AT103912B - Verfahren zur Behandlung von Brauwässern. - Google Patents

Verfahren zur Behandlung von Brauwässern.

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  Verfahren zur Behandlung Ton   Brauwässern.   
 EMI1.1 
 günstigen Wirkungen des Gipszusatzes zu erzielen und   alle ungünstigen Folgeerscheinungen   auszuschalten vermag, wenn man den Gipszusatz nicht wie bisher planlos und empirisch vornimmt, sondern derart regelt, dass die Gipsmengen dem Brauwasser genau oder nahezu im stöchiometrischen Verhältnis zum Karbonatgehalte zugefügt werden. Bei einer derartigen Bemessung des Zusatzes wird insbesondere das so schädlich   wirkendeMagnesiumbikarbonat   entfernt,   indem sich schwefelsaure Magnesia, unlöslicher   kohlensaurer Kalk und Kohlensäure bilden ; hingegen sind schädliche Überschüsse von Gips vermieden. 



    Derartig behandelte Brauwässer geben infolge Entfernung des Magnesiumkarbonates helle Biere von grünlichgelbem Farbton und mildem Geschmack. Will man sicher sein, jeden Überschuss an Gips zu   vermeiden, so empfiehlt es sich, vorher, z. B. durch Zusatz von Kalkwasser oder sonstwie, entkarbonisiertes Wasser der Gipsbehandlung zu unterziehen, wobei man in diesem Fall noch so viel Gips hinzuzufügen 

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 hat, als der noch verbleibenden Karbonathärte entspricht. Dies wird insbesondere dann notwendig sein, wenn es sich um Wässer mit hoher   Gesamtkarbonathärte   handelt. 



   Ausführungsbeispiele :
1. Zu einem Hektoliter Wasser, das eine Gesamthärte von   8'6 deutschen Härtegraden   und eine   Karbonathärte   von   6'7 deutschen   Härtegraden zeigt, wird die der Kohlensäure äquivalente Gipsmenge, entsprechend   16. 3 g Ralziumsulfat,   zugesetzt. 



   Eine vorhergehende Entkarbonisierung dieses Wassers mit Kalk ist zwecklos, da bei einer solchen die Gesamthärte nur auf 8 deutsche Härtegrade, die Karbonathärte   a@f 5.3 deutsche Härtegrade   heruntergeht. 



   2. Ein Rohwasser von   19. 6 deutschen Härtegarden   Gesamthärte und   15. 4 deutschen Härtegraden   Karbonathärte wird durch   Kalkzusatz   entkarbonisiert und zeigt dann noch eine   Karbonathälte   von   6. 2 deutschen Hältegraden. Zu   einem Hektoliter dieses entkarbonisierten Wassers fügt man die der Kohlensäure äquivalente Gipsmenge, entsprechend 15 g Kalziumsulfat, hinzu. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Behandlung des Brauwassers durch Gipsen, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Wasser die seiner Karbonathärte äquivalenten Mengen von Gips zusetzt.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man vorher entkarbonisierten Wässern solche Gipsmengen zusetzt, welche der noch verbleibenden Karbonathärte äquivalent sind.
AT103912D 1925-11-20 1925-11-20 Verfahren zur Behandlung von Brauwässern. AT103912B (de)

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