WO2026068309A1 - Kontaktelement und verfahren zu dessen herstellung, und kontaktanordnung - Google Patents

Kontaktelement und verfahren zu dessen herstellung, und kontaktanordnung

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WO2026068309A1
WO2026068309A1 PCT/EP2025/076537 EP2025076537W WO2026068309A1 WO 2026068309 A1 WO2026068309 A1 WO 2026068309A1 EP 2025076537 W EP2025076537 W EP 2025076537W WO 2026068309 A1 WO2026068309 A1 WO 2026068309A1
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Tom KUFNER
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Abstract

Ein Kontaktelement (1) zur Vermittlung eines elektrischen Kontaktes zwischen zwei Kontaktstücken (K1, K2) umfasst ein sich in einer Längsrichtung (L) erstreckendes Trägerband (2) mit einer Oberseite (3) und einer Unterseite (4), und eine Mehrzahl von Kontaktteilen (5) mit jeweils mindestens einem ersten Kontaktabschnitt (6) mit einer ersten Kontaktfläche (6a) zur Kontaktierung eines der beiden Kontaktstücke (K1, K2), mindestens einem zweiten Kontaktabschnitt (7) mit einer zweiten Kontaktfläche (7a) zur Kontaktierung des anderen der beiden Kontaktstücke (K2, K1), sowie mit mindestens einem Befestigungsabschnitt (8) zur Befestigung des Kontaktteils (5) an einer Befestigungsstelle (15) am Trägerband (2), wobei bei einem Kontaktvorgang das Trägerband (2) von einer Ausgangslage in eine Biegelage elastisch verformbar ist, wobei die Oberseite (3) und die Unterseite (4) in der Ausgangslage im Querschnitt quer zur Längsrichtung (L) jeweils eine Gerade bilden und wobei das Trägerband (2) um eine Biegeline (B) biegbar ist, derart, dass die Oberseite (3) und die Unterseite (4) in der Biegelage im Querschnitt quer zur Längsrichtung (L) (B) gekrümmt sind.

Description

TITEL
KONTAKTELEMENT
TECHNISCHES GEBIET
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kontaktelement zur Vermittlung eines elektrischen Kontaktes zwischen zwei Kontaktstücken gemäss dem Oberbegriff von Anspruch 1 , eine Anordnung mit dem genannten Kontaktelement nach Anspruch 22 und ein Verfahren zur Herstellung des genannten Kontaktelements oder eines anderen Kontaktelements nach Anspruch 25.
STAND DER TECHNIK
Aus dem Stand der Technik sind Kontaktelemente, die auch als Kontaktlamellen bezeichnet werden können, bekannt geworden. Beispielsweise zeigt die EP 0 716 474 ein Kontaktelement, das ein einteiliges sich entlang einer Längsrichtung erstreckendes Kontaktband umfasst, mit welchem zwei gegenüberliegende Kontaktflächen elektrisch kontaktierbar sind. Das Kontaktband lässt sich in seiner Länge leicht verformen, so dass dieses einfach einbaubar ist.
Aus der EP 2 115 820 ist ein Kontaktelement bekannt geworden, bei welchem die den elektrischen Kontakt herstellenden Kontaktteile an einem Trägerband befestigt sind.
Aus der WO 2017/202707 ist ein Kontaktelement bekannt geworden, bei welchem die Kontaktteile an einem gerundetem Trägerband angeordnet sind, wobei das Trägerband beim Kontaktvorgang derart gebogen wird, dass die Rundung des gerundeten Trägerbands kleiner wird.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung eine Aufgabe zugrunde, ein Kontaktelement anzugeben, welches die Nachteile des Standes der Technik überwindet. Insbesondere soll das Kontaktelement derart ausgebildet sein, dass der vorzusehende Bauraum für das Kontaktelement an jeweiligen Kontaktstücken, wie beispielsweise Steckerstifte, Buchsenöffnungen oder Flachkontakte, kleiner ausgebildet werden kann.
Diese und andere Aufgaben löst das Kontaktelement nach Anspruch 1. Demgemäss umfasst ein Kontaktelement zur Vermittlung eines elektrischen Kontaktes zwischen zwei Kontaktstücken ein sich in einer Längsrichtung erstreckendes Trägerband mit einer Oberseite sowie einer Unterseite und eine Mehrzahl von Kontaktteilen. Die Kontaktteile umfassen jeweils mindestens einen ersten Kontaktabschnitt mit einer ersten Kontaktfläche zur Kontaktierung eines der beiden Kontaktstücke, mindestens einen zweiten Kontaktabschnitt mit einer zweiten Kontaktfläche zur Kontaktierung des anderen der beiden Kontaktstücke und mindestens einen Befestigungsabschnitt zur Befestigung des Kontaktteils an einer Befestigungsstelle am Trägerband. Bei einem Kontaktvorgang ist das Trägerband von einer Ausgangslage in eine Biegelage elastisch verformbar. In der Ausgangslage bilden die Oberseite und die Unterseite im Querschnitt quer zur Längsrichtung gesehen jeweils eine Gerade. Weiter ist das Trägerband biegbar, derart, dass die Oberseite und die Unterseite in der Biegelage im Querschnitt quer zur Längsrichtung gesehen gekrümmt sind.
Die Ausbildung des Trägerbands weist den Vorteil auf, dass das Kontaktelement als solches in der Ausgangslage aufgrund des flachen Trägerbands eine kleine Höhe aufweist. Dadurch kann der benötigte Bauraum für das Kontaktelement reduziert werden.
Das Trägerband wird beim Kontaktvorgang bzw. während des Kontaktvorgangs von der Ausgangslage in die Biegelage gebogen. Das heisst, dass das Trägerband beim Kontaktvorgang gebogen wird bzw. biegbar ist, derart, dass die Oberseite und die Unterseite in der Biegelage im Querschnitt quer zur Längsrichtung gesehen gekrümmt sind.
Ein weiterer Vorteil ergeht bei der Herstellung des Trägerbands. Das Trägerband kann durch einen Stanzvorgang hergestellt werden und durch die flache Ausbildung ist kein separater Biegevorgang für das Trägerband nötig. Das flache bzw. ebene Trägerband ist auch für die automatisierte Fertigung von Vorteil, da die Kontaktteile in einer Ebene montierbar sind.
Vorzugsweise ist das Trägerband beim Kontaktvorgang um eine Biegelinie, welche sich parallel zur Längsrichtung erstreckt, biegbar. Bei erreichter Biegelage ist die Oberseite und die Unterseite im Querschnitt quer zur Längsrichtung gesehen um die Biegelinie gekrümmt. Beim Kontaktvorgang werden die beiden Kontaktstücke relativ zueinander verschoben. Die Kontaktteile liegen in der Kontaktlage zwischen den beiden Kontaktstücken. Beim Kontaktvorgang wird das Trägerband, wie erwähnt elastisch verformt. Die Verformung findet im elastischen Bereich statt. Die Kontaktteile werden beim Kontaktvorgang nicht verformt, sondern ändern nur ihre Lage und werden aufgrund der Verformung des Trägerbands gegen die beiden Kontaktstücke gedrückt. Durch die Anordnung der Kontaktteile, welche für die eigentliche elektrische Kontaktvermittlung zuständig sind, kann ein definierter elektrischer Kontakt zwischen den beiden Kontaktstücken erreicht werden.
Vorzugsweise erstreckt sich eine Mittellinie in Längsrichtung durch das Trägerband hindurch. Die Mittellinie ist vorzugsweise eine mittig im Trägerband liegende Linie. Die Kontaktteile liegen derart zum Trägerband, dass die Kontaktteile um eine Schwenklinie verschwenkt werden bzw. verschwenkbar sind.
Die Schwenklinie liegt in einem Winkel von kleiner als 30° winklig geneigt, insbesondere im Wesentlichen parallel, zur besagten Mittellinie. Der Winkel ist also im Bereich von 0° bis 30°. Unter einer im Wesentlichen parallel liegenden Schwenklinie wird verstanden, dass die Schwenklinie genau parallel oder mit einem kleinen Winkel von bis 3° oder bis zu 5° zur Mittellinie liegt.
Die besagte Schwenklinie liegt vorzugsweise orthogonal zur Steckrichtung. Durch diese Ausbildung federn die Kontaktteile im Wesentlichen parallel zur Steckrichtung ein.
Mit anderen Worten ist die wesentliche Orientierung des Kontaktteils bei einer besonders bevorzugten Variante vorzugsweise quer zur Längsrichtung. Hierdurch wird bei einem Kontaktvorgang erreicht, dass sich das Kontaktteil bei einer Kontaktbewegung um die Schwenklinie verschwenkt, welche in Einbaulage rechtwinklig zur Steckrichtung orientiert ist.
Durch die Anordnung der Kontaktteile, so dass die beschriebene Art der Verschwenkung ermöglicht wird, werden die Kontaktteile beim Einbau im Wesentlichen in Steckrichtung verschwenkt, wodurch die Belastung für das Trägerband geringer ist. Darüber hinaus ist das Kontaktelement für die Steckverbindung einfacher dimensionierbar, Insbesondere sind die Kontaktteile unabhängig und frei vom Trägerband dimensionierbar. Besonders bevorzugt kann der Querschnitt von den Kontaktteilen sehr einfach verändert werden. Andere Orientierungen sind aber auch denkbar. Wie erwähnt kann die Schwenklinie auch winklig geneigt zur Mittellinie liegen. Der Winkel kann bis zu 30° betragen. Dabei verlaufen die Schwenklinien von einzelnen Kontaktteilen untereinander parallel aber nicht kollinear.
In einer ersten Einbauvariante erstreckt sich das Trägerband mit seiner Oberseite sowie mit seiner Unterseite in der Ausgangslage um einen virtuellen Zylinder herum. In der Biegelage wird das Trägerband vom virtuellen Zylinder nach aussen hin oder vom virtuellen Zylinder nach innen hin gebogen.
Mit anderen Worten gesagt, wird die zylindrische Mantelfläche des virtuellen Zylinders zu einer konvexen Mantelfläche, wenn das Trägerband nach aussen gebogen wird, oder zu einer konkaven Mantelfläche, wenn das Trägerband nach innen gebogen wird. Der virtuelle Zylinder ist vorzugsweise ein Kreiszylinder. Der virtuelle Zylinder weist eine Mantelfläche auf, welche sich vorzugsweise in konstantem Abstand um die Mittelachse herum erstreckt.
Die Form des Trägerbands nach der ersten Einbauvariante wird bei einem Einbau in einer Buchse oder auf einem Stecker verwendet. Dabei wird das Kontaktelement vorzugsweise in einer Nute in einem Buchsenkörper oder in einer Nute auf einem Steckerkörper platziert.
Bei der ersten Einbauvariante erstrecken sich die Mittelinie und vorzugsweise auch die Schwenklinie ebenfalls zylindrisch um die Mittelachse herum. In diesem Zusammenhang ist die Ausdrucksweise, dass die Mittellinie und die Schwenklinie parallel sind, dahingehend zu verstehen, dass die zylindrisch umlaufende Linie und die zylindrisch umlaufende Schwenklinie in parallelen Ebenen, die quer zur Mittelachse stehen, liegen.
In einer zweiten Einbauvariante erstreckt sich das Trägerband mit seiner Oberseite sowie mit seiner Unterseite in der Ausgangslage in einer Ebene. Das T rägerband liegt demnach flach. In der Biegelage wird das Trägerband von der Ebene weg gebogen.
Die Oberseite und die Unterseite liegen in der Ausgangslage in einer Ebene und ausgehend von dieser Ausgangslage wird das Trägerband konkav oder konvex aus der Ebene heraus verformt.
Diese Form des Trägerbands nach der zweiten Einbauvariante wird bei einem Flachkontakt verwendet. Dabei wird das Kontaktelement vorzugsweise in einer Nute platziert. In der Folge werden nun weitere bevorzugte Merkmale für das Kontaktelement als solches, unabhängig von der Einbauvariante beschrieben. Das heisst, dass die bevorzugten Merkmale sowohl für die erste Einbauvariante als auch für die zweite Einbauvariante eingesetzt werden können.
Vorzugsweise verläuft in der Biegelage eine Biegelinie parallel und mit einem Abstand beabstandet zu einer sich in Längsrichtung erstreckenden und mittig im Querschnitt des Trägerbandes verlaufenden Mittellinie.
Während des Kontaktvorgangs wird das Trägerband gebogen, so dass dieses in der Biegelage um die besagte Biegelinie gekrümmt ist. Die Lage der Biegeline relativ zur Längsrichtung kann sich während des Kontaktvorgangs, je nach Kontaktfortschritt, verändern.
Vorzugsweise ist das Trägerband seitlich durch zwei beabstandet zuneinander liegende Seitenflächen begrenzt, wobei der erste Kontaktabschnitt und der zweite Kontaktabschnitt zwischen den beiden Seitenflächen liegen.
Vorzugsweise weist das Trägerband pro Kontaktteil einen Durchbruch auf, wobei sich das Kontaktteil durch den besagten Durchbruch hindurch erstreckt, derart, dass die erste Kontaktfläche auf der Seite der Oberseite des Trägerbands liegt und dass die zweite Kontaktfläche auf der Seite der Unterseite des Trägerbands liegt.
Diese Ausbildung hat den Vorteil, dass das Kontaktelement als solches mit einer geringeren Höhe ausgebildet werden kann.
Für die Übertragung des elektrischen Stroms muss das Kontaktelement ein gewisses Volumen aufweisen, so dass der für die Stromübertragung erforderliche Querschnitt erreicht wird. Dadurch, dass sich das Kontaktelement durch das Trägerband hindurch erstreckt, kann ein Kontaktelement geschaffen werden, welches bei gleichbleibenden Stromübertragungseigenschaften eine kleinere Höhe aufweist.
Vorzugsweise weist das Kontaktteil einen stabförmigen Armabschnitt und einen sich dem Armabschnitt anschliessenden Kopfabschnitt auf. In einem ersten Endbereich des Armabschnitts ist unterseitig die zweite Kontaktfläche und oberseitig der Befestigungsabschnitt angeordnet. In einem zweiten Endbereich des Armabschnitts, der dem ersten Endbereich gegenüberliegt, ist der Kopfabschnitt angeordnet, wobei oberseitig am Kopfabschnitt die erste Kontaktfläche angeordnet ist.
Der erste Kontaktabschnitt ist dabei Teil des Kopfabschnitts und der zweite Kontaktabschnitt ist dabei Teil des Armabschnitts.
Vorzugsweise werden die Befestigungsstellen des Trägerbandes durch eine Mehrzahl von in Längsrichtung mit einem Abstand beabstandet zueinander angeordneten Befestigungslaschen bereitgestellt. Jeweils zwei in Längsrichtung aufeinanderfolgende Befestigungslaschen stehen über einen Steg miteinander in Verbindung. Der Steg steht in einem Winkel winklig geneigt zur Längsrichtung. Der genannte Durchbruch ist zwischen zwei benachbarten Stegen angeordnet.
Vorzugsweise weist der Steg einen geschwungen ausgebildeten Mittelabschnitt auf. Der Mittelabschnitt teilt den Steg in zwei äussere Stegabschnitte auf. Die beiden äusseren Stegabschnitte sind durch den geschwungen ausgebildeten Mittelabschnitt in Längsrichtung zueinander versetzt. Das Kontaktteil weist im Bereich des genannten Mittelabschnitts beidseitig eine Einbuchtung auf.
Die besagte Einbuchtung liegt dabei derart am Kontaktteil, dass es sowohl in der Ausgangslage als auch in der Biegelage zu keiner Kollision zwischen dem sich bewegenden Kontaktteil und dem sich verformenden Trägerband kommt. Die Einbuchtung ist vorzugsweise am oben genannten Kopfabschnitt angeordnet. Die Einbuchtung dient somit als Freischnitt bzw. Freistellung zur Verhinderung einer Kollision mit dem T rägerband.
Vorzugsweise wird die Breite des äusseren Stegabschnitts zum Mittelabschnitt hin mit zunehmendem Abstand von der Befestigungslasche kleiner. Hierdurch kann die Stabilität und die Festigkeit im Bereich der Befestigungsstelle erhöht werden.
In einer Variante verläuft eine äussere Seitenkante des äusseren Stegabschnitts, die dem Durchbruch zwischen zwei benachbarten Stegen abgewandt ist, winklig geneigt, insbesondere rechtwinklig, zur Mittellinie. Eine innere Seitenkante des genannten äusseren Stegabschnitts, die dem Durchbruch zwischen zwei benachbarten Stegen zugewandt ist, verläuft winklig geneigt zur Mittelline. Der äussere Stegabschnitt weist somit eine Breite auf, welche über die Länge des äusseren Stegabschnitts variabel ist. In einer weiteren Variante verläuft eine äussere Seitenkante des äusseren Stegabschnitts, die dem Durchbruch zwischen zwei benachbarten Stegen abgewandt ist, winklig geneigt zur Mittellinie. Eine innere Seitenkante des genannten äusseren Stegabschnitts, die dem Durchbruch zwischen zwei benachbarten Stegen zugewandt ist, verläuft ebenfalls winklig geneigt zur Mittelline. In einer Weiterbildung der zweiten Variante verlaufen die Seitenkanten parallel zueinander. In einer anderen Weiterbildung der zweiten Variante verlaufen die Seitenkanten winklig geneigt, insbesondere rechtwinklig, zueinander.
Vorzugsweise nimmt die lichte Weite des Durchbruchs zwischen zwei an der gleichen Befestigungslasche angeformten Stegen mit grösser werdendem Abstand von der Befestigungslasche her gesehen zu.
Vorzugsweise ist der Durchbruch zwischen zwei an der gleichen Befestigungslasche angeformten Stegen im Bereich der Befestigungslasche mit einer konkaven Rundung ausgebildet.
Vorzugsweise weist der Befestigungsabschnitt mindestens eine, insbesondere genau eine, Niete auf, welche einstückig am Kontaktteil angeformt ist, wobei die Niete vorzugsweise einen rechteckigen, insbesondere einen quadratischen, Querschnitt aufweist.
Vorzugsweise sind die Kanten des Querschnitts mit einer Rundung leicht gerundet ausgebildet.
An der Befestigungsstelle bzw. an der Befestigungslasche ist mindestens eine, vorzugsweise genau eine, Nietenöffnung vorgesehen, durch welche die Niete sich hindurch erstreckt.
Die Niete ragt vom Kontaktteil ab und ist einstückig am Kontaktteil angeformt. Die Niete ist also integraler Bestandteil des Kontaktteils.
Die Niete erstreckt sich dabei von einer Unterseite des Trägerbands durch die Nietenöffnung im Trägerband hindurch und wird auf der Oberseite des Trägerbandes plastisch verformt.
Unterstützend zur plastischen Verformung kann das Verbindungselement bzw. die Niete auch noch geschweisst bzw. angelötet werden.
Die Niete weist einen Schaftabschnitt auf, welcher sich vom oben genannten Armabschnitt weg erstreckt. Der Schaftabschnitt weist dabei die gleiche Dicke auf wie das Kontaktteil. Die Dicke ist die Ausdehnung des Kontaktteils in Längsrichtung des Trägerbands gesehen.
Vorzugsweise ist die zweite Kontaktfläche mit einer Rundung gerundet ausgebildet, wobei die Rundung in eine Ausnehmung mündet, welche Ausnehmung einen Freiraum für einen Übergang in einer Nute an einem der Kontaktstücke bereitstellt. Der Übergang ragt dabei insbesondere nach erfolgtem Kontaktvorgang in die Ausnehmung hinein.
Dies weist den Vorteil auf, dass ein Kontakt zwischen dem Übergang und dem Kontaktteil verhindert werden kann. Besonders vorteilhaft ist es, wenn ausschliesslich die jeweiligen Kontaktflächen vom Kontaktteil mit den Kontaktstücken in Kontakt sind und wenn die Kontaktteile und die Kontaktstücke so geformt sind, dass ausserhalb des genannten Kontaktes keine weiteren Kontaktpunkte zwischen Kontaktteil und Kontaktstück entstehen.
Vorzugsweise weist die Rundung ein erstes Rundungsende auf, mit welcher die zweite Kontaktfläche auf einem der Kontaktstücke aufsteht. Weiter weist die Rundung ein zweites Rundungsende auf, wobei sich die Ausnehmung dem zweiten Rundungsende anschliesst.
Vorzugsweise steht die zweite Kontaktfläche in der Ausgangslage mit dem ersten Rundungsende auf einem der Kontaktstücke auf. Beim Kontaktvorgang rollt die gerundete zweite Kontaktfläche auf dem genannten Kontaktstück in Richtung des zweiten Rundungsendes ab.
Vorzugsweise ist der Befestigungsabschnitt gegenüber der Ausnehmung angeordnet. Der Befestigungsabschnitt ist dabei zum Trägerband hin orientiert und die Ausnehmung ist vom Trägerband abgewandt. Die Anordnung des Befestigungsabschnitts gegenüber der Ausnehmung und vice-versa hat den Vorteil, dass der Querschnitt des Kontaktteils in diesem Bereich nicht geschwächt wird.
Die Ausnehmung ist vorzugsweise am besagtem Armabschnitt angeordnet.
Vorzugsweise weist das Kontaktteil auf der Seite der zweiten Kontaktfläche und mindestens teilweise unterhalb der ersten Kontaktfläche eine konvexe Rundung auf, wobei die konvexe Rundung zu einem freien Ende des Kontaktteils übergeht.
Vorzugsweise ist zwischen der konvexen Rundung und dem freien Ende ein ebener Flächenabschnitt angeordnet.
Vorzugsweise weist das Kontaktteil, insbesondere auf der Seite des zweiten Kontaktabschnitts eine seitliche Einbuchtung auf, welche derart ausgebildet ist, die Einbuchtung eine Freistellung für ein benachbartes Kontaktteil bereitstellt. Vorzugsweise erstreckt sich die Einbuchtung teilweise in den Armabschnitt und teilweise in den Kopfabschnitt. Die Einbuchtung sorgt dafür, dass wenn das Kontaktelement bei kleinen Steckerdurchmessern eingesetzt wird, es zu keinem Kontakt zwischen zwei benachbarten Kontaktteilen kommt.
Vorzugsweise werden die Kontaktteile mittels eines Stanzvorgangs hergestellt. Die erste Kontaktfläche und die zweite Kontaktfläche werden durch die beim Stanzvorgang entstehende Schnittfläche bereitgestellt.
Die Kontaktteile werden aus einem Blech ausgestanzt. Die Schnittfläche ist die Fläche, welche durch den Stanzvorgang entsteht. Typischerweise weist die Schnittfläche eine Glattschnittzone und eine Bruchzone auf. Beide Zonen eignen sich gleichermassen gut für den elektrischen Kontakt. Die Schnittfläche kann auch als Stanzfläche bezeichnet werden.
Ebenfalls wird der besagte Befestigungsabschnitt bzw. die mindestens eine Niete durch die genannte Schnittfläche begrenzt.
Die Herstellung des Kontaktteils über einen Stanzvorgang und die Nutzung der Schnittfläche als Kontaktfläche weist auch den Vorteil auf, dass die Kontaktteile eine Dicke aufweisen, die im Wesentlichen konstant ist. Hierdurch kann die Zahl der Kontaktteile über eine determinierte Trägerbandlänge erhöht werden.
Eine Anordnung umfasst ein Kontaktelement nach obiger Beschreibung sowie ein erstes Kontaktstück und ein zweites Kontaktstück. Eines der Kontaktstücke weist eine Nute auf, in welcher das Kontaktelement angeordnet ist. Die Nute weist zwei beabstandet zueinander liegende Lagerflächen auf, auf denen die Kontaktteile mit der zweiten Kontaktfläche aufliegen. Zwischen den Lagerflächen ist eine Vertiefung angeordnet. Beim Kontaktvorgang werden die Kontaktteile in die Nute hinein sowie in die Vertiefung hinein bewegt.
Das Kontaktelement liegt dabei sowohl vor dem Kontaktvorgang als auch nach dem Kontaktvorgang derart in der Nute, dass die erste Kontaktfläche sich ausserhalb der Nute befindet und dass die zweite Kontaktfläche sowie das Trägerband sich in der Nute befinden.
Die genannte Vertiefung liegt bevorzugt mittig in der Nute. Die Vertiefung bildet an ihrem Ort den Grund der Nute, wobei die Nute bei der Vertiefung tiefer ist als bei den beiden Seitenflächen.
Die Nute und die Unterseite des Kontaktteils, welche der Nute zugewandt ist, sind vorzugsweise derart ausgebildet, dass im kontaktierten Zustand die Unterseite in einem Abstand zur Nute steht und dass die Unterseite ausschliesslich mit der zweiten Kontaktfläche mit dem Kontaktstück mit der Kontaktfläche in der Nute in Kontakt steht.
Vorzugsweise erstrecken sich die Kontaktteile in der Ausgangslage um höchstens bis 25% oder bis 10% der Tiefe der Vertiefung in die Vertiefung hinein. Besonders bevorzugt liegen die Kontaktteile in der Ausgangslage vollständig ausserhalb der Vertiefung.
Vorzugsweise wird die Vertiefung durch eine zwischen den Lagerflächen liegende Mittelfläche und zwei seitlich zur Mittelfläche liegende Übergangsflächen, die die Mittelfläche mit der jeweiligen Lagerfläche verbinden, bereitgestellt. Die Mittelfläche definiert die tiefste Stelle der Nute. Die Übergangsflächen sind winklig geneigt zur Mittelfläche und zur Lagerfläche orientiert.
Vorzugsweise kommt in der Kontaktlage die genannte Ausnehmung am Kontaktteil in den Bereich des Übergangs zwischen der Vertiefung und der Lagerfläche zu liegen.
Ein Verfahren zur Herstellung eines Kontaktelements nach obiger Beschreibung ist durch folgende Verfahrensschritte charakterisiert: In einem ersten Schritt werden die Kontaktteile aus einem flach liegenden Blech ausgestanzt, derart, dass am Kontaktteil eine Schnittfläche gebildet wird, die sich von der Unterseite zur Oberseite des Blechs erstreckt, wobei die Schnittfläche mindestens die besagten Kontaktflächen und Teilflächen des Befestigungsabschnitt bereitstellen. In einem zweiten Schritt wird jeweils ein Kontaktteil mit einem Befestigungsabschnitt mit dem Trägerband verbunden. Das Verfahren kann auch zur Herstellung von Kontaktelementen einer anderen Ausführung eingesetzt werden. Demgemäss dient das Verfahren zur Herstellung eines Kontaktelements zur Vermittlung eines elektrischen Kontaktes zwischen zwei Kontaktstücken. Das Kontaktelement umfasst ein sich in einer Längsrichtung erstreckendes Trägerband mit einer Oberseite und einer Unterseite, und eine Mehrzahl von Kontaktteilen mit jeweils mindestens einem ersten Kontaktabschnitt mit einer ersten Kontaktfläche zur Kontaktierung eines der beiden Kontaktstücke, mindestens einem zweiten Kontaktabschnitt mit einer zweiten Kontaktfläche zur Kontaktierung des anderen der beiden Kontaktstücke, sowie mit mindestens einem Befestigungsabschnitt zur Befestigung des Kontaktteils an einer Befestigungsstelle am Trägerband, wobei bei einem Kontaktvorgang das Trägerband von einer Ausgangslage in eine Biegelage elastisch verformbar ist. Das Verfahren ist durch folgende Verfahrensschritte charakterisiert: In einem ersten Schritt werden die Kontaktteile aus einem flach liegenden Blech ausgestanzt, derart, dass am Kontaktteil eine Schnittfläche gebildet wird, die sich von der Unterseite zur Oberseite des Blechs erstreckt, wobei die Schnittfläche mindestens die besagten Kontaktflächen und Teilflächen des Befestigungsabschnitt bereitstellen. In einem zweiten Schritt wird jeweils ein Kontaktteil mit einem Befestigungsabschnitt mit dem Trägerband verbunden.
Bei beiden Verfahren liegen die Kontaktteile derart zum Trägerband, dass die Kontaktflächen durch die Schnittflächen bereitgestellt werden. Die Schnittflächen können auch als Stanzflächen bezeichnet werden. Vorzugsweise wird im zweiten Schritt der Befestigungsabschnitt durch eine Nietöffnung am Trägerband hindurchgeführt und anschliessend plastisch verformt.
Das genannte Kontaktteil nach der anderen Ausführungsform kann die oben als optional beschriebenen Merkmale aufweisen.
In der Folge werden weitere optionale Merkmale zu den oben beschriebenen Kontaktelementen beschrieben:
In einer Ausführung sind beidseitig zum Trägerband Kontaktteile angeordnet. In einer anderen Ausführung sind einseitig zum Trägerband Kontaktteile angeordnet.
Die Kontaktteile sind separat vom Trägerband ausgebildet und werden über den Befestigungsabschnitt fest mit dem Trägerband verbunden. Das Kontaktteil steht vorzugsweise über eine mechanische Verbindung mit dem Trägerband in Verbindung. Das Kontaktteil kann formschlüssig und/oder stoffschlüssig und/oder kraftschlüssig mit dem Trägerband in Verbindung stehen. Der Befestigungsabschnitt des Kontaktteils und das Trägerband bzw. die Befestigungslaschen des Trägerbandes weisen entsprechende Elemente auf, welche die Befestigung ermöglichen.
Das Material des Trägerbandes ist vorzugsweise unterschiedlich zum Material des Kontaktteils. Das Material des Trägerbandes weist bevorzugt gute elastische Verformungseigenschaften auf und das Material des Kontaktteils weist bevorzugt eine gute elektrische Leitfähigkeit auf.
Das Material des Trägerbandes ist vorzugsweise aus Metall, insbesondere Stahl, besondere bevorzugt Federstahl oder nicht-rostender Federstahl. Das Material des Kontaktteils ist vorzugsweise aus Kupfer oder Legierungen davon. Vorzugsweise ist das Kontaktteil mit einer den elektrischen Kontakt verbessernden Beschichtung versehen. Beispielsweise durch eine Silberbeschichtung.
Vorzugsweise wird das Trägerband durch einen Blechstreifen, der insbesondere mittels eines Stanzvorgangs oder Laserschneidens geformt wird, hergestellt. Der Blechstreifen kann aber auch anderweitig hergestellt werden.
Vorzugsweise ist das Trägerband aus einem flachen Band ausgebildet, dessen Dicke um ein Vielfaches kleiner ist als dessen Breite. Der Querschnitt des flachen Bandes ist vorzugsweise rechteckig.
Das Kontaktteil ist „mechanisch fest“ mit dem Trägerband verbunden. Das Kontaktteil ist, also im Wesentlichen nicht lösbar, mit dem Trägerband verbunden.
Weitere Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden im Folgenden anhand der Zeichnungen beschrieben, die lediglich zur Erläuterung dienen und nicht einschränkend auszulegen sind. In den Zeichnungen zeigen: Fig. 1 eine erste perspektivische Ansicht einer bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemässen Kontaktelements von oben;
Fig. 2 eine zweite perspektivische Ansicht des Kontaktelements nach Figur 1 von oben;
Fig. 3 eine dritte perspektivische Ansicht des Kontaktelements nach den Figuren 1 und 2 von unten;
Fig. 4 eine Seitenansicht des Kontaktelements nach den vorhergehenden Figuren;
Fig. 5 eine weitere Seitenansicht des Kontaktelements nach den vorhergehenden
Figuren;
Fig. 6 eine Ansicht des Kontaktelements nach den vorhergehenden Figuren von oben;
Fig. 7 eine Ansicht eines Trägerbandes des Kontaktelements nach den vorhergehenden Figuren;
Fig. 8a eine Schnittansicht durch eine Anordnung mit einem Kontaktelement nach den vorhergehenden Figuren und zwei Kontaktstücken bei Beginn eines Kontaktvorgangs;
Fig. 8b eine Schnittansicht durch die Anordnung nach Figur 8a bei fortgeschrittenem Kontaktvorgang;
Fig. 8c eine Schnittansicht durch die Anordnung nach Figuren 8a/8b bei weiter fortgeschrittenem Kontaktvorgang;
Fig. 8d eine Schnittansicht durch die Anordnung nach den Figuren 8a/8b/8c bei abgeschlossenem Kontaktvorgang;
Fig. 9 eine Schnittansicht durch eine Buchse mit einem Kontaktelement nach den Figuren 1 bis 7;
Fig. 10 eine weitere Schnittansicht durch eine Buchse mit einem Kontaktelement nach den Figuren 1 bis 7;
Fig. 11 eine Schnittansicht durch einen Stecker mit einem Kontaktelement nach den Figuren 1 bis 7; und
Fig. 12 eine weitere Schnittansicht durch einen Stecker mit einem Kontaktelement nach den Figuren 1 bis 7.
BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
In den Figuren 1 bis 7 werden verschiedene Ansichten eines erfindungsgemässen Kontaktelements 1 nach einer bevorzugten Ausführungsform gezeigt. Das Kontaktelement 1 vermittelt dabei einen elektrischen Kontakt zwischen dem ersten Kontaktstück K1 und dem zweiten Kontaktstück K2. Die Kontaktstücke K1, K2 werden im Zusammenhang mit den Anordnungen nach den Figuren 8a bis 12 gezeigt. Für die Vermittlung des elektrischen Kontakts kontaktiert das Kontaktelement 1 eine Kontaktfläche 37 des ersten Kontaktstücks K1 und eine Kontaktfläche 38 des zweiten Kontaktstücks K2. Aufgrund der federnden Eigenschaften, welche untenstehend noch detaillierter beschrieben werden, wird das Kontaktelement 1 in der Kontaktlage immer gegen die beiden Kontaktflächen 37, 38 der Kontaktstücke K1 , K2 gedrückt.
Anhand der Figuren 1 bis 7 wird nun das bevorzugte Kontaktelement 1 genauer beschrieben. Das Kontaktelement 1 umfasst ein Trägerband 2 mit einer Mehrzahl von Kontaktteilen 5, die am Trägerband 1 befestigt sind. Das Trägerband 2 dient der Lagerung der Kontaktteile 5 und nicht der Vermittlung eines elektrischen Kontaktes, während die Kontaktteile 5 für die Vermittlung eines elektrischen Kontaktes angeordnet sind.
Das Trägerband 2 erstreckt sich entlang einer Längsrichtung L. Die Längsrichtung L ist in den Figuren entsprechend eingezeichnet. Mittig im Querschnitt des Trägerbands verläuft eine Mittellinie M, welche sich ebenfalls in Richtung der Längsrichtung L erstreckt. Das Trägerband 2 weist eine Oberseite 3 und eine Unterseite 4 auf. Ferner weist das Trägerband 2 zwei Seitenflächen 9 auf, welche das Trägerband 2 seitlich begrenzen. Bei einem Kontaktvorgang ist das Trägerband 2 von einer Ausgangslage in eine Biegelage elastisch verformbar. Bei erstelltem Kontaktvorgang verharrt das Trägerband 2 in seiner Biegelage.
Jedes der Kontaktteile 5 weist einen ersten Kontaktabschnitt 6 mit einer ersten Kontaktfläche 6a, einen zweiten Kontaktabschnitt 7 mit einer zweiten Kontaktfläche 7a und einen Befestigungsabschnitt 8 zur Befestigung des Kontaktteils 5 an einer Befestigungsstelle 15 am Trägerband 2 auf. Die erste Kontaktfläche 6a dient der Kontaktierung der Kontaktfläche 37 des ersten Kontaktstücks K1 und die zweite Kontaktfläche 7a dient der Kontaktierung der Kontaktfläche 38 des zweiten Kontaktstücks K2.
Anhand der Figuren 4, 8a bis 8d wird nun die bevorzugte Verformung des Trägerbands 2 beim Kontaktvorgang genauer beschrieben. In der Figur 4 wird das Trägerband 2 in der Ausgangslage gezeigt. In der Ausgangslage bilden die Oberseite 3 und die Unterseite 4 im Querschnitt quer zur Längsrichtung L gesehen jeweils eine Gerade. Die Oberseite 3 und die Unterseite 4 verlaufen dabei im Wesentlichen parallel zueinander. Bei einem Kontaktvorgang wird in einem ersten Schritt, so wie in der Figur 8a gezeigt, die erste Kontaktfläche 7a von einem der Kontaktteile 5 durch den ersten Kontaktkörper K1 kontaktiert. Dabei wird das Kontaktteil 5 zum zweiten Kontaktkörper K2 hin bewegt. Gleichzeitig wird das Trägerband 2 beim Kontaktvorgang vorzugsweise um eine Biegeline B, welche sich parallel zur Längsrichtung L erstreckt, gebogen. Die Biegelinie B, wie auch die Längsrichtung L bzw. die Mittellinie M, sind in den Figuren 8a bis 8d rechtwinklig zur Oberfläche des Zeichnungsblatts orientiert. Die Biegelinie B ist rein symbolisch eingezeichnet und liegt in Realität weiter vom Trägerband 2 entfernt. Auch kann sich die Biegelinie B beim Kontaktvorgang quer zur Längsrichtung L bzw. zur Mittellinie M verschieben. In den Figuren 8b und 8c wird weiter gezeigt, dass die Oberseite 3 und die Unterseite 4 bei der Bewegung in die Biegelage gekrümmt werden. Mit zunehmendem Grad der Kontaktierung werden die Kontaktteile 5 weiter zum zweiten Kontaktkörper K2 hin bewegt und der Grad der Krümmung des Trägerbands 2 nimmt zu. In der Figur 8d wird schliesslich die vollständige Kontaktierung gezeigt. Es kann hier gut erkannt werden, dass die Oberseite 3 und die Unterseite 4 in der Biegelage um die Biegelinie B gekrümmt sind. Die Oberseite 3 und die Unterseite 4 verlaufen bei der Krümmung im Wesentlichen parallel zueinander. Im gezeigten beispielhaften Einbau ist die Oberseite 3 konkav gerundet und die Unterseite 4 ist konvex gerundet. Zusammengefasst wird das Trägerband 2 beim Kontaktvorgang von einer im Querschnitt gesehen flachen Form in eine gekrümmte Form gebracht.
Je nach Einbau verlaufen die Oberseite 3 und die Unterseite 4 zylinderförmig oder in der Form einer Ebene.
In den Figuren 9 bis 10 wird ein zylinderförmiger Einbau in einer Buchse gezeigt und in den Figuren 11 bis 12 wird ein zylinderförmiger Einbau an einem Stecker gezeigt. Beim zylinderförmigen Einbau erstreckt sich das Trägerband 2 mit seiner Oberseite 3 sowie mit seiner Unterseite 4 in der Ausgangslage um einen virtuellen Zylinder herum. Das Trägerband 2 erstreckt sich dabei um eine Mittelachse X des virtuellen Zylinders herum. In der Biegelage wird das Trägerband 2 vom virtuellen Zylinder nach aussen hin, also von der Mittelachse X weg, oder vom virtuellen Zylinder nach innen hin, also auf die Mittelachse X zu, gebogen.
Die Figuren 1 und 2 illustrieren den Einbau in einer Ebene. Beispielsweise bei einem Flachkontakt.
Wie erwähnt ist das Trägerband 2 seitlich durch zwei beabstandet zueinander liegende Seitenflächen 9 begrenzt. Dies ist beispielsweise von der Figur 4 ersichtlich. Der erste Kontaktabschnitt 6 und der zweite Kontaktabschnitt 7 liegen zwischen den beiden Seitenflächen 9.
Von den Figuren 8a bis 8d sowie 9 bis 12 ist auch eine bevorzugte Lagerung des Kontaktelements 1 am Kontaktstück K2 ersichtlich. Die bevorzugte Art der Lagerung kann bei beiden oben genannten Einbauvarianten gleichermassen eingesetzt werden. Das Kontaktelement 1 wird vorzugsweise in einer Nute 32 am zweiten Kontaktstück K2 gelagert. Die Nute 32 weist zwei beabstandet zueinander liegende Lagerflächen 33 auf, auf welchen Lagerflächen 33 die Kontaktteile 5 mit der zweiten Kontaktfläche 7a aufliegen. Die Lagerflächen 33 stellen dabei die Kontaktflächen 38 des zweiten Kontaktstücks K2 bereit. Zwischen den beiden Lagerflächen 33 weist die Nute 32 eine Vertiefung 41 auf. Beim Kontaktvorgang werden die Kontaktteile 5, so wie in den Figuren 8a bis 8d gezeigt, in die Vertiefung 41 hinein bewegt. Dies durch den Kontakt mit dem ersten Kontaktstück K1 .
In der Ausgangslage liegen die Kontaktteile 5 hier vollständig ausserhalb der Vertiefung 41 und werden dann von dieser Position in die Vertiefung hinein bewegt. Vorzugsweise liegt das Trägerband 2 zu jeder Position vollständig in der Nute 32. Die ersten Kontaktflächen 6a der Kontaktteile 5 liegen ausserhalb der Nute 32. Dies sowohl in der Ausgangslage als auch nach erfolgtem elektrischem Kontakt. In anderen Ausführungsformen können sich die Kontaktteile 5 auch teilweise in die Vertiefung 41 hineinerstrecken.
In der gezeigten Ausführungsform wird die Vertiefung 41 durch eine zwischen den Lagerflächen 33 liegende Mittelfläche 34 und zwei seitlich zur Mittelfläche 34 liegende Übergangsflächen 35, die die Mittelfläche 34 mit der jeweiligen Lagerfläche 33 verbinden, bereitgestellt. Die Mittelfläche 34 definiert dabei die tiefste Stelle der Nute 32 und die Übergangsflächen 35 sind winklig geneigt zur Mittelfläche 34 und zur Lagerfläche 33 orientiert.
Von den Figuren 8a bis 8d ist weiterhin ersichtlich, dass in der Kontaktlage eine Ausnehmung 26, die sich der zweiten Kontaktfläche 7a anschliesst, in den Bereich des Übergangs 36 zwischen der Vertiefung 41 und der Lagerfläche 33 zu liegen kommt. Durch die Ausnehmung kann erreicht werden, dass die Kontaktteile 5 tiefer in die Vertiefung 41 einragen können. Weiter unten werden weitere Eigenschaften der Ausnehmung 26 detaillierter beschrieben. Unter Bezugnahme auf die Figuren 1 bis 7 werden nun weitere bevorzugte Merkmale des Kontaktelements 1 genauer beschrieben.
Pro Kontaktteil 5 weist das Trägerband 2 einen Durchbruch 10 auf. Das Kontaktteil 5 erstreckt sich durch den besagten Durchbruch 10 hindurch. Das Hindurcherstrecken ist dabei derart, dass die erste Kontaktfläche 6a auf der Seite der Oberseite 3 des T rägerbands 2 liegt und dass die zweite Kontaktfläche 7a auf der Seite der Unterseite 4 des Trägerbands 2 liegt. Dies ist beispielsweise von der Figur 4 und 5 ersichtlich.
In der gezeigten Ausführungsform weist das Kontaktteil 5 einen stabförmigen Armabschnitt 11 und einen sich dem Armabschnitt 11 anschliessenden Kopfabschnitt 12 auf. In einem ersten Endbereich 13 des Armabschnitts 11 ist unterseitig die zweite Kontaktfläche 6a und oberseitig der Befestigungsabschnitt 8 angeordnet. In einem zweiten Endbereich 14 des Armabschnitts 11 , der dem ersten Endbereich 13 gegenüberliegt, ist der Kopfabschnitt 12 angeordnet. Der Kopfabschnitt 12 weist oberseitig am Kopfabschnitt 12 die erste Kontaktfläche 6a auf. Der Kopfabschnitt 12 erstreckt sich durch den Durchbruch 10 im Trägerband 5 hindurch.
Von der Figur 7 ist die Form des Trägerbands 2 ersichtlich. Das Trägerband 2 weist, wie oben bereits erwähnt, pro Kontaktteil 5 mindestens eine, hier genau eine Befestigungsstelle 15 auf. Die Befestigungsstellen 15 des Trägerbands 2 werden durch eine Mehrzahl von in Längsrichtung L in einem Abstand A beabstandet zueinander angeordneten Befestigungslaschen 16 bereitgestellt. Dabei wird eine Reihe von Befestigungslaschen 16 auf der linken Seite des Trägerbands 2 und eine Reihe von Befestigungslaschen 16 auf der rechten Seite des Trägerbands 2 angeordnet. Die Befestigungslaschen 16 links und rechts sind jeweils versetzt zueinander angeordnet, so dass jeweils ein Kontaktteil 5 von der linken Seite her über das Trägerband 2 ragt und dass ein benachbartes Kontaktteil 5 von der rechten Seite her über das Trägerband 2 ragt.
Jeweils zwei in Längsrichtung L aufeinanderfolgende Befestigungslaschen 16 stehen über einen Steg 17 miteinander in Verbindung. Der Steg 17 erstreckt sich dabei von einer Befestigungslasche 16 von der linken Seite zu einer Befestigungslasche 16 auf der rechten Seite. Der Steg 17 verläuft in einem Winkel a (alpha) winklig geneigt zur Längsrichtung L steht. Der Winkel a (alpha) liegt je nach Abstand zwischen zwei benachbarten Kontaktteilen vorzugsweise im Bereich von 10 bis 15°. Der oben genannte Durchbruch 10, durch welchen sich das Kontaktteil 5 durch das Trägerband 2 hindurch erstreckt, liegt zwischen zwei benachbarten Stegen 17.
In der gezeigten Ausführungsform weist der Steg 17 einen geschwungen ausgebildeten Mittelabschnitt 18 auf. Der Mittelabschnitt 18 teilt den Steg 17 in zwei äussere Stegabschnitt 19 auf. Hier sind die beiden äusseren Stegabschnitte 19 durch den geschwungen ausgebildeten Mittelabschnitt 18 in Längsrichtung L zueinander versetzt sind. Das heisst, dass die beiden äusseren Stegabschnitte 19 nicht geradlinig verlaufen, sondern durch den Mittelabschnitt 18 eher abgekröpft ausgebildet sind.
Das Kontaktteil 5 weist im Bereich des genannten Mittelabschnitts 18 beidseitig eine Einbuchtung 20 aufweist. Durch diese Einbuchtung 20 wird bei zwei benachbarten Kontaktteilen 5 ein Raumbereich geschaffen, durch welchen sich der Steg 17 hindurch erstrecken kann. Dies wird insbesondere von der Figur 6 ersichtlich.
In der gezeigten Ausführungsform wird die Breite des äusseren Stegabschnitts 19 zum Mittelabschnitt 18 hin mit zunehmendem Abstand von der Befestigungslasche 16 kleiner. Dadurch vergrössert sich die Breite des Durchbruchs 10 in Richtung der Längsachse L gesehen. Das heisst, dass die lichte Weite des Durchbruchs 10 zwischen zwei an der gleichen Befestigungslasche 16 angeformten Stegen 17 mit grösser werdendem Abstand von der Befestigungslasche 16 her gesehen zunimmt.
In der gezeigten Ausführungsform verläuft eine äussere Seitenkante 22 des äusseren Stegabschnitts 19, die dem Durchbruch 10 zwischen zwei benachbarten Stegen 17 abgewandt ist, rechtwinklig zur Längsrichtung L bzw. zur Mittellinie M. Eine innere Seitenkante 23 des genannten äusseren Stegabschnitts 19, die dem Durchbruch 10 zwischen zwei benachbarten Stegen 17 zugewandt ist, verläuft winklig geneigt Längsrichtung L bzw. zur Mittelline M.
Der Durchbruch 10 ist hier zwischen zwei an der gleichen Befestigungslasche 16 angeformten Stegen 17 im Bereich der Befestigungslasche 16 mit einer konkaven Rundung 21 ausgebildet.
Der Befestigungsabschnitt 8 weist in der gezeigten Ausführungsform mindestens eine, insbesondere genau eine, Niete 24 auf, welche einstückig am Kontaktteil 5 angeformt ist. Die Niete 24 weist hier einen rechteckigen, insbesondere einen quadratischen, Querschnitt auf. Die Befestigungslasche 16 weist eine Nietenöffnung 40 auf, durch welche sich die Niete 24 hindurch erstreckt. Die Niete 24 wird plastisch verformt und dadurch mit der Befestigungslasche 16 verbunden.
An der Befestigungsstelle bzw. an der Befestigungslasche ist mindestens eine, vorzugsweise genau eine, Nietenöffnung 40 vorgesehen, durch welche die Niete sich hindurch erstreckt.
In der gezeigten Ausführungsform ist die zweite Kontaktfläche 7a mit einer Rundung 25 gerundet ausgebildet. Die Rundung 25 mündet in eine Ausnehmung 26, welche Ausnehmung 26 einen Freiraum für einen Übergang 36 in einer Nute 32 an einem der Kontaktstücke K1 , K2 bereitstellt. Beim Kontaktvorgang rollt der zweite Kontaktabschnitt 7 mit der zweiten Kontaktfläche 7a auf der Kontaktfläche 38, hier auf der Lagerfläche 33, des zweiten Kontaktstücks K2 ab. In der Ausgangslage steht die Rundung mit dem ersten Rundungsende 27 auf der genannten Kontaktfläche 38 bzw. der Lagerfläche 33 auf und ausgehend von dieser Position beginnt der Abrollvorgang in Richtung des zweiten Rundungsendes 28. Mit anderen Worten gesagt, sind die Kontaktteile 5 5 derart angeordnet, dass die Kontaktteile 5 um eine Schwenklinie S verschwenkt werden bzw. verschwenkbar sind. Die Schwenklinie S verläuft in der gezeigten Ausführungsform parallel zur genannten Mittelinie M.
Vorzugsweise ist der Befestigungsabschnitt 8 gegenüber der Ausnehmung 26 angeordnet. Mit anderen Worten gesagt liegt der Befestigungsabschnitt 8 oberhalb der Ausnehmung 26.
Vorzugsweise weist das Kontaktteil 5 auf der Seite der zweiten Kontaktfläche 7a und mindestens teilweise unterhalb der ersten Kontaktfläche 6a eine konvexe Rundung 29 aufweist, wobei die konvexe Rundung 29 zu einem freien Ende 30 des Kontaktteils 5 übergeht. Die konvexe Rundung 29 bildet einen Freischnitt bei der Einfederung in die Nute 32 hinein. In der gezeigten Ausführungsform ist zwischen der konvexen Rundung 29 und dem freien Ende 30 ein ebener Flächenabschnitt 31 angeordnet.
Ebenfalls ist die erste Kontaktfläche 6a mit einer Rundung 39 ausgebildet.
Die Kontaktteile 5 werden vorzugsweise mittels eines Stanzvorgangs hergestellt. Die erste Kontaktfläche 6a und die zweite Kontaktfläche 7a werden durch die beim Stanzvorgang entstehende Schnittfläche bereitgestellt. Mit Bezug auf die Ansicht des Kontaktteils nach der Figur 4 wird der Stanzvorgang genauer erläutert. Die Stanzrichtung verläuft rechtwinklig zur Oberfläche des Zeichnungsblatts. Die Kontur, welche das Kontaktteil 5 seitlich umgibt, ist die Schnittfläche. Wie die beiden Kontaktflächen 6a, 7a werden auch die Seitenflächen des Befestigungsabschnitts 8 durch die Schnittfläche geformt.
Die Herstellung des hierin gezeigten Kontaktelements 1 oder eines anderen Kontaktelements erfolgt bevorzugt gemäss den beiden folgenden Schritten:
In einem ersten Schritt werden die Kontaktteile 5 aus einem flach liegenden Blech ausgestanzt werden, derart, dass am Kontaktteil 5 die genannte Schnittfläche gebildet wird, die sich von der Unterseite zur Oberseite des Blechs erstreckt, wobei die Schnittfläche mindestens die besagten Kontaktflächen 6a, 7a und Teilflächen des Befestigungsabschnitt 8 bereitstellen. In einem zweiten Schritt wird jeweils ein Kontaktteil 5 mit einem Befestigungsabschnitt 8 mit dem Trägerband 2 verbunden. Bei der Verbindung werden die Kontaktteile 5 vorzugsweise über die oben beschriebene Niete mit dem Trägerband verbunden.
BEZUGSZEICHENLISTE
1 Kontaktelement
2 Trägerband
3 Oberseite
4 Unterseite
5 Kontaktteil
6 erster Kontaktabschnitt
6a erste Kontaktfläche
7 zweiter Kontaktabschnitt
7a zweite Kontaktfläche
8 Befestigungsabschnitt
9 Seitenfläche
10 Durchbruch
11 Armabschnitt
12 Kopfabschnitt
13 erster Endbereich
14 zweiter Endbereich
15 Befestigungsstelle
16 Befestigungslasche
17 Steg
18 Mittelabschnitt
19 äusserer Stegabschnitt
20 Einbuchtung
21 konkave Rundung
22 äussere Seitenkante
23 innere Seitenkante
24 Niete
25 Rundung
26 Ausnehmung
27 erstes Rundungsende
28 zweites Rundungsende
29 konvexe Rundung
30 freies Ende
31 ebener Flächenabschnitt
32 Nute 33 Lagerflächen
34 Mittelfläche
35 Übergangsfläche
36 Übergang 37 Kontaktfläche von K1
38 Kontaktfläche von K2
39 Rundung von 6a
40 Nietenöffnung
41 Vertiefung 42 seitlich Einbuchtung a alpha
A Abstand
B Biegelinie
L Längsrichtung M Mittellinie
K1 erstes Kontaktstück
K2 zweites Kontaktstück
Mittelachse

Claims

23 PATENTANSPRÜCHE
1. Kontaktelement (1) zur Vermittlung eines elektrischen Kontaktes zwischen zwei Kontaktstücken (K1 , K2) umfassend ein sich in einer Längsrichtung (L) erstreckendes Trägerband (2) mit einer Oberseite (3) und einer Unterseite (4), und eine Mehrzahl von Kontaktteilen (5) mit jeweils mindestens einem ersten Kontaktabschnitt (6) mit einer ersten Kontaktfläche (6a) zur Kontaktierung eines der beiden Kontaktstücke (K1 , K2), mindestens einem zweiten Kontaktabschnitt (7) mit einer zweiten Kontaktfläche (7a) zur Kontaktierung des anderen der beiden Kontaktstücke (K2, K1), sowie mit mindestens einem Befestigungsabschnitt (8) zur Befestigung des Kontaktteils (5) an einer Befestigungsstelle (15) am Trägerband (2), wobei bei einem Kontaktvorgang das Trägerband (2) von einer Ausgangslage in eine Biegelage elastisch verformbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberseite (3) und die Unterseite (4) in der Ausgangslage im Querschnitt quer zur Längsrichtung (L) jeweils eine Gerade bilden und dass das Trägerband (2) biegbar ist, derart, dass die Oberseite (3) und die Unterseite (4) in der Biegelage im Querschnitt quer zur Längsrichtung (L) gekrümmt sind.
2. Kontaktelement (1) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass sich das Trägerband (2) mit seiner Oberseite (3) sowie mit seiner Unterseite (4) in der Ausgangslage um einen virtuellen Zylinder erstreckt, und dass in der Biegelage das Trägerband (2) vom virtuellen Zylinder nach aussen hin oder vom virtuellen Zylinder nach innen hin gebogen wird.
3. Kontaktelement (1) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass sich das Trägerband (2) mit seiner Oberseite (3) sowie mit seiner Unterseite (4) in der Ausgangslage in einer Ebene erstreckt, und dass in der Biegelage das Trägerband von der Ebene weg gebogen wird.
4. Kontaktelement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich in der Biegelage eine Biegelinie (B) parallel und mit einem Abstand beabstandet zu einer sich in Längsrichtung (L) erstreckenden und mittig im Querschnitt des Trägerbandes (2) verlaufenden Mittellinie (M) verläuft.
5. Kontaktelement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerband (2) seitlich durch zwei beabstandet zuneinander liegende Seitenflächen (9) begrenzt ist, wobei der erste Kontaktabschnitt (6) und der zweite Kontaktabschnitt (7) zwischen den beiden Seitenflächen (9) liegen.
6. Kontaktelement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerband (2) pro Kontaktteil (5) einen Durchbruch (10) aufweist, wobei sich das Kontaktteil (5) durch den besagten Durchbruch (10) hindurch erstreckt, derart, dass die erste Kontaktfläche (6a) auf der Seite der Oberseite (3) des Trägerbands (2) liegt und dass die zweite Kontaktfläche (7a) auf der Seite der Unterseite (4) des Trägerbands (2) liegt.
7. Kontaktelement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kontaktteil (5) einen stabförmigen Armabschnitt (11) und einen sich dem Armabschnitt (11) anschliessenden Kopfabschnitt (12) aufweist, wobei in einem ersten Endbereich (13) des Armabschnitts (11) unterseitig die zweite Kontaktfläche (7a) und oberseitig der Befestigungsabschnitt (8) angeordnet ist, und wobei in einem zweiten Endbereich (14) des Armabschnitts (11), der dem ersten Endbereich (13) gegenüberliegt, der Kopfabschnitt (12) angeordnet ist, wobei oberseitig am Kopfabschnitt (12) die erste Kontaktfläche (6a) angeordnet ist.
8. Kontaktelement (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsstellen (15) des Trägerbandes (2) durch eine Mehrzahl von in Längsrichtung (L) mit einem Abstand (A) beabstandet zueinander angeordneten Befestigungslaschen (16) bereitgestellt werden, wobei jeweils zwei in Längsrichtung (L) aufeinanderfolgende Befestigungslaschen (16) über einen Steg (17) miteinander in Verbindung stehen, wobei der Steg (17) in einem Winkel (a) winklig geneigt zur Längsrichtung (L) steht, und wobei zwischen zwei benachbarten Stegen (17) der genannte Durchbruch (10) angeordnet ist.
9. Kontaktelement (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Steg (17) einen geschwungen ausgebildeten Mittelabschnitt (18) aufweist, welcher den Steg in zwei äussere Stegabschnitte (19) aufteilt, wobei die beiden äusseren Stegabschnitte (19) durch den geschwungen ausgebildeten Mittelabschnitt (18) in Längsrichtung (L) zueinander versetzt sind, und wobei das Kontaktteil (5) im Bereich des genannten Mittelabschnitts (18) beidseitig eine Einbuchtung (20) aufweist.
10. Kontaktelement (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite des äusseren Stegabschnitts (19) zum Mittelabschnitt (18) hin mit zunehmendem Abstand von der Befestigungslasche (16) kleiner wird.
11. Kontaktelement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine äussere Seitenkante (22) des äusseren Stegabschnitts (19), die dem Durchbruch (10) zwischen zwei benachbarten Stegen (17) abgewandt ist, winklig geneigt, insbesondere rechtwinklig, zur Mittellinie (M) verläuft, und dass eine innere Seitenkante (23) des genannten äusseren Stegabschnitts (19), die dem Durchbruch (10) zwischen zwei benachbarten Stegen (17) zugewandt ist, winklig geneigt zur Mittelline (M) verläuft; oder dass eine äussere Seitenkante (22) des äusseren Stegabschnitts (19), die dem Durchbruch (10) zwischen zwei benachbarten Stegen (17) abgewandt ist, winklig geneigt zur Mittellinie (M) verläuft, und dass eine innere Seitenkante (23) des genannten äusseren Stegabschnitts (19), die dem Durchbruch (10) zwischen zwei benachbarten Stegen (17) zugewandt ist, winklig geneigt, insbesondere rechtwinklig, zur Mittelline (M) verläuft.
12. Kontaktelement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 8 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass die lichte Weite des Durchbruchs (10) zwischen zwei an der gleichen Befestigungslasche (16) angeformten Stegen (17) mit grösser werdendem Abstand von der Befestigungslasche (16) her gesehen zunimmt; und/oder dass der Durchbruch (10) zwischen zwei an der gleichen Befestigungslasche (16) angeformten Stegen (17) im Bereich der Befestigungslasche (16) mit einer konkaven Rundung (21) ausgebildet ist.
13. Kontaktelement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsabschnitt (8) mindestens eine, insbesondere genau eine Niete (24) aufweist, welche einstückig am Kontaktteil (5) angeformt ist, wobei die Niete 26 vorzugsweise einen rechteckigen, insbesondere einen quadratischen, Querschnitt aufweist.
14. Kontaktelement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Kontaktfläche (7a) mit einer Rundung (25) gerundet ausgebildet ist, wobei die Rundung (25) in eine Ausnehmung (26) mündet, welche Ausnehmung (26) einen Freiraum für einen Übergang (36) in einer Nute (32) an einem der Kontaktstücke (K1 , K2) bereitstellt.
15. Kontaktelement (1) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Rundung (25) ein erstes Rundungsende (27), mit welcher die zweite Kontaktfläche (7a) auf einem der Kontaktstücke (K1 , K2) aufsteht, und ein zweites Rundungsende (28) aufweist, wobei sich die Ausnehmung (26) dem zweiten Rundungsende (28) anschliesst.
16. Kontaktelement (1) nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Kontaktfläche (7a) in der Ausgangslage mit dem ersten Rundungsende (27) auf einem der Kontaktstücke (K1 , K2) aufsteht und beim Kontaktvorgang auf dem genannten Kontaktstück (K1 , K2) in Richtung des zweiten Rundungsendes (28) abrollt.
17. Kontaktelement (1) nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsabschnitt (8) gegenüber der Ausnehmung (26) angeordnet ist.
18. Kontaktelement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kontaktteil (5) auf der Seite der zweiten Kontaktfläche (7a) und mindestens teilweise unterhalb der ersten Kontaktfläche (6a) eine konvexe Rundung (29) aufweist, wobei die konvexe Rundung (29) zu einem freien Ende (30) des Kontaktteils (5) übergeht.
19. Kontaktelement (1) nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der konvexen Rundung (29) und dem freien Ende (30) ein ebener Flächenabschnitt (31) angeordnet ist.
20. Kontaktelement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kontaktteil (5), insbesondere auf der Seite des zweiten Kontaktabschnitts (7) eine seitliche Einbuchtung (42) aufweist, welche derart ausgebildet 27 ist, die Einbuchtung (42) eine Freistellung für ein benachbartes Kontaktteil (5) bereitstellt.
21. Kontaktelement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktteile (5) mittels eines Stanzvorgangs hergestellt werden, wobei die erste Kontaktfläche (6a) und die zweite Kontaktfläche (7a) durch die beim Stanzvorgang entstehende Schnittfläche bereitgestellt werden.
22. Anordnung mit einem Kontaktelement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche sowie einem ersten Kontaktstück (K1) und einem zweiten Kontaktstück (K2), wobei eines der Kontaktstücke (K1 , K2) eine Nute (32) aufweist, in welcher das Kontaktelement (1) angeordnet ist, wobei die Nute (32) zwei beabstandet zueinander liegende Lagerflächen (33) aufweist, auf welchen Lagerflächen (33) die Kontaktteile (5) mit der zweiten Kontaktfläche (7a) aufliegen, wobei zwischen den Lagerflächen (33) eine Vertiefung (41) angeordnet ist, und wobei beim Kontaktvorgang die Kontaktteile (5) in die Vertiefung (41) hinein bewegt werden.
23. Anordnung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass in der Ausgangslage die Kontaktteile (5) sich höchstens bis 25% oder bis 10% der Tiefe der Vertiefung (41) in die Vertiefung (41) hineinerstrecken, oder dass in der Ausgangslage die Kontaktteile (5) vollständig ausserhalb der Vertiefung (41) liegen; und/oder dass die Vertiefung (41) durch eine zwischen den Lagerflächen (33) liegende Mittelfläche (34) und zwei seitlich zur Mittelfläche (34) liegende Übergangsflächen (35), die die Mittelfläche (34) mit der jeweiligen Lagerfläche (33) verbinden, bereitgestellt wird, wobei die Mittelfläche (34) die tiefste Stelle der Nute (32) definiert und wobei die Übergangsflächen (35) winklig geneigt zur Mittelfläche (34) und zur Lagerfläche (33) orientiert sind.
24. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit einem Kontaktelement (1) nach einem der Ansprüche 14 bis 21 , dadurch gekennzeichnet, dass in der Kontaktlage die genannte Ausnehmung (26) in den Bereich des Übergangs (36) zwischen der Vertiefung (41) und der Lagerfläche (33) zu liegen kommt.
25. Verfahren 28 zur Herstellung eines Kontaktelements (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 21 oder zur Herstellung eines Kontaktelement (1) zur Vermittlung eines elektrischen Kontaktes zwischen zwei Kontaktstücken (K1 , K2) umfassend ein sich in einer Längsrichtung (L) erstreckendes Trägerband (2) mit einer Oberseite (3) und einer Unterseite (4), und eine Mehrzahl von Kontaktteilen (5) mit jeweils mindestens einem ersten Kontaktabschnitt (6) mit einer ersten Kontaktfläche (6a) zur Kontaktierung eines der beiden Kontaktstücke (K1 , K2), mindestens einem zweiten Kontaktabschnitt (7) mit einer zweiten Kontaktfläche (7a) zur Kontaktierung des anderen der beiden Kontaktstücke (K2, K1), sowie mit mindestens einem Befestigungsabschnitt (8) zur Befestigung des Kontaktteils (5) an einer Befestigungsstelle (15) am Trägerband (2), wobei bei einem Kontaktvorgang das Trägerband (2) von einer Ausgangslage in eine Biegelage elastisch verformbar ist, wobei in einem ersten Schritt die Kontaktteile (5) aus einem flach liegenden Blech ausgestanzt werden, derart, dass am Kontaktteil (5) eine Schnittfläche gebildet wird, die sich von der Unterseite zur Oberseite des Blechs erstreckt, wobei die Schnittfläche mindestens die besagten Kontaktflächen (6a, 7a) und Teilflächen des Befestigungsabschnitt (8) bereitstellen, in einem zweiten Schritt jeweils ein Kontaktteil (5) mit einem Befestigungsabschnitt (8) mit dem Trägerband (2) verbunden wird.
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