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Rttckmelder für Telephonstellen.
Gegenstand der Erfindung ist eine Einrichtung für Telephonteilnehmerstellen, die bezweckt, im Falle der Abwesenheit oder Verhinderung des Teilnehmers einen einlangenden Ruf selbsttätig durch Abgabe eines Signals von vereinbarter Bedeutung zu beantworten. Dieses Signal besteht aus einer vom Teilnehmer vor seinem Fortgehen einstellbaren Anzahl von Zeichen, z. B. Glockenschlägen und zeigt dem. Anrufenden die Stunde, allenfalls auch die Viertelstunde an, wann der Angerufene voraussichtlich wieder zu Hause anzutreffen sein wird.
Um dem Anrufer auch mitzuteilen, mit welcher Nummer er verbunden ist, kann ausser diesem Stundenzeichen noch ein der Teilnehmerstelle zugeordnetes, beispielsweise alle oder einige Ziffern der Teilnehmernummer angebendes Zeichen gegeben werden. Zweckmässiger- weise wird der Apparat ausserdem mit einer Vorrichtung versehen, welche die Anzahl der in Abwesenheit des Teilnehmers beantworteten Rufe registriert und diesem bei seiner Rückkehr anzeigt, wieviel Anrufe er zur angegebenen Zeit zu erwarten hat.
Es sind zwar schon Apparate angegeben worden, die ähnlichem Zwecke dienen, doch haben diese aus mehrfachen Gründen bisher keine weitere Verbreitung gefunden. Vor allem waren sie wegen der meist dem Schlagwerk einer Uhr nachgebildeten verwickelten Konstruktion für die allgemeine Einführung zu teuer. 2iUch war bei manchen derartigen Konstruktionen ein sicheres Ansprechen auf schwache Rufströme schwer zu erreichen.
Weiters bestand bei den meisten dieser mit einem Uhrwerk arbeitenden Vorrichtungen die Gefahr, dass diese bei entspnmter Feder in einer zufälligen Stellung stehen bleibt und die Teilnehmerstelle dauernd "besetzt" erscheint.
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der auf die schwächsten in der Praxis vorkommenden Rufstrome sicher anspricht und auch bei entspannter Feder keine Fehlschaltung verursachen kann.
Eine beispielsweise praktische Ausführung des Erfindungsgedankens zeigt Fig. 1 in schematischer Darstellung. Es ist normales Zentralbatteriesystem (Z. B. ) angenommen, doch lässt sich der Apparat auch andern Systemen, also beispielsweise Z. B. mit Anruf über Erde (Wiener System), System mit
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Halb-oder Vollautomatsystemen ist er ohne weiteres verwendbar.
Der Teilnehmer schaltet bei seinem Fortgehen den Apparat mittels einer Schaltvorrichtung 1, die als Steckkontakt, Kipper od. dgl. ausgebildet sein kann, parallel zum normalen Teilnehmerapparat 2 oder an dessen Stelle ein. Ferner zieht er mittels eines Schlüssels das Uhrwerk 3 auf, bis vor dem Fenster 4 im (nicht gezeichneten) Gehäuse die Ziffer,, 0" der Indikatorscheibe 5 erscheint. Ein zu starkes Aufziehen verhindert der Anschlag 6 und der Stift 7, welch letzterer ebenso wie der Stift 8 an der Platine des Uhrwerkes befestigt ist.
Wesentlich ist nun, dass der Rückmelder im Ruhezustand eine elektrische Eigenschaft besitzt, die der eines normalen Telephonapparates der entsprechenden Schaltung bei aufgelegtem Telephon hinsichtlich der Rückwirkung auf die Zentrale äquivalent ist, beispielsweise ist bei der angenommenen Schaltung (Z. B. ) der Durchgang von Gleichstrom durch einen grossen Kondensator (c) verhindert, für den Ruf Wechselstrom dagegen möglich.
Die aufgezogene Feder sucht die Räder des Uhrwerks 3 und den Windflügel 9 im Sinne der eingezeichneten Pfeile zu drehen, doch wird dies zunächst durch den Stift 10 an dem Relaisanker 11 verhindert. Wird aber der Elektromagnet 12 durch den Rufstrom erregt, so zieht er den Anker 11 an und das Uhrwerk gerät in Bewegung. N :'ch kf'zer Zeit, noch während der Dauer des Rufes, wird der Hpken
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melder zur Beantwortung eines neuen Rufes bereit ist. Durch diese Anordnung wird erreicht, dass schon sehr schwache Ströme ausreichen, um das Uhrwerk auszulösen.
Während dieser Drehung der Arbeitswelle 15 wird durch die unrunde Scheibe 17 und die Kontaktvorrichtung 18 ein Schaltvorgang bewirkt, der dem"Abheben"des Hörers äquivalent ist ; hier wird z. B. das Mikrophon 19, das mit einer Drosselspule 20 überbrückt sein kann, in die beiden Amtsleitungen geschaltet und dadurch gleichzeitig der Stromkreis für Gleichstrom geschlossen. Hierauf erfolgt die
Signalabgabe mit Hilfe der gezahnten Scheibe 21, des Hammers 22 und der Glocke 23, welch letztere unmittelbar in der Nähe des Mikrophons 19 angebracht ist. Die Scheibe 21 ist an der einen Hälfte ihres Umfanges mit 12 Zähnen versehen, entsprechend der grössten vorkommenden Schlagzahl.
Bei kleineren
Schlagzahlen werden die nicht benötigten Zähne durch ein glattes Segment 24 verdeckt, wobei die jeweils eingestellte Schlagzahl mittels des Zeigers 25, welcher fest mit dem Segment 24 verbunden ist, an der
Skala 26 abzulesen ist. Diese Skala ist fest mit der Scheibe 21 oder mit dem Gehäuse verbunden.
Nach erfolgter Signalgabe schaltet der Kontakt 18 wieder auf den"aufgelegten"Sehaltungs- zustand um, worauf die Bewegung in der Ruhelage zum Stillstand kommt.
Bei jedem Arbeitsspiel dreht sich das Zahnrad 5 um einen bestimmten Winkel weiter und lässt unter dem Fenster 4 eine neue Ziffer erscheinen. Nach einer gewissen Zahl von Rufbeantwortungen (etwa 15-20), wenn die Feder so weit entspannt ist, als ohne Gefahr des Stehenbleibens zulässig ist, stösst der Anschlag 6 an den Stift 8, der so angeordnet ist, dass dies gerade in der Ruhelage erfolgt. Weitere
Anrufe werden wohl nicht mehr beantwortet, aber eine Störung durch dauerndes"Besetzt"-Erseheinen infolge Stehenbleibens des Rückmelderuhrwerkes ist ausgeschlossen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Rückmelden für Telephonstellen, bei welchem ein vom Rufstrom freigegebenes Uhrwerk zunächst ein Mikrophon in zur Sendung geeigneter Weise in die Leitung schaltet und sodann eine einstellbare Zahl von Glockenschlägen in dessen Nähe abgibt, worauf nach Abschaltung des Mikrophon die Bewegung in der Ruhelage zum Stillstand kommt, gekennzeichnet durch ein Relais (11, 12), das im unerregten Zustand den Windflügel (9) des Uhrwerks (3) festhält und nach seinem Ansprechen durch einen Hebel (JJ) und eine mit einer oder mehreren Einkerbungen versehene Scheibe (14) so lange festgehalten wird, bis die Signalabgabe vollendet ist.