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Einrichtung zur Herstellung von konischen Holzschrauben.
Es sind Einrichtungen zur Herstellung von kegeligen Holzschrauben bekannt, bei welchen mehrere Schneidstähle in einem gemeinsamen Halter radial um das Werkstück herum angeordnet und in Führungen in ihrer Längsrichtung beweglich sind. Zur Steuerung der Stähle wurde bisher ein entsprechend der Form der Schraube kegelig ausgebildeter Führungsteil von kreisrundem Querschnitt verwendet, der entweder unmittelbar oder durch Vermittlung von mit den Stählen verbundenen Hebeln auf diese einwirkt. u. zw. derart, dass sie gleichzeitig in die Arbeitslage gelangen und gemeinsam wieder vom Werkstück entfernt werden. Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung der geschilderten Art und zielt darauf ab, die Stähle sowohl hinsichtlich der Arbeitsdauer als auch der Schneidtiefe voneinander unabhängig zu machen.
Diese Aufgabe wird der Erfindung gemäss dadurch gelöst, dass die Spitzen der Stähle im Ruhezustande in verschiedenen Abständen von der Achse liegen und dass die Stähle unabhängig voneinander durch ein Führungsglied gesteuert werden, das entsprechend der für jeden Stahl gewünschten Arbeitsdauer und Schneidtiefe mit verschieden ausgebildeten Steuerungsflächen versehen ist, so dass die Stähle voneinander unabhängig nacheinander in die Arbeitslage gelangen, verschieden lang und verschieden tief schneiden und sodann nacheinander wieder aus der Arbeitslage entfernt werden. Durch diese Ausgestaltung der Steuereinrichtung wird der Arbeitsvorgang gegenüber den bekannten Einrichtungen wesentlich vereinfacht und eine genaue und sichere Herstellung der Schrauben ermöglicht.
Die Zeichnung veranschaulicht einige Ausführungsbeispiele der Erfindung. Fig. 1 zeigt in Seitenansicht und teilweise im Schnitt eine Einrichtung, bei welcher der die Stähle steuernde Teil unter Vermittlung von Hebeln auf die Stähle einwirkt. Fig. 2 die Seitenansicht einer Ausführungsform, bei welcher der Steuerteil die Stähle unmittelbar betätigt. Fig. 3 und 4 veranschaulichen ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung in End-und Seitenansicht (teilweise im Schnitt), bei welcher die Steuerflächen des auf die Stähle einwirkenden Teiles in einem um den Stahlhalter herum angeordneten und relativ zu diesem drehbaren Ring vorgesehen sind ; Fig. 5 zeigt in Endansicht eine Einrichtung, bei welcher die Führungen für die Stähle drehbar befestigt sind.
Der Stahlhalter 30 (Fig. 1) weist einen Zapfen 31 und eine Öffnung 32 auf. Die Stähle 40 sind in Führungen 41, die eine Radialbewegung der Stähle ermöglichen, angeordnet und werden mittels der Arme 33 der Hebel 42 betätigt, die um die Zapfen 34 am Stahlhalter 30 schwenkbar sind. Die Enden der Hebel 42 mit den Gleitflächen 35 liegen auf den Steuerungsflächen des Führungskörpers 43 auf, die der Erfindung gemäss für jeden Stahl besonders ausgebildet sind und den Radialvorschub der Stähle regeln. Die Spitzen der Stähle liegen im Ruhezustand in verschiedenen Abständen von der Achse des Werkstückes (Fig. 3).
Diese Anordnung ermöglicht gemeinsam mit der Ausbildung der Steuerungsflächen des Teiles 43, dass jeder Stahl, durch den ihm benachbarten Teil von 43 geführt, eine andere Schneidtiefe aufweist als der vorhergehende und folgende Stahl, und dass die Stähle je nach den Unterschieden der sie betätigenden Teile von 43 zu verschiedenen Zeitpunkten in die Arbeitslage gelangen, verschieden lang schneiden und in verschiedenen Zeitpunkten wieder vom Werkstück entfernt
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werden. Die Enden der Hebel 42 folgen also. verschieden ausgebildeten Bewegungsbahnen.
(Die Unterschiede zwischen den einzelnen Teilen der Steuerungsflächen sind in der Zeichnung nicht dargestellt, da sie bei der praktischen Herstellung der Schrauben mir ganz gering sind.)
Nach Fig. 2 wird an Stelle des am äusseren Umfange mit Steuerungsflächen versehenen Teiles 43 der Fig. 1 ein Führungsteil 43 a verwendet, an dessen inneren Flächen Steuerflächen vorgesehen sind, die unmittelbar auf die Stirnflächen 36 der Stähle 40 einwirken.
Gemäss Fig. 3 und 4 sind die Stähle mit einer Rolle 37 versehen, die in eine am Ringe 45 vorgesehene Führungsnut 38 hineinragen ; der Ring 45 umgibt zweckmässig den Stahlhalter 30. Die Form der verschiedenen Teile der Führungsnut 38 (Fig. 3) wird wieder entsprechend der für jeden Stahl gewünschten Arbeitsweise bemessen. Die Stähle werden in die Arbeitslage und vom Werkstück weg durch Drehung des Ringes 45 bewegt, welcher zu zu diesem Zwecke mit einem vorragenden Bolzen 39 versehen ist, der während des Arbeitsvorganges in einer Kurvenbahn 44 geführt wird. (Die Steuerungsflächen dieser Kurvenbahn sind nicht dargestellt. )
Nach Fig. 5 sind die Führungen 41 für die Stähle 40 durch einen Teil 47 am Stahlhalter 30 drehbar befestigt.
Die Stähle 40 sind abnehmbar auf einer Platte 48 befestigt, die in einer in der Stahlführung 41 vorgesehenen Nut 4. 9 gleiten kann. Die Bewegung der Stähle zum Werkstück 50 und von demselben weg wird durch Hebel 42 bewirkt, welche die Stähle auf die gleiche Weise betätigen wie die Hebel 42 nach Fig. 1. Das dem Arm 3. 3 en- sprechende Ende des Hebels ist jedoch hier gegabelt ; die beiden Hebelenden tragen nachstellbare Schrauben 51, deren Spitzen in Ausschnitten 46 der Platte 48 drehbar gelagert sind.
. Die Schrauben 51 können auch an der Platte 48 vorgesehen sein und in Ausschnitte des Hebels 42 eingreifen. An den entgegengesetzten Enden der Führung 41 sind nachstellbare Schrauben 52 mit Muttern 53 vorgesehen, mittels welcher die Führung in bezug auf den Drehpunkt 47 verschwenkt und in einer bestimmten Lage festgehalten werden kann. Die Stühle 40 können daher genau in radialer Richtung oder gegen die Werkstücke geneigt arbeiten. Durch eine Einstellung der Schrauben 51 ist eine allenfalls erforderliche Relativbewegung zwischen dem Hebel 42 und der Platte 48 möglich.