AT105543B - Verfahren zur Verhütung unzulässiger Spannungszustände in abgeschalteten Netzteilen. - Google Patents

Verfahren zur Verhütung unzulässiger Spannungszustände in abgeschalteten Netzteilen.

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AT105543B
AT105543B AT105543DA AT105543B AT 105543 B AT105543 B AT 105543B AT 105543D A AT105543D A AT 105543DA AT 105543 B AT105543 B AT 105543B
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reactive power
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Guenther Dipl Ing Scharowsky
Albrecht Dipl Ing Pagenstecher
Otto Dipl Ing Irion
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Siemens Schuckertwerke Gmbh
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 Verbraucherstromkreis liegen eine Anzahl Verbraucher 9 und eine   Lichtanlage 10   ; ferner ist zur   Kompen-   sierung des Blindleistungsverbrauches der Niederspannungsmotoren 9 eine   Kondensatorbatterie   11 
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 Blindleistungsentlastung der   Sammelschienen   2 abgibt. Fällt   der Transfonnatorschalter ? 2 aus.   so wird diese   Blindleistungsabgabe   an die   Sammelschienen   2 unterbrochen und es entsteht ein Blindleistung-   überschuss   an den Niederspannungsschienen, der ein Steigen der Spannung und ein Durchbrennen sämtlicher Lampen zur Folge haben würde.

   Um dies zu vermeiden, wird durch das Relais 18 ein Widerstand oder eine Drossel 14   parallel zur Kondensatorbatterie geschaltet, wodurch   ein Zusammenbrechen der Niederspannung herbeigeführt wird. Damit den geschilderten   Eurzschlusserscheinungen   bei vorzeitigem Wiedereinlegen des Schalters 12 vorgebeugt wird, ist das Relais 13 so eingerichtet, dass es bei Unterschreiten einer bestimmten Spannung die Kondensatorwirkung vernichtet. Das Relais hat seine   Normalstellung   bei richtiger Spannung seines Betätigungsstromkreises in der Mitte zwischen den beiden parallel geschalteten Kontaktpaaren.

   Steigt die Spannung bei Auslösung des Schalters 1-2 über ein   zulässiges Mass,   so wird das Relais nach links angezogen und hiedurch der Widerstand 14 parallel zu der Blindleistung 
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 gruppen 9 und 10 werden durch ihre selbsttätigen   Spannungsauslöser abgeschaltet.   Ferner zieht z. B. bei Spannungsrückgang die Feder des Relais   18   den Anker soweit   zurück,   dass er das rechts gelegene Kontaktpaar   sehliesst.   Diese Stellung ist für die Wiederinbetriebnahme notwendig, weil sonst   kurzschlussartige   Erscheinungen entstehen können, wenn die volle Spannung lediglich auf den Kondensator 11 geschaltet wird.

   Wenn die richtige Betriebsspannung erreicht ist, bewegt sich der Anker wieder in die normale Stellung in der Mitte zwischen den Kontaktpaaren. 



   In Fig. 3 ist eine   blindleistungserzeugende     Maschine. M,   die aus einem   Asynchronmotor   und einer Drehstromerregermaschine   15   besteht, an ein Netz 2 angeschlossen. Steigt die Spannung der Sammelschienen 2 infolge Blindleitungsüberschuss, z. B. beim Ausfallen des Netzsehalters   1,   so steigt auch der in der   Leitung. M   fliessende   Erregerstrom   der   Maschine. M   verhältnisgleich an. Diese Steigerung wird durch 
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   Erregerstrom   der blinclleistungserzeugenden Anordnung 14/15 vollständig unterbricht und dadurch die   Spannung   im abgeschalteten Netzteil 2 sofort zum Verschwinden bringt.

   Die gleiche Wirkung tritt ein, wenn der Schalter 19 ausfällt und der gesamte Blindleistungsüberschuss der Maschine 14 zur Spannungserhöhung der blindleistungserzeugenden Anordnung selbst dient. Es ist ein besonderer Vorteil dieser Anordnung, dass sie um so sicherer wirkt,   je grösser   und je schneller der Spannungsantieg im abgeschalteten Netzteil ist. 



   In Fig. 4 ist als blindleistungserzeugende   Maschine   ein   Gleiehstrom-Erämersatz,   bestehend aus dem Vordermotor 20, dem   Einankexumformer 21 und,   der   Hintermasehine   22 über einen Schalter 2. 3 an das Netz 2. gelegt, das über einen Netzschalter 1 vom Kraftwerk gespeist wird. Da dieser Regelsatz mit einem Schwungrad 24 gekuppelt ist und   durch Ubererregung   des   Einankerumformers M Blindleistung   an das Netz abgibt, ist er besonders dazu geeignet, beim Ausfallen des Netzschalters 1 den abgeschalteten 
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 durch den Leistungsbedarf der Verbraucher 3 eine Verminderung der Drehzahl des Regelsatzes 20,22 eintreten muss, so kann diese Drehzahlverminderung zur Spannungsvernichtung herangezogen werden. 



  Am einfachsten geschieht dies durch einen Fliehkraftschalter, der bei Unterschreiten einer bestimmten Drehzahl durch Betätigung der Spannungsspule   26   den Schalter   2.     3 auswirft.   Da die vom Regelsatz 20/22 erzeugte Frequenz dieser Drehzahl   verhältnisgleich   ist, so kann an die Stelle des Fliehkraftschalters 26 auch ein Frequenzrelais 27 treten, das die Frequenz der Sammelschienen 2 misst und bei ihrem Absinken die Abschaltung des   Wirk-und blindleistungserzeugenden   Regelsatzes 20/22 mit beliebiger Genauigkeit bewirken   kann.

   Schliesslich   können noch die Veränderungen in der   Blind- und Wirkleistlmgsverteilung   im abgeschalteten Netzteil insbesondere die   Richtungsänderungen   der Blind-und Wirkleistungsflüsse dazu benutzt werden, die   Beschränkung   der Blindleistlmgserzeugung auszulösen. 



   In Fig. 5 sind zwei Sammelsehienensysteme 28 und 29 dargestellt, die über einen Kupplungsschalter 30 miteinander   verbunden   sind. An die Sammelschienen 29 ist ein Antriebsmotor 31 angeschlossen, der ausser seiner   Wirkleistungsabgabe durch   eine Drehstromerregermasehine 32 zu erheblicher Blindleistungserzeugung gezwungen wird. An den gleichen Sammelschienen 29 hängt ein weiterer Antriebsmotor 33, der mit einem Schwungrad   34   verbunden ist und durch eine Drehstromerregermaschine 35 ebenfalls zur Blindleistungserzeugung gebracht wird, die aber wesentlich geringer ist als die der Maschine. 31. Im Teil 36 der Sammelschienen 29 gestaltet sich die   Leistlmgsverteilung nach   den Pfeilen 37.

   Es fliesst nämlich   Wirkleistung (gestrichelter   Pfeil) vom Schalter 30 zur Maschine 33 und Blindleistung (ausgezogener Pfeil) von der   1\faschine 33 zum Schalter   30. Die von der Maschine 33 und der Maschine 31 über den Schalter 30 abgegebene Blindleistung dient zur Kompensation der an die Sammelschienen 28 angeschlossenen Verbraucher 38. Fällt der Kupplungsschalter 30 aus, so treibt das Schwungrad 34 den Antrieb 31 weiter an, da die Spannung im abgeschalteten Netzteil durch die Erregermaschine gehalten wird. Da die Blindleistungserzeugung durch die Drehstromerregermaschine 32 grösser ist als die der Maschine   dz   so wird die Erregung des Motors   33   zum Teil von dem Aggregat   31/32 übernommen. Es   

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AT105543D 1924-06-18 1925-05-23 Verfahren zur Verhütung unzulässiger Spannungszustände in abgeschalteten Netzteilen. AT105543B (de)

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