AT102657B - Verfahren zur Darstellung schwefelhaltiger Verbindungen. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung schwefelhaltiger Verbindungen.

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  Verfahren zur Darstellung schwefelhaltiger Verbindungen. 



   Es wurde gefunden, dass man dadurch zu neuen, therapeutisch wertvollen Produkten gelangt, wenn man auf schwefelhaltige Verbindungen, die den Schwefel in Form der ASH-Gruppe in merkaptanartiger Bindung enthalten, wie z. B. Thioharstoff, Thiophenol, Thionaphtol   usw.,   Aminoalkylmonohalogenide bei Gegenwart alkalisch wirkender Mittel einwirken lässt. 



   Man kann zu ihrer Darstellung auch statt der Aminoalkylmonohalogenide zunächst Alkylendihalogenide in Gegenwart alkalisch wirkender Mittel auf die genannten Verbindungen einwirken lassen und die so gewonnenen, halogenhaltigen Zwischenprodukte mit Aminen umsetzen. 



   Man gelangt so zu Körpern, deren neutrale, wasserlösliche Salze stark   gefässzusammenziehende   Eigenschaften aufweisen und infolgedessen als blutstillende oder Wehen erregende Mittel verwendet werden können. 



   Beispiel 1 :   4 5   Gewichtsteile Natrium werden in 50 Gewichtsteilen etwa 95% igen Alkohol gelöst und dazu unter Kühlung 20 Gewichtsteile Thiophenol gegeben. Diese Lösung wird nun mit   25   Gewichtsteilen Diäthylaminoäthylehorid versetzt und einige Zeit erwärmt. 



    Nach beendigter Reaktion wird in Wasser gegossen, das sich abscheidende Öl abgehoben und nach dem Trocknen fraktioniert. Bei 12 mm Druck geht das Diäthylaminoäthylphenylsulfid   
 EMI1.1 
 von   144-148'als   gelbes Öl über, das mit Salzsäure ein aus Azeton schön kristallisierendes Salz gibt. 



  Sm. P.   98-100 .   



   Beispiel 2 : 5'6 Gewichtsteile Natrium werden in 60 Gewichtsteilen etwa   95% igem   Alkohol 
 EMI1.2 
 teilen   Däthylamino thylchlorid   erfolgt der Beginn der Reaktion von selbst unter Wärmeentwicklung. 



  Die Aufarbeitung geschieht wie in Beispiel 1. 



   Das so erhaltene Diäthylaminoäthyl-m-tolylsulfid ist ein gelbes Öl, das mit Säuren schön kristallisierende Salze bildet, z. B. ein salzsäures Salz vom Sm. P.   1090.   



   Beispiel 3 : 2 Gewichtsteile Natrium werden in 20 Gewichtsteilen etwa   95%igem Alkohol gelöst   und mit   10 Gewichtsteilen u-Thionaphtol   versetzt. Nach dem Zugeben von 12 Gewichtsteilen Diäthyl-   aminoäthylchlorid   wird einige Zeit erwärmt und dann wie im Beispiel 1 aufgearbeitet. 



   Das   Diäthylaminoäthyl-#-naphtolsulfid   ist ein bei 12 mm Druck von   180-195  übergehendes,   gelbes Öl, das mit Salzsäure ein aus Alkohol schön kristallisierendes Salz gibt. Sm. P.   188-189 ,  
Beispiel 4 : 20 Gewichtsteile Thioharnstoff werden mit einer Auflösung von 6 Gewichtsteilen Natrium in 60 Gewichtsteilen etwa   95% igem   Alkohol übergossen, wobei eine klare Lösung entsteht. 



  Letztere wird nun mit 36 Gewichtsteilen Diäthylaminoäthylchlorid versetzt und einige Zeit erwärmt. Nach beendigter Reaktion erfolgt die Aufarbeitung wie in Beispiel 1, wobei man den Diäthylaminoäthylthioharnstoff als Flüssigkeit von folgender Zusammensetzung erhält : 
 EMI1.3 
 die bei 10 mm Druck von   140-1430 übergeht   und mit Säuren gut kristallisierende Salze gibt. Beispielsweise entsteht mit Salzsäure ein Salz vom Sm. P.   248 .   



   Beispiel 5 : 6 Gewichtsteile Natrium werden in 60 Gewichtsteilen Alkohol gelöst und mit 60 Gewichtsteilen Phenylthiobiazolonsulfhydrat (Ber., 27, S. 2515) versetzt. Gibt man nun 40 Gewichtsteile   Diäthylaminoäthylchlorid   hinzu, so erfolgt schon bei Zimmertemperatur Umsetzung, die man durch Erwärmen vervollständigen kann. Die Aufarbeitung erfolgt wie in Beispiel   l.   Das Diäthylaminoäthylphenylthiobiazolonsulfid 
 EMI1.4 
 

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 ist ein dickes Öl, das mit Säuren schön kristallisierende Salze bildet.

   Beispielsweise entsteht mit Salzsäure ein in   Wasser leicht lösliches   Salz vom Sm.   P.     207-2080,  
Beispiel 6 : 23 Gewichtsteile Natrium werden in 400 Gewichtsteilen absolutem Alkohol gelöst und dazu unter   KÜhlung 124 Gewichtsteile m-Thiokresol   gegeben. Diese Lösung wird unter Umrühren zu 940   Gewichtsteilen Äthylenbromid   zugetropft und die Mischung 1 Stunde lang gekocht. Hierauf wird mit Äther versetzt, vom abgeschiedenen Natriumbromid abfiltriert und aus dem Filtrat Äther, Alkohol und   überschüssiges Äthylenbromid abdestilliert.   Der Rückstand wird im   Vakuum   fraktioniert. S.   P.   bei 7 mm Druck 148-151 . 



   Das   Bromäthyl-m-tolylsulfid   wird hierauf mit der gleichen Gewichtsmenge Diäthylamin im geschlossenen Gefäss einige Stunden lang auf   80-90'erhitzt,   das Reaktionsprodukt dann in   Wasser gelost   und mit Alkali versetzt. Das abgeschiedene   Diäthylamin abdestilliert   und der Rückstand fraktioniert. 
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 spiel 2 erhaltenen Produkt. Das Diäthylaminoäthyl-m-tolylsnlfidchlorhydrat kristallisiert in   Blättchen   vom   Sm. P. 108'.   



   Beispiel 7 : 23 Gewichtsteile Natrium werden in 400 Gewichtsteilen absolutem Alkohol gelöst und dazu 110 Gewichtsteile Thiophenol gegeben. Diese Lösung wird unter kräftigem   Riihren   zu 940 Gewichtsteilen Äthylenbromid zugetropft und die Mischung eine Stunde lang gekocht. Die weitere Aufarbeitung erfolgt wie in Beispiel 6 angegeben. Sm. P. des Bromäthylphenylsulfids bei   13 mm Drtlck   132-136 . 
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 in Alkohol 10 Stunden   lang im geschlossenen Gefäss   auf   90-100'erhitzt,   dann aus der Reaktionslösung nach dem Neutralisieren mit Säure der Alkohol abdestilliert, der Rückstand mit Wasser aufgenommen, 
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 hydrat kristallisiert aus Azeton in Nadeln vom Sm. P.   1050.   



   Beispiel 8 : 50 Gewichtsteile   Phenylthiobiazolonsulfhydrat   werden zu einer Auflösung von 5 Gewichtsteilen Natrium in 100 Gewichtsteilen Alkohol von 95% gegeben. Nach erfolgter Lösung wird die Flüssigkeit mit 30 Gewichtsteilen   Dimethylaminoäthylchlorid   versetzt und einige Zeit erwärmt. Nach beendigter Reaktion wird wie im Beispiel 1 aufgearbeitet. Das Dimethylaminoäthylphenylthiobiazolonsulfid ist ein gelb gefärbtes 01, das z.   B.   mit   Salzsäure   ein in farblosen Nadeln   kristallisierendes   Salz vom Sm. P. 168  täldet. 
 EMI2.4 
 und mit 201 Gewichtsteilen Phenylthiobiazolonsulfhydrat und 180   Gewiehtsteilen Dipropylaminoäthyl-   chlorid versetzt und einige Zeit erwärmt. Nach beendigter Reaktion wird wie im Beispiel 1 aufgearbeitet. 



   Das so erhaltene Dipropylaminoäthylphenylthiobiazolonsulfid ist ein sehwach gefärbtes Öl, dessen salzsaures Salz bei   175'schmilzt.   



   Beispiel 10 : 23 Gewichtsteile Natrium werden in 240 Gewichtsteilen Alkohol von   95%   gelöst und zu dieser Lösung 101 Gewichtsteile 5-Thio-1, 2, 4-triazol und darauf 135 5   Gewiehtsteile   Diäthyl-   aminoäthylchlorid   gegeben. Die   Mischung   wird einige Zeit erwärmt und hierauf wie in Beispiel 1 angegeben, aufgearbeitet. 



   Das erhaltene   Diäthylaminoäthyl l, 2, 4-Triazolsulfid   stellt ein zähes, dickes Öl dar, dessen Salze mit   Mineralsäuren   sehr schwer kristallisieren. Es hat folgende Konstitution 
 EMI2.5 


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  1. PATENT-ANSPRUCH : EMI2.6
AT102657D 1924-01-18 1924-01-18 Verfahren zur Darstellung schwefelhaltiger Verbindungen. AT102657B (de)

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