WO2026046975A1 - Geschirrspülmaschine und reinigungsverfahren mit desinfektionsschritt - Google Patents

Geschirrspülmaschine und reinigungsverfahren mit desinfektionsschritt

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WO2026046975A1
WO2026046975A1 PCT/EP2025/074242 EP2025074242W WO2026046975A1 WO 2026046975 A1 WO2026046975 A1 WO 2026046975A1 EP 2025074242 W EP2025074242 W EP 2025074242W WO 2026046975 A1 WO2026046975 A1 WO 2026046975A1
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Bruno Gaus
Thomas NÄGER
Vera Schneider
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Meiko Maschinenbau GmbH and Co KG
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Abstract

Es wird ein Verfahren zur Reinigung von Geschirr umfassendem Reinigungsgut (114) in einer Geschirrspülmaschine (110) vorgeschlagen. Die Geschirrspülmaschine (110) ist als Programmautomat (112) ausgestaltet und weist mindestens eine Steuerung (184) auf, wobei die Steuerung (184) eingerichtet ist, um das in einer Reinigungskammer (116) der Geschirrspülmaschine (110) mittels mindestens eines Geschirrkorbs (124) ortsfest aufgenommene Reinigungsgut (114) mindestens einem Reinigungsprogramm mit einer Mehrzahl von Programmschritten zu unterziehen. Das Verfahren weist die folgenden Schritte in der genannten Reihenfolge auf: a. mindestens einen Waschschritt, umfassend mindestens eine Beaufschlagung des Reinigungsguts (114) in der Reinigungskammer (116) mit mindestens einer Reinigungsflüssigkeit im Umwälzverfahren; b. mindestens einen Desinfektionsschritt, umfassend mindestens ein Mischen mindestens zweier reaktiver Komponenten zur Erzeugung mindestens eines Desinfektionswirkstoffs und Beaufschlagung des Reinigungsguts (114) in der Reinigungskammer (116) mit dem Desinfektionswirkstoff; und c. mindestens einen Klarspülschritt, umfassend mindestens eine Beaufschlagung des Reinigungsguts (114) in der Reinigungskammer (116) mit mindestens einer Klarspülflüssigkeit (142).

Description

MEIKO467
- 1 -
MEIKO Maschinenbau GmbH & Co. KG 26. August 2025
ME17211PC ST/KV
Geschirrspülmaschine und Reinigungsverfahren mit Desinfektionsschritt
Technisches Gebiet
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reinigung von Geschirr umfassendem Reinigungsgut in einer Geschirrspülmaschine und eine zur Durchführung des Verfahrens eingerichtete Geschirrspülmaschine. Geschirrspülmaschinen und Verfahren der genannten Art können beispielsweise im Bereich der gewerblichen Geschirrspültechnik eingesetzt werden. Auch andere Einsatzgebiete sind jedoch grundsätzlich denkbar.
Technischer Hintergrund
Aus dem Stand der Technik sind eine Vielzahl von Spülmaschinen für verschiedene Arten von Reinigungsgut bekannt. Neben Spülmaschinen für Geschirr oder Geschirrspülmaschinen sind auch Spülmaschinen für andere Arten von Reinigungsgut bekannt. Je nach Art des zu reinigenden Reinigungsguts spielt bei Spülmaschinen grundsätzlich die Sicher Stellung einer Hygienisierungs- und/oder Desinfektionswirkung eine wichtige Rolle. Dies gilt insbesondere für die Reinigung von Utensilien für Pflegeeinrichtungen oder auch für andere medizinische Produkte. So beschreibt beispielsweise DE 10 2021 201 293 Al ein Verfahren zur Behandlung von Behältern für menschliche Ausscheidungen, bei denen ein Desinfektionsverfahren in eine Reinigungsabfolge integriert ist. Auch auf die in WO 2019/219220 Al und WO 2019/219959 Al beschriebenen chemischen Desinfektionsverfahren kann verwiesen werden.
Auch bei Geschirrspülmaschinen, gerade im gewerblichen Bereich, muss sichergestellt werden, dass gefährliche Keime abgetötet werden. Üblicherweise wird die hygienische Wirkung MEIKO467
- 2 - der Spülmaschinen in Verfahrensschritten erzielt, bei denen vorbestimmte Mindesttemperaturen für vorbestimmte Zeiten eingehalten werden. Beispielhaft können dafür Geschirrspülverfahren genannt werden, die in den Normen DIN EN 17735 oder DIN 10544 beschrieben werden oder die in USA dem Standard NSF/ANSI 3: „Commercial Warewashing Equipment, Hot water sanitizing machines“ entsprechen. Alternativ oder zusätzlich zu thermischen Hygienisierungsverfahren sind grundsätzlich auch Verfahren zur Hygienisierung bekannt, welche chemische Zusatzstoffe oder Desinfektionsmittel einsetzen. Beispielsweise werden in USA Ge schirr spülverfahren eingesetzt, welche dem Standard NSF/ANSI 3 : „Chemical Sanitizer“ entsprechen, welcher eine Zugabe von chlorhaltigen Reinigungsmitteln im Geschirrspülprozess beinhaltet.
Weiterhin ist aus WO 2001/014625 A2 ein Spülverfahren bekannt, bei welchem ein erstes Mittel und ein zweites Mittel getrennt bevorratet und unmittelbar derselben Sprühvorrichtung zugeführt werden, so dass während eines oder mehrerer zu durchlaufender Spülprogramme in einem Spülgang oder einer Spülzone die Mittel nacheinander oder gleichzeitig auf das zu reinigende Spülgut aufbringbar sind. Des Weiteren wird eine Spülmaschine mit einer Sprühvorrichtung beschrieben, der Behälter zur separaten Bevorratung eines ersten Mittels und eines zweiten Mittels unmittelbar zugeordnet sind. Außerdem wird eine Verwendung von miteinander unverträglichen Mitteln in dem Verfahren beschrieben.
Ähnlich wird auch in EP 1 657 297 Bl ein Verfahren zum Reinigen von Geschirr in einer gewerblichen Geschirrspülmaschine beschrieben, mit einem Vorreinigen durch Besprühen mit einer Vorreinigerlösung, einem Hauptreinigen und einem Nachspülen. In die Vorreinigerlösung werden wenigstens eine enzymatische Komponente und wenigstens ein Komplexbildner separat eindosiert.
Auch im Bereich der Transportspülmaschinen sind grundsätzlich Reinigungsverfahren und Reinigungsvorrichtungen bekannt, welche eine Desinfektion beinhalten. So beschreiben beispielsweise DE 10 2009 024 569 Al, DE 10 2011 007 507 Al und DE 10 2014 102 970 Al jeweils Transportspülmaschinen, bei denen Desinfektionsmittel auf das Reinigungsgut aufgebracht werden. Das Desinfektionsmittel wird üblicherweise in eine Nachspülflüssigkeit oder Klarspülflüssigkeit eindosiert. Aus WO 2007/021577 Al ist eine Transportspülmaschine bekannt, bei welcher einer Nachspülflüssigkeit Ozon als Desinfektionsmittel zugegeben wird.
Trotz der mit diesen Vorrichtungen und Verfahren erzielten Vorteile bestehen nach wie vor noch zahlreiche technische Herausforderungen. So können insbesondere thermische und MEIKO467
- 3 - auch chemische Spülverfahren in der Regel nicht alle Arten auftretender Keime oder deren Lebensformen abtöten. Eine besondere Herausforderung besteht beispielsweise in der Abtötung von Sporen von Bakterien, welche sich in der Praxis als äußerst hartnäckig und teilweise sogar resistent erwiesen haben. Thermische Verfahren und auch die üblichen chemischen Desinfektionsverfahren unter Verwendung von chlorhaltigen Desinfektionsmitteln sind hier häufig nicht ausreichend. Diese Herausforderung wird bei Spülmaschinen in Form von Programmautomaten für den gewerblichen Einsatz dadurch verschärft, dass die Einwirkzeit des Desinfektionsmittels nicht beliebig ausgedehnt werden kann, ohne dadurch die Programmdauer auf ein für den gewerblichen Einsatz nicht mehr tolerierbares Maß zu steigern. So liegen die Programmdauern bei Geschirrspülmaschinen für den gewerblichen Einsatz typischerweise bei deutlich unter 15 Minuten, beispielsweise bei deutlich unter 10 Minuten, wie beispielsweise bei 5 Minuten oder weniger. Einwirkzeiten von chemischen oder thermischen Desinfektionsverfahren im Bereich von mehreren Minuten können sich daher schon erheblich nachteilig auf die praktische Einsatzfähigkeit der Desinfektionsverfahren für die gewerbliche Geschirrspültechnik auswirken. Auch die Konzentration chemischer Desinfektionsmittel kann in aller Regel nicht beliebig gesteigert werden, da eine Steigerung des Einsatzes chemischer Desinfektionsmittel mit einer entsprechenden Verlängerung der anschließenden Klarspülung verbunden wäre, um eine Geruchsbelastung oder geschmackliche Belastung des Geschirrs durch das Desinfektionsmittel zu vermeiden. Gerade chlorhaltige Desinfektionswirkstoffe führen hier leicht zu einer Geruchsbelästigung in der Umwelt und beim Bedienpersonal, sowie gegebenenfalls sogar zu einer Chlorbelastung des Geschirrs. Auch bei Desinfektionswirkstoffen auf Basis von Wasserstoffperoxid ist eine entsprechend lange Einwirkzeit erforderlich, um überhaupt Desinfektionswirkungen zu erzielen.
Aufgabe der Erfindung
Es wäre daher wünschenswert, eine Geschirrspülmaschine zur Reinigung von Geschirr umfassendem Reinigungsgut und ein entsprechendes Verfahren zur Reinigung des Reinigungsguts bereitzustellen, welche die Nachteile bekannter Vorrichtungen und Verfahren der genannten Art zumindest weitgehend vermeiden. Insbesondere soll ein Programmautomat vorgeschlagen werden, welche auch für den gewerblichen Einsatz geeignet ist und in welchem auch bei kurzen Programmdauem eine ausreichende Hygienisierungswirkung erzielt werden kann, insbesondere auch im Hinblick beispielsweise auf hochresistente Keime und auf Sporen von Bakterien.
Allgemeine Beschreibung der Erfindung MEIKO467
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Diese Aufgabe wird adressiert durch ein Verfahren zur Reinigung von Geschirr umfassendem Reinigungsgut in einer Geschirrspülmaschine und eine entsprechend zur Durchführung des Verfahrens ausgestaltete Geschirrspülmaschine, mit den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche. Vorteilhafte Weiterbildungen, welche einzeln oder in beliebiger Kombination realisierbar sind, sind in den abhängigen Ansprüchen dargestellt.
Im Folgenden werden die Begriffe „haben“, „aufweisen“, „umfassen“ oder „einschließen“ oder beliebige grammatikalische Abweichungen davon in nicht-ausschließlicher Weise verwendet. Dementsprechend können sich diese Begriffe sowohl auf Situationen beziehen, in welchen, neben den durch diese Begriffe eingeführten Merkmalen, keine weiteren Merkmale vorhanden sind, oder auf Situationen, in welchen ein oder mehrere weitere Merkmale vorhanden sind. Beispielsweise kann sich der Ausdruck „ A hat B“, „ A weist B auf ‘, „ A umfasst B“ oder „A schließt B ein“ sowohl auf die Situation beziehen, in welcher, abgesehen von B, kein weiteres Element in A vorhanden ist (d.h. auf eine Situation, in welcher A ausschließlich aus B besteht), als auch auf die Situation, in welcher, zusätzlich zu B, ein oder mehrere weitere Elemente in A vorhanden sind, beispielsweise Element C, Elemente C und D oder sogar weitere Elemente.
Weiterhin wird darauf hingewiesen, dass die Begriffe „mindestens ein“ und „ein oder mehrere“ sowie grammatikalische Abwandlungen dieser Begriffe, wenn diese in Zusammenhang mit einem oder mehreren Elementen oder Merkmalen verwendet werden und ausdrücken sollen, dass das Element oder Merkmal einfach oder mehrfach vorgesehen sein kann, in der Regel lediglich einmalig verwendet werden, beispielsweise bei der erstmaligen Einführung des Merkmals oder Elementes. Bei einer nachfolgenden erneuten Erwähnung des Merkmals oder Elementes wird der entsprechende Begriff „mindestens ein“ oder „ein oder mehrere“ in der Regel nicht mehr verwendet, ohne Einschränkung der Möglichkeit, dass das Merkmal oder Element einfach oder mehrfach vorgesehen sein kann.
Weiterhin werden im Folgenden die Begriffe „vorzugsweise“, „insbesondere“, „beispielsweise“ oder ähnliche Begriffe in Verbindung mit optionalen Merkmalen verwendet, ohne dass alternative Ausführungsformen hierdurch beschränkt werden. So sind Merkmale, welche durch diese Begriffe eingeleitet werden, optionale Merkmale, und es ist nicht beabsichtigt, durch diese Merkmale den Schutzumfang der Ansprüche und insbesondere der unabhängigen Ansprüche einzuschränken. So kann die Erfindung, wie der Fachmann erkennen wird, auch unter Verwendung anderer Ausgestaltungen durchgeführt werden. In ähnlicher Weise werden Merkmale, welche durch „in einer Ausführungsform der Erfindung“ oder MEIKO467
- 5 - durch „in einem Ausführungsbeispiel der Erfindung“ eingeleitet werden, als optionale Merkmale verstanden, ohne dass hierdurch alternative Ausgestaltungen oder der Schutzumfang der unabhängigen Ansprüche eingeschränkt werden soll. Weiterhin sollen durch diese einleitenden Ausdrücke sämtliche Möglichkeiten, die hierdurch eingeleiteten Merkmale mit anderen Merkmalen zu kombinieren, seien es optionale oder nicht-optionale Merkmale, unangetastet bleiben.
In einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Reinigung von Reinigungsgut in einer Geschirrspülmaschine vorgeschlagen, wobei das Reinigungsgut Geschirr umfasst. Die Geschirrspülmaschine ist als Programmautomat ausgestaltet und weist mindestens eine Steuerung auf. Die Steuerung ist eingerichtet, um das in einer Reinigungskammer der Geschirrspülmaschine mittels mindestens eines Geschirrkorbs ortsfest aufgenommene Reinigungsgut mindestens einem Reinigungsprogramm mit einer Mehrzahl von Programmschritten zu unterziehen. Das Verfahren umfasst folgende Schritte, welche in der genannten Reihenfolge durchgeführt werden. Das Verfahren kann weitere Schritte umfassen, welche hier nicht genannt sind und welche zwischen den Verfahrensschritten und/oder parallel zu und/oder nach einem der mehreren der Verfahrensschritte durchgeführt werden können.
Das Verfahren weist folgende Schritte in der genannten Reihenfolge auf: a. mindestens einen Waschschritt, umfassend mindestens eine Beaufschlagung des Reinigungsguts in der Reinigungskammer mit mindestens einer Reinigungsflüssigkeit im Umwälzverfahren; b. mindestens einen Desinfektionsschritt, umfassend mindestens ein Mischen mindestens zweier reaktiver Komponenten zur Erzeugung mindestens eines Desinfektionswirkstoffs und Beaufschlagung des Reinigungsguts in der Reinigungskammer mit dem Desinfektionswirkstoff; und c. mindestens einen Kl ar spül schritt, umfassend mindestens eine Beaufschlagung des Reinigungsguts in der Reinigungskammer mit mindestens einer Klarspülflüssigkeit, insbesondere Wasser.
Der Begriff „Spülmaschine”, auch allgemein als „Reinigung svorrichtung“ bezeichnet, wie er hier verwendet wird, ist ein weiter Begriff, dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschrän- MEIKO467
- 6 - kung, sich insbesondere auf eine Vorrichtung beziehen, welche eingerichtet ist, um Reinigungsgut von anhaftenden makroskopischen oder auch mikroskopischen Verunreinigungen zu befreien oder derartige Verunreinigungen zumindest teilweise zu beseitigen. Zusätzlich kann, wie im vorliegenden Fall auch noch näher beschrieben, optional eine Desinfektionswirkung ausgeübt werden.
Der Begriff „Reinigungsgut“, wie er hier verwendet wird, ist ebenfalls ein weiter Begriff, dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf beliebige Gegenstände beziehen, welche in der Reinigungsvorrichtung gereinigt werden können. Dabei kann ein Gegenstand gereinigt werden, oder es können mehrere Gegenstände gleichzeitig oder sequentiell gereinigt werden.
Der Begriff „Geschirr”, wie er hier verwendet wird, ist ein weiter Begriff, dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf Gegenstände beziehen, welche direkt oder indirekt für die Zubereitung, Aufbewahrung oder Darreichung von Speisen oder Getränken verwendet werden, also beispielsweise Geschirr, Besteck, Tabletts, Schüsseln, Gläser, Tassen, Töpfe, Pfannen oder ähnliche Gegenstände.
Dementsprechend ist der Begriff „Geschirrspülmaschine”, wie er hier verwendet wird, ein weiter Begriff, dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf eine Spülmaschine im Sinne der obigen Definition beziehen, welche eingerichtet ist, um Reinigungsgut im Sinne der obigen Definition zu reinigen, welches Geschirr im Sinne der obigen Definition umfasst. Die Geschirrspülmaschine kann insbesondere für den gewerblichen Einsatz in Großküchen oder Küchen der Gemeinschaftsverpflegung ausgestaltet sein, insbesondere als so genannte Zweikreis-Geschirrspülmaschine, welche, wie nachfolgend noch näher beschrieben wird, im Gegensatz zu sogenannten Wasserwechsel-Geschirrspülmaschinen, zusätzlich zu mindestens einem Waschtank noch mindestens einen von dem Waschtank getrennt ausgebildeten Klarspültank aufweist. Während des mindestens einen Waschschritts, welcher in der Regel im Umwälzbetrieb durchgeführt wird, kann dann in dem Klarspültank bereits Klarspülflüssigkeit aufbereitet werden, insbesondere temperiert werden, sodass nach MEIKO467
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Beendigung des mindestens einen Waschschritts und des mindestens einen Desinfektionsschritts unmittelbar und ohne Zeitverlust durch erforderliches Aufwärmen des Klarspülfluids in dem Waschtank, der mindestens eine Klarspülschritt mit der Klarspülflüssigkeit durchgeführt werden. Hierdurch sind die oben beschriebenen Programmdauern von weniger als 15 Minuten, insbesondere von weniger als 10 Minuten und insbesondere von weniger als 5 Minuten, erreichbar. Das Verfahren kann insbesondere derart durchgeführt werden, dass die Schritte a.-c. weniger als 15 Minuten, insbesondere weniger als 10 Minuten und insbesondere weniger als 5 Minuten, dauern.
Der Begriff „reinigen” oder grammatikalische Abwandlungen davon, wie er hier verwendet wird, ist ein weiter Begriff, dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf einen Vorgang beziehen, bei welchem Reinigungsgut von anhaftenden makroskopischen oder auch mikroskopischen Verunreinigungen befreit wird und/oder bei welchem derartige Verunreinigungen zumindest teilweise beseitigt werden. Zusätzlich kann optional eine Desinfektionswirkung ausgeübt werden.
Der Begriff „Programmautomat”, wie er hier verwendet wird, ist ein weiter Begriff, dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf eine Spülmaschine, insbesondere eine Geschirrspülmaschine, im Sinne der obigen Definitionen beziehen, die derart eingerichtet ist, dass das Reinigungsgut, insbesondere das Geschirr, stationär in einer Reinigungskammer aufgenommen ist und in der Reinigungskammer mindestens einem Reinigungsprogramm mit mehreren Programm schritten unterzogen wird. Im vorliegenden Fall umfassen diese Programm schritte zumindest die oben genannten und nachfolgend noch näher erläuterten Schritte a., b. und c.
Der Begriff „Steuerung”, wie er hier verwendet wird, ist ein weiter Begriff, dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste Bedeutung. Der Begriff kann sich, ohne Beschränkung, insbesondere auf eine einteilige oder mehrteilige Vorrichtung der Geschirrspülmaschine beziehen, welche eingerichtet ist, um einen Betrieb der Geschirrspülmaschine vollständig oder teilweise zu steuern und/oder zu regeln. Insbesondere kann die Steuerung eingerichtet sein, um einen oder mehrere Betriebsparameter der Ge- MEIKO467
- 8 - schirrspülmaschine zu verändern, insbesondere zu steuern und/oder zu regeln, beispielsweise mindestens eine Temperatur, mindestens einen Druck, mindestens eine Heizleistung, mindestens eine Pumpenleistung, mindestens eine Ventilstellung oder auch eine Kombination zweier oder mehrerer Betriebsparameter. Die Steuerung kann insbesondere mindestens eine Datenverarbeitungsvorrichtung umfassen, beispielsweise mindestens einen Prozessor. Die Steuerung kann insbesondere programmtechnisch eingerichtet sein, beispielsweise um mindestens ein Reinigungsprogramm der Geschirrspülmaschine zu steuern oder durchzuführen. Dementsprechend kann die Einrichtung der Steuerung teilweise durch Hardware realisiert werden oder/auch, alternativ oder zusätzlich, vollständig oder teilweise durch Software. Weiterhin kann die Steuerung mindestens einen flüchtigen und/oder nicht flüchtigen Datenspeicher umfassen. Weiterhin kann die Steuerung mindestens eine Schnittstelle umfassen, beispielsweise eine Mensch-Maschine-Schnittstelle zur Eingabe von Befehlen und/oder zur Ausgabe von Informationen, und/oder eine drahtlose oder drahtgebundene Schnittstelle zum unidirektionalen oder bidirektionalen Austausch von Daten und/oder Befehlen zwischen der Geschirrspülmaschine und mindestens einer weiteren Vorrichtung. Die Steuerung kann insbesondere mindestens einen Computer und/oder mindestens einen Prozessor umfassen. Die Steuerung kann insbesondere eine zentrale oder dezentrale Maschinensteuerung der Geschirrspülmaschine sein. Die Steuerung kann weiterhin auch mit mindestens einem Sensor der Geschirrspülmaschine verbunden sein und beispielsweise ein oder mehrere Sensorsignale programmtechnisch verarbeiten.
Der Begriff „Prozessor“, wie er hier verwendet wird, ist ebenfalls ein weiter Begriff, dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf einen grundsätzlich beliebigen logischen Schaltkreis beziehen, welcher eingerichtet ist, um grundlegende Operationen eines Computers oder Systems durchzuführen, und/oder, auf eine Vorrichtung, welche eingerichtet ist, um Rechnungen oder logische Operationen durchzuführen. Insbesondere kann der Prozessor eingerichtet sein, um grundlegende Instruktionen umzusetzen, welche einen Computer oder ein Computersystem steuern. Beispielsweise kann der Prozessor mindestens eine Komponente aufweisen, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: einer arithmetischen logischen Einheit (arithmetic logic unit, ALU); eine Fließkomma-Einheit (floating-point unit, FPU), wie beispielsweise einen mathematischen Coprozessor oder einen numerischen Coprozessor; eine Mehrzahl an Registern, insbesondere Register, welche eingerichtet sind, um Operanden an die ALU zu liefern und um Resultate von Operationen zu speichern; einen Speicher, insbesondere einen Datenspeicher, wie beispielsweise einen LI und/oder L2 MEIKO467
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Cache-Datenspeicher. Insbesondere kann der Prozessor einen einzelnen Kem aufweisen o- der auch mehrere Kerne. Insbesondere kann der Prozessor eine zentrale Prozessoreinheit (central processing unit, CPU) sein oder eine derartige zentrale Prozessoreinheit umfassen. Zusätzlich oder alternativ kann der Prozessor ein Mikroprozessor sein oder einen Mikroprozessor umfassen, so dass, insbesondere, die Komponenten des Prozessors in einem einzelnen integrierten Schaltkreis-Chip umfasst sein können. Alternativ oder zusätzlich kann der Prozessor jedoch auch einen oder mehrere anwendungsspezifische integrierte Schaltkreise (application-specific integrated circuits, ASICs) und/oder ein oder mehrere Feld-programmierbare Gate Arrays (field-programmable gate arrays, FPGAs) oder ähnliche Komponenten umfassen. Der Prozessor kann insbesondere eingerichtet sein, insbesondere durch Software Programmierung, um eine oder mehrere Auswertungsoperationen durchzuführen.
Der Begriff "Reinigungskammer", wie er hier verwendet wird, ist ein weiter Begriff, dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf eine vollständig oder teilweise geschlossene Kammer beziehen, innerhalb derer der Reinigungsvorgang vollständig oder teilweise durchgeführt werden kann. Die Reinigungskammer kann insbesondere mindestens ein Gehäuse aufweisen, welches die Reinigungskammer ganz oder teilweise umschließt. Insbesondere kann in der Geschirrspülmaschine genau eine einzige Reinigungskammer vorgesehen sein. Die Reinigungskammer kann beispielsweise mindestens eine Öffnung zum Beladen der Reinigungskammer mit dem zu reinigenden Reinigungsgut sowie zur Entnahme des gereinigten Reinigungsguts aus der Reinigungskammer aufweisen. Beispielsweise kann dies eine Öffnung mit einer an eine Frontseite der Reinigungskammer und/oder eine Oberseite der Reinigungskammer angeordneten Klappe oder Tür sein. Alternativ sind auch Hauben zum Abschluss der Reinigungskammer möglich, beispielsweise im Rahmen von so genannten Hauben-Reinigungsmaschinen, beispielsweise Hauben-Geschirrspülmaschinen. Die Reinigungskammer kann beispielsweise, wie nachfolgend ebenfalls noch näher ausgeführt wird, zur Aufnahme mindestens eines Reinigungskorbs eingerichtet sein. Zu diesem Zweck kann die Reinigungskammer beispielsweise mindestens eine Korbaufnahme aufweisen, beispielsweise mindestens eine Schiene, in welche der Reinigungskorb eingeschoben werden kann. So kann die Geschirrspülmaschine insbesondere ausgestaltet sein gemäß einer der folgenden Möglichkeiten: eine Frontlader-Geschirrspülmaschine, insbesondere mit mindestens einer Frontklappe; eine Hauben-Geschirrspülmaschine mit mindestens einer nach oben verschiebbaren Haube oder mindestens einem nach oben verschiebbaren Haubensegment, wobei die Reinigungskammer in einer unteren Position der Haube oder des Haubensegments MEIKO467
- 10 - geschlossen ist und wobei die Reinigungskammer in einer oberen Position der Haube oder des Haubensegments geöffnet ist und beladen oder entladen werden kann.
Der Begriff „Geschirrkorb“, auch als „Reinigungskorb“ oder „Spülkorb“ bezeichnet, ist ein weiter Begriff, dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf eine Aufnahmevorrichtung, beispielsweise eine tragbare Aufnahmevorrichtung, beziehen, in welcher Reinigungsgut in Form von Geschirr aufgenommen werden kann, in eine Reinigungsvorrichtung, beispielsweise eine Spülmaschine und insbesondere eine Geschirrspülmaschine, eingebracht werden kann und anschließend wieder in gereinigtem Zustand aus der Reinigung svorrichtung herausgenommen werden kann. Die Aufnahmevorrichtung kann dabei lösbar mit der Reinigungsvorrichtung verbunden sein. Alternativ kann der Geschirrkorb auch beispielsweise fest in einer Reinigungsvorrichtung installiert sein. So kann der Geschirrkorb beispielsweise in einem Schienensystem der Geschirrspülmaschine befestigt sein und über dieses in die Reinigungskammer der Geschirrspülmaschine eingeschoben und nach einer Reinigung wieder aus der Reinigungskammer herausgezogen werden. Alternativ oder zusätzlich kann die Geschirrspülmaschine jedoch auch mindestens ein Führungselement, beispielsweise mindestens eine Schiene und/oder mindestens eine ebene Auflagefläche, mittels derer ein Einschieben des Geschirrkorbs in die Reinigungskammer oder ein Herausziehen oder Herausschieben des Geschirrkorbs aus der Reinigungskammer bewerkstelligt werden kann. Wiederum alternativ oder zusätzlich kann der Geschirrkorb jedoch auch fest in der Reinigungskammer installiert sein. Weiterhin können Geschirrkörbe auch zur zwischenzeitlichen Aufbewahrung von Geschirr dienen.
Der Geschirrkorb kann insbesondere eine Vielzahl von Öffnungen aufweisen, so dass Flüssigkeit nach unten abtropfen kann. So kann der Geschirrkorb allgemein beispielsweise mindestens ein Korbgestell aufweisen. Der Geschirrkorb kann insbesondere eine im Wesentlichen quaderförmige Gestalt aufweisen, mit einem Korbboden, welcher beispielsweise einen quadratischen oder allgemein rechteckigen Grundriss aufweisen kann, und welcher eine Auflagefläche, insbesondere eine ebene Auflagefläche, zum Aufsetzen des Geschirrkorbs auf eine ebene Arbeitsfläche aufweist. Optional können sich von dem Korbboden aus nach oben eine oder mehrere Korbwände erstrecken, beispielsweise mit einem hochstehenden Rand sowie weiterhin optional anderen Elementen wie beispielsweise Griffen. Weiterhin kann der Geschirrkorb eine Mehrzahl von Halterungen für das Geschirr aufweisen, beispielsweise Halterungen ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: Fächern für Teller; Finger für Teller, Becher oder Gläser; Besteckfächern. Auch andere Ausgestaltungen sind möglich. Der MEIKO467
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Begriff "Korbgestell", wie er hier verwendet wird, ist ein weiter Begriff, dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf eine mechanische Grundstruktur des Geschirrkorbs beziehen, welche insbesondere einen Korbboden aufweisen kann, sowie zusätzlich eine oder mehrere Korbwände, die sich insbesondere von dem Korbboden aus erstrecken können. Das Korbgestell kann insbesondere ganz oder teilweise aus mindestens einem Material hergestellt sein, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus einem Kunststoff und Metall. Das Korbgestell kann beispielsweise ganz oder teilweise als Drahtgestell ausgestaltet sein, beispielsweise als Drahtgitter. Alternativ oder zusätzlich kann das Korbgestell auch ganz oder teilweise als Kunststoffgestell ausgestaltet sein, beispielsweise als Kunststoffgestell mit mehreren Öffnungen, beispielsweise als Kunststoffgitter. Insgesamt kann das Korbgestell beispielsweise eine oder mehrere Öffnungen aufweisen, damit Reinigungsflüssigkeit aus einem Inneren des Korbgestells herausfließen kann. Das Korbgestell kann beispielsweise ganz oder teilweise eine quaderförmige Grundstruktur aufweisen, beispielsweise mit einer rechteckigen Auflagefläche.
Das Verfahren, insbesondere das Reinigungsprogramm, umfasst zumindest die oben genannten Schritte, welche Programm schritte des Reinigungsprogramms sein können. So umfasst das Reinigungsprogramm insbesondere den mindestens einen Waschschritt a., in welchem die mindestens eine Beaufschlagung des Reinigungsguts in der Reinigungskammer mit der mindestens einen Reinigungsflüssigkeit im Umwälzverfahren erfolgt. Die in dem Waschschritt verwendete Reinigungsflüssigkeit kann auch als „Waschflüssigkeit“ oder „Waschfluid“ bezeichnet werden.
Der Begriff „beaufschlagen“, sowie grammatikalische Abwandlungen davon, kann dabei allgemein als ein beliebiges Inkontaktbringen eines Guts, beispielsweise des Reinigungsguts, mit mindestens einem Medium, beispielsweise dem mindestens einen Reinigungsfluid und/oder dem mindestens einen Desinfektionswirkstoff, verstanden werden, insbesondere ein äußerliches Inkontaktbringen. Dies kann insbesondere in Form eines direkten Beaufschlagens erfolgen, beispielsweise durch ein Besprühen, Betropfen, Bestrahlen oder eine Kombination der genannten und/oder anderer direkter Beaufschlagungsarten, bei welchen das Reinigungsfluid unmittelbar auf das Reinigungsgut auftrifft, vorzugsweise mit einem Impuls größer als Null. Das Beaufschlagen kann insbesondere derart erfolgen, dass das beaufschlagte Gut, beispielsweise das Reinigungsgut, nicht in das Medium, beispielsweise das Reinigungsfluid und/oder den Desinfektionswirkstoff, eingetaucht wird. Das Medium kann MEIKO467
- 12 - nach der Beaufschlagung insbesondere unmittelbar wieder von dem Reinigungsgut abfließen oder abtropfen.
Die Geschirrspülmaschine kann mindestens eine Beaufschlagungsvorrichtung zur Beaufschlagung des Reinigungsguts mit mindestens einer Reinigungsflüssigkeit, auch als Reinigungsfluid bezeichnet, umfassen. Der Begriff „Beaufschlagungsvorrichtung“, wie er hier verwendet wird, ist ein weiter Begriff, dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf eine grundsätzlich beliebige Vorrichtung beziehen, mittels derer das Reinigungsgut innerhalb der Reinigungskammer mit Reinigungsfluiden, insbesondere mit mindestens einer Reinigungsflüssigkeit, beaufschlagt werden kann.
Die Beaufschlagungsvorrichtung kann insbesondere mindestens ein Düsensystem umfassen, beispielsweise mindestens einen Düsenarm, beispielsweise mindestens einen drehbar gelagerten oder auch mindestens einen starren Düsenarm. Beispielsweise kann in der Reinigungskammer mindestens ein Düsenarm, beispielsweise ein starrer oder drehbar gelagerter Düsenarm, unterhalb des Reinigungsguts, beispielsweise unterhalb des Geschirrkorbs, angeordnet sein, sowie mindestens ein Düsenarm, beispielsweise ein drehbar gelagerter oder starrer Düsenarm, oberhalb des Reinigungsguts, beispielsweise oberhalb des Geschirrkorbs. Dabei können beispielsweise oberhalb und unterhalb des Reinigungsguts jeweils getrennte Düsenarme für Waschflüssigkeit und Klarspülflüssigkeit vorgesehen sein.
Weiterhin kann die Beaufschlagungsvorrichtung mindestens eine Pumpe umfassen, sowie mindestens ein Leitungssystem, zur Bereitstellung von Reinigungsfluid an das Düsensystem. Dabei können beispielsweise ein Düsensystem und ein Leitungssystem zur Beaufschlagung mit Reinigungsfluid aus mindestens einem Tank, beispielsweise mindestens einem Waschtank, vorgesehen sein, sowie mindestens eine Pumpe, beispielsweise mindestens eine Waschpumpe. Alternativ oder zusätzlich kann auch beispielsweise mindestens ein Düsensystem direkt aus einer Zuleitung beaufschlagt werden, ohne dass hierfür eine Pumpe erforderlich wäre.
Weiterhin können mindestens ein Düsensystem und mindestens ein Leitungssystem zur Beaufschlagung mit Reinigungsfluid aus mindestens einem optionalen Nachspültank oder Klarspültank vorgesehen sein, welcher vorzugsweise von dem Waschtank getrennt ausgebildet ist und in welchem Nachspülflüssigkeit oder Klarspülflüssigkeit getrennt von dem Waschtank aufbereitet werden kann, sowie mindestens eine Nachspülpumpe. Beispielsweise MEIKO467
- 13 - kann der Nachspültank oder Klarspültank als Boiler ausgestaltet sein und/oder kann einen Durchlauferhitzer aufweisen.
Dabei kann als „Düse“ allgemein eine Untereinheit des Düsensystems verstanden werden, welche mindestens eine Austrittsöffnung aufweist. Insbesondere kann das Düsensystem eingerichtet sein, um beispielsweise das Fluid in mindestens einer vorgegebenen Richtung, beispielsweise in einem vorgegebenen Winkel, auf ein Reinigungsgut oder ein anderes zu beaufschlagendes Objekt zu lenken. Alternativ oder zusätzlich kann das Düsensystem auch eingerichtet sein, einen Druck, beispielsweise eine Kraft, einzustellen, mit der ein Reinigungsgut oder ein anderes zu beaufschlagendes Objekt mit dem Fluid beaufschlagt wird.
Der Begriff „Fluid”, wie er hier verwendet wird, ist ebenfalls ein weiter Begriff, dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf einen Stoff in einem fluiden, insbesondere gasförmigen und/oder flüssigen, Zustand beziehen. Das Fluid kann beispielsweise als Reinstoff oder als Stoffgemisch vorliegen. Insbesondere kann das Fluid mindestens eine wässrige Flüssigkeit, insbesondere Wasser, und/oder mindestens ein Reinigungsfluid umfassen.
Der Begriff „Reinigungsfluid“, wie er hier verwendet wird, ist ein weiter Begriff, dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf ein Fluid und insbesondere eine Flüssigkeit beziehen, welche, bei Auftreffen auf das Reinigungsgut, eine Reinigungswirkung entfalten kann. Insbesondere kann die Reinigungsflüssigkeit eine wässrige Flüssigkeit umfassen, beispielsweise Wasser und/oder Wasser mit einem oder mehreren Zusatzstoffen, beispielsweise mit einem oder mehreren Reinigerkonzentraten und/oder Klarspülern und/oder Desinfektionsmitteln. Im Folgenden werden allgemein die Begriffe „Reinigungsfluid“ und „Reinigungsflüssigkeit“ weitgehend synonym verwendet, ohne Ausschluss der Möglichkeit, dass mindestens ein Reinigungsfluid auch beispielsweise ein gasförmiges Fluid und/oder ein Aerosol umfassen kann.
Die Geschirrspülmaschine kann eingerichtet sein, um eine einzelne Reinigungsflüssigkeit zu verwenden oder auch um eine Kombination mehrerer Reinigungsflüssigkeiten einzusetzen. Sind mehrere Reinigungsflüssigkeiten vorgesehen, so kann die Beaufschlagung des Reinigungsguts mit den unterschiedlichen Reinigungsflüssigkeiten gleichzeitig oder auch MEIKO467
- 14 - sequentiell erfolgen. So kann das Reinigungsgut nacheinander mit unterschiedlichen Arten von Reinigungsfluiden beaufschlagt werden.
Das Reinigungsfluid kann insbesondere mindestens ein Reinigungsfluid umfassen, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: einem wässrigen Reinigungsfluid; einem Reinigungsfluid mit mindestens einer Reinigerlösung; einem Reinigungsfluid mit mindestens einem Klarspüler; einem Reinigungsfluid mit mindestens einem Desinfektionsmittel; einem Nachspülfluid; demineralisiertem Wasser; einem erwärmten Reinigungsfluid, insbesondere einem auf eine Temperatur von 30 °C bis 70 °C und besonders bevorzugt von 60 °C erwärmtem Reinigungsfluid. Auch andere Arten von Reinigungsfluiden oder anderen Fluiden sind grundsätzlich einsetzbar.
Der Begriff „waschen“, sowie grammatikalische Abwandlungen davon, wie er hier verwendet wird, ist ebenfalls ein weiter Begriff, dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf einen Prozess einer Reinigung im Sinne der obigen Definition beziehen, bei welcher das Reinigungsgut mit mindestens einem Reinigungsfluid beaufschlagt wird, auch als Waschfluid oder Waschflüssigkeit bezeichnet, wobei das Reinigungsgut von groben Verunreinigungen und stark haftendem Schmutz befreit wird. Das mindestens eine Waschfluid kann insbesondere ein wässriges Fluid sein oder umfassen, welches einen oder mehrere Zusatzstoffe in Form eines oder mehrerer Reiniger-konzentrate aufweist. Beispielsweise kann es sich hierbei um mindestens einen Zusatzstoff handeln, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: einem Detergens, einer Lauge, einer Säure, einem Tensid, einem Komplexbildner, einem Oxidationsmittel, einem Konservierungsmittel, Schwellensubstanzen, einem Enzym. Das Waschfluid kann insbesondere eine Temperatur von 40 °C bis 85 °C, beispielsweise eine Temperatur von 45 °C bis 65 °C und/oder eine Temperatur von 70 °C bis 85 °C, aufweisen. Zum Zweck des Waschens kann die Geschirrspülmaschine insbesondere eine o- der mehrere Waschdüsen aufweisen, welche beispielsweise mittels mindestens einer Waschpumpe aus mindestens einem Waschtank mit dem mindestens einen Waschfluid gespeist werden können. Insbesondere kann mindestens eine Waschdüse, beispielsweise mindestens ein drehbar gelagerter Waschdüsenarm, oberhalb des mindestens einen Geschirrkorbs angeordnet sein, sowie mindestens eine Waschdüse, beispielsweise mindestens ein drehbar gelagerter Waschdüsenarm, unterhalb des mindestens einen Geschirrkorbs.
Der Waschschritt erfolgt, wie oben ausgeführt, im Umwälzbetrieb. Der Begriff „Umwälzbetrieb“, sowie grammatikalische Abwandlungen davon, wie er hier verwendet wird, ist MEIKO467
- 15 - ebenfalls ein weiter Begriff, dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf eine Beaufschlagung von Reinigungsgut mit Reinigungsflüssigkeit beziehen, bei welcher jedes Quantum an Reinigungsflüssigkeit wiederholt auf das Reinigungsgut aufgebracht wird. So kann der Waschschritt insbesondere derart erfolgen, das Waschfluid beispielsweise im Kreislauf immer wieder aus dem mindestens einen Waschtank über die mindestens eine Waschpumpe zu dem mindestens einen Waschdüsensystem mit der mindestens einen Waschdüse geführt wird, nach der Beaufschlagung des Reinigungsguts wieder vollständig oder teilweise in dem mindestens einen Waschtank gesammelt wird und anschließend über die Waschpumpe wieder zurück zu dem Waschdüsensystem geführt wird. Der mindestens eine Waschtank kann insbesondere am Boden unterhalb der Reinigungskammer angeordnet sein.
Weiterhin umfasst das oben beschriebene Verfahren mindestens einen Desinfektionsschritt b.. In diesem Desinfektionsschritt werden in der Geschirrspülmaschine mindestens zwei reaktive Komponenten zur Erzeugung mindestens eines Desinfektionswirkstoffs gemischt. Dieses Mischen kann, wie nachfolgend noch näher ausgeführt wird, in der Geschirrspülmaschine innerhalb oder außerhalb der Reinigungskammer erfolgen. Weiterhin erfolgt in dem Desinfektionsschritt eine Beaufschlagung des Reinigungsguts in der Reinigungskammer mit dem Desinfektionswirkstoff. Die Steuerung der Geschirrspülmaschine kann insbesondere derart eingerichtet sein, dass der mindestens eine Desinfektionsschritt angesteuert wird. In dem Desinfektionsprozess wird in-situ in der Geschirrspülmaschine der mindestens eine Desinfektionswirkstoff durch Mischen von mindestens zwei reaktiven Komponenten erzeugt. Die Geschirrspülmaschine ist derart eingerichtet, dass das Reinigungsgut in der Reinigungskammer mit dem Desinfektionswirkstoff beaufschlagt wird.
Der Begriff „desinfizieren“, sowie grammatikalische Abwandlungen davon, wie er hier verwendet wird, ist ebenfalls ein weiter Begriff, dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf eine Keimreduktion beziehen. Insbesondere kann der Begriff „desinfizieren“ sich auf einen Vorgang beziehen, bei welchem ein Reinigungsgut vollständig oder teilweise von anhaftenden Keimen befreit wird und/oder bei welchem eine Keimreduktion an und/oder in dem Reinigungsgut erfolgt. Diese Keimreduktion kann beispielsweise durch eine thermische Behandlung und/oder durch eine chemische Behandlung des Reinigungs- MEIKO467
- 16 - guts erfolgen, wie nachfolgend noch näher ausgeführt wird. Allgemein kann die Desinfektion ein Verfahren beinhalten, welches eine Keimreduktion in einem festgelegten Testverfahren mit bestimmten Prüfkörpern um einen Faktor von mindestens I O 5 bewirkt, bei dem also beispielsweise von ursprünglich 1.000.000 vermehrungsfähigen Keimen, so genannten koloniebildende Einheiten (KbE), nicht mehr als zehn überleben. Hierbei können zur Prüfung der Desinfektionswirkung und Keimabtötung beispielsweise normierte Testverfahren und/oder normierte KbE oder Testorganismen verwendet werden, wie beispielsweise in der Europäischen Norm EN 17735 beschrieben.
Die Desinfektionswirkung kann beispielsweise überprüft und/oder überwacht werden, beispielsweise stichprobenartig. Alternativ oder zusätzlich können jedoch auch die Verfahrensbedingungen überwacht werden, beispielsweise durch entsprechende Sensoren und/oder eine Steuerung. Die Verfahrensbedingungen können so eingestellt werden, dass sich die gewünschte Desinfektionswirkung einstellt. So können beispielsweise, um die gewünschte Desinfektion zu erreichen, technische Bedingungen einzuhalten sein, beispielsweise bestimmte Bedingungen ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Temperaturprofilen, Wärmeäquivalenten, Konzentrationen chemischer Wirkstoffe und Einwirkdauern. Diese technischen Bedingungen zur Erzielung der Desinfektionswirkung können beispielsweise auch normiert sein, beispielsweise in Normen, die Mindeststandards und Testverfahren für bestimmte Gerätegruppen und/oder Anwendungen vorgeben. Eine über die Desinfektion hinausgehende Keimreduktion wird auch als Sterilisation bezeichnet. Bei einer Sterilisation werden typischerweise Keimreduktionen von mindestens I O 6 verlangt.
Der Begriff „Desinfektionswirkstoff ‘, wie er hier verwendet wird, ist ein weiter Begriff, dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf eine chemische Verbindung, eine chemische Substanz oder auch eine Mischung mehrerer chemischer Substanzen beziehen, insbesondere in flüssiger und/oder in gasförmiger Form, welche eine keimabtötende Wirkung aufweist, insbesondere eine desinfizierende Wirkung oder auch eine sterilisierende Wirkung. Insbesondere kann der Desinfektionswirkstoff mindestens eine Wirkung aufweisen, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: einer sporiziden Wirkung; einer viruziden Wirkung, insbesondere einer vollviruziden Wirkung; einer füngiziden Wirkung; einer bakteriziden Wirkung; einer mykobakteriziden Wirkung.
Zum Zweck der Desinfektion kann die Geschirrspülmaschine, beispielsweise die Beaufschlagungsvorrichtung, innerhalb der Reinigungskammer beispielsweise ein oder mehrere MEIKO467
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Desinfektionsdüsen aufweisen, wie nachfolgend exemplarisch noch näher beschrieben wird. Mittels der mindestens einen Desinfektionsdüse können die mindestens zwei reaktiven Komponenten und/oder der Desinfektionswirkstoff auf das Reinigungsgut aufgebracht werden. Verschiedene Beispiele werden unten noch näher beschrieben.
Der Begriff „reaktive Komponente“, wie er hier verwendet wird, ist ein weiter Begriff, dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf chemische Verbindungen beziehen, welche eingerichtet sind, um miteinander, alleine oder unter Einwirkung eines oder mehrerer Zusatzstoffe, wie beispielsweise Katalysatoren, eine chemische Reaktion durchzuführen. So können beispielsweise die reaktiven Komponenten mindestens eine Komponente A und mindestens eine Komponente B umfassen, welche als Edukte miteinander reagieren können, alleine oder unter Mitwirkung eines oder mehrerer Zusatzstoffe, wobei beispielsweise mindestens eine Komponente oder Verbindung AB oder auch C als Produkt entstehen kann, sowie gegebenenfalls weitere Produkte oder Nebenprodukte. Die Reaktion kann homogen oder auch heterogen ausgestaltet sein. Die Reaktion kann von alleine ablaufen, sobald die Edukte miteinander in Kontakt gebracht werden, oder kann eine zusätzliche Initialisierung erfordern, wie beispielsweise eine chemische, thermische, fotochemische oder auch katalytische Initialisierung. So kann beispielsweise der Ablauf der Reaktion davon abhängig sein, ob bestimmte Umgebungsbedingungen vorliegen. Diese Umgebungsbedingungen können beispielsweise durch eine Temperatur, durch einen pH-Wert, durch Anwesenheit eines oder mehrerer Katalysatoren oder auch durch andere Parameter oder Kombinationen der genannten und/oder anderer Parameter bedingt und bestimmt sein. So kann beispielsweise gezielt ein pH-Wert derart eingestellt werden, dass zunächst keine Reaktion abläuft, woraufhin dann, beispielsweise auf dem Reinigungsgut, der pH-Wert so eingestellt wird, dass die Reaktion ablaufen kann. Beispielsweise können die reaktiven Komponenten gemischt werden und auf das Reinigungsgut aufgebracht werden, wobei das Mischen vor dem Aufbringen oder auch während oder nach dem Aufbringen erfolgen kann, in einem Zustand, in welchem der pH-Wert den Ablauf der Reaktion verhindert. Auf dem Reinigungsgut kann dann, beispielsweise durch ein gezieltes Aufbringen von Säure und/oder Lauge, der pH-Wert so eingestellt werden, dass die Reaktion initiiert wird. Alternativ oder zusätzlich kann die Initiierung auch beispielsweise durch gezieltes Beleuchten mit UV-Licht oder auch auf andere Weise erfolgen. Wiederum alternativ oder zusätzlich kann beispielsweise auch eine Initiierung durch mechanisches Einwirken erfolgen, beispielsweise durch Einwirkung von Ultraschall. Mittels Ultraschall können beispielsweise Separierungen zwischen den reaktiven Komponenten zerstört oder aufgelöst werden, beispielsweise Verkapselungen, so dass die MEIKO467
- 18 - reaktiven Komponenten durch Ultraschalleinwirkung in Kontakt gebracht und zur Reaktion gebracht werden können. Die Reaktion kann einstufig oder auch mehrstufig ausgestaltet sein.
Die Steuerung der Geschirrspülmaschine kann eingerichtet sein, wie oben ausgeführt, um den mindestens einen mindestens einen Desinfektionsschritt anzusteuem. Zu diesem Zweck kann die Steuerung beispielsweise mindestens eine Pumpe und/oder mindestens ein Ventil mindestens eines Desinfektionssystems ansteuem, sodass der Desinfektionsschritt gestartet, durchgeführt und auch wieder gestoppt wird. An den Desinfektionsschritt kann sich eine Einwirkzeit anschließen, beispielsweise eine Einwirkzeit von weniger als 5 Minuten, beispielsweise eine Einwirkzeit von maximal 1 Minute, insbesondere einer Einwirkzeit von 5 Sekunden bis 1 Minute, innerhalb derer der Desinfektionswirkstoff auf das Reinigungsgut einwirken kann.
In dem Desinfektionsschritt wird, wie oben ausgeführt, in-situ in der Geschirrspülmaschine der mindestens eine Desinfektionswirkstoff durch Mischen der mindestens zwei reaktiven Komponenten erzeugt. Der Begriff „Mischen“, wie er hier verwendet wird, ist ein weiter Begriff, dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste Bedeutung. Der Begriff kann sich, ohne Beschränkung, insbesondere auf einen Vorgang beziehen, bei welchem die mindestens zwei reaktiven Komponenten miteinander in Kontakt gebracht werden, so dass diese miteinander reagieren können, um direkt in einem Schritt oder indirekt in mehreren Schritten, alleine oder auch unter Mitwirkung eines oder mehrerer Hilfsstoffe und/oder Trägerstoffe, den Desinfektionswirkstoff zu bilden. Verschiedene Möglichkeiten sind denkbar und werden nachfolgend auch noch näher erläutert.
So können die reaktiven Komponenten beispielsweise im gleichen Aggregatszustand oder auch in unterschiedlichen Aggregatszuständen vorliegen, wobei die reaktiven Komponenten nach dem Mischen homogen oder heterogen gemischt sein können oder auch mindestens eine gemeinsame Grenzfläche miteinander aufweisen können. So kann beispielsweise beim Mischen der reaktiven Komponenten eine Flüssigkeit, insbesondere eine Flüssigkeit ausgewählt aus einer flüssigen Mischung, einer Lösung, einer Suspension, einer Emulsion oder einer Dispersion, entstehen, welche die reaktiven Komponenten umfasst, welche unmittelbar oder auch nach einem Zeitversatz zu dem mindestens einen Desinfektionswirkstoff weiter reagieren können. Die reaktiven Komponenten können dabei in Reinform miteinander in Kontakt gebracht werden. Alternativ oder zusätzlich kann auch mindestens eine der reaktiven Komponenten in mindestens einem Hilfsstoff und/oder Trägerstoff aufgenommen sein, MEIKO467
- 19 - b ei spiels weise in mindestens einem Lösungsmittel. Der Hilfsstoff oder Trägerstoff, wobei beide Begriffe auch synonym verwendet werden können, kann beispielsweise fest, flüssig oder auch gasförmig ausgestaltet sein. Dabei kann für die mindestens zwei reaktiven Komponenten derselbe Trägerstoff verwendet werden, oder es können auch verschiedene Trägerstoffe eingesetzt werden.
Das Mischen kann somit beispielsweise umfassen, dass die reaktiven Komponenten jeweils in Form von Flüssigkeiten oder enthalten in Flüssigkeiten miteinander in Kontakt gebracht werden oder zusammengeführt werden, beispielsweise in einer Mischkammer, einem Mischbehälter, einem Mischgefäß, einer Pumpe, einer Mischstrecke und/oder in einem Strahl. Alternativ oder zusätzlich kann das Mischen jedoch auch umfassen, dass mindestens eine der reaktiven Komponenten in mindestens eine andere der reaktiven Komponenten eingebracht wird, beispielsweise jeweils in flüssiger Form. Wiederum alternativ oder zusätzlich kann das Mischen auch beispielsweise umfassen, dass mindestens eine der reaktiven Komponenten auf mindestens eine Oberfläche, beispielsweise mindestens eine Oberfläche des Reinigungsguts, aufgebracht wird, und dass entweder anschließend mindestens eine zweite der reaktiven Komponenten auf die Oberfläche aufgebracht wird und/oder dass die Oberfläche einer Atmosphäre ausgesetzt wird, beispielsweise einer Gas- oder Dampfatmosphäre, welche mindestens eine zweite der reaktiven Komponenten umfasst. Wiederum alternativ oder zusätzlich kann das Mischen auch beispielsweise dadurch erfolgen, dass die reaktiven Komponenten einmalig oder mehrfach abwechselnd in die Reinigungskammer eingebracht werden und/oder auf das Reinigungsgut aufgebracht werden. So kann, wie oben ausgeführt, das Mischen innerhalb oder außerhalb der Reinigungskammer erfolgen. Ein Mischen innerhalb der Reinigungskammer kann beispielsweise, wie ausgeführt, durch abwechselndes Aufträgen der reaktiven Komponenten auf das Reinigungsgut oder auf andere Weise erfolgen. Wiederum alternativ oder zusätzlich kann der mindestens eine Trägerstoff auch beispielsweise ganz oder teilweise in fester Form vorliegen, und mindestens eine der reaktiven Komponenten kann in dem Trägerstoff eingebettet sein. Beispielsweise sind Tabs aus einem löslichen Trägerstoff denkbar, mit mindestens zwei Kammern, in denen sich die reaktiven Komponenten befinden. Bei Kontakt mit mindestens einem Lösungsmittel, beispielsweise Wasser, beispielsweise vor oder während der Beaufschlagung des Reinigungsguts, können sich die Tabs dann beispielsweise auflösen, und die reaktiven Komponenten können sich mischen. Verschiedene Möglichkeiten sind denkbar und werden nachfolgend noch näher beschrieben.
Wie weiterhin oben ausgeführt, wird das Reinigungsgut mit dem mindestens einen Desinfektionswirkstoff beaufschlagt. Wie nachfolgend noch näher ausgeführt wird, beinhaltet MEIKO467
- 20 - diese Beaufschlagung allgemein, dass das Reinigungsgut an mindestens einer Oberfläche, vorzugsweise vollflächig, in Kontakt mit dem mindestens einen Desinfektionswirkstoff gebracht wird. Hierfür bestehen mehrere Möglichkeiten, die nachfolgend auch noch näher ausgeführt werden. So kann der Desinfektionswirkstoff selbst auf das Reinigungsgut aufgebracht werden. Alternativ kann jedoch auch mindestens eine der reaktiven Komponenten auf das Reinigungsgut aufgebracht werden, und es kann auf dem Reinigungsgut selbst die oben beschriebene chemische Reaktion der reaktiven Komponenten erfolgen, bei welcher der mindestens eine Desinfektionswirkstoff gebildet wird. So ist es also möglich, dass der mindestens eine Desinfektionswirkstoff ganz oder teilweise räumlich getrennt von dem Reinigungsgut gebildet wird und anschließend auf den Reinigungsgut aufgebracht wird, beispielsweise auf die oben beschriebene mindestens eine innen- oder außenliegende Oberfläche des Reinigungsguts, und/oder dass der mindestens eine Desinfektionswirkstoff ganz oder teilweise auf dem Reinigungsgut selbst gebildet wird, beispielsweise auf der mindestens einen oben beschriebenen innen- oder außenliegenden Oberfläche des Reinigungsguts. Unabhängig davon beinhaltet die Beaufschlagung des Reinigungsguts mit dem Desinfektionswirkstoff, dass das Reinigungsgut ganz oder teilweise zu mindestens einem Zeitpunkt in Kontakt mit dem mindestens einen Desinfektionswirkstoff ist.
Beide Varianten, also die Bildung des Desinfektionswirkstoffs außerhalb des Reinigungsguts und ein anschließendes Aufbringen des Desinfektionswirkstoffs auf das Reinigungsgut oder die Bildung des Desinfektionswirkstoffs auf dem Reinigungsgut selbst, beinhalten Vorteile, welche entsprechend der gegebenen Situation genutzt werden können. Beide Varianten sind jedoch unter den Begriff der „Beaufschlagung“ zu subsumieren.
Bei einer Bildung des Desinfektionswirkstoffs außerhalb des Reinigungsguts kann beispielsweise ein Mischungsverhältnis exakt eingestellt werden, und die Reaktion zur Bildung des Desinfektionswirkstoffs kann beispielsweise exakter kontrolliert werden.
Wird der Desinfektionswirkstoff hingegen ganz oder teilweise direkt auf dem Reinigungsgut gebildet, beispielsweise indem die Reaktion der mindestens zwei reaktiven Komponenten auf der mindestens einen Oberfläche des Reinigungsguts stattfindet, so kann dies insbesondere den Vorteil beinhalten, dass die Komponenten getrennt voneinander aufgebracht werden können, nacheinander oder gleichzeitig. Bei schnellen Reaktionen mit anschließender schneller Zersetzung des Desinfektionswirkstoffs kann auf diese Weise die Lebensdauer des Desinfektionswirkstoffs, der unmittelbar auf der Oberfläche entsteht, besser genutzt werden, da der Desinfektionswirkstoff nicht erst auf das Reinigungsgut aufgebracht werden muss, MEIKO467
- 21 - wobei wertvolle Zeit verloren gehen könnte. Weiterhin kann auch eine unerwünschte Gasbildung, welche beispielsweise bei einem Zerfall des Desinfektionswirkstoffs auftreten kann, bei einer Bildung des Desinfektionswirkstoffs unmittelbar auf der Oberfläche des Reinigungsguts besser kontrolliert werden, sodass Gase beispielsweise entweder gar nicht oder reduziert entstehen oder der Desinfektionswirkstoff bereits vor seinem Zerfall und vor der Gasbildung wieder von der Oberfläche des Reinigungsguts abgespült werden kann.
Das Verfahren kann also allgemein eine ///-.s/7z/-Bildung des Desinfektionswirkstoffs aus den mindestens zwei reaktiven Komponenten innerhalb der Geschirrspülmaschine, welche für das Verfahren verwendet wird, beinhalten. Der Begriff „in-situ“ kann sich dabei darauf beziehen, dass der Desinfektionswirkstoff in der Geschirrspülmaschine selbst gebildet wird. Dabei sind mehrere Möglichkeiten gegeben, nämlich eine Bildung innerhalb der Geschirrspülmaschine, jedoch außerhalb der Reinigungskammer, eine Bildung innerhalb der Reinigungskammer der Geschirrspülmaschine, jedoch vor Beaufschlagung des Reinigungsguts, oder auch eine Bildung auf der Oberfläche das Reinigungsguts. Auch Kombinationen sind denkbar.
Die reaktiven Komponenten können insbesondere mindestens ein Oxidationsmittel und mindestens ein Anion mindestens einer Säure umfassen.
Die reaktiven Komponenten können insbesondere mindestens eine erste reaktive Komponente umfassen, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: Nitrat (NO3 ); Nitrit (NO?'); einer Carbonsäure, insbesondere Essigsäure (CH3COOH); einem Anion einer Carbonsäure, insbesondere Essigsäure (CH3COO ); Hypochlorit (CIO'); Chlorit (CIO?'); und Chlorat (CIOs' ). Beispielsweise kann die Geschirrspülmaschine mindestens einen ersten Vorratsbehälter mit der ersten reaktiven Komponente umfassen.
Alternativ oder zusätzlich können die reaktiven Komponenten mindestens eine zweite Komponente umfassen, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: Wasserstoffperoxid (H?O?); Ozon (O3); H+; und einer Säure, insbesondere mindestens eine Säure ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Zitronensäure, Phosphorsäure; Schwefelsäure, Salpetersäure, und Essigsäure. Beispielsweise kann die Geschirrspülmaschine mindestens einen zweiten Vorratsbehälter mit der zweiten reaktiven Komponente umfassen.
Wie oben ausgeführt, kann der mindestens eine Desinfektionswirkstoff in mindestens einem Trägerstoff enthalten sein. Der Begriff „Trägerstoff ‘, auch als „Hilfsstoff ‘ bezeichnet, wie MEIKO467
- 22 - er hier verwendet wird, ist ein weiter Begriff, dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf einen grundsätzlich beliebigen Stoff beziehen, insbesondere ein flüssiges Material, in welchem mindestens eine der reaktiven Komponenten und/oder der Desinfektionswirkstoff eingebracht werden kann, um dann gemeinsam transportiert zu werden, insbesondere gemeinsam zu strömen. Insbesondere kann die mindestens eine reaktive Komponente und/oder der Desinfektionswirkstoff, gemeinsam mit dem mindestens einen Trägerstoff, eine Lösung, eine Suspension, eine Emulsion, eine Dispersion oder eine Mischung bilden. Insbesondere kann es sich bei dem Trägerstoff um mindestens einen wässrigen Trägerstoff handeln. Beispielsweise kann es sich hierbei um Wasser oder um Wasser mit einem oder mehreren Zusatzstoffen, beispielsweise mit einem oder mehreren Klarspülerkonzentraten, handeln. Der Desinfektionswirkstoff und der Trägerstoff können mindestens eine Wirklösung bilden. Das Reinigungsgut kann mit der Wirklösung beaufschlagt werden. Die Geschirrspülmaschine kann eingerichtet sein, um mindestens eine der reaktiven Komponenten mit dem Trägerstoff zu mischen. Der Begriff „Wirklösung“, wie er hier verwendet wird, ist ein weiter Begriff, dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere allgemein auf ein fluides Medium beziehen, insbesondere eine Flüssigkeit, welches den mindestens einen Desinfektionswirkstoff sowie weiterhin mindestens einen Trägerstoff umfassen kann, sowie optional einen oder mehrere Zusatzstoffe. Beispielsweise kann dieser Trägerstoff mindestens ein Lösungsmittel umfassen. Die Wirklösung kann beispielsweise eine Lösung des mindestens einen Desinfektionswirkstoffs in dem mindestens einen Trägerstoff, eine Dispersion des mindestens einen Desinfektionswirkstoffs in dem mindestens einen Trägerstoff, eine Suspension des mindestens einen Desinfektionswirkstoffs in dem mindestens einen Trägerstoff oder eine Emulsion des mindestens einen Desinfektionswirkstoffs in dem mindestens einen Trägerstoff sein oder umfassen. Das Reinigungsgut kann allgemein mit der mindestens einen Wirklösung beaufschlagt werden. Die Wirklösung kann auch als Desinfektionsmittel bezeichnet werden und/oder Bestandteil eines Desinfektionsmittels sein.
Mindestens eine der reaktiven Komponenten kann mit mindestens einem Trägerstoff gemischt sein oder gemischt werden. Hierbei kann es sich um denselben Trägerstoff handeln, in welchem auch der Desinfektionswirkstoff enthalten sein kann, beispielsweise um dasselbe Lösungsmittel. Alternativ kann es sich jedoch auch beispielsweise lediglich um mindestens eine Komponente dieses Trägerstoffs des Desinfektionswirkstoffs handeln, beispielsweise MEIKO467
- 23 - mindestens eine Komponente eines Mehrkomponenten-Lösungsmittels. Wenn beide reaktive Komponenten in jeweils mindestens einem Trägerstoff enthalten sind, so kann es sich hierbei um dieselben Trägerstoffe oder um unterschiedliche Trägerstoffe handeln.
Die reaktiven Komponenten können insbesondere mindestens ein Oxidationsmittel und mindestens ein Anion einer Säure aufweisen. Der Begriff „Oxidationsmittel“, wie er hier verwendet wird, ist ein weiter Begriff, dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf einen Stoff beziehen, der andere Stoffe akzeptieren kann und dabei selbst reduziert wird. Alternativ oder zusätzlich kann sich der Begriff auf einen Stoff beziehen, der mindestens ein Elektron aufnehmen kann, welcher also als Elektronenakzeptor fungieren kann. Der Begriff „Anion einer Säure“, wie er hier verwendet wird, ist ein weiter Begriff, dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf ein einfach oder mehrfach negativ geladenes Ion, also ein Anion, beziehen, welches dadurch entstehen kann, dass eine Säure ein oder mehrere positiv geladene Wasserstoff-Ionen oder Protonen, also H+-Ionen, abgibt.
Insbesondere kann für mögliche reaktive Komponenten, sowie auch für mögliche Desinfektionswirkstoffe, die auch im Rahmen der vorliegenden Erfindung einsetzbar sind, auf die oben beschriebenen Dokumente WO 2019/219220 Al und WO 2019/219959 Al verwiesen werden. Auch andere reaktive Komponenten und/oder Desinfektionswirkstoffe sind jedoch grundsätzlich möglich. Alternativ oder zusätzlich zu Peroxinitritsäure können beispielsweise als Desinfektionswirkstoff auch andere Wirkstoffe eingesetzt werden, mit entsprechenden reaktiven Komponenten. So könnten beispielsweise chlorbasierte Desinfektionswirkstoffe eingesetzt werden und/oder Peroxycarbonsäuren.
Durch die Reaktion der mindestens zwei reaktiven Komponenten kann das Verfahren, wie oben ausgeführt, eine ///-.s//z/-Erzeugung des Desinfektionswirkstoffs in der Geschirrspülmaschine umfassen. Somit entsteht der mindestens eine Desinfektionswirkstoff vorzugsweise erst während des Betriebs der Geschirrspülmaschine. Hierdurch lassen sich auch instabile, aggressive oder brandgefährliche Desinfektionswirkstoffe einsetzen, die ohne die in-situ- Erzeugung nicht oder nur schwer einsetzbar wären. Dadurch lassen sich das Wirkungsspektrum im Hinblick auf eine Keimabtötung vergrößern und/oder die keimabtötende Wirkung verbessern. Auch ist die Lagerung und die Bevorratung mit vergleichsweise harmlosen Aus- MEIKO467
- 24 - gangsstoffen sicherer und leichter um zusetzten, als dies für instabile, aggressive oder brandgefährliche Desinfektionswirkstoffe der Fall wäre. Beispielsweise kann der Desinfektionswirkstoff eine Lebensdauer oder Halbwertszeit von weniger als 1 Minute aufweisen, insbesondere von weniger als einer halben Minute oder sogar weniger als 1 Sekunde.
Insbesondere kann der Desinfektionswirkstoff mindestens einen Wirkstoff umfassen, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: einer reaktiven Stickstoffverbindung (reactive nitrogen oxide species, RNOS), insbesondere einer reaktiven Stickstoffverbindung ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: Peroxinitritsäure (ONOOH); Peroxinitrit (ONOO-); einer reaktiven Sauerstoffverbindung (reactive oxygen species, ROS), insbesondere H2O2; einer Peroxycarbonsäure, insbesondere Peroxyessigsäure (CH3COOOH); einem Anion einer einer Peroxycarbonsäure, insbesondere Peroxyessigsäure (CH3COOO ); und einer Chlorverbindung, insbesondere einer Chlorverbindung ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus hypochloriger Säure (HC10), einem Anion der hypochlorigen Säure (CIO'), chloriger Säure (HCIO2), einem Anion der chlorigen Säure (CIO2 ), Chlorsäure (HCIO3), einem Anion der Chlorsäure (CIOs'), einem Chloroxid, insbesondere Chlordioxid.
Die reaktiven Komponenten oder zumindest eine der reaktiven Komponenten können beispielsweise Wasserstoffperoxid (H2O2) und/oder Ozon (O3) umfassen oder diese in einer chemischen Reaktion generieren, insbesondere als Oxidationsmittel.
Mindestens eine der reaktiven Komponenten, insbesondere eine andere reaktive Komponente, kann weiterhin mindestens eine Komponente umfassen, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: Nitrat (NO3 ); Nitrit (NO2A einer Carbonsäure, insbesondere Essigsäure (CH3COOH); einem Anion einer Carbonsäure, insbesondere Essigsäure (CH3COO ); Hypochlorit (CIO'); Chlorit (C1O2 ); Chlorat (CIO3 ).
Die reaktiven Komponenten können insbesondere mindestens eine Kombination umfassen, insbesondere als Kombination aus mindestens einer ersten reaktiven Komponente und mindestens einer zweiten reaktiven Komponente, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: Wasserstoffperoxid (H2O2) und Nitrit (NO2 );
Wasserstoffperoxid (H2O2) und Nitrat (NO3 ); einer Carbonsäure und einem Oxidationsmittel, insbesondere Wasserstoffperoxid, insbesondere Essigsäure (CH3COOH) und Wasserstoffperoxid (H2O2);
Hypochlorit (CIO') und einer Säure, insbesondere Hypochlorit (CIO') und einer Säure ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Essigsäure, Schwefelsäure, Zitronensäure, Phosphorsäure und Salpetersäure; MEIKO467
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Chlorit (C1O2 ) und einer Säure, insbesondere Chlorit (CIO?') und einer Säure ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Essigsäure, Schwefelsäure, Zitronensäure, Phosphorsäure und Salpetersäure;
Chlorat (CIOs') und einer Säure, insbesondere Chlorat (CIOs') und einer Säure ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Essigsäure, Schwefelsäure, Zitronensäure, Phosphorsäure und Salpetersäure.
So lässt sich beispielsweise der Desinfektionswirkstoff Peroxinitritsäure (ONOOH) durch eine Reaktion von Wasserstoffperoxid (H2O2) und Nitrit (NO?') als reaktiven Komponenten, insbesondere in saurem Medium, darstellen durch die Reaktion:
H2O2 + NO?' + H3O+ ONOOH + 2 H2O.
Bezüglich möglicher Konzentrationen und Parameter der Mischung der reaktiven Komponenten kann exemplarisch ebenfalls auf die oben beschriebenen Dokumente WO 2019/219220 Al und WO 2019/219959 Al verwiesen werden. Insbesondere kann bezüglich der Konzentrationen der reaktiven Komponenten, bezüglich des pH-Werts des Desinfektionswirkstoffs und/oder einer den Desinfektionswirkstoff enthaltenden Wirklösung auf dem Reinigungsgut sowie auch bezüglich der bevorzugten Zeiten der Mischung auf diese Dokumente verwiesen werden. Auch andere Zusammensetzungen und/oder Konzentrationen und/oder Parameter sind jedoch möglich.
Weiterhin lässt sich beispielsweise, alternativ oder zusätzlich, der Desinfektionswirkstoff Peroxyessigsäure (CH3COOOH) durch eine Reaktion von Essigsäure (CH3COOH) und Wasserstoffperoxid (H2O2) als reaktiven Komponenten darstellen durch die Reaktion:
CH3COOH + H2O2 CH3COOOH + H2O
Weiterhin lässt sich beispielsweise, ebenfalls alternativ oder zusätzlich zu einer oder beiden der oben genannten Optionen, der Desinfektionswirkstoff Chlordioxid (CIO?) durch eine Reaktion von Chlorat (CIOs') und einer Säure, insbesondere Zitronensäure (CH3COOH) und Wasserstoffperoxid (H2O2) als reaktiven Komponenten darstellen durch die Reaktion:
C1O3' + H ^ CIO? + H2O
Weiterhin lässt sich beispielsweise, ebenfalls alternativ oder zusätzlich zu einer oder mehreren der oben genannten Optionen, der Desinfektionswirkstoff hypochlorige Säure (HC1O) MEIKO467
- 26 - durch eine Reaktion von Hypochlorit (CIO') und einer Säure, beispielsweise Zitronensäure, Phosphorsäure, Schwefelsäure, Salpetersäure oder Essigsäure, als reaktiven Komponenten darstellen durch die Reaktion:
CIO' + H HC10
Die Hypochloritionen lassen sich beispielsweise in einer ersten reaktiven Komponente oder Lösung bereitstellen, welche ein Salz der Hypochlorsäure in alkalischer Lösung umfasst. Diese erste reaktive Komponente kann beispielsweise mit einer zweiten reaktiven Komponente gemischt werden, welche die Säure umfasst.
Auch andere Darstellungen von Desinfektionswirkstoffen aus mehreren reaktiven Komponenten sind möglich.
Im Gegensatz zur direkten Einbringung der Desinfektionswirkstoffe lassen sich die reaktiven Komponenten derart wählen, dass diese vergleichsweise einfach zu handhaben sind. So sind beispielsweise Peroxyessigsäure, Peroxinitritsäure oder Chlordioxid instabil, brandgefährlich und extrem reaktiv, sodass diese kaum zu handhaben und in einem Reinigungs- und Desinfektionsgerät oder einer Geschirrspülmaschine eingesetzt werden können. Durch eine zzz-.sz/zz-Erzeugung, insbesondere in der Reinigungskammer, aus zwei oder mehr reaktiven Komponenten, welche für sich genommen einfacher handhabbar sind, entstehen die aggressiven und gegebenenfalls kurzlebigen Desinfektionswirkstoffe erst innerhalb der Reinigungskammer, insbesondere auf der Oberfläche des zu reinigenden Reinigungsguts, und entfalten dort gezielt ihre Wirkung.
So kann allgemein beispielsweise mindestens eine der reaktiven Komponenten Wasserstoffperoxid, also H2O2, und/oder Ozon, also O3, umfassen, insbesondere als Oxidationsmittel. Auch andere Oxidationsmittel sind grundsätzlich einsetzbar. Wasserstoffperoxid ist jedoch allgemein in Reinigungs- und Desinfektionsgeräten gut handhabbar und stellt ein sehr wirksames Oxidationsmittel dar. Auch die genannten Säuren sind leicht zu handhaben. Ebenso sind Nitrate, Nitrite, Chlorate, Chlorite oder Hypochlorite leicht in Form entsprechender Salze, beispielsweise Natriumsalze, bereitstellbar, beispielsweise in Form von wässrigen Lösungen dieser Salze. Beispielsweise können Nitritsalze entsprechend der Formel MxN02 bereitgestellt werden, beispielsweise NaN02.
Zusätzlich zu den reaktiven Komponenten können weitere Stoffe enthalten sein. Hierbei kann es sich beispielsweise um Hilfsstoffe handeln, wie beispielsweise oberflächenaktive MEIKO467
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Substanzen, Tenside, Schaumbildner, Duftstoffe oder um Kombinationen der genannten Hilfsstoffe. Weiterhin können, alternativ oder zusätzlich, zusätzliche Hilfsstoffe enthalten sein, wie beispielsweise Säuren, Basen oder Puffer.
Der Desinfektionsprozess kann von der Geschirrspülmaschine, insbesondere der Steuerung, insbesondere derart durchgeführt oder angesteuert werden, dass zwischen dem Mischen der mindestens zwei reaktiven Komponenten und der Beaufschlagung des Reinigungsguts, sofern die Mischung nicht ohnehin auf der Oberfläche des Reinigungsguts erfolgt, eine Zeitdauer von nicht mehr als 75 s, insbesondere von nicht mehr als 20 s, insbesondere nicht mehr als 15 s vergeht. Das Zeitfenster kann beispielsweise 1 s bis 20 s betragen. Beispielsweise kann zwischen dem Mischen der mindestens zwei reaktiven Komponenten und der Beaufschlagung des Reinigungsguts eine Zeit von 2-3 s vergehen, beispielsweise bei der oben beschriebenen Reaktion der reaktiven Komponenten Wasserstoffperoxid und Nitrat- und/oder Nitrit-Ionen. Die Steuerung kann dies beispielsweise dadurch bewerkstelligen, dass Zeitabläufe entsprechend gesteuert werden. Zudem können Strömungsgeschwindigkeiten, Pumpenleistungen oder ähnliche Maßnahmen entsprechend angepasst werden, die der Fachmann erkennen wird.
Weiterhin kann der Desinfektionswirkstoff als Wirklösung vorliegen oder in einer Wirklösung vorliegen, beispielsweise als echte Lösung, als Dispersion, als Suspension oder als Emulsion. Als Trägerstoff, insbesondere als Lösungsmittel, kann beispielsweise Wasser verwendet werden. Wie oben ausgeführt, kann dieser Trägerstoff beispielsweise auch als Trägerstoff für eine oder mehrere der reaktiven Komponenten, insbesondere für Wasserstoffperoxid und/oder Nitrat- und/oder Nitrit-Ionen füngieren, welche außerhalb der Oberfläche des Reinigungsguts oder auch erst auf der Oberfläche des Reinigungsguts vermischt werden. Insbesondere bei Verwendung von Wasser als Trägerstoff für den Desinfektionswirkstoff und/oder für eine oder beide der reaktiven Komponenten können beispielsweise die Bedingungen derart eingestellt werden, dass in der Wirklösung mit dem darin enthaltenen Trägerstoff und dem Desinfektionswirkstoff ein pH-Wert von 2,1 bis 6,8 vorliegt.
Insbesondere bei der oben beschriebenen Reaktion der reaktiven Komponenten Wasserstoffperoxid und Nitrat- und/oder Nitrit-Ionen kann beispielsweise die Konzentration der Nitrat - und/oder Nitrit-Ionen, insbesondere in der gemischten Wirklösung mit beiden reaktiven Komponenten vor der Reaktion, in einem Bereich von 5 bis 500 mM (entsprechend 5 bis 500 x 0.001 mol/1) liegen, insbesondere in einem Bereich von 8 bis 200 mM, insbesondere in einem Bereich von 10 bis 100 mM, beispielsweise 50 mM. MEIKO467
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Allgemein kann für die Wirksamkeit beispielsweise die Konzentration des Desinfektionswirkstoffs auf der Oberfläche des Reinigungsguts über die Zeit betrachtet werden und daraus der sogenannte Habersche-Wirksamkeitsparameter H definiert werden mit:
H = c dt (1)
Dabei ist cD die Konzentration des Desinfektionswirkstoffs auf der Oberfläche des Reinigungsguts, und H ermittelt sich aus dem integral dieser Konzentration über die Zeit t im Anwendungsintervall (ti, t?).
Speziell für die oben beschriebene Verwendung von Peroxinitritsäure lässt sich der Haber- sche-Wirksamkeitsparameter H beispielsweise berechnen zu
H = [ONOOH]dt (2)
Dabei ist [ONOOH die Konzentration der Peroxinitritsäure auf der Oberfläche des Reinigungsguts.
Allgemein kann die Geschirrspülmaschine insbesondere derart eingerichtet sein, dass der darin durchgeführte Desinfektionsschritt so ausgestaltet ist, dass der Habersche-Wirksam- keitsparameter H im Bereich 10 mM s bis 400 mM mM s liegt, insbesondere im Bereich 10 mM s bis 200 mM s, insbesondere im Bereich 20 mM s bis 100 mM s, insbesondere für die Verwendung von Peroxinitritsäure als Desinfektionswirkstoff. Der gewünschte Wirksamkeitsparameter bei dem Reinigungsprozess kann insbesondere über die Konzentration des Desinfektionswirkstoffs und/oder über die Einwirkzeit eingestellt werden. Die Einwirkzeit kann beispielsweise durch eine geeignete Wahl der Dauer des Desinfektionsschritts beeinflusst werden. Beispielsweise kann die Einwirkzeit eine Zeit sein zwischen einer Aufbringung des Desinfektionswirkstoffs und/oder beider reaktiver Komponenten auf die Oberfläche des Reinigungsguts und einem Abspülen des Desinfektionswirkstoffs von der Oberfläche des Reinigungsguts, beispielsweise durch den anschließenden mindestens einen Klarspülschritt. Eine Überwachung kann beispielsweise über mindestens einen Sensor erfolgen, wie nachfolgend noch näher beschrieben wird.
Das Reinigungsgut kann beispielsweise für eine vorgegebene Einwirkzeit mit dem mindestens einen Desinfektionswirkstoff und/oder der mindestens einen Wirklösung, welche den MEIKO467
- 29 - mindestens einen Trägerstoff, den mindestens einen Desinfektionswirkstoff sowie optional einen oder mehrere Zusatzstoffe umfassen kann, beaufschlagt werden. Diese Einwirkzeit kann beispielsweise beginnen mit einem Inkontaktbringen des Reinigungsguts mit dem Desinfektionswirkstoff und/oder der Wirklösung, und kann beispielsweise enden durch ein Abspülen des Desinfektionswirkstoffs oder auch auf andere Weise. Die Einwirkzeit kann beispielsweise begrenzt werden, beispielsweise auf 90 Sekunden oder weniger, auf 50 Sekunden oder weniger, auf 30 Sekunden oder weniger oder auch auf 15 Sekunden oder weniger. Beispielsweise kann die Einwirkzeit 1 s bis 90 s betragen. Beispielsweise kann die Einwirkzeit 1 s bis 10 Sekunden betragen, insbesondere 2 Sekunden bis 3 Sekunden.
Weitere optionale Möglichkeiten betreffen die Beaufschlagung des Reinigungsguts mit den mindestens zwei reaktiven Komponenten und/oder mit dem Desinfektionswirkstoff selbst. So kann die Beaufschlagung insbesondere mindestens eine Beaufschlagung mit mindestens einer Beaufschlagungsart umfassen, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: Besprühen; Bestrahlen; Betropfen; Begasen; Bedampfen; Vernebeln, insbesondere Kaltvernebeln. Erfolgt die Mischung der reaktiven Komponenten erst in der Reinigungskammer, beispielsweise in der Atmosphäre der Reinigungskammer und/oder auf der Oberfläche des Reinigungsguts, so können die reaktiven Komponenten auch jeweils mit unterschiedlicher Beaufschlagungsart aufgebracht werden. So kann beispielsweise eine der reaktiven Komponenten auf das Reinigungsgut aufgesprüht werden, während eine andere der reaktiven Komponenten beispielsweise vernebelt wird und als Niederschlag aus dem Nebel auf das Reinigungsgut aufgebracht wird. Die Mischung der reaktiven Komponenten kann dann beispielsweise ganz oder teilweise auf der Oberfläche des Reinigungsguts oder auch ganz oder teilweise in der Atmosphäre der Reinigungskammer erfolgen. Die Mischung kann weiterhin unterstützt werden durch zusätzliche Vorrichtungen, beispielsweise durch mindestens ein Gebläse zum Umwälzen des Nebels.
Die Beaufschlagungsvorrichtung kann insbesondere mindestens eine Desinfektionsbeaufschlagungsvorrichtung mit mindestens einer Desinfektionsdüse aufweisen. Der Begriff „Desinfektionsbeaufschlagungsvorrichtung“, wie er hier verwendet wird, ist ein weiter Begriff, dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf eine grundsätzlich beliebige Vorrichtung beziehen, welche eingerichtet ist, um das Reinigungsgut mit dem Desinfektionswirkstoff zu beaufschlagen. Wie oben ausgeführt, kann die Beaufschlagung dabei derart erfolgen, dass das Reinigungsgut unmittelbar mit dem Desinfektionswirkstoff, in rei- MEIKO467
- 30 - ner Form oder in mindestens einem Trägerstoff, beaufschlagt wird. Alternativ oder zusätzlich kann die Beaufschlagung auch derart erfolgen, dass die mindestens zwei reaktiven Komponenten auf das Reinigungsgut aufgebracht werden, beispielsweise jeweils unabhängig voneinander in Reinform und/oder gemischt mit mindestens einem Trägerstoff, dort reagieren und daraus der Desinfektionswirkstoff entsteht. Auf die obigen Möglichkeiten kann verwiesen werden. Dementsprechend ist der Begriff „Desinfektionsdüse“, wie er hier verwendet wird, ein weiter Begriff, dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf eine Düse im Sinne der obigen Definition beziehen, welche Bestandteil einer Desinfektionsbeaufschlagungsvorrichtung ist und mittels derer mindestens eine der reaktiven Komponenten, in Reinform und/oder enthalten in mindestens einem Trägerstoff, und/oder der Desinfektionswirkstoff auf das Reinigungsgut aufgebracht werden kann.
Wie oben ausgeführt, umfasst das Verfahren weiterhin den mindestens einen Klarspülschritt. Der Kl ar spül schritt umfasst mindestens eine Beaufschlagung des Reinigungsguts in der Reinigungskammer mit mindestens einer Klarspülflüssigkeit, insbesondere Wasser.
Der Begriff „klarspülen“, sowie grammatikalische Abwandlungen davon, auch als „nachspülen“ bezeichnet, wie er hier verwendet wird, ist ebenfalls ein weiter Begriff, dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf einen Prozess einer Reinigung im Sinne der obigen Definition beziehen, bei welcher das Reinigungsgut mit mindestens einem Reinigungsfluid beaufschlagt wird, auch als Klarspülfluid oder Nachspülfluid bezeichnet, wobei das Reinigungsgut von leichten festen und/oder flüssigen Verunreinigungen befreit wird, beispielsweise von zuvor auf das Reinigungsgut aufgebrachtem Waschfluid und/oder Desinfektionswirkstoff. Sinn und Zweck des Klarspülprozesses kann insbesondere sein, zuvor während des gesamten Reinigungsprozesses auf das Reinigungsgut aufgebrachte Stoffe oder Komponenten soweit von dem Reinigungsgut zu entfernen, dass das Reinigungsgut unbedenklich seinem vorgesehenen Zweck zugeführt werden kann, beispielsweise der Darreichung, Zubereitung oder Aufbewahrung von Speisen oder Getränken. Entsprechend wird das Reinigungsfluid, welches während des Klarspülprozesses verwendet wird, als „Klarspülfluid“ oder auch als „Nachspülfluid“ bezeichnet. Das mindestens eine Klarspülfluid kann insbesondere ein wässriges Fluid sein oder umfassen. Hierbei kann es sich beispielsweise um reines Wasser handeln, oder auch um Wasser mit einem oder mehreren Zusatzstoffen, beispielsweise in Form von einem oder mehreren Klarspülerkonzentraten. Beispielsweise MEIKO467
- 31 - kann es sich hierbei um mindestens einen Zusatzstoff handeln, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: einem Tensid, einer Säure, einer Base, einem Komplexbildner, einem Enthärtungsmittel, einem Entschäumer, einem Konservierungsmittel, einer Schwellensubstanzen. Das Klarspülfluid kann insbesondere eine Temperatur > 55 °C aufweisen, beispielsweise eine Temperatur T von 65 °C < T < 85 °C oder auch eine Temperatur T von 70 °C < T < 90 °C. Zum Zweck des Klarspülens können beispielsweise ein oder mehrere Klarspüldüsen vorgesehen sein. Beispielsweise kann mindestens eine Klarspüldüse, beispielsweise ein drehbarer oder fester Düsenarm, oberhalb des Geschirrkorbs angeordnet sein, und mindestens eine Klarspüldüse, beispielsweise ein drehbarer oder fester Düsenarm, unterhalb des Geschirrkorbs. Um die mindestens eine Klarspüldüse mit dem mindestens einen Klarspülfluid zu speisen, bestehen mehrere Möglichkeiten. So kann diese beispielsweise mit einer Fri schwas serl ei tung verbunden sein, gegebenenfalls beispielsweise über einen Durchlauferhitzer. Alternativ oder zusätzlich kann mindestens ein Klarspültank vorgesehen sein, welcher beispielsweise als Boiler ausgestaltet sein kann. Grundsätzlich sind jedoch auch Geschirrspülmaschinen denkbar, bei denen der Waschtank, welcher zuvor für den Waschschritt a. verwendet wurde, auch für den Kl ar spül schritt c. verwendet wird. Insbesondere kann die Beaufschlagung des Reinigungsguts lediglich einfach erfolgen, also nicht im Umwälzbetrieb.
Die Steuerung der Geschirrspülmaschine ist eingerichtet, wie oben ausgeführt, um das Verfahren mit den obigen Schritten zu steuern. Zu diesem Zweck kann die Steuerung beispielsweise direkt oder indirekt auf die Komponenten der Geschirrspülmaschine zugreifen und diese entsprechend einem Programm ansteuern, beispielsweise Komponenten ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: mindestens einer Pumpe; mindestens einem Ventil; mindestens einer Heizvorrichtung. Zudem kann die Steuerung Informationen von einem oder mehreren Sensoren empfangen. Die oben beschriebenen Schritte des Reinigungsprogramms werden in der genannten Reihenfolge durchgeführt. Dies bedeutet, dass Verfahrensschritt a. vor Verfahrensschritt b. gestartet wird, und dass Verfahrensschritt b. vor Verfahrensschritt c. gestartet wird. Eine Überlappung der Verfahrensschritte ist jedoch denkbar. So kann beispielsweise Verfahrensschritt b. gestartet werden, bevor Verfahrensschritt a. beendet ist, und/oder Verfahrensschritt c. kann gestartet werden, bevor Verfahrensschritt b. beendet ist. Zudem kann das Verfahren weitere, nicht genannte Verfahrensschritte aufweisen.
Wie oben ausgeführt, kann die Geschirrspülmaschine insbesondere als Geschirrspülmaschine für den gewerblichen Einsatz, mit kurzen Programmlaufzeiten ausgestaltet sein. Zu diesem Zweck kann der Programmautomat insbesondere mindestens einen Waschtank, insbesondere im Boden der Reinigungskammer, sowie weiterhin mindestens einen von dem MEIKO467
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Waschtank getrennt ausgebildeten Klarspültank zur Aufbereitung der Klarspülflüssigkeit aufweisen. Der Klarspültank kann insbesondere einen Klarspültank mit mindestens einer Heizvorrichtung umfassen, insbesondere mindestens einen Boiler. Der Waschtank kann über mindestens eine Waschleitung mit mindestens einem Waschdüsensystem einer Beaufschlagung svorrichtung der Geschirrspülmaschine verbunden sein. Der Klarspültank kann insbesondere über mindestens eine Klarspülleitung mit mindestens einem Klarspüldüsensystem verbunden sein. So können das Waschsystem und das Klarspül system getrennte Systeme bilden. Der Programmautomat kann somit insbesondere als Zweikreisspülsystem ausgestaltet sein.
In dem Desinfektionsschritt können beispielsweise dann die mindestens zwei reaktiven Komponenten, einzeln oder bereits gemischt, in die Klarspülleitung eindosiert werden. So kann das Klarspülsystem insbesondere auch für den Desinfektionsschritt verwendet werden. Die Beaufschlagungsvorrichtung kann insbesondere mindestens eine Klarspülpumpe aufweisen, wobei in Schritt b. die Klarspülpumpe betätigt werden kann.
Insbesondere kann das Verfahren derart durchgeführt werden, dass vor Durchführung der Schritte b. und c. eine Menge an Klarspülflüssigkeit auf mindestens eine vorgegebene Temperatur erwärmt wird, insbesondere eine Temperatur von mindestens 55 °C, bevorzugt von mindestens 70 °C, besonders bevorzugt von mindestens 85 °C, wobei die Menge an Klarspülflüssigkeit aufgeteilt wird in mindestens eine erste Menge und mindestens eine zweite Menge, wobei in Verfahrensschritt b. die Klarspülpumpe solange betätigt wird, bis die erste Menge an Klarspülflüssigkeit aus dem Klarspültank entnommen ist, und wobei die erste Menge an Klarspülflüssigkeit als Trägerstoff für den Desinfektionswirkstoff in Schritt b. verwendet wird und wobei die zweite Menge an Klarspülflüssigkeit in Schritt c. verwendet wird. Auf diese Weise kann der Tankinhalt des Klarspültanks aufgeteilt werden in eine für den Desinfektionsschritt erforderliche Menge und eine für den Kl ar spül schritt erforderliche Menge, ohne dass die Programmdauer durch ein erneutes Aufheizen des Klarspültanks nach dem Desinfektionsschritt verlängert würde.
Wie oben ausgeführt, bestehen mehrere Möglichkeiten, um die reaktiven Komponenten miteinander zu mischen. So kann das Mischen in Schritt b. mindestens eine Vermischung der reaktiven Komponenten umfassen, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: die reaktiven Komponenten werden vermischt, wobei der Desinfektionswirkstoff in der Mischung gebildet wird und die Mischung auf das Reinigungsgut aufgebracht wird; MEIKO467
- 33 - die reaktiven Komponenten werden auf das Reinigungsgut aufgebracht und auf dem Reinigungsgut vermischt, wobei der Desinfektionswirkstoff in der Mischung auf dem Reinigungsgut gebildet wird; mindestens eine erste der reaktiven Komponenten wird auf das Reinigungsgut aufgebracht, und das Reinigungsgut mit der darauf aufgebrachten ersten reaktiven Komponente wird in der Reinigungskammer einer Atmosphäre ausgesetzt, welche mindestens eine zweite der reaktiven Komponenten umfasst, so dass sich die reaktiven Komponenten auf dem Reinigungsgut vermischen, wobei der Desinfektionswirkstoff in der Mischung auf dem Reinigungsgut entsteht.
Werden die reaktiven Komponenten getrennt auf das Reinigungsgut aufgebracht und dort vermischt, so kann für diese Aufbringung beispielsweise ein separates Düsensystem für jede der reaktiven Komponenten verwendet werden, oder es kann dasselbe Düsensystem sequenziell verwendet werden, sodass zunächst eine erste reaktive Komponente aufgebracht wird, gefolgt von mindestens einer zweiten reaktiven Komponente, unter Verwendung desselben Düsensystems.
Wie oben ausgeführt, können die reaktiven Komponenten insbesondere mindestens eine erste Komponente umfassen, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: Nitrat (NO3-); Nitrit (NO2-); einer Carbonsäure, insbesondere Essigsäure (CH3C00H); einem Anion einer Carbonsäure, insbesondere Essigsäure (CH3COO-); Hypochlorit (CIO-); Chlorit (C1O2-); und Chlorat (C1O3-). Weiterhin können die die reaktiven Komponenten mindestens eine zweite Komponente umfassen, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: Wasserstoffperoxid (H2O2); Ozon (03); H+; und einer Säure, insbesondere mindestens eine Säure ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Zitronensäure, Phosphorsäure; Schwefelsäure, Salpetersäure, und Essigsäure. Die erste reaktive Komponente und die zweite reaktive Komponente können außerhalb der Reinigungskammer vermischt werden oder innerhalb der Reinigungskammer. Insbesondere können die erste reaktive Komponente und die zweite reaktive Komponente innerhalb der Reinigungskammer vermischt werden, wobei beispielsweise die erste reaktive Komponente zuerst aufgebracht wird auf das Reinigungsgut, gefolgt von der zweiten reaktiven Komponente. Die erste reaktive Komponente kann beispielsweise auch in Form eines Schaums oder enthalten in einem Schaum auf das Reinigungsgut aufgebracht werden, da ein Schaum eine längere Verweildauer auf der Oberfläche des Reinigungsguts aufweist. Die zweite reaktive Komponente kann dann als Flüssigkeit oder ebenfalls in Form eines Schaums auf das Reinigungsgut aufgebracht werden, insbesondere im Anschluss an das Aufbringen der ersten reaktiven Komponente. Zur Bildung des Schaums der ersten reaktiven MEIKO467
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Komponente und/oder der zweiten reaktiven Komponente können chemische Schaumbildner zugesetzt werden, und/oder es kann mindestens eine mechanische Schaum düse zum Einsatz kommen, in welcher eine Beimischung von Luft zu den aufgesprühten Komponenten erfolgt.
Das Verfahren kann weiterhin mindestens einen Umwandlungsschritt aufweisen. In dem Umwandlungsschritt können Gase aus der Reinigungskammer mindestens einer Umwandlungsvorrichtung zur Aufbereitung zumindest eines Teils der Gase zugeführt werden, insbesondere einer Aufbereitung ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus einer chemischen Aufbereitung, einer physikalischen Aufbereitung und einer biologischen Aufbereitung. Die Umwandlungsvorrichtung kann insbesondere mindestens ein Element umfassen, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus einer chemischen Umwandlungsvorrichtung, einer physikalischen Umwandlungsvorrichtung und einer biologischen Umwandlungsvorrichtung. Die Umwandlungsvorrichtung kann beispielsweise mindestens eine Vorrichtung aufweisen, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus einem Katalysator, einem Filter und einer Gaswäsche. Der Filter kann beispielsweise Aktivkohle umfassen, insbesondere da Aktivkohle beispielsweise Stickoxide und insbesondere NO2 gut binden kann. Der Umwandlungsprozess kann auch derart durchgeführt werden, dass dieser mindestens einen Schritt umfasst, in welchem der Katalysator und/oder der Filter regeneriert und/oder wiederverwendbar gemacht werden. Dies kann beispielsweise durch Einwirkung von Temperatur erfolgen, beispielsweise auf ein Zeolithmaterial als Katalysator und/oder auf das Filtermaterial, und/oder auf andere Weise, beispielsweise auf chemische Weise. So können beispielsweise Stickoxid-haltige Gase durch einen Katalysator, beispielsweise einen platinhaltigen und/oder einen palladiumhaltigen Katalysator, in feuchter Atmosphäre in gasförmigen Stickstoff, Kohlendioxid und Wasser umgewandelt werden. Der Umwandlungsprozess kann in der Reinigungskammer selbst erfolgen, oder in dem Umwandlungsprozess können Gase aus der Reinigungskammer abgeleitet werden, beispielsweise durch Verdrängung und/oder Absaugen, und der Umwandlungsvorrichtung, beispielsweise dem Filter und/oder Katalysator und/oder der Gaswäsche, zugeführt werden. Nach der Aufbereitung durch die Umwandlungsvorrichtung können die Gase beispielsweise weitergeleitet werden in mindestens einer Weise, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: die Gase werden zurück in die Reinigungskammer geleitet, insbesondere in einem Umwälzprozess oder Umlaufverfahren; die Gase werden in eine Umgebung abgelassen; die Gase werden in ein Abluftsystem abgeleitet. Die erste Möglichkeit kann beispielsweise im Umwälzbetrieb erfolgen, beispielsweise indem die Gase wiederholt über die Umwandlungsvorrichtung geleitet werden. Das Umwälzverfahren kann beispielsweise so lange durchgeführt werden, bis die aufgearbeiteten Gase bestimmte Qualitätsanfor- MEIKO467
- 35 - derungen erfüllen, beispielsweise bis mindestens eine Gaskomponente eine Konzentrationsschwelle nicht mehr überschreitet, beispielsweise in der Reinigungskammer. Die Qualitätsanforderungen können beispielsweise durch mindestens einen Sensor erfasst werden. So können die Gase nach dem Desinfektionsschritt beispielsweise auch im Umlaufverfahren an einem oder mehreren Katalysatoren abgebaut werden. Alternativ oder zusätzlich können diese beispielsweise in einer Gaswäsche an Wasser gebunden werden. Das Wasser kann dann beispielsweise in einem nachfolgenden Reinigungsverfahren verwendet werden, beispielsweise in einem nachfolgenden Waschschritt und/oder einem Waschschritt eines nachfolgenden Spülzyklus. Alternativ oder zusätzlich kann das Wasser auch entsorgt werden, beispielsweise über mindestens einen Abfluss.
Wie oben ausgeführt, kann die Umwandlungsvorrichtung den mindestens einen Filter aufweisen. Der Filter kann auch als Abluftfilter bezeichnet werden. Der Filter kann mindestens ein Basismaterial aufweisen. Das Basismaterial kann auch als Trägermaterial bezeichnet werden. Das Basismaterial kann insbesondere ausgewählt sein aus der Gruppe bestehend aus: unbehandelter Aktivkohle; behandelter Aktivkohle; einem Zeolith; einem textilen Material, insbesondere einem Vliessstoff. Insbesondere kann der Filter als Wickelpatrone aus mindestens einem Vliesstoff bereitgestellt werden. Im Falle einer Ausführung des Basismaterials aus unbehandelter oder behandelter Aktivkohle kann der Filter auch als Aktivkohlefilter bezeichnet werden. Auch andere Materialien sind grundsätzlich denkbar.
Der Begriff „Aktivkohle“ bezeichnet im Allgemeinen einen beliebigen porösen, insbesondere feinkörnigen Kohlenstoff, insbesondere mit einer großen inneren Oberfläche. Aktivkohle kann daher insbesondere als Adsorptionsmittel eingesetzt werden. Insbesondere können mittels Aktivkohle Gase und andere Moleküle adsorbiert werden. Poren der Aktivkohle können offenporig ausgestaltet sein. Eine innere Oberfläche von Aktivkohle kann zwischen 300 m2/g und 2000 m2/g betragen. Eine Dichte von Aktivkohle kann insbesondere im Bereich von 0,2 g/cm3 bis 0,6 g/cm3 liegen. Auch andere Ausführungen sind jedoch grundsätzlich denkbar.
Insbesondere im Falle einer Verwendung von unbehandelter Aktivkohle als Basismaterial kann ein Abbau und/oder eine Entfernung von Stickstoffdioxid durch physikalische Adsorption erfolgen. Dabei können sich insbesondere Stickstoffdioxid-Moleküle an der Oberfläche der Aktivkohle anlagem.
Insbesondere im Falle einer Verwendung von unbehandelter Aktivkohle als Basismaterial kann die Umwandlungsvorrichtung eingerichtet sein, um ausgewechselt und/oder erneuert MEIKO467
- 36 - zu werden, insbesondere nach einem bestimmten Zeitraum. Beladene und/oder verbrauchte Aktivkohle kann insbesondere durch thermische Behandlung wieder reaktiviert werden.
Der Begriff „behandelte Aktivkohle“ bezeichnet im Allgemeinen eine beliebige Aktivkohle, welche chemisch modifiziert wurde oder ist, insbesondere um Adsorptionseigenschaften der Aktivkohle zu verbessern und/oder um eine chemische Reaktion zu ermöglichen, bei der Stickstoffdioxid in weniger schädliche Produkte umgewandelt wird. Die behandelte Aktivkohle kann insbesondere eine Aktivkohle sein, welche mit mindestens einer basischen Verbindung behandelt wurde oder ist. Bei der basischen Verbindung kann es sich insbesondere um Natriumhydroxid (NaOH) oder um Kaliumhydroxid (KOH) handeln. Die behandelte Aktivkohle an insbesondere Anlagerungen der mindestens einen basischen Verbindung umfassen, insbesondere an der inneren Oberfläche der Aktivkohle. Die innere Oberfläche kann auch als aktive Oberfläche bezeichnet werden. Insbesondere durch die Anlagerungen kann eine Adsorption bzw. eine Umwandlung von sauren Bestandteilen in einem zu behandelnden Fluidstrom verbessert werden. Beispielsweise kann eine Reaktion von Stickstoffdioxid mit Kaliumhydroxid zur Bildung von Kaliumnitrit (KNO2) und Kaliumnitrat (KNO3) sowie Wasser fuhren. Die entstehenden Reaktionsprodukte bzw. Salze sind im Allgemeinen gut wasserlöslich und können insbesondere zusammen mit dem Wasser, das ohnehin in der zu behandelnden Abluft enthalten ist, aus der behandelten Aktivkohle ausgetragen und ein Abwassersystem abgeführt werden. Weiterhin kann dem Abluftstom bzw. der behandelten Aktivkohle zusätzlich Wasser hinzugefügt werden, insbesondere für einen Fall, dass eine regulär verfügbare Wassermenge nicht ausreichend sein sollte. Üblicherweise verbrauchen sich das Natriumhydroxid und/oder das Kaliumhydroxid durch die Reaktion. Das verbrauchte Natriumhydroxid und/oder das Kaliumhydroxid kann ergänzt werden und die behandelte Aktivkohle kann wieder hergestellt werden.
Der Begriff „Zeolithe“ bezeichnet im Allgemeinen ein beliebiges aluminosilikatisches Material, insbesondere Mineral, welches insbesondere eine mikroporöse Struktur aufweisen kann. Der Zeolith kann insbesondere eine spezifische Oberfläche von 300 bis 1000 m2/g aufweisen. Auch andere Bereiche sind jedoch grundsätzlich denkbar. Der Zeolith kann weiterhin insbesondere eine Porosität von mindestens 20%, insbesondere von mindestens 30%, aufweisen. Auch andere Porositäten sind jedoch denkbar. Insbesondere durch die hohe spezifische Oberfläche und Porosität kann der Zeolith eingerichtet sein, Gase die Stickstoffdioxid zu adsorbieren. Im Allgemeinen beeinflussen eine Porengröße und eine chemische Zusammensetzung des Zeoliths seine Fähigkeit, Stickstoffdioxid-Moleküle zu adsorbieren. MEIKO467
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Die Umwandlungsvorrichtung kann insbesondere eingerichtet sein für eine Wäsche, insbesondere eine Abluftwäsche, und/oder eine nasschemische Behandlung von einer Abluft, insbesondere von Gasen aus der Reinigungskammer, insbesondere zu einer Reduktion von Stickstoffdioxid. Die Umwandlungsvorrichtung kann direkt in der Reinigungskammer angeordnet sein oder in einem, insbesondere separaten, Abgasbehandlungsraum, insbesondere in welchem die Gase aus der Reinigungskammer, insbesondere Ablauft, eingeleitet sind. Insbesondere kann die Umwandlungsvorrichtung eingerichtet sein, Natriumsulfit, insbesondere eine wässrige Natriumsulfitlösung, bereitzustellen und auf die Gase aus der Reinigungskammer, insbesondere Stickstoffdioxid umfassende Gase, zu sprühen. Im Falle einer Einrichtung der Umwandlungsvorrichtung zur Bereitstellung von Natriumsulfit kann ein Gehalt an Stickstoffdioxid in der Abluft um 50% bis 95% reduziert werden. Darüber hinaus kann die Umwandlungsvorrichtung eingerichtet sein, Wasserstoffperoxid bereitzustellen.
Der Abbau von Stickstoffdioxid (NO2) mit Wasserstoffperoxid (H2O2) ist im Allgemeinen eine chemische Methode zur Reduktion von Stickstoffdioxid in weniger schädliche Verbindungen. Wasserstoffperoxid wirkt üblicherweise dabei als Oxidationsmittel und kann Stickstoffdioxid in Nitrat umwandeln. Die Reaktion zwischen Stickstoffdioxid und Wasserstoffperoxid führt im Allgemeinen zur Bildung von Salpetersäure (HNO3).
Das Verfahren kann weiterhin die Verwendung mindestens eines Sensors umfassen. Dieser mindestens eine Sensor kann insbesondere die Bildung des Desinfektionswirkstoffs und/oder den Desinfektionsschritt überwachen. Insbesondere kann einer oder mehrere Sensoren eingesetzt werden, welche den Desinfektionsschritt direkt überwachen und/oder welche einen oder mehrere Parameter überwachen, die in diesem Desinfektionsprozess eine Rolle spielen und/oder diesen charakterisieren. Insbesondere kann einer oder mehrere Sensoren eingesetzt werden, welche den mindestens einen Desinfektionsschritt oder auch einen oder mehrere Teilschritte desselben überwachen. Beispielsweise kann das Mischen der reaktiven Komponenten und/oder die Beaufschlagung des Reinigungsguts mit dem Desinfektionswirkstoff durch einen oder mehrere Sensoren überwacht werden. Diese Überwachung kann beispielsweise für eine Steuerung des Desinfektionsschritts, insbesondere für eine Regelung, verwendet werden. Alternativ oder zusätzlich können mittels dieser Überwachung auch Fehlfunktionen detektiert werden, welche insbesondere einen Einfluss auf die Desinfektion des Reinigungsguts haben könnten. Bei einer Detektion einer Fehlfunktion kann die Geschirrspülmaschine eingerichtet sein, um beispielsweise ein Warnsignal an einen Benutzer und/oder eine andere Vorrichtung auszugeben. MEIKO467
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Insbesondere kann der mindestens eine Sensor in mindestens einer Weise eingerichtet sein, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: der Sensor ist eingerichtet, um mindestens eine Eigenschaft mindestens einer Komponente zu detektieren, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: dem Desinfektionswirkstoff; mindestens einer den Desinfektionswirkstoff enthaltenden Wirklösung; mindestens einer der reaktiven Komponenten; mindestens einer der reaktiven Komponenten, gemischt mit mindestens einem Trägerstoff; mindestens einem bei einer Reaktion der reaktiven Komponenten entstehenden Nebenprodukt; der Sensor ist eingerichtet, um mindestens eine Eigenschaft mindestens eines Reaktionsprodukts innerhalb der Reinigungskammer oder auf der Oberfläche des Reinigungsguts zu detektieren, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: einer entstehenden Säure; einem aus der Reaktion entstehenden Gas; einem Reaktionsnebenprodukt.
Umfasst das Verfahren die Verwendung mindestens eines Sensors der Geschirrspülmaschine, so kann in dem Desinfektionsschritt insbesondere mindestens ein Parameter des Desinfektionsschritts entsprechend mindestens eines Sensorsignals des Sensors beeinflusst werden, beispielsweise gesteuert und/oder geregelt werden.
Die Steuerung kann insbesondere eingerichtet sein, um den Desinfektionsschritt mittels mindestens eines Sensorsignals des Sensors zu steuern, insbesondere um in dem Desinfektionsprozess mindestens ein Parameter des Desinfektionsprozesses entsprechend mindestens eines Sensorsignals des Sensors zu beeinflussen. Beispielsweise kann, insbesondere mittels mindestens eines Ventils und/oder mittels mindestens einer Dosierpumpe, mindestens ein Parameter angesteuert oder sogar geregelt werden, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: einer Menge mindestens einer der reaktiven Komponenten; einem Volumenstrom mindestens einer der reaktiven Komponenten; einem Massenstrom mindestens einer der reaktiven Komponenten; einer Konzentration mindestens einer der reaktiven Komponenten in mindestens einem Trägerstoff; einem Mischungsverhältnis der mindestens zwei reaktiven Komponenten; einer Menge des mindestens einen Desinfektionswirkstoffs; einem Volumenstrom des mindestens einen Desinfektionswirkstoffs; einem Massenstrom des mindestens einen Desinfektionswirkstoffs; einer Konzentration des mindestens einen Desinfektionswirkstoffs in mindestens einem Trägerstoff.
Dabei kann ein Regel Verhältnis der beiden reaktiven Komponenten abhängig von der bereitgestellten Form, Menge und/oder Konzentration der reaktiven Komponenten gewählt werden. Bevorzugt können die beiden reaktiven Komponenten derart bereitgestellt und dosiert werden, dass die jeweiligen Behälter der beiden reaktiven Komponenten zur gleichen Zeit MEIKO467
- 39 - entleert werden können. So können beispielsweise die reaktiven Komponenten in gleichen oder aufeinander abgestimmten Gebindegrößen bereitgestellt und die Dosierung der reaktiven Komponenten derart gewählt werden, dass die jeweiligen Behälter der beiden reaktiven Komponenten zur gleichen Zeit entleert werden können. Beispielweise können die beiden reaktiven Komponenten in gleichen Gebindegrößen bereitgestellt und in gleichen Volumenströme eindosiert werden.
Alternativ und/oder zusätzlich kann der oder die zu regelnde Parameter so gewählt werden, dass eine Konzentration und eine Einwirkzeit des mindestens einen Desinfektionswirk-stoffs auf dem beaufschlagten Reinigungsgut eine vorgegebene Wirkung erzielen. Beispielweise kann der oder die zu regelnde Parameter derart gewählt werden, dass der mindestens eine Desinfektionswirkstoff eine vollsporizide Wirkung oder eine abgeschwächte Wirkung, beispielweise eine lediglich bakterizide Wirkung, aufweist. Die Wirkung kann insbesondere den Anforderungen eines Betreibers der Transportspülmaschine an das zu behandelnde Reinigungsgut angepasst werden, beispielsweise entsprechend einem gegebenenfalls bestehenden Seuchendruck.
Insbesondere kann der Sensor zumindest teilweise in der erstgenannten Weise sein und kann beispielsweise in mindestens einem von der Komponente durchströmten Leitungssystem angeordnet sein. Alternativ oder zusätzlich kann der Sensor auch in einer von dem Desinfektionswirkstoff durchströmten, separaten Leitung angeordnet sein. Die separate Leitung kann dabei einen Teil des mit dem Desinfektionswirkstoff angereicherten Träger Stoff Stroms oder der mit den beiden reaktiven Komponenten angereicherten Träger-stoffströme abtrennen und dem Sensor zuführen. Beispielsweise können in einem Leitungssystem Teilströme der beiden reaktiven Komponenten abgetrennt und vermischt werden, sodass der Sensor einen Parameter des Desinfektionswirkstoffs, insbesondere eine Konzentration des Desinfektionswirkstoffs, erfassen kann. So kann der Sensor, auch wenn die reaktiven Komponenten getrennt voneinander auf das Reinigungsgut aufgebracht werden, einen Parameter des Desinfektionswirkstoffs, beispielsweise eine Konzentration des Desinfektionswirkstoffs, erfassen. Der Sensor kann insbesondere mindestens einen optischen Absorptionssensor umfassen.
Der Sensor kann auf verschiedene Weisen ausgestaltet sein. So kann der Sensor insbesondere mindestens einen Leitfähigkeitssensor umfassen. Alternativ oder zusätzlich kann der Sensor jedoch auch mindestens einen optischen Sensor umfassen. So sind mehrere der oben genannten Desinfektionswirkstoffe und/oder deren reaktive Komponenten durch Absorptionsmessungen leicht qualitativ oder quantitativ zu erfassen. So kann der mindestens eine Sensor insbesondere mindestens einen optischen Absorptionssensor umfassen. MEIKO467
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Das Verfahren kann weiterhin eine Verwendung mindestens eines Filterelements umfassen. Das Filterelement kann insbesondere in mindestens einem von mindestens einer Komponente durchströmten Leitungssystem angeordnet sein, wobei die Komponente insbesondere ausgewählt sein kann aus der Gruppe bestehend aus dem Desinfektionswirkstoff; mindestens einer den Desinfektionswirkstoff enthaltenden Wirklösung; mindestens einer der reaktiven Komponenten; mindestens einer der reaktiven Komponenten, gemischt mit mindestens einem Trägerstoff, insbesondere Wasser; mindestens einem bei einer Reaktion der reaktiven Komponenten entstehenden Nebenprodukt.
In einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Geschirrspülmaschine im Sinne der obigen Definition vorgeschlagen. Die Geschirrspülmaschine ist als Programmautomat ausgestaltet und weist mindestens eine Steuerung auf. Die Steuerung ist eingerichtet, um das in einer Reinigungskammer der Geschirrspülmaschine ortsfest aufgenommene Reinigungsgut mindestens einem Reinigungsprogramm mit einer Mehrzahl von Programmschritten zu unterziehen. Die Steuerung ist weiterhin eingerichtet, um die Geschirrspülmaschine zur Durchführung eines Verfahrens nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen anzusteuern. Für weitere mögliche Definitionen, Optionen und Ausgestaltungen kann auf die obige Beschreibung des Verfahrens verwiesen werden.
Das vorgeschlagene Verfahren zur Reinigung von Geschirr umfassendem Reinigungsgut in einer Geschirrspülmaschine und die vorgeschlagene Geschirrspülmaschine weisen gegenüber bekannten Geschirrspülmaschinen und Reinigungsverfahren zahlreiche Vorteile auf. So kann das Verfahren insbesondere für gewerbliche Geschirrspülmaschinen eine kurze Programmdauer ermöglichen, da auf eine zeitaufwendige thermische Einwirkung und/oder auf eine zeitaufwendige Einwirkung schwacher chemischer Desinfektionsmittel verzichtet werden kann. Dennoch kann mit dem Desinfektionsschritt eine verstärkte Desinfektionswirkung, insbesondere gegen Sporen von Bakterien, erzielt und somit die erforderliche Hygie- nisierungswirkung sichergestellt werden. So kann insbesondere die Temperatur des Desinfektionsschritts gesenkt werden, sodass die Desinfektion bei niedrigeren Temperaturen erfolgt, was zu einer Verringerung des Energieverbrauchs und/oder zu einer geringeren Belastung des Reinigungsguts beiträgt.
In der vorgeschlagenen Geschirrspülmaschine und dem vorgeschlagenen Verfahren lassen sich als reaktive Komponenten beispielsweise zwei oder mehr, für sich genommen und in ungemischtem Zustand, ungefährliche und einfach zu lagernde Grundkomponenten einsetzen. Aus diesen kann der Desinfektionswirkstoff in-situ in der Geschirrspülmaschine erzeugt MEIKO467
- 41 - werden. Während der Anwendung kann sich der Desinfektionswirkstoff nach einer kurzen Einwirkzeit zu einer oder mehreren unwirksamen und ungefährlichen Substanzen abbauen.
Damit kann auf einfache Weise, zwischen dem Waschschritt und dem Klarspülschritt, ein Desinfektionsschritt eingeschoben werden. Dies kann insbesondere auch bei den hierin beschriebenen Programmautomaten erfolgen, bei denen das Reinigungsgut ortsfest verbleibt und alle Verfahrensschritte nacheinander ablaufen bzw. durchgeführt werden. Beispiele dafür sind Untertisch- Spülmaschinen, Durchschub- oder Haubenspülmaschinen, sowie Utensilienspülmaschinen. Das Reinigungsgut kann hierbei in Körben aufgenommen werden, welche im Allgemeinen manuell in die Spülkammer eingebracht und auch wieder manuell daraus entnommen werden. Der Desinfektionsschritt kann dem eigentlichen Nachspülschritt mit erwärmtem Frischwasser vorgeschaltet sein. Dabei kann der vorgemischte Desinfektionswirkstoff nach einem Boiler für das Klarspülfluid in die Zuleitung zu den Klarspüldüsen eingegeben bzw. eindosiert, und zeitgleich die Klarspülpumpe für eine vorgegebene Zeit angesteuert werden. Dabei kann der Desinfektionswirkstoff über eine vorbestimmte Menge an Klarspülflüssigkeit auf das fertig gereinigte Reinigungsgut aufgebracht werden. Nach dem Desinfektionsschritt kann ein Klarspülschritt, optional mit Klarspülmittel, durchgeführt werden, wobei die Klarspülpumpe für eine ebenfalls vorbestimmte Zeit angesteuert wird und dadurch eine zweite vorbestimmte Menge an Klarspülflüssigkeit auf das Reinigungsgut aufgebracht wird.
Der gebrauchsfertige Desinfektionswirkstoff kann, wie oben ausgeführt, auf unterschiedliche Weisen erzeugt werden. So können die mindestens zwei reaktiven Komponenten jeweils separat einer Zuleitung zu der Desinfektionsbeaufschlagungsvorrichtung zugeführt werden, beispielsweise einer Zuleitung zu den Desinfektionsdüsen. Durch die Strömung in dieser Zuleitung können die reaktiven Komponenten vermischt werden. Um die ordnungsgemäße Vermischung der reaktiven Komponenten zu überprüfen, kann an dieser Zuleitung beispielsweise mindestens ein Sensor vorgesehen sein, beispielsweise mindestens ein optischer Sensor, der beispielsweise mittels Detektion eines Farbumschlags der Lösung eine ordnungsgemäße Mischung erkennen und überwachen kann.
Alternativ oder zusätzlich können die mindestens zwei reaktiven Komponenten separat vermischt werden. Beispielsweise können diese in mindestens einer Mischstrecke vereinigt werden. Die Mischstrecke kann beispielsweise der Zuführung zu den Desinfektionsdüsen vorgelagert sein. Am Ende der Mischstrecke, vor der Einleitung in die Zuführung zu den Desinfektionsdüsen, kann wiederum mindestens ein Sensor vorgesehen sein, beispielsweise MEIKO467
- 42 - wiederum mindestens ein optischer Sensor, welcher beispielsweise wiederum einen Farbumschlag überwachen kann.
In jedem Fall kann, wenn die reaktiven Komponenten gemischt werden, auch bei Verwendung einer Mischstrecke, zusätzlich mindestens ein statischer Mischer vorgesehen sein, um die Vermischung der beiden reaktiven Komponenten zu verbessern.
Weiter ist denkbar, dass zunächst aus einem Hochkonzentrat der reaktiven Komponenten jeweils eine verdünnte Lösung erzeugt wird. Die Verwendung solcher Zwischenschritte kann die Dosierung erleichtern, weil z.B. die Genauigkeits -Anforderungen an Dosiergeräte und/oder Dosierpumpen geringer sein können.
Eine alternativ oder zusätzlich einsetzbare Möglichkeit zur Aufbringung des Desinfektionswirkstoffs auf das Reinigungsgut besteht, wie oben ausgeführt, in einer separaten Aufbringung der reaktiven Komponenten auf das Reinigungsgut. So kann beispielsweise, wie oben ausgeführt, die mindestens eine N-Komponente als Schaum und dann nachfolgend die mindestens eine H-Komponente als Flüssigkeit aufgetragen werden. Die H-Komponente kann optional mindestens einen Entschäumer umfassen. Diese Variante bietet insbesondere den Vorteil, dass die N-Komponente aus mindestens einem separaten Tank eindosiert werden kann und so deren Menge ebenfalls einfach regelbar sein kann. Weiterhin läuft der als Schaum aufgebrachte Desinfektionswirkstoff nicht so schnell von der Oberfläche des Reinigungsguts ab wie eine wässrige Lösung und kann deshalb länger auf der Oberfläche des Reinigungsguts verbleiben.
Insgesamt lässt sich mittels des vorgeschlagenen Verfahrens eine einfache und effiziente Desinfektion erzielen. Hierbei können ungefährliche und einfach zu lagernde Grundkomponenten eingesetzt werden. Es lassen sich so auf einfache und effiziente Weise auch Keime und deren Lebensformen abtöten, beispielsweise Sporen von Bakterien. Gerade Letzteres ist mit vielen anderen Verfahren nur schwer erzielbar. Hierdurch lässt sich die Hygieneleistung des Spülprozesses verbessern.
Weiterhin lässt sich die erforderliche Einwirkzeit im Vergleich zu anderen Verfahren reduzieren. So kann beispielsweise die erforderliche Zeit, um Sporen zu inaktivieren, auf bis zu 5 Sekunden reduziert werden. Durch diese kurze erforderliche Einwirkzeit kann in der Geschirrspülmaschine auch bei kurzen Programmdauern von deutlich unter 15 Minuten, beispielsweise bei deutlich unter 10 Minuten, wie beispielsweise bei 5 Minuten oder weniger, MEIKO467
- 43 - realisiert werden, ohne dass mit Beeinträchtigungen der Hygienisierungswirkung des Desinfektionsschritts zu rechnen ist.
Da nunmehr ein sehr effizientes chemisches Desinfektionsverfahren zur Verfügung steht, kann weiterhin eine thermische Einwirkung auf das Reinigungsgut vergleichsweise reduziert werden. So können insbesondere Temperaturen in den anderen Reinigungsschritten im Vergleich zur Situation ohne Desinfektionsschritt abgesenkt werden, was zu einer verringerten Energieaufnahme der Geschirrspülmaschine und einer verringerten thermischen Belastung der Umgebung, beispielsweise der Spülküche, führen kann.
Zusammenfassend werden, ohne Beschränkung weiterer möglicher Ausgestaltungen, folgende Ausführungsformen vorgeschlagen:
Ausführungsform 1 : Verfahren zur Reinigung von Geschirr umfassendem Reinigungsgut in einer Geschirrspülmaschine, wobei die Geschirrspülmaschine als Programmautomat ausgestaltet ist und mindestens eine Steuerung aufweist, wobei die Steuerung eingerichtet ist, um das in einer Reinigungskammer der Geschirrspülmaschine mittels mindestens eines Geschirrkorbs ortsfest aufgenommene Reinigungsgut mindestens einem Reinigungsprogramm mit einer Mehrzahl von Programm schritten zu unterziehen, wobei das Verfahren folgende Schritte in der genannten Reihenfolge aufweist: a. mindestens einen Waschschritt, umfassend mindestens eine Beaufschlagung des Reinigungsguts in der Reinigungskammer mit mindestens einer Reinigungsflüssigkeit im Umwälzverfahren; b. mindestens einen Desinfektionsschritt, umfassend mindestens ein Mischen mindestens zweier reaktiver Komponenten zur Erzeugung mindestens eines Desinfektionswirkstoffs und Beaufschlagung des Reinigungsguts in der Reinigungskammer mit dem Desinfektionswirkstoff; und c. mindestens einen Klarspülschritt, umfassend mindestens eine Beaufschlagung des Reinigungsguts in der Reinigungskammer mit mindestens einer Klarspülflüssigkeit, insbesondere Wasser.
Ausführungsform 2: Verfahren nach der vorhergehenden Ausführungsform, wobei der Programmautomat mindestens einen Waschtank, insbesondere im Boden der Reinigungskammer, sowie weiterhin mindestens einen von dem Waschtank getrennt ausgebildeten Klarspültank zur Aufbereitung der Klarspülflüssigkeit aufweist, insbesondere einen Klarspültank mit mindestens einer Heizvorrichtung, insbesondere mindestens einen Boiler, wo- MEIKO467
- 44 - bei der Waschtank über mindestens eine Waschleitung mit mindestens einem Waschdüsensystem einer Beaufschlagungsvorrichtung der Geschirrspülmaschine verbunden ist, wobei der Klarspültank über mindestens eine Klarspülleitung mit mindestens einem Klarspüldüsensystem verbunden ist.
Ausführungsform 3 : Verfahren nach der vorhergehenden Ausführungsform, wobei in Schritt b. die mindestens zwei reaktiven Komponenten, einzeln oder gemischt, in die Klarspülleitung eindosiert werden.
Ausführungsform 4: Verfahren nach der vorhergehenden Ausführungsform, wobei die Beaufschlagungsvorrichtung mindestens eine Klarspülpumpe aufweist, wobei in Schritt b. die Klarspülpumpe betätigt wird.
Ausführungsform 5: Verfahren nach der vorhergehenden Ausführungsform, wobei das Verfahren derart durchgeführt wird, dass vor Durchführung der Schritte b. und c. eine Menge an Klarspülflüssigkeit auf mindestens eine vorgegebene Temperatur erwärmt wird, insbesondere eine Temperatur von mindestens 55 °C, wobei die Menge an Klarspülflüssigkeit aufgeteilt wird in mindestens eine erste Menge und mindestens eine zweite Menge, wobei in Verfahrensschritt b. die Klarspülpumpe solange betätigt wird, bis die erste Menge an Klarspülflüssigkeit aus dem Klarspültank entnommen ist, und wobei die erste Menge an Klarspülflüssigkeit als Trägerstoff für den Desinfektionswirkstoff in Schritt b. verwendet wird und wobei die zweite Menge an Klarspülflüssigkeit in Schritt c. verwendet wird.
Ausführungsform 6: Verfahren nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen, wobei das Mischen in Schritt b. mindestens eine Vermischung der reaktiven Komponenten umfasst, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: die reaktiven Komponenten werden vermischt, wobei der Desinfektionswirkstoff in der Mischung gebildet wird und die Mischung auf das Reinigungsgut aufgebracht wird; die reaktiven Komponenten werden auf das Reinigungsgut aufgebracht und auf dem Reinigungsgut vermischt, wobei der Desinfektionswirkstoff in der Mischung auf dem Reinigungsgut gebildet wird; mindestens eine erste der reaktiven Komponenten wird auf das Reinigungsgut aufgebracht, und das Reinigungsgut mit der darauf aufgebrachten ersten reaktiven Komponente wird in der Reinigungskammer einer Atmosphäre ausgesetzt, welche mindestens MEIKO467
- 45 - eine zweite der reaktiven Komponenten umfasst, so dass sich die reaktiven Komponenten auf dem Reinigungsgut vermischen, wobei der Desinfektionswirkstoff in der Mischung auf dem Reinigungsgut entsteht.
Ausführungsform 7: Verfahren nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen, wobei der Desinfektionswirkstoff in mindestens einem Trägerstoff enthalten ist, wobei der Desinfektionswirkstoff und der Trägerstoff eine Wirklösung bilden, wobei das Reinigungsgut mit der Wirklösung beaufschlagt wird.
Ausfuhrungsform 8: Verfahren nach vorhergehenden Ausführungsform, wobei Schritt b. ein Mischen mindestens einer der reaktiven Komponenten mit dem Trägerstoff umfasst.
Ausführungsform 9: Verfahren nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen, wobei die reaktiven Komponenten mindestens ein Oxidationsmittel und mindestens ein Anion einer Säure umfassen.
Ausführungsform 10: Verfahren nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen, wobei der Desinfektionswirkstoff mindestens einen Wirkstoff umfasst, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: einer reaktiven Stickstoffverbindung, insbesondere einer reaktiven Stickstoffverbindung ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: Peroxinitritsäure (0N00H); Peroxinitrit (ONOO ); einer reaktiven Sauerstoffverbindung, insbesondere H2O2; einer Peroxycarbonsäure, insbesondere Peroxyessigsäure (CH3COOOH); einem Anion einer einer Peroxycarbonsäure, insbesondere Peroxyessigsäure (CH3COOO ); und einer Chlorverbindung, insbesondere einer Chlorverbindung ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus hypochloriger Säure (HC1O), einem Anion der hypochlorigen Säure (CIO'), chloriger Säure (HCIO2), einem Anion der chlorigen Säure (CIO2 ), Chlorsäure (HCIO3), einem Anion der Chlorsäure (CIOs'), einem Chloroxid, insbesondere Chlordioxid.
Ausführungsform 11 : Verfahren nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen, wobei die reaktiven Komponenten mindestens eine erste Komponente umfassen, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: Nitrat (NO3 ); Nitrit (NO2'); einer Carbonsäure, insbesondere Essigsäure (CH3COOH); einem Anion einer Carbonsäure, insbesondere Essigsäure (CEECOO' ); Hypochlorit (CIO'); Chlorit (C1O2'); und Chlorat (CIOs').
Ausführungsform 12: Verfahren nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen, wobei die reaktiven Komponenten mindestens eine zweite Komponente umfassen, ausgewählt aus MEIKO467
- 46 - der Gruppe bestehend aus: Wasserstoffperoxid (H2O2); Ozon (O3); H+; und einer Säure, insbesondere mindestens eine Säure ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Zitronensäure, Phosphorsäure; Schwefelsäure, Salpetersäure, und Essigsäure.
Ausführungsform 13: Verfahren nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen, weiterhin umfassend mindestens einen Umwandlungsschritt, wobei in dem Umwandlungsschritt Gase aus der Reinigungskammer mindestens einer Umwandlungsvorrichtung zur Aufbereitung zumindest eines Teils der Gase zugeführt werden, insbesondere einer Aufbereitung ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus einer chemischen Aufbereitung, einer physikalischen Aufbereitung und einer biologischen Aufbereitung.
Ausführungsform 14: Verfahren nach der vorhergehenden Ausführungsform, wobei die Umwandlungsvorrichtung mindestens eine Vorrichtung aufweist, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: einem Katalysator, einem Filter, einer Gaswäsche.
Ausführungsform 15 : Verfahren nach der vorhergehenden Ausführungsform, wobei der Filter mindestens ein Basismaterial aufweist ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: unbehandelter Aktivkohle; behandelter Aktivkohle; einem Zeolith; einem textilen Material, insbesondere einem Vliessstoff.
Ausführungsform 16: Verfahren nach einer der drei vorhergehenden Ausführungsformen, wobei die Umwandlungsvorrichtung eingerichtet ist für eine nasschemische Behandlung von Gasen aus der Reinigungskammer.
Ausführungsform 17: Verfahren nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen, wobei das Verfahren weiterhin die Verwendung mindestens eines Sensors umfasst, wobei der Sensor in mindestens einer Weise eingerichtet ist, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: der Sensor ist eingerichtet, um mindestens eine Eigenschaft mindestens einer Komponente zu detektieren, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: dem Desinfektionswirkstoff; mindestens einer den Desinfektionswirkstoff enthaltenden Wirklösung; mindestens einer der reaktiven Komponenten; mindestens einer der reaktiven Komponenten, gemischt mit mindestens einem Trägerstoff; mindestens einem bei einer Reaktion der reaktiven Komponenten entstehenden Nebenprodukt; MEIKO467
- 47 - der Sensor ist eingerichtet, um mindestens eine Eigenschaft mindestens eines Reaktionsprodukts innerhalb der Reinigungskammer oder auf der Oberfläche des Reinigungsguts zu detektieren, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: einer entstehenden Säure; einem aus der Reaktion entstehenden Gas; einem Reaktionsnebenprodukt.
Ausführungsform 18: Verfahren nach der vorhergehenden Ausführungsform, wobei in dem Desinfektionsschritt mindestens ein Parameter des Desinfektionsschritts entsprechend mindestens eines Sensorsignals des Sensors beeinflusst wird.
Ausfuhrungsform 19: Verfahren nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen, wobei das Verfahren weiterhin eine Verwendung mindestens eines Filterelements umfasst, wobei das Filterelement in mindestens einem von mindestens einer Komponente durchströmten Leitungssystem angeordnet ist, wobei die Komponente ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus dem Desinfektionswirkstoff; mindestens einer den Desinfektionswirkstoff enthaltenden Wirklösung; mindestens einer der reaktiven Komponenten; mindestens einer der reaktiven Komponenten, gemischt mit mindestens einem Trägerstoff, insbesondere Wasser; mindestens einem bei einer Reaktion der reaktiven Komponenten entstehenden Nebenprodukt.
Ausführungsform 20: Geschirrspülmaschine, wobei die Geschirrspülmaschine als Programmautomat ausgestaltet ist und mindestens eine Steuerung aufweist, wobei die Steuerung eingerichtet ist, um das in einer Reinigungskammer der Geschirrspülmaschine ortsfest aufgenommene Reinigungsgut mindestens einem Reinigungsprogramm mit einer Mehrzahl von Programmschritten zu unterziehen, wobei die Steuerung eingerichtet ist, um die Geschirrspülmaschine zur Durchführung eines Verfahrens nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen anzusteuem.
Kurze Beschreibung der Figuren
Weitere Einzelheiten und Merkmale ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen, insbesondere in Verbindung mit den Unteransprüchen. Hierbei können die jeweiligen Merkmale für sich alleine oder zu mehreren in Kombination miteinander verwirklicht sein. Die Erfindung ist nicht auf die Ausführungsbeispiele beschränkt. Die Ausführungsbeispiele sind in den Figuren schematisch dargestellt. Gleiche Bezugsziffern in den einzelnen Figuren bezeichnen dabei gleiche oder funktionsgleiche bzw. hinsichtlich ihrer Funktionen einander entsprechende Elemente. MEIKO467
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Im Einzelnen zeigen:
Figur 1 ein Ausführungsbeispiel einer erfmdungsgemäßen Geschirrspülmaschine in einer Schnittdarstellung von der Seite;
Figuren 2A und 2B verschiedene Ausführungsbeispiele einer Desinfektionsbeaufschlagungsvorrichtung; und
Figur 3 ein Flussdiagramm eines Ausführungsbeispiels eines erfmdungsgemäßen Verfahrens zur Reinigung von Geschirr umfassendem Reinigungsgut in einer Geschirrspülmaschine.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
Figur 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer erfmdungsgemäßen Geschirrspülmaschine 110 in einer Schnittdarstellung von der Seite. Die Geschirrspülmaschine 110 ist als Programmautomat 112 ausgestaltet. Die Geschirrspülmaschine 110 ist in diesem Ausführungsbeispiel daher derart eingerichtet, dass das Reinigungsgut 114 stationär in einer Reinigungskammer 116 aufgenommen und in der Reinigungskammer 116 mindestens einem Reinigungsprogramm mit mehreren Programmschritten unterzogen werden kann.
Die Reinigungskammer 116 kann mindestens ein Gehäuse 118 aufweisen, welches die Reinigungskammer 116 ganz oder teilweise umschließt. Die Reinigungskammer 116 kann mindestens eine Öffnung 120 zum Beladen der Reinigungskammer 116 mit dem zu reinigenden Reinigungsgut 114 sowie zur Entnahme des gereinigten Reinigungsguts 114 aus der Reinigungskammer 116 aufweisen. Wie in Figur 1 dargestellt ist, kann dies eine Öffnung 120 mit einer an einer Frontseite der Reinigungskammer 116 angeordneten Tür 122 sein. Alternativ sind jedoch auch an einer Oberseite der Reinigungskammer 116 angeordnete Klappen oder Türen oder auch Hauben zum Abschluss der Reinigungskammer 116 möglich, beispielsweise im Rahmen von so genannten Hauben-Reinigungsmaschinen, beispielsweise Hauben- Geschirrspülmaschinen.
Die Reinigungskammer 116 kann weiterhin zur Aufnahme mindestens eines Reinigungskorbs 124 eingerichtet sein. Zu diesem Zweck kann die Reinigungskammer 116 beispielsweise mindestens eine Korbaufnahme aufweisen (nicht in Figur 1 dargestellt), beispielsweise mindestens eine Schiene, in welche der Reinigungskorb 124 eingeschoben werden kann. So kann die Geschirrspülmaschine 110, wie in diesem Ausführungsbeispiel gezeigt, MEIKO467
- 49 - als Frontlader-Geschirrspülmaschine ausgestaltet sein. Andere Ausführungen sind jedoch ebenfalls möglich, beispielweise Hauben-Geschirrspülmaschinen.
Wie in Figur 1 zu sehen ist, kann die Geschirrspülmaschine 110 mindestens eine Beaufschlagung svorrichtung 126 zur Beaufschlagung des Reinigungsguts 114 mit mindestens einer Reinigungsflüssigkeit, insbesondere mit mindestens einer Waschflüssigkeit 128, umfassen. Die Beaufschlagungsvorrichtung 126 kann insbesondere mindestens ein Waschdüsensystem 130 umfassen. Zum Zweck des Waschens kann die Geschirrspülmaschine 110 insbesondere eine oder mehrere Waschdüsen aufweisen, welche beispielsweise mittels mindestens einer Waschpumpe 132 aus mindestens einem Waschtank 134 mit dem mindestens einen Waschfluid 128 gespeist werden können. Insbesondere kann mindestens eine Waschdüse 136, beispielsweise mindestens ein drehbar gelagerter Waschdüsenarm, oberhalb des mindestens einen Geschirrkorbs 124 angeordnet sein, sowie mindestens eine Waschdüse 138, beispielsweise mindestens ein drehbar gelagerter Waschdüsenarm, unterhalb des mindestens einen Geschirrkorbs 124. Weiterhin kann die Beaufschlagungsvorrichtung 126 mindestens ein Leitungssystem 140 zur Bereitstellung der Waschflüssigkeit 128 aus mindestens einem Waschtank 134 an das Waschdüsensystem 130 umfassen. Der mindestens eine Waschtank 134 kann insbesondere am Boden unterhalb der Reinigungskammer 116 angeordnet sein, so dass ein Waschschritt im Umwälzbetrieb erfolgen kann. Zur Temperierung des Waschfluids 128 kann beispielsweise in dem Waschtank 134 mindestens eine Heizvorrichtung 141 vorgesehen sein, auch als Waschtankheizung bezeichnet.
In dem in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel sind jeweils getrennte Düsensysteme für Waschflüssigkeit 128 und Klarspülflüssigkeit 142 vorgesehen. So kann die Geschirrspülmaschine 110 weiterhin mindestens einen von dem Waschtank 134 getrennt ausgebildeter Klarspültank 144 zur Aufbereitung der Klarspülflüssigkeit 142 aufweisen. Der Klarspültank 144 kann insbesondere einen Klarspültank mit mindestens einer Heizvorrichtung 146 umfassen, insbesondere mindestens einen Boiler. Der Klarspültank 144 kann insbesondere über mindestens eine Klarspülleitung 148 mit mindestens einem Klarspüldüsensystem 150 verbunden sein. Zum Zweck des Klarspülens können beispielsweise ein oder mehrere Klarspüldüsen vorgesehen sein. Beispielsweise kann mindestens eine Klarspül düse 152, beispielsweise ein drehbarer oder fester Düsenarm, oberhalb des Geschirrkorbs 124 angeordnet sein, und mindestens eine Klarspül düse 154, beispielsweise ein drehbarer oder fester Düsenarm, unterhalb des Geschirrkorbs 124. Um die Klarspüldüsen 152, 154 mit dem mindestens einen Klarspülfluid 142 zu speisen, kann eine Klarspülpumpe 155 vorgesehen sein, die das Klarspülfluid 142 aus dem Klarspültank 144 über die Klarspülleitung 148 an die Klarspül düsen 152, 154 bereitstellen kann. Der Klarspültank 144 kann beispielsweise über mindestens eine MEIKO467
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Fri schwas serl ei tung 156, optional mit mindestens einem Ventil 158, mit Frischwasser und/oder einer anderen Art von Reinigungsflüssigkeit gefüllt werden.
Nach erfolgter Beaufschlagung kann Reinigungsfluid, beispielsweise das Waschfluid 128 und/oder das Klarspülfluid 142, über mindestens eine Ablaufleitung 160 und optional mindestens eine Ablaufpumpe 162 in einen Ablauf 164 abgeleitet werden.
Die Beaufschlagungsvorrichtung 126 kann weiterhin mindestens eine Desinfektionsbeaufschlagungsvorrichtung 166 mit mindestens einer Desinfektionsdüse 168 aufweisen. Zum Zweck der Desinfektion kann die Geschirrspülmaschine 110, beispielsweise die Beaufschlagung svorrichtung 126, innerhalb der Reinigungskammer 116 beispielsweise ein oder mehreren Desinfektionsdüsen 168 aufweisen. Mittels der mindestens einen Desinfektionsdüse 168 können mindestens zwei reaktive Komponenten und/oder ein Desinfektionswirkstoff auf das Reinigungsgut 114 aufgebracht werden. Der Desinfektionswirkstoff wird in der Geschirrspülmaschine 110 durch Mischen der mindestens zwei reaktiven Komponenten erzeugt. Das Mischen kann beispielsweise umfassen, dass die reaktiven Komponenten jeweils in Form von Flüssigkeiten oder enthalten in Flüssigkeiten miteinander in Kontakt gebracht werden oder zusammengeführt werden, insbesondere in einem Trägerstoff. In dem in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel fällt die Desinfektionsbeaufschlagungsvorrichtung 166 zumindest teilweise mit dem Klarspül düsensystem 150 überein. Der Trägerstoff kann daher beispielweise die Klarspülflüssigkeit 142 umfassen.
Die Geschirrspülmaschine 110 kann dabei insbesondere derart ausgestaltet sein, dass die Desinfektionsbeaufschlagungsvorrichtung 166 weiterhin mindestens eine Komponentendosierung 170 aufweist, welche eingerichtet ist, um mindestens eine Komponente in den Strom des Trägerstoffs einzudosieren, insbesondere mittels mindestens einem Dosierele-ment ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus einer Dosierpumpe 194 und einer Venturi-Düse. Die mindestens eine Komponente, welche in den mindestens einen Trägerstoff eindosiert werden kann, kann insbesondere ausgewählt sein, aus der Gruppe bestehend aus: dem Desinfektionswirkstoff; mindestens einer den Desinfektionswirkstoff enthaltenden Wirklösung; mindestens einer der reaktiven Komponenten; mindestens einer der reaktiven Komponenten, gemischt mit mindestens einem weiteren Trägerstoff.
So können die mindestens zwei reaktiven Komponenten beispielsweise bereits vor einer Dosierung in den Trägerstoff mittels der Komponentendosierung 170 gemischt werden. Auf diese Weise kann beispielsweise der so erzeugte mindestens eine Desinfektionswirk-stoff MEIKO467
- 51 - mittels der Komponentendosierung 170 in den mindestens einen Trägerstoff eindosiert werden. Alternativ oder zusätzlich können die reaktiven Komponenten auch unabhängig voneinander in den mindestens einen Trägerstoff eindosiert werden, wobei eine Eindosierung in denselben Trägerstoff oder in verschiedene Trägerstoffe möglich ist.
Beispielhaft Ausführungsformen einer solchen Desinfektionsbeaufschlagungsvorrichtung 166, insbesondere der Komponentendosierung 170, sind in den Figuren 2A und 2B dargestellt. Figur 2A zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel der von der Desinfektionsbeaufschlagungsvorrichtung 166 umfassten Komponentendosierung 170, welche, in diesem Beispiel, mindestens einen Mischer 172 aufweist. Insbesondere kann es sich hierbei um eine Mischstrecke 174 handeln, insbesondere einen Strömungsmischer. Der Mischer 172 kann insbesondere eingerichtet sein, um den Desinfektionswirkstoff durch Mischen der mindestens zwei reaktiven Komponenten zu erzeugen. Die zwei reaktiven Komponenten können durch eine erste Komponentendosierung 176 für die mindestens eine erste reaktive Komponente und durch eine zweite Komponentendosierung 178 für die mindestens eine zweite reaktive Komponente in den Mischer 172 eindosiert werden. Die Komponentendosierung 170 kann weiterhin eingerichtet sein, um den Desinfektionswirkstoff dem Strom des Trägerstoffs zuzuführen.
Alternativ kann, wie im Ausführungsbeispiel der Figur 2B dargestellt ist, die Komponentendosierung 170 auch mindestens zwei getrennte Komponenten-Zuleitungen 180 zur getrennten Zuführung der mindestens zwei reaktiven Komponenten in den mindestens einen Strom des Trägerstoffs aufweisen. So kann eine Mischung der mindestens zwei reaktiven Komponenten in dem Strom des Trägerstoffs erfolgen, sodass dort beispielsweise der Desinfektionswirkstoff gebildet wird. Hierbei kann der Mischer 172 in der Klarspülleitung 148 vorgesehen sein, insbesondere an einer Stelle an der bereits beide reaktive Komponenten im Strom des Trägerstoffs enthalten sind. Alternativ oder zusätzlich können die reaktiven Komponenten jedoch auch in unterschiedliche Ströme des mindestens einen Trägerstoff zugeführt werden.
Wie in den Figuren 2 A und 2B ebenfalls zu sehen ist, kann die Geschirrspülmaschine 110 weiterhin mindestens einen Sensor 182 umfassen. Der mindestens eine Sensor 182 kann insbesondere eingerichtet sein, um mindestens eine Eigenschaft mindestens einer Komponente zu detektieren, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: dem Desinfektionswirkstoff; mindestens einer den Desinfektionswirkstoff enthaltenden Wirklösung; mindestens einer der reaktiven Komponenten; mindestens einer der reaktiven Komponenten, gemischt mit MEIKO467
- 52 - mindestens einem Trägerstoff; mindestens einem bei einer Reaktion der reaktiven Komponenten entstehenden Nebenprodukt. Dabei kann der Sensor 182 beispielsweise in mindestens einem von der Komponente durchströmten Leitungssystem angeordnet sein. Der Sensor 182 kann beispielweise mindestens einen optischen Absorptionssensor umfassen.
In dem in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel der Geschirrspülmaschine 110 werden die mindestens zwei reaktiven Komponenten bereits vor einer Dosierung in den Trägerstoff mittels der Komponentendosierung 170 gemischt, beispielsweise mittels der in Figur 2 A gezeigten Komponentendosierung 170. Weiterhin ist in Figur 1 jedoch auch die Desinfektionsbeaufschlagungsvorrichtung 166 mit der Komponentendosierung 170 schematisch und separat dargestellt, um zu verdeutlichen, dass alternativ oder zusätzlich zu der vorgemischten Dosierung der reaktiven Komponenten in den Strom des Trägerstoffs auch andere und/oder weitere Ausführungsbeispiele der Komponentendosierung 170 möglich sind.
Wie in Figur 1 dargestellt ist, weist die Geschirrspülmaschine 110 weiterhin mindestens eine Steuerung 184 auf, wobei die Steuerung 184 eingerichtet ist, um das in einer Reinigungskammer 116 der Geschirrspülmaschine 110 ortsfest aufgenommene Reinigungsgut 114 mindestens einem Reinigungsprogramm mit einer Mehrzahl von Programm schritten zu unterziehen. Die Steuerung 184 ist weiterhin eingerichtet, um die Geschirrspülmaschine 110 zur Durchführung eines Verfahrens gemäß der vorliegenden Erfindung anzusteuern, beispielsweise gemäß der in Figur 3 gezeigten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verfahrens und/oder gemäß einer anderen hierin beschriebenen Ausführungsform.
Figur 3 zeigt ein Flussdiagramm eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Verfahrens zur Reinigung von Geschirr umfassendem Reinigungsgut 114 in einer Geschirrspülmaschine 110. Die Geschirrspülmaschine 110 ist als Programmautomat 112 ausgestaltet und weist mindestens eine Steuerung 184 auf. Die Steuerung 184 ist eingerichtet, um das in einer Reinigungskammer 116 der Geschirrspülmaschine 110 mittels mindestens eines Geschirrkorbs 124 ortsfest aufgenommene Reinigungsgut 114 mindestens einem Reinigungsprogramm mit einer Mehrzahl von Programmschritten zu unterziehen. Das Verfahren umfasst folgende Schritte, welche in der genannten Reihenfolge durchgeführt werden. Das Verfahren kann weitere Schritte umfassen, welche hier nicht genannt sind und welche zwischen den Verfahrensschritten und/oder parallel zu einem der mehreren der Verfahrensschritte durchgeführt werden können.
Das Verfahren weist folgende Schritte in der genannten Reihenfolge auf: MEIKO467
- 53 - a. (gekennzeichnet durch Bezugszeichen 186) mindestens einen Waschschritt, umfassend mindestens eine Beaufschlagung des Reinigungsguts 114 in der Reinigungskammer 116 mit mindestens einer Reinigungsflüssigkeit im Umwälzverfahren; b. (gekennzeichnet durch Bezugszeichen 188) mindestens einen Desinfektionsschritt, umfassend mindestens ein Mischen mindestens zweier reaktiver Komponenten zur Erzeugung mindestens eines Desinfektionswirkstoffs und Beaufschlagung des Reinigungsguts 114 in der Reinigungskammer 116 mit dem Desinfektionswirkstoff; und c. (gekennzeichnet durch Bezugszeichen 190) mindestens einen Klarspülschritt, umfassend mindestens eine Beaufschlagung des Reinigungsguts 114 in der Reinigungskammer 116 mit mindestens einer Klarspülflüssigkeit 142, insbesondere Wasser.
Der Programmautomat 112 kann insbesondere als Zweikreisspülsystem ausgestaltet sein, umfassend einen von dem Waschtank 134 getrennt ausgebildeten Klarspültank 144 zur Aufbereitung der Klarspülflüssigkeit 142. Ein solcher Programmautomat 112 ist beispielhaft in Figur 1 dargestellt. In dem Desinfektionsschritt können beispielsweise dann die mindestens zwei reaktiven Komponenten, einzeln oder bereits gemischt, in die Klarspülleitung 148 eindosiert werden. Dabei kann beispielsweise eine der in den Figuren 2A und 2B gezeigten Komponentendosierungen 170 verwendet werden. So kann das Kl arspül system insbesondere auch für den Desinfektionsschritt verwendet werden. Die Beaufschlagungsvorrichtung 126 kann insbesondere die mindestens eine Klarspülpumpe 155 aufweisen, wobei in Schritt b. die Klarspül pumpe 155 betätigt werden kann.
Insbesondere kann das Verfahren derart durchgeführt werden, dass vor Durchführung der Schritte b. und c. eine Menge an Klarspülflüssigkeit 142 auf mindestens eine vorgegebene Temperatur erwärmt wird, insbesondere eine Temperatur von mindestens 55 °C, wobei die Menge an Klarspülflüssigkeit 142 aufgeteilt wird in mindestens eine erste Menge und mindestens eine zweite Menge, wobei in Verfahrensschritt b. die Klarspülpumpe 155 solange betätigt wird, bis die erste Menge an Klarspülflüssigkeit 142 aus dem Klarspültank 144 entnommen ist, und wobei die erste Menge an Klarspülflüssigkeit 142 als Trägerstoff für den Desinfektionswirkstoff in Schritt b. verwendet wird und wobei die zweite Menge an Klarspülflüssigkeit 142 in Schritt c. verwendet wird. Auf diese Weise kann der Tankinhalt des Klarspültanks 144 aufgeteilt werden in eine für den Desinfektionsschritt erforderliche Menge und eine für den Kl arspül schritt erforderliche Menge, ohne dass die Programmdauer durch ein erneutes Aufheizen des Klarspültanks 144 nach dem Desinfektionsschritt verlängert würde. Die Aufteilung der Klarspülflüssigkeit 142 in die erste Menge und die zweite Menge kann beispielsweise durch eine Zeitsteuerung und/oder mit Hilfe eines im Klarspül- MEIKO467
- 54 - tank angeordneten Füllstandsensors 196 erfolgen. Es kann prinzipiell jede Art von Füllstandsensoren 196 verwendet werden, beispielsweise ein Drucksensor, eine Füllstandselektrode, ein Schwimmersensor und/oder andere Füllstandsensoren. Das Verfahren kann weiterhin mindestens einen Umwandlungsschritt aufweisen (gekennzeichnet durch Bezugszeichen 192). In dem Umwandlungsschritt können Gase aus der Reinigungskammer 116 mindestens einer Umwandlungsvorrichtung zur Aufbereitung zumindest eines Teils der Gase zugeführt werden, insbesondere einer Aufbereitung ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus einer chemischen Aufbereitung, einer physikalischen Aufberei- tung und einer biologischen Aufbereitung. Der Umwandlungsschritt ist ein optionaler Verfahrensschritt und kann insbesondere nach dem Desinfektionsschritt durchgeführt werden. So können die Gase nach dem Desinfektionsschritt an der Umwandlungsvorrichtung abgebaut werden.
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Bezugszeichenliste
110 Geschirrspülmaschine
112 Programmautomat
114 Reinigungsgut
116 Reinigungskammer
118 Gehäuse
120 Öffnung
122 Tür
124 Reinigungskorb
126 Beaufschlagungsvorrichtung
128 Waschflüssigkeit/W aschfluid
130 Waschdüsensystem
132 Waschpumpe
134 Waschtank
136 Waschdüse oberhalb des Reinigungsguts
138 Waschdüse unterhalb des Reinigungsguts
140 Leitungssystem
141 Heizvorrichtung
142 Klarspülflüssigkeit/Klarspülfluid/Nachspülfluid
144 Klarspültank
146 Heizvorrichtung
148 Klarspülleitung
150 Klarspüldüsensystem
152 Klarspüldüse oberhalb des Geschirrkorbs
154 Klarspüldüse unterhalb des Geschirrkorbs
155 Klarspülpumpe
156 F ri schwas serl eitung
158 Ventil
160 Ablaufleitung
162 Ablaufpumpe
164 Ablauf
166 Desinfektionsbeaufschlagungsvorrichtung
168 Desinfektionsdüse
170 Komponentendo si erung
172 Mischer
174 Mischstrecke MEIKO467
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176 erste Komponentendosierung
178 zweite Komponentendosierung
180 Komponenten-Zuleitungen
182 Sensor
184 Steuerung
186 Waschschritt
188 Desinfektionsschritt
190 Klarspülschritt
192 Umwandlungsschritt
194 Dosierpumpe
196 Füllstandsensor

Claims

MEIKO467 - 57 - MEIKO Maschinenbau GmbH & Co. KG 26. August 2025 ME17211PC ST/KV Ansprüche
1. Verfahren zur Reinigung von Geschirr umfassendem Reinigungsgut (114) in einer Geschirrspülmaschine (110), wobei die Geschirrspülmaschine (110) als Programmautomat (112) ausgestaltet ist und mindestens eine Steuerung (184) aufweist, wobei die Steuerung (184) eingerichtet ist, um das in einer Reinigungskammer (116) der Geschirrspülmaschine (110) mittels mindestens eines Geschirrkorbs (124) ortsfest aufge- nommene Reinigungsgut (114) mindestens einem Reinigungsprogramm mit einer Mehrzahl von Programm schritten zu unterziehen, wobei das Verfahren folgende Schritte in der genannten Reihenfolge aufweist: a. mindestens einen Waschschritt, umfassend mindestens eine Beaufschlagung des Reinigungsguts (114) in der Reinigungskammer (116) mit mindestens einer Reinigungsflüssigkeit im Umwälzverfahren; b. mindestens einen Desinfektionsschritt, umfassend mindestens ein Mischen mindestens zweier reaktiver Komponenten zur Erzeugung mindestens eines Desinfektionswirkstoffs und Beaufschlagung des Reinigungsguts (114) in der Reinigungskammer (116) mit dem Desinfektionswirkstoff; und c. mindestens einen Kl ar spül schritt, umfassend mindestens eine Beaufschlagung des Reinigungsguts (114) in der Reinigungskammer (116) mit mindestens einer Klarspülflüssigkeit (142).
2. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei der Programmautomat (112) mindestens einen Waschtank (134), insbesondere im Boden der Reinigungskammer (116), sowie weiterhin mindestens einen von dem Waschtank (134) getrennt ausgebildeten Klarspültank (144) zur Aufbereitung der Klarspülflüssigkeit (142) aufweist, insbesondere einen Klarspültank (144) mit mindestens einer Heizvorrichtung (146), insbesondere mindestens einen Boiler, wobei der Waschtank (134) über mindestens eine Waschleitung (140) mit mindestens einem Waschdüsensystem (130) einer Beaufschlagung svorrichtung (126) der Geschirrspülmaschine (110) verbunden ist, wobei der Klarspültank (144) über mindestens eine Klarspülleitung (148) mit mindestens einem MEIKO467
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Klarspüldüsensystem (150) verbunden ist, wobei in Schritt b. die mindestens zwei reaktiven Komponenten, einzeln oder gemischt, in die Klarspülleitung (148) eindosiert werden.
3. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Beaufschlagungsvorrichtung (126) mindestens eine Klarspülpumpe (155) aufweist, wobei in Schritt b. die Klarspülpumpe (155) betätigt wird, wobei das Verfahren derart durchgeführt wird, dass vor Durchführung der Schritte b. und c. eine Menge an Klarspülflüssigkeit (1 2) auf mindestens eine vorgegebene Temperatur erwärmt wird, insbesondere eine Temperatur von mindestens 55 °C, wobei die Menge an Klarspülflüssigkeit (142) aufgeteilt wird in mindestens eine erste Menge und mindestens eine zweite Menge, wobei in Verfahrensschritt b. die Klarspülpumpe (155) solange betätigt wird, bis die erste Menge an Klarspülflüssigkeit (142) aus dem Klarspültank (144) entnommen ist, und wobei die erste Menge an Klarspülflüssigkeit (142) als Trägerstoff für den Desinfektionswirkstoff in Schritt b. verwendet wird und wobei die zweite Menge an Klarspülflüssigkeit (142) in Schritt c. verwendet wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Mischen in Schritt b. mindestens eine Vermischung der reaktiven Komponenten umfasst, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: die reaktiven Komponenten werden vermischt, wobei der Desinfektionswirkstoff in der Mischung gebildet wird und die Mischung auf das Reinigungsgut (114) aufgebracht wird; die reaktiven Komponenten werden auf das Reinigungsgut (114) aufgebracht und auf dem Reinigungsgut (114) vermischt, wobei der Desinfektionswirkstoff in der Mischung auf dem Reinigungsgut (114) gebildet wird; mindestens eine erste der reaktiven Komponenten wird auf das Reinigungsgut (114) aufgebracht, und das Reinigungsgut (114) mit der darauf aufgebrachten ersten reaktiven Komponente wird in der Reinigungskammer (116) einer Atmosphäre ausgesetzt, welche mindestens eine zweite der reaktiven Komponenten umfasst, so dass sich die reaktiven Komponenten auf dem Reinigungsgut (114) vermischen, wobei der Desinfektionswirkstoff in der Mischung auf dem Reinigungsgut (114) entsteht.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Desinfektionswirkstoff in mindestens einem Trägerstoff enthalten ist, wobei der Desinfektionswirkstoff MEIKO467
- 59 - und der Trägerstoff eine Wirklösung bilden, wobei das Reinigungsgut (114) mit der Wirklösung beaufschlagt wird.
6. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei Schritt b. ein Mischen mindestens einer der reaktiven Komponenten mit dem Trägerstoff umfasst.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die reaktiven Komponenten mindestens ein Oxidationsmittel und mindestens ein Anion einer Säure umfassen.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Desinfektionswirkstoff mindestens einen Wirkstoff umfasst, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: einer reaktiven Stickstoffverbindung, insbesondere einer reaktiven Stickstoffverbindung ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: Peroxinitritsäure (ONOOH); Pero- xinitrit (ONOO ); einer reaktiven Sauerstoffverbindung, insbesondere H2O2; einer Peroxycarbonsäure, insbesondere Peroxyessigsäure (CH3COOOH); einem Anion einer einer Peroxycarbonsäure, insbesondere Peroxyessigsäure (CH3COOO ); und einer Chlorverbindung, insbesondere einer Chlorverbindung ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus hypochloriger Säure (HC10), einem Anion der hypochlorigen Säure (CIO'), chloriger Säure (HCIO2), einem Anion der chlorigen Säure (CIO2'), Chlorsäure (HCIO3), einem Anion der Chlorsäure (CIOs'), einem Chloroxid, insbesondere Chlordioxid.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die reaktiven Komponenten mindestens eine erste Komponente umfassen, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: Nitrat (NO3 ); Nitrit (NO2'); einer Carbonsäure, insbesondere Essigsäure (CH3COOH); einem Anion einer Carbonsäure, insbesondere Essigsäure (CH3COO ); Hypochlorit (CIO'); Chlorit (C1O2'); und Chlorat (CIOs').
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die reaktiven Komponenten mindestens eine zweite Komponente umfassen, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: Wasserstoffperoxid (H2O2); Ozon (O3); H+; und einer Säure, insbesondere mindestens eine Säure ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Zitronensäure, Phosphorsäure; Schwefelsäure, Salpetersäure, und Essigsäure. MEIKO467
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11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, weiterhin umfassend mindestens einen Umwandlungsschritt, wobei in dem Umwandlungsschritt Gase aus der Reinigungskammer (116) mindestens einer Umwandlungsvorrichtung zur Aufbereitung zumindest eines Teils der Gase zugeführt werden, insbesondere einer Aufbereitung ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus einer chemischen Aufbereitung, einer physikalischen Aufbereitung und einer biologischen Aufbereitung.
12. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Umwandlungsvorrichtung mindestens eine Vorrichtung aufweist, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: einem Katalysator, einem Filter, einer Gaswäsche.
13. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei der Filter mindestens ein Basismaterial aufweist ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: unbehandelter Aktivkohle; behandelter Aktivkohle; einem Zeolith; einem textilen Material, insbesondere einem Vliessstoff.
14. Verfahren nach einem der drei vorhergehenden Ansprüche, wobei die Umwandlungsvorrichtung eingerichtet ist für eine nasschemische Behandlung von Gasen aus der Reinigungskammer (116).
15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Verfahren weiterhin die Verwendung mindestens eines Sensors (182) umfasst, wobei der Sensor (182) in mindestens einer Weise eingerichtet ist, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: der Sensor (182) ist eingerichtet, um mindestens eine Eigenschaft mindestens einer Komponente zu detektieren, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: dem Desinfektionswirkstoff; mindestens einer den Desinfektionswirkstoff enthaltenden Wirklösung; mindestens einer der reaktiven Komponenten; mindestens einer der reaktiven Komponenten, gemischt mit mindestens einem Trägerstoff; mindestens einem bei einer Reaktion der reaktiven Komponenten entstehenden Nebenprodukt; der Sensor (182) ist eingerichtet, um mindestens eine Eigenschaft mindestens eines Reaktionsprodukts innerhalb der Reinigungskammer (116) oder auf der Oberfläche des Reinigungsguts (114) zu detektieren, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: einer entstehenden Säure; einem aus der Reaktion entstehenden Gas; einem Reaktionsnebenprodukt. MEIKO467
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16. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei in dem Desinfektionsschritt mindestens ein Parameter des Desinfektionsschritts entsprechend mindestens eines Sensorsignals des Sensors (182) beeinflusst wird.
17. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Verfahren weiterhin eine Verwendung mindestens eines Filterelements umfasst, wobei das Filterelement in mindestens einem von mindestens einer Komponente durchströmten Leitungssystem (140) angeordnet ist, wobei die Komponente ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus dem Desinfektionswirkstoff; mindestens einer den Desinfektionswirkstoff enthaltenden Wirklösung; mindestens einer der reaktiven Komponenten; mindestens einer der reaktiven Komponenten, gemischt mit mindestens einem Trägerstoff, insbesondere Wasser; mindestens einem bei einer Reaktion der reaktiven Komponenten entstehenden Nebenprodukt.
18. Geschirrspülmaschine (110), wobei die Geschirrspülmaschine (110) als Programmautomat (112) ausgestaltet ist und mindestens eine Steuerung (184) aufweist, wobei die Steuerung (184) eingerichtet ist, um das in einer Reinigungskammer (116) der Geschirrspülmaschine (110) ortsfest aufgenommene Reinigungsgut (114) mindestens einem Reinigungsprogramm mit einer Mehrzahl von Programmschritten zu unterziehen, wobei die Steuerung (184) eingerichtet ist, um die Geschirrspülmaschine (110) zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche anzusteu- em.
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