AT107638B - Vulkanisiervorrichtung. - Google Patents

Vulkanisiervorrichtung.

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AT107638B
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App Mephisto Jules Manfredi &
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Tulkanisiervor'ichtung.   



   Die Erfindung betrifft eine Vulkanisicrvorriehtung mit selbsttätiger   Anbiennung   und Heizung zum Vulkanisieren der Luftkammern von Laufreifen für Automobile, Motorräder und   Fahrräder.   



   Das Wesen dieser Vorrichtung, bei der ein aufzuvulkanisierender   Kautschukfleck,   eine   dabei   gelegte Metallschale und eine in dieser Schale eingelegte, mit Kalinitrat getränkte Pappscheibe zur Anwendung kommen, besteht darin, dass die zum Anzünden dienende Decksehiehte neben Nitrat   amorphen   Phosphor enthält und der Deckel aus   paraffiniertem   oder gefirnistem Karton besteht. Der Phosphor wird mit Vorteil auf der ganzen Oberfläche des in die Metallschale eingelegten Brennmaterials aufgebracht. 



   Weiters besteht die Erfindung aus einer   Anzündvorriehtung   für dieses brennbare Gemisch, die aus zwei   diametral angeordneten Röhren, welche Cereisen   enthalten, sowie aus einer zwischen ihnen durchgehenden und wie ein Sehlagstift wirkenden, eingeschnittenen Stahlstange besteht. Durch   Schlag (-11   auf diesen Stift werden zwei Funkengarben erzeugt, die ein sicheres Entzünden gewährleisten. 



   Ausserdem ist Gegenstand der Erfindung eine Presse, die aus einer festen Tischplatte und einem Griffstück mit mehreren Armen besteht und zum Niederpressen des Randes der Metallschale dient. Dieses Griffstück ist so angeordnet, dass es leicht nach allen Seiten sich neigen kann, je nach den   Dickenvei-   schiedenheiten der in die Vorrichtung eingelegten Stücke. Es wird durch eine Schraube mit doppeltem Gewinde betätigt, die ein rasches Nähern des Griffstückes an die Metallschale und ebenso ein rasches   Zurückziehen ermöglicht.   



   Die Unterseite der Tischplatte ist mit Rippen versehen, um nach Belieben die Vorrichtung flach auf einen Tisch oder auf den Boden stellen oder aber in einen Schraubstock einspannen zu können. 



   Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel des Eifindungsgegenstandes. Fig. 1 ist eine Seitenansicht, Fig. 2 eine Vorderansicht und Fig. 3 eine Draufsicht der Vorrichtung. Fig. 4 ist ein in grösserem Massstabe gezeichneter lotrechter Schnitt, Fig. 5 ein Querschnitt durch das Reparierungselement, Fig. 6 eine zugehörige Draufsicht. Fig. 7 ist eine ähnliche Ansieht, wie Fig. 1, und zeigt die Wirkungsweise der Vorrichtung. Wie ersichtlich werden die Reparaturen mittels Elementen   durchgeführt,   wie ein solches in Fig. 5 und 6 dargestellt ist. Jedes solche Element besteht aus   einer Kautsehukpastille   a, weiche die gewünschte runde, ovale oder andere Form hat. Dieser Kautschuk enthält eine gewisse Menge Schwefel, um ihn vulkanisieren zu können. 



   Dieses Kautschukstüek wird auf eine   Metallschale & von   gleicher Foim geklebt und durch ein   Leinwandstück   c abgedeckt, welches den Kautschuk vor dessen Verwendung schützt. 



   Im Innern der Schale befindet sich ein Gemisch, das während einer vorausbestimmten Zeit zu brennen vermag, indem es eine ebenfalls im voraus bestimmte   Temperaturerhöhung   erzeugt. Dieses Gemisch wird vorteilhaft durch Tränkung einer   Kartonscheibe   d (vorzugsweise Strohpappe) mit salpetersaurem Kali und durch Bedecken der Oberfläche mit salpetersaurem Kali und amorphem Phosphor erhalten. Vor dem Gebrauch wird dieses Gemisch durch ein Kartonstück e gegen die Luft isoliert ; dieses Kartonblatt ist paraffiniert und gefirnisst. 



   Das zu vulkanisierende Stück wird auf die zu reparierende   Luftkammer   mittels der dargestellten Presse angebracht, welche aus einem Bügel   t besteht,   der an seinem Unterteil einen kleinen Tisch g trägt. Unter diesem Tisch sind   Rippen h   von gleicher Höhe angebracht, so dass sich die Presse von selbst in lotrechter Stellung erhält, wenn sie auf einen Tisch gestellt wird. Sie kann ebenso auch in einem Schraubstock befestigt werden, indem eine der Rippen eingespannt wird. 

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   Das Anpressen wird mittels eines   Gliffstückes   i bewirkt, das mit etwas Spiel auf dem geschlitzten
Kopf j (Fig. 4) am Ende   einer Schraubenspindel k fitzt.   Diese hat doppeltes Gewinde, wodurch das An- pressen rascher bewirkt werden kann. Sie trägt einen Wirbel 1, um die Spindel bewegen zu können. 



   Die Schraubenspindel k ist hohl und enthält einen Schlagstift   m,   der in einen Kopf m'endigt und mit einem Bund n auf eine Feder o sich stützt. Der untere geriffelte Teil geht zwischen Cereisen- stücken p hindurch, welche in zwei   Führungsrohren   q eingesetzt sind, die am unteren Ende der Spindel k befestigt sind. Die   C2reisenstÜcke   werden durch mittels Stellschrauben regelbar einzustellenden Federn r   vorgediüekt.   Um zu verhindern, dass diese Federn verloren gehen, sind sie an kleinen, das Ende der
Stellschrauben bildenden Köpfen u befestigt. 



  Die Wirkungsweise ist folgende :
Um eine Reparatur auszuführen, wird   der beschädigte   Teil der   Luftkammer v   (Fig. 7) oder eines andern auszubessernden Teiles gereinigt. Darauf wird das   Schutzplättchen   c von der die   v < llangte  
Form aufweisenden Pastille abgenommen, ebenso der paraffinierte Karton e. Die Schale b und die
Pastille a werden auf die Luftkammer aufgelegt und samt dieser in die Presse gebracht, wie dies Fig. 7 zeigt. Die Schraube wird nun angezogen, um die Schale entsprechend anzupressen. Zufolge der Beweglich- keit des   Griffstückes   kann dieses sich nach der einen oder andern Seite neigen, um etwa vorhandene
Dickenunterschiede auszugleichen und ein allseitig gleichmässiges Anpressen zu sichern. 



   Nachdem diese Vorbereitungen getroffen sind, führt man einen Schlag auf den Schlagstift aus, die erzeugten Funken entzünden das Gemisch und dieses brennt während der gewünschten Zeit und erzeugt die für das Vulkanisieren erforderliche Temperatur. 



   Unmittelbar nach dem Abkühlen kann die Luftkammer   oder das reparierte Stück   wieder verwendet werden. 



     Selbstverständlich   können die Einzelheiten der Vorrichtung bei ihrer Ausführung und ihrem Betrieb, die Formen, Materialien und Abmessungen geändert werden, ohne vom Wesen der Erfindung abzuweichen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
 EMI2.1 
   Kalinitrat getränkte Pappseheibe   Verwendung finden, dadurch gekennzeichnet, dass die zum Anzünden dienende Deckschichte neben Nitrat amorphen Phosphor enthält und der Deckel aus paraffiniertem oder gefirnisstem Karton besteht.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Phosphor auf der ganzen Oberfläche des in die Metallschale eingelegten Brennmaterials aufgebracht ist.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Anzündeeinrichtung, die aus zwei einander gegenüberstehenden, Cereisenstücke enthaltenden Röhren und einem senkrecht dazu verschiebbaren Schlagstift besteht.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlagstift zwischen den Cereisenröhren derart hindurchgeht, dass er nicht eingeklemmt werden kann und leicht aufsteigt.
    5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Funkenbildungsstelle ein Ringraum frei gelassen ist, um das Ausstrahlen der Funken ungehindert zou ermöglichen.
    6. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Presse, die aus einem festen Tisch mit Rippen gleicher Höhe zwecks Aufsetzens auf eine Platte oder Festklemmen in einem Schraubstock, ferner aus einem mit Spiel auf dem geschlitzten Kopf einer Pressschraube aufgesteckten Griffstück und ans einer Schraubenspindel mit doppeltem Gewinde besteht.
AT107638D 1925-06-25 1926-06-23 Vulkanisiervorrichtung. AT107638B (de)

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