AT103483B - Verfahren zur Herstellung eines weinartigen Getränkes aus Malz. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines weinartigen Getränkes aus Malz.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung eines weinartigen Getränkes aus Malz. Die vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung eines im Geschmack und Aroma dem Wein gleichartigen Getränkes aus Malz. Es ist bereits in verschiedener Weise versucht worden, durch Gärung von Malzwürzen hergestellte alkoholische Getränke vom Malzgeruch und M : dzgeschmack vollkommen zu befreien. So hat man beispielsweise zu diesem Zweck die, allenfalls unter Zusatz von etwas Fruchtsaft, veigorene Malzwürze unter Zutritt von Luft warm gelagert und das in dieser Weise erhaltene Gärprodukt mit Fruchtsaft gemischt und weiter mit Weinhefe vergoren. Später sind dann von einem der beiden Erfinder die nach vollkommener Vergärung der Malzwürze in diese ! noch enthaltenen Dextrine al3 Hauptursache der früheren Misserfolge bezeichnet worden, woraus der Vorschlag entsprang, die Malzwürze nach Art der Spiritusfabrikation, also bei möglichst niedriger Temperatur zu verzuckern, um die diastatischen Fermente des Malzes möglichst wenig zu beeinträchtigen. Bei Vergärung einer solchen entsprechend gesäuerten Würze werden die Dextrine in einer für den angestrebten Zweck erwünschten Weise abgebaut, indem die entstandenen Gärungsprodukte den Geschmack nicht nur im allgemeinen günstig beeinflussen sondern dem Getränk eine besondere weinartige Wesensart verleihen. Es wurde nun gefunden, dass die Herstellung von Getränken mit ausgeprägtem Weincharakter aus Malz auch dadurch erzielt werden kann, dass die den typischen Malzgeruch und geschmack (Jungbouquet) hervorbringenden Stoffe vor der Gärung entfernt werden. Da die Geruchstoffe mit Wasserdampf flüchtig sind, können sie beispielsweise durch eine Dampfdestillation abgeblasen werden. Als gesehmackstörend kommen vor allem Eiweissstoffe in Betracht, welelie z. B. mit Hilfe von Tannin amgefällt EMI1.1 säureerzeugung gesäuerte Malzwürze, die einen möglichst hohen Gehalt an diastatischen Fermenten aufweisen soll, einer derartigen Vorbehandlung, so liefert sie bei der Vergäiung mit einer geeigneten Weinhefe reintönige Weine von Traubenweincl1arakter, die vollkommen frei von Malzgeruch und Malzgeschmack, daher für den Massenverbrauch durchaus geeignet sind. In der einfachsten Weise lassen sich die erfindungsgemäss zu schaffenden Bedingungen zustande bringen, indem man eine in üblicher Weise hergestellte verzuckeite, aber nicht gesäuerte Malzwürze vor der Vergärung im Vakuum konzentriert. Hiebei säuert die Würze ; gleichzeitig verflüchtigen die unerwünschten Geruehstoffe mit. den Wasserdämpfen und fallen die geschmackstörenden Eiweissstoffe aus. Die Ausführung geschieht z. B. in der Weise, dass man eine in bekannter Weise hergestellte und EMI1.2 erhaltene Würze nach Entfernung der ausgeschiedenen Eiweissstoffe, wenn nötig mit Wasser verdünnt, mit Weinhefe vergärt. Dasselbe Ziel lässt sich auch erreichen, indem man einen zur Trocknis gebrachten Malzextrakt, wie er sich ergibt, wenn hochkonzentrierter Malzextrakt in dünnen Schichten im Vakuum getrocknet wird, in der entsprechenden Wassermenge, beispielsweise zu einer 24% eigen Würze auflöst, von den dabei ausgeschiedenen Eiweissstoffen befreit und mit Weinhefe vergärt. In dem einen wie in dem andern Falle empfiehlt es sich, der Lösung, fall der Gehalt an Diastase zu niedrig ist, Diastase zuzusetzen, was zweckmässig unmittelbar vor dem Anstellen zur Gärung geschieht. Die so erhaltenen Weine zeigen einen Alkoholgehalt von etwa 10-5 Volumenprozent und enthalten etwa 2 g Extrakt und 0-5-0'6 Säure in 1. cm3. <Desc/Clms Page number 2> Ausführungsbeispiele : 1. 100 leg diastasereiches Malz werden mit 400 I Wasser vennacht und in bekannter Weise unter möglichster Schonung der Diastase der Verzuckeiung zugeführt. Die diastasehältige'Würze wird in der üblichen Weise gewonnen, und hierauf sehr lange bei möglichst niederer Temperatur konzentriert bis, unter Erhaltung der Diastase, sämtliche Geruchstoffe entfernt sind und sich ein von denaturiertem Eiweiss herrührender Niederschlag ausscheidet ; dies ist gewöhnlich erreicht, wenn die Würze Sirupkonsistenz angenommen hat. Nun verdünnt man diesen diastasehältigen Sirup mit soviel Wasser, als erforderlich ist, um z. B. eine Würze von 240 Bé zu erhalten, filtriert und vergärt die Würze mit Weinhefe, welche je nach dem gewünschten Weinchl1rakter variiert werden kann ; z. B. mit Winningen-, Gumpoldskirehner-, Bordeauxhefe usw. Man erhält so ein traubenähnlich riechendes und schmeckendes Produkt, welches fast frei ist von unvergorenen Kohlehydraten und keinerlei Malzgemch und-geschmack besitzt. 2. Man maischt 100 leg Malz mit 300 kg Wasser ein, verzuckert unter möglichster Schonung der Diastase und gewinnt hierauf die Würze in gewöhnlicher Weise. Die in bekannter Weise gesäuerte Würze wird nun eine Y2 Stunde im Wasserdampfstrom abgeblasen, hierauf mit 5 g Tannin gefällt und nach der Klärung unter Zusatz von Diastaselösung in bekannter Weise mit Weinhefe vergoren. 3. 100 kg getrockneter Malzextrakt von entsprechendem Milchsäuregehalt werden in 500 I Wasser gelöst und hierauf unter Zusatz von 10 ! 10% igem Malzauszug mit Weinhefe in bekannter Weise vergoren. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung eines weinartigen Getränkes aus Malz, dadurch gekennzeichnet, dass die Geruch-und Geschmackstoffe des Malzes aus der Malzwürze vor der Gärung, z. B. durch Abblasen der Geruehstoffe und durch Ausfällung der geschmackstörenden Eiweissstoffe, entfernt werden.
Claims (1)
- 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass nicht gesäuerte, verzuckerte Malzwürze vor der Gärung im Vakuum konzentriert, von den ausfallenden Eiweissstoffen befreit und sodann mit Weinhefe vergoren wird.3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass getrockneter Malzextrakt in Wasser aufgelöst, von den dabei ausgeschiedenen Eiweissstoffen befieit und mit Weinhefe vergoren wird.4. Ausführungsform des Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Malzwürze, zweckmässig unmittelbar vor dem Anstellen zur Gärung, Diastase zugesetzt wird.
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