AT10675B - Verfahren zur Absorption von Schwefelsäureanhydrid. - Google Patents

Verfahren zur Absorption von Schwefelsäureanhydrid.

Info

Publication number
AT10675B
AT10675B AT10675DA AT10675B AT 10675 B AT10675 B AT 10675B AT 10675D A AT10675D A AT 10675DA AT 10675 B AT10675 B AT 10675B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
sulfuric acid
iron
absorption
concentration
free
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Basf Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from DE1901133933D external-priority patent/DE133933C/de
Application filed by Basf Ag filed Critical Basf Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT10675B publication Critical patent/AT10675B/de

Links

Landscapes

  • Physical Or Chemical Processes And Apparatus (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 
 EMI1.3 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Wir haben fernerhin gefunden, dass die Verwendung einer Säure von der genannten Konzentration als Absorptionsflüssigkeit noch einen anderen, nicht minder wichtigen Vorteil bietet. Wie bereits oben   erwähnt,   ist es nach den bisher bekannten Absorptionsverfahren nicht mÖglich, bei Verwendung der für die Absorption in Frage kommenden eisernen Gefässe klare und technisch eisenfreie, hochkonzentrierte Schwefelsäure zu erhalten. Die verdünnte wie konzentrierte Schwefelsäure hat nämlich ein relativ grosses Lösungsvormögen für Eisen. Es bildet sich dann aber schwefelsaures Eisenoxyd, welches in der   hochkonzen-   tricrten   Schwefelsäure ausserordentlich schwer löslich   ist und sich aus derselben wieder abscheidet. Infolgedessen   crhä) t hochkonzentrierte Schwefelsäure, x.

   H. eine solche   von 96-98% H2 SO4, durch Ausscheidung von Eisenverbindungen ein trtibes, milchiges Aussehen, wodurch sie schwer   verkäuflich   und für   manche Zwecke unbrauchbar   wird. Die   Angreifbarkeit   des Eisens hängt von der Konzentration der Schwefelsäure ab und ist für rauchende   Schwefelsäure bei einer Konzentration   von wenigstens 27% Gehalt an freiem Anhydrid so minimal. dass wir hierauf ein Vorfahren zur Darstellung von eisenfreier   Schwefelsäure   gründen konnten. 



   Wir haben nun weiterhin gefunden, dass es noch ein zweites   Konzentrationsinterval !   
 EMI2.1 
 Zeit auch der grössten Dichte und der geringsten   Dampfspannung entspricht. Verwendet   man also zur Absorption der   Anhydriddämpfo eine Schwefelsäure   von einer immer gleichbleibenden Konzentration von   zu   so gelingt es in einer Operation, nicht nur eine sofortige Absorption herbeizuführen, sondern gleichzeitig auch eine technisch   eisenfreie     hochkonzentrierte Schwefelsäure darzustellen,   trotz Verwendung eiserner Apparate. Es scheint auch hier wiederum ein innerer Zusammenhang zwischen der Angreifbarkeit des Eisens und der elektrischen Leitfähigkeit der   Schwefelsäure   zu bestehen.

   Wie wir nämlich beobachtet haben, steigt der elektrische Widerstand bei einer   Konzentration   von ungefähr 
 EMI2.2 
 dann sofort wieder bei den ersten Prozenten an freiem   S O@ einem Minium rapid zuzu-   eilen. In dem Masse, in welchem sich die Konzentration der   Schwefelsäure   von dem dieses 
 EMI2.3 
 oder nach   oben entfernt, wächst auch wieder die Angreifhnrkeit des Eisens   in hohem Masse. lu diesem zusammenfallen des Ansteigens des elektrischen Widerstandes mit einem Minimum der angreifbarkeit des Eisens, sowie mit der grössten Dichte und geringsten Dampfspannung tinden   die bezüglichen von   uns aufgefundenen praktischen Tatsachen auch eine theoretischeStütze. 



     Fuser   neues auf die geschilderten Umstände sich gründendes Absorptionsverfahren   besteht nun   darin, dass wir ein Absorptionsgefäss zweckmässig von vornherein mit einer 
 EMI2.4 
 schwefelsäure erhalten wir nun während des ganzen   Absorptionsprozesscs dadurch   auf dem genannten Konzentrationsgrad, dass wir eine   dem eintretenden Anhydridquantum entsprechende   menge Dampf, Wasser oder verdünnte Schwefelsäure kontinuierlich zuführen, während zweck- 
 EMI2.5 
   konstant erbalten wird.   



   Wir beschreiben unser Verfahren an folgendem Beispiel : In einem aus Eisen, zweck- 
 EMI2.6 
 keit einmündendes, säurebeständiges Rohr an, durch welches die   verdünnende Flüssigkeit   oder auch Dampf in genau, z. B. durch ein Ventil, regulierbarer Weise eintreten kann. 
 EMI2.7 
   entbehrtith und vereinfacht   die   Überwachung des Betriebes ausserordentlich. Die Schnellig-   keit und Vollkommenheit der   Ahsorption in der Schwefelsäure   der genannten Konzentration 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 in Verbindung mit der Erhaltung   dieser Schwefelsäure inerhalb   jener Konzentrationsgrenze durch regulierte Zuführung von   verdünnenden   Flüssigkeiten bezw. Wasserdampf macht das Verfahren ausserdem zu einem kontinuierlichen.

   Dasselbe liefert infolgedessen auch eine Schwefelsäure von stets der gleichen, sehr hohen Konzentration und zudem infolge der grossen Widerstandsfähigkeit des Eisens gegen Schwefelsäure der genannten Konzentration ein wasserhelles, technisch von Eisen freies Produkt. Man ist somit mittelst des neuen   Absorptionsverfahrcns   imstande, auf einfachste und billige Weise eine, selbst bei Vorwendung von eisernen Apparaten, fast eisenfreio und sehr starke Schwefelsäure von bestimmter Konzentration in kontinuierlichem Betrieb darzustellen. 



   Es braucht kaum besonders bemerkt zu werden, dass man mit Hilfe der so erhaltenen, technisch   eisenfreien,   konzentrierten Schwefelsäure durch Verdünnung jede beliebige schwächere
Säure herstellen kann.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur glatten und kontinuierlichen Absorption von Schwefelsäureanhydrid, darin bestehend, dass man die Anhydriddämpfe mit einer Schwefelsäure in innige Berührung EMI3.1
AT10675D 1901-02-26 1901-10-02 Verfahren zur Absorption von Schwefelsäureanhydrid. AT10675B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1901133933D DE133933C (de) 1901-02-26

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT10675B true AT10675B (de) 1903-02-10

Family

ID=5665239

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT10675D AT10675B (de) 1901-02-26 1901-10-02 Verfahren zur Absorption von Schwefelsäureanhydrid.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT10675B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT10675B (de) Verfahren zur Absorption von Schwefelsäureanhydrid.
DE892749C (de) Verfahren zur Herstellung von Ammoniumnitrat bzw. ammoniumnitrathaltigen Gemischen
AT71146B (de) Verfahren zur kontinuierlichen Konzentration verdünnter Salpetersäure.
DE133933C (de)
AT47638B (de) Verfahren zur Herstellung eines Düngemittels.
AT221477B (de) Verfahren zur Herstellung extrem reinen Siliziums
AT154896B (de) Verfahren zur kontinuierlichen Erzeugung von Wasserstoffperoxyd.
AT163503B (de) Verfahren zur Reinhaltung einer Flüssigkeit, die der Verunreinigung durch Elektrolyte ausgesetzt ist
DE699770C (de) Verfahren zur Hochkonzentration von Schwefelsaeure und aehnlichen angreifenden Fluessigkeiten
DE752567C (de) Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffsuperoxyd
AT83705B (de) Verfahren zum Entfernen von Schwefelwasserstoff aus Gasen.
DE509044C (de) Wiedergewinnung von Chlorwasserstoffgas aus es enthaltenden waessrigen Loesungen durch Erhitzen mit Schwefelsaeure im Kreislauf
DE752206C (de) Vorrichtung zum Erhitzen von konzentrierter Salpetersaeure
AT125658B (de) Verfahren zur Herstellung von Dreifach-Superphosphaten mit Monocalciumphosphat und gemischten Superphosphaten.
AT135338B (de) Vorrichtung zur Eindampfung von Lösungen, insbesondere für die Gewinnung von Salz.
AT89045B (de) Vorrichtung zur Herstellung Viskoseseide.
DE692990C (de) Verfahren zur Verhinderung der Oxydbildung beim Arbeiten mit fluessigen Zinkamalgamen
AT137191B (de) Verfahren zur Herstellung von zur Verzuckerung von cellulosehaltigen Stoffen geeigneten Säuremischungen.
AT29843B (de) Rektifikations- und Destillations-Apparat.
DE50323C (de) Verfahren zur Darstellung von Natronalaun
AT138731B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Wasserstoffsuperoxyd durch Destillation.
AT56617B (de) Verfahren zum Verdampfen oder Eindicken von Flüssigkeiten.
DE257809C (de)
AT128078B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Destillation von Wasserstoffsuperoxyd.
DD288503A7 (de) Verfahren zur kontinuierlichen herstellung einer natriumcyanidloesung