AT1016U1 - Verfahren zum beschichten von oberflächen - Google Patents

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AT1016U1 AT0051395U AT51395U AT1016U1 AT 1016 U1 AT1016 U1 AT 1016U1 AT 0051395 U AT0051395 U AT 0051395U AT 51395 U AT51395 U AT 51395U AT 1016 U1 AT1016 U1 AT 1016U1
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Thyssen Huennebeck Gmbh
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Description


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  Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Beschichten von Oberflächen, insbesondere von Oberflächen von Stützelementen wie neue oder gebrauchte Betonschalungselemente, bei dem auf diese Oberflächen ein Beschichtungsmittel auf Kunststoffbasis, aufgetragen und ausgehärtet wird, sowie Gegenstände mit so beschichteten Oberflächen. 



  Als Betonschalungselemente sind dabei vor allem Schalungsplatten zu verstehen, die aus Holz, Metall (Al) oder Kunststoff bestehen, wobei vielfach   Mehrschichtholzplatten   eingesetzt werden, die bei Bedarf an Ort und Stelle grössenanpassbar sind und den Vorteil aufweisen, dass sie durchnagelbar sind, so dass deren Oberflächenprofil jederzeit änderbar ist. Dadurch und auch durch anhaftenden Beton werden aber deren Oberflächen beschädigt, und es ist in kurzen oder kürzeren Abständen nötig, gebrauchte Holzschalungsplatten auszuwechseln und zu entsorgen, oder einer mehrstufigen Regenerierung zu unterziehen, um sie als Schalungselement wieder gebrauchsfähig zu machen. Bei dieser Regenerierung wurde bisher die   Holzschalungsplatte   zunächst entfettet, anschliessend die   Stütz- bzw.   



  Führungsoberfläche geschliffen, um vor allem anhaftende Betonreste zu entfernen, danach die Oberflächenfehler verspachtelt bzw. verkittet, nochmals geschliffen, um eine möglichst glatte Oberfläche zu erhalten und schliesslich beispielsweise ein lösungsmittelhaltiges Polyurethan-Beschichtungsmittel aufgetragen, das durch Luftfeuchtigkeit härtet, was nur bei Schichtdicken bis zu maximal   100 m mögtich   ist. 



  Es bestand die Aufgabe, diese Nachteile zu vermeiden und ein Verfahren zu schaffen, durch das das Ausfüllen von   Oberflächenfehlern   und Nachschleifen vor einer Neubeschichtung oder Erstbeschichtung überflüssig wird. Dazu ist Voraussetzung, dass die Beschichtung nicht schrumpft und das Beschichtungsmittel die Eigenschaft hat, in Oberflächenfehler, die auch die die Oberflächen aufweisenden Körper durchsetzen 

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 können, einzudringen und diese   ausLufGllèn owjè eir. e ebenflächige   Beschichtung zu bilden, so dass ein einmaliges Beschichten ausreicht. 



  Diese Voraussetzungen sind durch das erfindungsgemässe Verfahren erfüllt, das dadurch gekennzeichnet ist, dass, gegebenenfalls nach einer Vorreinigung und/oder Grundierung der Oberflächen, ein Beschichtungsmittel aufgetragen und ausgehärtet oder aushärten gelassen wird, das ein lösungsmittelfreies, flüssiges Bindemittel auf Basis härtbarer Polymere und/oder Präpolymere, einen vorzugsweise mineralischen Füllstoff, vorzugsweise eine als Mattierungsmittel und/oder Weichmacher wirkende Mineralölkomponente, sowie gegebenenfalls einen Härter und gegebenenfalls übliche Hilfsstoffe, wie Netzmittel, Entschäumer, Antiabsetzmittel, Pigmente od.

   dgl., enthält, wobei die Polymeren und die Konzentration der vorzugsweise verwendeten Mineralölkomponente so   gewählt   sowie die Viskosität und Oberflächenspannung des Bindemittels und die Ölzahl und spezifische Oberfläche des Füllstoffs so niedrig gehalten werden, dass beim Abhärten, insbesondere bei einer Umgebungstemperatur von-10 C bis +60 C, vorzugsweise im Bereich von +15 C bis +30 C, besonders bevorzugt im Bereich von   +20 C   bis   +30 C,   eine selbstnivellierte, Oberflächenfehler ausfüllende, elastische Beschichtung mit matter Oberfläche erhalten wird. 



  Dabei ist   unter "lösungsmittelfrei" zu   verstehen, dass nur ein so geringer   Lösungsmittelgehalt   tolerierbar ist, dass kein Schrumpfen der und keine schädlichen Poren in der fertigen Beschichtung auftritt bzw. auftreten. 



  Es wird insbesondere aus Kostengründen eine hohe Füllstoffbeladung angestrebt - dies erreicht man durch Füllstoffe mit niedriger Ölzahl und niedriger spezifischer   Oberfläche ;   ebenso Selbstnivellierung der Beschichtung und hohe Penetration in die und Benetzung der   Oberfläche - dies   erreicht man durch niedrige Viskosität und vor allem niedrige Oberflächenspannung des Bindemittels. Die vorzugsweise verwendete Mineralölkomponente wird als Mattierungsmittel und/oder Weichmacher eingesetzt, je 
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 Art und dem   Mischungsverhättn : s der Pdymeren oder Präpo) ymeren   im Bindemittel können ebenso dessen Viskosität und die Eigenschaften der fertigen Beschichtung gesteuert werden. 



    "Flüssig" bedeutet,   dass das Bindemittel eine Konsistenz aufweist, die ein beim Auftragen fliessfähiges Beschichtungsmittel ergibt. Dazu kann das flüssige Bindemittel auch in thixotropierter Form vorliegen. 



  Die Zeitdauer für die Härtung hängt von der Formulierung des verwendeten Beschichtungsmittels sowie bei Verwendung eines Härters von der herrschenden Aussentemperatur ab. Dabei wird derart abgestellt, dass eine   selbsthärtende   Beschichtung längstens nach 24 Stunden gebrauchsfähig, d. h. belastbar ist. Die Beschichtung kann von wenig qualifiziertem Personal rasch und auf einfache Weise am Einsatzort auf gebrauchte und neue Schalungselemente aufgebracht werden. 



  In manchen Fällen wird es notwendig sein, die Oberflächen, abgesehen von der Entfernung von Betonresten, zu reinigen, bevor das Beschichtungsmittel aufgetragen wird. Dies erfolgt durch Abtragung an den Oberflächen, wobei im einfachsten Fall Oberflächenablagerungen mit Wasser, das bei fetten Oberflächen zweckmässig ein herkömmliches Netzmittel enthält, abgespült werden. 



  Als Netzmittel für das Beschichtungsmittel wird hingegen bevorzugt ein Fluortensid, insbesondere auf   Perfluorcarbonsäure- bzw. Perfluorsulfonsäure-Basis,   verwendet. 



  Im Zuge der Vorreinigung können gegebenenfalls Nuten oder andere Vertiefungen an den Oberflächen gebildet werden, die zur Verankerung der Beschichtung dienen. 



  Vor dem Auftragen der Beschichtung kann vorteilhaft sein, die Oberflächen zu grundieren, wozu vorzugsweise möglichst lösungsmittelfreies Bindemittel verwendet wird. 

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  Wenn vom Chemismus der Bindemittel her möglich, wird bevorzugt, als Härter eine Polyaminoamidverbindung einzusetzen. Dies hat den überraschenden Vorteil, dass bei Verwendung einer Mineralölkomponente als Mattierungsmittel und/oder Weichmacher die beim Aushärten der Beschichtung ausgeblutete überschüssige Mineralölkomponente durch den Härter in eine wasserlösliche oder wasseremulgierbare Form umgewandelt wird, die abwaschbar ist oder sich beim Kontakt mit Betonmörtel sozusagen selbst entfernt. Dies trägt dazu bei, dass die Betonoberfläche nach dem Ausschalen eine gewünschte matte Oberfläche aufweist. 



  Vorzugsweise werden die folgenden Bindemittelsysteme verwendet :   1) Epoxyharzlteilweise   verkapptes Isocyanat, mit Härter   (z. B. Polyaminoamid),   2) Epoxyharz/Flexibilisator (Polysulfid oder Harnstoffkondensat), mit Härter   (z. B.   



    Polyaminoamid),   3) verschieden vernetzte Polyole mit Härter   (z. B. Isocyanat),   4) verschieden vernetzte   Polyole/lsocyanat/flüssiges   KW-Harz mit Katalysator, 5) Polymethacrylat/mit PVC modifiziertes Polymethacrylat mit Härter   (z. B.   Peroxid), 6) ungesättigtes Polyesterharz/mit PVC modifiziertes Polyesterharz, mit Härter   (z.

   B.   Peroxid). 
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 Ein bevorzugtes Beschichtungsmittel auf Basis eines Bindemittelsystems Epoxyharz/teilweise verkapptes Isocyanat mit Härter weist folgende Zusammensetzung auf : 1) 30   Gew.-Teile flüssiges   unmodifiziertes Epoxyharz (Basis : Bisphenol A, F oder A/F), 
 EMI4.2 
 

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 EMI5.1 
 
5 Gew.-Teile Pigment (Ti02, Fe-Pigment, Russ),
23 Gew.-Teile Füllstoff (insbesondere mineralischer). 



  Insbesondere für die Neubeschichtung von Holzschalungsplatten wird gemäss vorliegender Erfindung als Härterkomponente ein Polyoxyalkylenaminoamid verwendet. 



  Ein Beschichtungsmittel auf Basis eines Bindemittelsystems Epoxyharz/Flexibilisator weist vorzugsweise folgende Zusammensetzung auf : 2) 25 Gew.-Teile flüssiges Bisphenol-Epoxyharz (A, F, A/F),
25 Gew.-Teile Flexibilisator (Polysulfid mit Epoxid-Endgruppen oder 
 EMI5.2 
 
5   Gew.-Teile   Pigmente (Ti02, Fe-Pigment, Russ),
24   Gew.-Teile Füllstoff   (geringe Mohshärte,   z. B. Talk, Kaolin),  
10 Gew.-Teile Härter   (Polyoxyalkylenamin),  
1 Gew.-Teil Antiabsetzmittel (Schichtsilikat). 



  Das Bindemittel auf Basis einer Mischung aus Polyolkomponenten verschiedenen Vernetzungsgrads wird in einem, vom Material der Oberfläche und vom Füllstoff abhängigen Verhältnis im Bereich von 20 : 80 bis 80 : 20 verwendet. Vorteilhaft wird 

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 dabei als Härter ein insbesondera aromatisches Isocyanat verwendet. Die Polyolkomponenten sind verzweigte (höher vernetzt) oder lineare (niedriger vernetzt)   Polyester- oder Polyätherpolyole.   Zweckmässig beträgt das Mischungsverhältnis von linearer und verzweigter Polyolkomponente beim Beschichten von Metallen etwa 60 : 40 und beim Beschichten von Kunststoff oder Holz etwa   50 : 50.   



  Als Beispiel weist ein derartiges Beschichtungsmittel ausschliesslich Pigmenten und Füllstoffen folgende Zusammensetzung auf : 4) 60 Gew.-Teile Mischung aus linearer (Baygal K 166) und verzweigter (Baygal K 115)
Polyol komponente,
16 Gew.-Teile aromatisches Isocyanat (MDI),
12   Gew.-Teile ungesättigtes flüssiges Kohlenwasserstoff-Harz   (PH 3 S/A),
1 Gew.-Teile Mineralöl,
7   Gew. -Teile Kettenverlängerer (2-Äthylhexandiol),  
1 Gew.-Teil Antiabsetzmittel (hochdisperse Kieselsäure),
2 Gew.-Teile Molekularsieb (Zeolithpulver),   0, 1 Gew. -Teil Katalysator-Gemisch   (90 % tert.

   Amin + 10 % DBTL), 
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 Ein Bindemittel auf Basis einer Mischung aus einer   Poly (meth) acrylatkomponente   und einer mit PVC modifizierten   Poly (meth) acrylatkomponente   wird in einem vom Material der Oberfläche und vom Füllstoff abhängigen Verhältnis im Bereich von 20 : 80 bis 80 : 20 verwendet. Vorteilhaft wird hiefür als Härterkomponente ein aktives Peroxid verwendet.

   Zweckmässig beträgt erfindungsgemäss das Mischungsverhältnis von   Poly (meth) acrylatkomponente   und mit PVC modifizierter   Poly (meth) acrylatkomponente   beim Beschichten von Metalloberflächen etwa 60 : 40 und beim Beschichten von   Kunststoff- oder Holzoberflächen   etwa 50 : 50. 

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 Als Beispiel weist ein erfindungsgemässes Beschichtungsmittel auf dieser Basis ausschliesslich Pigmenten und Füllstoffen folgende Zusammensetzung auf : 5) 92   Gew.-Tei ! e   Mischung aus Poly (meth) acrylat-Komponente (Degadur 100) und 
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   Poly (meth) acrylatkomponente0, 9 Gew. -Teile Entschäumer, 0, 1 Gew. -Teile Netzmittel,   
1 Gew.-Teil Antiabsetzmittel,
1   Gew.-Teil Mineralölkomponente.   



  Gemäss einer weiteren, vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird ein Bindemittel auf Basis ungesättigter Polyester verwendet. Vorteilhaft wird für dieses Bindemittel als Härterkomponente ein aktives Peroxid verwendet. Als Beispiel weist ein Beschichtungsmittel auf dieser Basis ausschliesslich Pigmenten und Füllstoffen folgende Zusammensetzung auf : 6) 92 Gew.-Teile Mischung aus ungesättigtem Polyester- (UP-) Harz (Aldurol UP 231) und mit PVC modifiziertem, ungesättigten Polyester- (UP-) Harz (Aldurol
UP 201),
4 Gew.-Teile aktives Peroxid (Cyclonox SL),
1 Gew.-Teile Beschleuniger (Co-naphthenat),
0,9Gew. -TeileEntschäumer,
0,1Gew. -TeilNetzmittel,
1 Gew.-Teil Antiabsetzmittel, wobei wahlweise 1   Gew.-Teit Mineratöt   zugesetzt werden kann. 

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  Zweckmässig wird gemäss   vorliegender Erfindung   das   fhessfähige   Beschichtungsmittel in üblicher Weise,   z. B.   durch Giessen, Streichen, Auftragen mittels Rolle, Spachteln oder Spritzen, vorzugsweise Airless-Spritzen, auf die Oberflächen aufgetragen. 



  Normalerweise reichen die Umgebungsbedingungen vor Ort aus, um das Beschichtungsmittel mittels einer Härterkomponente, die dem Bindemittel zugegeben wird, innerhalb einer für die Praxis akzeptablen Zeit zu einer Beschichtung zu härten. 



  Manchmal kann es sich jedoch als notwendig erweisen, die Zeitdauer für das Härten mittels eines Beschleunigers zu verringern. Gemäss einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird das Beschichtungsmittel, das einen Photoinitiator enthalten kann, unter 
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UV-und/oder ElektronenstrahlungAlle Bestandteile des Beschichtungsmittels sind gängige Handelsprodukte, die von verschiedensten Herstellern unter Markenbezeichnungen angeboten werden, wobei die genaue Zusammensetzung dieser Handelsprodukte - vor allem der Harze - in der Regel vom Hersteller nicht angegeben sind, sondern nur die chemische Basis und der Einsatzzweck. 



  Z. B. sind für Bisphenol-Epoxidharze neben den vorzugsweise verwendeten Polyaminoamiden, insbesondere Polyoxypropylenaminoamiden, und deren Addukten, auch Polyamine, Polyamide und deren Addukte als Härter bekannt und geeignet. 



  Als Flexibilisatoren und Flüssigextender eignen sich beispielsweise aromatische Alkohole, Nonylphenol, Phthalate bzw. Phthalsäureester, Kohlenwasserstoffharze, Cumaronharze,   Cumaron-Inden harze, Teer- und Mineralölprodukte, Polysulfide,   Polyätheramine, verkappte Polyurethane. 



  Als Reaktivverdünner eignen sich vor allem Mono-, Di- oder Triepoxidverbindungen. 



  Als Polyolkomponenten sind neben den   Polyäther- und Polyesterpolyolen   insbesondere Polytetramethylenglykol (PTMG) oder Polyacrylate mit OH-Gruppen geeignet. 

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 Als Isocyanat-Härter für die Polyole sind neben Diphenylmethandiisocyanat (MDI) insbesondere   Trimethylhexamethylendiisocyanat   (TMDI) und Polymethylenpolyphenylisocyanat (PAPI) bevorzugt. 



  Als bekannte   Füllstoffe   sind vor allem mineralische Füllstoffe, z.B. Talkum, Plastorit oder Schwerspat, bevorzugt, aber auch z. B. Mikrohohlkugeln, auch aus Kunststoff, sowie organische Füllstoffe wie   z. B. Holz- oder Kokosmehl.   Die Korngrösse sollte nicht über 100   11m liegen,   die Ölzahl nicht über 30. 



  Als Beispiele für bekannte Photoinitiatoren werden die Handelsprodukte Trigonal 14 und Irgacure 261 genannt. 



  Die vorliegende Erfindung betrifft auch ein   Stütz- bzw. Führungselement,   insbesondere Betonschalungselement, insbesondere aus Holz, Metall oder Kunststoff, von dem mindestens ein Oberflächenbereich, vorzugsweise die Gesamtoberfläche, mit einer Beschichtung versehen ist, die nach dem erfindungsgemässen Verfahren erhalten wurde. 



  Die nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellte Beschichtung ist chemisch, insbesondere gegen Alkalien, und mechanisch beständig. Daher sind mit einer solchen Oberflächenbeschichtung ausgestattete Bauteile auch auf vielen anderen Gebieten verwendbar, beispielsweise bei   Förder- bzw. Transportanlagen   für Kohle und andere bergmännische gewonnene Materialien usw. Es ist bevorzugt, dass die Beschichtung eine Mindestdicke von 0, 2 mm aufweist, wobei Schichtdicken von 1-5 mm bevorzugt und höhere Schichtdicken möglich sind. Gemäss einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist die Beschichtung eine Shore D-Härte von 5 bis 90, vorzugsweise 80, sowie eine Bruchdehnung von 30-80 %, jeweils gemessen 7 Tage nach der Härtung, bei Raumtemperatur auf. 



  Vorteilhaft kann das   Stütz- bzw. Führungselement,   insbesondere eine Holzschalungsplatte, auch mehrschichtig ausgebildet sein. 

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 Bisher wurden Holzschalungsplatten manchmal am gesamten Umfang mit einem Stahlband vor mechanischer Beschädigung geschützt, was einen erheblichen Kostenaufwand verursacht. Zweckmässig ist erfindungsgemäss das   Stütz- bzw.   Führungselement aus Holz oder Kunststoff an den Ecken mit Winkeln oder 
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 Fällen kann es vorteilhaft sein, wenn das Stütz- bzw. Führungselement, insbesondere Schalungselement, an den Kanten, insbesondere diese umfassend, einen Schutzrahmen, vorzugsweise aus Metall, aufweist.

Claims (33)

  1. Ansprüche : 1. Verfahren zum Beschichten von Oberflächen, insbesondere von Oberflächen von Stützelementen wie neue oder gebrauchte Betonschalungselemente, bei dem auf diese Oberflächen ein Beschichtungsmittel auf Kunststoffbasis aufgetragen und ausgehärtet wird, dadurch gekennzeichnet, dass, gegebenenfalls nach einer Vorreinigung und/oder Grundierung der Oberflächen, ein Beschichtungsmittel aufgetragen und ausgehärtet oder aushärten gelassen wird, das ein lösungsmittelfreies, flüssiges Bindemittel auf Basis härtbarer Polymere und/oder Präpolymere, einen vorzugsweise mineralischen Füllstoff, vorzugsweise eine als Mattierungsmittel und/oder Weichmacher wirkende Mineralölkomponente, sowie gegebenenfalls einen Härter und gegebenenfalls übliche Hilfsstoffe, wie Netzmittel, Entschäumer, Antiabsetzmittel, Pigmente od.
    dgl., enthält, wobei die Polymeren und die Konzentration der vorzugsweise verwendeten Mineralölkomponente so gewählt sowie die Viskosität und Oberflächenspannung des Bindemittels und die Ölzahl und spezifische Oberfläche des Füllstoffs so niedrig gehalten werden, dass beim Abhärten, insbesondere bei einer Umgebungstemperatur von-10 C bis +60 C, vorzugsweise im Bereich von +15 C bis +30 C, besonders bevorzugt im Bereich von +20 C bis +30 C, eine selbstnivellierte, Oberflächenfehler ausfüllende, elastische Beschichtung mit matter Oberfläche erhalten wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vorreinigung durch Abtragung an den Oberflächen durchgeführt wird, wobei gegebenenfalls Nuten oder andere Vertiefungen zur Vergrösserung der Oberfläche angebracht werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vorreinigung unter Verwendung eines Netzmittels durchgeführt wird. <Desc/Clms Page number 12>
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Netzmittel für das Beschichtungsmittel ein Fluortensid, insbesondere auf Perfluorcarbonsäure- bzw. Perfluorsulfonsäure-Basis, verwendet wird.
  5. 5. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Auftragen der Beschichtung eine Grundierung der Oberfläche, insbesondere mit Bindemittel, durchgeführt wird.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Konzentration der Mineralölkomponente so gewählt wird, dass beim Härten ein Teil davon an der Oberfläche der Beschichtung austritt.
  7. 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass als Härter eine Polyaminoamidverbindung eingesetzt wird.
  8. 8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Bindemittel auf Bisphenol-Epoxidharz-Basis verwendet wird.
  9. 9. Verfahren nach Anspruch 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Beschichtungsmittel folgende Zusammensetzung aufweist : 30 Gew.-Teile flüssiges Bisphenol-Epoxyharz (A, F, A/F Typ), 19 Gew.-Teile teilweise verkapptes Isocyanat, 12 Gew.-Teile Polyaminoamidhärter, 1 Gew.-Teile Antiabsetzmittel, insbesondere auf Schichtsilikatbasis, 5 Gew.-Teile Mineralölkomponente, 3 Gew.-Teite Reaktiwerdünner, insbesondere Diglycidyläther, 1 Gew.-Teil Beschleuniger, insbesondere tert. Amin, 0, 1 Gew. -Teil Netzmittel, 0, 9 Gew. -Teile Entschäumer, insbesondere auf Silikonbasis, <Desc/Clms Page number 13> 5 Gew.-Teile Pigment, 23 Gew.-Teile Füllstoffe, insbesondere mineralische.
  10. 10. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass als Härterkomponente ein Polyoxyalkylenaminoamid verwendet wird.
  11. 11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Beschichtungsmittel folgende Zusammensetzung aufweist : 25 Gew.-Teile flüssiges Bisphenol-Epoxyharz (A, F, A/F), 25 Gew.-Teile Flexibilisator, insbesondere Polysulfid oder Harnstoffkondensat, 5 Gew.-Teile Mineralölkomponente, 3 Gew.-Teite Reaktiwerdünner, 1 Gew.-Teil Beschleuniger, 1 Gew.-Teil Entschäumer, 5 Gew.-Teile Pigmente, 24 Gew.-Teile Füllstoff, 10 Gew.-Teile Härter, 1 Gew.-Teil Antiabsetzmittel.
  12. 12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein Bindemittel auf Basis einer Mischung aus Polyolkomponenten verschiedenen Vernetzungsgrads in einem Verhältnis im Bereich von 20 : 80 bis 80 : 20 verwendet wird.
  13. 13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass als Härterkomponente ein Isocyanat, insbesondere ein aromatisches Isocyanat, verwendet wird.
  14. 14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Polyolkomponenten aus Polyetherpolyolen und Polyesterpolyolen ausgewählt sind. <Desc/Clms Page number 14>
  15. 15. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Mischungsverhältnis von niedervernetzter zu höhervernetzter Polyolkomponente beim Beschichten von Metalloberflächen etwa 60 : 40 beträgt.
  16. 16. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Mischungsverhältnis von niedervernetzter und höhervernetzter Polyolkomponente beim Beschichten von Kunststoff- oder Holzoberflächen etwa 50 : 50 beträgt.
  17. 17. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Beschichtungsmittel ausschliesslich Pigmenten und Füllstoffen folgende Zusammensetzung aufweist : 60 Gew.-Teile flüssige Mischung aus unterschiedlich vernetzten Polyolkomponenten, 16 Gew. -Teile aromatisches Isocyanat, 12 Gew.-Teile flüssiges Kohlenwasserstoff-Harz, 1 Gew.-Teil Mineralölkomponente, 7 Gew.-Teile Kettenverlängerer, insbesondere 2-Äthylhexandiol, 1 Gew.-Teil Antiabsetzmittel, insbesondere Schichtsilikat, 2 Gew.-Teile Molekularsieb, insbesondere Zeolith, 0, 1 Gew. -Teil Katalysator-Gemisch zum Einleiten der Reaktion zwischen Polyol und Isocyanat, 0, 2 Gew.
    -Teile Netzmittel, 0, 7 Gew. -Teile Entschäumer.
  18. 18. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein Bindemittel auf Basis einer Mischung aus einer Poly (meth) acrylatkomponente und einer mit PVC modifizierten Poly (meth) acrylatkomponente in einem Verhältnis im Bereich von 20 : 80 bis 80 : 20 verwendet wird. <Desc/Clms Page number 15>
  19. 19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass als Härterkomponente ein aktives Peroxid verwendet wird.
  20. 20. Verfahren nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass das Mischungsverhältnis von Poly (meth) acrylatkomponente und mit PVC modifizierter Poly (meth) acryjatkomponente beim Beschichten von Metalloberflächen etwa 60 : 40 beträgt.
  21. 21. Verfahren nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass das Mischungsverhältnis von Poly (meth) acrylatkomponente und mit PVC modifizierter Poly (meth) acrylatkomponente beim Beschichten von Kunststoff- oder Holzoberflächen etwa 50 : 50 beträgt.
  22. 22. Verfahren nach einem der Ansprüche 18 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass das Beschichtungsmittel ausschliesslich Pigmenten und Füllstoffen folgende Zusammensetzung aufweist : 92 Gew.-Teile flüssige Mischung aus den Poly (meth) acrylat-Komponenten, 4 Gew.-Teile aktives Peroxid, 1 Gew.-Teil Beschleuniger, insbesondere tert. Amin, 0/9 Gew. -Teile Entschäumer, 0/1 Gew. -Teil Netzmittel, 1 Gew.-Teil Antiabsetzmittel, 1 Gew.-Teil Mineralölkomponente.
  23. 23. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein Bindemittel auf Basis ungesättigter Polyester verwendet wird.
  24. 24. Verfahren nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass als Härterkomponente ein aktives Peroxid verwendet wird. <Desc/Clms Page number 16>
  25. 25. Verfahren nach Anspruch 23 oder 24, dadurch gekennzeichnet, dass das Beschichtungsmittel ausschliesslich Pigmenten und Füllstoffen folgende Zusammensetzung aufweist : EMI16.1 4 Gew.-Teile aktives Peroxid, 1 Gew.-Teil Beschleuniger, 0,9 Gew.-Teile Entschäumer, 0,1Gew. -TeilNetzmittel, 1 Gew.-Teil Antiabsetzmittel.
  26. 26. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass das Beschichtungsmittel in üblicher Weise, vorzugsweise durch Airless-Spritzen, auf die Oberflächen aufgetragen wird.
  27. 27. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass das Beschichtungsmittel einen Photoinitiator enthalten kann und unter Anwendung von UVStrahlung und/oder Elektronenstrahlung gehärtet wird.
  28. 28. Stütz- bzw. Führungselement, insbesondere Schalungselement, insbesondere aus Holz, Metall oder Kunststoff, von dem mindestens ein Oberflächenbereich, vorzugsweise die Gesamtoberfläche, mit einer Beschichtung versehen ist, die durch das Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 27 erhalten wurde.
  29. 29. Stütz- bzw. Führungselement nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung eine Mindestdicke von 0, 2 mm aufweist, wobei Schichtdicken von 1-5 mm bevorzugt sind. <Desc/Clms Page number 17>
  30. 30. Stütz- bzw. Führungselement nach Anspruch 28 oder 29, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung eine Shore D-Härte von 50 bis 90, vorzugsweise 80, sowie eine Bruchdehnung von 30-80 %, jeweils gemessen 7 Tage nach der Härtung, bei Raumtemperatur aufweist.
  31. 31. Stütz-. bzw. Führungselement nach einem der Ansprüche 28 bis 30, dadurch gekennzeichnet, dass das Element mehrschichtig ausgebildet ist.
  32. 32. Stütz- bzw. Führungselement nach einem der Ansprüche 28 bis 31 aus Holz oder Kunststoff, dadurch gekennzeichnet, dass das Element an den Ecken mit Winkeln oder Dreiecksplättchen aus Metall versehen ist.
  33. 33. Stütz- bzw. Führungselement nach einem der Ansprüche 28 bis 31 aus Holz oder Kunststoff, dadurch gekennzeichnet, dass das Element an den Kanten einen insbesondere diese umfassenden Schutzrahmen, vorzugsweise aus Metall, aufweist.
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