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Anlage zum Mahlen und Fördern von Brennstoff.
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ist die Gefahr einer schweren Beschädigung der Mühle durch Hineingeraten von Bolzen od. dgl. sehr verringert. Wird ein Bolzen od. dgl. bei der neuen Mühle zwischen einem Hammer 44 und dem Futter gefangen, so gibt der Hammer genug nach, um den Fremdkörper herausfallen zu lassen.
Wie Fig. 2 zeigt, liegt das einstellbare Futterstück 47 vorzugsweise mit seiner freien Kante direkt gegenüber der Innenkante des Futterstückes 53b, das die Tasche 53 begrenzt. Dadurch ist die Möglichkeit einer Einstellung bezüglich der Tasche geschaffen. Wenn der Teil 47 sich abnützt, so kann er nach oben nachgestellt werden, um seine innere Fläche bündig mit derjenigen des wagrechten Teils des Taschen- futterstückes 53b oder etwas höher zu halten. Dies gewährleistet, dass ein Fremdkörper stets frei von dem Teil 47 auf den Teil 53b ohne schädliche Berührung mit der Kante des Teils 53b gleiten kann.
Der Futterteil 47 und der Stellkeil 49 sind an einer abnehmbaren Platte 47a angebracht, u. zw. so, dass beim Abnehmen der Platte 47a Futterstück und Keil mit abgenommen werden. Dadurch kann der Teil 47 nach Bedarf leicht erneuert werden.
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der Hämmer steht (Fig. 3).
Zwischen der Mahlkammer 20 und der Lüfterkammer 21 ist ein Regler angebracht, der hier vier radiale Platten 55 aufweist, die an der Welle 22 angebracht sind und mit ihr umlaufen. Die Enden der Platten 55 ragen nahe an die Innenfläche des konischen Rings 56 heran und sind entsprechend der Schräge des Ringes schräg gerichtet. Die Platten 55 sind vorzugsweise radial relativ zur Welle 22 und ebenso längs der Welle einstellbar, um den Abstand zwischen den Enden der Platten und der Fläche des Ringes zu verändern.
Ein Hochdrucklüfter 57 mit langen Flügeln, der befähigt ist, ein kleines Volumen Luft unter hohem Druck zu liefern, ist auf der Welle 22 in der Kammer 21 so angebracht, dass bei Drehung der Welle 22 in der Pfeilrichtung nach Fig. 2 Luft aus der Kammer 21 durch das Rohr 13 getrieben wird. Diese Luft wird zur Kammer 21 teilweise aus der Kammer 20 geführt, der die Luft durch das Einlassrohr 58 gegebenenfalls nach Vorwärmung zugeführt wird. Das Rohr 58 hat eine Prellplatte 58a und eine Stellklappe 58b, die zusammen das Entweichen von Brennstoffteilehen aus der Kammer verhindern und die Menge der durch das Rohr 58 eintretenden Luft regeln.
Eine fernere Zufuhr von Luft, die nach Wunsch auch vorgewärmt sein kann, erfolgt zur Kammer 21 durch eine Öffnung 59, welche durch einen Schieber 60 regelbar ist und an der der Mahlkammer 20 gegenüberliegenden Seite des Lüfters 57 liegt.
Dem Trichter 12 wird Kohle od. dgl. zugeführt. Die Zufuhr zum Speiserad wird durch Schieber 26 und Klappe 29 geregelt. Wenn das Speiserad 27 sich mit der gewünschten Geschwindigkeit im Uhrzeigersinne (Fig. 1) dreht, so wird der Brennstoff in abgemessenen Mengen zur Mahlkammer 20 geführt.
Wenn die Hämmer um die Achse der Welle 22 mit 1800 Drehungen je Minute umlaufen, so erfährt der Brennstoff eine starke Schlagwirkung, wenn er mit den Hämmern um die Innenfläche der Kammer 20 getrieben wird. Die grössten und schwersten Brennstoffteilchen erfahren die stärkste Zentrifugalkra t wirkung und werden entsprechend zur Berührung mit dem Futter der Kammer 20 gebracht. Beim Anstoss an die Brechplatte 54 erhalten solche Teilchen einen scharfen Stoss, der ihre Grösse stark verringert und auch wegen der Schräglage der Platte 54 diese schwereren Teilchen nach links (Fig. 1) zu drängen sucht, d. h. nach der Eintrittseite der Kammer 20.
Die Wirkung des die Platten 55 aufweisenden Reglers geht dahin, die in die Kammer 21 strömende Menge von Luft und Brennstoff stark zu verringern. Diese Vorrichtung wirkt als ein Lüfter zum Fortsetzen der Drehung des Inhalts der Kammer 20 um die Achse der Welle 22. Diese Drehung sucht durch Zentrifugalkraft den Kammerinhalt in Berührung mit der schrägen Innenfläche des Ringes 56 zu schleudern, durch den das Gut nach links (Fig. 1) von der Kammer 21 hinweg gedrängt wird. Die Menge der in die Kammer 21 aus der Kammer 20 strömenden Luft ist daher im Vergleich mit derjenigen Menge sehr gering, die bei Fehlen eines solchen Reglers überströmen würde.
Durch Einstellung der Klappe 58b und des Schiebers 60 und Regelung der Lage der Platten 55 zur Innenfläche des Ringes 56 kann die Menge der in Kammer 21 aus der Kammer 20 strömenden Luft relativ zu der durch die Öffnung 59 eintretenden Luft sehr genau geregelt werden. Wird der Regler nach rechts (Fig. 1) verstellt, so wird es für Brennstoff und Luft schwerer, hindurchzuströmen, der Brennstoff wird also länger in der Mühle zurückgehalten und feiner zerkleinert.
Manchmal wird die Öffnung 59 ganz verschlossen, so dass dem Brenner nur die durch das Rohr 58 tretende Luft geliefert wird. In diesem Falle regelt die Klappe 58b die Menge der zur Erzielung des nötigen Druckes an der Düse zugeführten Luft.
Durch geeignete Einstellung der verschiedenen Steuerorgane kann die Menge der durch die Kammer 20 strömenden Luft geregelt und diese Luft auf der gewünschten niedrigen Geschwindigkeit für den Mahlvorgang gehalten werden. Durch die Einstellung des Schiebers 60 kann die Menge der vom Lüfter zum Brenner strömenden Luft geregelt und diese Luft auf dem gewünschten hohen Drucke gehalten werden, ohne dass die Verhältnisse in der Mahlkammer dadurch beeinträchtigt werden. So wird eine vollständige Beherrschung der Zufuhr in gewünschtem Sinne erzielt.
Die in die Kammer 21 durch die Öffnung 59 tretende Luft wird gründlich mit der aus der Kammer 20 nebst darin schwebendem Brennstaub kommenden Luft in der Kammer 21 und im Rohre 13 vermischt.
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Der Zusatz dieser Hilfsluft aus der Öffnung 59 zu der Luft aus der Kammer 20 sichert eine wirksamere Förderung des Brennstaubes zum Ofen und Regelung des Druckes am Brenner. Weitere Zusatzluft wird durch Öffnungen in der Vorderwand der Feuerung und durch die Öffnung um den Brenner herum unter dem Einfluss des Zuges zugeführt.
Dank der Gleichförmigkeit der dem Brenner aus der Mühle zugeführten Mischung von Luft und Brennstoff haben sich im Betrieb der Feuerung sehr gute Resultate ergeben. Man kann den gepulverten Brennstoff direkt von der Mühle zum Ofen ohne vorherige Abscheidung und Aufspeicherung führen.
Da man bei der neuen Anlage mit Erfolg ungetrocknete Kohle verwenden und das Mahlprodukt direkt zum Ofen fördern kann, so werden die Kosten der Brennstoffbereitung entsprechend gering.
Die Austrittsöffnung für Luft und Brennstaub ist wesentlich konzentrisch zur hindurehragmden Welle (Fig. 1), was vorteilhaft, aber nicht unbedingt nötig ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Anlage zum Mahlen und Fördern von Brennstoff, insbesondere für Kohlenstaubfeuerungen mit einer Mahlkammer und einem mit dieser in Verbindung stehenden Regler für die Feinheit der Vermahlung, gekennzeichnet durch einen regelbaren Lufteinlass (58) vor der Mahlkammer und einen zweiten solchen Lufteinlass (59, 60) auf der Förderseite des Reglers zur Regelung des Luftzutritts in das aus dem Regler austretende Brennstoffluftgemiseh.