Wird der Rückhaltehaken losgelassen, so springt das Federelement mit Rückhaltehaken wieder in seine Ausgangsposition zurück.
In einer weiteren Ausführung weist das Ende des Federelements einen gerundeten Fortsatz zwecks leichterem Rutschen entlang dem senkrecht verlaufenden Element auf.
In einer Ausführung der Erfindung sind die beweglichen Rückhaltehaken jeweils mit einem nach oben gerichteten Vorsprung verbunden, der mit einem Vorsprung an der Unterseite der Deckelhälfte zusammenwirkt, sodass bei einer Entriegelung die Deckelhälfte angehoben wird. In einer Variante ist der Vorsprung an der Unterseite der Deckelhälften jeweils zum freien Ende der Deckelhälften hin abgeschrägt, wobei der mit dem Rückhaltehaken verbundene Vorsprung eine beliebige Form aufweist, jedoch vorzugsweise nach oben hin abgeschrägt ist.
In einer weiteren Ausführung der Erfindung weist jede Deckelhälfte an ihren Seiten mit den Öffnungen jeweils einen zusätzlichen Vorsprung auf. Der Vorsprung wirkt mit einem Absatz zusammen, der an der Innenseite des Rands der Behälterwand angeordnet ist. Der Vorsprung und der Absatz dienen dazu, dass beim Anheben der Deckelhälften während der Entriegelung der Vorsprung über den Absatz gedrückt wird und auf dem Absatz aufliegt. Dies bewirkt, dass die Deckelhälfte nach dem Anheben auch angehoben bleibt. Ist eine Deckelhälfte angehoben, so kann sie leicht mit den Fingern an ihren Seiten gegriffen werden und vollständig geöffnet werden.
Sind keine Vorsprünge an den Deckelhälften mit Absätzen an den Behälterwänden vorhanden, so kann das Anheben der Deckelhälften auch gelingen, indem die Rückhaltehaken sehr schnell losgelassen werden und die Rückhaltehaken in ihre Ausgangsposition zurückspringen, wobei die Deckelhälften auf den Rückhaltehaken aufliegen und nicht wieder nach unten in eine horizontale Lage fallen. Die Erfindung erbringt den Vorteil, dass der Behälter leicht und schnell durch einfaches Herunterdrücken der Deckelhälften verriegelt werden kann.
Auch die Entriegelung ist einfach und schnell, indem nur mit Daumen und Zeigefinger die Rückhaltehaken einzeln oder zusammen bewegt werden können und dabei die Deckelhälften dank den Vorsprüngen und Absätzen automatisch angehoben werden und auch angehoben bleiben, sodass die Deckelhälften leicht an ihren Rändern gegriffen und nach aussen geschwenkt werden können.
Die Verriegelung mittels der Rückhaltehaken bewirkt, dass die Verriegelung nur eine kleine Bauhöhe besitzt, indem nur der obere Teil des Rückhaltehakens oberhalb der Oberseite der Deckelhälften hervorragt. Dies ermöglicht, dass die Bauhöhe der Haken durch einen entsprechenden kleinen Rahmen am oberen Rand der Behälterseiten überragt werden kann. In einer Ausführung der Erfindung weist der Behälter an den oberen Rändern der Seitenwände mit den Rückhaltehaken jeweils einen zusätzlichen Rand auf, der die Rückhaltehaken überragt und auf die ein weiterer Behälter gestapelt werden kann.
Auch die gesamte Konstruktion der Rückhaltehaken mit Federelement und dazugehörigem Gegenelement ist relativ zur Aussenfläche der Seitenwände versenkt angeordnet. Dadurch ist die Konstruktion Stössen weniger ausgesetzt. Zudem ist eine dichte und unmittelbare Lagerung von Behältern nebeneinander ohne Zwischenräume möglich. In einer weiteren Ausführung der Erfindung weisen die Seitenwände mit den Rückhaltehaken jeweils eine Vorrichtung zur Aufnahme einer Plombe auf. Ist eine Plombe in diese Vorrichtung nach einer Verriegelung eingebracht, so ist gewährleistet, dass die Deckelhälften nur dann wieder geöffnet werden können, wenn die Plomben wieder entfernt worden sind.
Die Erfindung ist auf einen Behälter mit zwei Deckelhälften gerichtet, die mittels der erfindungsgemässen Rückhaltehaken verriegelt werden können. Die Erfindung lässt sich auf einen Behälter mit nur einer Deckelfläche mit Öffnungen an ihren Seiten anwenden, die mit gleichen Rückhaltehaken gemäss der Erfindung verriegelt und wieder entriegelt werden können.
Weitere Vorteile der Erfindung folgen aus den abhängigen Patentansprüchen und aus der nachfolgenden Beschreibung, in welcher die Erfindung anhand eines in den schematischen Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert wird.
Kurze Beschreibung der Figuren
Fig. 1 zeigt einen erfindungsgemässen Behälter in Perspektive mit geschlossenen Deckelhälften.
Fig. 2 zeigt den Behälter aus Figur 1 mit einer offenen und einer geschlossenen Deckelhälfte, um die Rückhaltehaken besser aufzuzeigen.
Fig. 3 zeigt den Behälter aus Figur 1 von oben.
Fig. 4a zeigt den Behälter aus Figur 3 in einem Schnitt gemäss IVa-IVa und insbesondere die Konstruktion der Rückhaltehaken in verriegelter Position.
Fig. 4b zeigt ein Detail des Behälters aus Figur 3 und 4a in einer Perspektive von oben und insbesondere die Rückhaltehaken in Verriegelung der Deckelhälften.
Fig. 4c zeigt ein Detail der Verriegelung in Vergrösserung gemäss IVc in Figur 4a, insbesondere die Rückhaltehaken und die Vorsprünge zur Anhebung der
Deckelhälften bei deren Entriegelung.
Fig. 5 zeigt den erfindungsgemässen Behälter in Perspektive mit entriegelten und angehobenen Deckelhälften.
Fig. 6 zeigt einen Teil des Behälters aus Figur 5 von oben.
Fig. 7a zeigt den Behälter aus Figur 6 in einem Schnitt gemäss Vlla-Vlla und insbesondere die Konstruktion der Rückhaltehaken in der Position einer
Entriegelung und Anhebung der Deckelhälften durch Vorsprünge am
Rückhaltehaken und Unterseite der Deckelhälften.
Fig. 7b zeigt ein Detail aus Fig. 7a, insbesondere die Rückhaltehaken und die Vorsprünge zur Anhebung der Deckelhälften bei deren Entriegelung.
Fig. 7c zeigt ein Detail des Behälters aus Figur 5 und 6 in einer Perspektive von oben insbesondere die Rückhaltehaken in entriegelter Position.
Fig. 8a zeigt ein Detail aus Figur 6 und insbesondere einen Vorsprung an der Deckelseite mit zusammenwirkendem Absatz an der Innenseite der Behälterwand. Fig. 8b zeigt das Detail Vlllb aus Figur 8a und insbesondere den Vorsprung an der Deckelseite mit zusammenwirkendem Absatz an der Innenseite der Behälterwand. Fig. 8c zeigt einen Querschnitt gemäss Vlllc-Vlllc in Figur 8a und die
Zusammenwirkung der horizontalen Vorsprünge zur Anhebung der Deckelhälften.
Fig. 9 zeigt zwei erfindungsgemässe Behälter, die verriegelt und aufeinander gestapelt sind sowie Plomben zur Verriegelung der Behälter.
In den Figuren sind für dieselben Elemente jeweils dieselben Bezugszeichen ver- wendet worden und erstmalige Erklärungen betreffen alle Figuren, wenn nicht ausdrücklich anders erwähnt.
Ausführungsbeispiele der Erfindung
In der Figur 1 ist ein rechteckiger Behälter A mit zwei ersten einander gegenüberstehenden Seitenwänden 1 und zwei zweiten, einander gegenüberstehenden Seitenwänden 2 gezeigt. Entlang oberen Rändern 1 a der ersten, hier langen Seitenwänden 1 sind jeweils ein Scharnier 3 angeordnet zwecks Befestigung und Schwenkung von zwei Deckelhälften 4 nach aussen in eine offene, vertikale und nach innen in eine geschlossene, horizontale Position.
Figur 2 zeigt denselben Behälter A, wobei hier die eine Deckelhälfte 4 nach aussen geschwenkt ist und die Unterseite 4b der Deckelhälfte sichtbar ist. Die andere Deckelhälfte 4 ist geschlossen, wovon die obere Deckelhälfte 4a sichtbar ist.
Die Deckelhälften 4 weisen erste (hier lange) Seiten auf, die entlang dem Scharnier 3 bzw. parallel zum Scharnier 3 verlaufen, und zweite (hier kurze) Seiten, die rechtwinklig zu den ersten Seiten und parallel zu den Seitenwänden 2 verlaufen.
Entlang den oberen Rändern 2a der zweiten, einander gegenüberstehenden (hier kurzen) Seitenwänden 2 sind Rückhaltehaken 5 angeordnet, durch die die Deckelhälften 4 an den kurzen Seitenwänden 2 verriegelt werden können. Von den Rückhaltehaken 5 ist jeweils mindestens ein Rückhaltehaken einer Deckelhälfte 4 zugeordnet. In dem gezeigten Beispiel sind zwei Rückhaltehaken 5 pro Deckelhälfte angeordnet. Die Deckelhälften 4 weisen entlang ihren zweiten (kurzen) Seiten Öffnungen 6 zur Aufnahme der Rückhaltehaken 5 bei Schliessung und Verriegelung des Behälters A mittels der beiden Deckelhälften 4 auf.
Figuren 1 bis 3 zeigen die Positionierung der Rückhaltehaken 5 in den Öffnungen 6 in verriegelten Deckelhälften 4. Hier liegen die Haken 5 jeweils auf der Oberseite 4a der Deckelhälfte 4 und halten so die Deckelhälfte 4 in der horizontalen Position fest. In Figuren 4a-c ist die Konstruktion der Rückhaltehaken 5 zusammen mit Federelementen 7 und Gegenelement 7’ gezeigt. Ein Rückhaltehaken 5 umfasst jeweils den eigentlichen Haken, der an seiner oberen Seite eine abgeschrägte Form 5a aufweist, die jeweils zum Scharnier hin gerichtet ist. Die abgeschrägte Form 5a trägt dazu bei, dass bei einer Schliessung der Deckelhälfte 4 die Öffnung 6 leichter über den Haken 5 gedrückt werden kann, wobei der Rand der Öffnung 6 an den Haken drückt und diesen zur Mitte der kurzen Seitenwand des Behälters hin stösst, so lange bis die Öffnung 6 an der Spitze des Hakens gelangt und der Haken schliesslich auf die Oberseite 4a der Deckelhälfte 4 schnappt, wie es in Figuren 3, 4a sowie Figur 4b gezeigt ist. Ein Rückhaltehaken 5 weist zudem einen Körper 5b mit einem Federelement 7 auf, das gegen ein Gegenelement 7’ vorgespannt ist. Im Körper 5b ist weiterhin ein Greifelement angeordnet, an dem der Körper 5b gegriffen werden kann, um diesen manuell zu verschieben. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist das Greifelement durch eine Öffnung 8 realisiert, in die mit dem Daumen oder mit Fingern eingegriffen werden kann. Der Körper 5b des Rückhaltehakens 5 ist auf einem Gleitelement positioniert, beispielsweise einer Schiene 9 angeordnet, die parallel zum oberen Rand 2a der zweiten Seitenwände 2 verläuft und auf welcher der Körper mit dem Rückhaltehaken 5 verschoben werden kann.
Bei einer Schliessung einer Deckelhälfte 4 werden die Rückhaltehaken 5 zur Mitte der Seitenwand 2 hin geschoben, wobei das Federelement 7 gegen das senkrecht verlaufende Gegenelement 7’ und nach unten gedrückt und dabei weiter gespannt wird. Wie die Rückhaltehaken 5 auf den Deckelhälften 4 einschnappen, so entspannen sich die Federelemente 7 wieder.
Das Federelement 7 ist hier jeweils durch ein leicht gebogenes, längliches Element realisiert, dessen Ende am Gegenelement 7’ anliegt und dort entlang gleiten kann. Zwecks besserer Bewegung entlang dem Element 7‘ kann das Federelement 7 an seinem Ende einen gerundeten Fortsatz 7“ (s. auch Fig. 7b) aufweisen. Das
Federelement 7 ist beispielsweise mittels eines biegbaren, hochfesten Kunststoffs gefertigt.
Figur 4b zeigt klar die eingeschnappte Position der Rückhaltehaken 5 auf der Deckelhälfte 4a im Fall einer Verriegelung. Bei einer Entriegelung, werden die Rückhaltehaken 5 zur Mitte des Behälters hin in den freien Raum der Öffnungen 6 geschoben.
In Figur 4c sind zudem ein Vorsprung 10 am Körper 5b gezeigt, der bei Bewegung des Körpers 5b zwecks Entriegelung mit einem Vorsprung 11 an der Unterseite 4a der Deckelhälfte zusammenwirkt (s. auch Figur 7a und b). In der verriegelten Position sind die beiden Vorsprünge 10 und 11 nicht in Berührung.
Eine Entriegelung der Deckelhälften 4 ist in den Figuren 5, 6 und 7a-c gezeigt. Figur 5 zeigt den Behälter A mit entriegelten Deckelhälften 4, wobei diese leicht angehoben auf die Rückhaltehaken 5 angehoben worden sind und auf der oberen Seite der Flaken 5 liegen. Flierzu sind die Rückhaltehaken 5 zusammen mit dem Körper 5b mittels der Greifelemente 8 zur Mitte der Seitenwände 2 hin bewegt worden, so weit bis die Flaken 5 sich von der Oberseite 4a der Deckelhälften 4 gelöst haben und dabei noch weiter geschoben werden bis sie sich vollständig in der Öffnung 6 befinden und am Ende der Öffnung 6 an der Deckelhälfte 4 anliegen. Dabei wird der Körper 5b geschoben, wobei ein nach oben gerichteter Absatz oder Vorsprung 10 am Körper 5b an einen nach unten gerichteten Vorsprung 11 an der Unterseite 4b der Deckelhälfte drückt. Weil sich die Rückhaltehaken 5 frei in den Öffnungen 6 befinden, kann sich die Deckelhälfte 4 nach oben heben. FHierfür sind die beiden Vorsprünge 10 und 11 mit einer schrägen Fläche ausgestattet, sodass die beiden Vorsprünge 10 und 11 Zusammenwirken.
Figuren 6 und 7a-c zeigen die Position der Rückhaltehaken 5 relativ zu den Öffnungen 6 der Deckelhälften 4 sowie die Deckelhälften 4 in ihrer angehobenen Position. Diese können sodann leicht an ihren Seitenrändern oder mittels Öffnungen 23 gegriffen und nach aussen geschwenkt werden, um den Behälter A zu öffnen.
Figuren 8a, 8b und 8c zeigen einen horizontal verlaufenden Vorsprung 12 am Seitenrand 4c der Deckelhälfte 4 sowie einen horizontal verlaufenden Vorsprung 13 am oberen Rand 2a der Seitenwände 2, die miteinander Zusammenwirken und dazu dienen, dass die Deckelhälften 4, nachdem sie durch die Vorsprünge 10 und 11 angehoben worden sind, auch angehoben bleiben und sich nicht von selbst wieder schliessen und verriegeln. In der Figur 8a ist die Position der Vorsprünge 12 und 13 bei geschlossenen Deckelhälften im Kreis Vlllb angezeigt, wobei diese Position ausserhalb der Vorsprünge 10 und 11 ist. D.h. die Vorsprünge 12 und 13 befinden sich näher der Seitenwand 1 mit den Scharnieren 3 als die Vorsprünge 10 und 11. Bei der Anhebung der Deckelhälften 4 wird der Vorsprung 12 über den Absatz oder Vorsprung 13 am Rand 2a der Behälterwand 2 gedrückt, wie in der Draufsicht in Figur 8b und der Querschnittsansicht in Figur 8c gezeigt. Wenn die Rückhaltehaken 5 losgelassen werden und sich die Federelemente 7 wieder entspannen, bleibt der Vorsprung 12 auf dem Absatz 13 liegen, da keine Kraft auf die Deckelhälfte nach unten wirkt. Die Deckelhälfte bleibt so in der leicht angehobenen Position wie in den Figuren 5-7 gezeigt.
In Figuren 1 -3 und 5-6 sind an den Rändern 2a der Seitenwände 2 jeweils Ränder 20 gezeigt, die insbesondere über die obere Fläche der Rückhaltehaken 5 hinausragen. Sie dienen dazu, dass die Behälter A gestapelt werden können wie in Figur 9 gezeigt, ohne dass die Rückhaltehaken 5 beeinträchtigt werden.
Figur 9 sowie Figur 8b zeigen zudem Vorrichtungen 21 zur Aufnahme einer Plombe 22, mittels der ein Behälter A sicher verriegelt und nur durch Lösen der Plombe wieder geöffnet werden kann.
Die gezeigten Ausführungsbeispiele des erfindungsgemässen Behälters weisen jeweils Deckelhälften mit einer Kontur an ihren freien Enden auf, die eine Verzahnung der beiden Deckelhälften ermöglicht. Weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung können auch Deckelhälften mit geraden Konturen an ihren freien Enden aufweisen.
Bezugszeichenliste
A Behälter
A‘ gestapelter Behälter
1 erste Seitenwand
1a oberer Rand der Wand 1
2 zweite Seitenwand
2a Rand der zweiten Seitenwand
3 Scharnier
4 Deckelhälfte
4a Oberseite der Deckelhälfte
4b Unterseite der Deckelhälfte
4c Seite der Deckelhälfte, rechtwinklig zu Scharnieren 3
5 Rückhaltehaken
5a abgeschrägte Form am Rückhaltehaken
5b Körper des Rückhaltehakens
6 Öffnung in Deckelhälfte
7 Federelement
7’ Gegenelement für Federelement 7
8 Greifelement
9 Schiene oder Gleitelement
10 Vorsprung an Körper 5b
11 Vorsprung an Unterseite 4a der Deckelhälfte 4
12 horizontaler Vorsprung an Deckelhälfte
13 horizontaler Vorsprung an Rand der Seitenwand
20 Rand zum Stapeln
21 Vorrichtung zur Aufnahme einer Plombe
22 Plombe