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Basisentfermmgsmesser, insbeso9ndere zur Beobachtung von Luftzielen.
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Einrichtungen an Basisentfernungsmessern, die ausser der direkten Luftliniendistanz des Zieles, auch dessen Orthogonalkoordinaten zu ermitteln gestatten, beruhen darauf, dass jede Verdrehung des Mantelrohres eines Distanzmessers um seine horizontale Lagerachse relativ zum Stativ, zwangläufig eine derartige Messkeilverstellung zur Folgehat, dass durch beständige Einhaltung des Zielees auf die horizontale Trennungslinie der beiden im Gesichtsfelde erscheinenden Teilbilder bei genau horizontaler Zielbahn, die vorher
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kosten verteuern.
Im Sinne vorliegender Erfindung wird der angestrebte Zweck ohne die erwähnten Nachteile dadurch erreicht, dass die Ablesungen der Zielhöhen bzw. der horizontalen Zieldistanzen ähnlich wie bei
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zwangläufig verbunden ist, wobei die eine Skala durch die entsprechend zwangläufige Bewegung eines Zeigers ersetzt sein kann.
Der Erfindungsgegenstand ist auf der Zeichnung in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 den Längsschnitt durch den Gesamt-% trieb der Messkeileinstellung, Fig. 2 die Daraufsicht auf die kresförmige Höhenskala mit dem ersichtlich gemachten Messkeilantrieb, Fig. 3 und 4 zeigen Einzelheiten von abgeänderten Ausführungen. Im Entfernungsmessergehäuse J ! ist die Griffwalze 2 drehbar gelagert und greift mit dem Zahnkranz 3 in die Stirnradverzahnung 4a der Skalen-
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unmittelbar, sondern mittels zweier sehr dünner Stahlbänder b1-b (Fig.
3) von denen jedes mit einem Ende am Rand der einen Scheibe 19, mit dem andern Ende am Rand der zweiten Scheibe 20 befestigt ist, so zwar, dass von einer Befestigungsstelle ausgehend, das eine Band die erste Kurvenscheibe im Uhrzeigersinne, die zweite Scheibe im entgegengesetzten Sinne umspannt, während das andere Band beide Scheiben im entgegengesetzten Sinne des ersten Bandes umfasst. Die hohe Nabe der Kurvenscheibe 20 geht über in eine Kreisscheibe 20a (Fig. 2), an deren Rand eine kreisförmige Höhenskala angebracht ist, auf der die eingem essene Zielhöhe mittels eines Zeigers oder einer, eine Zeigermarke tragenden, konzentrisch gelagerten Scheibe 21 abgelesen werden kann.
In dieser ist ein radial geführter Schieber 22 gelagert, der unter dem Einfluss einer Druckfeder 23 nach aussen gedrückt wird und mittels einer feinen Randverzahnung in eine passende Innenverzahnung des Skalenrandes der Teilung 20a eingreift. Dieser radial geführte Schieber greift mittels eines eingesetzten Zapfens 22a durch einen Schlitz der Zeigerscheibe Zl, in eine exzentrische Ringnut 24 einer Griffscheibe 25, so dass durch deren Verdrehung der Schieber radial nach innen gezogen und seine Zahnverbindung mit der Scheibe 20a gelöst wird. Die Nabe 21a der Zeiger-
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scheibe 27 befestigt, die mit der sie berührenden Kurvenscheibe 28 auf dieselbe Art durch zwei dünne Stahlbänder verbunden ist, wie die Kurvenscheibe 19 mit der Kurvenscheibe 20.
Die Kurvenscheibe 28 sitzt fest auf der Achse 29, die mittels einer fest äufgestifteten Lagerhülse 30 mit der Kegelradscheibe 32 unter Zwischenschaltung der Spiralfedern 31 und 31a, also nach beiden Drehrichtungen elastisch verbunden ist, so ähnlich wie bei der nur nach einer Drehrichtung elastisch wirkenden Kupplung bestehend aus 13, 14, 15, 16. Die Verzahnung dieses Rades 32 greift in die Verzahnung eines Hohlzylinders 33, der direkt am Lagerkonsol 34 befestigt ist, das zur Lagerung der Stützringe la dient.
Die Wirkungsweise dieses Instrumentes ist nun folgende : Das einvisierte Ziel wird durch beständiges Verdrehen der Griffwalze 2 auf der im Gesichtsfeld erscheinenden Trennungslinie in Koinzidenz gehalten, wodurch die Verdrehung der Messkeile 9, 10 über die Stirnräder 11-12 auf die Kurvenscheibe 19 übertragen wird. Die Form der mittels der beiden Stahlbänder verkuppelten Kurvenscheiben 19 und 20 ist derart berechnet, dass die Verdrehungswinkel der letzteren proportional sind den Logarithmen der direkten Zieldistanzen. Durch Einhalten des Zielbildes auf der Trennungslinie des Gesichtsfeldes findet im allgemeinen eine Verdrehung des mittels der Lagerringe la im Sta. tivrohr 34 gestützten Distanzmessergehäuses um seine horizontale Achse statt.
Dadurch wälzt sich das Zahnrad 32 am Zahnluanz 33
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28 gestattet jedoch nur einen Messbereich von etwa +6 bis +840 Höhenwinkel, weil die Logarithmen der Sinuswerte unterhalb +6 zu grosse und oberhalb +840 zu kleine Scheibenvektoren bedingen würden.
Doch ist es erwünscht, die direkten Distanzmessungen von =-6 bis = +90 zu ermöglichen. Eben'so erlaubt die praktische Ausführung der Kurvenscheiben 19 und 20 nur einen Messbereich von kleiner als Unendlich (z. B. bis 10. 000 m), während auch zu Justierungszwecken Entfernungsmessungen bis Unendlich erwünscht sind.
Mithin ist es nötig bei Zielhöhenwinkeln unter = + 60 und über = + 84 die Höhenwinkelverstellung von der Verdrehung der Scheiben 28, 27, ebenso wie die bei Zieldistanzen über den gewissen Maximalwert (z. B. 10.000 m) die Messkeilverstellung von der Verdrehung der Kurvenscheiben 19, 20 unabhängig zu machen, was sich durch Einschaltung je einer Spiralfederknpplung j ! 5-J4-JM6 bzw.
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nachgiebig sein muss.
Lässt sich bei eingeschalteter Zahnschieberkupplung durch blosses Einhalten des Zieles auf der Trennungslinie im Gesichtsfeld die Koinzidenz der beiden Zielbilder aufrechterhalten, so ist dies ein grober Anhalt für eine horizontale Zielbahn, im andern Falle ist die Zahnschieberkupplung zu lösen und die Messkeilverstellung durch die Griffwalze allein, also unabhängig von der Zielhöhenwinkeleinstellung vorzunehmen.
Anstatt der stahlbandgekuppelten Kurvenscheiben können auch Zahnräder verwendet werden, deren Grundkurven denen der Stahlbandscheiben entsprechen.
Die Vorrichtung lässt sich auch durch entsprechende Ausgestaltung der Kurvenscheiben 27, 28 derartig ausbilden, dass statt der Vertikal-, die Horizontalprojektionen der Zieldistanzen auf der Skala 20a mittels der Zeigerscheibe 21 abgelesen werden können. Es kann aber auch die Einrichtung so getroffen sein, dass sowohl die Zielhöhe, als auch die horizontale Zielweite gleichzeitig angezeigt werden, wenn etwa auf der Achse 29 unterhalb der Kurvenscheibe 28 noch eine zweite entsprechend geformte Kurvenscheibe befestigt wäre, die durch eine analoge Stahlbandverbindung mit einer unterhalb der Kurvenscheibe 27 sitzenden Gegenscheibe 27a (Fig. 3) gekuppelt wäre, wobei letztere auf einer die dann als Hohlachse ausgebildeten Achse 26a durchsetzenden Zeigerachse 26 befestigt wäre.
Ein auf dieser Achse
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festsitzender Zeiger 6 würde dann auf der am Rand der Teilscheibe 20a ausserhalb der Höhenskala angebrachten zweiten Skala die Horizontalprojektion der Zieldistanz anzeigen.
Dagegen lässt sich die Vorrichtung auch konstruktiv dadurch vereinfachen, dass unter Verzicht auf die automatische Multiplikation der Zieldistanz mit dem sin. oder < des Zielhöhenwinkels a alle Teile von 21 (Zeiger) bis 32 (Kegelrad) wegfallen, und am Rande des Rohres 33 anstatt einer Kegelradverzahnung eine Zeigenmarke 33a angebracht wird (Fig. 4), mittels welcher auf einer mit dem Distanz-
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Kreisscheibe eine logarithmische, nach den Winkeln bezeichnete Sinus-oder Cosinusteilung angebracht ist, die jeweilige Zielhöhe bzw. horizontale Zielweite auf der Skala 20a angeben durch den Teilstrich, der dieselbe Winkelteilung aufweist, die dem am Vertikalkreis abgelesenen entspricht. Anstatt der kreisförmigen Skalen können naturgemäss auch geradlinige oder zylindrische verwendet werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Basisentfernungsmesser, insbesondere zur Beobachtung von Luftzielen, bei welchem zwecks Bestimmung der Vertikal-bzw. der Horizontalprojektion der Zieldistanz die Multiplikation der Bestimmungsstücke dieser beiden Projektionen durch Addition ihrer Logarithmen mittels spiralförmigen Kurvenrädern erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass von den spiralförmigen Kurvenrädern aus zwei logarithmisch geteilte Skalen rechenschieberartig gegeneinander verstellt werden.