WO2026041384A1 - Magnetisch-induktives durchflussmessgerät - Google Patents
Magnetisch-induktives durchflussmessgerätInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein magnetisch-induktives Durchflussmessgerät (200) zum Ermitteln einer strömungsgeschwindigkeitsabhängigen Messgröße eines fließfähigen Mediums, umfassend: - ein Messrohr (10) zum Führen des Mediums; - zwei Messelektroden (21, 22); - eine elektronische Messschaltung (30), welche mit den zwei Messelektroden (21, 22) elektrisch verbunden ist, wobei die Messschaltung (30) dazu eingerichtet ist, eine an den zwei Messelektroden (21, 22) induzierte Messspannung zu ermitteln, wobei die Messschaltung (30) dazu eingerichtet ist, einen Messwert der strömungsgeschwindigkeitsabhängigen Messgröße in Abhängigkeit eines ermittelten Spannungswertes der Messspannung zu ermitteln; und - ein Magnetsystem (40) umfassend eine Spulenanordnung (41), welche Spulenanordnung (41) eine erste Spule (45) und eine Feldrückführungsanordnung (42) umfasst, wobei es sich bei der ersten Spule (45) um eine Luftspule handelt, wobei die Feldrückführungsanordnung (45) dazu eingerichtet ist, ein mittels der ersten Spule (45) erzeugtes Magnetfeld außerhalb des Messrohres (10) zu führen, wobei die Feldrückführungsanordnung (45) zwei Feldrückführungskörper (43, 44) umfasst, wobei das Magnetsystem (40) weiterhin einen ersten Kopplungskörper (60) aufweist, wobei der erste Kopplungskörper (60) eine erste Kontaktfläche (KF1) aufweist, die zur ersten Spule (45) hin gerichtet ist, wobei der erste Kopplungskörper (60) eine von der ersten Kontaktfläche (KF1) abweichende zweite Kontaktfläche (KF2) aufweist, auf welche die zwei Feldrückführungskörper (43, 44) zumindest abschnittsweise aufliegen.
Description
Magnetisch-induktives Durchflussmessgerät
Die Erfindung betrifft Magnetisch-induktives Durchflussmessgerät zum Ermitteln einer strömungsgeschwindigkeitsabhängigen Messgröße eines fließfähigen Mediums.
Magnetisch-induktive Durchflussmessgeräte werden zur Bestimmung einer strömungsgeschwindigkeitsabhängigen Messgröße eines Mediums in einem Messrohr, z.B. der Durchflussgeschwindigkeit und/oder des Volumendurchflusses eingesetzt. Ein magnetisch-induktives Durchflussmessgerät umfasst eine magnetfelderzeugende Vorrichtung, die dazu eingerichtet ist, ein Magnetfeld senkrecht zur Längsachse des Messrohres erzeugt. Dafür werden üblicherweise eine einzelne oder mehrere Magnetspulen verwendet. Ein an die Mantelfläche des Messrohres angebrachtes Messelektrodenpaar greift eine induktiv erzeugte elektrische Messspannung ab, die entsteht, wenn ein leitfähiges Medium bei angelegtem Magnetfeld in Richtung der Längsachse fließt. Das Messelektrodenpaar ist üblicherweise derart am Messrohr angeordnet, dass eine das Messelektrodenpaar schneidende Messelektrodenachse senkrecht zu einer Hauptmagnetfeldachse des erzeugten Magnetfeldes verläuft. Da die abgegriffene Messspannung laut Faraday’schem Induktionsgesetz von der Geschwindigkeit des fließenden Mediums abhängt, kann aus der Messspannung die strömungsgeschwindigkeitsabhängige Messgröße, z.B. die Durchflussgeschwindigkeit oder - mit Hinzunahme eines bekannten Messrohrquerschnitts - der Volumendurchfluss, des Mediums ermittelt werden.
Die DE 10 2010 001 393 A1 offenbart ein magnetisch-induktives Durchflussmessgerät mit einem Magnetsystem, welches Magnetsystem zwei gegenüberliegende Spulenkörper aufweisen, in denen sich jeweils ein Spulenkern aus Elektrobleche befindet. Der Spulenkern weist endseitig eine Verbreiterung auf, die als Polschuh dient. Eine Befestigung des Spulenkerns mit dem Spulenkörper erfolgt über ein blechförmiges Befestigungselement, welches es Nut aufweist, die mit einem Spund des Spulenkerns derart in Wirkung steht, dass eine formschlüssiger Verbindung erreicht wird.
Es ist aus der DE 10 2011 079 352 ein magnetisch-induktives Durchflussmessgerät bekannt, welches ein Magnetsystem aus zwei gegenüberliegendne Baugruppen umfasst, welche Baugruppen jeweils einen Polschuh eine Zylinderspule mit einem Spulenkern und ein Feldrückführungsbleche umfasst. Die beiden Feldrückführungsbleche überlappen in einem Elektrodenbereich. Mit Hilfe eines als federndes Spannelement dienenden Montageclips und eine Schraube sind die beiden Baugruppen am Messrohr fixiert. Nachteilig an der Lösung ist die Fixierung der beiden Feldrückführungsbleche im Elektrodenbereich, da im Elektrodenbereich keine Auflagefläche für die beiden Feldrückführungsbleche bereitsteht und diese somit in der Luft hängend miteinander verbunden werden müssen.
Die DE 10 2019 133 461 A1 lehrt ein magnetisch-induktives Durchflussmessgerät mit einem Magnetsystem aus zwei Zylinderspulen, zwei Spulenkerne und zwei Feldrückführungsbleche,
welche Feldrückführungsbleche derart am Messrohr angeordnet sind, dass die jeweiligen Endbereiche der Feldrückführungsbleche in den Spulenbereichen auf den jeweiligen Spulenkörpern aufliegen und dort überlappen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde die Magnetsystem des benannten Stands der Technik weiterzuentwickeln.
Die Aufgabe wird gelöst durch das magnetisch-induktive Durchflussmessgerät nach Anspruch 1 .
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Die Erfindung wird anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 : einen schematischen Querschnitt durch ein magnetisch-induktives Durchflussmessgerät nach dem Stand der Technik; und
Fig. 2: einen schematischen Querschnitt durch eine Ausgestaltung des erfindungsgemäßen magnetisch-induktiven Durchflussmessgeräts;
Die Fig. 1 zeigt einen schematischen Querschnitt durch ein magnetisch-induktives Durchflussmessgerät nach dem Stand der Technik. Ein magnetisch-induktives Durchflussmessgerät (1) ist üblicherweise dazu eingerichtet, Messwerte einer strömungsgeschwindigkeitsabhängigen Messgröße eines fließfähigen Mediums zu ermitteln. Bei der strömungsgeschwindigkeitsabhängigen Messgröße kann es sich um die Durchflussgeschwindigkeit, den Volumendurchfluss oder den Massefluss handeln.
Zum Führen des Mediums weist das magnetisch-induktive Durchflussmessgerät üblicherweise ein Messrohr (10) auf. Das Messrohr (10) umfasst ein Trägerrohr. Dieses kann metallisch ausgebildet sein oder aus einem elektrisch isolierenden Kunststoff gebildet sein. Wenn das Trägerrohr metallisch ist, dann wird seine innere Mantelfläche üblicherweise mit einem elektrisch isolierenden Material versehen, der auch als Liner bezeichnet wird. Das Messrohr weist üblicherweise zumindest abschnittsweise eine hohlzylindrische Form auf, es sind jedoch aus magnetisch-induktive Durchflussmessgeräte bekannt, die zumindest abschnittsweise einen eckigen Messrohrquerschnitt aufweisen.
Zum Ermitteln der Messwerte der strömungsgeschwindigkeitsabhängigen Messgrößte weist das magnetisch-induktive Durchflussmessgerät üblicherweise mindestens zwei Messelektroden (21 , 22) auf. Es sind auch magnetisch-induktive Durchflussmessgeräte mit mehr als zwei Messelektroden bekannt. Die zwei abgebildeten Messelektroden (21 , 22) sind mediumsberührend, d.h. wenn ein
Medium durch das Messrohr fließt, dann sind die Messelektroden in Kontakt mit dem Medium. Es sind jedoch auch kapazitive Messelektroden bekannt, die durch die Wandung des Trägerrohres und/oder des Liners hindurchmessen und somit nicht in Kontakt mit dem Medium stehen müssen. Die in der Fig. 1 abgebildeten genau zwei Messelektroden sind mit einer elektronische Messschaltung (30) elektrisch verbunden. Diese ist dazu eingerichtet, eine an den zwei Messelektroden (21 , 22) induzierte Messspannung zu ermitteln. Ausgehend von dem ermittelten Spannungswert kann ein Messwert der strömungsgeschwindigkeitsabhängigen Messgröße durch die Messschaltung (30) ermitteln werden. Die Messschaltung (30) weist dafür elektronische Bauteile wie Verstärker, Umwandler, Mikrocontroller und/oder Mikroprozessor auf.
Zum Erzeugen des Magnetfeldes weist das magnetisch-induktive Durchflussmessgerät ein Magnetsystem (40) auf. Dieses umfasst eine Spulenanordnung (41) und eine Feldrückführungsanordnung (42). Die Spulenanordnung (41) kann eine oder mehrere Spulen umfassen. Im abgebildeten Stand der Technik umfassen die mehrere Spulen eine erste Spule (45) und eine zweite Spule (46). Die jeweilige Spule kann einen Spulenkörper umfassen, um den ein Spulendraht gewickelt ist. Der Spulenkörper weist eine Aufnahme bzw. Durchführung für einen Spulenkern (47, 48) auf. Es können weiterhin Polschuhe (71 , 72) vorgesehen sein, die jeweils mit einem der zwei Spulenkerne (47, 48) magnetisch gekoppelt sind. Die Polschuhe (71 , 72) und die Spulenkerne (47, 48) können einstückig oder zwei separate Bauteile sein. Die Spulenanordnung (41) ist dazu eingerichtet, das das Messrohr durchdringende Magnetfeld zu erzeugen. Dafür ist die Spulenanordnung mit einer elektronischne Betriebsschaltung (80) elektrisch verbunden, die eine Betriebsspannung an der Spulenanordnung bereitstellt. Die Betriebsspannung kann derart ausgebildet sein, dass das erzeugte Magnetfeld periodisch zwischen verschiedenen Feldzuständen wechselt.
Die Feldrückführungsanordnung (42) ist dazu eingerichtet, ein mittels der Spulenanordnung (41) erzeugtes Magnetfeld außerhalb des Messrohres (10) zu führen. Dafür weist die Feldrückführungsanordnung (42) mindestens zwei Feldrückführungskörper (43, 44) mit jeweils einer Dicke dRÜCk . In der Fig. 1 sind genau zwei Feldrückführungskörper (43, 44) in Form von Feldrückführungsblechen abgebildet. Die zwei Feldrückführungskörper (43, 44) weisen jeweils Endbereiche auf, die miteinander überlappen bzw. überdecken. So liegt eine innere Mantelfläche des Feldrückführungskörpers (43) auf einer äußeren Mantelfläche des Feldrückführungskörpers (44) auf. Und umgekehrt. Die Feldrückführungskörper (43, 44) sind unmittelbar mit einem Spulenkern (47, 48) magnetisch gekoppelt.
Im folgenden werden Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen magnetisch-induktiven Durchflussmessgerätes beschrieben. Dabei wird im Wesentlichen auf die Unterschiede zur Fig. 1 oder auf die Unterschiede zwischen den Ausgestaltungen eingegangen.
Die Fig. 2 zeigt einen schematischen Querschnitt durch eine Ausgestaltung des erfindungsgemäßen magnetisch-induktiven Durchflussmessgeräts (200).
Die Ausgestaltung der Fig. 2 unterscheidet sich von dem abgebildeten Stand der Technik der Fig. 1 im Wesentlichen dadurch, dass es sich bei der ersten Spule (45) um eine Luftspule handelt. Das heißt, dass die erste Spule (45) frei von einem weichmagnetischen Spulenkern ist, der sonst üblicherweise in einem durch den Spulendraht begrenzten Bereich angeordnet ist und dazu eingerichtet ist, das Magnetfeld in dem Messrohr zu erhöhen.
Erfindungsgemäß wobei das Magnetsystem (40) weiterhin einen ersten Kopplungskörper (60) mit einer erste Kontaktfläche (KF1), die zur ersten Spule (45) hin gerichtet ist und einer von der ersten Kontaktfläche (KF1) abweichenden zweiten Kontaktfläche (KF2) auf. Die erste Kontaktfläche (KF1) ist dabei auf einer Seite des Kopplungskörpers (60) angeordnet, die sich entgegengesetzt zur die zweite Kontaktfläche (KF2) aufweisende Seite des Kopplungskörpers (60) befindet. Die zwei Feldrückführungskörper (43, 44) liegen zumindest abschnittsweise mittelbar oder unmittelbar auf der zweiten Kontaktfläche (KF2) auf.
Der magnetische erste Kopplungskörper (60) kann aus mindestens einem Elektroblech, einer Vielzahl an gestapelten Elektroblechen oder einem weichmagnetischen Verbundwerkstoff gebildet sein. Ein Beispiel für einen weichmagnetischen Verbundwerkstoff wäre Somaloy.
Weiterhin können die zwei Feldrückführungskörper (43, 44) - wie abgebildet - nicht überlappend angeordnet sein, sondern derart, dass sich zwischen den beiden ein Spalt (50) ausbildet, welcher die zwei Feldrückführungskörper (43, 44) voneinander trennt. Wie bereits in der DE 10 2019 112 742 A1 gelehrt, führt die Trennung der Feldrückführungskörper durch einen Spalt zu einer schnelleren Anpassung der durch das Magnetfeld im Medium induzierten elektrischen Spannung bei Wechsel von einem ersten Feldzustand zu einem zweiten Feldzustand.
Der Spalt (50) stellt dabei sicher, dass sich ein Mindestabstand dmin zwischen den zwei Feldrückführungskörpern (43, 44) einstellt. Der Spalt kann so ausgebildet sein, dass ein Verhältnis dmin/dRück größer als 0,05, insbesondere größer als 0,1 und bevorzugt größer als 0,15 sein kann.
Gemäß der abgebildeten Ausgestaltung der Fig. 2 können die zwei Feldrückführungskörper (43, 44) bzw. deren Grundform symmetrisch bezüglich einer Symmetrieebene (SE) sein. Die Symmetrie- ebene (SE) ist in der Fig. 2, um eine Übersichtlichkeit zu wahren etwas versetzt zu einer ersten Spulenlängsachse (SL1) und einer zweiten Spulenlängsachse (SL2) abgebildet. Eine Messrohrlängsachse (ML) des Messrohres (10) liegt in der Symmetrieebene (SE) bzw. spannt gemeinsam mit einer der beiden Spulenlängsachsen (SL1 , SL2) oder einer Hauptfeldachse der erzeugten Magnetfeldes die Symmetrieebene (SE) auf. Zudem schneidet eine die beiden Messelektroden (21 , 22)
schneidende Messelektrodenachse (MEA), die Symmetrieebene (SE) senkrecht. Symmetrisch im Sinne der Erfindung kann eine Spiegelsymmetrie bedeuten. Alternativ oder zusätzlich können die zwei Feldrückführungskörper (43, 44) auch Punktsymmetrisch gegenüber einem Symmetriezentrum sein, das auf der Messrohrlängsachse (ML) liegt. Alternativ oder zusätzlich können die zwei Feldrückführungskörper (43, 44) in einem Querschnitt durch das Messrohr (10) und durch die die zwei Feldrückführungskörper (43, 44) eine Achsensymmetrie aufweisen.
Der erste Kopplungskörper (60) kann eine magnetische Platte, ein magnetisches Blechteil, insbesondere ein Elektroblech, oder eine magnetische Scheibe umfassen. Gemäß der abgebildeten Ausgestaltung kann der Kopplungskörper (60) im Wesentlichen planar ausgebildet sein und sich durch seine Oberfläche nicht wesentlich von einer effektiven Querschnittsfläche der ersten Spule (Spulenkörper mit Spulendraht) unterscheiden. Die Oberfläche des Kopplungskörper (60) kann weiterhin kleiner als eine maximale Querschnittsfläche der ersten Spule (45) bzw. des Spulenkörpers der ersten Spule (45) sein.
Der Kopplungskörper (60) kann weiterhin aus einem gleichen Material wie die zwei Feldrückführungskörper (43, 44) gebildet sein.
Die Spulenanordnung (41) weist eine erste Spule (45) mit einer ersten Spulenlängsachse (SL1) auf. Der Spalt (50) kann sich ausgehend von dem Messrohr in radialer Richtung hinter dem Spulenkern und/oder der Spule befinden. Gemäß der abgebildeten Ausgestaltung der Fig. 2 kann die erste Spulenlängsachse (SL1) den Spalt (50) schneiden.
Gemäß der Ausgestaltung der Fig. 2 kann die Spulenanordnung eine zweite Spule (46) umfassen, die zur zweiten Spule (46) gegenüberliegend am Messrohr (10) angeordnet ist. Bei der zweiten Spule (46) kann es sich ebenfalls um eine Luftspule handeln. Die erste Spule (45) und die zweite Spule (46) können über die Feldrückführungsanordnung (42), insbesondere die zwei Feldrückführungskörper (43, 44), derart miteinander verbunden sein, dass über die erste Spule (45) erzeugten Magnetfeldlinien über die Feldrückführungsanordnung (40), insbesondere die zwei Feldrückführungskörper (43, 44), zur zweiten Spule (und umgekehrt) geführt werden.
Die Betriebsspannung kann derart zeitlich veränderlich sein, dass eine der Betriebsspannung zuordenbare Frequenz einer Änderung der Feldzustände größer als 5 Hz und insbesondere größer als 12 Hz und bevorzugt größer als 20 Hz ist.
Weiterhin kann das magnetisch-induktive Durchflussmessgerät (200) einen Fixierkörper (90) aufweisen, welcher dazu eingerichtet ist eine Kraft in Richtung Messrohr auf die zwei Feldrückführungskörper (43, 44) zu übertragen. Die zwei Feldrückführungskörper (43, 44) sind dabei zumindest abschnittsweise (im Speziellen die Endbereiche) zwischen Fixierkörper (90) und ersten
Kopplungskörper (60) angeordnet. Bei dem Fixierkörper (90) kann es sich beispielsweise um eine Anpressplatte oder eine Unterlegscheibe handeln.
Der Fixierkörper (90) kann aus einem magnetischen Material (d.h. weichmagnetisch oder hartmagnetisch) bestehen oder dieses umfassen. Alternativ kann der Fixierkörper (90) auch aus einem nicht-magnetischen Material (z.B. Edelstahl, Kunststoff, Keramik) gebildet sein.
Gemäß der abgebildeten Ausgestaltung können zwei Fixierkörper (90, 91) vorgesehen sein. Die jeweils gegenüberliegend auf unterschiedlichen Seiten des Magnetsystems angeordnet sind. Dabei kann der Fixierkörper (91) baugleich zu Fixierkörper (90) sein und somit die gleichen oben angeführten Merkmale aufweisen.
Einige Ausgestaltungen der vorliegenden Offenbarung werden im Folgenden unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren ausführlicher beschrieben. Die Figuren zeigen einige, aber nicht alle Ausgestaltungen der Offenbarung. In der Tat können diese Offenbarungen in vielen verschiedenen Formen verkörpert werden und sollten nicht so ausgelegt werden, dass sie auf die hier dargelegten Ausgestaltungen beschränkt sind. Unterschiedliche Ausgestaltungen, die jeweils einzelne Details des erfindungsgemäßen Gegenstands zeigen, lassen sich miteinander zu neuen nicht in den Figuren gezeigten Ausgestaltungen kombinieren. Gleiche Nummern beziehen sich durchgehend auf gleiche Elemente.
Claims
1. Magnetisch-induktives Durchflussmessgerät (200) zum Ermitteln einer strömungsgeschwindigkeitsabhängigen Messgröße eines fließfähigen Mediums, umfassend:
- ein Messrohr (10) zum Führen des Mediums;
- zwei Messelektroden (21 , 22);
- eine elektronische Messschaltung (30), welche mit den zwei Messelektroden (21 , 22) elektrisch verbunden ist, wobei die Messschaltung (30) dazu eingerichtet ist, eine an den zwei Messelektroden (21 , 22) induzierte Messspannung zu ermitteln, wobei die Messschaltung (30) dazu eingerichtet ist, einen Messwert der strömungsgeschwindigkeitsabhängigen Messgröße in Abhängigkeit eines ermittelten Spannungswertes der Messspannung zu ermitteln; und
- ein Magnetsystem (40) umfassend eine Spulenanordnung (41), welche Spulenanordnung (41) eine erste Spule (45) und eine Feldrückführungsanordnung (42) umfasst, wobei es sich bei der ersten Spule (45) um eine Luftspule handelt, wobei die Feldrückführungsanordnung (45) dazu eingerichtet ist, ein mittels der ersten Spule (45) erzeugtes Magnetfeld außerhalb des Messrohres (10) zu führen, wobei die Feldrückführungsanordnung (45) zwei Feldrückführungskörper (43, 44) umfasst, wobei das Magnetsystem (40) weiterhin einen ersten Kopplungskörper (60) aufweist, wobei der erste Kopplungskörper (60) eine erste Kontaktfläche (KF1) aufweist, die zur ersten Spule (45) hin gerichtet ist, wobei der erste Kopplungskörper (60) eine von der ersten Kontaktfläche (KF1) abweichende zweite Kontaktfläche (KF2) aufweist, auf welche die zwei Feldrückführungskörper (43, 44) zumindest abschnittsweise aufliegen.
2. Magnetisch-induktives Durchflussmessgerät (200) nach Anspruch 1 , wobei die zwei Feldrückführungskörper (43, 44) derart gegenüberliegend am Messrohr (10) angeordnet sind, dass sich zwischen den beiden ein Spalt (50) ausbildet, welcher die zwei Feldrückführungskörper (43, 44) voneinander trennt.
3. Magnetisch-induktives Durchflussmessgerät (200) nach Anspruch 1 , wobei der Spalt (50) einen Mindestabstand dmin der zwei Feldrückführungskörper (43, 44) zueinander sicherstellt, wobei die Feldrückführungskörper (43, 44) jeweils eine Dicke dRÜCk aufweisen, wobei das Verhältnis dmin/dRück größer als 0,05, insbesondere größer als 0,1 und bevorzugt größer als 0,15 ist.
4. Magnetisch-induktives Durchflussmessgerät (200) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die zwei Feldrückführungskörper (43, 44) symmetrisch bezüglich einer Symmetrieebene (SE) sind, wobei eine Messrohrlängsachse (ML) in der Symmetrieebene (SE) liegt, wobei eine die beiden Messelektroden (21 , 22) schneidende Messelektrodenachse (MEA), die Symmetriebene (SE) senkrecht schneidet.
5. Magnetisch-induktives Durchflussmessgerät (200) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei der erste Kopplungskörper (60) eine Platte, ein Blechteil, insbesondere ein Elektroblech, oder eine Scheibe umfasst.
6. Magnetisch-induktives Durchflussmessgerät (200) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei der erste Kopplungskörper (60) aus gleichen Material wie die zwei Feldrückführungskörper (43, 44) gebildet ist.
7. Magnetisch-induktives Durchflussmessgerät (200) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die erste Spule (45) eine ersten Spulenlängsachse (SL1) umfasst, wobei die erste Spulenlängsachse (SL1) den Spalt (50) schneidet.
8. Magnetisch-induktives Durchflussmessgerät (200) nach Anspruch 7, wobei die Spulenanordnung eine zweite Spule (46) umfasst, wobei die erste Spule (45) und die zweite Spule (46) gegenüberliegend am Messrohr (10) angeordnet sind, wobei die erste Spule (45) und die zweite Spule (46) über die Feldrückführungsanordnung (45), insbesondere die zwei Feldrückführungskörper (43, 44), derart miteinander verbunden sind, dass über die erste Spule (45) erzeugten Magnetfeldlinien über die Feldrückführungsanordnung (40), insbesondere die zwei Feldrückführungskörper (43, 44), zur zweiten Spule (und umgekehrt) geführt werden.
9. Magnetisch-induktives Durchflussmessgerät (200) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei eine elektronische Betriebsschaltung (80) dazu eingerichtet ist, eine Betriebsspannung an der Spulenanordnung (41) bereitzustellen, wobei die Betriebsspannung derart ausgebildet, dass das erzeugte Magnetfeld periodisch zwischen verschiedenen Feldzuständen wechselt, wobei eine Frequenz einer Änderung der Feldzustände größer als §05 Hz und insbesondere größer als 12 Hz und bevorzugt größer als 20 Hz ist.
10. Magnetisch-induktives Durchflussmessgerät (200) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei das magnetisch-induktive Durchflussmessgerät (1) weiterhin einen Fixierkörper (90) aufweist, welcher dazu eingerichtet, ist eine Kraft auf die zwei Feldrückführungskörper (43, 44) zu übertragen, wobei die zwei Feldrückführungskörper (43, 44) zumindest abschnittsweise zwischen Fixierkörper (90) und ersten Kopplungskörper (60) verlaufen.
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