AT1027U1 - Befestigungsvorrichtung für bauplatten - Google Patents

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AT1027U1
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Falb Karl
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  Die Erfindung betrifft eine Befestigungsvorrichtung für Bauplatten an Fassaden und dgl., wobei die Bauplatte an der Rückseite eine   Aufhän-   gung aufweist und an der gebäudefesten, tragenden Unterkonstruktion wenigstens zwei Aufnahmen vorgesehen sind, die die Aufhängung aufnehmen. 



  Die Befestigung von Bauplatten, insbesondere solchen aus schwerem Material wie Naturstein, Kunststein etc. an entsprechenden Unterkonstruktionen, stellt seit vielen Jahren ein Problem dar, dass   z. B.   bei der Verkleidung von Fassaden oder Wänden gelöst werden   miss.   In vielen Fällen soll die Befestigung an der Rückseite der Bauplatten erfolgen, wobei die Befestigungselemente an der Sichtfläche oder seitlich davon nicht sichtbar sein sollen. Einebekannte Befestigungsart besteht darin, an der Rückseite mit einem Fräser Löcher zu fräsen, die sich nach innen erweitern, und in diese Löcher Dübel zu setzen, die Befesti-   gungsschrauben aufnehmen können.    



  Diese bekannte Befestigungsart ist jedoch nicht verwendbar, wenn relativ dünnwandige Bauplatten befestigt werden sollen. So sind   z. B.   neue Steinplatten am Markt, die mit   12 - 15 mm   Stärke wesentlich dünner sind als herkömmliche Granitplatten und dabei wesentlich grössere   Aussenabmessungen (z. B. 1, 50   x 3, 00 m) aufweisen. Bei solchen Platten ist es schwierig oder sogar unmöglich, die genannten Dübellöcher vorzusehen und die notwendige sichere Befestigung vorzusehen. 



  Ein weiteres Problem liegt in der Aufhängung oder Befestigung der Bauplatten an der Unterkonstruktion, wie   z. B.   der zu verkleidenden Fassade aus Beton, Mauerung oder Stahlkonstruktion. Bei der Montage der Fassadenverkleidung sollen die Bauplatten möglichst rasch und einfach montiert werden können. Die Befestigung muss alle Lasten in vertikaler und horizontaler Richtung sicher aufnehmen können. Weiters soll es möglich sein, für Reparaturarbeiten die Bauplatten oder einzelnen Bauplatten wieder entfernen und später wieder einsetzen zu können, ohne Notwendigkeit grössere Abschnitte der Fassade abtragen zu müssen. 

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  Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine   Befestigungsvorrich-   tung vorzusehen, die die genannten Nachteile vermeidet. 



  Die vorliegende Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmen als Aufnahmegleiter vorgesehen sind, die entlang einer Gleitschiene der Unterkonstruktion verschiebbar und gegebenenfalls fixierbar sind. 



  Weitere Merkmale der Erfindung sind den Patentansprüchen, der nachfolgenden Beschreibung und den Zeichnungen zu entnehmen. 



  Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles   nä-   her beschrieben. Fig. 1 zeigt im Schnitt teilweise abgebrochen eine Bauplatte mit der erfindungsgemässen Befestigungsvorrichtung. Fig. 2 zeigt im Schnitt den Vorgang beim Einhängen der Bauplatte bzw. bei der Demontage. Fig. 3 ist ein Schnitt nach der Linie III-III in Fig. 1. 



  Wie insbesondere in den Fig. 1 und 3 zu erkennen ist, weist die Bauplatte 1 vertikal übereinander, zwei Befestigungspunkte auf. Jeder Befestigungspunkt wird durch Gewindehülsen 2 gebildet, die in hinterschnittenen Nuten 3 eingesetzt und mittels geeigneter Klebemasse verklebt bzw. eingegossen sind. Durch die Schraubbolzen 4 ist ein   Hutpro-   fil 5 fest mit der Bauplatte 1 verschraubt. Anstelle eines Hutprofil können auch ein entsprechend geformtes U-Profil oder zwei Winkelprofile vorgesehen sein. Das Profil erstreckt sich im wesentlichen über die gesamte vertikale Bauhöhe der Bauplatte 1. Die Zahl der Befestigungpunkte mit den Gewindehülsen 2 kann auch grösser als zwei sein. Zwischen Hutprofil 5 und Bauplatte 1 ist eine Zwischenlage   7 angeordnete     z. B.   aus Kunststoff, die auch entfallen kann. 



  Die Seitenwangen 6 des Hutprofils 5 tragen Aufhängebolzen 8, wobei bevorzugt für jede Bauplatte mindestens zwei Aufhängebolzen in vertikalem Abstand vorgesehen sind. Bei herkömmlicher Plattengrösse ergibt dies insgesamt mindestens vier Aufhängebolzen an mindestens vier Aufhängepunkten. 

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  Gebäudeseitig sitzt an einem Träger 9, mittels   Gewindebolzen   10 fest verschraubt, ein Strangpressprofil 11 oder eine andere Konsole, das an seiner Vorderseite eine Gleitschiene 12 aufweist. In dieser Gleitschiene sind verschiebbar für jede Bauplatte 1 jeweils zwei Aufnahmegleiter 13,14 angeordnet. Diese Aufnahmegleiter sind bevorzugt ident ausgebildet, werden jedoch jeweils gegengleich in die Gleitschiene 12 eingeschoben. 



  Der untere Aufnahmegleiter 13 weist einen nach oben offenen und nach unten   abstutzenden Aufnahmeteil   15 auf, wohingegen der obere Aufnahmegleiter 14 den Aufnahmeteil 15 so angeordnet hat, dass er die Aufhängung seitlich abstützt. Die Aufnahmeteile nehmen jeweils die Aufhängebolzen 8 der Bauplatte 1 auf. 



  Im hier dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Aufnahmeteile 15 als nach oben bzw. nach unten offenen Haken ausgebildet. 



  Bei der Montage werden vorerst die jeweils unteren Aufnahmegleiter 13 als Fixpunkte der Aufhängung entsprechend ausgerichtet und mittels der Schraube 16 festgeschraubt. Danach werden die jeweils unteren Aufhängebolzen 8 der Bauplatte 1 in den unteren Aufnahmegleiter 13 eingehängt. 



  Die Stellung des oberen Aufnahmegleiters 14 vor dem fertigen Einsetzen der Bauplatte ist in Fig. 2 strichliert eingezeichnet. Durch Anheben des Aufnahmegleiters 14 können die oberen Aufhängebolzen 8 der Bauplatte 1 zur Unterkonstruktion verschwenkt werden, wie mit Pfeil 17 angedeutet. Durch Herunterschieben des oberen Aufnahmegleiters 14 in die mit durchgezogener Linie dargetellte Stellung werden die oberen Aufhängebolzen 8 der Bauplatte 1 nach oben und insbesondere zur Seite hin fixiert. 



  Zum leichteren Verschieben des oberen Aufnahmegleiters 14 weist dieser einen Lochstreifen 18, z. B. aus Blech, auf, der mittels Schraube 19 mit dem Aufnahmegleiter 14 verbunden ist. Dieser Lochstreifen 18 kann auch dazu verwendet werden, durch Einführen eines Werkzeuges, wie   z. B.   

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 eines Schraubenziehers, durch die Fuge 20 zwischen zwei übereinander angeordneten Bauplatten 1 den   Lochblechstreifen   18 zu erfassen und nach oben zu ziehen, um den oberen Aufnahmegleiter 14 in die obere Stellung (strichliert) zu ziehen, so dass die Bauplatte mit dem oberen Rand 21 herausgeschwenkt und zur Demontage aus dem unteren Aufhängegleiter 13 herausgehoben werden kann. 



  Wie in den Schnittdarstellungen zu erkennen ist, können die Aufhängebolzen 8 mit einer Kunststoffhülle 22 umgeben sein, wodurch der Sitz der Befestigung verbessert wird. 



  Zur Verankerung der Gewindehülse 2 in der hinterschnittenen Nut 3 sei gesagt, dass diese Art der Verankerung ebenfalls ein vorteilhaftes Merkmal der Erfindung darstellt. Anstelle einer   Gewindehülse   kann auch eine entsprechend ausgebildete   Lil1senkopfschraube.   vorgesehen sein, deren Gewindeschaft zur Befestigung des Hutprofil 5 dient. Die hin-   terschnittene Nut   3 ist mittels einer dazu eingerichteten Fräsvorrichtung leicht anzubringen, ohne die Sichtseite 23 der Bauplatte zu beschädigen.

Claims (6)

  1. ANSPRÜCHE 1. Befestigungsvorrichtung für Bauplatten an Fassaden und dgl., wobei die Bauplatte an der Rückseite eine Aufhängung aufweist und an der gebäudefesten tragenden Unterkonstruktion wenigstens zwei Aufnahmen vorgesehen sind, die die Aufhängung aufnehmen, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmen als Aufnahmegleiter (13,14) vorgesehen sind, die entlang einer Gleitschiene (12) der Unterkonstruktion (Träger 9) verschiebbar und gegebenenfalls fixierbar sind.
  2. 2. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der jeweils untere Aufnahmegleiter (13) einen nach oben offenen und nach unten abstutzenden Aufnahmeteil (15) und der jeweils obere Aufnahmegleiter (14) einen nach unten offenen und die Aufhängung seitlich abstützenden Aufnahmeteil (15) aufweisen.
  3. 3. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der obere Aufnahmegleiter (14) eine Zugvorrichtung (18) aufweist, um durch Hochziehen des Aufnahmegleiters (14) den Aufnahmeteil (15) ausser Eingriff ziehen zu können.
  4. 4. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugvorrichtung ein Lochstreifen (18) ist.
  5. 5. Befestigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitschiene (12) an einem gebäudefest montierten Strangpressprofil (11) oder einer Konsole angeordnet ist.
  6. 6. Befestigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufhängung durch einen Aufhängebolzen (8) gebildet ist, der in Seitenwangen (6) eines mit der Bauplatte (1) verbundenen U- oder Hutprofiles (5) sitzt und dass die Aufnahmeteile (15) hakenförmig ausgebildet sind.
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