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VerfahrenzurHerstellungvonHefe.
Gegenstand des Patents Nr. 10 ist 'in Verfahren zur Herstellung von Hefe aus zuckerhaltigen Lösungen, bei welchen der stark verdünnten gärenden Lösung während der Gärung periodisch oder kontinuierlich eine konzentrierte Lösung zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass diese letztere Lösung von solcher Konzentration und die Zuführunggeschwindigkeit derart ist, dass der Nahrungsverbrauch nicht nur ausgeglichen, sondern überschritten wird und die Gärung in der für die Hefefabrikation bekannten Art jedoch so durchgeführt wird. dass im Verlaufe der Gärung neben der Hefevermehrung eine steigende Alkoholmenge in der gärenden Lösung gebildet wird.
Dieses Verfahren wird gemäss der vorliegenden Erfindung so ausgeführt, dass die Hefe in Waschwasser (Naclischwänzwasser) oder Mischungen von Waschwassern (Nachschwänzwassern) oder in eine entsprechend verdünnte Mischung von Mineralsalzen und Melasse gesät wird, worauf hiezu Vorderwürze oder Vorderwürze mit Waschwasser gemischt oder eine entsprechende starke Mischung von Mineralsalzen und Melasse zugesetzt wird, um die durch die Vermehrung der Hefe hervorgerufenen Verluste zu ersetzen, wobei die Konzentrationen in solcher Weise geregelt werden, dass beträchtliche Mengen von Alkohol gebildet werden und während der Gärung vorhanden sind, weicher Alkohol entweder während des weiteren Vorganges zum Verschwinden gebracht wird oder als ein Fabrikationserzeugnis ganz oder teilweise'aufrechterhalten bleibt.
Bei den bekannten Verfahren zur Herstellung von Lufthefe unter gleichzeitiger Bildung von Alkohol wirkt der sich während der Gärung entwickelnde Alkohol hemmend auf die Hefevermehrung, indem die hohen Alkoholmengen besonders zu einem Zeitpunkt entstehen. in welchem der gärenden Würze aus Rücksicht auf die für die Hefevermchruag notwendigen Nährstoffe nur Lösungen (Waschwässer) verhältnismässig niederer Konzentration zugesetzt werden. Die bisherigen Bestrebungen waren daher darauf gerichtet, diesen für die Hefebildung schädlichen Einfluss des Alkohols dadurch aufzuhehen, dass man den Prozess unter Vermeidung der Alkoholbildung führte.
Gemäss der vorliegenden Erfindung, bei welcher alle im Lufthefebetrieb allgemein benutzten Rohstoffe, wie z. B. Getreidesorten. Malzsprossen, Melasse. Mineralsalze in gegenseitig wechselnden Mengeverhältnissen verwendet werden können, leitet man die Stoffzufuhr aber in einer solchen Weise, dass reichliche Mengen von Alkohol gebildet werden (z. B. bis zu 200/o oder mehr der am betreffenden Zeitpunkte im Gärbottich befindlichen Rohstoff- menge). Den so gebildeten Alkohol kann man nach dem vorliegenden Verfahren entweder
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brennen oder assimilieren lassen.
Bei der Durchführung des Verfahrens gemäss der vorliegenden Erfindung für Maischen, Würzen u. dgl., wobei unter Würze auch mit Mineralsalzen versetzte Melasse bzw. Zucker-
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sind, in welchem die Lösung zur Vermeidung der Infektionsgefahr entweder auf einer hinlänglich hohen oder auf einer hinlänglich niedrigen Temperatur gehalten wird.
Das Verfahren wird z. B. folgendermassen ausgeführt :
Zuerst wird eine Maische von 150 Balling und der gewöhnlichen Zusammensetzung nitriert. Die ursprüngliche Würze und das erste oder die ersten Waschwasser fein Gemisch. dessen Konzentration innerhalb weiter Grenzen schwanken kann und dessen spezifisches Gewicht auf etwa 10 Balling geschätzt werden mag), werden in ein besonderes Gefäss geleitet. in welchem das Gemisch, um Infektionen vor seinem Gebrauch zu vermeiden. entweder auf eine hinlänglich hohe Temperatur erhitzt oder auf eine hinlänglich niedrige Temperatur gekühlt wird.
Das dritte Waschwasser-hzw. ein Teil desselben-mit dem
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1#5 bis 2#5 Balling beträgt, wird durch einen kühler zum Gärbottielt geleitet. wo Hefe zugesetzt wird, während die Temperatur auf etwa 30- C gehalten wird. Hierauf fängt die Lüftung an, und nach Verlauf von 2 bis 3 Stunden wird die stärker konzentrierte Würze zugesetzt, vorzugsweise kontinuierlich unter intensiver Lüftung und in einer solchen Weise. dass der Zusatz der Würze 10 bis 11 Stunden dauert. L'nter nachlassender Lüftung lässt man nun die ganze Würze noch eine oder zwei Stunden lang gären, und darauf fängt das Ausscheiden der Hefe an.
Da die Würze ungewöhnlich grosse Mengen von Hefe enthält. giess man vorzugsweise etwas Wasser mit derselben in das Schleudersieb.
Bei einer so geleiteten Gärung kann Alkohol in Mengen erzeugt werden, die bis auf 20% und mehr der im Gärbottich vorhandenen Menge von Würze entsprechenden'Rohstoffes ausmachen kann.
Bei Vergärungen der vorliegenden Art wird oder kann Alkohol in genügender Kon- zentration vorhanden sein, um mit Vorteil kommerziell gewonnen zu werden.
Die gewöhnlichen Nährsalze können in der üblichen Weise, z. B. während der Vergärung oder sogar zur Würze vor deren Sterilisierung, zugesetzt werden.
Die am Sdilusse des Verfahrens vorhandene Alkoholmenge lässt sich durch eine Änderung der Temperatur, der Lüftung oder der Weise, in welcher die Würze zugesetzt wird. ändern.
Das Verfahren ermöglicht somit die Regelung der Herstellung nach den wechselnden Marktverhältnissen für Hefe und Alkohol.
Das Verfahren kann zur Herstellung von Saat- oder Mutterhefe Wr das Luftgärverfahren verwendet werden.