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Vorrichtung zum Signalisieren plötzlicher Temperaturschwankungen.
Die Erfindung bezieht sich auf jene Apparate, welche plötzlich in einem gewissen Ausmass auftretende Temperaturveränderungen, insbesondere einen ausgebrochenen Brand durch Betätigung einer Signalvorriehtung, z. B. einer elektrischen Klingel, anzeigen, und bezweckt, dieseApparate bei zuverlässiger Wirkung besonders einfach und billig zu gestalten.
Sie besteht im wesentlichen darin, dass mehrere Metallamellen zu einem Körper vereinigt urd derart angeordnet werden, dass bei langsam vor sich gehenden Temperaturänderungen diese Schwankungen von sämtlichen Lamellen gleichmässig aufgenommen werden und der von ihnen gebildete Körper seine Form und Lage beibehält, dass sich aber plötzliche Tempcraturschwankuiigen nur auf eine Lamelle übertragen und hiedurch eine Deformation des Gesamtkörpers hervorrufen, welche dazu benutzt werden kann, um irgendeine Anzeige, bzw. Alarmvorrichtung zu betätigen.
Weitere Ausgestaltungen des Erfindungsgcgenstandes seien an Hand der Zeichnung erörtert, in welcher als Ausführungsbeispiel ein Feuersignalapparat dargestellt ist. Fig. 1 zeigt eine Ansicht der Vorrichtung mit dem erwähnten Körper, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie 2- ? der Fig. 1, und Fig. 3 das Schaltungsschema der Gesamteinrichtung.
Bei dem hier gewählten B@ispiel bestcht der Deformationskörper aus drei bit gsamen und verhältnis- mässig dünnen Streifen a, b, c, die aufeinandergelegt und ihrer ganzen L"nge nach durch irgendein geeignetes Klebemittel zu einem Körper zusammengt kittet bzw. in ähnlicher Weise vereinigt sind. Die beiden
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körpers frfi bl. iht, dabei rahe aber der Stirnwand des Troges zu li@gen kommt und dass auch zwischen den seitlichen Ränd@rn des Stroifonkörpers und den seitlichen Trogwänden beiderseits nur t in sehr schmaler Spalt offen bleibt. Die Befestigung erfolgt beispielsweise vermittels des auf den Ständer aufgeschraubten Q terstüokes oder Bügels e.
Das befestigte Ende des Streifenkörpers wird weiters auch noch von der Schrauhe f durchsetzt, vermittels welcher der eine Pol der elektrischen Leitung angesetzt wird.
Auf der Stirnwand des Troges d ist, beispielsweise vermittels der Schraube h, die zugleich den zweiten Pol bildet, ein Winkelstück g befestigt. das aus elektrisch leitendem Material hergestellt ist und in welchem eine- Regulierschraube i sitzt. Diese wird so eingestellt, dass sie bei normaler Temperatur, wenn der Streifenkörper geradegestreckt ist, die äussere Fläche desselben bzw. des metallischen Streifens c berührt.
Diese Vorrichtung wird in einen Ruhestronkrcis eingeschaltet und mit einer Signaleinrichtung so verbunden, dass diese in Aktion tritt, wenn der Ruhestrom durch Deformation des Strcifenkörpers unterbrochen wird.
Ist der Streifenkörper einer konstanten Temperatur ausgesetzt, so bleibt er, dieselbe mag höher oder niedriger sein, gerade. Ändert sich diese Temperatur langsam, wie z. B. infolge Beheizung eines Raumes, beim Wechsel der Tages-oder Jahreszeiten ete., so überträgt sich diese Änderung vom Streifen c durch den Streifen b, ferner durch die Masse des Troges und die durch die Spalten in das Troginnere
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Erhöht sich aber die Temperatur in der Umgebung'des Apparates plötzlich, wie z. B. bei Ausbruch eines Schadenfeuers, so wird der äussere Streifen c rasch erwärmt, nicht aber ebenso rasch der von ihm durch den schlechten Wärmeleiter b getrennte Streifen a, da die Luft eine rasche Wärmeübertragung durch die Spalten ebenfalls nicht ermöglicht. Der äussere Streifen c wird daher länger als der innere Streifen a, was zur Folge hat, dass sich der Streifenkörper krümmt und sein freies Ende von der Schraube i abhebt, wie dies in Fig. 2 durch punktierte Linien angedeutet ist. Der Ruhestrom wird daher unterbrochen und die Alarmvorrichtung in Tätigkeit gesetzt.
Man kann auch mehrere derartige Unterbrecher unter Verwendung einer gemeinsamen elektrischen Batterie mit einer gemeinsamen Alarmvorriehtung bzw. elektrischen Klingel verbinden. Fig. 2 zeigt das Schaltungssohema einer solchen Gesamtanordnung, u. zw. einer solchen, bei der zwei der beschriebenen Unterbrecher Verwendung finden.
Hier sind ebensoviele Relais k vorhanden, als Unterbrecher d (im vorliegenden Falle zwei). Wenn der von der Batterie i kommende Strom durch die Wicklung des Relais 7e geht, so hält dieses vermittels des Hakenhebels 1 eine Fallklappe m so, dass eine durch diese Klappe gehende Stromkreisleitung unterbrochen ist. Diese Einstellung ist in der Zeichnung beim links befindlichen Relais k veranschaulicht.
Wird der durch das Relais k gehende Ruhestrom unterbrochen, so gibt der Hakcnhebel j ! die Fallklappe frei, diese fällt daher, stellt, wie dies beim Relais rechts dargestellt ist, die Verbindung mit dem Kontakt n her und es wird hiedurch ein Stromkreis geschlossen, der von der Batterie i durch die elektrische Klingel o geht und diese daher in Tätigkeit setzt.
Wie ersichtlich, ist die Verbindung der einzelnen Leitungen ein derartige, dass der Ruhestrom von
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ändern Pol der Batterie zurückzugclangen, und dass, wenn der Ruhestrom unterbrochen ist, der andere Stromkreis zustande kontmt, der durch die Achsen der Fallklappe sowie durch die Wicklung der Klingel geht und dann zur Batterie zurückkehrt.
Die Unterbrecher d werden an jenen Stellen angebracht, an welchen der Ausbruch eines Schaden- feuers zu befürchten ist. Die Einrichtung ist funktionsbereit, sobald die Batterie i Strom abgibt und die Klappen m so gehoben sind, dass sie von den Hebeln 1 festgehalten werden, bzw. wenn sich nach einer plötzlichen Erwärmung der äussere Streifen c wieder abgekühlt, der Streifenkörper daher wieder gerade gestreckt hat.
Alarmklingel und Relais werden zweckmässig af einem gemeinsamen Schaltbrett übersichtlich angeordnet, eventuell kann anstatt oder nebst dem akustischen Signal auch noch ein optisches angebracht werden.
Die Erfindung erstreckt sich selbstverständlich auch auf alle Varianten der beschriebenen Aus- führungsform, z, B. auf eine solche, bei der für die Relais und für die Klingel zwei gesonderte Batterien verwendet werden etc.
PATENT-ANSPRÜCHE : - 1 : Vorrisshtung zum Signalisieren plötzlicher Temperaturschwankungen, dadurch gekennzeichnet, dass der eine Teil eines aus zwei Teilen zusammengesetzten Deformationskörpers freiliegt und der anderedurch die Wärme schlechtleitcndes Material gegen plötzliche Temperaturänderungen nach aussen geschützt ist, so dass eine Deformation des Körpers nur bei plötzlichen Temperaturänderungen stattfindet.