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Verbraucherstromkreis liegen eine Anzahl Verbraucher 9 und eine Lichtanlage 10 ; ferner ist zur Kompen- sierung des Blindleistungsverbrauches der Niederspannungsmotoren 9 eine Kondensatorbatterie 11
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Blindleistungsentlastung der Sammelschienen 2 abgibt. Fällt der Transfonnatorschalter ? 2 aus. so wird diese Blindleistungsabgabe an die Sammelschienen 2 unterbrochen und es entsteht ein Blindleistung- überschuss an den Niederspannungsschienen, der ein Steigen der Spannung und ein Durchbrennen sämtlicher Lampen zur Folge haben würde.
Um dies zu vermeiden, wird durch das Relais 18 ein Widerstand oder eine Drossel 14 parallel zur Kondensatorbatterie geschaltet, wodurch ein Zusammenbrechen der Niederspannung herbeigeführt wird. Damit den geschilderten Eurzschlusserscheinungen bei vorzeitigem Wiedereinlegen des Schalters 12 vorgebeugt wird, ist das Relais 13 so eingerichtet, dass es bei Unterschreiten einer bestimmten Spannung die Kondensatorwirkung vernichtet. Das Relais hat seine Normalstellung bei richtiger Spannung seines Betätigungsstromkreises in der Mitte zwischen den beiden parallel geschalteten Kontaktpaaren.
Steigt die Spannung bei Auslösung des Schalters 1-2 über ein zulässiges Mass, so wird das Relais nach links angezogen und hiedurch der Widerstand 14 parallel zu der Blindleistung
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gruppen 9 und 10 werden durch ihre selbsttätigen Spannungsauslöser abgeschaltet. Ferner zieht z. B. bei Spannungsrückgang die Feder des Relais 18 den Anker soweit zurück, dass er das rechts gelegene Kontaktpaar sehliesst. Diese Stellung ist für die Wiederinbetriebnahme notwendig, weil sonst kurzschlussartige Erscheinungen entstehen können, wenn die volle Spannung lediglich auf den Kondensator 11 geschaltet wird.
Wenn die richtige Betriebsspannung erreicht ist, bewegt sich der Anker wieder in die normale Stellung in der Mitte zwischen den Kontaktpaaren.
In Fig. 3 ist eine blindleistungserzeugende Maschine. M, die aus einem Asynchronmotor und einer Drehstromerregermaschine 15 besteht, an ein Netz 2 angeschlossen. Steigt die Spannung der Sammelschienen 2 infolge Blindleitungsüberschuss, z. B. beim Ausfallen des Netzsehalters 1, so steigt auch der in der Leitung. M fliessende Erregerstrom der Maschine. M verhältnisgleich an. Diese Steigerung wird durch
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Erregerstrom der blinclleistungserzeugenden Anordnung 14/15 vollständig unterbricht und dadurch die Spannung im abgeschalteten Netzteil 2 sofort zum Verschwinden bringt.
Die gleiche Wirkung tritt ein, wenn der Schalter 19 ausfällt und der gesamte Blindleistungsüberschuss der Maschine 14 zur Spannungserhöhung der blindleistungserzeugenden Anordnung selbst dient. Es ist ein besonderer Vorteil dieser Anordnung, dass sie um so sicherer wirkt, je grösser und je schneller der Spannungsantieg im abgeschalteten Netzteil ist.
In Fig. 4 ist als blindleistungserzeugende Maschine ein Gleiehstrom-Erämersatz, bestehend aus dem Vordermotor 20, dem Einankexumformer 21 und, der Hintermasehine 22 über einen Schalter 2. 3 an das Netz 2. gelegt, das über einen Netzschalter 1 vom Kraftwerk gespeist wird. Da dieser Regelsatz mit einem Schwungrad 24 gekuppelt ist und durch Ubererregung des Einankerumformers M Blindleistung an das Netz abgibt, ist er besonders dazu geeignet, beim Ausfallen des Netzschalters 1 den abgeschalteten
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durch den Leistungsbedarf der Verbraucher 3 eine Verminderung der Drehzahl des Regelsatzes 20,22 eintreten muss, so kann diese Drehzahlverminderung zur Spannungsvernichtung herangezogen werden.
Am einfachsten geschieht dies durch einen Fliehkraftschalter, der bei Unterschreiten einer bestimmten Drehzahl durch Betätigung der Spannungsspule 26 den Schalter 2. 3 auswirft. Da die vom Regelsatz 20/22 erzeugte Frequenz dieser Drehzahl verhältnisgleich ist, so kann an die Stelle des Fliehkraftschalters 26 auch ein Frequenzrelais 27 treten, das die Frequenz der Sammelschienen 2 misst und bei ihrem Absinken die Abschaltung des Wirk-und blindleistungserzeugenden Regelsatzes 20/22 mit beliebiger Genauigkeit bewirken kann.
Schliesslich können noch die Veränderungen in der Blind- und Wirkleistlmgsverteilung im abgeschalteten Netzteil insbesondere die Richtungsänderungen der Blind-und Wirkleistungsflüsse dazu benutzt werden, die Beschränkung der Blindleistlmgserzeugung auszulösen.
In Fig. 5 sind zwei Sammelsehienensysteme 28 und 29 dargestellt, die über einen Kupplungsschalter 30 miteinander verbunden sind. An die Sammelschienen 29 ist ein Antriebsmotor 31 angeschlossen, der ausser seiner Wirkleistungsabgabe durch eine Drehstromerregermasehine 32 zu erheblicher Blindleistungserzeugung gezwungen wird. An den gleichen Sammelschienen 29 hängt ein weiterer Antriebsmotor 33, der mit einem Schwungrad 34 verbunden ist und durch eine Drehstromerregermaschine 35 ebenfalls zur Blindleistungserzeugung gebracht wird, die aber wesentlich geringer ist als die der Maschine. 31. Im Teil 36 der Sammelschienen 29 gestaltet sich die Leistlmgsverteilung nach den Pfeilen 37.
Es fliesst nämlich Wirkleistung (gestrichelter Pfeil) vom Schalter 30 zur Maschine 33 und Blindleistung (ausgezogener Pfeil) von der 1\faschine 33 zum Schalter 30. Die von der Maschine 33 und der Maschine 31 über den Schalter 30 abgegebene Blindleistung dient zur Kompensation der an die Sammelschienen 28 angeschlossenen Verbraucher 38. Fällt der Kupplungsschalter 30 aus, so treibt das Schwungrad 34 den Antrieb 31 weiter an, da die Spannung im abgeschalteten Netzteil durch die Erregermaschine gehalten wird. Da die Blindleistungserzeugung durch die Drehstromerregermaschine 32 grösser ist als die der Maschine dz so wird die Erregung des Motors 33 zum Teil von dem Aggregat 31/32 übernommen. Es
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