Titel : Beta-Komponente eines Transfersystems für einen sterilen Isolationsbereich , steriler Isolationsbereich , aseptische Abfüllanlage sowie ein Verfahren zum Betrieb einer derartigen Abfüllanlage
Beschreibung
Die vorliegende Erfindung betri f ft eine Beta-Komponente eines Trans fersystems für einen sterilen I solationsbereich, einen sterilen I solationsbereich, eine aseptische Abfüllanlage sowie ein Verfahren zum Betrieb einer derartigen Abfüllanlage .
Die Abfüllanlage dient dem Abfüllen eines fließ fähigen
Mediums , das auch als Produkt bezeichnet wird, in
verschließbare Behältnisse . Der Abfüllvorgang erfolgt dabei unter sterilen, keim- und verunreinigungs freien Bedingungen .
Derartige aseptische Abfüllanlagen sind typischerweise mit einem nach außen geschlossenen I solationsbereich ausgebildet , der auch als I solator bezeichnet wird . Der Isolationsbereich oder I solator bildet also eine geschlossene Umgebung mit einer Atmosphäre , die speziellen Anforderungen an Reinheit und Freiheit von Kontaminationen genügt .
Der I solationsbereich ist durch eine Trennwand oder Isolatorwand von einem Bedienbereich getrennt . Im Bedienbereich kann sich Bedienpersonal aufhalten, eine sterile Umgebung ist hier nicht verfügbar .
In dem I solationsbereich ist bei einer Abfüllanlage eine Abfülleinrichtung angeordnet , die ausgebildet ist , um mittels einer Abfüllnadel das Medium bzw . Produkt in verschließbare Behältnisse zu füllen . Die Abfülleinrichtung wird auch als Füllpfad bezeichnet .
Die Trennwand umfasst typischerweise einen Alpha-Port eines Trans fersystems , dieser bildet zusammen mit der Beta- Komponente eine Art Schleuse , die zum Einbringen von Gegenständen von dem Bedienbereich in den I solationsbereich ausgebildet ist , wobei die Sterilität im Isolator/ I solationsbereich gewährleistet bleibt .
Bisher wird die Abfülleinrichtung bzw. der Füllpfad für eine aseptische Abfüllung im Isolationsbereich bzw. Isolator über Handschuheingriffe durch das Bedienpersonal aufgerüstet, d.h. das Bedienpersonal montiert die Füllnadel im Füllnadelhalter der Abfülleinrichtung und verbindet anschließend die mit der Füllnadel verbunden Leitungen über Pumpen mit dem Produktbeutel in dem das abzufüllende Medium bzw. Produkt vorgehalten wird.
Neben einer Abfüllnadel kann auch das Einbringen anderer Gegenstände nötig sein.
Es sind auch vorkonfektionierte und vorsterilisierte Füllpfade bekannt. Aber auch hier muss der Füllpfad vom Bedienpersonal über Handschuheingriffe eingebaut werden. Es sind auch Systeme bekannt bei denen der Füllpfad vor dem Biodekontaminations-zyklus mit Wasserstoffperoxid (H2O2) im Isolator eingebaut wird und bei denen nach der Dekontamination die Füllnadel automatisiert, d.h. bspw. mit Hilfe eines Roboters, aus einem im Isolator befindlichen Köcher entnommen wird. Der Köcher ist über der Füllnadel angebracht und soll ein Eindringen von Wasserstoffperoxid in die Füllnadel und somit in den Füllschlauch verhindern. Nachteil bei dieser aus der Praxis bekannten Lösung ist, dass der Füllpfad durch H2O2 kontaminiert werden kann, da der Füllpfad sich während des Biodekontaminationszyklus bereits im Isolator befindet.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine vorteilhafte Möglichkeit für das Einbringen von
Gegenständen durch ein Transfersystem bereitzustellen. Insbesondere soll die im Isolationsbereich benötigte Abfüllnadel sicher und kontaminationsfrei in diesen einbringbar sein.
Die Aufgabe wird gelöst durch eine Beta-Komponente gemäß Anspruch 1, durch einen sowie sterilen Isolationsbereich nach Anspruch 2 eine Abfüllanlage nach Anspruch 3 und ein Verfahren nach Anspruch 10.
Transfersysteme werden zum kontaminationsfreien Materialtransfer in und aus Isolatoren eingesetzt. Sie gelten als sicherste Methode für den bidirektionalen Transfer in aseptischen oder toxischen Arbeitsbereichen ohne Eindämmung bzw. Verletzung der Sterilität.
Transfersysteme umfassen zwei Hauptkomponenten, einen Alpha-Port und eine Beta-Komponente, die im angedockten Zustand ein Doppeltür-System ergeben.
Der Alpha-Port umfasst einen Alpha-Flansch und eine Alpha- Verschlusseinheit. Der Alpha-Flansch ist in die Trennwand des Isolationsbereichs (in die Isolatorwand) fest integriert. An dem Alpha-Flansch ist die Alpha- Verschlusseinheit (ähnlich einer Tür) schwenkbar angeordnet .
Der Alpha-Flansch ist häufig durch einen Edelstahl-Flansch gebildet. Die Alpha-Verschlusseinheit ist häufig aus Kunststoff gebildet. Der Alpha-Port ist üblicherweise mit
einem mechanischen Sicherheitsmechanismus ausgestattet , der die Öf fnung der Alpha-Verschlusseinheit bei Abwesenheit einer Beta-Komponente verhindert .
Die zweite Hauptkomponente ist die eben erwähnte Beta- Komponente . Die Beta-Komponente umfasst einen Aufnahmeraum, einen Beta-Flansch, eine Ummantelung, die den Aufnahmeraum begrenzt , und eine Beta-Verschlusseinheit . Die Beta- Verschlusseinheit ist zum Öf fnen und Schließen des Aufnahmeraums abnehmbar ( deckelartig) an dem Beta-Flansch angebracht . Die Beta-Verschlusseinheit bildet quasi einen Deckel , der vom Aufnahmeraum abnehmbar ist .
Der Beta-Flansch und die Beta-Verschlusseinheit sind zur Kopplung mit dem Alpha-Flansch und der Alpha- Verschlusseinheit des Alpha-Ports des Trans fersystems ausgebildet .
Bei der Kopplung werden Beta-Flansch und Alpha-Flansch sowie Beta-Verschlusseinheit und Alpha-Verschlusseinheit miteinander verbunden . Beta-Verschlusseinheit und Alpha- Verschlusseinheit bilden im gekoppelten Zustand eine Verschlusseinheit und sind nur gemeinsam öf fenbar bzw . schließbar .
Sobald die Alpha- und Beta-Komponenten miteinander verbunden sind, bilden sie eine geschlossene Einheit . Die Dichtheit wird bspw . durch Lippendichtungen der neu geschaf fenen Einheit gewährleistet , welche ohne Unterbrechung der Sterilitätseinschließung geöf fnet werden
kann . Sind der Alpha- und Beta-Komponente verbunden, bspw . durch Baj onettverschlüsse , so wird die Verriegelung gelöst und die Verschlusseinheit ( gekoppelte Beta- Verschlusseinheit und Alpha-Verschlusseinheit ) kann im Inneren des I solators geöf fnet werden .
Erfindungsgemäß ist nun vorgesehen, dass die Beta- Komponente eine Halterungseinrichtung, zur Halterung eines Gegenstands , insbesondere einer Abfüllnadel , in einer definierten Position und Ausrichtung, aufweist . Die Halterungseinrichtung ist an einer dem Aufnahmeraum zugewandten Seite der Beta-Verschlusseinheit angeordnet , insbesondere wobei durch die Halterungseinrichtung eine Abfüllnadel gehalten ist .
Dadurch kann ein Gegenstand, der in der Halterungseinrichtung gehalten ist , durch schwenken der Verschlusseinheit ( gekoppelte Beta-Verschlusseinheit und Alpha-Verschlusseinheit ) in den I solationsbereich bewegt werden . Bspw . kann die Verschlusseinheit automatisiert von innen, also von Seiten des I solationsbereichs her, geöf fnet werden .
Erfindungsgemäß ist auch ein steriler I solationsbereich vorgesehen mit einer Trennwand durch die er von einem nichtsterilen Bedienbereich getrennt ist , wobei die Trennwand einen Alpha-Port eines Trans fersystems zum Einbringen von Gegenständen von dem Bedienbereich in den Isolationsbereich umfasst . In dem I solationsbereich ist insbesondere eine Abfülleinrichtung angeordnet , die
ausgebildet ist , um mittels einer Abfüllnadel ein Medium in verschließbare Behältnisse zu füllen . An den Alpha-Port ist im Sinne der Erfindung eine Beta-Komponente mit der oben beschriebenen Halterungseinrichtung angekoppelt . Beim Öf fnen der Verschlusseinheit , die durch die miteinander gekoppelte Alpha-Verschlusseinheit und Beta- Verschlusseinheit gebildet ist , die Halterungseinrichtung in das Innere des I solationsbereichs bewegt wird . Zur Entnahme des gehaltenen Gegenstands muss entsprechend nicht in den Aufnahmeraum der Beta-Komponente eingegri f fen werden . Beim Öf fnen der Verschlusseinheit ( durch gekoppelte Alpha-Verschlusseinheit und Beta-Verschlusseinheit gebildet ) wird diese in den I solationsbereich geschwenkt , da die Halterungseinrichtung an der Beta-Verschlusseinheit angeordnet ist , schwenkt diese mit in den I solationsbereich und der gehaltene Gegenstand ist ohne räumliche Beschränkungen zugänglich und kann dort entnommen werden .
Erfindungsgemäß ist auch eine Abfüllanlage mit einem sterilen I solationsbereich, wie eben beschrieben, vorgesehen, wobei in dem I solationsbereich eine Handhabungseinrichtung angeordnet ist , die ausgebildet ist , um die Beta-Verschlusseinheit und die Alpha- Verschlusseinheit im miteinander gekoppelten Zustand zu öf fnen ( also wie oben beschrieben die durch die gekoppelte Beta-Verschlusseinheit und Alpha-Verschlusseinheit gebildete Verschlusseinheit zu öf fnen) . Alternativ oder zusätzlich kann die Handhabungseinrichtung auch ausgebildet sein, um den in der Halterungseinrichtung gehaltenen Gegenstand, insbesondere die Abfüllnadel , aus der
Halterungseinrichtung zu entnehmen und/oder in dieser zu platzieren .
Die Öf fnung der Verschlusseinheit ( gekoppelte Beta- Verschlusseinheit und Alpha-Verschlusseinheit ) kann automatisiert über einen von der Handhabungseinrichtung getrennten automatisierten Öf fnungsmechanismus erfolgen, der vom Bedienbereich betätigbar ist .
Die erfindungsgemäße Abfüllanlage erlaubt es einen Biodekontaminations zyklus im geschlossenen Isolationsbereich durchzuführen . Damit ist im Isolationsbereich eine keim- und verunreinigungs freie Umgebung geschaf fen . Beispielsweise nach dem Biodekontaminations zyklus wird die Beta-Komponente an den Alpha-Port des Trans fersystems angedockt . Anschließend wird die Verschlusseinheit ( gekoppelte Beta-Verschlusseinheit und Alpha-Verschlusseinheit ) bspw . von der Handhabungseinrichtung bspw . von dem Roboterarm geöf fnet . Die Verschlusseinheit kann auch von außen automatisiert geöf fnet (bspw . über von Hand betätigten Mechanismus oder mit Hil fe eines Motors ) werden .
Die Abfüllanlage kann eine Erfassungseinheit umfassen, die zum maschinellen Sehen eingerichtet ist und deren Blickfeld wenigstens das Trans fersystem umfasst , so dass eine Position der Abfüllnadel durch die Erfassungseinheit erfasst werden kann . Die Handhabungseinrichtung kann hierdurch vereinfacht die Abfüllnadel automatisiert übernehmen bzw . grei fen . Der Bewegungspfad der
Handhabungseinrichtung kann flexibel j e nach Position der Abfüllnadel angepasst werden .
Es kann vorgesehen sein, dass die Beta-Verschlusseinheit (bzw . die durch gekoppelte Beta-Verschlusseinheit und
Alpha-Verschlusseinheit gebildete Gesamtverschlusseinheit ) beim Öf fnen in eine fixierte Of fenstellung überführbar ist , in der ihre Position festgelegt ist . Dies kann beispielsweise über einen Anschlag realisiert sein oder eine Arretierungseinrichtung . Die Beta-Verschlusseinheit und damit die an ihr fixierte Halterungseinrichtung befindet sich im geöf fneten Zustand entsprechend in einer vorgegebenen Position . Dies vereinfacht das Entnehmen des in der Handhabungseinrichtung gehaltenen Gegenstands .
Die nachfolgenden Aus führungen beziehen sich sowohl auf die Beta-Komponente , den sterilen I solationsbereich als auch auf die Abfüllanlage . Die Beta-Komponente kann eine von dem Beta-Flansch abnehmbare Ummantelung des Aufnahmeraums umfassen . Die Ummantelung kann bspw . durch einen flexiblen Kunststof fbeutel gebildet sein oder durch einen formstabilen sterilisierbaren Behälter gebildet sein . Die Ummantelung kann auch als semi formstabile Faltenbalgeinheit ausgebildet sein . Eine derartig ausgebildete Ummantelung kann in Richtung zum Beta-Flansch hin komprimierbar bzw . in ihrer Erstreckung veränderbar ausgebildet sein, j edoch quer hierzu stei f .
Die Abfüllnadel ist typischerweise mit einem Schlauch verbunden, der sich aus dem Aufnahmeraum heraus erstreckt .
An seinem der Abfüllnadel abgewandten Ende weist dieser Schlauch typischerweise einen Steril-Verbinder zur Verbindung mit einem Vorlagebehälter auf . Der Schlauch ( auch als Füllschlauch bezeichnet ) kann beim Abrüsten händisch in den Aufnahmeraum zurückgeführt werden, es ist j edoch auch möglich, dass der Beta-Komponente eine Rückholeinrichtung für den Füllschlauch umfasst , die beim Abrüsten, also beim Zurückbewegen der Abfüllnadel in den Aufnahmeraum, den Füllschlauch ebenso zurück in den Aufnahmeraum bewegt . Bspw . kann hierfür ein federndes Element vorgesehen sein, dieses kann bspw . um den Füllschlauch herum angeordnet sein und diesen beim Abrüsten in den Aufnahmeraum zurückziehen . Beim Schließen der Beta- Verschlusseinheit kann so ein quetschen des Füllschlauchs vermieden werden .
Der im Aufnahmeraum befindliche Schlauchabschnitt ist typischerweise länger als die Entfernung des Trans fersystems von der im I solator vorgesehenen Position der Abfüllnadel . I st die Ummantelung formflexibel ausgebildet , bspw . als Kunststof fbeutel , so kann der Beutel selbst länger als die Entfernung des Trans fersystems von der im I solator vorgesehenen Position der Abfüllnadel sein . Beim Bewegen der Abfüllnadel kann der Beutel (Ummantelung) Richtung Trans fersystem bewegt bzw . gestaucht bzw . zusammengefaltet werden .
Beim Abrüsten der Abfüllanlage oder wenn eine Abfüllung unterbrochen wird, kann die Abfüllnadel von der Handhabungseinrichtung zurück in die Halterungseinrichtung
gebracht werden . Der Schlauch kann, bspw . durch Ziehen am gestauchten Beutel (Beta-Beutel bzw . Beta-Bag) , zurück in den Beutel gebracht werden, sodass die Beta- Verschlusseinheit geschlossen werden kann, ohne dass der Schlauch eingequetscht wird . Dieses Ziehen kann vom Bedienpersonal außerhalb des I solators durchgeführt werden ohne in den I solator eingrei fen zu müssen .
Vorteile der Erfindung und deren verschiedener Weiterbildungen sind ein Vermeiden von Fehlern durch die Möglichkeit eines automatisierten Rüstens , eine Erhöhung der Produktsicherheit durch die Möglichkeit Handschuheingri f fe entfallen zu lassen . Des Weiteren kann sich eine Zeiteinsparung beim Rüsten des Füllpfades ergeben . Durch die Verwendung von single-use Komponenten kann nach Produktionsende der komplette Füllpfad bzw . Abfüllnadel und Schlauch samt single-use Beutel (Beta- Beutel bzw . Beta-Bag) entsorgt werden . Dies ist besonders bei der Abfüllung toxischer Produkte von Vorteil . Der Füllpfad kann nach dem Biodekontaminations zyklus auf gerüstet werden und ist nicht dem H2O2 ausgesetzt . Mit anderen Worten Abfüllnadel und Schlauch befinden sich während dem Dekontaminations zyklus außerhalb des Isolationsbereichs .
Die Aufgabe wird, wie oben erwähnt auch gelöst durch ein Verfahren zum Betrieb einer Abfüllanlage wie sie in dieser Anmeldung beschrieben ist .
Das Verfahren umfasst die Schritte :
Anbringen der Beta-Komponente an dem Alpha-Port in der Trennwand . Bei diesem Anbringen ist die Abfüllnadel im Aufnahmeraum der Beta-Komponente in der Halterungseinrichtung angeordnet .
Durchführen eines Dekontaminations zyklus in dem Isolationsbereich, insbesondere unter Verwendung von H2O2 . Dieser Schritt kann vor aber insbesondere nach dem Anbringen der Beta-Komponente erfolgen .
Öf fnen der Verschlusseinheit ( also der durch gekoppelte Beta-Verschlusseinheit und Alpha-Verschlusseinheit gebildeten Gesamtverschlusseinheit ) , insbesondere mittels der Handhabungseinrichtung . Ein Öf fnen ist j edoch auch durch einen in bspw . den Alpha-Flansch integrierten Öf fnungsmechanismus möglich .
Entnehmen der Abfüllnadel aus der Halterungseinrichtung, insbesondere mittels der Handhabungseinrichtung .
Platzieren der Abfüllnadel in einer Nadelhalteeinrichtung der Abfülleinrichtung, insbesondere mittels der Handhabungseinrichtung .
Insbesondere Entnehmen der Abfüllnadel aus der Nadelhalteeinrichtung der Abfülleinrichtung, insbesondere mittels der Handhabungseinrichtung;
Insbesondere Platzieren der Abfüllnadel in dem Aufnahmeraum, insbesondere mittels der wHandhabungseinrichtung, insbesondere in der Halterungseinrichtung .
Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren näher beschrieben, wobei gleiche oder funktional gleiche Elemente ggf . lediglich einmal mit Bezugs zeichen versehen sind .
Figur 1 eine aseptische Abfüllanlage ;
Figur 2 die aseptische Abfüllanlage aus Figur 1 in einem betriebsbereiten Zustand;
Figur 3 ein Trans fersystem (Alpha-Port mit angedockter Beta-Komponente ) ; und
Figur 4 das Trans fersystem aus Figur 3 in einem geöf fneten Zustand .
Figur 1 zeigt eine aseptische Abfüllanlage 10 . Die Abfüllanlage 10 dient dem Abfüllen eines Mediums 32 in verschließbare Behältnisse 34 . Die aseptische Abfüllanlage 10 ist mit einem nach außen geschlossenen I solationsbereich 12 , der durch eine Trennwand 16 von einem Bedienbereich 14 getrennt ist , ausgebildet .
In dem I solationsbereich 12 ist eine Abfülleinrichtung 18 angeordnet . In dem I solationsbereich 12 ist vorliegend auch
eine Handhabungseinrichtung 40 angeordnet auf die später noch im Detail eingegangen wird .
Die Abfülleinrichtung 18 umfasst eine Nadelhalteeinrichtung 19 , die ausgebildet ist , um eine Abfüllnadel 20 zu halten bzw . in der die Abfüllnadel 20 zur Durchführung von Abfüllvorgängen angeordnet werden kann . Die Nadelhalteeinrichtung 19 bildet eine Halterung für die Abfüllnadel 20 . Nadelhalteeinrichtung 19 kann auch derart in der Abfülleinrichtung 18 angeordnet sein, dass sie durch diese im Rahmen der Abfüllvorgänge bewegt wird .
Die Trennwand 16 , durch welche der I solationsbereich 12 von dem Bedienbereich 14 getrennt ist , umfasst ein Trans fersystem 22 . Das Trans fersystem 22 dient dem Einbringen, insbesondere dem aseptischen Trans fer, von Gegenständen von dem Bedienbereich 14 in den Isolationsbereich 12 .
Das Trans fersystem 22 umfasst eine austauschbare Beta- Komponente 24 und einen fest in der Trennwand 16 angeordneten Alpha-Port 27 .
Die austauschbare Beta-Komponente 24 ist mit einem Beta- Flansch 26 ausgebildet ( in Fig . 1 teilweise transparent dargestellt ) . Die austauschbare Beta-Komponente 24 umfasst weiter eine abnehmbare bzw . öf fenbare Beta- Verschlusseinheit 30 ( siehe bspw . Figur 2 ) . Die Beta- Verschlusseinheit 30 ist quasi deckelartig ausgebildet .
Der fest in der Trennwand 16 angeordnete Alpha-Port 27 umfasst einen mit der Trennwand 16 verbundenen Alpha- Flansch 28 und eine Alpha-Verschlusseinheit 29 , die gegenüber dem Alpha-Flansch 28 schwenkbar beweglich gelagert ist .
Die Beta-Komponente 24 ist zur Kopplung mit dem fest in der Trennwand 16 angeordneten Alpha-Port 27 ausgebildet . Zur Kopplung wird der Beta-Flansch 26 dichtend mit dem Alpha- Flansch 28 verbunden . Die Beta-Verschlusseinheit 30 wird mit der Alpha-Verschlusseinheit 29 verbunden, so dass beide dichtend mit ihren j eweiligen Außenseiten aneinander anliegen und nur gemeinsam bewegbar sind . Im verbundenen Zustand bilden Beta-Verschlusseinheit 30 und Alpha- Verschlusseinheit 29 eine Verschlusseinheit 31 des Trans fersystems 22 . Im geschlossenen Zustand bildet die Alpha-Verschlusseinheit 29 die dem I solationsbereich 12 zugewandte Seite der Verschlusseinheit 31 und die Beta- Verschlusseinheit 30 die dem I solationsbereich 12 abgewandte Seite der Verschlusseinheit 31 . Die Verschlusseinheit 31 schwenkt beim Öf fnen in den Isolationsbereich 12 .
Zur Kopplung von Alpha-Port 27 und Beta-Komponente 24 werden diese mittels eines Ba onettverschlusses durch eine Drehbewegung der Beta-Komponente 24 miteinander verbunden . Dabei grei ft der Beta-Flansch 26 dichtend in den Alpha- Flansch 28 ein . Entsprechend grei ft die Beta- Verschlusseinheit 30 dichtend in die Alpha-
Verschlusseinheit 29 ein . Andere Kopplungsarten sind ebenso im Sinne der Erfindung .
Die Beta-Komponente 24 umfasst einen über die Beta- Verschlusseinheit 30 zugänglichen und ansonsten geschlossenen Aufnahmeraum 36 und eine von dem Beta-Flansch 26 abnehmbare Ummantelung 44 des Aufnahmeraums 36 . Die Ummantelung 44 ist vorliegend durch einen flexiblen Kunststof fbeutel ( auch als Beta-Bag bezeichnet ) gebildet . Die Ummantelung 44 kann auch durch einen formstabilen sterilisierbaren Behälter, bspw . einen Edelstahlbehälter, gebildet sein .
Die Beta-Verschlusseinheit 30 als Teil der Verschlusseinheit 31 öf fnet bzw . verschließt im montierten Zustand den Aufnahmeraum 36 zum I solationsbereich 12 hin . Die Beta-Verschlusseinheit 30 ist hierzu als rundliche deckelartige Einheit ausgebildet . Die Alpha- Verschlusseinheit 29 ist über einen Scharniermechanismus 45 schwenkbar an dem Alpha-Flansch 28 gelagert . Die Beta- Verschlusseinheit 30 ist von dem Beta-Flansch 26 abnehmbar, so dass sie , wenn sie mit der Alpha-Verschlusseinheit 29 gekoppelt ist , deren Schwenkbewegung beim Öf fnen folgt . In Fig . 4 ist gut erkennbar, dass das Trans fersystem 22 einen Verriegelungsmechanismus 60 umfasst . Der Verriegelungsmechanismus 60 lässt sich nur dann entriegeln, wenn die Alpha-Verschlusseinheit 29 mit der Beta- Verschlusseinheit 30 gekoppelt ist .
Zum Einbringen der Abfüllnadel 20 in den I solationsbereich 12 ist diese zunächst in der Beta-Komponente 24 in dem Aufnahmeraum 36 angeordnet . Die Abfüllnadel 20 ist mit einem Schlauch 43 verbunden, der sich aus dem Aufnahmeraum 36 heraus erstreckt und an seinem der Abfüllnadel 20 abgewandten Ende einen Steril-Verbinder 48 zur Verbindung mit einem Vorlagebehälter 46 umfasst .
In dem Aufnahmeraum 36 der Beta-Komponente 24 ist eine Halterungseinrichtung 50 zur positionsgenauen Halterung der Abfüllnadel 20 angeordnet . Die Halterungseinrichtung 50 ist , wie in Figuren 3 und 4 gut erkennbar gezeigt , an der abnehmbaren Beta-Verschlusseinheit 30 angeordnet . I st die Beta-Komponente 24 an den Alpha-Port 27 gekoppelt und wird die Verschlusseinheit 31 geöf fnet , so wird die in der Halterungseinrichtung 50 gehaltene Abfüllnadel 20 in den Isolationsbereich 12 bewegt .
Die in dem I solationsbereich 12 angeordnete Handhabungseinrichtung 40 ist im vorliegenden Fall als Roboterarm ausgebildet . Die Handhabungseinrichtung 40 ist ausgebildet , um die Verschlusseinheit 31 ( im gekoppelten Zustand miteinander verbundene Alpha-Verschlusseinheit 29 und Beta-Verschlusseinheit 30 ) zu öf fnen und um die Abfüllnadel 20 aus der Halterungseinrichtung 50 zu entnehmen und in die Nadelhalteeinrichtung 19 einzusetzen . Nach Abschluss der Benutzung der Abfüllnadel 20 kann die Abfüllnadel 20 mittels der Handhabungseinrichtung 40 zurück in die Halterungseinrichtung 50 bewegt werden .
Die Abfüllanlage 10 umfasst eine optionale Erfassungseinheit 42 , die zum maschinellen Sehen eingerichtet ist und deren Blickfeld das Trans fersystem 22 und vorliegend die Nadelhalteeinrichtung 19 umfasst , so dass eine Position der Abfüllnadel 20 durch die Erfassungseinheit 42 erfasst werden kann und die Handhabungseinrichtung 40 entsprechend gesteuert bzw . geregelt werden kann, um die Abfüllnadel 20 aus der Halterungseinrichtung 50 zu entnehmen und in der Nadelhalteeinrichtung 19 zu platzieren und nach Abschluss der Verwendung diese wieder in die Halterungseinrichtung 50 zu überführen .
Beim Entnehmen der Abfüllnadel 20 wird die formflexible beutelartige Ummantelung 44 wie in Figur 2 gezeigt sozusagen gestaucht , da der Schlauch 43 in den Isolationsbereich gezogen wird .
Die Ummantelung 44 kann auch als semi formstabile Faltenbalgeinheit ausgebildet sein . Eine derartig ausgebildete Ummantelung 44 kann in Richtung zum Beta- Flansch 26 komprimierbar bzw . in ihrer Erstreckung veränderbar ausgebildet sein j edoch quer hierzu stei f .
Die Verschlusseinheit 31 (bzw . die Alpha-Verschlusseinheit 29 und die mit ihr gekoppelte Beta-Verschlusseinheit 30 ) ist beim Öf fnen in eine fixierte Of fenstellung überführbar, wie sie in Figur 2 gezeigt ist . In der fixierten Of fenstellung ist die Alpha-Verschlusseinheit 29 bzw . die gesamte Verschlusseinheit 31 und damit auch die Beta-
Verschlusseinheit 30 und die an ihr angeordnete Halterungseinrichtung 50 in ihrer Position festgelegt .
Die Abfüllnadel 20 ist über den Schlauch 43 mittels des Steril-Verbinders 48 mit dem Vorlagebehälter 46 , der das Medium 32 beinhaltet , verbunden . Der Vorlagebehälter 46 wiederum ist mittels eines behälterseitigen Steril- Verbinders 52 mit einem Schlauchabschnitt verbunden, der durch eine Peristaltikpumpe 56 hindurchgeführt ist . Zwischen der Peristaltikpumpe 56 und dem Steril-Verbinders 48 auf Seiten der Abfüllnadel 20 ist ein Medium-Filter 58 in der verbindenden Schlauchleitung angeordnet .