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Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum kalibrierenden Abkühlen eines strangge- pressten Kunststoffprofils mit in Strangrichtung einer Profs) douse nachgeordneten Kalibratoren, die hintereinandergereiht in einer sich auf einem Kalibriertisch abstützenden Aufspannschiene eingesetzt sind und eine Mehrzahl von Leitungsanschlüssen zur Leitungsverbindung mit einer Wasser-und einer Unterdruckversorgungseinrichtung für eine Wasser-bzw. Unterdruckbeaufschlagung aufweisen.
Bei der Profilextrusion wird der im Extruder homogenisierte und geschmolzene Rohstoff durch eine Profildüse gepresst und der die Profildüse verlassende Profilstrang zur masshalti- gen Abkühlung durch Kalibratoren hindurchgeführt, wobei für die exakte Formgebung des Profils die Funktion der Kalibratoren, die eine ausreichende Wärmeableitung und eine dimensionsgerechte Abstützung und Führung des Profils mit sich bringen sollen, von entscheidender Bedeutung ist. Um die Masshaltigkeit der Kalibrierung zu erreichen, wird meist ein sogenanntes Vakuumverfahren angewendet, demgemäss der Profilstrang auf Grund einer Unterdruckbeaufschlagung der Kalibratoren durch geeignete Saugschlitze bzw. -bohrungen an die querschnittsbestimmende Kontur des Führungskanals der Kalibratoren angesaugt wird.
Gleichzeitig erfolgt durch eine Wasserbeaufschlagung eines entsprechenden Leitungssystems der Kalibratoren eine gezielte Kühlung des Führungskanals und damit des Profilstranges. Zur Wasser- bzw. Unterdruckbeaufschlagung der Kalibratoren gibt es eine zentrale
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Wasserversorgungseinnchtung und eine Unterdruckversorgungseinrichtung mit meist für jeden Kalibrator eigenen Unterdruckquellen, welche Versorgungseinrichtungen über Verbindungsschläuche an Leitungsanschlüssen der Kalibratoren angeschlossen werden müssen.
Da für jeden Kalibrator bis zu 20 und mehr Anschlüsse erforderlich sind, kommt es zu einem beträchtlichen Installationsaufwand, der beim Wechseln der Kalibratoren wegen der Notwendigkeit, alle Schlauchverbindungen einzeln zu lösen und wieder anzuschliessen, zu einem langwierigen und mühsamen Hantieren der Schlauchverbindungen bzw. Schnellkupplungen führt, wozu noch die Gefahr falscher Belegungen und der Verlust der jeweiligen Durchsatzeinstellung für die einzelnen Beaufschlagungen kommen.
Zur Vereinfachung des Kalibratorwechselns wurde auch schon vorgeschlagen, die Kalibratoren samt ihrer Aufspannschiene auf einen eigenen Wschsetversorgungsrahmen aufzubauen und diesen Wechselversorgungsrahmen abnehmbar am Kalibriertisch aufzusetzen, wobei der Wechsetversorgungsrahmen bereits mit einer Wasser-bzw. Unterdruckversorgungsleitung ausgestattet ist, von welchen Versorgungsleitungen die Leitungsverbindungen zu den Leitungsanschlüssen der Kalibratoren verlegt werden.
Damit ist es möglich, das Anschliessen der Kalibratoren an die Wasser- und Unterdruckversorgung ausserhalb der Produktionslinie vorzunehmen, was zwar das Wechseln der Wschsefversorgungsrahmen samt Aufspannschiene und Kalibratoren am Kalibriertisch beschleunigt, das eigentliche Anschliessen der Kalibratoren an die Versorgungsleitungen aber nicht erleichtert, sondern nur vom Kalibriertisch wegveegt.
Es bleibt die Gefahr einer Fehlbelegung und die nichtreproduzierbare Durchsatzeinstellung je Leitung, da die Aufspannschienen mit ihren Kalibratoren von den V\tchselversorgungs- rahmen abgebaut werden müssen, um gelagert bzw. magaziniert werden zu können. Ausserdem steigern die Wschsetversorgungsrahmen den Installations- und Platzbedarf für das Kali bratorwechseln.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, diese Mängel zu beseitigen und eine Vomchtung der eingangs geschilderten Art zu schaffen, die sich durch ihre verhältnismässig aufwandsarme Installation für die Wasser- und Unterdruckbeaufschlagung der Kalibratoren auszeichnet und die ein geschicktes und mit wenigen Handgriffen schnell durchführbares Kalibratorenwechseln ohne Gefahr einer Falschbelegung und mit der Möglichkeit reproduzierbarer Durchsatzregelungen der Leitungsverbindungen erlaubt.
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Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, dass in der Aufspannschiene eine Wasserkammer und vorzugsweise der Kalibratorenanzahl entsprechend viele Unterdruckkammern vorgesehen und die Wasserkammer über eine Wasserleitung an die Wasserversorgungseinrichtung und die jeweils einem Kalibrator zugehörenden Unterdruckkammern über jeweils eine Unterdruckleitung an die Unterdruckversorgungseinrichtung anschliessbar sind und dass die für die Wasserbeaufschlagung bestimmten Leitungsanschlüsse der Kalibratoren mit der Wasserkammer und die für die Unterdruckbeaufschlagung bestimmten Leitungsanschlüsse der Kalibratoren jeweils mit der dem einzelnen Kalibrator zugehörenden Unterdruckkammer in Leitungsverbindung stehen und die Kalibratoren und die Aufspannschiene eine Umrüsteinheit bilden.
Durch die Wasser- bzw. Unterdruckkammern der Aufspannschiene wird ein wesentlicher Teil der Versorgungseinrichtungen in die Aufspannschiene integriert und die Kalibratoren, die zur justierten Ausrichtung auf der Aufspannschiene aufgesetzt sind, können auf kürzestem Weg und vor allem auch bleibend mit den Wasser-bzw. Unterdruckkammern der Aufspannschiene verbunden werden. Es entsteht eine Umrüsteinheit aus Aufspannschiene und Kalibratoren mit einsatzfertigen Leitungsverbindungen, so dass bei einem Kalibratorenwechsel lediglich die Wasser- bzw. Unterdruckleitungen zur Versorgung der Kammern gelöst und neu angeschlossen werden müssen, was wegen der geringen Anzahl und grösseren Dimensionierung dieser Leitungen schnell und gefahrlos durchgeführt werden kann.
Die heiklen Leitungsverbindungen zwischen Kammem und Leitungsanschlüssen der Kalibratoren sind bleibend eingerichtet, wodurch es auch keine Änderung der gewählten Durchsatzeinstellungen gibt und auch bei mehrfachem Wechseln der Umrüsteinheiten immer die gleichen Beaufschlagungsverhältnisse vorliegen. Die Umrüsteinheiten selbst können in den herkömmlichen Lagern und Magazinen wie übliche Aufspannschienen und Kalibratoren untergebracht werden, so dass sich ein rationelles, vielfach schnelleres und sichereres Kalibratorenwechseln erreichen lässt. Darüber hinaus können zur direkten Leitungsverbindung zwischen den Kafibrator-Leitungsanschtüssen und den Wasser - bzw.
Unterdruckkammern alle geeigneten Möglichkeiten ausgeschöpft werden, wobei durch Bohrungen und KanÅale In den Aufspannschienen auch schlauchlose Verbindungen nutzbar sind. An sich genügt dabei für die Wasserversorgung eine gemeinsame Wasserkammer für alle Kalibratoren, genauso Wie eine einzige Unterdruckkammer ausreichend wäre, doch empfiehlt sich vor allem bei den Unter- druckbeaufschlagungen für jeden Kalibrator eine eigene Unterdruckkammer vorzusehen, um die speziellen UnterdruckverhÅaltntsse gezielt an die jeweiligen Kalibratorfunkbonen anpassen
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zu können.
Der schnelle Wechsel der Umrüsteinheiten mit ihren lediglich der Kammeranzahl entsprechenden Zahl von Leitungsanschlüssen hilft bei einem Kalibratorwechseln ein längeres Stillsetzen des Extruders zu vermeiden und erlaubt eine wesentliche Rationalisie- rung des ganzen Extrusionsbetriebes.
Weist die Unterdruckversorgungseinrichtung für jede Unterdruckkammer eine eigene Unterdruckpumpe auf, kann jeder Kalibrator feinfühlig in seiner Unterdruckbeaufschlagung gesteuert und an die jeweiligen Kalibrierverhältnisse angepasst werden.
Sind in die Leitungsverbindungen Absperrorgane eingebunden, lassen sich die Durchsatz- verhältnisse durch diese Leitungsverbindungen und damit die Wasser- bzw. Unterdruckbeauf- schlagungen der Kalibratoren wunschgemäss ein- und verstellen, wobei alle möglichen Absperrorgane, seien es Hähne, Ventile, Schieber, Drosseln od. dgl., einsetzbar sind und diese Absperrorgane in äusseren Schlauchleitungen wie in inneren Bohrungen od. dgl. sitzen können.
Um die Herstellung der meist aus Aluminium bestehenden Aufspannschienen mit entsprechenden Kammern zu vereinfachen, kann die Aufspannschiene längsgeteilt sein und die Schienenteile können zur Teilungsebene hin offene, die Kammern bildende Ausnehmungen aufweisen, oder in der Aufspannschiene können an der Oberseite nach oben offene, durch die Kalibratoren abgedeckte Ausnehmungen als Unterdruckkammern und an der Unterseite eine nach unten offene, durch einen Deckel abgedeckte Ausnehmung als Wasserkammer vorgesehen sein. Diese konstruktiven Ausgestaltungen der Schiene erlauben es, die Kammern ohne Schwierigkeiten in das Schienengrundprofi) einzuarbeiten, so dass sich auch bisher übliche Aufspannschienen nachträglich mit entsprechenden Kammern ausstatten lassen.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand rein schematisch veranschaulicht, und zwar zeigen Fig. 1 eine erfindungsgemässe Vorrichtung in Draufsicht,
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Zum Herstellen eines stranggepressten Kunststoffprofiles ist einem nur angedeuteten Extruder 1 ein Wsrkzeugsatz 2 aus einer Profil douse 3 und dieser in Strangnchtung nachgereihten Kalibratoren 4 zugeordnet. Diese Kalibratoren 4 sitzen zur justierten Ausrichtung hinterenander in einer Aufspannschiene 5, die sich ihrerseits auf einem Kalibriertisch 6 abstützt.
Zur masshaltigen Abkühlung des Profilstrangs werden die Kalibratoren 4 wasser- und unterdruckbeaufschlagt, so dass sich das Profil durch die Unterdruckeinwirkung formgerecht an die Kontur des Führungskanals 7 der Kalibratoren 4 anlegt und dabei durch die Wasserbeaufschlagung gezielt abgekühlt werden kann.
Zur Wasser- und Unterdruckbeaufschlagung der Kalibratoren 4 gibt es eine zentrale Wasserversorgungseinrichtung 8 und eine Unterdruckversorgungseinrichtung 9 und in der Aufspannschiene 5 sind eine Wasserkammer 10 und der Kalibratorenzahl entsprechend viele, den einzelnen Kalibratoren 4 jeweils zugeordnete Unterdruckkammern 11 vorgesehen, welche Kammern einerseits über eine Wasserleitung 12 an die Wasserversorgungsefnrichtung 8 und anderseits über jeweils eine Unterdruckleitung 13 an die Unterdruckversorgungseinrichtung 9, die für jede der Unterdruckkammem eine eigene Unterdruckpumpe 14 umfasst, angeschlossen sind.
Die Wasserkammer 10 ist nun mit entsprechenden Leitungsanschlüssen 15 der Kalibratoren 4 und die Unterdruckkammem 11 mit Leitungsanschlüssen 16 der jeweils zugehörigen Kalibratoren leitungsverbunden, wozu es die verschiedensten Möglichkeiten, beispielsweise Verbindungsschläuche 17,18 oder innenliegende Verbindungsbohrungen und -kanäle 19,20 gibt Diese Leitungsverbindungen sind bleibend installiert, wobei bedarfsweise in diese Leitungsverbindungen Absperrorgane 21, 22 in Form von Hähnen, Drosselstellen od. dgl. eingebunden sind, um den Durchsatz und damit den Beaufschlagungsgrad einstellen zu können.
Aufspannschiene 5 und Kalibratoren 4 bilden zusammen mit den Leitungsverbindungen eine Umrüsteinheit U, so dass sich ein Kalibratorwechsei schnell und einfach durchführen lässt, da dazu lediglich die Umrüsteinheit U unter Lösen bzw. Anschliessen der Wasserleitung 12 und der Unterdruckleitungen 13 auszutauschen ist. Alle übrigen Leitungsverbindungen zwischen Kalibratoren 4 und Wasser- bzw. Unterdruckkammem 10,11 und auch die Durchsatzeinstellungen über die Absperrorgane 21,22 bleiben voll erhalten.
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Wie in Fig. 3 veranschaulicht, kann die Aufspannschiene 5 längsgeteilt sein, wobei die Schienenteile 23,24 zur Teilungsebene E hin offene Ausnehmungen 25,26 aufweisen, die im zusammengebauten Zustand die Wasser- bzw.
Unterdruckkammern 10,11 bilden.
Gemäss dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 ist eine einheitliche Aufspannschiene 5 vorgesehen, die an der Oberseite nach oben offene, durch die Kalibratoren 4 selbst abgedeckte Ausnehmungen 27 als Unterdruckkammern 11 und an der Unterseite eine nach unten offene, durch einen Deckel 28 abgedeckte Ausnehmung 29 als Wasserkammer 10 aufweist Auf Grund dieser konstruktiven Ausgestaltung der Aufspannschienen 5 können schwierig- keitslos auch herkömmliche Aufspannschienen mit erfindungsgemässen Kammern ausgestattet werden, wobei abschliessend nur noch die zu den Leitungsverbindungen erforderlichen inneren Bohrungen 30,31 gesetzt werden müssen, die je nach Einsatz direkt als Kanäle 19, 20 dienen bzw.
mit geeigneten Schnellkupplungen 32 für einen Schlauchanschluss, mit Absperrorganen 21,22 oder bei nicht benötigtem Anschluss auch mit einem Blindverschluss 33 od. dgl. versehen sein können.