Kraftfahrzeug mit einer Kommunikationseinrichtung, sowie Verfahren zum Übertragen eines Datenpakets
Die Erfindung betrifft ein Kraftfahrzeug mit einer Kommunikationseinrichtung zum
Übertragen und Empfangen von Datenpaketen gemäß dem Oberbegriff von
Patentanspruch 1. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Übertragen eines Datenpakets.
Funkschatten von Mobilfunkmasten, sowie Bereiche mit schlechter Abdeckung, beispielsweise produziert durch Häuserschluchten, und insbesondere Bereiche, in denen die verfügbare Basisstation keine neuen Verbindungen mehr zulässt, da diese beispielsweise ausgelastet ist, können über den Betrieb von weiteren Basisstationen kompensiert werden. Beispielsweise ist hierzu bekannt, dass Femtozellen oder Pikozellen in beispielsweise Parkhäusern eingesetzt werden, um die Verfügbarkeit eines
Mobilfunknetzes zu erhöhen.
Ferner offenbart die US 2016/0150451 A1 einen drahtlosen Netzwerkrouter für ein Fahrzeug und ein Betriebsverfahren dafür, umfassend: eine
Mehrfachverbindungsschnittstelle für den drahtlosen Zugriff in Fahrzeugumgebungen; ein drahtloses lokales Netzwerk; eine mobile Netzwerkdatenschnittstelle; eine Downlink- Datenverbindung für das Fahrzeug und/oder Benutzer im Fahrzeug und in dessen Umgebung; eine Datenverarbeitungseinheit zum Routen von Daten zwischen den Schnittstellen; wobei die Datenverarbeitungseinheit konfiguriert ist: Berechnen einer Punktzahl für jedes erreichbare Netzwerk; Umschalten der Uplink-Verbindung des Datenrouters des drahtlosen Netzwerks zu dem erreichbaren Netzwerk mit der besten Punktzahl. Außerdem wird ein drahtloser Netzwerkrouter für Fahrzeuge zum Verbinden von Fahrzeugen mit dem Internet über eine M u I ti - N etzwe rkvo rri chtu ng vorgeschlagen, wobei der Router ein mobiler Router ist, der geeignet ist, ein Netz von verbundenen Fahrzeugen zu bilden, wobei der Router zum Verwenden von geparkten Fahrzeugen zum Umverteilen von Signalen von festen Hotspots angeordnet ist.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, ein Kraftfahrzeug sowie ein Verfahren zu schaffen, mittels welchen eine verbesserte Abdeckung von topografisch schwierigen Gebieten mit Mobilfunktechnologie ermöglicht ist.
Diese Aufgabe wird durch ein Kraftfahrzeug sowie durch ein Verfahren gemäß den unabhängigen Patentansprüchen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungsformen sind in den Unteransprüchen angegeben.
Ein Aspekt der Erfindung betrifft ein Kraftfahrzeug mit einer Kommunikationseinrichtung zum Übertragen und Empfangen von Datenpaketen, wobei die
Kommunikationseinrichtung zumindest eine kabelgebundene Schnittstelle zum
Übertragen eines ersten Datenpakets an eine kraftfahrzeugexterne Basisstation aufweist und zumindest eine Empfangseinrichtung zum drahtlosen Empfangen eines zweiten Datenpakets aufweist.
Es ist vorgesehen, dass die Empfangseinrichtung zum Empfangen des zweiten
Datenpakets von zumindest einer kraftfahrzeugexternen mobilen Einrichtung ausgebildet ist und die Kommunikationseinrichtung dazu ausgebildet ist, das drahtlos empfangene zweite Datenpaket als erstes Datenpaket kabelgebunden zu übertragen.
Die Erfindung macht sich somit insbesondere zunutze, sollte das Kraftfahrzeug sich beispielsweise in einem geparkten Zustand befinden und eine kabelgebundene
Verbindung mit der kraftfahrzeugexternen Basisstation aufweisen, sodass diese kabelgebundene Verbindung genutzt wird, um das zweite Datenpaket von einer mobilen Einrichtung zu übertragen. Mit anderen Worten wird das Kraftfahrzeug als
Zwischenbasisstation bereitgestellt. Bei dem Datenpaket kann es sich insbesondere um Daten für die Kommunikation, insbesondere für die Sprachkommunikation, handeln.
Dadurch kann eine bessere Abdeckung von topografisch schwierigen Gebieten mit Mobilfunktechnologie ermöglicht werden. Des Weiteren kann eine bessere Auslastung der Kraftfahrzeuge realisiert werden.
Insbesondere wird somit das Kraftfahrzeug temporär als Mobilfunkbasisstation bereitgestellt. Das Kraftfahrzeug nimmt dabei auf der Mobilfunkfrequenz Daten und
insbesondere Sprachkommunikation an und leitet diese sofort kabelgebunden an die kraftfahrzeugexterne Basisstation, wobei erst dort eine weitere Verarbeitung stattfindet.
Dabei nutzt das Kraftfahrzeug insbesondere bereits im Kraftfahrzeug vorhandene Antennen, insbesondere Empfangseinrichtungen, sowie ein vorhandenes
Mobilfunkmodul, um sich während des Stillstands als Basisstation zu erkennen zu geben. Dabei wird das Kraftfahrzeug Daten nicht auswerten, sondern nur direkt über die kabelgebundene Schnittstelle nach außen übertragen. Die reale Basisstation, also die kraftfahrzeugexterne Basisstation, des Mobilfunkanbieters nutzt in aller Regel eine adaptive Sendeleistung und wird ihre Sendestärke in diesem Bereich reduzieren. Dadurch entstehen auch keine Konflikte durch zeitlich gleiches Übertragen auf derselben
Frequenz. Insbesondere da die Empfangseinrichtungen des Kraftfahrzeugs deutlich mehr Sendeleistung zulässt als eine mobile Einrichtung, ist auch eine durch die reale
Basisstation reduzierte Leistung in dem Bereich für diesen Vorgang kein Problem.
Als mobile Einrichtung kann beispielsweise ein weiteres Kraftfahrzeug angesehen werden. Ferner kann als mobile Einrichtung auch ein Mobiltelefon beziehungsweise ein Tablet angesehen werden, welches sich dann wiederum in das Kraftfahrzeug als
Basisstation einwählen kann.
Insbesondere kann hierzu ferner vorgesehen sein, dass sich weitere Kraftfahrzeuge als mobile Einrichtungen über ein Netzwerk nach dem Mesh-Standard verbinden. Hierbei werden alle verfügbaren Verbindungsarten, wie beispielsweise WLAN, Mobilfunk oder Ethernet gleichwertig behandelt und die jeweils zielführende Verbindungsart verwendet und mit anderen Teilnehmern des Mesh-Netzwerks geteilt. Wenn also zum Beispiel das Kraftfahrzeug gerade die drahtgebundene beziehungsweise kabelgebundene Verbindung mit der kraftfahrzeugexternen Basisstation aufweist, so können in Reichweite befindliche Kraftfahrzeuge als mobile Einrichtung diese Leitung über beispielsweise ein WLAN mit verwenden anstelle der Mobilfunkverbindung. Dadurch ist es ermöglicht, dass
insbesondere eine schnellere Datennutzung durch das weitere Kraftfahrzeug realisiert werden kann, da kurze Wege zwischen dem Kraftfahrzeug und dem weiteren
Kraftfahrzeug ausgebildet sind.
Durch die Vernetzung der Kraftfahrzeuge werden somit alternative Up- und Downlinks zur Verfügung gestellt und somit eine geschwindigkeits- und kostenverbessernde Verbindung für die Kraftfahrzeuge realisiert.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltungsform ist das Kraftfahrzeug als zumindest teilweise elektrisch betriebenes Kraftfahrzeug ausgebildet und weist einen Ladeanschluss zum Anschließen eines kraftfahrzeugexternen Ladesteckers auf und die kabelgebundene Schnittstelle ist am Ladeanschluss ausgebildet, sodass beim Laden des Kraftfahrzeugs eine Kabelverbindung zum Übertragen des ersten Daten pakets zwischen dem
Kraftfahrzeug und der Ladestation ausgebildet ist. Mit anderen Worten findet
insbesondere die Übertragung des ersten Datenpakets bei einem Ladevorgang des Kraftfahrzeugs statt. Insbesondere kann hierzu der kraftfahrzeugexterne Ladestecker der Ladestation eine entsprechende weitere Schnittstelle aufweisen, welche mit der kabelgebundenen Schnittstelle der Kommunikationseinrichtung korrespondiert. Bei einem Einstecken des Ladesteckers in den Ladeanschluss des Kraftfahrzeugs findet dann eine Kopplung zwischen der Kommunikationseinrichtung und der Ladestation statt. Das erste Datenpaket wird dann vom Kraftfahrzeug, insbesondere von der
Kommunikationseinrichtung, an die Ladestation übertragen, welche dann wiederum mit der kraftfahrzeugexternen Basisstation verknüpft ist, sodass das erste Datenpaket dort weiter verarbeitet werden kann. Somit können insbesondere die Ladezeiten des zumindest teilweise elektrisch betriebenen Kraftfahrzeugs dazu genutzt werden, um eine verbesserte Mobilfunknetzabdeckung realisieren zu können.
Ferner hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn zum kabelgebundenen Übertragen des ersten Datenpakets das Kraftfahrzeug geparkt ist. Mit anderen Worten befindet sich das Kraftfahrzeug insbesondere im Stillstand. Insbesondere ist es dadurch ermöglicht, dass vorteilhaft das erste Datenpaket übertragen werden kann, da das Kraftfahrzeug selbst nicht in Bewegung ist. Dadurch kann eine stabile Basisstation bereitgestellt werden.
Weiterhin vorteilhaft ist, wenn mittels der Kommunikationseinrichtung eine Femtozelle oder eine Pikozelle für die mobile Einrichtung bereitgestellt ist und die
Kommunikationseinrichtung als eine Basisstation für die mobile Einrichtung ausgebildet ist. Mit anderen Worten ist durch das Kraftfahrzeug eine Femtozelle oder eine Pikozelle ausgebildet. Die kraftfahrzeugexternen mobilen Einrichtungen können sich dann in diese Femtozelle oder in diese Pikozelle drahtlos einwählen. Die Kommunikationseinrichtung ist
für die mobilen Einrichtungen als Basisstation offenbart, wo sich die mobile Einrichtung einwählen kann. Dadurch ist eine verbesserte Netzabdeckung ermöglicht.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltungsform wird das zweite Datenpaket unverarbeitet als erstes Datenpaket übertragen. Mit anderen Worten findet eine reine Weiterleitung des zweiten Daten pakets als erstes Datenpaket an die kraftfahrzeugexterne Basisstation statt. Somit dient das Kraftfahrzeug, insbesondere die
Kommunikationseinrichtung, lediglich als Weiterleitungseinrichtung beziehungsweise als Zwischenbasisstation.
Ferner hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die Kommunikationseinrichtung eine elektronische Recheneinrichtung aufweist, welche dazu ausgebildet ist, ein unvollständig übertragenes erstes Datenpaket an die kraftfahrzeugexterne Basisstation zum weiteren Übertragen zu übergeben. Sollte beispielsweise am Ende des Ladens des Kraftfahrzeugs festgestellt werden, dass das erste Datenpaket noch unvollständig übertragen ist, so übergibt das Kraftfahrzeug eventuell noch offene Verbindung zurück an die
kraftfahrzeugexterne Basisstation. Dies kann insbesondere durch ein Protokoll standardisiert werden. Hierzu kann beispielsweise vorgesehen sein, dass vom
Kraftfahrzeug selbst per Mobilfunk gesendet wird, falls die Zeit beim Beenden des Ladevorgangs nicht genügt oder dieser durch einen Fehler abgebrochen wurde. Damit kann eine verbesserte Mobilfunkabdeckung realisiert werden.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltungsform ist die elektronische
Recheneinrichtung dazu ausgebildet, eine Standzeit des Kraftfahrzeugs beim Übertragen des ersten Datenpakets an die kraftfahrzeugexterne Basisstation zu berücksichtigen. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass bei einem Einkauf berücksichtigt wird, dass das Kraftfahrzeug für beispielsweise eine Stunde steht. Hierbei kann dann berücksichtigt werden, dass das Kraftfahrzeug für eine Stunde als Basisstation dienen kann. Ferner kann beispielsweise bei einem Ladevorgang des Kraftfahrzeugs bestimmt werden, wie lange das Kraftfahrzeug geladen wird. Diese Ladezeit als Standzeit kann ebenfalls berücksichtigt werden, sodass zuverlässig das Kraftfahrzeug als Basisstation
bereitgestellt werden kann.
Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zum Übertragen eines zweiten Datenpakets von einer kraftfahrzeugexternen mobilen Einrichtung an die
kraftfahrzeugexterne Basisstation mittels eines Kraftfahrzeugs, bei welchem das zweite Datenpaket an eine drahtlose Empfangseinrichtung einer Kommunikationseinrichtung des Kraftfahrzeugs drahtlos übertragen wird.
Es ist vorgesehen, dass das zweite Datenpaket mittels einer kabelgebundenen
Schnittstelle der Kommunikationseinrichtung als ein erstes Datenpaket an die
kraftfahrzeugexterne Basisstation kabelgebunden übertragen wird.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltungsform des Verfahrens wird mittels einer elektronischen Recheneinrichtung der Kommunikationseinrichtung ein unvollständig übertragenes erstes Datenpaket an die kraftfahrzeugexterne Basisstation zum weiteren Übertragen übergeben.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltungsform des Verfahrens wird das Kraftfahrzeug zumindest teilweise elektrisch betrieben und bei einem Ladevorgang des Kraftfahrzeugs wird die Kabelverbindung durch Einstecken eines Ladesteckers hergestellt und während des Ladevorgangs wird das erste Datenpaket über eine Ladestation für das Kraftfahrzeug an die kraftfahrzeugexterne Basisstation übertragen.
Vorteilhafte Ausgestaltungsformen des Kraftfahrzeugs sind als vorteilhafte
Ausgestaltungsformen des Verfahrens anzusehen. Das Kraftfahrzeug weist dazu gegenständliche Merkmale auf, welche das Verfahren oder eine vorteilhafte
Ausgestaltungsform davon ermöglichen. Insbesondere wird das Verfahren mittels des Kraftfahrzeugs durchgeführt.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels sowie anhand der Zeichnung. Die vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und
Merkmalskombinationen sowie die nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in der einzigen Figur alleine gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.
Dabei zeigt die einzige Fig. eine schematische Seitenansicht einer Ausführungsform eines Kraftfahrzeugs.
In der Fig. sind gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
Die Fig. zeigt in einer schematischen Seitenansicht eine Ausführungsform eines
Kraftfahrzeugs 10. Das Kraftfahrzeug 10 weist eine Kommunikationseinrichtung 12 auf. Die Kommunikationseinrichtung 12 weist zumindest eine kabelgebundene Schnittstelle 14 zum Übertragen eines ersten Datenpakets 16 auf. Das erste Datenpaket 16 wird insbesondere an eine kraf tf a hrzeugexterne Basisstation 18 übertragen. Ferner weist die Kommunikationseinrichtung 12 eine Empfangseinrichtung 20 zum drahtlosen Empfangen eines zweiten Datenpakets 22 auf.
Es ist vorgesehen, dass die Empfangseinrichtung 20 zum Empfangen des zweiten Datenpakets 22 von zumindest einer kraftfahrzeugexternen mobilen Einrichtung 24, 26 ausgebildet ist und die Kommunikationseinrichtung 12 dazu ausgebildet ist, das drahtlos empfangene zweite Datenpaket 22 als erstes Datenpaket 16 kabelgebunden zu übertragen.
Insbesondere zeigt die Fig., dass eine erste mobile Einrichtung 24 als Mobiltelefon ausgebildet sein kann. Eine zweite mobile Einrichtung 26 kann als weiteres Kraftfahrzeug ausgebildet sein.
Insbesondere ist vorgesehen, dass das Kraftfahrzeug 10 als zumindest teilweise elektrisch betriebenes Kraftfahrzeug 10 ausgebildet ist und einen Ladeanschluss 28 zum Anschließen eines kraftfahrzeugexternen Ladesteckers 30 aufweist und die
kabelgebundene Schnittstelle 14 am Ladeanschluss 28 ausgebildet ist, sodass beim Laden des Kraftfahrzeugs 10 eine Kabelverbindung zum Übertragen des ersten
Datenpakets 16 zwischen dem Kraftfahrzeug 10 und einer Ladestation 32 ausgebildet ist.
Ferner ist insbesondere vorgesehen, dass zum kabelgebundenen Übertragen des ersten Datenpakets 16 das Kraftfahrzeug 10 geparkt ist. Insbesondere zeigt die Fig. hierbei, dass das Kraftfahrzeug 10 zumindest teilweise elektrisch betrieben wird und bei dem Ladevorgang des Kraftfahrzeugs 10 die Kabelverbindung durch Einstecken des
Ladesteckers 14 hergestellt wird und während des Ladens das erste Datenpaket 16 über die Ladestation 32 für das Kraftfahrzeug 10 an die kraftfahrzeugexterne Basisstation 18 übertragen wird.
Es ist insbesondere vorgesehen, dass zum Übertragen des zweiten Datenpakets 22 von der kraftfahrzeugexternen mobilen Einrichtung 24, 26 an die kraftfahrzeugexterne Basisstation 18 mittels des Kraftfahrzeugs 10 das zweite Datenpaket 22 an die drahtlose Empfangseinrichtung 20 der Kommunikationseinrichtung 12 des Kraftfahrzeugs 10 drahtlos übertragen wird, wobei das zweite Datenpaket 22 mittels der kabelgebundenen Schnittstelle 14 der Kommunikationseinrichtung 12 als erstes Datenpaket 16 an die kraftfahrzeugexterne Basisstation 18 kabelgebunden übertragen wird.
Insbesondere ist mittels der Kommunikationseinrichtung 20 eine Femtozelle oder eine Pikozelle für die mobile Einrichtung 24, 26 bereitgestellt und die
Kommunikationseinrichtung 20 ist als eine Basisstation für die mobile Einrichtung 24, 26 ausgebildet. Das zweite Datenpaket 22 wird dabei insbesondere unverarbeitet als erstes Datenpaket 16 übertragen. Mit anderen Worten findet mittels der
Kommunikationseinrichtung 12 eine Weiterleitung des zweiten Datenpakets 22 als erstes Datenpaket 16 an die kraftfahrzeugexterne Basisstation 18 statt.
Ferner ist insbesondere vorgesehen, dass die Kommunikationseinrichtung 12 eine elektronische Recheneinrichtung 34 aufweist, welche dazu ausgebildet ist, ein unvollständig übertragenes erstes Datenpaket 16 an die kraftfahrzeugexterne
Basisstation 18 zum weiteren Übertragen zu übergeben.
Ferner kann die elektronische Recheneinrichtung 34 dazu ausgebildet sein, eine
Standzeit des Kraftfahrzeugs 10, insbesondere eine Ladezeit des Kraftfahrzeugs 10, beim Übertragen des ersten Datenpakets 16 an die kraftfahrzeugexterne Basisstation 18 zu berücksichtigen. Mit anderen Worten ist vorgesehen, dass mittels der elektronischen Recheneinrichtung 34 der Kommunikationseinrichtung 12 das unvollständig übertragene erste Datenpaket 16 an die kraftfahrzeugexterne Basisstation 18 zum weiteren
Übertragen übergeben wird.
Insbesondere ist es somit ermöglicht, dass beispielsweise Funkschatten von
Mobilfunkmasten mithilfe des Kraftfahrzeugs 10 verhindert werden können. Dies wird
insbesondere durch die Nutzung des Kraftfahrzeugs 10 als weitere Basisstation kompensiert. Insbesondere das Kraftfahrzeug 10, welches als Elektrofahrzeug
ausgebildet sein kann, kann beim Laden an einer Ladestation 32 über die Ladesäule eine schnelle Datenverbindung, insbesondere die kabelgebundene Datenverbindung, erhalten, wodurch Mobilfunklöcher kompensiert werden können, indem sie im Stand, während des Ladens temporär als Mobilfunkbasisstation fungieren. Dabei nimmt das Kraftfahrzeug 10 auf der Mobilfunkfrequenz Daten und insbesondere Sprachkommunikation der mobilen Einrichtungen 24, 26 an und leitet diese sofort über das Ladekabel an die Ladestation 32 weiter, welche wiederum mit der kraftfahrzeugexternen Basisstation 18 kommuniziert.
Das Kraftfahrzeug 10 nutzt dabei bereits im Kraftfahrzeug 10 vorhandene Antennen sowie ein vorhandenes Mobilfunkmodul, um sich während des Ladens als Basisstation zu erkennen zu geben. Dabei wird das Kraftfahrzeug 10 die Daten beziehungsweise das zweite Datenpaket 22 nicht auswerten, sondern nur direkt über das Ladekabel nach außen senden. Die kraftfahrzeugexterne Basisstation 18 des Mobilfunkanbieters nutzt in aller Regel eine adaptive Sendeleistung und wird ihre eigene Sendestärke in diesem Bereich etwas reduzieren. Dadurch entstehen auch keine Konflikte durch zeitlich gleiches Senden auf derselben Frequenz. Am Ende des Ladens übergibt das Kraftfahrzeug 10 eventuell noch offene Verbindungen zurück an die kraftfahrzeugexterne Basisstation 18. Auch dies kann insbesondere im Protokoll standardisiert sein. Hierfür kann
gegebenenfalls auch vom Kraftfahrzeug 10 selbst per Mobilfunk gesendet werden, falls die Zeit beim Beenden des Ladevorgangs dafür nicht genügt oder dieser durch einen Fehler abgebrochen wurde. Da die Kraftfahrzeugantennen deutlich mehr Sendeleistung zulassen als beispielsweise ein Mobilfunktelefon, ist auch eine durch die reale
Basisstation, also die kraftfahrzeugexterne Basisstation 18 reduzierte Leistung in dem Bereich für diesen Vorgang kein Problem.
Insbesondere kann dadurch eine bessere Abdeckung von topografisch schwierigen Gebieten mit Mobilfunktechnologie realisiert werden. Des Weiteren kann eine bessere Auslastung des Kraftfahrzeugs 10 realisiert werden.
Ferner kann dadurch realisiert werden, dass beispielsweise das Kraftfahrzeug 10 oder das weitere Kraftfahrzeug 26 sich über ein Netzwerk nach dem Mesh-Standard verbinden. Hierbei werden alle verfügbaren Verbindungsarten, beispielsweise WLAN, Mobilfunk und/oder Ethernet gleichwertig behandelt und die jeweils zielführende
verwendet und mit anderen Teilnehmern des Mesh-Netzwerks geteilt. Wenn beispielsweise ein parkendes Auto, in diesem Fall das Kraftfahrzeug 10, gerade eine drahtgebundene Verbindung zum Internet hat, beispielsweise über die Ladesäule, so können in Reichweite befindliche Kraftfahrzeuge diese Leitung über beispielsweise ein WLAN mit verwenden anstelle der Mobilfunkverbindung. Beispielsweise kann vorgesehen sein, sollte das gleiche Datenpaket vom Kraftfahrzeug 10 bereits heruntergeladen sein, so kann dieses dann wiederum in Reichweite befindlichen weiteren Kraftfahrzeugen 26 dieses Datenpaket zur Verfügung stellen.
Durch diese Vernetzung der Kraftfahrzeuge 10, 26 werden alternative Up- und Downlinks zur Verfügung gestellt und somit eine geschwindigkeits- und kostenverbesserte
Verbindung für die Kraftfahrzeuge 10, 26 hergestellt.
Insgesamt zeigt die Erfindung das Kraftfahrzeug 10 an der Ladestation 32, welches als Access-Point oder Basis-Station ausgebildet ist.