WO2026046592A1 - Produkt mit sophorolipiden - Google Patents
Produkt mit sophorolipidenInfo
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Abstract
Kosmetisches Produkt.
Description
Produkt mit Sophorolipiden
Die vorliegende Erfindung betrifft ein kosmetisches Produkt umfassend Sophorolipide und Poloxamer.
Kosmetische Produkte dienen im Allgemeinen nicht nur dazu schön und attraktiv auszusehen, sondern sie tragen mit ihrer Wirkung entscheidend zu einem gesteigerten Selbstwertgefühl und zum Wohlbefinden der Menschen bei. So werden oftmals von Verbrauchern dekorative Kosmetikprodukte aufgetragen, um das optische Erscheinungsbild zu verbessern. Diese Produkte werden jedoch am Abend vor dem Schlafen wieder von der Haut entfernt. Zur Entfernung werden wiederum kosmetische Reinigungsprodukte angewendet, die eine besonders effiziente Reinigungsleistung aufweisen, jedoch zur gleichen Zeit nicht zu Hautirritationen führen.
Eine typische Kategorie dieser Reinigungsprodukte sind dünnflüssige, wässrige kosmetische Zubereitungen, welche zum Entfernen von Make-up Produkten verwendet werden. Bekannte Produkte, wie das Nivea Micellar Water (GNPD Eintragungsnummer 11509114), weisen dabei Mizellen aus Tensiden auf, welche in der wässrigen Lösung gelöst sind. Der Vorteil dieser Produkte ist, dass diese aufgrund des hohen Wasseranteils besonders mild sind und dennoch eine Entfernung des Make-ups von der Haut ohne viel Reibung ermöglichen.
Entscheidend für den Produkterfolg ist, dass die typischer Weise in den Make-Up Produkten enthaltene Pigmente effektiv von der Haut solubilisiert und entfernt werden können. Ein bekanntes Pigment, welches oftmals in Make-up Produkten enthalten ist der rote Farbstoff CI 77491 .
Bekannte Produkte enthalten oftmals Poloxamere zum Solubilisieren dieser Pigmente. Poloxamere sind Blockcopolymere aus Ethylenoxid und Propylenoxid. Es handelt sich um schaumarme und schaumdämpfende nichtionische Tenside, die zur Dispergierung und Emulgierung in der chemisch-technischen Industrie Anwendung finden.
Problematisch ist der Umstand, dass oftmals eine unzureichende Solubilisierung dieser Pigmente erreicht wird.
Entsprechend bestand eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, die Solubilisierbarkeit von Pigmenten, insbesondere anorganischen Pigment, insbesondere Eisenoxide, insbesondere CI 77491 besser zu solubilisieren. Dieses soll eine verbesserte Entfernbarkeit dieser Pigmente von der Haut ermöglichen.
Zweiphasige Make-Up Entferner werden unter anderem in WO 2016146360 A1 beschrieben. Jedoch konnte dieses Dokument keinen Hinweis auf die vorliegende Erfindung liefern.
Überraschend konnten diese Aufgaben durch die vorliegende Erfindung gelöst werden.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine wässrige, kosmetische Reinigungszubereitung, vorteilhaft aufweisend eine mizellare Struktur, umfassend a) Poloxamer 184, und b) Sophorolipid.
Eine mizellare Struktur, auch Assoziationskolloide genannt, sind zusammengelagerte Molekülkomplexe (Aggregate) aus amphiphilen Molekülen bzw. grenzflächenaktiven Substanzen. Derartige Mizellen lassen sich via einer Reverse CMC Methode nachweisen. Hierbei kann eine unverdünnte Probe eingesetzt werden. Die Probe wird schrittweise mit Wasser verdünnt und nach jedem Verdünnungsschritt wird die Oberflächenspannung gemessen. Betrachtet man die aufgenommene Kurve der Oberflächenspannung zur Konzentration der Reinigungszubereitung in Wasser, so kann eine mizellare Struktur erkannt werden, wenn mit Zunahme der Konzentration der Reinigungszubereitung keine Änderung der Oberflächenspannung mehr auftritt. Die Messung muss bei 20°C Proben und Umgebungstemperatur durchgeführt werden. Messtechnisch lässt sich die CMC Messung mit einem Tensiometer K100 von Krüss bestimmen:
Ausstattung:
Messkörper: Krüss Standardring
Radius: 9,545 mm
Drahtdurchmesser: 0,37 mm
Parameter:
Geschwindigkeit Oberflächenerfassung: 10 mm/min
Empfindlichkeit oberflächendetektion: 0,001 g
Eintauchtiefe: 3,00 mm
Anzahl der Werte: 30 (maximal)
Verdünnung: exponentiell
Durchsatzrate: 34ml/min
Nach jedem Verdünnungsschritt wurde die Probe 180s gerührt, bevor die Oberflächenspannung gemessen wurde.
Überraschend hat sich gezeigt, dass die spezifische Kombination der Erfindung eine synergistische Steigerung der Solubilisierbarkeit von Pigmenten, insbesondere anorganischen Pigment, insbesondere Eisenoxide, insbesondere CI 77491 ermöglicht.
Auch Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung von der erfindungsgemäßen Reinigungszubereitung zum Entfernen von Make-Up von der menschlichen Haut.
Auch Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung von Poloxamer 184 und Sophorolipid in einer kosmetischen wässrigen Reinigungszubereitung zur Solubilisierung von Pigmenten, insbesondere anorganischen Pigment, insbesondere Eisenoxide, insbesondere CI 77491 von der menschlichen Haut.
Wird nachfolgend der Begriff Zubereitung benutzt, so bezieht sich die Aussage immer auf die erfindungsgemäße Reinigungszubereitung.
Sofern nicht anders angegeben, wurden alle Tests und Messungen unter „normalen Bedingungen / Normalbedingungen“ durchgeführt. Der Begriff "normale Bedingungen / Normalbedingungen" bezieht sich auf 20 ° C, 1013 hPa und eine relative Luftfeuchtigkeit von 50%.
Der Begriff „Haut“ bezieht sich ausschließlich auf die menschliche Haut.
Sollten nachfolgend Gewichtsprozentangaben (Gew.-%) ohne Bezugnahme auf eine bestimmte Zusammensetzung oder spezifische Mischung angegeben werden, so beziehen sich diese Angaben immer auf das Gesamtgewicht der Zubereitung. Sollten nachfolgend Verhältnisse von Komponenten/Substanzen/Stoffgruppen offenbart werden, so beziehen sich diese Verhältnisse auf Gewichtsverhältnisse der genannten Komponenten/ Substanzen/Stoffgruppen.
Werden nachfolgend Gewichtsprozentbereiche für die Bestandteile der Zubereitung angegeben, so umfasst die Offenbarung der vorliegenden Anmeldung ebenfalls alle Einzelwerte in Schritten von 0,1 Gew.-% innerhalb dieser Gewichtsprozentbereiche.
Die Formulierungen „erfindungsgemäß“, „erfindungsgemäß vorteilhaft“, „vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung“ etc. beziehen sich im Rahmen der vorliegenden Offenbarung immer sowohl auf die erfindungsgemäße Zubereitung sowie die erfindungsgemäße Verwendung und das Verfahren.
Der Begriff „frei von“ bedeutet im Sinne der vorliegenden Offenbarung, dass der Anteil der genannten Substanz 0,1 Gew.-% nicht übersteigt und insbesondere 0 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung beträgt. Somit soll ein versehentliches Einschleppen durch Verunreinigungen nicht zum Ausschluss aus dem Schutzbereich führen.
Unter Emulgatoren werden alle Substanzen verstanden, welche im International Cosmetic Ingredient Dictionary and Handbook, Thirteenth Edition 2010, (ISBN 1-882621-47-6) unter der Bezeichnung “emulsifying agent” geführt werden. Unter Tensiden werden alle Substanzen verstanden, welche im International Cosmetic Ingredient Dictionary and Handbook, Thirteenth Edition 2010, (ISBN 1 -882621 -47-6) unter der Bezeichnung “ Surfactant ” geführt werden.
Werden in dieser Offenbarung Viskositätswerte angegeben, so beziehen sich alle Werte auf eine Messung bei 25°C in einer 150 ml Weithalsflasche (VWR Nr.: 807-0001) mittels Rheomat R 123 von der Firma proRheo. Der Rheomat R 123 der Firma proRheo GmbH ist ein Rotationsviskosimeter, d. h. ein Messkörper rotiert in der zu vermessenden Substanz. Es wird die Kraft gemessen, die benötigt wird, um den Messkörper in der Probe mit einer vorgegebenen Drehzahl rotieren zu lassen. Aus diesem Drehmoment, der Drehzahl des Messkörpers und den geometrischen Abmessungen des verwendeten Messsystems wird die Viskosität berechnet. Als Messkörper wird der Messkörper Nr.1 (Artikelnr. 200 0191 ), geeignet für einen Viskositätsbereich bis 10.000 [mPa-s], Drehzahl Bereich 62,5 min-1 , verwendet.
Werden in dieser Offenbarung Angaben zu einem Mittelwert gemacht, bezieht sich dieser Mittelwert immer auf arithmetische Mittel.
Werden in dieser Offenbarung Angaben zum Molekulargewicht von Polymeren gemacht, so beziehen diese sich auf eine Messung mittel Lichtstreuung.
Vorteilhaft wird das Sophorolipid in einem Anteil von 0,0001 bis 1 Gew.-%, bevorzugt von 0,05 bis 0,5 Gew.-% und insbesondere bevorzugt von 0,075 bis 0,3 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmasse der Zubereitung, eingesetzt.
Weiterhin hat sich erfindungsgemäß gezeigt, dass bestimmte Sophorolipide besonders für die Anwendung geeignet sind, da diese mit Poloxamer 184 einen noch effektiveren Synergismus in der Solubilisierung von CI 77491 ausbilden. Dieses ergibt sich anhand der gezeigten Messdaten. Es ist insbesondere bevorzugt, wenn die Erfindung dadurch gekennzeichnet ist, dass als Sophorolipid das lactonische Sophorolipid enthalten ist. Das lactonische Sophorolipid weist die CAS-Nr. 148409-20-5 und den chemischen Namen 17-L- [(2'-0-ß-D-Glucopyranosyl-ß-D-glucopyranosyl)-oxy]-cis-9-octadecensäure1 ',4"-lacton-6',6"- diacetat auf. Wird in der nachfolgenden Offenbarung der Begriff lactonische Sophorolipid verwendet so ist damit die Substanz 17-L-[(2'-0-ß-D-Glucopyranosyl-ß-D-glucopyranosyl)- oxy]-cis-9-octadecensäure1 ',4"-lacton-6',6"-diacetat beschrieben.
Ein bevorzugter Gegenstand der Erfindung ist daher eine wässrige kosmetische Reinigungszubereitung, vorteilhaft aufweisend eine mizellare Struktur, umfassend a) Poloxamer 184, und b) Lactonisches Sophorolipid.
Vorteilhaft wird das lactonische Sophorolipid in einem Anteil von 0,0001 bis 1 Gew.-%, bevorzugt von 0,05 bis 0,5 Gew.-% und insbesondere bevorzugt von 0,075 bis 0,3 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmasse der Zubereitung, eingesetzt.
Weiterhin hat sich erfindungsgemäß gezeigt, dass bestimmte Sophorolipide besonders für die Anwendung geeignet sind, da diese mit Poloxamer 184 einen noch effektiveren Synergismus in der Solubilisierung von CI 77491 ausbilden. Dieses ergibt sich anhand der gezeigten Messdaten. Es ist insbesondere bevorzugt, wenn die Erfindung dadurch gekennzeichnet ist, dass als Sophorolipid das acidische Sophorolipid enthalten ist. Das acidische Sophorolipid weist den chemischen Namen (E)-17-[(2R,3R,4S,5S',6R)-6- (acetyloxymethyl)-3-[(2S,3R,4S,5S,6R')-6-(acetyloxymethyl)-3,4,5-trihydroxyoxan-2-yl]oxy- 4,5-dihydroxyoxan-2-yl]oxyoctadec-9-enoic acid auf. Wird in der nachfolgenden Offenbarung der Begriff acidisches Sophorolipid verwendet so ist damit die Substanz (E)-17- [(2R,3R,4S,5S,6R)-6-(acetyloxymethyl)-3-[(2S,3R',4S,5S,6/:?l)-6-(acetyloxymethyl)-3,4,5- trihydroxyoxan-2-yl]oxy-4,5-dihydroxyoxan-2-yl]oxyoctadec-9-enoic acid beschrieben.
Ein bevorzugter Gegenstand der Erfindung ist daher eine wässrige kosmetische Reinigungszubereitung, vorteilhaft aufweisend eine mizellare Struktur, umfassend a) Poloxamer 184, und b) Ein acidisches Sophorolipid.
Vorteilhaft wird das acidische Sophorolipid in einem Anteil von 0,0001 bis 1 Gew.-%, bevorzugt von 0,05 bis 0,5 Gew.-% und insbesondere bevorzugt von 0,075 bis 0,3 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmasse der Zubereitung, eingesetzt.
Vorteilhaft wird das Poloxamer 184 in einem Anteil von 0,01 bis 3,0 Gew.-%, bevorzugt von 0,05 bis 2,5 Gew.-% und insbesondere bevorzugt von 0,2 bis 1 ,3 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmasse der Zubereitung, eingesetzt.
Es ist weiterhin von Vorteil, wenn das Gewichtsverhältnis von dem Sophorolipid zu dem Poloxamer 184 von 12:1 bis 1 :200, bevorzugt von 10:1 bis 1 :20, bevorzugt von 2:1 bis 10:1 und insbesondere bevorzugt von 1 :3 bis 1 :7.
Es ist weiterhin von Vorteil, wenn das Gewichtsverhältnis von dem lactonischen Sophorolipid zu dem Poloxamer 184 von 10:1 bis 1 :20, bevorzugt von 2:1 bis 10:1 und insbesondere bevorzugt von 1 :3 bis 1 :7.
Erfindungsgemäß vorteilhaft weist die erfindungsgemäße Zubereitung nur eine geringe Ölphase oder keine Ölphase auf. Sofern eine Ölphase vorteilhaft enthalten ist, ist es bevorzugt, wenn die Ölphase weniger als 2 Gew.-%, bevorzugt weniger als 1 ,0 Gew.-%, bevorzugt weniger als 0,8 Gew.-%, bevorzugt weniger als 0,6 Gew.-%, bevorzugt weniger als 0,4 Gew.-%, bevorzugt weniger als 0,2 Gew.-% und insbesondere bevorzugt weniger als 0,1 Gew.-% ausmacht. Es ist insbesondere bevorzugt, wenn der Anteil der Ölphase 0,0 Gew.-% ist. Folglich ist voreilhaft keine Ölphase enthalten. Defintionsgemäß zählen Emulgatoren und Tenside nicht zur Menge der Ölphase.
Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn die Zubereitung dadurch gekennzeichnet ist, dass diese Natriumchlorid umfasst. Sofern Natriumchlorid enthalten ist, ist es bevorzugt, wenn der Anteil von Natriumchlorid von 0,01 bis 0,1 Gew.-%, bevorzugt von 0,02 bis 0,05 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung, beträgt.
Ferner ist es vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung, wenn die Zubereitung dadurch gekennzeichnet ist, dass diese Glycerin umfasst. Sofern Glycerin enthalten ist, ist es vorteilhaft, wenn Glycerin in einem Anteil von 0,1 bis 5 Gew.-%, bevorzugt von bevorzugt von 0,8 bis 2,5 Gew.-% und insbesondere bevorzugt von 0,9 bis 1 ,2 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht, enthalten ist.
Ferner ist es vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung, wenn die Zubereitung dadurch gekennzeichnet ist, dass diese 1 ,2-Hexanediol umfasst. Sofern 1 ,2-Hexanediol enthalten ist, ist es vorteilhaft, wenn 1 ,2-Hexanediol in einem Anteil von 0,1 bis 5 Gew.-%, bevorzugt von bevorzugt von 0,2 bis 1 ,5 Gew.-% und insbesondere bevorzugt von 0,3 bis 0,8 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht, enthalten ist.
Ferner ist es vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung, wenn die Zubereitung dadurch gekennzeichnet ist, dass diese Phenoxyethanol umfasst. Sofern Phenoxyethanol enthalten ist, ist es vorteilhaft, wenn Phenoxyethanol in einem Anteil von 0,1 bis 5 Gew.-%, bevorzugt von bevorzugt von 0,2 bis 1 ,5 Gew.-% und insbesondere bevorzugt von 0,3 bis 0,8 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht, enthalten ist.
Es ist weiterhin vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung, wenn die Zubereitung dadurch gekennzeichnet ist, dass diese einen pH-Wert im Bereich von 4,0 bis 8,5, bevorzugt von 6,0 bis 8,0, bevorzugt im Bereich von 6,5 bis 7,5 und insbesondere bevorzugt im Bereich
von 6,8 bis 7,2 aufweist. Zur Einstellung des pH-Werts ist es vorteilhaft, Natriumhydroxid oder Zitronensäure bzw. deren Salze einzusetzen.
Es ist erfindungsgemäß weiterhin möglich und auch bevorzugt, wenn die Zubereitung ein oder mehrere weitere Tenside umfasst.
Es ist beispielswiese vorteilhaft, wenn mindestens ein kationisches Tensid enthalten ist. Vorteilhaft werden als kationische Tenside quaternäre Tenside mit einer postiven Ladung gewählt. Quaternäre Tenside enthalten mindestens ein N-Atom, das mit 4 Alkyl- und/oder Arylgruppen kovalent verbunden ist. Dies führt, unabhängig vom pH Wert, zu einer positiven Ladung. Vorteilhafte quaternäre Tenside sind Alkylbetain, Alkylamidopropylbetain und Alkylamidopropylhydroxysulfain. Kationische Tenside können ferner bevorzugt im Sinne der vorliegenden Erfindung gewählt werden aus der Gruppe der quaternären Ammoniumverbindungen, insbesondere Benzyltrialkylammoniumchloride oder -bromide, wie beispielsweise Benzyldimethylstearylammoniumchlorid, ferner Alkyltrialkylammoniumsalze, beispielsweise beispielsweise Cetyltrimethylammoniumchlorid oder -bromid, Alkyldimethylhydroxyethylammoniumchloride oder -bromide, Dialkyldimethylammoniumchloride oder -bromide, Alkylamidethyltrimethylammoniumethersulfate, Alkylpyridiniumsalze, beispielsweise Lauryl- oder Cetylpyrimidiniumchlorid, Imidazolinderivate und Verbindungen mit kationischem Charakter wie Aminoxide, beispielsweise Alkyldimethylaminoxide oder Alkylaminoethyldimethylaminoxide. Vorteilhaft sind insbesondere Cetyltrimethylammonium- salze zu verwenden. Insbesondere bevorzugt ist Cetyltrimethylammoniumchlorid enthalten.
Sofern ein kationisches Tensid enthalten ist, ist es bevorzugt, wenn der Anteil der kationischen Tenside von 0,01 bis 0,4 Gew.-%, bevorzugt von 0,015 bis 0,2 Gew.-% und insbesondere bevorzugt von 0,02 bis 0,1 Gew.-% beträgt, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.
Sofern ein Cetyltrimethylammoniumchlorid enthalten ist, ist es bevorzugt, wenn der Anteil von Cetyltrimethylammoniumchlorid von 0,01 bis 0,4 Gew.-%, bevorzugt von 0,015 bis 0,2 Gew.-% und insbesondere bevorzugt von 0,02 bis 0,1 Gew.-% beträgt, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.
Weiterhin ist es bevorzugt, wenn mindestens ein anionisches Tensid enthalten ist. Sofern mindestens ein anionisches Tensid enthalten ist, ist es bevorzugt, wenn der Gesamtanteil der anionischen Tenside von 0,01 bis 0,5 Gew.-%, bevorzugt von 0,03 bis 0,3 Gew.-% und insbesondere von 0,06 bis 0,2 Gew.-% beträgt, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.
Im generellen ist es bevorzugt, wenn der Anteil der weiteren Tenside weniger als 1 ,5 Gew.- %, bevorzugt weniger als 1 ,1 Gew.-% und insbesondere bevorzugt weniger als 0,9 Gew.-% ausmacht, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.
Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn die Zubereitung dadurch gekennzeichnet ist, dass Wasser in einem Anteil von mindestens 85 Gew.-%, bevorzugt mindestens 90 Gew.-% und insbesondere bevorzugt mindestens 95 Gew.-% enthalten ist, wobei sich die Angaben auf das Gesamtgewicht der Zubereitung beziehen.
Weiterhin kann die erfindungsgemäße Zubereitung weitere Inhaltstoffe umfassen, welche üblicher Weise in derartigen Formulierungen enthalten sind. Derartige Inhaltsstoffe sind Farbstoffe, Wirkstoffe, Hautbefeuchtungsmittel, Komplexbildner, und/oder Konservierungsmittel.
Beispiele
Nachfolgende Beispielrezepturen sollen die vorliegende Erfindung erläutern. Zahlenangaben beziehen sich auf Gewichtsanteile bezogen auf die Gesamtmasse der Zubereitung.
Die Beispielrezeptur Bsp.2 und 4 sind erfindungsgemäße Beispiele. Die übrigen in der ersten Tabelle aufgeführten Beispiele sind nicht erfindungsgemäße Vergleichsbeispiele.
In den Beispielrezepturen ist bereits für den Folgetest das Pigment CI 77491 zugesetzt. Erfindungsgemäß werden die Beispiele ohne das genannte Pigment bereitgestellt, wobei der Anteil durch Wasser ausgeglichen wird.
20 g Probe gemäß den Beispielen in der Tabelle oben wurden vorbereitet und mittels Magnetrührer gerührt, bis eine optisch gleichmäßige Flüssigkeit erhalten wurden. 3 ml Probe wurden dann sofort in eine LUMiFuge-Küvette gegeben. Die Transmission vom Boden der Küvette wird bei 200 ll/min, etwa 4,7 g bei einer Temperatur von 25 °C, für bis zu 180 min gemessen. Die integrale Transmission in % ist in der Tabelle aufgeführt. Die Messungen wurden ausgeführt mit einem LUMiFuge 116 Instrument. Die Wellenlänge der Messung wurde mit 880 nm gewählt.
Die Transmissionswerte geben an, wie lange die Pigmente in der Probe solubilisiert bleiben. Das heißt, umso niedriger die Transmission, desto mehr Pigment liegt solubilisiert und umso besser sind die Lösungseigenschaften der Formel.
Abb.1 zeigt die Transmission der Proben in % auf der Y-Achse und die Zeit in Sekunden auf der X-Achse. Das Beispiel 1 zeigt über den gesamten Zeitverlauf die höchste Transmission. Das bedeutet, dass die Probe die schlechteste Solubilisierung von CI 77491 ermöglicht. Beispiel 3 und Beispiel 5 zeigen die Proben, welche ausschließlich ein Sophorolipid enthalten. Werden Kombinationen aus Poloxamer und Sophorolipid eingesetzt, so zeigt sich eine synergistische Verbesserung der Solubilisierung von CI 77491. Insbesondere effektiv ist die Kombination mit dem acidischen Sophorolipid.
Weitere Beispielrezepturen:
Claims
1 . Wässrige Reinigungszubereitung, vorteilhaft aufweisend eine mizellare Struktur, umfassend a) Poloxamer 184, und b) Sophorolipid.
2. Zubereitung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass als Sophorolipid ein acidisches Sophorolipid enthalten ist.
3. Zubereitung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass das Sophorolipid in einem Anteil von 0,0001 bis 1 Gew.-%, bevorzugt von 0,05 bis 0,5 Gew.-% und insbesondere bevorzugt von 0,075 bis 0,3 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmasse der Zubereitung, enthalten ist.
4. Zubereitung nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass als Sophorolipid ein acidisches Sophorolipid enthalten ist, wobei der Anteil des acidischen Sophorolipids von 0,0001 bis 1 Gew.-%, bevorzugt von 0,05 bis 0,5 Gew.- % und insbesondere bevorzugt von 0,075 bis 0,3 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmasse der Zubereitung, beträgt.
5. Zubereitung nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass das Poloxamer 184 in einem Anteil von 0,01 bis 3,0 Gew.-%, bevorzugt von 0,05 bis 2,5 Gew.-% und insbesondere bevorzugt von 0,2 bis 1 ,3 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmasse der Zubereitung, enthalten ist.
6. Zubereitung nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass das Gewichtsverhältnis von dem Sophorolipid zu dem Poloxamer 184 von 12:1 bis 1 :200, bevorzugt von 10:1 bis 1 :20, bevorzugt von 2:1 bis 10:1 und insbesondere bevorzugt von 1 :3 bis 1 :7 beträgt.
7. Zubereitung nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Zubereitung keine Ölphase aufweist.
8. Zubereitung nach einem der Ansprüche 1 bis 6 dadurch gekennzeichnet, dass eine Ölphase in der Zubereitung enthalten ist, wobei es bevorzugt ist, wenn die Ölphase weniger als 2 Gew.-%, bevorzugt weniger als 1 ,0 Gew.-%, bevorzugt weniger als 0,8 Gew.-%, bevorzugt weniger als 0,6 Gew.-%, bevorzugt weniger als 0,4 Gew.-%, bevorzugt weniger als 0,2 Gew.-% und insbesondere bevorzugt weniger als 0,1 Gew.-% ausmacht.
9. Zubereitung nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Zubereitung Natriumchlorid umfasst.
10. Zubereitung nach Anspruch 9 dadurch gekennzeichnet, dass der Anteil von Natriumchlorid von 0,01 bis 0,1 Gew.-%, bevorzugt von 0,02 bis 0,05 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung, beträgt.
11 . Zubereitung nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Zubereitung mindestens ein kationisches Tensid umfasst, wobei bevorzugt Cetyltrimethylammoniumchlorid enthalten ist.
12. Zubereitung nach Anspruch 11 dadurch gekennzeichnet, dass wenn der Anteil der kationischen Tenside von 0,01 bis 0,4 Gew.-%, bevorzugt von 0,015 bis 0,2 Gew.-% und insbesondere bevorzugt von 0,02 bis 0,1 Gew.-% beträgt, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.
13. Zubereitung nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass weiterhin mindestens ein anionisches Tensid enthalten ist, wobei es bevorzugt ist, wenn der Gesamtanteil dieser anionischen Tenside von 0,01 bis 0,5 Gew.-%, bevorzugt von 0,03 bis 0,3 Gew.-% und insbesondere von 0,06 bis 0,2 Gew.-% beträgt, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.
14. Zubereitung nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass Wasser in einem Anteil von mindestens 85 Gew.-%, bevorzugt mindestens 90 Gew.-% und insbesondere bevorzugt mindestens 95 Gew.-% enthalten ist, wobei sich die Angaben auf das Gesamtgewicht der Zubereitung beziehen.
15. Verwendung von der Zubereitung nach einem der vorhergehenden Ansprüche zum Entfernen von Make-Up von der menschlichen Haut.
16. Verwendung von Poloxamer 184 und Sophorolipid, insbesondere einem acidischen Sophorlipids, in einer kosmetischen wässrigen Reinigungszubereitung zur Solubilisierung von Pigmenten, insbesondere anorganischen Pigment, insbesondere Eisenoxide, insbesondere CI 77491 von der menschlichen Haut.
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