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Dampfschneepflng.
Die Erfindung betrifft einen an einer Güterzugslokomotive angebrachten Dampfschneepflug, der unwohl für die Schneeräumung auf der Strecke als auch in Stationen dient. Besonders Augenmerk wurde darauf gelegt, die schon bestehenden Schneebeseitigungseinrichtungen der österreichischen Bundesbahnen wie : fixer Schneepflug, Marin'scher Schneeräumer zu verwerten und durch Verwendung des Dampfantriebes zu verbessern.
Der Dampfschneepflug ist dem jeweiligen Bahnprofil schnellstens, d. h. in Bruchteilen von Sekunden anpassbar und räumt die gleiche Breite wie der Marin'sche Schneeräumer, d. h. l'l m von der Schienen-
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Die Zeichnung veranschaulicht den Erfindungsgegenstand. Fig. 1 zeigt den lotrechten Längsschnitt nach der Linie A-B der Fig. 2 oder 3, Fig. 2 den wagrechten Querschnitt nach der Linie C-D der Fig. 1, Fig. 3 die Draufsicht auf die rechte volle Pflugseite von der vorderen Plattform der Lokomotive stehen, Fig. 4 die Hinteransicht der linken Flügelseite, Fig. 5 den Schnitt durch einen Dampfsteuerwechsel und die Fig. 6 und 7 die Gesamtanordnung bei gehobener und gesenkter Stellung in schematischer Darstellung und im kleineren Massstabe als die übrigen Figuren.
An dem an der Lokomotive angebrachten fixen Schneepflug 1 sind die an je zwei starken Gelenken 2 beweglichen Schaufeln 3 drehbar befestigt. Sie sind aus 10 mm starkem Flusseisenblech im grössten Widerstandsprofil gebogen, auf-und abklappbar und reichen mit ihrer Schneidkante 4 2-3 cm über Schienenhöhe. Um die Schaufeln beim Auffahren auf den Schienen sowie gegen unvorhergesehene Hindernisse (zu hohe Radlenker, Entgleisungsschienen und so weiter) zu schonen, sind sie mit Schlittenkufen 5 aus bestem Federstahl versehen, so dass sie aufsteigen können. Die Schaufeln liegen mittels je zweier keil-
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Dieser ist wieder seinerseits mittels eines starken Winkeleisenkreuzes 7 (Fig. l und 2) verstärkt und gegen den vorderen Querrahmen der Lokomotive versteift. Die Schaufeln besitzen Dampfantrieb.
Die Dampf-
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dampflokomotiven in Verwendung gestandenen Zylinder entsprechend auf Zweikammersysteme umgestaltet. Je zwei Zylinder arbeiten mit einem gemeinsamen Hängeisen 10 und einem Schubarm 11 (Fig. l) auf je eine Schaufel 3. Die Schaufeln heben sich bis über das untere fixe Schneepflugprofil, so dass mit aufgehobenen Schaufeln allerorts gefahren werden kann.
Die Fortsetzung des Schaufelteiles nach aussen bildet der rechte und linke Flügel 12, 13 (Fig. 2 und 3). Die beiden Flügel sind aus starkem Flusseisenblech und mit starken Querbändern bewehrt. Der Flügel ist um drei starke Gelenke 14 drehbar und nebstbei auf zwei Kugellager M gelagert. Die zwei
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fläche auf oder ab.
Die Rundbogen bilden die wirksamen Versteifungen des Flügels. Sie sind mit Ausnehmungen 18 versehen, in welche sich starke Sperliegel 19 (Fig. 3 und 2) leg. en und in der jeweiligen Arbeitsstellung
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Gelenkbänder 22 (Fig. 4) sind auf der Innenseite der vorderen Brustwinkel oder am fixen Schneepflugflügel 23 angeschraubt. Alle drei Scharniere haben eine starke gemeinsame Stahlwelle 24.
Der Flügel wird mit Dampf angetrieben. Der Dampfzylinder 25 (Fig. 2 und 4) befindet sich in der vorderen Brustecke 26 der Lokomotive und treibt mit seiner gegabelten Kolbenstange 27 und dem Doppelgelenk 28 und Rollengelenk 29 den Flügel an. Der Flügel wird bei seiner Bewegung ein-oder
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lage kann er in irgendeine gewünschte Stellung gebracht werden.
Die Schaufel-und Flügelzylinder sind mit je zwei Dampfleitungen 32 veisehen, die den Kolben vor-und rückwärts treiben. Dies geschieht mittels des Steueiwechsels (Fig. 5). Der Wirbel 33 hat eine rechtwinkelige 34 und eine schiefe Bohrung 35. Die schiefe Bohrung eilt der reehtwinkeligen vor, d. 11. sie öffnet bei der Bewegung des Hahnes früher und gibt Vorausströmung 36. Diese beträgt 4 SIS. Die passive Kolbenseite wird daher früher entleert, d. h. bevor in die aktive Dampf einströmt. strömt beispielsweise bei der Mündung 37 Dampf auf die Deckelseite 38 eines Zylinders, so wurde die Bohrung der Stopfbüehsenseite 39 mit der Luftbohrung 4C früher verbunden. Bei Hahnumstellung ist es umgekehrt.
Die Fig. 6 und 7 veranschaulichen die volle Ruhe-und Arbeitsstellung des Schneepfluges oder der
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mit Winkeleisenstreben gegen Brust und Rauchkammer der Lokomotive versteift wurde. Der fixe Schneepflug 1 ist normal am Schneeräumerwinkel der Lokomotive angebracht.
Die Wirkungsweise des Schneepfluges erhellt bereits aus der Darstellung. Flügeln und Schaufeln werden mit Dampf angetrieben, die Dampfsteuerweehsel (Fig. 5) befinden sieh am Führer-oder am Hetzer- stand der Lokomotive und werden von dort aus bedient. Um die Unabhängigkeit der Flügel zu wahren, ist für jeden ein getrennter Steuerwechsel vorgesehen. Die Schaufeln besitzen einen gemeinsamen Wechsel
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auf den Rundbogen 16 der Flügel können diese auch in Zwisehenstellungen festgelegt werden. Zur Be- dienung der drei Steuerwechsel sind zwei streckenkundige Organe notwendig, die infolge des günstigen Bedienungsstandes den Schneepflug leicht, sicher und schnell steuern können ;
PATENT-ANSPRÜCHE :
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